
Die EBU hat heute grundlegende Regeländerungen im Votingsystem des Eurovision Song Contest 2026 bekannt gegeben. Unter anderem kehren die Jurys in den Halbfinals zurück, die Anzahl der Jurymitglieder wird erhöht und die Zahl der Televotingstimmen gesenkt.
Nach dem Eurovision Song Contest 2025 hatte es einige Kritik am bisher bestehenden Votingsystem gegeben. Insbesondere eine Werbekampagne in den Sozialen Medien für den israelischen Beitrag und ein Powervoting für „New Day Will Rise“ sorgte für Unmut bei einigen teilnehmenden Rundfunkanstalten. Daraufhin wurde von der EBU ein unabhängiger Berater eingesetzt, der in Zusammenarbeit mit den teilnehmenden Sendern und anderen Eventveranstaltern Vorschläge zur Verbesserung und Stärkung des Votingsystems erarbeitete, wie Martin Green, der Generaldirektor des ESC, in einem offenen Brief Ende Mai bereits angekündigt hatte.
„Wir haben zugehört und gehandelt“, sagte Green jetzt und erklärte in einem heute veröffentlichten, weiteren offenen Brief:
„Ich möchte Ihnen darlegen, wie wir unsere Versprechen umgesetzt haben. Dabei haben wir uns vom Feedback unserer Mitglieder, aber auch von Euren Bedenken und Eurem unerschütterlichen Glauben an die Werte des Eurovision Song Contest leiten lassen. Eine der deutlichsten Rückmeldungen war der Wunsch, das Vertrauen in die Fairness des Wettbewerbs zu stärken, damit er ein neutraler Ort bleibt, an dem Musik und ihre verbindende Kraft gefeiert werden. Daraufhin haben wir die umfassendste Überprüfung unseres Abstimmungsverfahrens der letzten Jahre durchgeführt und uns intensiv mit den Delegationsleitern und zahlreichen Generaldirektoren der teilnehmenden Sender beraten. Das Ergebnis ist eine Reihe wichtiger Änderungen für 2026, die Transparenz, Verantwortlichkeit und Neutralität stärken.“
Außerdem sagte Green:
„Die Neutralität und Integrität des Eurovision Song Contest sind für die EBU, ihre Mitglieder und unser gesamtes Publikum von höchster Bedeutung. Es ist unerlässlich, dass die Fairness des Wettbewerbs jederzeit gewahrt bleibt. Wir ergreifen klare und entschlossene Maßnahmen, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb ein Fest der Musik und der Einheit bleibt. Der Wettbewerb soll ein neutraler Raum bleiben und darf nicht instrumentalisiert werden.
Zusätzlich zu den heute angekündigten Änderungen werden wir die Durchsetzung unserer bestehenden Regeln verstärken, um jeglichen Missbrauch des Wettbewerbs, beispielsweise durch Songtexte oder die Inszenierung, zu verhindern. Wir werden eng mit unseren Mitgliedern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Regeln und Werte, die den Song Contest definieren, vollständig verstehen und auch für deren Einhaltung verantwortlich sind.“
Das sind die geplanten Regeländerungen im Detail:
Die Anzahl der Televotes wird von bisher 20 Stimmen auf 10 Stimmen pro Zahlart (SMS, Telefonanruf, Onlinevote mit Kreditkarte) gesenkt. Außerdem werden Fans „aktiv dazu ermutigt, ihre Unterstützung über mehrere Beiträge hinweg zu zeigen.“ Was genau sich die EBU darunter vorstellt, wurde nicht spezifiziert.
Außerdem gibt es Veränderungen im Juryvoting. Zum einen werden wieder Jurys in den Halbfinals abstimmen. Das reine Televoting der Jahre 2023 bis 2025 wird also wieder abgeschafft und man kehrt zu einem ähnlichen Verfahren wie in den Jahren 2009 bis 2022 zurück, in denen Jurys und Televoter jeweils die Hälfte der Punkte vergeben haben. Durch das „Rest of the World“-Voting, das ein weiteres Set 12 Punkte vergibt, wird das genaue Stimmverhältnis Televote zu Juryvote allerdings nicht 50% zu 50%, sondern 50,7% zu 49,3% sein.
Diese Änderung soll für ein besseres musikalisches Gleichgewicht und eine größere Vielfalt an Beiträgen, die sich für das große Finale qualifizieren, sorgen und sicherstellen, dass qualitativ hochwertige Beiträge mit großem künstlerischem Anspruch neben solchen mit Publikumsappeal Beachtung finden.
Außerdem wird die Anzahl der Jurymitglieder auf sieben Personen erhöht. Bisher waren die Jurys fünfköpfig. Zudem wird das Spektrum der möglichen Berufsfelder der Jurymitglieder erweitert und umfasst nun auch Musikjournalisten und Musikkritiker, Musiklehrer, Kreativschaffende wie Choreografen und für Inszenierungen verantwortliche Bühnenregisseure sowie erfahrene Persönlichkeiten der Musikbranche.
Um den Wettbewerb auch für ein jüngeres Publikum attraktiver zu gestalten, müssen außerdem künftig mindestens zwei Juroren im Alter von 18 bis 25 Jahren Teil jeder Länderjury sein.
Alle Juroren müssen zudem eine formelle Erklärung unterzeichnen, in der sie bestätigen, unabhängig und unparteiisch abzustimmen, sich vor dem Wettbewerb nicht mit anderen Juroren abzusprechen und ihre Social-Media-Aktivitäten verantwortungsvoll zu gestalten, d.h. ihre Präferenzen nicht vor Wettbewerbsende online zu teilen.
Und schließlich sollen auch die technischen Sicherheitsmechanismen, welche das Televoting kontrollieren, verbessert werden. Die EBU wird weiterhin eng mit Once Germany GmbH zusammenarbeiten, um die fortschrittlichen Sicherheitssysteme des Wettbewerbs auszubauen. Ziel ist es, betrügerische oder koordinierte Abstimmungsaktivitäten zu erkennen und zu verhindern sowie die Überwachung verdächtiger Muster zu verstärken und so das Vertrauen in die Ergebnisse der Publikumsabstimmung zu erhalten.
Neben den Änderungen beim Votingverfahren selbst gibt es zukünftig auch strengere Regeln bezüglich Werbung und Promotion. Der Verhaltenskodex des ESC, an den sich alle teilnehmenden Sender halten müssen, wird verschärft, um den Wettbewerb noch besser vor unlauteren Einflussnahmeversuchen zu schützen.
Die aktualisierten Richtlinien erlauben eine angemessene Promotion von Künstler*innen und ihren Liedern, die ein wesentlicher Bestandteil der professionellen Musikbranche ist, „raten aber von unverhältnismäßigen Werbekampagnen ab … insbesondere wenn diese von Dritten, einschließlich Regierungen oder Regierungsbehörden, durchgeführt oder unterstützt werden.“
Teilnehmenden Sendern und Künstler*innen ist es nicht gestattet, sich aktiv an Werbekampagnen Dritter, die das Abstimmungsergebnis beeinflussen könnten, zu beteiligen oder diese zu fördern bzw. zu ihnen beizutragen. Im aktualisierten Verhaltenskodex wird dargelegt, dass alle Versuche, die Ergebnisse unzulässig zu beeinflussen, mit Sanktionen geahndet werden.
Alle Neuerungen wurden von der Reference Groupe genehmigt.
Die EBU hofft mit den Änderungen Fans und teilnehmende Sender zufrieden zu stellen. Martin Green schreibt in seinem offenen Brief:
„Ich hoffe sehr, dass dieses umfassende Maßnahmenpaket Künstler*innen, Sendern und Fans gleichermaßen Sicherheit geben. Ich hoffe, es respektiert und stärkt die Werte des Wettbewerbs. Vor allem aber hoffe ich, dass es dem Wettbewerb ermöglicht, die mitunter schwierige Welt, in der wir leben, anzuerkennen und gleichzeitig Versuchen zu widerstehen, unsere Bühne zu einem Schauplatz geopolitischer Spaltung zu machen.
Regierungen nehmen nicht am Eurovision Song Contest teil, sondern Künstler*innen. Künstler*innen, die von öffentlich-rechtlichen Sendern unterstützt werden, welche nicht für die Entscheidungen und Handlungen ihrer Regierungen verantwortlich sind. Künstler*innen haben all jenen, die uns spalten wollen, immer wieder gezeigt, dass eine andere Welt möglich ist. Der Eurovision Song Contest wird ihnen auch weiterhin eine Plattform dafür bieten.“
Die Mitglieder, die sich Anfang Dezember auf der Generalversammlung der EBU treffen, werden gebeten, dieses Maßnahmenpaket zu prüfen und zu entscheiden, ob es ihre Bedenken hinsichtlich der Teilnahme ausräumen kann. Im Anschluss an die Generalversammlung wird die EBU mit den Mitgliedern klären, wer am Wettbewerb im nächsten Jahr teilnimmt. Die vollständige Liste der teilnehmenden Länder soll dann vor Weihnachten veröffentlicht werden.
Was sagst Du zu den Regeländerungen? Sind sie sinnvoll und können sie das Ergebnis des ESC fairer gestalten? Oder hätte es weitere oder anderen Verbesserungen geben sollen? Diskutiere gerne in den Kommentaren.
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Das sind hervorragende Neuigkeiten und mal gespannt, wie Spanien und Konsorten darauf reagieren werden!
Sicher positiv, weil somit solche Werbecampagnen wie die von Israel nicht mehr möglich sein werden
Was hat das mit „Spanien & Konsorten“ zu tun? Nutzt du „Konsorten“ hier im Kontext als Schimpfwort oder einfach nur raushauen?
Konsorten bzw. Konsortium ist kein Schimpfwort, sondern die Bezeichnung eines vorübergehenden Zusammenschlusses von Gruppen zur gemeinsamen Durchführung eines größeren Vorhabens.
Sorry, ich weiß nicht wo Du herkommst, aber in D wird Konsorten allgemein als negativer Begriff a la “und Clique” benutzt.
Ich finde das überhaupt nicht gut – wir wissen alle, dass Jurys absolut nicht die Musik präferieren, die das Publikum gut findet.
Wenn das ein Kriterium wäre (dass Jurys die Musik präferieren, die das Publikum gut findet) bräuchte man keine Jurys. Die Jurys gibt es ja eben deshalb als Korrektiv.
Korrektiv von belanglos zu belangloser?
Als Korrektiv zu Brot backenden Omas, für die niemand der Musik wegen angerufen hat.
„für die niemand der Musik wegen angerufen hat“
da musst du nicht auf einen 13 jahre alten beitrag verweisen, das hatten wir auch in den letzten jahren zu genüge.
Stimmt.
Ich habe das ganz wertfrei formuliert.
So ist es – reines Televoting wie von 1999-2008 hat leider dem Ruf des ESC nicht sonderlich gut getan.
Und das ist sehr gut, wenn man an den schlechten Geschmack des Publikums denkt…
Und der schlechte Geschmack der Jury spielt keine Rolle? Zudem sind Jurys immer käuflich. Ich habe da sehr wenig Vertrauen
Aha. Beispiele aus den letzten Jahren?
Die Jurys stimmen ja immer noch nicht nach Geschmack ab. Versteht es doch endlich.
Na ja, oftmals gab es einen Kompromiß zwischen beiden. Früher war ich froh, daß die Jury bestimmte Publikumslieblinge als Sieger verhindert hat (Il Volo, Sergej Lazarev, Keiino)..
In den letzten beiden Jahren war ich da mehr auf Seiten des Publikums – mit Nemo konnte ich wenig anfangen und JJ gehört für mich zu schlechtesten Siegeracts überhaupt. Man kann ja hoffen, daß es nächstes Jahr wieder mehr Einigkeit geben wird.
Das ist aber Ergebnis davon, dass Juries nicht in den Halbfinals waren
Es gibt weniger Juryfutter und dafür viel Publikumsfutter
Somit bekommen die wenigen Jurybeiträge die ganzen Jurypunkte und wir einen Jurygewinner der eigentlich kaum einholbar ist
Das stimmt wiederum auch wieder !
Na, Gottseidank!!! Ohne Jurys hätten wir noch mehr sinnfreien „lustigen“ Trash im Angebot.
Jurys von 5 auf 7 finde ich gut und dass sie zurück in den Semis sind auch.
Das Senken von 20 auf 10 Votes halte ich aber für wenig sinnvoll, weil die Relation ja dann trotzdem gleich bleibt bzw. bleiben kann. Ich hätte mir einen Umstieg von Telefon auf die App gewünscht und eine Abstimmung im ESC-Stil von 1 bis 12.
So ein Appvoting im ESC-Stil stelle ich mir richtig cool vor
Das würde bedeuten, dass sich Gruppen von Aktivisten sammeln könnten, um einzelne Beiträge mit 1-Punkt-Wertungen runterzuvoten.
Da ist mir das aktuelle System lieber, wo du nur einzelne Songs unterstützen, aber keinen abwerten kannst.
Auch 1 Punkt würde zum Erfolg eines Titels beitragen. Nur, wenn der Song sicher 10+ Punkte bekäme, würde das etwas bringen. Sonst wäre es effektiver, einfach fur andere Titel zu stimmen, weil es dann 0 Punkte gäbe
Ah, dann habe ich es jetzt verstanden. Ich dachte man könnte in deinem Gedankenspiel jedem Titel eine Bewertung geben, wie es wohl beim Mello möglich ist. Dann wird ein Schuh draus.
Passieren wird es natürlich so oder so nicht, da fast alle TV-Sender außerhalb von Deutschland die Voting-Einnahmen zur Mitfinanzierung der ESC-Kosten benötigen. Aber in der Theorie finde ich die Idee gut.
Ein Voting per App und 12 Punkte-Schema wäre was für Fans. Ich glaube aber nicht, dass Otto-Normalzuschauer 10 Beiträge nach einmaligem Hören in eine sinnvolle Reihenfolge bringen kann … wenn er sich überhaupt an 12 erinnert. Die meisten Zusacher sitzen ja nicht mit einer Liste vor dem Fernseher. Die notieren sich im besten Falle die Starnummern oder Ländernamen der Beiträge, die ihnen gefallen haben. Die meisten machen das wahrscheinlich eh erst beim Schnelldurchlauf.
Und welcher Otto-Normal-Zuschauer soll dann da abstimmen? Das wäre viel zu kompliziert für die meisten „ESC-Fußgänger“…
Dass ich das mal schreiben würde … Ich bin mit allem nicht nur einverstanden, sondern hocherfreut.
#musikprofessorenindiejuries
Ich schließe mich vollumfänglich an!
Wie ich schon schrieb: Beim dritten Punkt bin ich noch etwas skeptisch, ansonsten voll bei Dir.
„Die EBU kann Regeln ändern, Jurys einsetzen und Punkte-Limits einführen – trotzdem wird 2026 wieder jemand rumheulen. Das ändert sich nie.
Aber ich finde Änderungen absolut ok.
Allesammt gute Regeländerungen, die ohne den Druck der protestierenden Länder nicht zustande gekommen wären.
Ich kann nur sagen: Gottseidank sind die Jurys zurück im Semi.
Das sehe ich ganz genauso.
Auch wenn die Jurys manchmal komisch wählen, wie 2017.
Ich meine Blackbird und City Lights als Jurymitglied raus zu wählen, ist schon eine Farce gewesen.
Allerdings….
Wobei sich ja bis heute das Gerücht hält, dass Blanche ihren Jury-Auftritt im Semi damals total verhauen hat, was dann zu der schlechten Bewertung führte. Im Finale haben die Juroren Belgien dann ja auch deutlich besser bewertet.
Kunst kann man nicht „objektiv“ bewerten, niemals, und daher halte ich auch weiterhin nicht viel von Jurys. Man kann noch so aufgeschlossen gegenüber unterschiedlichen Genres sein, eine ordentliche Portion Voreingenommenheit wird in ausnahmslos jeder „Fachjury“ vorhanden sein, egal, aus wie vielen Leuten sie besteht und wie jung oder alt ihre Mitglieder sind. Daher braucht es sie, finde ich, im Halbfinale nicht. Mal schauen, welcher lustige, aber musikalisch „anspruchslose“ Beitrag 2026 aufgrund der Jurys im HF hängenbleibt und ob das der Show guttun wird.
Estland-Fan in Not!
Hauptsache ich kann noch 10x anrufen!
Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass Estland auch mit Juryvoting im Semi zumindest 2025 durchgekommen wäre. 1. Weil Tommy Cash ja schon durch das Televoting 113 Punkte hatte (darunter 10 Punkte aus San Marino) und das mit wenigen Ausnahmen zwischen 2016 und 2022 immer für das Finale gereicht hat. Dazu hat er ja im Finale bei den Jurys recht gut performt.
2024 ist ne gaaaanz andere Geschichte.
2025 war eh ein Jahr wo die Ergebnisse nicht so richtig Sinn gemacht haben bzw schwer zu erklären waren, was vieles angeht – ein Freund von mir meinte es war das 2011 der 20er und so seh ich’s auch
Deswegen hinterfrage ich die Ergebnisse von diesem Jahr gar nicht mehr
Tommy Cash wäre ganz sicher im Finale gewesen. In meiner Simulation wäre er wie im Televote auf Platz 5 der Jury gelandet.
2024 hätte es trotz der sehr schlechten Platzierung in der Jury auch gereicht. Aber ist nur meine Vermutung.
Du hast recht! Wenn Jurys im HF, hätte ich eine Gewichtung von 60:40 für das Publikum besser gefunden. Ich befürchte, die Jury Lieblinge gehen wieder ins Finale. Na ja.
Ich befürchte, die Jury Lieblinge gehen wieder ins Finale.
😊🤓🎻
🤷♂️
Es wären bestimmt dieses Jahr „spaßige“ Songs hängen geblieben. Aber halt nicht, die richtig guten wie Estland oder Schweden, sondern die okayen wie Malta, Island oder San Marino. Also diejenigen, die im Finale dann ohnehin weit hinten waren.
Natürlich war es so schon ganz schön, mehr „Farbtupfer“ im Finale zu haben, aber im Gesamtergebnis hat es halt v.a. den (wenigen) Jurykandidaten geholfen.
Klar kann man „Kunst“ objektiv bewerten, insbesondere Musik.
Je mehr „lustige“ Beiträge hängenbleiben, desto besser. Wer den ESC allerdings weiterhin als lächerliches Kuriositätenkabinett betrachtet sehen möchte, bei dem sowieso nur die Nachbarländer bepunktet werden, der soll nur wieder 100% Televoting fordern. Hatten wir schon, war nicht so geil.
„Lustigen“ Beiträge sprichst du also komplett die Kunst ab – Humor ist ein großes Werkzeug von Kunst, nur mal nebenbei
Kunst hat den Auftrag Menschen zu bewegen, zu unterhalten und verbinden – alles was Humor schafft
Ist für dich die Arbeit die die ganzen professionellen Comedians machen und somit tausende Menschen unterhalten keine Kunst?
Keine Kunst, die in einem Musikwettbewwrb etwas zu suchen hätte. Ganz einfach.
Ich finde, es ist einfach der falsche Ort und wertet die tatsächliche musikalische Kunst ab. Das kann mal ganz amüsant sein, allerdings bevorzuge ich dann doch richtige Musiker und Sänger/innen. Und jetzt? Sorry, dass ich eine Meinung habe.
Die Meinung darst auch gerne haben, ist halt trotzdem respektlos gegenüber manchen Künstler*innen, denen ihr Handwerk abzusprechen, nur weil sie die Priese Humor mit rein bringen
Vllt wird sich ja dann mal Ukraine und Israel nicht für das Finale qualifizieren
Ukraine safe. Die senden immerhin auf regelmäßiger Basis starke Songs. Israels Teilnahme ist jedoch noch ungewiss.
Meine 50 Cent zu dem Ganzen:
1. Jurys in den Semis
Richtig so. Habe das 2023-25-System nach Basel schon für tot erklärt. Ich sehe allerdings keine wirkliche Notwendigkeit darin, von 5 auf 7 Juroren pro Land aufzustocken. Der musikalische Hintergrund dieser Leute ist wesentlich wichtiger, damit Pop-Perfektion im Voting nicht allen davonläuft (wie 2023 gesehen). Und zusätzlich MÜSSEN, ich betone, MÜSSEN die Sender sicherstellen, dass vetrauenswürdige Personen in die Jurys reinkommen, damit die Korrpution eingedämmt wird.
2. Beschränkung von Werbekampagnen
Machen wir uns nichts vor! Das machen die nur wegen den Vorwürfen gegen Israel. An sich eine nachvollziehbare Änderung, so aber hat das Ganze ein Gschmäckle, wie wir Schwaben sagen würden (Anmerkung: Ich selbst bin kritischer Beobachter der israelischen Teilnahme, aber kein ideologischer Rumschreier bzw. versuche zumindest mein bestes, mich zu benehmen). Ich bin mal gespannt, was die EBU hier als Grauzone auslegt. Und meiner Ansicht nach haben die Proteste und Hasswellen gegen Israel mehr Werbung für deren Beitrag gemacht als das Astroturfing der israelischen Regierung.
3. Reduzierung der Stimmanzahl pro Votingmethode
Siehe den Großteil meiner Anmerkung zu Punkt 2. Leider ist mir das wiederum nicht ausgedacht genug. Neben der Reduzierung der Gesamtstimmen pro Methode sollte es auch verboten werden, alle 10 Stimmen in einen Beitrag reinzustecken. Da muss es doch ne technische Lösung für geben? Zumindest im App-Voting. Der Grundgedanke ist aber auch hier der richtige.
Fazit: Auf dem Papier klingt das alles gut, die Praxisumsetzung sehen wir halt erst im Mai.
wenn man das ernst meint damit, dass für mehr als 1 Beitrag gevotet werden soll, kann man das zB auch so umsetzen, dass man pro Beitrag max. 5x anrufen/voten/smsen darf – das kann man sehr wohl prüfen mit Rufnummer/IP etc.; somit muss man zumindest für 2 Beiträge abstimmen, kann aber 10 auch wählen
Na ja Kroatien hat 2024 für Baby Lasagna auch eine Werbekampagne gefahren. Außerdem ist diese Regel halt gut weil der ESC nicht zum US Wahlkampf werden soll (Mehr Geld bedeutet höhere Chancen auf den Sieg). Kleine Länder können sich teilweise nicht mal die Teilnahmegebühr leisten. Somit führt die Regel halt zu Chancengleichheit. Bzw. erhöht diese.
Ich stimme dir ja zu. Die Regel ist begrüßenswert. Man hätte aber schon Jahre zuvor darüber nachdenken können. Ist halt mal wieder die typische „Erst aus Krisen lernt man dazu“-Mentalität.
Das klingt insgesamt sehr schlüssig, insbesondere die Vergrößerung der Juries und deren Rückkehr in die Semis finde ich gut. Televotes von 20 auf 10 ist prinzipiell auch gut, wobei die Relationen dabei dann ja größtenteils erhalten bleiben; noch besser wäre eine Regelung in der man nur zB max 3 Stimmen für ein Land abgeben kann (nur 1 fände ich nicht sinnvoll, da man dann ja doch noch zwischen seinen Favoriten abstufen will).
Ich möchte für Italien anrufen dürfen so oft ich möchte. 😀
Basta ! 😀
Du darfst dir ja auch so viele Sim-Karten kaufen, wie du möchtest (so lange die Schufa da nichts gegen sagt natürlich.). 🙂
Übersetzung:
In den Semis dürfen via Juries wieder fröhlich Punkte getauscht werden … 🤮
Was das Publikum auch regelmäßig macht
Auch die dürften aus 2022 gelernt haben, dass das nicht so einfach ist wie gedacht.
Die Aussage macht ja so richtig keinen Sinn, denn als dies aufgefallen ist, wurde es ja direkt unterbunden.
Dass spanische Juroren ihren Job nicht richtig machen und da dann noch stolz drauf sind, dürfte ein viel größeres Problem sein.
Find‘ ich gut.👍
So „wesentlich“ sind die Änderungen ja eigentlich nicht. Da kursierten ja viel radikalere Ideen in der Bubble.
Finde die Schritte aber richtig und gut, gerade die Rückkehr der Jurys in den Halbfinals ist nur konsequent und wird sich positiv auf die Qualität des Finales auswirken.
Ob diese Maßnahmen aber ausreichend sind, um die Gemüter der vermeintlichen Boykotteure zu beruhigen, bezweifle ich doch stark. Ist mir an diesem Punkt aber auch egal. Wenn nicht, dann eben nicht.
Endlich setzt sich die deutsche duale Ausbildung auch beim ESC durch. Es werden zwei junge Juroren-Azubis pro Jahrgang ausgebildet.
Es hätte diese Änderungen nicht gebraucht. Aber wenn Arbeitsgruppen eingerichtet werden, muss immer irgendwas beschlossen werden. Die Abschaffung von Juroren in der Halbfinalshow hatte wohl unangenehme Effekte, die man jetzt wieder beseitigt.
Die Niederlande werden damit sicher fernbleiben, eine offizielle Entschuldigung an Joost Klein fehlt hier.
Daß dieser Proll sich immer noch als Opfer sieht, tststs….
Es gibt ja auch keinen Grund, sich zu entschuldigen. Haben sich die Niederländer denn für ihr Auftreten in der Sache entschuldigt? Ich erinnere an Aussagen des Delegationsleiters, für die man die Delegation auch gerne hätte ein Jahr sperren können…
NL/Avrotros war in 2025 dabei. Daher liegst du falsch mit deiner Behauptung.
Puh, ich weiß nicht, ob ich das so gut finde.
Ich denke nicht, dass eine Jury im Halbfinale in den letzten Jahren andere ‚musikalisch wertvollere Titel‘ – was auch immer das heißen soll – hätte weiterkommen lassen.
Vielleicht ändert sich das Auswahlverfahren mancher Anstalten, aber die meisten sind ja auch bei der letzten Umstellung einfach dabei geblieben.
Ich glaube auch nicht, dass mehr Mitglieder zu mehr Diversifizierung im Ergebnis führen. Ich denke das Gegenteil wird der Fall sein, da Ausreißer tendenziell weniger ins Gewicht fallen. Ich wäre im Finale nach wie vor für eine 1/3 zu 2/3 Verteilung.
Weniger Televotes wird Power-Voting natürlich beeinflussen, aber auch nicht unterbinden. Gut, das ist aber vlt auch einfach unmöglich.
Sowas wie Sudden Lights wäre ziemlich sicher im Finale gewesen.
Dafür wäre „Samo mi se spava“ wohl nicht weitergekommen.
Nach meiner Meinung sind das gute Änderungen.
Ob das so viel verändern wird werden wir nächsten Mai sehen
Ich finde aber die Reform im Televoting gut – 20 Mal abstimmen ist viel zu viel und verzerrt eher das Ergebnis
Und zum Glück gibt es eine Beschränkung der Werbecampagnen – das sind die Änderungen, die es meiner Meinung nach am dringendsten gebraucht hat
Dass Juries zurück kommen ist auch gut, ich finde es schon immer komisch, dass im Halbfinale andere Regeln herrschen als im Finale
Nur von 5 auf 7 hochgehen, halte ich für einen Witz mit Anlauf – das sind immernoch zu wenige dafür, dass die 50% der Entscheidung haben und somit genauso viel Macht wie ein Millionenpublikum
Eine Verringerung der Stimmen, die abgegeben würden, plus Incentives, für mehr als nur einen Beitrag abzustimmen, verwässert m.A. nach das Televoting eher. Es kann zu einer Situation wie den aktuellen JESC-Regeln geben, wo dadurch das Jury-Resultat noch mehr Gewicht erhält.
Wieso?
Die meisten stimmen eh nicht so oft ab, bis auf die Hardcore ESC Fans, die meinen ihrem Favoriten 10-20 Stimmen zu geben
Viel ändern wird das nicht. Wir Fans haben etwas zum Diksutieren, aber dem Durchschnitts-ESC-Schauer wird kaum etwas auffallen.
Die Änderungen bei den Jurys sind lange überfällig. Die Teilung zwischen Semis und Finale hat nie Sinn ergeben. Größere und diversere Jurys sind ebenfalls eine sehr gute Entwicklung, auch wenn man da durchaus noch weiter hätte gehen können.
Bei den restlichen Änderungen geht es ja ganz eindeutig einzig und allein darum, der Anti-Israel-Fraktion innerhalb der EBU entgegenzukommen. Ich bin gespannt, ob das funktioniert. Jedenfalls sollte spätestens jetzt endgültig klar sein, dass ein Ausschluss vom Tisch ist.
Grundsätzlich erstmal gute Ansätze, aber ich glaube auch, dass es trotzdem nächstes Jahr wieder Gemecker geben wird.. so wie in den Jahren vorher auch, denn so neu sind viele der Ideen nicht. Am ehesten noch die neue Zusammensetzung der Jurys. Bin jetzt einfach gespannt wie sich das nächstes Jahr auswirken wird und ich hoffe, dass wir Mal wieder einen Siegertitel bekommen, hinter dem Publikum und Jury gleichermaßen stehen und der dann auch noch im Mainstream erfolgreich wird. Das würde dem Wettbewerb an sich einfach wieder gut tun mit allen Entwicklungen drumherum.
Hallo, schön wieder von Dir zu lesen.🤗
Ich finde, es sind sehr dosierte, aber gut gewählte Adaptionen zu den Punkten, die in der Vergangenheit negativ aufgefallen sind.
Es wird sich zeigen, wie es sich entwickelt, aber es ist imho ein guter Schritt in die richtige Richtung!
Wenn durch die Juries weniger Schwachsinnsbeiträge kommen, dann ist das gut. Mir war das schon zu viel in den letzten beiden Jahren. Auch finde ich gut das man pro Televoter nur noch 10 mal anrufen kann. Noch besser hätte ich es gefunden, wenn man immer nur für 1 Land anrufen kann, aber da will man immer noch die Gebühren abgreifen.
Was bitte ist ein „Schwachsinnsbeitrag“ ?
Rumänien 2017 beispielsweise
Nehme an, er meint einen „Spaßbeitrag“ – wobei, ob Schwachsinn oder nicht, ist mehr oder weniger Ansichts- bzw. Geschmacksache.😉
Bin jedenfalls froh, dass die Anzahl der Jurymitglieder erhöht wird.
Im Moment ist es wohl das beste, was da beschlossen wurde. Ich bin ja kein Fan von Jurys, aber auch nur weil Sie mehr Macht haben als die Televoter , aber zurzeit wohl einfach das Beste.
Vielleicht bekommt man ja einige Länder damit beruhigt und Sie wenden sich doch nicht vom ESC 2026 ab.
Alle Änderungen sind gut durchdacht. Hoffe sie kommen bei allen gut an und eine Anpassung kann ja nach der Erprobung in 2026 immer noch erfolgen.
Was mir fehlt ist eine Auflistung der Sanktionen, hätte da gerne konkrete Maßnahmen gelesen. Das eine Sanktionen der Ausschluss ist, ist mir Klar, davor sollte es aber noch andere kleinere Maßnahmen geben.
Vor allem die wiedereinführung der jurys find ich sehr gut und nachvollziehbar. Ich war schon immer der meinung das im hf und im f nach gleichen regeln gewertet werden sollte.
Ich bring jetzt mal das beispiel zoe me. Sie hätte in einem hf ohne jury selbstverständlich keine chance gehabt sich zu qualifizieren, wäre aber wahrscheinlich auch nicht von srf nominiert worden.
Wahrscheinlich hast Du Recht. Ich bin jedenfalls froh, daß ich Zoe kennenlernen durfte. Sie läuft oft auf meiner Playlist.
Ja! Es ist ein und derselbe Wettbewerb, warum hat man dann unterschiedliche Systeme?
Das fand ich schon immer unverständlich, obwohl die Situation nach 2022 schon Konsequenzen benötigt hat, aber dieses „alles oder nichts“ und gleich mal die Juries streichen ist einfach nicht die Lösung
Gut, dass die EBU den Handlungsbedarf nach letztem Jahr auch gesehen hat. Gerade die Änderung mit den jungen Juroren gefällt mir. Da war in den letzten Jahren ein krasses Ungleichgewicht. Damit könnten trotz der sehr richtigen Wiedereinführung der Juries in den Semis lustigere Beiträge besser darstehen.
Die Anzahl der Anrufe hätte man besser lösen können. Weiterhin 20 Stimmen zu erlauben, aber nur maximal 5 auf ein Land, wäre effektiver darin, ein Powervoting zu verhindern. Außerdem stellen die Televotes für manche Länder auch eine Einkommensquelle dar, die nun beschnitten wird.
Die Reduktion auf 10 Stimmen ist besser als nichts, aber auch nur halbgar am Ende. Ich vermute, sie wollen das System so einfach wie möglich lassen, denn bei 20 bzw. 5 Stimmen könnte Verwirrung auftreten.
Das mit der Werbung und Promotion hätten sie sich schenken können. Zwar würde das Israels staatlich finanzierte Werbung, wie sie in den letzten Jahren stattfand, künftig nicht mehr erlauben, allerdings zweifle ich daran, dass sich hierdurch wirklich etwas ändert oder Konsequenzen von der EBU gezogen werden. Ist das Gleiche wie mit der Regel, dass der ESC unpolitisch ist, von der wir alle wissen, dass die nur Schein ist. Der ESC ist politisch und das ist gut so. Belangt wird hier aber so gut wie niemand.
Würde die EBU bei einem Regelverstoß wirklich Israel sanktionieren, ziehe ich meinen Hut. Das würde an der hitzigen Diskussion aber keinesfalls etwas ändern, schließlich behauptet eine Seite seit Jahren, dass Israel gegen keine Regeln verstöße. Das wäre hier nicht anders.
Ein Schritt in die richtige Richtung, aber auch nur ein Schritt.
Einen Regelverstoß muss auch begründen werden und das kann man aktuell nicht bzw die Regeln haben bspw die Capmagne erlaubt
Bzgl Politik: Alles daran ist politisch
Die Disqualifikation von Russland war damals politisch, genauso wie die Ukraine zuzulassen und der haushohe Sieg 2022
Israel zuzulassen ist politisch, genauso wie Israel zu disqualifizieren politisch wäre
Und ob man Israel auf den vorderen oder hinteren Plätze sieht ist ebenfalls politisch – niemand von uns ist frei davon wirklich unpolitisch zu bewerten.
Das geht nicht und kann man nicht verlangen
Ich würd mir nur wünschen dass die EBU mal dazu steht und aufhört mit ihrem Gerede von wegen unpolitischer Wettbewerb
Immer wieder spannend, dass man sich an Israel so hochzieht, aber ähnliche Kampagnen und regierungs(-nahe) Unterstützung aus Malta, Portugal oder Finnland schlicht nicht vorkommt. Auch die gab es und da hat es niemanden gestört…
Quellen bitte.
Ich kann mich an keine derartige Kampagne von einen der genannten Länder erinnern, bin aber erst seit 2014 dabei
Außerdem sind diese Länder historisch betrachtet sehr schwach, haben selten bis nie das Televoting gewonnen, im Gegensatz zu Israel, mit Beiträgen die weder davor, noch danach ansatzweise hoch im Kurs waren
Was denn für Quellen? Schau dir an, was Botschaften verschiedener Länder während der ESC-Woche so in ihren Social Media-Kanälen veranstalten und da hast du dann deine Quellen, inklusive portugiesischer Auslandsvertretungen, die fröhlich Bilder teilen, auf denen alle Televoting-Nummern zu sehen sind. Unter anderem. So geschehen in der Vergangenheit auch bei deutschen Auslandsvertretungen.
Das finnische Außenministerium hatte vor dem ESC 2025 kaum ein anderes Thema als Frau Vikman; die Botschaft in Deutschland ohnehin nicht wg. dem deutschen Titel und einem Auftritt der Künstlerin in der Botschaft in Berlin. Alles von finnischen Steuergeldern finanziert. Danach krähte aber kein Hahn.
Davon abgesehen halte ich solche Werbekampagnen für nicht annähernd so hilf- und erfolgreich, wie man im antisemitischen „Die jüdische Weltverschwörung manipuliert alles“-Wahn zu denken scheint. Ob da jetzt am Times Square für geworben wird oder nicht – who cares?! Interessiert doch in New York keinen Menschen und am Times Square schon gleich zweimal nicht. Zusätzlich ist es ja das eine, für eine Abstimmung zu werben. Das andere ist doch dann, ob der Beworbene auch abstimmt. Wenn alle Menschen jederzeit alles machen würden, was ihnen Onlinewerbung so sagt… Na, gute Nacht.
Womit sich in diesem Zusammenhang ja niemals beschäftigt wurde, ist die Tatsache, dass diese ganze überzogene, marktschreierische und von Tiktok-Hetze unterfütterte Debatte einen Backlash ausgelöst hat. Der Palästina-Mob mag ja laut sein, aber es gibt nach wie vor sehr viele Menschen mit anderer Meinung. Und um ein Televoting beim ESC in einzelnen Ländern zu gewinnen, braucht es davon nicht einmal annähernd so viele, wie man generell meint. Wenn sich gezielt Menschen vornehmen, ein Land zu unterstützen, während sich alle anderen Anrufe/Stimmen auf die anderen 25 Beiträge verteilen, dann ist das Ergebnis nicht so ungewöhnlich, wie ihr gerne hättet. Ob da jetzt irgendwas hoch im Kurs war oder nicht.
Hast also keine Belege dabei und selbst deine Beschreibungen deuten auf deutlich kleinere Campagnen an als jene von KAN
Und dass Werbung einen großen Einfluss auf Menschen nimmt ist einfach wissenschaftlich bewiesen, aber hab gerne deine Meinung
Ich werde aber nichtmehr antworten, dafür hab ich weder Zeit noch Energie
Sehr schöne Änderungen. Ich mag ja die Juries, es hätten auch gerne 10 Leute sein dürfen. So viele dürften sich doch auch in San Marino finden 😀
Da ich nächstes Jahr eine 3 vorne bekomme, fühle ich mich von der Regelung bis 25 mittlerweile diskriminiert 😝 Der Kreislauf des Lebens ist gemein.
Ich bin sehr happy, dass die Jurys in den Halbfinali wieder zurück sind – das wird der Qualität gut tun!
„Außerdem wird die Anzahl der Jurymitglieder auf sieben Personen erhöht. Bisher waren die Jurys fünfköpfig. Zudem wird das Spektrum der möglichen Berufsfelder der Jurymitglieder erweitert und umfasst nun auch Musikjournalisten und Musikkritiker, Musiklehrer, Kreativschaffende wie Choreografen und für Inszenierungen verantwortliche Bühnenregisseure sowie erfahrene Persönlichkeiten der Musikbranche.“
tja,aus 5er cliquen werden jetzt 7er cliquen oder anders ausgedrückt:“aus raider wird twix,sonst ändert sich nix!“
ja oder nicht?
man könnte ja auch mal 2 ähm „laien“ mit dazu nehmen.
Juries in den Semifinals – gut
mehr Jurymitglieder – noch besser (das fordere ich schon seit Jahren)
Einfluss des Televotings wird gesenkt – da bin ich noch unschlüssig. Man möchte auf der einen Seite „Solidaritätsanrufen“ irgendwie beikommen und da insbesondere die Israel-Kritiker besänftigen. Andererseits könnte das wiederum weiterhin ein Vorteil für die Jurylieblinge sein. Mal sehen….
Der Einfluss des Televotings wird gesenkt? In den Semis natürlich, auf jeden Fall.
Im Finale ändert sich aber doch nichts, an den bisherigen 50,x Prozent.
Kann mir auch nicht vorstellen, dass sich an den Televote-Ergebnissen viel ändern wird, wenn man zwei Geräte statt einem nutzen muss, um 20 Stimmen abzugeben.
Ich finde alle neuen Regelungen sinnvoll.
Vor allem die Rückkehr zu den Jurys in den Halbfinals.
Man hätte noch das 12-Punkte-System anpassen können z.B. in eine Top 13 (linke Hälfte) oder eine Top 15. Gibt da ja diverse Vorschläge
Top13 klingt jetzt nicht sehr sexy 😉
Ich wusste es, dass hier was dahinter steckt, dass plötzlich diese Saison -mit Ausnahme von Spanien- wieder so viele Länder beim ESC dabei sein wollen. Erst vorgestern in einem Kommentar erwähnt: https://esc-kompakt.de/neue-rekordzahl-an-teilnehmerlaendern-beim-esc-2026-orf-generaldirektor-rechnet-mit-ueber-43-laendern/
Ich finde die Änderungen im Prinzip gut. Die Aufstockung der Jurys hätte, von mir aus, gerne noch weiter, auf 10, erhöht werden können, aber jetzt schauen wir erstmal wie es mit 7 Personen läuft. Jetzt liegt es aber auch an den Jurys zu beweisen, dass sie den ESC-Auftritt, und wirklich nur den ESC-Auftritt (Gesang, Song, Performance), bewerten und alles andere (Politik, Länder-Feindschaften und -Freundschaften) außen vor lassen und auch die Sender sollten dies ihren Jurys deutlich kommunizieren. Man darf nicht vergessen, dass es ja Gründe dafür gab die Jurys in den Semis zu entfernen.
Gespannt bin ich noch auf die „technischen Sicherheitsmaßnahmen“ im Voting, ob diese eher im Hintergrund sind oder auch für uns bzw. das Publikum Auswirkungen hat z.B. dass man zukünftig nur in der ESC-App, anstatt auf einer Webseite , abstimmen kann.
Insgesamt gut, dass was geändert wurde. Soll man jetzt einmal ausprobieren und hoffen, dass man dabei Erkenntnisse für weitere Änderung gewinnt.
Zum ersten Punkt: Das ist Geschmackssache und mir auch piepegal. Was Du als „schnarchig“ bezeichnest, ist für andere eben anspruchsvoll.
„Jurys in den Semis bescheren uns wieder schnarchige Songs, die der Großteil der Zuschauenden nicht hören will (hallo Schweiz), im Finale“
Juries hatten bspw auch Tommy Cash weit vorne und ich würde sagen, Juries würdigen die Qualität von ruhigeren Liedern, für die ein Partypublikum kein Platz übrig hat
Das Publikum weiß auch ruhigere Lieder zu schätzen, es sind in den letzten Jahren ja einige Balladen auch mit reinem Zuschauervoting ins Finale eingezogen. Das ist kein Problem.
Mir geht es um Lieder, die so speziell aufs Juryvoting zugeschnitten sind, dass sie fast nur da punkten können. Als Beispiel nenne ich mal Schweiz und Aserbaidschan 2022. Da gab es in den Semis 11 und 0 Punkte im Televote, im Finale dann 0 und 3 Punkte. Ich schließe daraus, dass der Großteil des Publikums diese Lieder nicht hören wollte. Warum sollten sie also im Finale stehen? Der ESC ist schließlich in erster Linie eine TV-Show, gemacht um Zuschauende zu unterhalten. Da finde ich es halt verfehlt, wenn die Jurys solche Songs ins Finale bringt.
Und genau deswegen wird ausgeglichen, um Qualität zu würdigen, weil der ESC der größte Musikwettbewerb der Welt ist und es bei so großen Wettbewerben/Preisen eben nicht nur darum geht was das angetrunkene Publikum Samstag abends mal so eben ohne viel nachdenken oder fühlen hu müssen, gefällt
„Die Sache mit den Werbekampagnen ist mir zu schwammig. Da kann jetzt immer noch irgendjemand eine Kampagne starten und der Sender spielt Hase der von nix weiß.“
Was soll denn die EBU machen? Akteuren außerhalb der EBU-Sender kann sie keine Vorschriften machen. Sollte die Regierung Großbritanniens Geld in die Hand nehmen, um den eigenen Beitrag zu promoten, kann die BBC das doch nicht ändern. Sollte sie deshalb ausgeschlossen werden?
Ich denke auch, dass die aktuelle Regel das Problem nicht löst (gerade weil auch Leute auf die Idee kommen könnten Werbekampagnen zu faken, um Teilnehmer zu diskreditieren), aber zumindest ist es ein erster Schritt, die Promotion von Israels Beitrag 2025 als Problem für den Wettbewerb zu identifizieren.
Zu „schnarchigen Songs“ sage ich gar nichts. Damit disqualifizierst du dich eigentlich für eine sachliche Debatte, weil du den Musikgeschmack anderer herabwürdigst.
Auch ich bin sehr zufrieden mit den Änderungen.
Bei den Juroren hätten es auch gerne zehn sein können oder, wie ich schonmal vorgeschlagen habe, 12 oder 14, wobei man dann auch Streichresultate einführen könnte und so einen besseren Schnitt bekommt – genau so, wie man die Zahl der Anrufe noch weiter hätte senken können, aber das ist wohl eine Konzession an die Länder, die sich mit Telefonkosten die Teilnahme finanzieren.
Ich hoffe nur, dass jetzt auch wirklich harte Strafen folgen, sollte es bei den Juries erneut klare Regelverstöße geben.
Kannst du mir erklären, wie Streichresultate bei einer ESC-Jury aussehen sollten? Im Ski- oder Wasserspringen ist mir klar, wie es funktionieren kann, weil man da nur Punktzahlen vergibt. Aber wie soll das mit abgegeben Rankings funktionieren?
Bei 12 Juroren z. B: wird einfach jeweils das beste und das schlechteste Ranking eines Beitrags gestrichen.
So werden insgesamt quasi zwei Juroren rausgecancelt und ins Gesamtergebnis gehen immer noch für jeden Beitrag zehn Rankings ein und sind dabei um die Ausreißer bereinigt.
Ich befürworte alles.
Die 20 Stimmen habe ich eh nie für angemessen gehalten. Dass sich die Erwartungen der Länder einstellen, die sie an die jetzt 10 Stimmen knüpfen, steht aber auf einem ganz anderen Blatt.
Finde vieles hiervon gut, vor allem, dass auch jüngere Jury-Mitglieder dabei sein müssen. Hätte mir gerne aber noch weitreichendere Maßnahmen gewünscht. Wie etwa die Bepunktung der Top 12 anstatt Top 10 damit würden mehr Länder Punkte bekommen und gleichzeitig der Abstand zu Platz eins geringer werden, da es dann auch 11 und 9 Punkte gibt, ohne auf die beliebten „twelve points go to…“ verzichten zu müssen. Fände es zudem besser, wenn man verpflichtend für mehrere Länder (in einem Voting) abstimmen müsste anstatt das nur zu bewerben. Das klingt für mich nicht sehr verbindlich.
Bravo, liebe EBU! Gut gemacht.
Kritik angehört, konstruktive Vorschläge aufgenommen und eine seriöse Anpassung vorgenommen. Das finde ich gut, professionell und sehr erfreulich! Die eierlegende Wollmilchsau gibt es nicht, an jedem System wird irgendwer etwas zu Kritsierendes finden. Für ein Konzept muss man sich aber nunmal entscheiden und die EBU hat sich für dieses durchaus sinnige Verfahren entschieden. Jetzt können die ewigen Kritiker ja mal beweisen, ob EBU Bashing einfach nur ihr Hobby ist, oder auch mal anerkennen, wenn Änderungswünsche aufgegriffen und so gut es halt geht umgesetzt werden. Ich freue mich sehr auf den ESC 2026! 🙂
nicht das jetzt einige länder,die ihre songs schon intern gewählt haben von der semiänderung kalt erwischt wurden? ja ja😃
Glaube ich persönlich nicht.
So überraschend kamen diese Regeländerungen auch nicht.
Finde die vorgeschlagenen Regeln grundsätzlich alle gut, v.a. die Jurys in den Semis und die Erweiterung auf 7 und die beiden jüngeren Mitglieder.
Ich verstehe natürlich, dass die TV-Sender auf die Voting-Einnahmen angewiesen sind, daher sollte das gewiss nicht total limitiert werden.
Ich hätte mir eher gewünscht, dass man von jeder Telefonnummer aus nur noch max. 3 oder 5 Stimmen an einen Song geben kann, die gewertet werden. Dann hätte man immer noch die Chance viele Stimmen abzugeben (und die Sender Einnahmen zu machen) ohne dass man ein großes Powervoting für einen einzelnen Song betreiben könnte.
Na da freut sich Aserbaidschan sicherlich, jetzt haben sie immerhin wieder ne kleine Chance ins Finale zu kommen. 😉
An sich kann ich mit den Regeländerungen aber leben. Hätte es nur vielleicht so gemacht das die 20 Anrufe beibehalten worden wären aber man z.B. nur noch maximal dreimal für Lied X abstimmen kann.
Ob die Aufstockung auf sieben und das Inkludieren von mindestens zwei Juroren unter 25 so einen Effekt haben wird?? Nur weil man ja biologisch jung ist heißt es ja nicht dass man auch einen „jungen“ Musikgeschmack hat. Gibt auch einige um es mit Toggies Worten zu sagen „tantenhafte“ Leute in dem Alter, sieht man u.a. an den Mitgliedzahlen der JU. 😅
Ich denke in meiner persönlichen Vorurteilsbeladenheit bei der JU (bei der es ganz gewiss auch sehr viele sympathische Menschen gibt) eher nicht an Tanten, sondern an junge, neoliberale und kompetitive Karrieristen, die ihren gemütlich Kaffee trinkenden Tanten die Rente kürzen wollen.
Geil, ich werde also zukünftig eine niedrigere Rechnung haben durch weniger SMS 😀
Deutsche junge Juroren, Nina Chuba oder diese Lochi Zwillinge, ick hör dir trappsen. Andere junge, bekannte Musikschaffende in dem Alter fallen mir nicht ein. Wobei, Ikkimel ist vielleicht noch in dem Alter :’D
Die Lochis sind bereits 26 😉
Ansonsten müssen es ja keine Sänger sein, in dem Alter gibt es auch schon viele Choreographen oder Produzenten.
Mit 7 Juroren fällt ein Juror, der aus der Reihe tanzt, etwas weniger ins Gewicht, es ist somit etwas gerechter. Es macht es nur teurer.
Ansonsten eher Feintuning als Revolution.
Die Handyrechnung im Mai 2026 wird wieder deutlich niedriger ausfallen, zumindest bei mir.
Ich finde die Änderungen ok, aber eigentlich würde ich die Jurys komplett abschaffen.
Die Sieger seit 2021 waren alle nicht meins.
Ich wünsche mir immernoch eine Punktevergabe, bei der die 8, 10 und 12 Punkte mündlich verkündet werden.
Mir geht das jedes Jahr zu schnell mit den Einblendungen.
Und die Splitscreens in den Semis will ich auch nicht mehr.
Sehe ich als Reaktion auf die Israel-Debatte. Man wird sie zulassen, damit die Jurys Israel im Semi kicken können. Na ja, soll mir recht sein. Langfristig müssen die Jurys komplett weg oder dürfen maximal ein Drittel Einfluss haben, damit so was wie 2025 (Schweiz 0 Punkte) nicht passiert. Wenn jetzt jedes Jahr der Jurysieger den ESC gewinnt, wird das dem Unterhaltungsfaktor der Veranstaltung schaden.
Das klingt für mich im ersten Moment wirklich durchdacht und sinnvoll! Vor allem die Rückkehr der Jurys im Semi bei gleichzeitiger Erhöhung der Zahl an Juroren ist ein guter Schachzug. Nachdem ich in den letzten Jahren mit vielen organisatorischen Entscheidungen der EBU gehadert habe, muss ich jetzt einfach mal sagen: gut gemacht!
Ich schließe mich der mehrheit an und begrüße auch die Veränderungen im Voting. Bin gespannt wie es in der Praxis aussieht.
OT
Wer den potentiellen ESC Moderator Philipp Hochmair kennenlernen möchte kann ihn heute im WDR um 22 Uhr sehen im Kölner Treff.
Wie man an den unterschiedlichen Meinungen in den Kommentaren gut erkennen kann, wird es keine Lösung geben, die allen gefällt oder die die subjektiven Herausforderungen von Kunst und Musik vollständig beseitigen kann.
Ich persönlich sehe sowohl die Jurys als auch das Televote als wechselseitige Korrektive, da beide Systeme ihre eigenen subjektiven Ausprägungen haben. Während Jurys namentlich bekannt sind und somit geneigt sind, in der Erwartungshaltung ihrer Nation zu stimmen, wird das Televoting durch Diaspora beeinflusst. Ein Mittelwert erscheint mir daher am sinnvollsten – und in diesem Zusammenhang auch die 50/50-Verteilung sowie die Wiedereinführung in den Semifinals. Besonders begrüßenswert finde ich die Erweiterung der demografischen Kriterien für die Jurys, auch wenn noch unklar ist, welche Altersgruppe unter den „nicht maximal 25-Jährigen“ konkret gemeint ist. Theoretisch könnten also alle Jurymitglieder unter 25 Jahre alt sein und dennoch den genannten Vorgaben entsprechen.
Ich finde eigentlich, dass sich dieses Forum heute ungewohnt einig ist. Es gibt kaum Gegenstimmen. Vielleicht stehen die Sterne heute auf Harmonie. 🙂