
Stefan Raab feiert am heutigen Samstagabend mit „DER CLARK FINAL FIGHT“ nach fast zehn Jahren TV-Abstinenz sein großes Comeback. Zum dritten Mal nach 2001 und 2007 kämpft der mittlerweile 57-jährige Entertainer dann gegen die ehemalige Box-Weltmeisterin Regina Halmich. Übertragen wird das TV-Event ab 20:15 Uhr aus dem ausverkauften Düsseldorfer PSD Bank Dome auf RTL und RTL+. Für ESC-Fans stellt sich vor allem die Frage: Gibt es in der Sendung heute Abend mehr ESC-Bezug als die Tatsache, dass Stefan Raab sein Comeback ausgerechnet in der Stadt feiert, in der er 2011 den Eurovision Song Contest moderiert hat? Bekommen wir vielleicht sogar endlich erste Informationen zur deutschen ESC-Vorentscheidung 2025?
Die Chancen darauf stehen nicht schlecht: Die Sendung „DER CLARK FINAL FIGHT“ ist auf drei Stunden angesetzt; im Anschluss gibt es noch ein „Exclusiv spezial“ mit Frauke Ludowig. Die Netto-Zeit von Stefan Raab und Regina Halmich im Boxring dürfte sehr viel geringer sein. Was in den restlichen Stunden passiert – unklar und ein gut gehütetes Geheimnis. Deshalb spekulierte beispielsweise auch schon das regelmäßig gut informierte Branchenmagazin DWDL, dass es im Laufe des Abends auch weitere Informationen dazu geben könnte, welche weiteren Formate im Rahmen der neuen Zusammenarbeit zwischen RTL und Stefan Raabs Produktionsfirma Raab Entertainment geplant sind. Der Vertrag soll immerhin ein Produktionsvolumen von 90 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren garantieren.
An dieser Stelle kommt dann auch die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2025 ins Spiel. Bekanntlich hat Stefan Raab eine Idee ausgearbeitet, nach der „Das deutsche Finale 2025“ – oder wie auch immer der Vorentscheid im kommenden Jahr heißen wird – aus mehreren eigenständigen Vorrunden bzw. Halbfinalen bestehen soll. Jede Vorrunde soll auf einem anderen Sender zu sehen sein und eine davon eben auch bei RTL. Damit würde dann auch der ESC-Vorentscheid Teil der Zusammenarbeit von Raab Entertainment und RTL werden.
Bislang ist nicht bekannt, ob die Zusammenarbeit von Raab Entertainment, ARD, NDR, RTL und möglicherweise weiteren Sendern für die ESC-Mission 2025 überhaupt zustande kommt. Auffällig ist aber schon, wie lange die NDR-interne Entscheidungsfindung auch in diesem Jahr wieder dauert. Hätten die Entscheidungsträger – namentlich ARD-Unterhaltungskoordinator Frank Beckmann und ESC-Teamchef Andreas Gerling – sich nach dem 12. Platz von ISAAK für eine Fortsetzung des bisherigen Auswahlverfahrens entschieden, wäre das Thema sicherlich schon durch und auch kommuniziert worden. Immerhin dürfte seit dem letzten Jahr bekannt sein, dass eine Bewerbungsphase Zeit braucht.
Die lange Funkstille dürfte also ein Zeichen dafür sein, dass eine grundsätzliche Überarbeitung des Auswahlverfahrens zumindest zur Debatte steht. Die raab’sche Lösung dürfte darüber hinaus viel Vermittlungsarbeit und Papierkram zwischen den verschiedenen Beteiligten notwendig machen. Ganz abwegig ist es also nicht, dass an einer solchen Zusammenarbeit gearbeitet wird oder wurde. Und wer weiß, vielleicht sind mittlerweile alle Verträge unterschrieben und es gibt heute Abend schon erste Informationen dazu. Wir werden die Entwicklungen hier auf ESC kompakt auf jeden Fall für Euch im Auge behalten.
Was glaubt Ihr, wird der NDR Raab Entertainment für die deutsche ESC-Vorentscheidung 2025 engagieren? Und bekommen wir heute Abend schon die ersten Informationen zum Stand der Planungen? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.
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