Zweite Probe RUMÄNIEN: Roxen – Amnesia

Bei ihrer ersten Proben konnte Roxen noch nicht überzeugen. Unser Urteil: Die Gesamtidee ist nicht schlecht, aber die Umsetzung hat noch relativ große Schwächen. Die rumänische Delegation hat die letzten Tage hoffentlich genutzt, um noch ordentlich an der Präsentation von „Amnesia“ zu schrauben, sodass Choreographie, Bodennebel und vor allem Roxens Ausstrahlung sowie Körperspannung besser im TV-Bild herüber kommen.

Roxen trägt diesmal offenem Pony, über ihrem Hoodie hat sie zusätzlich einen am vorderen Halsteil glitzernden weißen Fellkraken gezogen.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Obwohl die Choreographie kaum verändert wurde, kommt sie heute auf mich avantgardistischer herüber. Auch Roxen scheint nicht mehr ganz so gelangweilt. Für mich ist hier eine Steigerung zur ersten Probe erkennbar, trotzdem wirkt es immer noch viel zu sehr wie erste Probe zu Hause, nicht wie Endprobe auf der großen ESC-Bühne.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Es wird langsam. Im nächsten Durchlauf „stampft“ (im positiven Sinne) Roxen im Rhythmus den Laufsteg nach vorne und singt dabei mit Ausdruck. Diesmal kein Schlurfen ohne Körperspannung.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Auch stimmlich wirkte das jetzt besser. Einige kleinere Aussetzer gibt es noch, einzelne Silben gehen immer wieder einfach „verloren“ während sie singt, aber insgesamt ist das jetzt alles viel kraftvoller.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Im dritten Durchlauf kommt wieder Bodennebel zum Einsatz. Meiner Ansicht nach sollte dieser viel dosierter eingesetzt werden! Man sieht Roxen und die Tänzer teilweise gar nicht mehr. In dieser Menge zerstört er außerdem das avantgardistische Grundgefühl. Zusätzlich wird durch den Nebeln im ersten Teil auf der Hauptbühne ein sehr seltsamer Kontrast zum Abschnitt auf der Satellitenbühne ganz ohne Nebel erzeugt.

Gesanglich war dieser Durchlauf der beste von allen.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Ich würde Rumänien noch nicht abschreiben. Es gab eine klare Steigerung zur ersten Proben und innerhalb der drei Durchläufe heute. Wenn jetzt der Knopf an der Nebelmaschine noch etwas sanfter gedrückt wird und Roxen die Zeit bis zur Generalprobe nutzt den Gesang weiter zu „stabilisieren“, könnte das nach dem holprigen Anfängen doch noch ausreichen.

Bild: EBU / THOMAS HANSES

Es kommt wohl darauf an, ob sie die ganz jungen Zuschauer, von denen es im diesem Jahr aufgrund der Pandemie wahrscheinlich mehr als sonst geben wird, überzeugen kann.


17 Kommentare

  1. Also bei ESC United war gerade von Bottom Three bei Jury und Televoting die Rede. Ich glaube, dass es mit dem sperrigen Song sehr schwer wird.

    @Berenike: Ich glaube ja, dass ihr Billie-Eilish-Look bei den ganz jungen Zuschauern (zu denen ich mich auch zähle) als schlechte Kopie rüberkommt, da würde ich nicht unbedingt drauf setzen.

    • Sperrig? Da haben wir unterschiedliche Auffassungen 😀 Komplett in Englisch, mit Wiederholung des „not alone“ Teils und sehr Billie ist für mich alles andere als sperrig 😃

      • Sperrig ist vielleicht nicht das richtige Wort, mir ist auf die Schnelle nichts besseres eingefallen. Ich persönlich finde den Song halt irgendwie anstrengend. Von dem „not alone“-Teil hatte ich allerdings auch schon mal einen Ohrwurm, da hast du recht 🙂

  2. Ich hoffe sie wird es schaffen.
    Das Lied ist echt gut und die Billie Eilish (korrigiert mich, wenn es falsch geschrieben ist.^^) Vergleiche nerven.
    Zudem glaube ich dass das Lied gut abschneiden wird bzw hoffe es!

  3. Also wenn ich nach dem offiziellen Snippet gehe, dann wird das stimmlich mit Rumänien ein Trauertal. Ähnlich wie bei Slowenien kommt die Stimme einfach nicht gegen die Musik an.

  4. Wo sind die Haarspangen geblieben, die es mir so angetan hatten? So einen Pony trägt doch jede. Na ja, und der Gesang hat mich auch nicht überwältigt. Dennoch eines der schönsten Mädchen dieses Jahr.

  5. Also wenn das stimmlich noch das Beste aus den Proben war bin ich froh, den Rest nicht gehört zu haben. Klingt ziemlich gruselig…

  6. Ich glaube Rumänien wird wie Armenien 2019 enden. Kleiner Hype im den Beitrag, aber am Ende reicht es einfach nicht. Sehe das nicht im Finale.

  7. Tagesgericht im 12-Sterne-Restaurant „Zum Ehrwürdigen Erasmus“:

    Junges Gänschen, geschmort im eigenen Saft an schwarzweißem Springkraut. Obwohl es fast genauso angerichtet auf den Teller kommt wie unser Quietscheentchen (1 + 4 mit Extrazutat), schmeckt es doch ungleich herber (deshalb wurde es von unserer Wochenkarte gelöscht, zu wenig Hausmannskost) € 5,17

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