Welcome Home: Diese Inspirationen und Ideen stecken hinter dem Design-Konzept „Listening“ und der Bühne für den ESC 2025

Bild: Instagram @eurovision

Seit gestern ist das visuelle und auditive Erscheinungsbild des Eurovision Song Contest 2025 bekannt. Vorgestellt wurde es während einer Pressekonferenz, die wir für Euch in einem Live-Blog verfolgt haben. In diesem Artikel wollen wir Euch noch einmal detailliert das Visual- und Audio-Branding sowie das Bühnendesign vorstellen und darauf schauen, was die verantwortlichen Designer über ihre Arbeit sagen.

Die Pressekonferenz fand gestern um 15 Uhr live in Basel statt und wurde auf YouTube übertragen. Zunächst haben Conradin Cramer, Regierungspräsident der Gastgeberstadt Basel, und die beiden Executive Producer Moritz Stadler und Reto Peritz ein paar Worte über ihre Arbeit der letzten Monate verloren. Es gab außerdem Informationen zum Ticketing. Alle Informationen rund um den Ticketverkauf findet Ihr hier. Ein großer Bestandteil der Pressekonferenz war die Vorstellung des künstlerischen Konzepts für den ESC 2025. Dazu waren der künstlerische Leiter Artur Deyneuve und Bühnendesigner Florian Wieder zur Pressekonferenz geladen. Sie haben über ihre Vorgehensweisen, Ideen und Inspirationen gesprochen.

Nach 16 Minuten und 16 Sekunden war es gestern soweit – die große Enthüllung stand an. Das Branding für den Eurovision Song Contest 2025 wurde vorgestellt. „Switzerland – The birthplace of Eurovision Song Contest.“ Das sind die Worte, mit denen das Video beginnt, in welchem das visuelle und auditive Erscheinungsbild, sowie das Bühnendesign des ESC 2025 präsentiert wurde. Aus diesem Satz leitet sich auch das übergeordnete Motto ab: „Welcome Home“.

„In 2025 we proudly welcome the Eurovision-Family back to our home – a place of warmth and belonging. A magical space, where listening brings us closer. And through listening, we believe we can create greater love. A love held in Eurovisions Heart.“

Visuelles Erscheinungsbild

Diese Worte beschreiben die Idee, die hinter dem visuellen Design von Artur Deyneuve steckt. Inspiriert wurde der Art Director von der direkten Demokratie in der Schweiz. Mit der direkten Demokratie seien das Zuhören und der Dialog verbunden. Deshalb wählte Deyneuve das Thema „Zuhören“ als zentrales Leitmotiv des gesamten Branding-Konzepts. Der Name für das Konzept ist „Unity Shapes Love“. Deneuve selbst sagt dazu: „Wenn wir einander zuhören, finden wir Liebe.“

Das daraus entstandene Design ist immer wieder in dem Video zu sehen. Es zeigt viele Eurovision-Herzen in verschiedenen Größen. Auf der offiziellen Seite zum Eurovision Song Contest wird die Idee hinter dem visuellen Design und die Verwendung des Eurovision-Herz erläutert. Das ikonische Eurovision-Herzsymbol steht demnach für Dialog, Einheit und die verbindende Kraft der Musik. Die pulsierenden Eurovision-Herzen seien daher zu einem Kernelement des Designs geworden und repräsentieren die Millionen von Menschen, die durch den Eurovision Song Contest vereint werden, um gemeinsam zuzuhören und zu feiern.

Dem Video ist zu vernehmen, dass es keine einheitliche Farbe gibt, wobei die Farbe „Rot“ oft der Ausgangspunkt ist, da das Herz im Eurovision-Logo durch die Schweiz-Flagge rot ist. So nutzt beispielsweise der Eurovision-Instagram-Account mittlerweile ein rotes Eurovision-Herz als Logo, das getreu dem Design-Konzept aus vielen kleinen Herzen besteht. Die Farben variieren in dem Video aber stetig und dynamisch. Von Gelb über Blau, Violett, Pink, Grün, Orange und Türkis ist alles dabei. Die Farbgebung erinnert ein wenig an die Farben aus diesem Jahr. Teilweise sind in den einzelnen Eurovision-Herzen noch Herzen eingebaut, sodass die Herzen zweifarbig sind. Zu sehen ist in dem Video auch eine Straßenbahn, die vollständig das Herz-Design trägt.

Auch in diesem Jahr gibt es kein neues Motto. So wie in den vergangenen beiden Jahren bleibt das Motto „United by Music“ bestehen.

Klangwelt

Zusätzlich ist in dem Video auch das auditive Design zu hören, das für den ESC in Basel von Deyneuve kreiert wurde. Auf der offiziellen ESC-Seite heißt es, dass die Audio-Identität, die den Eurovision Song Contest 2025 begleitet, Tradition und Moderne vereint. Sie basiert auf einem treibenden und kraftvollen Beat, der mit traditionellen Elementen verfeinert ist: Jodeln, dem markanten Klang eines Basler Trommelcorps sowie der unverwechselbaren Musik des Hackbretts und der Alphörner. Dazu sagt Deyneuve: „Wir haben einen mutigen, energiegeladenen Track geschaffen, der das Publikum mit seinen pulsierenden Beats und überraschenden musikalischen Effekten auf ein unvergessliches Erlebnis einstimmt.“

Der Schweizer Zeitung 20 Minuten hat Deyneuve seine Idee für den diesjährigen Sound genauer erklärt. Sein Ziel war es, die großen Aspekte zu vereinen, die die Schweizer Musik ausmachen. Dafür hat er das Jodeln mit Techno-Musik verbunden. Der Techno-Aspekt wurde berücksichtigt, da Zürich eine große Technoszene zu bieten hat. Sie zeichnet sich nicht zuletzt durch die Street Parade aus, die als größtes Techno-Event der Welt gilt.

Bühnendesign

Ab Minute 28 spricht Florian Wieder dann über das Design-Konzept für die ESC-Bühne. Das ist bereits das achte Mal, dass Florian Wieder mit dem Bühnendesign beauftragt wird. Schon in den Jahren 2011, 2012, 2015, 2017 und 2019 war er für das Bühnenkonzept verantwortlich. Über den Stagedesigner sagen die beiden Executive Producer Reto Peritz und Moritz Stadler: „Mit Florian Wieder haben wir einen Bühnenbildner an Bord, der ein kreativer Visionär ist und die Schweiz wie seine Westentasche kennt. Es ist ihm gelungen, eine ‚Signature Stage‘ zu erschaffen, die für immer mit dem Eurovision Song Contest in der Schweiz verbunden sein wird.“

Grundsätzlich ist die Bühne von der Schweizer Bergwelt und Vielfalt inspiriert. Wieders Ziel war es, „ein revolutionäres Bühnenkonzept zu schaffen – ein ganzheitliches Erlebnis, wie wir es beim Eurovision Song Contest noch nie gesehen haben. Dank des immersiven Bühnenlayouts wird das Publikum Teil von Eurovision wie noch nie zuvor.“ Wieder erklärt auf der Pressekonferenz, dass die offensichtliche Verbindung der Bühne zu dem Land Schweiz die abgebildeten Berge sind, die zu der Identität der Schweiz gehören. Etwas abstrakter dagegen ist die Darstellung der vier Sprachen, die in der Schweiz gesprochen werden – Italienisch, Deutsch, Rätoromanisch und Französisch. Diese werden durch einen Rahmen bzw. eine Box repräsentiert, die vier Seiten hat und sich in der Mitte des Raumes befindet. Dieser Rahmen ist der vorderste Teil der Bühne und befindet sich inmitten der Zuschauer*innen. Das soll eine starke Bindung der Acts zu den Zuschauer*innen ermöglichen, die auch im TV spürbar werden soll.

Schließlich geht Florian Wieder auf ein Element ein, dass sich an der 1903 eingeführten und in der Schweiz erfundenen einheitlichen Kartenprojektion, dem so genannten „Swiss Grid“ orientiert. Das Swiss Grid wurde hier als Inspirationsquelle für eine dreidimensionale LED-Struktur verwendet. Diese Struktur bezeichnet der Bühnendesigner als Schweizer Taschenmesser, weil sie so viele unterschiedliche Dinge kann. Generell ist das Design sehr aktiv und technisch eher komplex. Die Bühne hat viele Tools und Funktionen, die noch nicht direkt sichtbar sind und die die 38 unterschiedlichen Performances individualisieren. Sie besteht aus dem LED-Grid, einem LED-Screen und aus den Bergen, auf denen Projektionen abgebildet werden sollen. Außerdem beinhaltet die Bühne dreidimensionale Bestandteile und bewegbare Einheiten.

Bild: Instagram @eurovision
Bild: Instagram @eurovision
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Was sagt Ihr zum Thema „Zuhören“ als zentrales Leitmotiv? Wie gefällt Euch das Bühnendesign? Was sagt Ihr zu den Bergen und dem großen Rahmen im Zuschauerbereich? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.



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35 Comments
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Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Danke, dass du uns das alles noch mal zusammengefasst hast, liebe Giulia.🙂

Finde, das klingt doch alles sehr vielversprechend und die Bilder sehen toll aus.👍

rainer1
rainer1
1 Jahr zuvor

Ich würde mir soviel swissness wie möglich wünschen, mehr national statt international, gerne auch mit richtig heimischen klängen wie jodeln und juchzen, alphorn und zitter. Als intervall-acts gerne basler: anna rossinelli und die lovebugs, im final vermute ich dass nemo sicher mit einem grandiosen act auftreten wird.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  rainer1

Einen Zitherspieler wie in einer Schweizer Berghütte wünsche ich mir auch als Intervall-Act. Genial würde ich es finden, wenn dieser Zitherspieler den Schweizer ESC-Song aus dem Jahr 1981 von Peter, Sue and Marc „Io senza te“ performen würde.

Genaus wünsche ich mir auch als Opening-Act Nemo im Duett mit Céline Dion, in einem gemeinsamen Song, der mir „Ne partez pas sans moi“ beginnt und übergeht zu „The code“.

Thilo mit Bobby
Mitglied
Thilo mit Bobby
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986
Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

😍😍😍 – Die Schweiz hat so herrliche Klassiker hervorgebracht.😊

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor

Das war mal ein Jahr, in dem sowohl D als auch CH ganz tolle Beiträge hatten.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Neben Joy Fleming’s „Ein Lied kann eine Brücke sein“ ist Lena Valaitis‘ ESC-Song „Johnny Blue“ nach meiner Ansicht der beste deutsche ESC-Beitrag ever.

Last edited 1 Jahr zuvor by Timo1986
4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Die beiden und Taken by a stranger.

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Johnny Blue ist bei auch weit vorne. Meine Nummer 1 ist aber Mary Roos. 🥰

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

Welcher Song?

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor

Aufrecht gehn ist ein Tick weiter vor die Nur die Liebe lässt uns leben. Finde aber beide Songs gut von ihr. Bin sogar schon mit der Fähre Mary Roos gefahren. 🙂

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

Ich finde Aufrecht geh‘n auch besser, ev meine 4. ich hab nie verstanden, dass Leute sagten, dass es so (relativ) schlecht abgeschnitten hatte, weil sie emotional so durch war- das passte ja gerade zum Text. Ich glaub eher, das Kleid war das Problem tolle Farbe Gürtel Diana Ross aber Mary sah darin aus wie ein Gespenst.

Jürgen Kunz
Jürgen Kunz
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Die Zither ist kein traditionelles Instrument der Schweiz. Im Alpenraum gibt es sie nur in Bayern und Österreich. Auch der Jodel oder Juchz,Zäuerli (schweizerisch) unterscheidetet sich zu Österreich und Bayern: enthält nur die Laute u und o .Die Vokale a und e fehlen ganz

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Das Bühnenbild ist super geworden und der Greenroom ist – wie auch in Malmö in diesem Jahr – in der Arena. Ich bin mal gespannt, ob das Bühnenbild für Sanremo mithalten kann.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

„Ich bin mal gespannt, ob das Bühnenbild für Sanremo mithalten kann.“

Daran zweifelst du jetzt hoffentlich nicht wirklich. 😀

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

San Remo ist hit and miss finde ich. Manchmal ist es zu verkitscht und vollgestopft, andere Male sehr stylisch. Ich finde, sie haben es 2021 sehr gut hinbekommen, da waren kaum Leute aber es wirkte sehr 3-D und halt nicht wie eine Corona-Show. Das hatte RAI wesentlich besser hinbekommen als SVT.

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor

Das Motto ist zuhören? Also Bambie und Joost sind nicht eingeladen?
Das klingt doch vielversprechend. Man hört natürlich die Texter der Agentur, aber sie haben sich offensichtlich Gedanken gemacht und Reto & Team werden die Orga super machen. Hopp Schwyz!

Danya | דניה | 🎗️
Mitglied
Danya | דניה | 🎗️
1 Jahr zuvor

Das Bühnendesign sieht meiner Meinung nach echt vielversprechend aus. Ich bin gespannt, wie das dann im Mai wirklich aussehen wird.

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor

Fun fact über die Schweiz: Otter galten seit den 80ern als ausgestorben in der Schweiz, aber seit 2009 haben sich mehrere Populationen entwickelt, hauptsächlich aus Frankreich und Österreich (unsere kommen meistens aus Polen).
Otter leben in 144 Ländern, sind damit nach Füchsen (alle Länder) eine der am weitest verbreiteten Tierarten. Die größten Populationen sind in den USA, Orkland und – natürlich der Ukraine.

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

… so große Populationen, dass sie dort sogar das passive Wahlrecht haben.

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Das ist ja eine Otterstrophe. 😱😱😱

4porcelli - Help the 🦦 save his people United 24
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1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

In der Ukraine sogar das aktive. Ist bei denen natürlich gerade quasi 1- Parteien-Staat. Was ist eigentlich aus Yulia Timoshenko geworden?

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Die hatte ich noch vor Monaten im Interview gesehen, war aber auch Regierungschefin, keine Präsidentin.

Last edited 1 Jahr zuvor by Jorge
Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor

Steht vielleicht schon irgendwo, aber stellen die Berge im Bühnenbild bestimmte reale oder nur fiktive Berge dar?

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Wenn die Nebel benutzen, steht das dann für wolkenverhangende Berge? 🤔🤔🤔

Da bekomme ich ja Dachsteinvibes. 🫣🫣🫣

Jorge
Jorge
1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

Man muss ja vorsichtig sein, falls mit so einer Frage das Schweizer Nationalgefühl von irgendwem gekränkt wird.

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Jorge

Stimmt. Wobei der Dachstein ja in Österreich ist. Also trifft das nur für Österreich zu. 🙃

Last edited 1 Jahr zuvor by Malge1985
Geri
Geri
1 Jahr zuvor

Schaut alles sehr vielversprechend aus
Jetzt muss nur noch die Technik klappen..

Waterloo
Waterloo
1 Jahr zuvor

Super! Florian Wieder kann’s einfach. Ich vermisse nur noch die Schokki!

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor

Das gefällt mir – sehr edel und die Berge finde ich grandios. Richtig toll!

Den Rahmen mag ich auch – hoffentlich fällt aus dem Niemand heraus.

„Hör‘ den Kindern einfach zu… lalala“ – zuhören ist gut und wichtig; bedeutet das, dass in den Intervall-Acts wieder mehr Wert auf Audio als auf Video gelegt wird.
Das wünschte ich mir. Fein! Den Teilnehmerbeiträgen können sie ja nichts vorschreiben, aber vielleicht werden die jeweiligen Beitragsdesigner dazu animiert, etwas weniger Show und etwas mehr Musik zu betreiben. 🙂

Und es läuft für mich tatsächlich für D auf Takeo Ischi hinaus. 😉

funtasticc
Mitglied
funtasticc
1 Jahr zuvor

Die Bühne sieht ja wirklich schick aus, das muss ich zugeben… auch wenn sie wieder überdimensional ist und bestimmt einen Haufen Geld kostet, der sich in den Senderkosten und Eintrittsgebühren für die Live-Shows wiederspiegelt.

Ich bezweifele, dass die Acts selbst für ihre Performance eine so große Bühne mit all dem technischen Schnickschnack brauchen, der wiederum vom Song ablenkt oder sogar ablenken soll. Zudem bringen sich inzwischen die meisten Künstler ja ihr eigenes Staging mit, angefangen vom schwedischen Toaster oder Lichtwänden über die Schweizer Drehscheibe bis zu den Boxen mit versifften englischen Duschräumen oder finnischen Europaletten-Kisten. Und auch hier findet eine eher unbemerkte Wettbewerbsverzerrung statt, denn viele kleinere Länder haben nicht die finanzielle Möglichkeit, sich so ein zusätzliches und aufwändiges Staging leisten zu können.

Dann noch zum Motto. Es gibt keine neuen Mottos mehr? Nur noch „United by Music“?
Ganz davon abgesehen, dass es nicht mehr stimmt, sondern nur noch ein Wunschdenken der EBU ausdrückt, lese ich hier plötzlich was von „Unity Shapes Love“ und „Zuhören“. Jetzt werden einfach die einzelnen Bereiche tituliert… die Bühne hat ja schon das Schweizer Klappmesser.
Vermutlich tragen die Moderatoren auch Klamotten like „Inspired by Mountains“ oder die Openair-Arena das Motto „Come together with Schoggi“.

Albern und unnütz. Inzwischen kann ich verstehen, dass viele Länder den Contest gar nicht mehr gewinnen wollen. Ich möchte der EBU wirklich nur noch „Weniger, weniger, weniger“ zurufen. Die ÖRR aller teilnehmenden Länder klagen übers Sparen und veranstalten dann so ein Bohei. Das widerspricht sich und macht das ganze unglaubwürdig. Das ist nur meine typisch deutsche Meckerei, aber auch nur meine Meinung.

Teufelchen
Teufelchen
1 Jahr zuvor
Reply to  funtasticc

Warte es doch einfach ab. Bin echt gespannt und mir gefällts bis hier her.

Rusty
Mitglied
Rusty
1 Jahr zuvor

Zuhören als zentrales Leitmotiv finde ich gut. Denn Zuhören haben sehr viele Menschen verlernt.
Die Melodie bzw. den Klang der Untermalung finde ich mitreißend und modern, kann ich mir schon sehr gut vorstellen, dass das gut ankommt. Und das Bühnendesign mag ich auch schon jetzt und freue mich darauf, wenn ich es hoffentlich in Basel live erleben darf. 🙂

JoBi
JoBi
1 Jahr zuvor

Finde die Bühne sieht mega aus.