
Jedes Jahr gibt es von mir in der Rückblick-Serie auch ein persönliches Stück zur langsam in den Nebeln von Norwegen verschwindenden ESC-Saison. So habe ich vergangenes Jahr von meiner Zeitreise zurück nach Basel berichtet. Nach meiner Praktikumszeit in Basel vor 40 Jahren war ich zum ESC 2025 als Fanboy in die Stadt am Rhein zurückgekehrt.
Für Wien bietet sich ein solches Stück nicht an, weil ich aus beruflichen und persönlichen Gründen keinen Trip in Österreichs Hauptstadt einplanen konnte. So bleiben retrospektiv meine prägenden ESC-Eindrücke von Wien Black-Smoke-vernebelt. Denn 2015 war ich sehr wohl vor Ort und da war Deutschlands Beitrag „Black Smoke“ von Ann Sophie auch aus der Erinnerung heraus (die man ja eigentlich gerne verklärt) kein Stimmungsaufheller. Nie zuvor und nie danach war die Stimmung in der deutschen Delegation stärker gedämpft. Aber das wäre eine Geschichte für sich…
Stattdessen möchte ich mit Euch eine ESC-Saison-2026-Highlights-Reise nach Berlin machen, denn der Zufall wollte es in diesem Jahr, dass ich mit Blogchef Benny gleich drei Weekender dort erlebte: das Abschiedskonzert von Michelle in der Uber Arena, Das deutsche Finale 2026 in den Studios in Adlershof und eine sehr witzige Nacht im China Club. Über alles das gab es, weil ich beruflich stärker beansprucht war, bisher noch nix an Content von mir auf ESC kompakt, aber jetzt möchte ich anhand einiger Erinnerungsschnappschüsse aus Berlin davon erzählen…

So gut wie jedes Treffen von Blogchef Benny und dem Autor dieser Zeilen beginnt am Curry-36-Stand am Berliner Hauptbahnhof. Wir sind beide Fans und treffen uns zum Start in unsere Berliner ESC-Abenteuer regelmäßig auf einen Genießersnack bei Deutschlands populärster Pommesbude. So war es auch am 15. Februar 2026, als wir zum pathetisch angekündigten Abschiedskonzert der ESC-Königin Michelle (8. Platz in Kopenhagen 2001) aufbrachen.

Und es wurde dann tatsächlich ein wunderbarer, unvergesslicher Abend in der Uber Arena. Benny hatte ein Hotel direkt gegenüber der Arena organisiert und schon beim Vorglühen in der Lobby-Bar haben wir vielfach connected mit einer We-love-Michelle-Clique, die aus dem heimatlichen Ruhrgebiet für das Konzert angereist war.
Es gab dann in gut zwei Stunden alle Hits, selbstverständlich auch ihre ESC-Erfolge „Im Auge des Vulkans“ und „Wer Liebe lebt“. Diesen Auftritt hat Benny für Euch auf Band gebannt. Der Abend war wie eine große Schlagerreise durch vier Jahrzehnte und das Gefühl, das alles mutmaßlich zum letzten Mal live zu hören, war überwältigend. (Über die Heiratsantrags-Inszenierung, die sich wenige Monate später in Wohlgefallen aufgelöst hat, sei hier geschwiegen. Wer Liebe lebt, der macht halt nicht immer nur gute Erfahrungen.)

Im letzten Fünftel des Konzertabends, als der Bühnen-Abschied von Michelle „für immer“ greifbar näher rückte, flossen beim Autor dieser Zeilen (Michelle Fanboy der ersten Stunde) die Tränen. Benny war gefasster, aber sehr solidarisch. Und ich war nicht allein, denn wir hatten inzwischen mit Sandra und Mayra in der Sitzreihe hinter uns connected und Sandra ging es ein wenig ähnlich wie mir. Und geteiltes „Leid“ ist bekanntlich halbes „Leid“. Es war sehr beschwingt, mit den Mädels die großen Hits von Michelle gemeinsam abzufeiern. So senden wir an dieser Stelle mega-herzliche, musikalische Grüße an Sandra und Mayra.

Der offiziell „Michelle – zum letzten Mal – das letzte Konzert“ benannte Abschiedsgig war irgendwie auch ein Klassentreffen mit starkem ESC-Besuch. So stießen wir dann anschließend noch in spontaner vertrauter Runde auf die großen Michelle-Hits von „Idiot“ über „Große Liebe“ und „Dornröschen ist aufgewacht“ bis „Vorbei Vorbei“ an.
Und die anwesenden Herren tröstenten mich (nach meinen Abschiedstränen) mit den trockenen Worten, dass sich Michelle ja eigentlich nur bis zu ihrer großen Comeback-Tour verabschiedet habe (Howard-Carpendale-Style).

Keine zwei Wochen später gab es bereits ein Wiedersehen mit unserem Blogchef. Schon fast „traditionell“ covern wir beide für Euch Das deutsche Finale vor Ort, soweit der NDR, Stefan Raab und zuletzt der SWR das zulassen. Die Berichterstattung wird von Jahr zu Jahr stärker eingeschränkt, Probenberichte konnten wir zuletzt im Marie-Reim-Jahr zuliefern.

Ebenfalls fast schon traditionell bloggten wir für Euch live aus dem Pressezentrum in den Adlershof Studios und Benny trug dem Anlass angemessene Fußbekleidung. Vor allem habe ich in diesen Stunden von Benny gelernt, gelassen damit umzugehen, wenn ESC kompakt aufgrund der gigantischen Klick-Nachfrage in die Knie ging. Diese Erfahrungen sollten mit beim Live-Blog vom internationalen Finale sehr nutzen.

Zur Ergebnisbekanntgabe gingen wir in die Halle und konnten auch mit Sarah connecten, wo auch das Aufmacherbild entstand. Und auch viele ESC-kompakt-Leserinnen und -Leser haben wir wiedergesehen, das ist immer wieder inspirierend.

Während Benny den in Adlershof umfassend vertretenen ARD-Medien noch Interviews gab, gesellten sich Kimi und Michi zu uns, die sich als wahrhaftige Bennyfans entpuppten (Wer ist das nicht?). Diese erste Begegnung mit K&M sollte nicht die letzte sein – wir haben alle anschließend weitergefeiert in der Bar „Zum Schmutzigen Hobby“ und bekamen von den beiden sogar noch Taylor-Swift-Style-Freundschaftsbänder wie hier auf dem Foto mit Paul erkennbar ist:
An das Kennenlernen mit Kimi und Michi konnten wir zuletzt am jüngsten Berliner Weekender anknüpfen, als wir im Holzmarkt den 50. Geburtstag des ABBA-Klassikers „Dancing Queen“ feierten.

In seiner grenzenlosen Weitsicht hat Blogchef Benny uns auch beim zweiten Berlin Weekender anlässlich Des deutschen Finales 2026 im „Stammhotel“ an der Uber Arena untergebracht. Die Entfernung nach Adlershof war ja irgendwie egal, weil das Studio von (fast) überall in Berlin weit weg ist, aber vom Hotel in Friedrichshain war es nur wenige Gehminuten zur Bar „Zum Schmutzigen Hobby“, wo sowohl am Abend vor dem deutschen Finale als auch am Abend danach ESC-Partys stattfanden.


Die ESC-Nächte im „Zum Schmutzigen Hobby“ sind quasi das heimische Pendent zum internationalen Euroclub und haben den Charakter eines Klassentreffens. Wir haben viele Bubble-Freund*innen getroffen, auch ESC-kompakt-Songchecker, Bestseller-Autor und Comedian Johannes Floehr hat mitgefeiert.
Die größten Hits an den beiden Abenden im „Zum schmutzigen Hobby“ waren selbstverständlich Sarahs „Fire“, „Bara Badu Bastu“ von KAJ sowie – wie inzwischen immer – „Naiv“ von Marie Reim und vor allen anderen mit messbarem Abstand „Tanzschein“ von Cosmó. Nie, nie, nie hätten wir damit gerechnet, dass der österreichische Beitrag in Wien nicht weiter vorne mitspielt.

Als wir die Bar „Zum Schnutzigen Hobby“ verließen, war es bereits früher Morgen. So wurde aus unserem Frühstück ein zum Brunch deklariertes spätes Mittagessen außerhalb des Hotels, und einmal mehr bewies sich Bennys Entscheidung, die Gegend rund um die Uber Arena zu unserer ESC-Saisonhood zu machen, als Glücksfall. Denn in einem der Bistros direkt gegenüber der Halle trafen wir – wirklich komplett zufällig – unsere Michelle-Allys Sandra und Mayra wieder, die sich als große Fans der Berliner Eisbären auf ein Uber-Arena-Heimspiel des renommierten Eishockeyclubs vorbereiteten, der seit Gründung der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in der höchsten Spielklasse vertreten ist.

Es war ein unverhofftes, sehr beschwingtes Wiedersehen und als Krönung dankte uns Sandras Ehemann, der gleichzeitig Maryras Vater ist, auch noch augenzwinkernd, dass wir während des Michelle Konzerts „so gut auf seine Mädels aufgepasst“ haben. United by Michelles Music.
Und inzwischen hat auch das Thema „Eishockey“ – „Heated Rivalry“ sei Dank – ganz neue Deutungsdimensionen bekommen und die Überlegung ist zunehmend naheliegend, die Mädels demnächst mal zu den Eisbären zu begleiten. Wir nehmen den Plan auf Wiedervorlage nach dem Bingen von Season 2. Denn Heated-Rivalry-ESC-Bezüge gibt es auch. „All the Things She Said“ von t.A.T.u. (Russland 2003) hat in einem treibenden Remix von Harrison der ersten Heated-Rivalry-Erfolgssaison das musikalische Gesicht gegeben.

Der Vollständigkeit halber sei abschließend auch noch der dritte Berliner Benny-Abend der ESC-Saison 2026 touchiert. Die Grenzen zwischen unserem ehrenamtlichen ESC-kompakt-Engagement und unseren Berufen im wahren Leben sind zuweilen fließend. Im China Club trafen wir bei einem Networking-Event des Medienverbands der freien Presse (MVFP) Maxim und Max, die wiederum Vorstandsmitglieder sind bei Jugendpresse Berlin-Brandenburg e.V. – und uns sinnvolle Hinweise gaben für die Nachweisarbeit unseres „von Fans für Fans“ Projekts.
Wir durften feststellen, dass der ESC in der „next generation“ (anders als oft in Boomer-Milieus) insgesamt vorurteilsfrei als starke Brücke für ein Zusammenkommen Europas in schwieriger werdenden Zeiten wahrgenommen wird. Und profaner ist der ESC auch ein Super-Vehikel, um kreative, innovative und neue Musik vieler europäischer Länder kennenzulernen, die sonst schwer zu entdecken ist.

PS: Irgendwie hat sich dieses Stück jetzt auch ungeplant zu einer spontanen Hommage an unseren Blogchef entwickelt. Ich danke Benny für die Berliner Weekender, die wir Viva-Vienna-mäßig Revue passieren lassen. So viele witzige unserer Berliner ESC-Saison-Abenteuer 2026 haben hier gar keinen (Text-)platz gefunden. Mit einer Mixtur aus Bodenhaftung und Pragmatismus in Kombination mit Leidenschaft und wahrhaftiger Haltung ist Benny ein Chef, den man gerne gehorcht (manchmal in unseren ESC-kompakt-LIVE-Shows auf YouTube auch nicht). We Are One.
In unserer Reihe Viva Vienna bereits erschienen:
- (1) Die schönsten Wien-Bilder der Blogger*innen
- (2) Mein erster Eurovision Song Contest vor Ort
- (3) Wie war Wien als Gastgeberstadt 2026?
- (4) Das „Eurovision at 70“-All-Star-Medley beim ESC 2026 in Wien – ein neuer Klassiker
- (5) ESC 2026 in Wien: All My Life for a Night Like
- (6) Tagebuch ESC 2026: Mini-Storys aus meiner Zeit in Wien
- (7) Bevor wir heimgehen … Sechs Nächte im Euroclub
- (8) Zero points – Wie nah dran Sarah Engels, Essyla und UK an Televotingpunkten waren
- (9) Machen die neuen Jury-Regeln das ESC-Endergebnis unvorhersehbar?
- (10) Zu viel Drama, zu wenig Bangaranga? Warum die Favoriten 2026 scheiterten
- (11) So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2026 unterschieden
- (12) Eigentlich nur ESC – Ein Reisebericht zu meinem ersten ESC vor Ort
- (13) Deutschlands erstes ESC-Jahr unter Federführung des SWR – Die ultimative Bilanz
- (14) Absturz beim ESC 2026: Was ist mit Schweden passiert? Und wie geht es weiter?
- (15) Nicht im Finale, aber längst in unseren Herzen
- (16) Wie eine Inszenierung einen Song verändern kann – Die Magie hinter dem Staging von „Bangaranga“
- (17) Sarah Engels im Wonderland: In die ESC-Bubble gekommen, um zu bleiben?
- (18) Producers Curse? Diese Sache mit den Startplätzen beim ESC
- (19) All aboard – Die Eurofan Cruises auf der Donau
- (20) Die Bedeutung von Fanblogs für den ESC – die Diskussion, die niemand hören und sehen wollte
- (21) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Wettbewerbssongs aus diesem Jahr
- (22) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Vorentscheidssongs aus diesem Jahr
- (23) Der ESC 2026 in Memes: Momente vom Teppich und Co.
- (24) Werden Public Viewings in der ESC-Gastgeberstadt immer wichtiger?
- (25) Songs in Landessprache gewinnen den Eurovision Song Contest nicht mehr
- (26) Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2026
- (27) So sähe das Ergebnis des ESC 2026 bei einer Wertung nach Platzierungen aus
- (28) Highlights der ESC-kompakt-LIVE-Youtube-Saison 2026
- (29) Musical Acts beim ESC – Wann stirbt der Trend denn wieder?
- (30) Das war die deutsche Jury beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien
- (31) Die Moderation von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski beim ESC 2026
- (32) 2015 vs. 2026 – Der Eurovision Song Contest als Volunteer und als Blogger
- (33) Kino statt Fernsehen? Wie der ESC 2026 mit neuen Kameras inszeniert wurde
- (34) Was ist das Wort der ESC-Saison 2026?
- (35) Comebacks, Favoriten und Überraschungen: Was die Zuschauerzahlen des ESC 2026 verraten
- (36) Nach dem ESC-2026-Ergebnis: Ist eine weitere Anpassung der Voting-Regeln notwendig?
Diese Rückblickserien auf die letzten fünf Ausgaben des Eurovision Song Contest sind bereits erschienen:
- Bye Bye Basel: Unser Rückblick auf den ESC 2025
- Malmö Memories: Unser Rückblick auf den ESC 2024
- Leaving Liverpool: Unser Rückblick auf den ESC 2023
- Torniamo a Torino: Unser Rückblick auf den ESC 2022
- Replay Rotterdam: Unser Rückblick auf den ESC 2021
- Talking Tel Aviv: Unser Rückblick auf den ESC 2019
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Liebe an Peter (und Benny!) <3
Da Heated Rivalry eingeflossen ist, hier die Meinung meiner Jungs:
Sie empfanden Heated Rivalry in jeder Hinsicht eine Bestätigung von Vorurteile oder eine heterosexuelle Projektion einer schwule Liebe.
Die Geschichte hat alle Merkmale von Yaoi oder BoysLove. Das sind formattierte Einweggeschichten für eine weibliche Zielgruppe.
Vermutlich ist die Reihe Game-Changer von Rachel Reid als Fanfiktion mit 2 bekannte kanadische Eishockeyspieler entstanden und später umgeschrieben, damit sie bei Carina Press erscheinen könnten, noch später aufgegriffen für die Serie Heated Rivalry.
Suchbegriff: Uke und Seme.
Absolut mein Thema momentan: mein Lieblingsgenre: Japanische BLs! 🙂
Guilty Pleasure, habe ich mittlerweile verstanden. Einer meiner Kolleginnen war sehr begeistert von Heated Rivalry und heute habe ich ihr mal gefragt ob es auch solche Geschichten auf deutsch gibt. Sie haute mir zwei Namen raus, aber keiner in der Firma darf es wissen 😉
Katja Kober – Prinz Chaos
Elisa Schwarz – Eigentlich …
Wer oder was ist Heated Rivalry? 🤔
Eine Serie über 2 homosexuelle Eißhockeyspieler. Gibts bei HBO Max zu sehen. Ist ganz gut.
Ebenfalls sehenswert:
https://www.imdb.com/de/title/tt43606962/fullcredits/
https://www.queer.de/detail.php?article_id=56004
Sehr schön, Peter! Eisbären Berlin… uuuhh 😉
Wie immer wunderbar geschrieben!
Ich wäre wirklich sehr neugierig, was damals 2015 in Wien genau passiert ist bezüglich Ann Sophie und der deutschen Delegation hinter den Kulissen.
Vielleicht wäre es mal möglich, lieber Peter, diese „andere Geschichte“ irgendwo unterzubringen.
Mir hat Ann Sophie unglaublich leid getan. Erst fungierte sie als „Lückenbüßer“, weil Andreas Kümmert sich zurückgezogen hat (steht mir nicht zu, das zu bewerten, war halt seine Erkrankung). Aber dann die 0 Punkte beim ESC, fand jetzt die Inszenierung auch nicht so gelungen, den Song fand ich allerdings gar nicht mal so schlecht. Bei der Vorentscheidung wirkte der ganze Auftritt irgendwie viel dynamischer. Aber sie hätte schon ein Paar Punkte verdient gehabt (meiner Meinung nach). Was hinterher mit dem NDR gelaufen ist, kann ich gar nicht mal genau sagen, aber ich glaube, Ann-Sophie hatte es auch hinterher nicht leicht.
Würde mir auch noch mal einen kleinen Rückblick-Artikel wünschen. Würde mich auf jeden Fall mal interessieren (leider kommt man ja an die alten Artikel nicht mehr dran. Schade…
Sie kam halt auch immer sehr unterkühlt rüber, und die „Choreo“ im Finale wo sie erstmal den Zuschauern den Rücken zugewendet hat war dann der endgültige Sargnagel.
BS war halt klassisches ESC-Füllmaterial. Stört niemanden, bringt aber auch kaum jemanden dazu, zum Smartphone zu greifen.
Eben, zumal es 2015 nun wirklich keinen Mangel an Balladen bzw. Midtempo gab.
Der große Fehler war damals, das man nicht eine weitere Abstimmung gemacht hat. Nach dem der Kümmert gekniffen hat. Ich fand das sie damals gesanglich gut abgeliefert hat. Hab nur nicht verstanden, warum man dem Publikum eine Minute seine Rückseite präsentiert hat. Ich frage mich, was der Kümmert damit erreichen wollte. Wenn der ESC nix für ihn ist, hätte er sich früher zurückziehen können. Eine kleine Recherche im Internet hätte genügt, um zu erkennen was der ESC ist und was auf ihn zu kommt. Aber klar, wenn man kurz nach der Verkündung des eigenen Sieges sagt, das man nicht beim ESC antreten will, gibt das natürlich mehr PR, als wenn man vorher sich zurückzieht. Das war ja damals ein Fest für alle ESC-Hasser in den Medien. Für die war er ein Held.
Für mich war er ein PR-Geiler Kneifer, der den Vorentscheid für seine PR missbraucht hat und dann auf die Tränendrüse gedrückt hat.
Na ja, ich vermute mal, er hatte eine Panikattacke bekommen. Er hat die Situation einfach unterschätzt, möglicherweise hat er gar nicht damit gerechnet, zu gewinnen. Aber die Erkrankung war ja vorher schon bekannt, da hätten seine Berater ihm vielleicht auch von der Veranstaltung abraten können.
Wenn es ganz korrekt abgelaufen wäre, hätte die Frau Schöneberger nicht einfach direkt Ann-Sophie zur Siegerin küren dürfen. Man hätte, streng genommen, nochmal abstimmen müssen. Soweit ich mich erinnern kann, hat Andreas Kümmert nicht gerade knapp gewonnen. Aber dieses Szenario war wohl beim NDR nicht vorgesehen, man hatte diesbezüglich keinen „Plan B“. So sah sich Frau Schöneberger gezwungen, irgendwie zu reagieren (wobei ich mir heute denke, man hätte sich noch mal kurz mit der Regie abstimmen können). Na ja, unglücklich gelaufen, auf jeden Fall hat sich bestimmt Ann-Sophie damals als „Siegerin 2. Klasse“ gefühlt. Einen wirklichen Gefallen hat man ihr mit der Entscheidung nicht getan…
Wunderbar geschrieben.
Toller Artikel, und bei der Hommage an den Blogchef gehen wir wohl ausnahmslos alle mit!
OT: Ich bin übrigens ENDLICH auch fertig mit meiner Nachlese. Wer gucken mag: Sixtus sagt miau
Danke, habe mich sehr drüber gefreut. 😁
Peter schwelgt in Erinnerungen und das Sprichwort heißt genau „Geteiltes Leid ist doppeltes Leid“.
Praktikumszeit vor 40 Jahren? Da warst du doch noch gar nicht geboren.
Und noch so ein schöner Bericht mit tollen Fotos. Da wird mir warm ums Herz😍.
ESC 2028 in München – dank Michelle mit einer komponierten und produzierten Ballade von Kristina Bach ! 😀
Ich glaube fest daran und gewünscht habe ich mir das ohnehin bereits heimlich seit vielen Jahren ! 😀
So wie daran das Gracia im Vorentscheid mitmacht oder Sarah um den Sieg mitsingt?? 🤣
ESC 2027 – dank Michelle mit einer komponierten und produzierten Ballade von Kristina Bach ! 😀
Mit einem Glas Campari-Orange in meiner Hand stoße ich jetzt gedanklich mit dir an. 😀
Michelle hat ihre Karriere doch (mal wieder) beendet.
xxx gelöscht xxx
Was?? 😅