Startreihenfolge für das große Finale des ESC 2022: Deutschland startet auf Platz 13

Das große Finale des Eurovision Song Contest 2022 am Samstag in Turin wird von We Are Domi aus Tschechien eröffnet und von Stefan aus Estland beendet. Der deutsche Vertreter hat die späteste denkbare Startnummer der ersten Hälfte bekommen: den Startplatz 13. Die Fanfavoriten Schweden, Großbritannien, Polen und Serbien haben sehr gute Startplätze am Ende bekommen. Die letzten Starthälften waren erst am späten Donnerstagabend ausgelost worden.

Das wird ein kraftvoller Start in einen langen Finalabend, wenn We Are Domi als erstes an den Start gehen. Gleichzeitig wird es mit Stefan aus Estland ein sehr mainstreamiges Ende geben, das zum Mitwippen einlädt. Die mörderischen Startplätze 2 und 3 haben WRS aus Rumänien und MARO aus Portugal bekommen. Der Schweizer Marius Bear muss nach The Rasmus aus Finnland als Fünfter an den Start gehen.

Mit Frankreich folgt auf Platz 6 das erste Big-5-Land. Italien war ja bereits auf Platz 9 gelost wurden. Direkt dahinter kommt dann die aufwändige Tanz-Nummer von Chanel aus Spanien. Dann wird es wieder ruhiger mit S10 aus den Niederlanden, die offenbar im Semi überzeugt hat. Die Ukraine, der viele den Gesamtsieg zutrauen, ist dann direkt vor Deutschland dran. Das kann sich durchaus auch als Problem für Malik darstellen, wenn nach dem Auftritt von Kalush Orchestra alle über den ukrainischen Beitrag diskutieren und nicht auf seine Performance achten sollten.

  1. Tschechien: We Are Domi – „Lights Off“
  2. Rumänien: WRS – „Llámame“
  3. Portugal: MARO – „Saudade, saudade“
  4. Finnland: The Rasmus – „Jezebel“
  5. Schweiz: Marius Bear – „Boys Do Cry“
  6. Frankreich: Alvan & Ahez – „Fulenn“
  7. Norwegen: Subwoolfer – „Give That Wolf a Banana“
  8. Armenien: Rosa Linn – „Snap“
  9. Italien: Mahmood & BLANCO – „Brividi“
  10. Spanien: Chanel – „SloMo“
  11. Niederlande: S10 – „De Diepte“
  12. Ukraine: Kalush Orchestra – „Stefania“
  13. Deutschland: Malik Harris – „Rockstars“
  14. Litauen: Monika Liu – „Sentimentai“
  15. Aserbaidschan: Nadir Rustamli – „Fade to Black“
  16. Belgien: Jérémie Makiese – „Miss You“
  17. Griechenland: Amanda Tenfjord – „Die Together“
  18. Island: Systur – „Með Hækkandi Sól“
  19. Moldau: Zdob şi Zdub & Advahov Brothers – „Trenulețul“
  20. Schweden: Cornelia Jakobs – „Hold Me Closer“
  21. Australien: Sheldon Riley – „Not the Same“
  22. Großbritannien: Sam Ryder – „Space Man“
  23. Polen: Ochman – „River“
  24. Serbien: Konstrakta – „In corpore sano“
  25. Estland: Stefan – „Hope“

Nach Deutschland kommt dann gleich ein Klumpen von langsamen Songs: Litauen, Aserbaidschan, Belgien, Griechenland und Island. Alle jeweils anders, aber doch eher langsam. Das ist aus dramaturgischen Gründen nicht so optimal. Andererseits gibt das dann die Möglichkeit, die großen Favoriten Schweden, Großbritannien, Polen und Serbien so spät wie möglich auftreten zu lassen.

Was denkt ihr über diese Reihenfolge? Welche Länder können von ihrem Startplatz profitieren? Diskutiert gern unter diesem Beitrag.


136 Kommentare

  1. Startplatz 13 ist doch gar nicht so schlecht. Je später. umso besser. Vor allem für die direkt gesetzten Finalisten.
    Das die Ukraine direkt davor startet, könnte auch von Vorteil sein. Zu diesem Zeitpunkt werden besonders viele Leute eingeschaltet haben.

    • Hoffentlich kommt vor der Startnummer 13 nicht eine Pause, könnte natürlich auch bedeuten, dass die Leute noch Getränkenachschub holen, auf Toilette sind oder sonst etwas machen, wenn der Beitrag anfängt.

      Nichts für ungut, Steffen, ich schätze Deinen Optimismus, und wünsche Malik nur das Allerbeste.🙂

      • So wie ich das aus den heutigen Proben interpretiere, müssten die beiden Werbepausen nach Song 8 und 16 kommen.

      • In Rotterdam waren auch die Pausen nach 8 und 16. Bei einem Song weniger dürfte das morgen kaum anders sein

  2. Als altgediente ESC-Pythia schließe ich mich hier mal kommentatorisch an:
    Seit 1971 schaue ich jedes Jahr (mit vielleicht 5 Ausnahmen) den Grand Prix goes ESC und habe mir nie wirklich Gedanken über den unbedingten Einfluss der Startreihenfolge gemacht oder mich deren Kaffeesatzlesung angeschlossen.
    Keine Ahnung, wie das in den 1970er/80ern/90ern, als es noch ’nur einen‘ ESC Abend gab, lief – und dementsprechend ja auch irgendjemand die Startreihenfolge(n) arrangiert oder ausgelost haben muss.
    Von Letzterem, nämlich einem Losentscheid, ging ich primär immer aus. Wie auch immer…
    Das diesjährige Finale ist (zumindest für mich) durchweg abwechslungsreich besetzt. Spaniens Kreisch- und Tanzelsen-Nummer ist ja gottlob, die einzige solche in diesem Jahrgang, der doch überiwegend von balladigen Männern bestimmt wird … ok, und diesem Wesen von Down Under, das den ESC wohl mit einer Therapiestunde verwechselt … ergo Spanien und Australien sind für mich einzigen direkten Nervnummern.
    Ansonsten werde ich da morgen Abend gut unterhalten. Die Reihenfolge ist mir dabei ziemlich egal.
    Allein die weiter oben erwähnte Idee, dass womöglich beim Televoting ausversehen Punkte für Deutschland abfallen könnten, da sich bei Millionen, die für die Ukraine (mit der Endziffer 12) abstimmen in so mancher Hektik irrtümlich eine (Endziffer) 13 abschicken könnten, hat mich hier mindestens genauso amüsiert wie Thilo mit Bobby und deren Burgfest-Szenario! 12 Punkte dafür … allen einen spannenden Abend morgen :-***

  3. Also mir ist es egal, ob Mahmood und Blanco auf Platz 9 starten oder von einem anderen Startplatz.
    Italien wird ohnehin mit einem rekordverdächtigem Televoting-Ergebnis den ESC 2022 gewinnen, sollte nicht doch die theoretische Möglichkeit eines Überraschungssiegers Spanien oder Polen eintreten.

    By the way: Die große und ESC-Ikone Mary Roos hat mal auf die Frage, ob sie bei ihren beiden Teilnahmen am Grand Prix eine Vorliebe für den Startplatz gehabt habe, geantwortet, dass sie persönlich es immer als angenehmer empfunden hätte so weit wie möglich vorne platziert zu sein. Einfach aus dem Grund, damit man sich ganz entspannt die Auftritte der anderen Mittbewerber (m/w/d) ansehen kann und (wahrscheinlich mit einem leichten Augenzwinkern) man ein eventuelles Patzen der Konkurrenz auch durchaus erleichtert zur Kenntnis nehmen kann.

    Ich fand diese Antwort entwaffnend ehrlich, sympathisch und cool. Denn da ist irgendwie etwas dran.

    • 1972 ist sie ja direkt als Erste ins Rennen gegangen und hat einen guten Dritten Platz gemacht. Insofern hat sie mit dem frühen Auftritt gute Erfahrungen gemacht

  4. Wer auch immer diese Runnungorder gemacht hat, ich würde die Leute entlassen. z.b. dafür die drei Stimmgewalten Austr., UK und Polen direkt nacheinander auftreten zu lassen.

    Die Abfolge Deutschl., Lthauen, Azerb. will sich mir auch nicht erschließen.

    Nur um mal zwei Irritationen zu nennen…

  5. Ganz Schlimme Running Order

    Ich habe jetzt mal meine eigene zusammengestellt

    1. FRANKREICH
    2. SCHWEIZ
    3.NORWEGEN
    4. DEUTSCHLAND
    5. RUMÄNIEN
    6. UKRAINE
    7. PORTUGAL
    8. SPANIEN
    9. ITALIEN
    10.ARMENIEN
    11. FINNLAND
    12.NIEDERLANDE
    13. Tschechien

    14 AUSTRALIEN
    15. Belgien
    16. Litauen
    17. Aserbadschan
    18. Moldau
    19. Griechenland
    20. Serbien
    21.Iceland
    22. Polen
    23. ESTLAND
    24. SCHWEDEN
    25 UK

    • Also mit Frankreich würde ich persönlich jetzt dieses Jahr nicht eröffnen! Da ist Tschechien schon das richtige Land! Meine andere Vorschläge für die Startnummer 1: Belgien & Griechenland

  6. Die Startreihenfolge zeigt, dass man vom absurden „Hälfte auslosen, dann Producer-Entscheidung“ weg muss. Entweder alles auslosen oder die gesamte Reihenfolge bestimmt. Hier ist genau das passiert, was man vermeiden wollte: Die Uptempo-Songs geballt, dann eine Balladenflut.

  7. Die stärksten Beiträge setzen sich durch, ganz gleich von welchem Startplatz aus sie ins Rennen gehen. Für die Ergebnisse weiter unten in der Punktetabelle mag die Startreihenfolge ein kleinerer Faktor sein, aber danach kräht ein paar Wochen später eh kein Hahn mehr: Ist es jetzt so wichtig, ob man 14. oder 16 wird? 21. oder 23?

  8. Nein, meine beiden Favoriten auf 6 und 7 direkt hintereinander. 😢😣😕
    Hat man nicht mit dem Mix aus Auslosung und Bestimmen der Reihenfolge genau das verhindern wollen, was morgen eintreten wird: In der ersten Hälfte eine Uptempo Song-Flut und in der zweiten Hälfte eine Balladenflut.
    Durch die Startplätze sehe ich meine Prognose nochmal gestärkt, dass Schweden, UK und Italien um den Sieg kämpfen werden.

  9. Vielleicht ging es auch um die Requesiten. Die Ukraine kann alles selbst von der Bühne tragen. Dann ist mehr Zeit für das Einrichten von Maliks Musikstudio 😉

  10. Gleich mal zum Anfang:Sollte Italia wieder gewinnen was ja nicht abwegig wäre,und den ESC auch 2023 ausrichten mag,dann bitte mit ner anderen Moderatorin,die is mir irgendwie unsympathisch.Hier meine Favoriten: 1.Ukraine 2.Italia 3.Niederlande 4.Norwegen 5.Griechenland 6.Schweden 7.GB 8.Finnland 9.Spanien 10Moldau.

    ,

  11. Die Moderatorin ist doch typisch Italien. Typischer geht’s nicht. Finde ich iwie gut. Die Startreihenfolge ist natürlich wie immer der reinste Unsinn. Wenn man die Begründungen hören/lesen könnte würd man sich mit Sicherheit sanft lächelnd an die Birne ticken und den Kopf schütteln. Losen wäre auf jeden Fall gerechter. Mit der Voraussetzung wer in einem Jahr in der ersten Hälfte war hat bei der nächsten erfolgreichen Quali Anspruch auf die zweite Hälfte..

    • Ich fände Auslosen auch besser. Da kann dann wenigstens keiner meckern. Und sollte es tatsächlich passieren, dass alle Balladen in der einen und alle schnellen Sachen in der anderen Hälfte starten, dann isses halt so. Es wäre nur unwahrscheinlich und man könnte sich „sanft lächelnd an die Birne ticken und den Kopf schütteln“.
      Danke für diese Formulierung.

  12. Für mich sind Startreihenfolge sowie Startplatz völlig irrelevant. Ich genieße die Show von Anfang bis Ende und rufe für den Song an, der mich am meisten beruhrt, dann evtl. noch für ein zwei weitere aus den unterschiedlichsten Gründen. Das Land wofür die meisten anrufen gewinnt, wenn nicht die Jurys es verhindern. Fertig.

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