
Im zeitlich letzten Vorentscheid dieser ESC-Saison, dem traditionsreichen Festival da Canção, sollte es noch einmal richtig spannend werden. Neben dem in Portugal äußerst bekannten Fernando Daniel erhielten vor allem Rockerin Henka und die dramatische Ballade „Tristeza“ von Josh viel Aufmerksamkeit unter ESC-Fans. Im finalen Voting kam jedoch alles anders und Sängerin Diana Vilarinho landete zusammen mit der Indie-Pop-Gruppe NAPA punktgleich vorn. Dank des besseren Votings des Publikums konnten die Musiker von NAPA das diesjährige Festival da Canção gewinnen und treten nun für Portugal beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel an.
Anfang November veröffentlichte der verantwortliche Sender RTP alle Komponist*innen, die in diesem Jahr mit einem Lied am Wettbewerb in Portugal teilnahmen. 14 der 20 Komponist*innen wurden dabei direkt eingeladen, ein Lied für das Festival zu schreiben. Darunter auch die Gruppe NAPA. Zu diesen eingeladenen Musiker- und Songwriter*innen gesellten sich weitere sechs, die im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt wurden. Wie immer stand es den Musikschaffenden frei, ihr Lied selbst vorzutragen oder jemand anderen für ihr Lied zu suchen. Insgesamt traten 20 Beiträge in zwei Halbfinals gegeneinander an, von denen es jeweils sechs ins Finale schafften.
NAPA gründete sich 2013 in Funchal, der Hauptstadt der portugiesischen Insel Madeira. Die Band besteht aus João Guilherme Gomes (Gesang und Gitarre), Francisco Sousa (Gitarre), Diogo Góis (Bass), João Lourenço Gomes (Piano) und João Rodrigues (Schlagzeug). Als ihre musikalischen Einflüsse nennen sie Bands wie Arctic Monkeys und Red Hot Chili Peppers, aber auch die Melodien der Beatles, von Caetano Veloso und Tom Jobim. 2019 erschien ihr erstes Album „Senso Comum“, vier Jahre später wurde das Nachfolgealbum „Logo Se Vê“ veröffentlicht. 2024 folgte ihre erste ausgedehnte Tour durch Portugal. Noch in diesem Jahr soll ein drittes Album erscheinen, auf dem auch der ESC-Beitrag enthalten sein wird.
Das Lied
Mit dem sehnsüchtigen „Deslocado“, das von dem Gefühl des Nicht-Dazugehörens und von der Sehnsucht nach dem Ort (Madeira), an dem man sich zuhause fühlt, handelt, traf NAPA mitten ins Herz vieler, gerade junger, Portugies*innen. Raus aus der überteuerten und betonierten Großstadt, zurück auf die Insel zum weiten Meer. Nach der offiziellen Veröffentlichung am 10. März erreichte „Deslocado“ den ersten Platz in den offiziellen portugiesischen Charts – als bisher erst zweites ESC-Lied des Landes überhaupt. Vor NAPA hatte dies lediglich ESC-Gewinner Salvador Sobral mit „Amor pelos dois“ geschafft.
„Deslocado“ wurde von den Bandmitgliedern zusammen mit André Santos geschrieben, Leadsänger Guilherme Gomes ist für den Text verantwortlich. Gesungen wird das Lied komplett auf Portugiesisch.
NAPA treten im ersten Halbfinale am 13. Mai auf Startplatz 7 an.
Der Check
Song: 4/5 Punkten
Stimme: 2,5/5 Punkten
Darbietung: 2/5 Punkten
Instant Appeal: 2/5 Punkten
Chris: Uff. Das plätschert so ein bisschen vor sich hin – ganz angenehmes Easy Listening für die Playlist vielleicht, aber beim ESC gewinnt man damit meiner Meinung nach keinen Blumentopf. 1 Punkt
Manu: Portugal dürfte es in diesem Jahr bei reinem Televoting im Halbfinale schwer haben. Mit viel Nostalgie und fast vergessenen musikalischen Klängen schwebt „Deslocado“ durch seine drei Minuten und benötigt schon ein ganz besonderes Setting, um beim Contest aufzufallen und das erste Halbfinale zu bestehen. Macht dieser Umstand das Lied schlecht? Auf keinen Fall! NAPA schaffen es, mich musikalisch wohlig zu umarmen und von Vergangenem träumen zu lassen. Und irgendwie ist es doch schön, auch Musik beim ESC zu hören, die nicht mit Gewalt darauf konzipiert ist, ein ESC-Halbfinale ohne Einfluss von Jurys zu überstehen. 7 Punkte
Max: Ja, es ist authentisch und total Boheme. Ja, das haben die Jungs aus der Band bestimmt an einem super Abend gemeinsam geschrieben. Aber ein Song für den ESC ist es einfach nicht. Ja, es fällt komplett aus dem Rahmen aber nicht auf eine gute Art und Weise. Sehr schade, da hatte man wesentlich spannendere Beiträge im FdC dieses Jahr… 2 Punkte
Peter: Sympathische Band, schöne Melodie. Der Schlafanzug des Leadsängers ist nicht so meins und der Song ist jetzt nicht Grammy-verdächtig, plätschert ein wenig. Aber das Gesamtpaket macht mich neugierig genug, mal ein Konzert von NAPA zu besuchen. 6 Punkte
Rick: Irgendwie bewundere ich es, dass NAPA komplett ihr eigenes Ding durchziehen und dadurch eine gewisse Coolness mitbringen, aber der Song ist musikalisch gesehen einfach extremst unspektakulär und ungeeignet für einen Wettbewerb, bei dem du Menschen zum Anrufen motivieren solltest und nicht zum schlafen… 2 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Benny: 5 Punkte
- Berenike: 10 Punkte
- Danio: 5 Punkte
- Douze Points: 4 Punkte
- Giulia: 1 Punkt
- Laureen: 3 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 46/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Deslocado“ auf Platz 37.
Wie schneidet der portugiesische Beitrag "Deslocado" von NAPA ab?
- Bleibt im Halbfinale hängen (84%, 542 Votes)
- Platz 21-26 (7%, 43 Votes)
- Platz 16-20 (4%, 25 Votes)
- Platz 11-15 (3%, 18 Votes)
- Top 5 (2%, 12 Votes)
- Platz 6-10 (1%, 5 Votes)
Total Voters: 645
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
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semiaus getippt.
song: 2/5
stimme: 1/5
darbietung: 0/5
instant appeal: 0/5
Der Song ist nett, leider im Sinn von „ist die kleine Schwester von …“.
Man verstehe mich nicht falsch, ich mag viele, auch sehr ruhige, portugiesische Lieder innerhalb und außerhalb des ESC, aber „Deslocado“ ist mir doch zu banal plätscherig (dass die Band auch anders kann zeigt das Repertoirebeispiel von Matty).
Zumindest passt der Auftritt zum Song: Fünf vor sich hindämmernde Buben im Schlaf(!)anzug in verschiedenen Schattierungen von Beige…
Dass ich der nur knapp gescheiterten Diana Vilarinho nachtrauere spielt beim Halbfinalaus für NAPA natürlich keine Rolle.
So richtig furchtbar isses nu auch nicht, bei mir ca. Platz 30 (zusammen mit etwa 20 anderen Songs).
NAPA werden es sehr schwer haben, aber mir persönlich gefällt Deslocado trotzdem sehr gut, auch wenn ich dem Song keine allzu großen Chancen auf einen Finaleinzug einräume, denn dafür ist er beim ersten Hören und Sehen einfach zu unauffällig und dieser sehr simplen laid back Bandperformance fehlt der instant appeal. Trotzdem muss ich sagen, ich kann ihn einfach nicht, nicht mögen. Dafür kann ich zum Text zu gut relaten und hab‘ mich in den letzten Jahr zu stark ins Festival da Canção sowie die portugisischen Beiträge und die Sprache verliebt. Mein Platz 15.
10. Polen [7,5/10]
15. Portugal [7,0/10]
16. Island [5,5/10]
22. Estland [4,0/10]
Laaaaaaaangweilig
Zunächst eine lieben Dank an Manu für die Hintergrundgeschichte zum Beitrag 😆🙏. So kann ich die Entscheidung der Portugiesen dann doch ein wenig nachvollziehen. Nach meinem musikalischen Geschmack kann ich es nämlich leider nicht. Das FdC war in diesem Jahr so reich an tollen abwechslungsreichen Songs, die auch teilweise visuell hochwertig dargeboten wurden. Da fällt „Deslocado“ mit seinem trägen Aufbau und dem nicht vorhandenen Refrain doch ein wenig ab. Immerhin bauen NAPA aber eine schöne angenehme Atmosphäre auf und bis auf den fehlenden Refrain hat die Komposition auch sehr schöne Momente. Das gleiche gilt für den Auftritt, der einerseits erfrischend schnörkellos und ehrlich ist, aber leider auch in Teilen wenig Esprit verbreitet. Auch dank des tollen Textes erhält „Deslocado“ noch gute 7,1 von 10 Punkten, landet damit im ersten Semi auf einem sehr guten vierten Platz und wäre bei mir weiter. Insgesamt liegen NAPA auf Platz 20 und im Finale um einen Ausscheider im zweiten Semi bereinigt auf Platz 19. Das freilich ist meine wohlwollende Einschätzung und ich sehe Portugal leider nicht im Finale 😢
@Benny: An eurer Stelle würde ich Gerd für die Reactions 2026 vormerken! 😎
@Gerd: Was soll ich sagen außer: stimmt! 😁 Einige Punkte hatte ich ja kurz vorher auch so genannt, da sind wir wieder mal einig – aber die Niederlande kommen ja noch 🤭 Auffällig: POR liegt bei dir in Semi 1 auf Platz 4, insgesamt aber nur auf der 20 – da zieht also noch einiges im 2. Semi und von den Gesetzten an NAPA vorbei…Interessant: 7,1/10 ist in der Tat wohlwollend, reicht dennoch nur für Platz 20. Spricht ja für einen recht soliden Jahrgang 👍🏻
@Manu: Jetzt wo die Family Charts pausieren, liest man ja leider wenig von dir – umso mehr hat mir dein Artikel zu Portugal gefallen 🤗 Und deine musikalische Einschätzung interessiert mich eh immer besonders!!! Wären die Reactions nicht auch mal was für dich?
🤩🤗💐
Vielen Dank für Dein liebes Feedback.
Ja, stimmt schon. Meine Bewertungen sind immer noch sehr wohlwollend und der Jahrgang hat sich für mich ganz solide entwickelt. Es gibt tatsächlich nur 3 Beiträge, die mir gar nicht gefallen, andererseits aber auch nur ein Beitrag der mich total flasht.
wenn man es öfters hört, eigentlich ganz hübsch. Könnte so eine Lücke füllen, die Dance, Spaß und Powerballadensongs ihnen geben.
Bei Salvador Sobral hat man auch gesagt, es passt nicht, es ist zu lahm, zu unauffällig und zack hat er gewonnen, denke die Band will genau so agieren.
Wäre nicht das erste Mal, dass Portugal abgeschrieben wird und dann alle überrascht. The black Mamba haben das mit einem deutlich schwächeren Lied geschafft.
🤣
Wer zuletzt lacht, lacht am besten. 😉
Songtext:
https://www.eurovision.de/news/Songtext-NAPA-Deslocado,lyrics858.html
Zum Glück beherrsche ich ein wenig Portugiesisch.
Ich bleibe wiederholen: wie höflich sind die Kommentaren hier bei esc-kompakt auch wenn man ein Lied nicht liebt. Sehr besonders!!
Als Portugiese fühle ich mich ruhig. Wenn Portugal das Finale schafft: prima, wenn nicht: so ist das Leben und die Erfahrung hat Portugal schon 😄
Deslocado war nicht meine Favorit aber es ist gut gesungen. Der Satz „a solidão que assombra a hora da partida” ist so schön und bedeutungsvoll (und genau heute vor 19 Jahre habe ich Portugal verlassen, ich bin so ein Deslocado 😆)
Und Manu muss gratuliert worden. Beeindruckend viele Information über Portugal und Festival da Canção.
Wie findest du den von Napa:
Die Musik ist schön. Der Text geht über die Liebe. Nicht schlecht.
Ich halte Euch trotzdem die Daumen !
Armeniens ESC-Teilnehmer Parg hat Portugal neben Österreich und Frankreich zu seinen diesjährigen Favoriten erkoren:
https://www.instagram.com/p/DH_RhYXC9Lc/
Parg ich könnte dich 😘😘😘 Er liebt Portugal. Mein Hero im diesem Jahr. 🥰🥰🥲
Ein sehr sympathischer Auftritt, der gleichzeitig so eine schöne portugisische Stimmung hervorruft. Der Song ist in meinen Top 15.
Ich bin jetzt zwar ein bisschen spät dran, aber trotzdem würde ich auch noch kurz was zu Portugal sagen wollen.
Punkt 1- Song und Lyrics
– Portugal ist ja beim ESC dafür bekannt, eher gegen den Strom zu schwimmen was den Trend betrifft, wofür ich ihnen auch sehr dankbar bin, da sie mit ihren Beiträgen immer eine neue Farbe in den Wettbewerb gebracht haben. Das hat sich ja auch ausgezahlt, immerhin hält ihr Siegersong von 2017 den Rekord für die meisten Punkte überhaupt in der ESC-Geschichte. Für mich persönlich war bei jetzt noch nicht der ganz große Wurf dabei, obwohl ich die Beiträge von 2024 und 2022 sehr mag.
Jetzt mal zu Napa und ihrem Song: Musikalisch bewegen wir uns jetzt wieder im viel ruhigeren Gefilden, manche würden vielleicht sagen, schon zu ruhig. Für mich persönlich ist das Lied für sich betrachtet eigentlich ganz solide, es hat eine schöne, entpannte Atmosphäre und besticht mit nostalgischen Melodien und einzelnen Instrumentenpassagen. Für Fans solcher Musik braucht es deswegen also nicht unbedingt einen Höhepunkt, wie man in in der ESC-Welt sonst so gewohnt ist, was dazu führt, dass das Lied einfach sehr ungeeignet für einen riesigen Wettbwerb wie den ESC ist. Das Lied wurde eben nicht mit dem Gedanken geschrieben, zum ESC geschickt zu werden, weshalb der Song und die Band auch super ehrlich rüberkommen und ich glaube ihnen auch ehrlich gesagt jedes Wort, das sie singen. Aber dadurch würde ich nicht allein für sie anrufen. „Deslocado“ ist einfach zu schwer eingängig bei den ersten Hördurchgangen und ist zu sehr als Grower ausgelegt, um beim ersten Mal zu zünden. Wenn man sich aber auf das Lied einlässt und sich die Zeit nimmt, die einzelnen Elemente genauer zu beachten und wertzuschätzen, dann kann man auch viel Schönheit im Lied finden. Meine Lieblingsparts des Songs sind wohl die Instrumentalisierung am Anfang und Ende des Songs sowie der Part mit dem Fußkick, da der Song da für mich einfach noch mehr Tiefe bekommt. Ehrlich gesagt finde ich die Strophen sogar besser als den Refrain, der passt für mich nicht so in die Atmosphäre des Liedes. Bei mir ist Portugal im Mittelfeld, könnte mir vorstellen, dass der Song noch weiter steigt. Für das erste Mal hören ist der Beitrag aber einfach zu sperrig und ich sehe Portugal auch wenn überhaupt als Borderline-Qualifier. Man muss für das Lied aber auch in einer bestimmten Stimmung sein.
Zu den Lyrics: Wir erwartet ist der Text ziemlich berührend und es geht um das Gefühl, in der großen Stadt nicht dazuzugehören und sich nach seiner Heimat zu sehnen, in dem Fall Madeira. Ich könnte mir vorstellen, dass viele Menschen dies nachvollziehen können, weshalb es eine gute Idee wäre, Teile des Texts vielleicht einzublenden oder das Thema des Songs mehr zu verdeutlichen.
Im Endeffekt bekommt der Song von mir 6/10 Punkten und die Lyrics 2,5/3 Punkten.
Punkt 2: Auftrit, Staging, Performance und Stimme
– Der portugiesische VE hatte jetzt nicht die besten Staging-Möglichkeiten, dennoch hätte man die Bühne deutlich interessanter gestalten können. Zumindest das Farbkonzept sollte auf jeden Fall noch mal überarbeitet werden und auch die Dynamik innerhalb der Band könnte besser rübergebracht werden. Ein Outfit-Change sollte auch in Erwägung gezogen werden, obwohl man sich der Grund- Ästhetik trotzdem treubleiben sollte. Dabei darf sich der Style aber nicht zu sehr mit dem von der Ukraine überschneiden, da man sonst Gefahr läuft, noch weniger Punkte als ohnehin schon abzubekommen.
Stimmlich ist das völlig in Ordnung, nichts besonderes aber auch nicht schmerzhaft schief. Im unwahrscheinlichen Falle einer Final-Qualifikation sehe ich allerdings auch nicht die Jurys dafür ausflippen, wahrscheinlich gäbe es sogar eher eine margere Ausbeute bei den Juroren, obwohl ich das etwas schwer vorauszusagen finde.
Für den Auftritt gibt es von mir 2/6 Punkte und für die Stimme 2,5 von 5 Punkte.
Punkt 3: Prognose, Mögliches Abschneiden im Contest
– Wie gesagt sollte das erste Ziel zu aller erst das Überstehen des Semis sein und das dürfe auch erstmal herausfordernd genug sein. Der Startplatz zwischen Schweden und Norwegen könnte „Deslocado“ in meinen Augen entweder den letzten Todesstoß versetzen oder eine einmalige Chance bieten, um im Feld aufzufallen. Was davon am Ende Eintritt, hängt ganz von der Show und ihrem Auftritt ab, am wichtigsten wird wohl aber das Connecten mit dem Publikum und die Vermittlung der Message des Songs. Gelingen dieses Aspekte, könnte der Song ähnlich wie der portugiesische Beitrag von 2021 seinen Weg ins Finale finden. Es wird aber ein extrem schwieriges Unterfangen werden und ich sehe persönlich mindestens 10 Lieder zum jetzigen Zeitpunkt wahrscheinlicher als Qualifikanten. Im positiven Falle einer Qualifikation sehe ich das Lied aber höchstens auf Platz 20-26, obwohl das Erreichen des Finales eigentlich wie gesagt das höchste Ziel bleiben sollte.
Da ich keine linke Tabellenhälfte für den Song sehe, kann ich dementsprechend aber auch keinen Punkt für die Wettbewerbsfähigkeit geben, also 0/1 Punkt.
Gesamt bekommt „Deslocado“ also von mir eine Punkzahl von 13/25 Punkten.
Meu querido Portugal….
Es riecht leider nach NQ, ich habe dennoch mit 21-26 gestimmt.
Es gab beim FdC klar Liedvorschläge, die weitaus größere Chancen gehabt hätten. Dennoch ist „Am falschen Ort“ bei mir ein Grower, sehr angenehme Musik wie die warme Frühlingsluft mit herzergreifender Botschaft.
Ich weiche hier deutlich von der Bubble ab (in dieser Kategorie gibt es noch zwei weitere Beiträge): Von mir gibt es 8 von 12 Punkte und Platz 13 von 37.
Nettes Lied, was im Hintergrund in einem Münchner Hip-Café läuft aber beim ESC wird eer nichts reißen – Semi NQ
Werde mit dem Song nicht warm. Wird das Halbfinale nicht überstehn.
Songcheck #4
Portugal 🇵🇹 mit „Deslocado“ von NAPA.
Absatz 1, Zeile 3, Wort 6. Schön, dass wir auch hier wieder die Sehnsucht untergebracht haben 🙂
Der Beitrag beruhigt mich. Und auch das kann ich wertschätzen. Eine entspannte Auszeit vom drumherum. Wenn es mir auch ansonsten nicht viel gibt, so ist das doch etwas, dass sonst kein anderer Song aus dem diesjährigen Aufgebot schafft.
Ich gebe unpolarisierende 6 von 12 Punkten, in meinem persönlichen Mittelfeld, ebenfalls mit Tendenz nach oben.
Davon abgesehen wird es denke ich schwer, dass sie sich qualifizieren :/
Hört sich jetzt zwar nicht nett an, aber ich hoffe, daß Portugal heuer im Semi hochkantig rausfliegt! Der stärkste Vorentscheid der Saison mit mehr als einer Handvoll erstklassiger Kandidaten – und dann diese musikalisch und optisch unterirdische Schnarchnummer. Es kommt seltenst vor, daß ich mich weigere, mir den Songtext eines Eurovisionsbeitrages zu Gemüte zu führen, aber dieser Beitrag ist für mich durch absolut nichts zu retten und zu rechtfertigen.
🏡🏘 Ich persönlich hätte gerne Capital da Bulgária mit „Lisboa“ für Portugal auf der internationalen ESC-Bühne 2025 gehört und gesehen – auch mit bspw. den Titeln von Xico Gaiato, Josh oder Henka hätte ich bestens leben können …
Heute hat die Sängerin Dulce José Silva Pontes, die Portugal vor 34 Jahren beim ESC vertrat und mit dem Titel „Lusitana paixão“ Achte wurde, Geburtstag. Sie wird 56 Jahre jung. Hier der Auftritt vom ESC 1991 in Rom:
Portugal:
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Etwas verspätet lasse ich nun auch ein paar Rezensionen für die 37 Beiträge da, weil ich am heutigen Tage mal nichts anderes zu tun habe. Dabei beziehe ich mich nur auf den Song, nicht auf das Musikvideo oder etwaige potenzielle Stagings. Es kann bis zum zweiten Dress-Rehearsal sowieso noch an einigen Stellen vieles geändert werden, was Song und Staging anbelangt.
Zusammen mit „Bird of Pray“ der „Old School“/Vintage-Beitrag, der versucht, an die Musikkultur der 60er- und 70er-Jahre anzuknüpfen. Und mir gefällt es. Eine weitere Gemeinsamkeit mit „Bird of Pray“, aber auch dem griechischen Beitrag ist, dass es in dem Song um Migration, Entwurzelung und Heimweh geht. Es geht um das Schicksal der portugiesischen Diaspora (insb. den Auslandsstudenten) in den Großstädten der Welt, die sich mit diesen nicht identifizieren können und sich nicht zuhause fühlen, und deren Entfremdung sehr schnell in Depression und das Gefühl von Ziellosigkeit umsteigt.
Sowas erschließt sich hinsichtlich der portugiesischen Lyrics nicht unmittelbar. Jedoch finde ich, dass man die Melancholie und Schwermütigkeit sehrwohl heraushört. Das ist nicht nur Kaffeehaus-Musik, sondern große Kunst. Die Musik groovt und die Harmonien sind so anspruchsvoll wie bei nur wenigen anderen Liedern. Ich finde, es ist unmöglich, nicht von diesem Lied berührt zu sein. Er gehört auf die ESC-Bühne, weil seine Botschaft eine Erfahrung beschreibt, die viele Europäer nur allzu gut kennen.
Vielleicht ist er aber dennoch nicht ambitioniert genug und verfügt über eine gewisse Nonchalance, der dazu führt, dass man ihn schnell vergisst. Ich erwische mich jedenfalls oft dabei, dass ich vergesse, dass Napa überhaupt zum diesjährigen Line-up gehören. Dieser transzendentale Moment fehlt vielleicht, wie man sich ihn bei Liedern dieser Art wünscht.
Meine Bewertung: 14/37
Henna hat das offizielle Musikvideo zum Song „I Wann destroy U“ veröffentlicht:
https://youtu.be/oBkbjuuksLU?si=Gu5x8UwQL4wB2ySu
Es gibt auch einen neuen Song von Salvador Sobral, der vor acht Jahren den ESC Portugal beim ESC vertrat und gewann. Zusammen mit Silvia Perez Cruz hat er die Nummer „Ben poca cosa tens“ (Du hast sehr wenig) veröffentlicht: