
Die Nachrichten um den Eurovision Song Contest 2027 reißen aktuell nicht ab. Nein, das ist kein Tippfehler. Nachdem erst vorgestern bekannt wurde, dass sich der armenische Rundfunk bereits mit Patrick Fiori in Gesprächen zu einer möglichen Teilnahme im übernächsten Jahr befindet, zieht jetzt auch Nordmazedonien nach. Spätestens 2027 soll das Land wieder Teil der ESC-Familie werden. Doch auch ein Comeback bereits im nächsten Jahr scheint immer noch nicht vom Tisch zu sein…
Wird es nächstes Jahr in Wien ESC-Rückkehrende geben? Durch die unklare Situation rund um Israel könnten einige Traditionsländer abspringen. Stattdessen wäre es theoretisch möglich, dass andere Nationen „einspringen“ und 2026 ihr Comeback feiern. Einer dieser möglichen Kandidaten ist weiterhin Nordmazedonien. Wie bereits berichtet, zeigte sich das Land zuletzt offen bezüglich der Rückkehr und wollte die Option prüfen.
Auch beim anschließenden Meeting des MRT-Senderrats wurde der Wunsch der Bevölkerung nach einer ESC-Rückkehr erneut thematisiert. Dafür sei laut dem MRT-Programmchef Davor Pašoski jedoch zunächst eine gut durchdachte Strategie nötig, mit der ein ESC-Beitrag gewählt werden kann und wodurch die Regierung ein höheres Budget zur Verfügung stellt. Auch wenn eine Rückkehr im nächsten Jahr weiter nicht ausgeschlossen sei, hält Pašoski das ESC-Comeback erst 2027 für wahrscheinlich.
Doch gestern dann ein erneuter Hoffnungsschimmer für eine Rückkehr Nordmazedoniens in Wien: Es wurde bekannt, dass der Sänger Bobi Andonov zum letzten Meeting des Senderrats am 10. Oktober eingeladen wurde. Dabei soll er MRT angeboten haben, seine potenzielle ESC-Reise nach Wien komplett selbst zu finanzieren. Die Teilnahme für Nordmazedonien würde somit keinerlei Kosten für den Sender erfordern. Laut Bobi soll der Senderrat diesem Plan aber nicht zugestimmt haben, wie er unter einem Instagram-Post erklärt:
„Der Eurovision Song Contest 2026 wäre fantastisch gewesen, aber nach einem Gespräch mit MRT scheint alles auf 2027 zuzusteuern – und ehrlich gesagt fühlt es sich richtig an. Das gibt mir Zeit, die ESC-Teilnahme richtig zu planen und unvergesslich zu machen.“
Fanmedien verkündeten daraufhin bereits, dass Nordmazedonien somit 2026 definitiv raus sei. Doch als würde das Hin und Her nicht schon lang genug anhalten, ist das 2026-Comeback laut Bobi Andonov nun doch noch nicht so ganz vom Tisch. Unter seinem eigenen Kommentar auf Instagram schreibt der Sänger gestern Abend folgende Worte: „Es könnte noch eine Chance für 2026 geben 🙏“
Nordmazedonien hält also zweifellos am ESC fest und der Rundfunk MRT scheint sich eine Rückkehr tatsächlich zu wünschen. Inwiefern es mit Bobi Andonov klappt und ab wann das Land wirklich wieder auf der ESC-Bühne präsent sein wird, scheint weiter nicht ganz klar zu sein. Die letzte Teilnahme Nordmazedoniens war 2022 in Turin, als Andrea mit „Circles“ den 11. Platz im Halbfinale erreichte (siehe unten).
Was denkst Du? Wird Nordmazedonien schon nächstes Jahr wieder am ESC teilnehmen oder sind die Ambitionen von Bobi Andonov nicht ernst zu nehmen? Lass uns gerne Deine Meinung da.
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