
Der ukrainische Vorentscheid für den Eurovision Song Contest Vidbir ist auf dem besten Weg, eine echte Tradition für das Land zu werden. In diesem Jahr fand die Auswahlshow bereits zum neunten Mal in Folge statt – 2021 ausgenommen. Ob es für die Band Ziferblat in Basel genauso erfolgreich ausgehen wird wie für die vergangenen Acts, die Vidbir hervorgebracht hat, sehen wir im Mai. Das Herren-Trio wird mit „Bird Of Pray“ zunächst im ersten ESC-Halbfinale antreten.
Ziferblat besteht aus den Zwillingsbrüdern Danyil und Valentyn Leshchynskyi sowie dem Schlagzeuger Fedir Khodakov. Seit 2015 besteht die Band, doch erst vier Jahre später wurde ihre erste Single veröffentlicht. Inzwischen können Ziferblat auf zahlreiche TV-Auftritte, veröffentlichte Alben und viele erfolgreiche Konzerte zurückblicken. Das Trio ist vorrangig in der Alternative-Rock-Richtung unterwegs, mischt oft jedoch auch andere musikalische Stile unter.
Schon 2023 bewarben sich Ziferblat für den ukrainischen Vorentscheid – damals ohne großen Erfolg. Letztes Jahr schafften sie es dann mit „Place I Call Home“ bis ins Vidbir-Finale und mussten sich dort lediglich den Siegerinnen alyona alyona & Jerry Heil geschlagen geben, die die Ukraine in Malmö auf Platz 3 brachten. Dieses Jahr hat es dann aber geklappt: Obwohl der Vorentscheid-Teilnehmer KHAYAT Favorit der Jury war und auch mit Masha Kondratenko oder FIЇNKA bekannte Namen im Rennen waren, setzten sich Ziferblat am Ende, auch dank der meisten Televoting-Stimmen, durch.
Das Lied
„Bird Of Pray“ wurde von den drei Ziferblat-Mitgliedern selbst geschrieben. Im Vorentscheid-Auftritt trat die Band in Outfits auf die Bühne, die an die Flower-Power-Zeit der 1970er Jahre erinnern. Auch im Song gibt es Indie/Funk-Einflüsse, die unterschwellig den Klang dieses Jahrzehnt transportieren. Vorrangig besteht das Lied aber aus Alternative-Rock-Elementen und verträumten Pop-Parts, bei denen eine Sängerin zu hören ist. Insgesamt stehen drei Sängerinnen mit auf der Bühne, die Danyil stimmtechnisch (vermutlich auch in Basel) begleiten. Für das ESC-Staging wurden bereits drastische Änderungen angekündigt.
Der Song transportiert unterschiedliche Stimmungen, die durch den subtilen Revamp die nötige Struktur bekommen haben. Etwas, das von Fans und Kritiker*innen zuvor vermisst wurde. Textlich geht es um einen kleinen Vogel, den Sänger Danyil im Song losschickt, um Menschen, die ihm wichtig sind, aber weit entfernt leben, seine Emotionen mitzuteilen. Zudem soll der Vogel den Wunsch nach Frieden in die Welt tragen. Lediglich der Refrain wird auf Englisch gesungen, der restliche Song besteht aus Zeilen in ukrainischer Sprache.
Ziferblat treten im ersten Halbfinale am 13. Mai von Startplatz 5 aus an.
Der Check
Song: 3/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 2,5/5 Punkten
Instant Appeal: 3/5 Punkten
Benny: Am Anfang konnte ich mit „Bird of Pray“ wenig anfangen, mittlerweile steigt das Lied aber kontinuierlich in meinem Ranking. Ich mag die Eigenständigkeit durch die Mischung aus rockigen Elementen und dem Weißen Gesang. Das hätte für mich durchaus noch besser herausgearbeitet werden können. Ich glaube mittlerweile, dass das mit dem richtigen Staging für die Ukraine zumindest wieder für die linke Tabellenhälfte im Finale reichen könnte. 5 Punkte
Chris: Ich kann damit einfach gar nichts anfangen. Für mich wirkt das sowohl musikalisch als auch textlich konfus. 1 Punkt
Laureen: „Bird of Pray“ ist ein sehr spannender Beitrag und total clever, sowohl musikalisch, als auch textlich. Insgesamt musste ich mich erst warmhören und bin jetzt total froh, dass die Ukraine sich für eine Band – und dann auch noch diese tolle Band – entschieden hat. Eine emotionale und innovative Pop-Rock-Nummer, die die ESC-2025-Playlist total bereichert. 8 Punkte
Peter: Wieder ein kolossal kreativer Beitrag aus der Ukraine – und wieder mit großartigem Text. Die Zweisprachigkeit entwickelt eine sympathisch abwechslungsreiche Dramaturgie, die hymnischen Chor-Elemente und die Tempi-Wechsel machen den Song aufregend und innovativ. Allein das Staging ergreift mich jetzt nicht so. Aber ein Top-Gesamtpackage. 10 Punkte
Rick: Anfangs dachte ich, dass „Bird Of Pray“ nur etwas für Leute ist, die Rock/Indie generell feiern, aber ich glaube, es sind auch genügend andere Elemente in der Nummer drin, um eine breitere Masse anzusprechen. Zumindest bei mir hat’s geklappt: Ich hör die Nummer mittlerweile ganz gerne, weil sie mehrere Stimmungen transportiert. Mein absoluter Lieblingssong wird es aber nie sein. 6 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Berenike: 8 Punkte
- Danio: 12 Punkte
- Douze Points: 4 Punkte
- Giulia: 6 Punkte
- Manu: 7 Punkte
- Max: 6 Punkte
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 73/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Bird Of Pray“ auf Platz 11.
Wie schneidet der ukrainische Beitrag "Bird Of Pray" von Ziferblat ab?
- Platz 6-10 (30%, 195 Votes)
- Platz 11-15 (30%, 194 Votes)
- Platz 16-20 (16%, 103 Votes)
- Top 5 (11%, 70 Votes)
- Bleibt im Halbfinale hängen (10%, 63 Votes)
- Platz 20-26 (4%, 29 Votes)
Total Voters: 654
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
- (1) Estland: „Espresso Macchiato“ von Tommy Cash
- (2) Island: „Róa“ von VÆB
- (3) Polen: „GAJA“ von Justyna Steczkowska
- (4) Portugal: „Deslocado“ von NAPA
- (5) Slowenien: „How Much Time Do We Have Left“ von Klemen
- (6) Schweden: „Bara Bada Bastu“ von KAJ
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Werde dieses Jahr mich wirklich nur noch zu den Liedern äußern, die ich liebe. Negatives gibt es genügend in der Welt und Rankings braucht die Welt nicht.
Und das tue ich hiermit. Freue mich, dass ich Ziferblat auch live in Basel sehen kann.
Vermutlich wird das dann auch das Einzige mal sein, dass ich hier was schreibe, nicht mein ESC dieses Jahr.
Gute Strategie !
gevotet für platz 11-15. (sofern im semi alles wie immer läuft.)
ein song dieser sperrigen verspielten wenig zugänglichen art wäre z.b. im baltikum entweder im semi hängen geblieben oder aber im finale dann unter ferner liefen gelandet aber es geht hier ja um die ukraine und das ist was anderes.
schönhören gelang mir nicht (der song vom letzten jahr gefiel mir besser) und wenn andere das werk abfeiern dann bitte schön aber wenn im baselfinale dann am ende die ukraine tatsächlich vor dem viel besseren werk aus litauen landet dann werde ich schon etwas knütterig sein.🥴
song: 1/5
stimme: 1/5
darbietung: 2/5
instant appeal: 2/5
Ich knütter dann mit🤨
Ich mag Litauen auch 👍🏻
Du verblüffst mich, ich hätte „Bird of Pray“ bei dir ganz weit vorne vermutet, nur knapp hinter Litauen.
Verblüffe mich gerne weiter…
Nach Portugal werden wir heute zum zweiten Mal mit handgemachter Musik konfrontiert, was erfahrungsgemäß in der ESC-Community weniger gut ankommt. Ich kann verstehen, dass dieses mit musikalischen Ideen und Brüchen vollgestopfte Lied Leuten, die es nur nebenher hören, auf die Nerven geht, aber wenn ich mich darauf konzentriere und genau hinhöre, gehen die 3 Minuten im Flug vorbei. Es ist sicherlich einer der musikalisch interessantesten Beiträge des Jahrgangs 2025. Bei mir reicht es nicht für die Spitzengruppe, aber in meinen TOP 10 habe ich Ziferblat allemal.
☕
Aber nur von Sabrina Carpenter! 😇
OT: In Amsterdam wurden vorhin die Teilnehmenden von Eurovision in Concert begrüßt, auch Abor & Tynna sind dabei. Ich hoffe inständig. daß diesmal die Atmosphäre untereinander bis zum 17.5. so angenehm bleibt und es keine Pseudoaktivisten gibt, die miese Stimmung und Bashing betreiben.
Adonxs trägt wohl High Heels und Frau Vikman sieht aus wie Barbie.
Der Hübscheste ist natürlich Princ.
Oh ja, ich hoffe es so sehr dass dieses Jahr keine Bambies oder Joosts dabei sind.
PARG wird sie alle niedermachen!
Was hast du immer mit PARG?? 😅
#Eriwan2025”.
Hast Du bei Radio Ereean angefragt?
Joost Klein ist heute in Los Angeles. Vorerst sind keine weitere Shows geplant.
Bambie Ray Robinson macht einen Tour. Am 13. Mai in Amsterdam, am 17. Mai in Berlin.
Diese Zwei werden auf jeden Fall in Basel nicht dabei sein, auch nicht im Hintergrund oder im Publikum.
** Vielen atmen erleichtert aus **
** Marko denkt an seinen Kunden und hat die Daten mehrerer Therapeuten gespeichert für die Fall der Fälle **
Danke für die Informationen !
Das hoffe ich auch.
ähm bin ich ein pseudoaktivist oder warum die ansprache?
meine „aktivistenzeit“ endete bereits so um 1984 herum,da noch für die damalige grüne bewegung.😎
nord-holland ist immer eine reise wert aber nicht mehr unbedingt amsterdam,weil da viel flair flöten gegangen ist.
wer lust und muße hat,also zur entschleunigung pur,der sollte mal eine polder städte flußreise,entweder als tagesfahrt z.b. amsterdam-alkmaar oder gleich über mehrere tage machen und bei letzteren auch das fiets nicht vergessen.
die flußreisen werden auch in grenznähe oder von belgien aus angeboten.
Keine Angst, Du bist nicht damit gemeint. Vielmehr bezieht sich meine Ansprache auf einige vom Teilnehmerfeld von 2024 (und hier meide ich ganz bewußt die Gendersprache).
Leider tritt Bambie wohl bei Eurovision in Concert in London auf, hoffentlich ist sich die EBU bewußt, welches Gift von dieser Person ausgeht….
Granada, Venedig, Dubrovnik und Split sind auch hinüber …
Bei mir sieht’s aktuell so aus:
7 SVN 6 PRT 4 SWE & UKR 3 ISL 2 EST 1 POL
(um Missverständnisse ganz sicher auszuschließen: bei den Zahlen handelt es sich um Platzierungen, nicht um Punkte).
Ziferblat ist bei dir auf dem Treppchen?
😍👍🏻👏🏻
Nein, zusammen mit Schweden auf Platz 4 der bisher vorgestellten 7 Titel.
Nachtrag: Hab‘ auf den falschen „Antworten“-Link gedrückt, das soll eine Antwort auf Dennis_Duesseldorfs Kommentar von 08:17 Uhr sein.
😍🤗 Das freut mich, dass du Ziferblat so wertschätzend beurteilst! Cool 👍🏻🫶🏻
Off-Topic:
Für unseren Pinguin:
https://youtu.be/RzoWtQqiQCA?si=Xhnti_Wul1tyA-KV
Klavdia covert „Mon Amour“ mit Orchester.
Oooh, danke, nice! Se hat eine Superstimme, auch wenn es natürlich nicht ihre Stimmlage ist. Und keiner bekommt die Schlüsselzeilen hin, “Toujours la Seine” und “où Pas”.
Das macht Klavdia wirklich nicht schlecht!
Mich irritiert nur nach wie vor ihre Zarah-Leander-Gedächtnisbrille (nein, auch wenn diese aus demselben Land kommt, es ist keine Nana-Mouskuri-Gedächtnisbrille).
L’oiseau et l’enfant…
Ziferblat, der Bandname ist schon mal spannend für mich. Die Zusammenstellung der Band inklusive der 3 Sirenen im Background ist es auch. Das Wechselspiel der Gesänge mag ich.
Dieses einzelne Wörtersingen erinnert mich an eine meiner Unarten aus der Kindheit: während des Radiohörens hatte ich den Lautstärkeregler zwischen den Fingern und ich drehte ihn immer hin und her, dass war ein ähnlicher Effekt wie beim Gesang von Danyil.
Der Text gefällt mir gut. Dieses hin-und herschreiten auf der Bühne finde ich auch interessant, mal schauen, welche Outfits wir in Basel sowohl im Semi, als auch im Grand Final sehen: am Ende wird es Platz 12. 🙂
Hat nicht irgendjemand hier mal geschrieben, dass das Lied ein wenig in Richtung Progressive Rock gehen würde? Sicherlich nicht die allerschlimmste Rock-Unterkategorie, aber dennoch wirklich auch nicht meine Musik. In Anbetracht dessen kann ich „Bird of Pray“ dann aber erstaunlich viel abgewinnen. Die Rockelemente sind gar nicht so störend, ja sie gefallen mir hier sogar fast ein wenig, und der hohe Gesang und die ganze Atmosphäre des Liedes haben durchaus etwas für sich.
Nach dem Melodifestivel war der Vidbir ein weiterer Vorentscheid, in dem sich mein Favorit durchgesetzt hat. Ich gönne es den Leshchynskyi-Zwillingen 🤩 nebst Drummer Fedir, dass sie es im dritten Anlauf geschafft haben👍. Als alter Fan des Progressive Rocks gefällt mir „Bird of Pray“ ausgesprochen gut, verstehe aber durchaus auch diejenigen, die mit diesem Song nichts anfangen können. Für den ESC ist der Song einen Tick zu komplex um größere Massen zu begeistern. Ich aber vergebe auch wegen dem einerseits melancholischen, aber auch hoffnungsvollen Text, sowie der tollen Komposition gute 8,6 von 10 Punkten. Damit liegen Ziferblat auf Platz 2 im ersten Semi und insgesamt erreichen sie bei mir Platz 6. Dank der weitverteilten ukrainischen Diaspora und der immer noch hohen Solidarität bei einigen osteuropäischen Teilnehmerländern sollte das Finale auch dieses Mal machbar sein. Im Finale tippe ich dann auf einen guten Mittelfeldplatz bis hin in die Top 10. Aber um den Sieg geht es für die Ukraine dieses Mal sicher nicht.
Dank Diaspora und Solidaritätsstimmen in Osteuropa hat die Ukraine, man muss es so zugeben, momentan einen Freifahrtsschein fürs Finale. Und ich finde es sehr schön, dass man diese Chance auch nutzt, um etwas andere Sachen jenseits der ESC-Mittigkeit zu präsentieren. Ziferblat ist jetzt nicht meine Lieblingsband und mein Geschmack ist „Bird of Pray“ vielleicht auch nicht unbedingt, aber gerade durch den Revamp ist es gelungen, ein melodisches und eigenständiges Indiewerk auf die Bühne zu zaubern. Ich höre es mittlerweile sehr gerne, es hat was.
Prognose: Halbfinale 1/15 (100%) -> Finale Top 5*
Meinung: Platz 20/37 (7 Punkte)
*Ich würde eigentlich auf 6-10 gehen, aber mangels Alternativen für 5 höherplatzierte Lieder bin ich dann doch in der Kategorie gelandet
Sehr gut gefallen mir auch Chris‘ und Laureens Wertung direkt untereinander, die exakt das Gegenteil sagen. 😉
Als nächstes dürfte Albanien kommen, da es mit der unteren Starthälfte und in der alphabetischen Reihenfolge geht.
Liebe es und ich gehöre zu denen, „die Rock/Indie generell feiern“ 😉
Ist in meinen persönlichen Top 5
Der Typ von Galant meinte, dass der Song mit 7 Minuten richtig geil sein könnte und ich stimme total zu. Wir brauchen mehr 7-minütige Songs, wegen vom TikTok Trend.
Aber natürlich passt das dann nicht für den ESC
„Bird of Pray“ hat für mich wirklich einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen, da das Lied so ganz anders ist, als vieles, das man sonst so beim ESC hört. Die Mischung der einzelnen Elemente macht den Song spannend und man entdeckt immer wieder neue Details in der Komposition, die das Bild vom Song noch weiter ergänzen. Die weiblichen Stimmen am Anfang und am Ende bilden einen tollen Kontrast zu den eher härteren Strophen, und generell trägt das Lied bei mir einfach sehr viele Emotionen. Der Text ist vielleicht nicht 1A-Englisch, aber die Idee hinter den Lyrics ist wunderschön und passt auch auf sehr viele Bereiche des Lebens. „Bird of Pray“ gehört wirklich zu meinen absoluten Favoriten dieses Jahr und ich könnte jetzt auch noch weiter über das Lied schwärmen, aber ich denke das das auch schon genug von Dennis gemacht wurde, weshalb ich das am dieser Stelle mal lasse.
Ich kann auch verstehen, dass manche den Titel etwas zu sperrig finden, das ist aber genau das, was den Song meiner Meinung nach interessant macht. Aber zum Glück scheint das Lied jetzt langsam bei immer mehr Leuten zu zünden und ein Top-15-Ergebnis scheint erreichbar, Top-10 wäre natürlich ein Traum und auch meiner Meinung nach sehr verdient.
Ich wünsche Ziferblat und der Ukraine das Allerbeste und werde auf jeden Fall im Finale einen Teil meiner Stimmen „Bird of Pray“ geben.
„Ich könnte jetzt auch noch weiter über das Lied schwärmen, aber ich denke dass das auch schon genug von Dennis gemacht wurde.“
Man kann doch gar nicht genug schwärmen von der Nummer! 🫠😉😎 😇 Vielen Dank für deinen Kommentar, ich habe es sehr genossen, deine Einschätzung zu lesen! 🫶
Für mich ist das nichts und nach Teresa und Maria aus dem letzten Jahr nicht ansatzweise so mitreißend. Aber wie ich sehe, scheint das ja seine Fans zu haben.
Mir geht es ebenso wie manch anderen hier auch:
Die ersten paarmal beim Anhören fand ich das alles viel zu durcheinander und ein arg unentwirrbaren Chaos. Aber je öfter ich den Song höre, desto mehr kann ich ihn entwirren und er hat sich inzwischen durchaus etwas in mich hineingeschmeichelt.
Ich gebe dem galanten Paul-Aaron recht: In einer siebenminütigen Version käme das Potential des Liedes deutlich besser zur Geltung.
Und die Komposition hat tatsächlich ein gewisses Alleistehungsmerkmal 2025. Am Besten finde ich die kurzen Pausen im Song (die glaub ich erst seit dem Revamp drin sind?); wenn Ziferblat geschickt sind, verwenden sie die erste Pause im Recap, dann erinnern sich die Zuschauer eher, nämlich positiv, an „Bird of Pray“.
Kommt bei mir auf Platz 10, vor den 20 Songs auf Platz 30.
Könnte auch dem realen Ergebnis entsprechen.
Szene: Ich höre den Song zum ersten Mal. Was mir gefällt ist die Landessprache. So vom Still her erinnert mich es an die Beatles. Ich finde den Song so lala.
Hallo Vergangenheits-Ich. Genauso würde ich es heute auch sagen. Ich glaube schon das die Ukraine im Finale „gesetzt“ ist. Dort allerdings Platz 16-20 einnimmt. In meinem Ranking ist die Ukraine auf Platz 26/37.
Übrigens: War ich mal im Beatlesmania Museum im Hamburg. Aber da war ich noch ein Kind.
Ukraine:
Top:
2021
2020
2007
2018
Flop:
2010
2012
Etwas verspätet lasse ich nun auch ein paar Rezensionen für die 37 Beiträge da, weil ich am heutigen Tage mal nichts anderes zu tun habe. Dabei beziehe ich mich nur auf den Song, nicht auf das Musikvideo oder etwaige potenzielle Stagings. Es kann bis zum zweiten Dress-Rehearsal sowieso noch an einigen Stellen vieles geändert werden, was Song und Staging anbelangt.
Einer meiner ganz großen Favoriten dieses Jahr. „Bird of Pray“ gehört mit zu den Liedern in diesjährigen Line-up, die ich am häufigsten gehört habe. Es holt mich komplett ab und vor allem die letzte Minute macht stellenweise süchtig, in Ermangelung eines besseren Wortes.
Zusammen mit „Deslocado“ ist es der Song, der versucht, an die musikalische Tradition der 60er- und 70er-Jahre anzuknüpfen. Aber das noch weitaus mutiger und ambitionierter. Es ist eine Rückbesinnung an die sowjetische Rockmusik der 70er-Jahre an und hat ebenfalls Anklänge an die Bürgerrechts- und Hippie-Bewegung in den 60er-Jahren. The Beatles, The Rolling Stones, Pink Floyd, The Mamas and the Papas, Jefferson Airplane. Es erinnert ebenfalls an psychedelische Filmmusik mit der wunderbaren Chorstimme im Hintergrund. Die hypnotisierenden und psychedelischen Elemente sind entsprechend prominent platziert. Und als großer Freund der Filmkunst gefallen mir eben diese cineastischen Elemente natürlich am besten, und dieses Lied ist bombastisches Storytelling. So etwas hätte doch perfekt in einen avantgardistischen B-Movie von Roger Corman passen. Am meisten hat es mir aber vielleicht das Orchester angetan, welches an einigen Stellen ertönt.
Ein solches Lied verdient es nicht, in lediglich 3 Minuten kompromiert zu sein. Ich würde mir tatsächlich eine längere Version wünschen, die es den verschiedenen Musikstilen und Instrumentals ermöglicht, sich wirklich in voller Gänze zu entfalten. Denn dieser Flug des Gebetsvogels ist mit 3 Minuten vielleicht etwas zu kurz. Entsprechend oft kommt die Kritik, der Song sei zu wirr, zu sperrig und unzugänglich. Zu komplex in seinen ständigen Wechseln. Auch ich muss zugeben, dass ich mich an den Song zunächst gewöhnen musste, bis ich mit ihm grooven konnte.
Es hat die Gemeinsamkeit mit „Deslocado“ und „Asteromata“, dass es in diesem Lied um Migration, Entwurzelung, Trennung und die Suche nach Heimat geht. Der Verlust der alten Heimat und die Suche nach einer neuen Heimat in einer unbestimmten Zukunft. Dieses Sujet berührt mich total, besonders, wenn es derart in Szene gesetzt wird.
Ich bewundere die Konstanz der Ukraine in den letzten Jahren. Kein ukrainischer Beitrag ist wie der andere, aber sie sind alle immer interessant und in den meisten Fällen auch meisterhaft, so wie dieser. „Bird of Pray“ spricht meinen Musikgeschmack total an und ich wünsche dem Beitrag größtmöglichen Erfolg, denn das ist echte und handgemachte Musik, die fast schon zu gut für den ESC ist.
Meine Platzierung: 2/37
Lieber Prometheus,
herzlichen Dank für deinen großartigen Songcheck! Das war für mich mega interessant zu lesen! Ich kann das alles komplett nachvollziehen was du sagst und es war regelrecht spannend für mich, welche Aspekte du wohl noch ansprichst. Ich bin ja so ein wenig der selbsternannte Ziferblat Botschafter hier und kann dir daher natürlich in allem nur absolut zustimmen! Aber natürlich bin ich jetzt auch gespannt auf deine weiteren Songchecks!
👏👍🤝
Als kleines Dankeschön anbei meine absolute Lieblingsnummer von Ziferblat, wenn sie neu für dich sein sollte: viel Freude! Und wenn du sie schon kennst: viel Spaß beim wiederentdecken! Das ist für mich einer der besten Songs überhaupt:
Danke für deinen lieben Kommentar, Dennis 🙂
Und ebenfalls herzlichen Dank, dass du dieses Lied mit mir geteilt hast. Dieses kannte ich noch nicht. Zugegebenermaßen habe ich mich (bis auf ein paar Ausnahmen) nicht damit befasst, was die Künstler sonst noch so machen. Das werde ich vielleicht in den kommenden Wochen bis Basel noch aufholen.
Ich finde die Verbindung von klassisch-orchestralen Elementen mit Rock sehr ansprechend, vor allem das Gitarren-Solo gegen Ende war genial, und die Stimme von Danyil sowieso.
Das sind einfach leidenschaftliche Vollblut-Musiker, die etwas von ihrem Handwerk verstehen. Da ist alles echt. Es ist wirklich ein Geschenk, dass sie bei ESC 2025 dabei sind und ich hoffe, dass Europa dieses Geschenk nicht abschlagen wird 😀
🎁
Kann dir da neuerlich nur zustimmen. Ich freue mich sehr, dass wir auch einmal solch eine Farbe beim ESC erleben dürfen. Und es freut mich, dass dir mein Link gefallen hat – das ist einer meiner absoluten Lieblingssongs, u.a. wegen des von dir erwähnten orchestralen Arrangements der Nummer 😍🥰😍 Also, wenn du hier im Laufe der nächsten Wochen Ziferblat Werbung von mir siehst, dann unterstütze mich da gerne 😇 (Bin ja schon gespannt, was du auf die 1/37 setzt)
Es gibt einen neuen Song von MONATIK, der vor acht Jahren als Intervallact im ersten Halbfinale des ESC auftrat. Zusammen mit OTOY hat er den Song „I.D.“ veröffentlicht:
Tember Blanche nahm vor zwei Jahren am ukrainischen ESC-Vorentscheid Vidbir teil und wurde Neunte. Der neue Song heißt „Та сама“ (Das Gleiche):
YAKTAK nahm letztes Jahr am ukrainischen ESC-Vorentscheid Vidbir teil und wurde Vierter. Sein neuer Song heißt „Люди“ (Menschen):
BRYKULETS nahm dieses Jahr an der Abstimmung um einen Startplatz beim Vidbir teil und wurde Achter. Sein neuer Song heißt „Посилать“ (Schicken):
KADNAY nahm vor sieben Jahren am ukrainischen ESC-Vorentscheid Vidbir teil und wurde im Finale Dritter. Der neue Song trägt den Titel „Запах твого волосся“ (Der Geruch deiner Haare):
Tetiana Mychajliwna Reschetnjak alias Tayanna – nahm zweimal am ukrainischen ESC-Vorentscheid Vidbir teil (eigentlich war es dreimal, aber 2019 trat sie nicht an, obwohl sie ausgewählt wurde). Vor vier Jahren war sie Punktesprecherin gewesen und hat nun einen neuen Song veröffentlicht. Der Titel ist „До води“ (Zum Wasser):
Ziferblat scheinen wohl wie ich ein großer Fans des Siegertitels von 2017 zu sein. Die Jungs haben „Amar pelos dois“ jedenfalls gecovert und es ist ihnen auch gelungen.
Gänsehaut!!! 🫠🥰
Es gibt einen neuen Song von Max Barskih, der vor 13 Jahren am ukrainischen ESC-Vorentscheid teilnahm. Der Titel ist „Someone new“:
Kostjantyn Mykolajowytsch Botscharow – besser bekannt als Melovin – nahm letztes Jahr am ukrainischen ESC-Vorentscheid Vidbir und vor sieben Jahren am ESC teil. Sein neuer Song heißt „тормоз чи на газ“ (Bremse oder Gas):