
Genau 30 Jahre nach ihrer ersten Teilnahme am Eurovision Song Contest ist Justyna Steczkowska (Aufmacherbild) wieder mit dabei: In Basel tritt sie im Mai mit dem Song „GAJA“ an. Darin besingt sie eine Göttin – die sie irgendwie auch gleichzeitig selbst ist bzw. sein will. Entsprechend göttlich-opulent war die Inszenierung des Beitrags bei der polnischen Vorentscheidung. Das hat die dortigen Zuschauer*innen überzeugt. Aber funktioniert das auch in anderen Ländern Europas?
Polen hat in diesem Jahr auf die öffentliche Vorentscheidung Wielki finał polskich kwalifikacji gesetzt und dort ausschließlich die Zuschauer*innen über die elf Beiträge abstimmen lassen. Dabei setzte sich mit 39,3% der Stimmen und großem Vorsprung vor Platz 2 Justyna Steczkowska mit ihrem Track „GAJA“ durch. Die Künstlerin ist eine der bekanntesten Sängerinnen Polens und seit den 1990er-Jahren fester Bestandteil der dortigen Musikszene.
Justynas Karriere begann mit dem Sieg in einem Talentwettbewerb. 1995 vertrat sie Polen mit der Ballade „Sama“ beim Eurovision Song Contest in Dublin und landete dort auf dem 18. Platz. Seither ist Justyna in Polen für ihre außergewöhnliche Stimme und ihren vielseitigen Musikstil bekannt. Sie kombiniert Pop, elektronische Klänge und traditionelle Elemente und experimentiert dabei immer wieder mit neuen Sounds.
Neben ihrer Musikkarriere ist sie auch als Schauspielerin und Moderatorin aktiv. Ihr Markenzeichen sind ihre hohe Gesangsstimme und eine oft mystische, künstlerische Inszenierung ihrer Auftritte. Auf diese Karte setzt sie mit „GAJA“ auch bei ihrem zweiten ESC-Anlauf.
Das Lied
„GAJA“ wurde von Justyna Steczkowska gemeinsam mit Patryk Kumór, Emilian Waluchowski und Dominic Buczkowski-Wojtaszek geschrieben. Der erste Ausruf im Lied – „They call me Gaja“ – ist auf Englisch, anschließend wird auf Polnisch weitergesungen. In dem Song geht es um Gaia, die Göttin der Erde aus der griechischen Mythologie, die als personifizierte Erde und Urmutter gilt. Das Lied thematisiert also die Verbindung zwischen Mensch und Natur sowie die schöpferische Kraft der Göttin. Die Sängerin kritisiert den mangelnden Respekt gegenüber der Natur und ruft zu mehr Achtsamkeit gegenüber der Umwelt und sich selbst auf.
Musikalisch zeichnet sich „GAJA“ durch eine spirituelle und energiereiche Atmosphäre aus, die durch verschiedene mystisch-traditionelle Klänge unterstrichen wird. Obwohl der Titel einen ausgeprägten Rhythmus und eine gute Dynamik aufweist, ist er nicht wirklich tanzbar. Das liegt auch an den verschiedenen, in die Länge gezogenen Gesangs- und Schreieinlagen von Justyna Steczkowska. Diese wurden im polnischen Vorentscheid von einer opulenten Inszenierung begleitet. So hob die Sängerin zwischendurch einigermaßen unmotiviert ab und landete kurz darauf wieder auf der Bühne. Was Göttinnen halt so machen. Das alles im schwarzen Lack-und-Lederoutfit. Dazu gab’s Geigen und reichlich Feuer.
Fun Fact: Der Song war bei seiner Veröffentlichung im November 2024 nur 2:27 Minuten lang – und wurde für den ESC auf die erlaubten drei Minuten verlängert. Ob das dem Beitrag genutzt oder geschadet hat, möge jeder selbst beurteilen.
Justyna Steczkowska tritt im ersten Halbfinale am 13. Mai auf Startplatz 2 an.
Der Check
Song: 2/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 2/5 Punkten
Douze Points: Viel hilft normalerweise viel. Aber hier regiert das blanke Chaos. Meine campe Seele feiert die Inszenierung mit Outfits, Tänzern und Gimmicks – und macht mich dabei vergessen, dass es ja um das Lied gehen soll. Das rauscht einfach an mir vorbei – trotz der langen Töne. Es ist mir einfach unmöglich, nur eine Zeile des Liedes oder der Melodie zu erinnern. Ich freue mich aber auf die Parodien des Beitrags beim ECG-Fanclubtreffen in Köln und vergebe dann doch göttlich-beschwingte 5 Punkte.
Manu: Justyna ist natürlich DIE „Welcome Back“-Geschichte des Jahres – und das feiere ich erstmal. Leider bietet „GAJA“ mir persönlich musikalisch mehr Chaos als Musik und ich habe etwas gebraucht, um den roten Faden des Liedes überhaupt zu finden. Auf den energetischen Auftritt und Justynas „Wild Dances“ freue ich mich aber jetzt schon. 4 Punkte
Max: Der Song hat viele Fans in der Bubble, aber für mich ist das nichts. Das Lied hätte auch vor über einem Jahrzehnt dabei sein können. Ja, es versucht mystisch rüberzukommen, aber bei mir erzeugt es nur Chaos. Immerhin ist Justyna einfach eine krasse Performerin und es wird einiges geboten – auch wenn das Lied nicht so krass wie die Show ist. Sorry, Poland! 3 Punkte
Peter: Nicht originell, aber funky. Es ist so cool, dass 2025 das Jahr in Landessprache ist. Ich mag den osteuropäischen Ethnofunk mit Kreischeinlage. Tolles Staging, erfrischende Bassline. Irgendwie cool, wenn auch alles schon mal dagewesen ist. 8 Punkte
Rick: Ich kann mir selbst nicht ganz erklären, was ich an diesem Beitrag so faszinierend finde. Vermutlich die Kombination aus mysteriösem Vibe, Justynas vollem Körpereinsatz und dem eingängigen Dance-Beat. Abzug gibt’s lediglich für die seeeehr lang gezogenen Töne. Das ist mir zu theatralisch. Ansonsten cool! 8 Punkte
Punktezahlen der anderen Blogger*innen:
- Benny: 3 Punkte
- Berenike: 6 Punkte
- Chris: 10 Punkte
- Danio: 4 Punkte
- Giulia: 4 Punkte
- Laureen: 3 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 58/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „GAJA“ auf Platz 19.
Wie schneidet der polnische Beitrag "GAJA" von Justyna Steczkowska ab?
- Platz 16-20 (28%, 199 Votes)
- Platz 11-15 (21%, 147 Votes)
- bleibt im Halbfinale hängen (20%, 140 Votes)
- Platz 21-26 (16%, 114 Votes)
- Platz 6-10 (8%, 60 Votes)
- Top 5 (8%, 54 Votes)
Total Voters: 714
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
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Oh, es geht nach Alphabet in der oberen Hälfte des ersten Halbfinals!
😮😮😮 Am Anfang ein O? 🥳🥳🥳🥳🥳 Party.
Polen kommt damit ins Finale! Justyna ist sehr beliebt in Polen und der polnischen Diaspora! Der Song gefällt mir ziemlich gut und finde ihn besser als den von Luna vom vergangenen Jahr!
Alle meine polnischen Bekannten kennen sie.
Es gibt in Bezug auf die Inszenierung noch Änderungen:
https://eurovoix.com/2025/03/31/poland-gaja-graphics-choreography-enhanced-for-eurovision-2025-performance/
Bin schon sehr gespannt!
Mich fasziniert die mystische Figur Gaia sowieso schon, waum ich den Song musikalisch mag, erklärt Groot, den ich hier deshalb zitiere
Lass mich raten. Er sagt: „Ich bin Groot!“ 😂
Groot mag ich sehr…. Aber irgendwie paßt die Performance nicht zu dem Text (Anne hat es gut geklärt)
Ich höre mir den Song auch immer nur auf spotify an. Die Performance ist es nicht, warum ich den Song mag.
Meine Queeeen! Justyna rockt die Bude! 🤩😍🤩😍🤩😍
In meinem Stammbaum ist sie natürlich die Übermutter! Und das völlig zu Recht! Polen hat wie gewohnt eine Bühnenperformance streng nach dem Motto: „Mehr ist mehr!“
Let’s go! 🕺💃👯
Zu den Lied fällt mir nicht viel ein. Daher bin ich heute Team Douze Points. Denn sein Zitat:Das rauscht einfach an mir vorbei – trotz der langen Töne. Es ist mir einfach unmöglich, nur eine Zeile des Liedes oder der Melodie zu erinnern.
Mit dem Finale könnte es knapp werden. Ich sage mal Finale und es wird am Ende eine zweistellige Zahl mit einer Zwei am Anfang.
Hier mein offizielles Ranking:
Platz 26: Polen
Platz 35: Estland
Platz 37: Island
Starke Stimme, ansonsten merkt man wie so oft bei Polen beim ESC, dass sie es einfach nicht können. Alles mögliche zusammengewürfelt mit viel Geschrei. Das ist ein Semi des Grauens.
Hör dir mal 1997 an, vielleicht gefällt dir das ja.
Einer meiner Favoriten
Und hör Dir 1994 an! Ein grandioser Einstand! Aber auch 1996 und eben 1997 sehr stark. Das war es dann mit Polen beim ESC.
1997 <3 <3 <3 Bester Beitrag für Polen ever, ever, ever und in meinen Olymp!
Ale jestem 🥰🥰🥰 Höre ich heute noch sehr gerne. Auch Anna Maria Jopek ist noch aktiv.
An Justyna 1995 kommt sie für mich nicht ganz ran. Im Gegensatz zu Justyna konnte ich sie in Berlin live sehen, weil ihr Konzert am Tag nach dem Tod des polnischen Papstes stattgefunden hat, da hatte es dann eine Schweigeminute während des Konzertes getan; das von Justyna am Tag vorher fiel deshalb gleich ganz aus.
Das Polen es nicht könne, find ich schon ein bisschen beleidigend. Die haben schon viele gute Beiträge geschickt, auch wenn ich zustimme, dass es in den letzten Jahren weniger waren.
Ein gut erhaltenes relikt aus den guten alten esc-zeiten. Für meinen geschmack von allem zu übertrieben und zu viel.
Ich vermute das sie sich qualifiziert und irgendwo platz 20- 26 macht, wobei die polnische diaspora durchaus für ein besseres resultat im mittelfeld sorgen könnte.
Habe das Gefühl Peter hat nur die Punkte 8 und aufwärts verfügbar…lol
Ich bin Justyna Fan. Sie hat aber richtig tolle Songs in ihrem Repertoire.
„Gaya“ gehört defintiv nicht dazu.
Trotzdem glaube ich das es für das Finale reichen wird . Denn in dem schlechten Semi für einen Finalplatzt reicht .
Im ersten Songcheck habe ich ja bereits erwähnt, dass ich in diesem Jahrgang fünf Lieder zum Davonrennen finde und drei davon unfassbar schrecklich. Das erste Schreckliche zum Davonrennen ist „Espresso Macchiato“, das zweite ist „Gaja“… 😳
Oh Hilfe, was ist das? 😩 Ich kann mit dieser Nummer überhaupt nichts anfangen und empfinde den Song einfach nur als anstrengend und nervig. Diese langgezogenen Töne finde ich furchtbar.
Ganz schlimm finde ich auch die Stelle, in der Justyna sich schreiend im Kreis dreht, diese Szene spiegelt allerdings ziemlich gut wider, wie ich mich beim Hören des Songs fühle und was ich dann am liebsten auch tun würde. 😂 Nein, Polens diesjähriger Beitrag ist absolut nicht meins.
Aber positiv hervorheben muss ich Justyna. Sie ist mit ihren 52 Jahren noch echt richtig fit, ne super Performerin und sieht richtig jung aus. Dadurch, dass sie auch Mimik zeigen kann, wird wohl kein Botox im Spiel sein und die Natur, die sie besingt, war gut zu ihr. Sie könnte vom Alter her meine Mutter sein und turnt und springt da noch rum wie ein junger Hüpfer, während ich einfach nur Schmerzen und Muskelkater vom Existieren habe. 😄
Wenn es nach mir ginge, wäre nach dem Halbfinale Schluss. Ich vermute auch, dass das Lied nicht die meisten Leute begeistern wird, da es ja schon recht sperrig ist, aber die polnische Diaspora ist groß und Justyna auch in dieser sehr beliebt. So könnte ich mir gut vorstellen, dass wir „Gaja“ im Finale nochmal hören und sehen werden und sie dort dann im Mittelfeld landet. Die Finalqualifikation klappt aber nur, wenn die Disapora fleißig ist.
Die Bewertung meiner Mama:
Sie würde sich das Lied weder kaufen noch freiwillig anhören, da es ihr gar nicht gefällt und Justynas Geschrei macht sie nervös. Dennoch empfindet sie Polens Beitrag als typisches ESC-Lied, von dem der Interpret denkt, dass er gute Chancen hätte (sie fühlte sich wahrscheinlich an „Wild Dances“ erinnert).
Auch meiner Mama ist Justynas Optik positiv aufgefallen. Als ich sie fragte, wie alt sie sie schätzt, hat meine Mama mit 35 geantwortet und somit Justyna gleich fast 20 Jahre jünger gemacht. 😃 In den Augen meiner Mama, ist Frau Steczkowska sehr hübsch und hat sich gut gehalten, in ihren Ohren und der Akustik aber nicht. 😄
Mit dem Song kann ich leider überhaupt nichts anfangen. Er wirkt auf mich viel zu anstrengend und etwas unstrukturiert. Persönlich landet er bei mir auf den hinteren Plätzen. Beim ESC dürfte es aber dennoch fürs Finale reichen.
Kann mich dem oft genannten Wort in den Kritiken der Blogger nur anschließen: CHAOS
Der Song alleine hätte kaum Chancen auf den Finaleinzug.
Alle Nebenaspekte- Justynas Bekanntheit und dass sie nach 30 Jahren erneut antritt, Outfit, Tänzer, die komplett überladene Show- werden vor allem in der Bubble einige Fans zum Hörer greifen lassen und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Qualifikation.
Falls Finale, dann irgendwo von 16-26
Hier habe ich mal ein interessantes Ranking entdeckt der Top 37 ESC Song mit Daumen nach unten (Dislikes)(prozentual) bei Youtube gefunden.
Es geht von den wenigsten Dislikes (Platz 37) zu den meisten Dislikes Prozentual (Platz 1)
Platz 1 und 2 ist leider mit politischen Hintergrund. Die anderen Plätze finde ich interessant.
Platz 37.ist übrigens sehr interessant. Da wäre ich im Leben nie darauf gekommen, dass es prozentual die wenigstens Dislikes hat.
hätte jetzt schon gedacht,daß der so innig geliebte tommy cash locker in den top5 ist – desweiteren ist da noch mehr politik im spiel z.b. bei armenien und aserbaidschan,welche sich immer beharken usw.
Mein Mann ist Pole und wir haben den polnischen Vorentscheid Stefan Raab vorgezogen. Wir mussten am Ende von Justynas Auftritt doch sehr lachen….das war einfach too much und sie nimmt sich auch so ernst dabei. Ich glaub fürs Finale wird es reichen, aber die so oft genannte Diaspora zündet auch nicht mehr so in den letzten Jahren.
Schade, Lusterka hätte ich viel viel lieber gesehen und vermeintlich würde es auch besser abscheiden.
Polen
Die Schülerin aus dem Dorf Polen ist eine der ältesten Schüler der ganzen Basler Gesamtschule. Eigentlich hat sie bereits eine abgeschlossene akademische Ausbildung mit hervorragender Leistung, möchte sich allerdings freiwillig weiterbilden und wurde deshalb – zur Überraschung mancher Kollegen – erneut an einer ESC-Schule aufgenommen.
Die Geschichtslehrerin schwärmt von den herausragenden Kenntnissen ihrer Schülerin über die slawische Kultur sowie die Vergangenheit Osteuropas, weshalb die Schülerin klar auf einer 1 steht. Auch der Sportlehrer berichtet fasziniert von den Leistungen der Schülerin in seinem Unterricht. So habe die Rhythmische Sportgymnastik die Schülerin so sehr fasziniert, dass sie sich auch weiterhin (ohne Band) fast unaufhörlich im Kreis dreht und im Bodenturnen zeigte sie ebenfalls eine außergewöhnlich gute Leistung.
Auch wenn die Musiklehrerin die stimmlichen Fähigkeiten der Schülerin außerordentlich lobt, gibt der sensible Kunst-Referendar an, gelegentlich von der Lautstärke der Schülerin gestört worden zu sein.
Dennoch einigt sich das Kollegium fast einstimmig auf eine Versetzung. Der Schulleiter gibt 10 von 12 Punkten.
Sehr schön. 😀
Den Kunst-Referendar schließe ich direkt in mein Herz. 🙂
Oh, das würde ich noch nicht zu früh sagen, mein Lieber. 😉 Er macht im Laufe der Songchecks noch eine (wohl eher zweifelhafte) Entwicklung durch… 🤫
Und die Schülerin hat Liberaces Lebensmotto verinnerlicht: „Zu viel von allem ist einfach wunderbar!“
😂😁👍 Habe gerade erst deine Zeugnisse entdeckt. Wundervoll! 😍🤩
Hatte den Song gar nicht mehr auf dem Schirm, musste mir deshalb das Video noch mal anschauen.😅
Eigentlich eine ganz coole Nummer, aber bei so einem frühen Startplatz, könnte es natürlich sein, dass der Song auch ein bisschen untergeht – allein schon deshalb, weil
wohl sehr viele spektakuläre Auftritte zu erwarten sind. Das 1. Semi ist mMn auch as stärkere. Also, lange Rede, kurzer Sinn: Ich mag den Song, und habe mal optimistisch aufs Finale getippt und dort aufs vordere Mittelfeld.🙂
Song: 5/5 Punkten
Stimme: 5/5 Punkten (Wer hier ernsthaft weniger gibt , ist einfach nur taub oder boshaft)
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Bei mir Platz 6/37 (12/12)
Sie wird 5. im ersten Semi
Im Finale dann 12. bei den Jurys und 10. beim Televoting, was für Platz 9 insgesamt reichen wird.
“Sama“ war 1995 meine Nr. 1 (vor Zypern auf der 2 und Ungarn auf der 3)
Ich habe 1995 drei Beiträge, die in meinem Allzeit-Ranking ganz weit oben stehen: Dänemark, Polen und Zypern. Ungarn ist nicht so mein Ding …
1995 ist einer meiner Lieblingsjahrgänge. Tolle Bühne, sympathische Moderatorin und tolles Siegerlied. Aber leider belanglose Postkarten (94 waren diese Top).
Stark finde ich Polen, Norwegen, Spanien, Schweden, Dänemark, Slowenien und Griechenland. Auch zb das schrille Kroatien und das harmlose Island mag ich sehr. Belgien, Portugal und mein Schlusslicht Österreich mag ich nicht.
Portugal mag ich, weil die Chorsänger fantastisch waren, und Belgien finde ich sehr sympathisch, auch wenn es musikalisch nicht bahnbrechend war. Meine Schlusslichetr sind, in absteigender Folge, Russland, Kroatien und Deutschland.
Russland 1995: Ganz, ganz, gruselig
Ich mag Russland. Für mich damals „typisch Ostblock“ Musik mit Charme. So wie zb auch Estland 94. Auch Deutschland gefällt mir gut.
Dann muss ich auch noch positiv Russland 97 hervorheben. Großes Kino!!!
Bei RUS97 mag ich den Text sehr gerne.
Die Schlussszene ist so cool. Jedenfalls aus meiner Sicht wurde Russland 97 stark unterbewertet. Da hat man mal einen Star auf der Bühne! Ich hätte sie in die Top 5 gesetzt.
Lustig war wieder mal der ORF. Im Herbst 94 sagte die Verantwortliche, sie möchte einen außergewöhnlichen Beitrag für Österreich. Als Beispiel wurde „Im Nin Alu“ von Ofra Haza genannt. Soweit so gut. Heraus kam „Die ganze Welt dreht sich verkehrt“. Na ja…
Tatsächlich ???
1997 einer meiner Lieblingsjahrgänge!
Meine Favoriten waren Jalisse und eben auch der russische Beitrag!
Slowenien und Griechenland! Da erlaube ich keine Diskussion!
Natürlich auch!!!!!!
Die Griechin hatte nicht ihren besten Tag erwischt. Aber natürlich ein starker Song. Slowenien mochte ich damals sehr. 30 Jahre später finde ich die Komposition sehr anstrengend. Man wird halt irgendwann erwachsen 🙃
Der Text und die Harmonien sind zeitlos. 😍
Ich fand alle Jahrgänge von 1994 bis 1997 sehr gut. So bisschen auch noch 1993 und 1998. Aber 1992 und 1999 fand ich sehr schwach.
Estland 1994? Das singende Sofakissen von Tante Gertrud?
Es hat so einen herrlichen Charme, die Sängerin, die Kostüme, das altbackene Lied. Ich liebs
Den deutschen Beitrag mag ich bis heute. Kein großer Wurf, aber solide
Portugal und Österreich fand ich auch sehr anstrengend. Den Sieger Norwegen mag ich heute noch nicht. Mein letzter Platz ist allerdings dieses total bemühte Ding aus dem UK.
Meine TOP 3 im Jahr 1995 waren: Dänemark (mit Abstand der beste und innovativste Beitrag), dann mochte ich Griechenland sehr und und Polen!
Und ich kann bis heute nicht viel mit Dänemark anfangen. Wobei es vor allem an der Stimme liegt. Ich mag die Stimmfarbe nicht. 🤷🏼♂️
1995 hatte so viel zu bieten, und da sucht er sich ausgerechnet Polen und Ungarn für seine Top 3 raus. 😉 Immerhin mit Zypern gehe ich mit.
….das war ja auch eines der wenigen Jahre, in denen ich die skandinavischen Lieder mal alle großartig fand. Die haben sich ihre Platzierungen auch verdient.
…und eines der Jahre, in denen ich die gesamte Top 3 wirklich verdient fand – das kommt auch selten bei mir vor.
Ich fand keines der drei skandinavischen Lieder gut.
Allerdungs fand ich Dänemark noch besser als Norwegen und Schweden.
Auf jeden Fall kein Song den man skippt, wenn man ihn hört. Klar ein heilloses Durcheinander aber irgendwie hat der Song was.
Denke das es für das Finale reicht, aber dort nicht weit oben landet. Polen sei es zu wünschen mal wieder ins Finale zu kommen.
Das Positive zuerst: in den 3 min wird nun wirklich alles gezeigt, was so in den letzten 30 ESC- Jahren dargeboten wurde. Wirklich jedes ESC- Klischee wird bedient und ich fühle mich bestens unterhalten!
ABER und nun komme ich zum Negativen: die Komposition ist so unfassbar belanglos. Das Lied berührt mich überhaupt nicht.
Zu den Erfolgsaussichten von Polen: ich glaube man wird ins Finale kommen und dort im langweiligen Mittelfeld um Platz 18 herum landen.
Also ich vermisse Toaster und Strichmännchen.
Eines vorneweg: Justynas Beitrag von 1995 gehört zu meinen Allzeitfavoriten beim ESC. Leider ist mir ihr musikalisches Angebot dieses Jahr viel zu laut und viel zu aufdringlich. Mir geht das nach einer Minute nur noch auf die Nerven. Da ich ja immer wieder nach meinem Ranking gefragt werde, fange ich jetzt mal damit an:
Eine Reihung des Grauens. Die Belanglosigkeiten kommen ja erst noch.
Ab Startnummer 5 geht es bergauf. 🙂
Spain? Lol!
Ukraine. Die Finalisten zähle ich nicht mit.
Stimmt
Oje. So unterschiedlich sind unsere Geschmäcker manchmal, aber bei mir zählt es zu DEN Hassliedern der ESC-Historie. Insofern nehme ich „Gaja“ auch teilweise als Entschuldigung an, dass es mitschuldig daran war, dass ich 1995 sehr, sehr lange unbeachtet ließ.
Ich kann mich noch an die „Sama“-Diskussionen im früheren ECG-Forum erinnern. War immer recht unterhaltsam….
Polen ist dermaßen überschätzt. Ich glaube, der Hype kommt vorallem von den Polnischen Fans.
Ich finde „Gaja“ nicht schlecht, sehe aber keinen top Ergebnis, da er einfach zu sperrig für mich ist, da ist Albanien einfach 100x besser und zugänglicher für mich.
Mein Ranking:
08.Island🇮🇸
20.Polen🇵🇱
22.Estland🇪🇪
Die Slay queen Fraktion sollte das auch mögen
Also die Wiwiblogger🤣
Unsere spirituellen Idole.
Polska…
Finalquali dürfte kein Problem sein, dort dann Platz 16-20.
Ich habe Respekt vor jeder Person über 50, die sich das ESC-Spektakel antut und mit ihrem Comback nach dreißig Jahren schreibt Justyna definitiv Geschichte.
Musikalisch solider Durchschnitt, mir gefällt der mythologische Hintergrund.
Allerdings habe ich mich relativ schnell daran sattgehört.
Ich werte mit 6 von 12 Punkten und Platz 19.
Nächstes Jahr dann bitte Lusterka, liebe Polen !
Also bislang erstes Semi
1.Polen 6/12
2.Island 3/12
3.Estland 2/12
Das ist einer meiner Hassbeiträge in diesem Jahr. Ich finde den Song richtig schlimm.
Auch wenn es fies ist, aber ich würde mir wünschen, dass Justyna es damit nicht bis in Finale schafft. Ich denke aber sie hat den großen Vorteil eine der wenigen Frauen im ersten Semi zu sein und daher befürchte ich, dass eine Qualifikation sehr wahrscheinlich ist.
Hach, erstmal sei gesagt WITCH-ER Tarohoro letztes Jahr war definitiv der bessere Song und Justyna auch nicht mein Favorit im polnischen Vorentscheid (*cry for Lusterka*) aber dieser Auftritt ist sooo camp, so OVER TO THE TOP, ich kann einfach nicht anders als Spaß damit zu haben, ich geh sogar soweit zu sagen, ich habe damit mehr Spaß, als mit jedem Spaßbeitrag dieses Jahr! Deswegen hoffe ich auch sehr darauf, dass die Inszenierung beim ESC in Basel weiterhin so too much bleiben wird, denn das ist für mich ein Teil von GAJA und der Song selbst, wird für mich stark dadurch aufgewertet.
10. Polen [7,5/10]
16. Island [5,5/10]
22. Estland [4,0/10]
Das ist aber nicht „camp“, das ist Leistungsturnen, wenns die Chinesen machen. Seelenlos eine Höchstschwierigkeit an die andere geklatscht
Doch, ich find’s total camp und dadurch unterhaltsam
Ich hätte es eher auf 2:00 Minuten gekürzt, um ein paar der schrillen Schreitöne zu vermeiden.
Bewundernswert, wie fit die Frau Steczkowska noch ist. Dafür kann es aber keine Punkte geben.
Alles wirkt wie eine Mini-Revue, eigentlich erwartete ich noch, dass sie rasch aufs Einrad steigt und Feuer spuckt.
Ich vermute, es wird keinen Finaleinzug für Polen geben.
Hier gibt es die 2:26 Variante:
https://open.spotify.com/intl-de/track/6ByYFelThczY8YSbUpA4gV?si=00149b62087a4644
Justynas „Sama“ ist bei meinen ESC-Alltime-Favourites definitiv in den Top Five. Und ich hätte sie mal fast live in Berlin gesehen, der Auftritt wurde leider abgesagt, weil an dem Tag der polnische Papst gestorben ist(!).
Ich kenne viele Lieder von ihr, leider ist „Gaja“ nicht gerade der beste.
Trotzdem ist das in diesem Jahr der halbherzigen Belanglosigkeiten und Albernheiten mein Platz 2. Besser zu viel von allem als zu wenig, wie bei allen anderen (bis auf meinen Platz 1).
Platz 2 wird Justina im Finale sicher nicht erreichen, aber sie ist ja Platz 18 gewöhnt…
Hoffentlich bleibt das Geschrei im Halbfinale hängen.
Den Vergleich zu Ruslanas Wild Dances kann ich nicht nachvollziehen.
Bei Gaja macht gefühlt jeder auf der Bühne was er will, Wild Dances hatte dagegen ein Konzept, was prima aufgegangen ist.
Immerhin ist Justyna ein gutes Testimonial der polnischen Schönheitschirugie.
Hach, herrlich, das ist ja mal ein Chaos! Da wird einem wirklich jedes ESC-Klischee der letzten 20 Jahre geboten! 😀 „Gaja“ ist schon sehr laut und man muss es auch ein Stück weit mögen wollen. Justyna liefert aber auf der Bühne ab und sorgt für genug Unterhaltung. Auch ich dachte am Anfang, dass das Lied wenig eingängig sei, aber der zweite Refrain hat sich mittlerweile tief in mein Gehirn gefressen und sorgt für einen der hartnäckigsten Ohrwürmer momentan bei mir. Trotz fieser Startnummer sollte es fürs Finale reichen, wo es dann fürs Mittelfeld reichen sollte, wobei Jury und Televoting wohl recht ausgeglichen hierbei Punkte geben werden.
Prognose: Halbfinale 8/15 (70%) -> Finale 11-15
Meinung: Platz 11/37 (8 Punkte)
Justyna war vor 30 Jahren eine meiner Favoritinnen – im Jahr 2025 finde ich sie anstrengend. Ein Beitrag, der völlig an mir vorbeirauscht. Immerhin mMn. noch besser als Island. Für mich aber nicht Finalwürdig!
Und was für eine hypnotisierende Göttin.
Und dazu noch so glamourös.
Und ein energiegeladener Song.
Und das Herz schlägt vor Freude schneller.
Und anrufen tue ich auch im Finale.
Wenn ich ein Ranking erstellen würde,käme dieser Song bei mir vermutlich auf den letzten Platz. So ein Durcheinander in dem Lied und der Performance. Nein,das gefällt mir überhaupt nicht.
Für mich persönlich muss dieser Song bitte nicht ins Finale.
Ne Geige .
Coole Tänzer .
Hohe Töne .
Wildes Rumgehopse .
Viel Feuer.
Und dann schwebt sie noch über die Bühne.
Den Song mag ich einfach.
Sicherlich nicht sehr innovativ, aber das sind vermeintliiche
Favoriten auch nicht.
Scheint auch in der Diaspora sehr gut anzukommen.
Die Nachbarn werden sich auch nicht lumpen lassen.
Finalteilnahme kein Thema. Lewa połowa Digga.
Lieber zehnmal so Songs wie „Gaja“, als solche der ersten Hälfte in Semi 2.
Ich mag den Song auch. Ich glaube Polen wird ins Finale kommen. Ich denke Top 10 sind möglich.
Justyna will singend für Polen
Als Göttin die Krone sich holen.
Statt hohen Getöns
Gekreisch. Gar kein schön’s.
Doch tanzt sie wie ein junges Fohlen.
👍
Sie tanzt wie ein junges Fohlen,
denn ohne täglich Rykka’s Gedächtniskniebeuge
wird ihr sonst die Beweglichkeit gestohlen,
wir werden Mitte Mai alle Zeuge.
Reflex setzt ein
Eins … zwei … drei
Sehr schön ………….
Weiter geht´s mit dem Heimatland meiner Eltern. Ich fühle mich Polen immer noch sehr verbunden und würde ihnen einen großen Erfolg beim ESC echt gönnen. Tja, nur glaube ich wird es damit auch dieses Jahr leider nichts. 😕
Ich fange mal mit dem Positiven an: Justynas Bühnenpräsenz ist der Hammer, man merkt ihr einfach die jahrzehntelange Erfahrung an. Beim Song wird einem beim Zuhören wauch definitiv nicht langweilig, dass muss ich zugeben. Nur leider wäre hier in diesem Fall weniger doch mehr gewesen. Es ist einfach melodisch ein extremes Durcheinander oder wie Douze in der Reaction gesagt hat „Sound-Matsche“, ich kann mir den Song zwar anhören aber meine Ohren ermüden hier doch sehr schnell und sind froh wenn es vorbei ist. 😩
Generell habe ich bei dem Song dass Gefühl das Justyna und ihre Co-Songschreiber beim Brainstorming folgendes gedacht haben:“Ach, was die olle Ruslana 2004 konnte können wir auch und dass nochmal in bombastischer!!“ Und dann hat man alles reingeworfen was einem gerade in den Sinn gekommen ist. Die einzelnen Elemente mögen ja nicht schlecht sein, alles zusammen ergibt aber einfach nur ein schwer verdauliches Chaos welchem dem gesamten Song einen sehr trashigen 2000er-Vibe gibt. Immerhin gefällt mir Justynas Stimme deutlich besser als die ihrer ukrainischen Kollegin.
Insgesamt reicht es hier noch gerade für ein „okay“ bei mir. Ich glaube schon dass der Song ins Finale rutscht, einfach weil diese Musikrichtung immer noch recht gut zieht beim ESC und auch dadurch dass sie in diesem Semi die einzige weibliche Solokünstlerin ist wird sie hervorstechen. Im Finale allerdings wird es denke ich mal nicht höher als Platz 16 gehen, einerseits ist da die Konkurrenz größer und die Punkte werden sich mehr aufteilen, andereseits wird die Jury diesem Chaos wohl auch nicht viele Punkte geben. 😐
Und bezüglich dem schon öfter aufkommenden Diaspora-Argument muss ich sagen dass zwar viele Polen über Europa verstreut leben, die aber in der Vergangenheit nicht gerade zuverlässig waren was das Anrufen geht. Von daher würde ich den Faktor auch nicht überbewerten. 🤷
Muss also weiterhin auf den Kracher a la Baby Lasagna warten der Polen zum Favoriten auf den Sieg macht.
Du fühlst dich dem elterlichen und Deinem Heimatland sehr verbunden, aber ESC können sie beide nicht. Mein 2. Land, UK ist genauso lahm. Komm, wir holen uns nen spanischen Pass dazu für n Full House!
Das Diaspora Argument hab ich bei Eich nie nachvollzogen können, da die Punkte wenn, dann sehr unregelmäßig waren im Gegensatz zu Türkei, Ex-YU, Russland
Ich mag Justyna – die Powerfrau, aber die Inszenierung ist mir dann doch zu gewollt und der Song ansich holt mich leider auch nicht ab. Weder Fisch noch Fleisch. Dank Diaspora glaube ich allerdings an einen knappen Finaleinzug und im Finale tippe ich auf einen Platz 16 – 20.
Für mich ist es der beste polnische Beitrag seit Jahren. Toll inszeniert und toll gesungen. Ich frage mich wie man das finnische Geschrei so abfeiern kann und Polen dann so schlecht reden kann.
Kann man
Ich mag beides nicht.
Ich mag die beiden Songs auch nicht. 😅
Ich beide auch eher nicht. Mit Finnland kann ich aber Leben, sie müsste nur den Song etwas kräftiger singen, da fehlt halt eine kräftigere Stimme meiner Meinung nach.
Ich mag beides.
Schwierig. Musikalisch ist der Song im Grunde genommen eine ziemlich zähe Aneinanderreihung von nichtssagenden Melodien. Es ist schon sehr bezeichnend, das der (zumindest für mich) stärkste Teil von Gaja (diese Raga/Urra/etc.-Ausrufe) 1:1 aus Justynas wirklich tollen Song aus dem letzten Jahr kopiert ist, an den sie sich hier insgesamt sehr anlehnt und dessen Erfolg bei den polnischen Fans sicher auch zum Sieg beim VE beigetragen hat. Dazu kommt dann diese wirklich völlig wirre Performance, die aus dem ganzen ein komplettes Chaos macht. Mir gibt das nichts, ich brauche Polen nicht im Finale.
Von den Chancen her ist das ähnlich wie Island ein Wackelkandidat. Im Moment habe ich Polen knapp drin, auch wenn ihnen die Diaspora etwas fehlt. Im Finale würde es dann ohne viele Jury-Punkte wohl weit nach hinten gehen.
Semi: 12/37
Gesamt: 28/37
Tipp: Platz 21-26
Wie viele hier denken, dass sie im Halbfinale bleiben könnte. Ich halte das für völlig ausgeschlossen, bis zum Finale wird sie keine Probleme haben. Ich schätze das Ergebnis zwischen 15-10 ein. Jurys werden ihr nur sehr wenig Punkte geben, Televoters deutlich mehr. Für die Top Plätze wirds eher unwahrscheinlich.
Also ich möchte ja jetzt nicht gleicht vom
ESC 2026 in Danzig oder Warschau sprechen.
Aber ich finde „GAJA“ von Justyna Steczkowska ein klasse Mix aus kreativ und geil. 😀
Ich gestehe Dir zu, dass sie Melody sicher locker toppen wird.
Dafür aber nicht den JJ aus Wien.
Ja, aber seh da halt nicht die Punkte für den Sieg – und warten wir nicht immer noch auf ein Live? Für mich, so weh es auch tut, weiter Schweden. Israel ist bei mir gestiegen aber ich bin wegen der Supernova-Connection da sicher nicht objektiv.
Melody aus Spanien ist beim mir Wunschdenken für einen ESC-Sieg. Ich finde sowohl die Vrau als auch den Song gut.
Aber ich glaube wirklich, dass folgendes bei mir KEIN Wunschdenken, sondern realistisch ist.
Frankreich sehe ich nur in den Top 5 und Schweden sogar knapp in oder knapp außerhalb der Top 10. Schweden ist einfach nichts Besonderes.
Song: Mörderisch.
Stimme: Schön.
Darbietung: Lack und Leder. Wo sind wir?
Instant Appeal: Hmm.
Hausjury empfehlt Überarbeitung der Auftritt.
Anmerkung. Die Absätze der Tänzer*innen stören und erinnern unfreiwillig an Spanien vor einem Jahr. Das gibt Punkte-Abzug. Barfuß wurde das ganze besser funktionieren. Weniger wäre mehr in diesem Fall.
Da die Ukraine in diesem Jahr musikalisch eher zurückhaltend ist, muss irgendjemand einspringen. Und passenderweise gibt Nachbar Polen in diesem Jahr die Ukraine. Kein Wunder, dass „Gaja“ mit „Wild Dances“ verglichen wird. Justyna Steczkowska macht wirklich einen auf Ruslana mit ihrem Gekreische und dem ganzen Tohuwabohu.
Es hat lange gedauert, bis mich dieser Spektakel erreicht hat. Es ist laut, aber dennoch nicht eingängig und wäre absolut unzugänglich, wenn es nicht heutzutage diese Übersetzungswerkzeuge gäbe. Aber im Gegensatz zu den spaßigen Beiträgen ist „Gaja“ in ihrer Sparte konkurrenzlos.
Da die Wettanbieter bisher nur fragen, wer das erste Halbfinale gewinnt, kann man nur spekulieren, wer Qualifikationschancen hätte. Aber Polen steht auf Platz sechs, daher könnte Justyna Steczkowska jemandem, von dem man es eher erwartet hätte, das Finalticket wegschnappen. Immerhin gibt es kein Orchester und erst recht keine Blockflöte des Todes, die ihren Auftritt ruinieren könnte, so wie das 1995 geschah.
Mein Papagei singt niemals „Gaja“, er ist ein selten dummes Vieh!
Er ist der schönste aller Papageien, nur das flotte „Gaja“ krächzt er nie!
Er ist ganz wild nach Schwedenschlager und Motetten,
er nimmt gerne Operetten,
auch ne Schmachtballade sah ich ihn versuchen …
nur beim „Gaja“ ists zum Fluchen
Alles, was ich nur kann machen: Köpfchen kraulen, Pfeifen, Lachen, hab ich mit ihm angestellt.
„Nemo“, fleh ich, „pfeiff doch Gajchen!“ Nemo läßt sich nicht erweichen, weil er an Prinzipien hält.
Mein Papagei singt niemals „Gaja“, er ist ein selten dummes Vieh!
Er ist der schönste aller Papageien, nur das flotte „Gaja“ krächzt er nie!
Er ist ganz wild nach Schwedenschlager und Motetten,
er nimmt gerne Operetten,
auch ne Schmachtballade sah ich ihn versuchen …
nur beim „Gaja“ ists zum Fluchen
Frei nach Chaim Efim Schachmeister, dem genialen Berliner Tanzkapellenleiter der roaring 20s und Hermann Frey
Wo wir heute schon so fein gerankt haben, hier mal meine Lieblinge aller polnischen Beiträge plus die schlimmsten 3: 🤭 :
Der Rest ist so la la und schlimmer. Amschlimmsten:
26 .
2020AlicjaEmpires27 . 2007The Jet SetTime to Party
28 . 2018Gromee feat. Lukas MeijerLight Me Up
Bei My Eurovision Scoreboard liegt Polen aktuell auf dem neunten Platz.
Eine tolle Frau und Künstlerin. Der Song ist ein bisschen wirr und chaotisch .
Aber ich würde ihr den Einzug ins Finale wünschen.
Szene: Es ist Freitag der 14. Febuar. Während das 1. Halbfinale von Chefsache ESC 2025 läuft, ich glaube es war bei der Werbung, sehe ich auf ESC Kompakt, dass Justyna Steczkowska den polnischen Vorentscheid gewonnen hat. Für mich nicht verwunderlich, da sie als große Favoritin ins Rennen ging. Mein erster Eindruck von der Performence war: „.OK. Da passiert viel. Vor allem dieser Move wo sie auf die Knie rutscht und ihre Hände auf die Knie legt, hat sie schon bei einem Auftritt ihres letzjährigen VE Beitrag gemacht“.
Ich finde den Song ok. Die Performence ist natürlich sehenswert. Das sie mit 52 noch so beweglich idt beeindruckt mich. Ich glaube das Polen im Finale Platz 16-20 belegt. In meinem Ranking ist Polen auf Platz 29/37.
Übrigens: Ich habe ihren ersten ESC Beitrag „Sama“ bisher noch nach gar nicht angehört.
Und schon wieder haben wir im Songcheck einen Beitrag von der eher lauteren Sorte. Allerdings kommt dieser diesmal von einer Rückkehrerin und der einzigen Solo-Künstlerin im 1. Halbfinale (Big 5 und die Schweiz ausgenommen).
Punkt 1: Song und Lyrics
– Wie viele schon hier gesagt haben, erscheint der Song auch für mich ziemlich chaotisch, vor allem beim ersten Hören. Es gibt einfach zu viele Elemente, die zusammen in einen Topf geschmissen wurden, so dass am Ende nur noch ein Mischmasch aus lärmigen Klängen zurückgeblieben ist. Was dem Song für mich vor allem fehlt, ist der rote Faden, an dem man sich orientieren kann, die Übergänge gehen teilweise zu schnell und der Refrain besteht fast nur aus einer langen, hohen Note, was mich persönlich immer komplett aus dem Lied rauswirft. Die einzige Stelle, die ich mir wirklich merken kann, ist der Pre-Chorus, der Rest verschwimmt nach ein paar Minuten wieder. Und dabei ist das Lied auch noch nicht mal wirklich innovativ, obwohl es ja so extremst chaotisch für viele wirkt. Aber die vielen der einzelnen Elemente sind ja auch eigentlich nicht schlecht für sich, z.B. die Instrumente oder die Grundatmosphäre, aber in der Mischung geht einfach sehr viel vom eigentlichen Inhalt verloren. Da hätte man auch meiner Meinung nach noch viel mehr rausholen können, obwohl ich auch einfach sagen muss, dass ich auch nicht die Zielgruppe für diese Diva-Hymnen bin.
Was die Lyrics betrifft, kann ich jetzt gar nicht so viel sagen, auf jeden Fall ist das Thema ja nicht ganz unkreativ, obwohl man es vielleicht noch etwas besser hätte umsetzen können. Die Lyrics wirken ehrlich gesagt auf mich persönlich ähnlich chaotisch wie der Song selbst, hauptsächlich handeln sie aber wohl so weit ich das beurteilen kann von Gaja, die Justyna verkörpert, und ihrer Macht. Auffällig sind auch die „altslawischen“ Wörter (Zargo Raga Urra Gara Jarga Jarun Era Czarodoro) die laut Eurovisionworld wohl in slawischer Tradition eine Art Zauberworte darstellten, die angeblich Gesundheit und Stärke bringen sollten. Ist vielleicht auch ein erwähnenswertes Detail über den Song.
Gesamt gebe ich 4/10 Punkten für den Song und 2/3 Punkten für den Text.
Punkt 2: Auftritt, Staging, Performance und Stimme
– Ich versuche mich jetzt etwas kürzer zu halten, da ich heute ja auch noch Portugal „checken“ muss. Also… Das Staging im VE war ähnlich chaotisch wie der Song selbst, wenigstens ist aber überhaupt was passiert. Für viele ESC-Fans mögen solche Over-the-Top-Performances auch lustig sein, aber um den Durchschnittszuschauer anzusprechen muss da nochmal dran gearbeitet werden. Die Hängenummer an der Decke wird in Basel wohl kaum nachzubilden sein (auf mich wirkte das aber auch sehr unnötig und absolut 0% zum Auftritt beitragend) und ob man gleich auch schon voll mit der ganzen Portion an Dance-Moves loslegt, sei auch dahingestellt. Ein langsamerer, epischer Aufbau würde dem ganzen mal ganz gut tun, schätze ich.
Zur Stimme brauche ich nicht viel zu sagen, das ist schon wirklich gut. Das ist bei so viel Erfahrung aber auch nicht selbstverständlich und so nervig ich den kreischigen Part im Refrain finde, so beeindruckend sind auch ihre Vocals. Das ist wieder mal so ein Fall von: Nur weil man es ~ kann~, MUSS man es nicht tun.
Also kurzer Prozess: 3/6 Punkte für den Auftritt, 4/5 Punkte für die Stimme.
Punkt 3: Prognose, Mögliches Abschneiden im Contest
– Alles in allem sehe ich trotz Startnummer 2 im Semi eine Finalqualifikation für Polen voraus, was wohl auch dem Mangel an Frauen in diesem Halbfinale geschuldet sein könnte sowie der Diaspora. Im Finale angekommen sehe ich aber nichts besseres als Platz 15 und nichts schlechteres als Platz 23. Nicht auf dem letzen Rang, aber auch nicht auf der linken Tabellenhälfte. Von der Jury dürfte der Song als zu chaotisch und unübersichtlich abgestempelt werden, vom Televote dürften da zwar schon ein paar Punkte zusammen kommen, richtig prächtig wird das aber auch nicht. „Gaja“ könnte als zu sperrig empfunden werden und im Finale zwischen den Saunas und Papierbooten dieser Welt untergehen. Deshalb würde ich einen Platz zwischen 17-24 im Jury-Vote und 15-20 im Televote sehen, gesamt wohl zwischen 15 und 20.
Für die Wettbewerbsfähigkeit gibt es von mir also keinen Punkt (0/1 Punkt).
Gesamt bekommt „Gaja“ von mir also eine Wertung von 13/25 Punkten.
Der polnische Beitrag fällt für mich hintenüber. Eine Frau singt, eine Frau schreit, eine Frau spielt eine Fake-Geige, eine Frau fliegt durch die Luft. Und es ist immer dieselbe Frau innerhalb von drei Minuten. Da passiert viel zu viel für ein letzten Endes sehr schwaches Lied, das augenscheinlich nur für den ESC komponiert wurde. Und das macht es super langweilig.
Wer hört sowas in Polen? Ich sehe keine Zielgruppe außer für ESC-Nerds, die genau sowas erwarten. Gehört… und vergessen.