Songcheck Eurovision Song Contest 2026 (5) – Moldau: „Viva, Moldova!“ von Satoshi

Satoshi – Bild: @satoshicahul (Instagram)

„Viva Moldova!“ und „Viva, Sieg bei der Selecția Națională 2026!“. Satoshi ging als einer der klaren Favoriten in den moldawischen Vorentscheid und konnte sich in der Arena Chișinău klar gegen 15 andere Acts durchsetzen. Am Ende feierten Halle, Jury und TV-Publikum den Künstler gleichermaßen. Die Selecția Națională 2026 hatte zwei Runden: Die Auditions am 16. Dezember 2025 mit 34 Acts, von denen 16 via Jury weiterkamen, und das Finale am 17. Januar 2026 in der Arena Chișinău mit 16 Acts.

Satoshi ist der Künstlername von Vlad Sabajuc, einem moldawischen Sänger und Songwriter aus Cahul, geboren 1998. Seine musikalische Karriere begann schon früh: In der 7. Klasse mit Musik, inspiriert von Genres wie Rock/Metal (Linkin Park, Metallica), Hip-Hop (Eminem), Pop-Rock (Imagine Dragons) und moldawischen Acts wie Zdob și Zdub. Sein Stil mischt tiefgründige Texte mit tanzbaren Beats.

Nach seiner Schulzeit studierte Satoshi an der Akademie für Musik, Theater und Bildende Künste in Chișinău. 2019 startete er offiziell sein Musikprojekt unter dem Namen Satoshi und machte sich in den folgenden Jahren mit einem vielseitigen Stil zwischen Rap und Pop einen Namen.

Sein Durchbruch gelang ihm mit später mit Veröffentlichungen und Kollaborationen die ihm auch über Moldau hinaus Aufmerksamkeit brachten. 2022 unterschrieb Satoshi einen Vertrag beim Label Versus Artist, was seiner Karriere zusätzlichen Auftrieb gab. Seitdem veröffentlichte er mehrere Alben und EPs, darunter „Rush“ (2022), „+373“ (2024), „Sport“ (2024) und „Minim Efort“ (2025), sowie viele erfolgreiche Singles.

Das Lied

Der ESC-Beitrag „Viva Moldova!“ ist eine energiegeladene Hymne auf Moldau mit modernem Pop-Rock-Sound, traditionellen Elementen und einem multilingualen „Sprachenmix“, zum Beispiel Phrasen aus verschiedenen europäischen Sprachen wie Rumänisch, Italienisch, Spanisch sowie Ortsnamen wie Soroca oder Palma di Mallorca. Der Text betont die moldawische Identität. Satoshi hat das Lied selbst geschrieben. Cătălin Temciuc übernahm Aufnahme, Produktion, Mix und Mastering in den Versus Artist Studios in Chișinău. Die ESC-Version („Revamp“) ändert den Text leicht, etwa zu „Welcome to Moldova“ statt „Republica Moldova“, und integriert den Violinisten Vasile Advahov.

Übrigens: Auf der Bühne in Wien wird nicht nur Satoshi selbst auftreten, sondern auch Aliona Moon. Aliona Moon vertrat Moldau beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö mit dem Song „O mie“ und erreichte dort Platz 11. Bei „Viva Moldova!“ singt Aliona Moon den Pre-Chorus und tritt als Featured Artist auf. Bereits im Vorfeld des ESC treten und traten Satoshi und Aliona bei diversen Prepartys und anderen Vorentscheidungen auf, zum Beispiel beim Vidbir in der Ukraine.

Satoshi tritt mit „Viva Moldova!“ für Moldau im ersten ESC-Halbfinale am 12. Mai 2026 in der ersten Hälfte an.

Der Check

Song: 4/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 4/5 Punkten
Instant Appeal: 4/5 Punkten

Marcel: Kein Lied wurde so oft revamped wie „Viva, Moldova!“. Ich war beim Vorentscheid in Moldau selbst in der Halle und hab erlebt, wie klar der Sieg von Satoshi von Anfang an war und wie er von dem jungen Publikum gefeiert wurde. Der Song wird beim ESC richtig gut ankommen, weil er genau das liefert, was man von Moldau erwartet. Mir ist er mittlerweile etwas zu laut und zu nervig. 5 Punkte

Max: Leider so gar nicht mein Fall. Sehr auf den „Easy-Vote“ ausgelegt und musikalisch für mich leider kein großer Wurf. Auch, dass der Refrain eher gegrölt statt gesungen wird, hilft dem Song für mich nicht wirklich. 2 Punkte

Peter: ​Das Gebrülle ist nicht so meins, aber die Folklore-Elemente und den Ethnopunk liebe ich. Das Video ist klasse und die Ausstrahlung und die Dynamik von Satoshi sind es auch. 7 Punkte

Bennet: Die Mischung aus Moderne und Tradition finde ich sehr spannend. Leider trifft es nicht meinen persönlichen Geschmack und ich baue eine gewisse Distanz zu dem Song auf. Ich kann verstehen, dass man es mögen kann, aber mir ist das zu sehr auf die 12. 4 Punkte

Laureen: Ich halte ja nicht viel von den „Nationalstolz“-Beiträgen, weil mir das immer etwas drüber ist. Aus einem mir nicht bekannten Grund gefällt mir dieser Beitrag aber total gut! Jeder Revamp tat dem Song gut und das Mitwirken von Aliona Moon war eine super Idee. Dadurch ist der Beitrag für mich einfach hochwertiger und ein wenig anspruchsvoller. 10 Punkte 

Giulia: Ein absolut mitreißendes Lied. Das Lied schafft es, ein Gefühl des gemeinsamen Zelebrierens zu erzeugen. So, wie es nur der ESC kann, wird in diesem Lied ein Gefühl der europäischen Verbundenheit vermittelt. Die ruhigeren Töne in den Strophen sind ein schöner Ausgleich zu dem intensiven Refrain mit den Ausrufen „Welcome to Moldova“ und „Republica Moldova“, die zum Mitgrölen einladen. 10 Punkte

Punktzahlen der anderen Blogger*innen:

  • Benny: 7 Punkte
  • Berenike: 12 Punkte
  • Douze Points: 6 Punkte
  • Manu: 10 Punkte
  • Rick: 7 Punkte

Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 80/132 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Viva, Moldova!“ auf Platz 19.

Wie schneidet der moldawische Beitrag "Viva, Moldova" von Satoshi ab?

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