Advent der liebsten Blogger-ESC-Momente (2): Die BRAVO und ein Kindheitstrauma

Meine erste Erinnerung an den ESC ist ein kleiner Artikel in der BRAVO, deren Stammleser ich damals war. Dazu wiederum hatte mich meine Liebe zur Kelly Family gemacht (ESC-Bezug!), aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls habe ich in meinem Lieblings-Magazin irgendwann 1998 zum ersten Mal davon gelesen, dass es eine Vorentscheidung für den Grand Prix Eurovision de la Chanson gäbe, bei der ein gewisser Guildo Horn und eine Band namens Rosenstolz als Favoriten gelten würden. Beide sagten mir damals nichts.

Danach habe ich eine Erinnerungslücke: Ich weiß nicht mehr, warum ich die Vorentscheidung „Countdown Grand Prix 1998“ nicht gesehen habe (weshalb ich auch nicht davon berichten kann, aber das hat Co-Blogger Manu im vergangenen Jahr bereits getan). Ich weiß auch nicht mehr, warum und wie ich mir gemerkt habe, wann der ESC 1998 über die Bühne gehen würde, oder wie ich daran erinnert wurde (möglicherweise durch weitere Berichterstattung in der BRAVO – danke!). Ich weiß nur: Am 9. Mai 1998 saß ich pünktlich um 21 Uhr vor dem Fernseher, um meinen ersten Eurovision Song Contest zu sehen.

Genauer müsste ich wohl sagen: Um meinen ersten halben Eurovision Song Contest zu sehen. Grausamerweise wurde ich nämlich irgendwann zwischen dem Auftritt von Maltas Chiara (damals meine Favoritin), die auf Platz 10 startete, und der Punktevergabe ins Bett geschickt. Könnte gut sein, dass es nach einer Stunde, also um 22 Uhr soweit war. Ein ESC ohne Punktevergabe – dieses Kindheitstrauma diskutieren meine Mutter und ich auch heute noch sehr gerne, aber mit ein bisschen zeitlichem Abstand auf humorvolle Art und Weise.

Am nächsten Tag musste ich denn irgendwie rausfinden, wer den ESC eigentlich gewonnen hatte. Die Älteren werden sich erinnern: Internet hatten damals bei weitem nicht alle, wir jedenfalls nicht. Und ob das Ergebnis so leicht aufzufinden gewesen wäre? Who knows… Am Ende half nur der gute, alte Videotext, über den ich dann erfuhr, dass Dana International, die mich am Abend vorher nicht sonderlich überzeugt hatte, gewonnen hatte. Die gesellschaftliche und auch politische Bedeutung dieses Sieges einer israelischen Transfrau blieben mir damals noch verborgen. Aber da auch Chiara und Guildo ganz respektabel abgeschnitten hatten, war ich trotzdem einigermaßen zufrieden.

Der 1998er-Jahrgang bleibt mir als mein erster ESC jedenfalls immer in bester Erinnerung und wenn es nicht einen so großen Medienhype um Guildo Horn gegeben hätte, wäre mein ESC-Debüt vermutlich noch verschoben worden. Deshalb an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Meister!

Bislang in unserem Adventskalender erschienen:

(1) Mein „erstes Mal“

2020: Advent der besten DACH-ESC-Beiträge
2019: Advent der besten ESC-Momente


52 Kommentare

  1. Die Punktevergabe war spannend! Sie erinnerte mich an die von Dublin 1981 und 1988, als der Gewinner erst mit der letzten Wertung feststand.

  2. Der ESC 1998 war wirklich ein schöner ESC. UK ’98 zählt zu meinen liebsten britischen ESC-Songs aller Zeiten. Mit der Siegerin war ich auch sehr einverstanden, „Diva“ höre ich heute noch gerne. Guildo Horn war auf seiner Art auch klasse, nur den Song finde ich jetzt nicht so pralle. Hatte andere Favoriten in der VE, die übrigens damals sehr unterhaltsam und musikalisch gut bestückt war (mMn).🙂

    • Gut „bestückt“ kann ich jetzt nicht beurteilen (entschuldige, den musste ich jetzt einfach mal verwandeln 😉 )… Aber mit Fokker und Rosenstolz als Teilnehmer und Nena als Moderatorin blieben kaum Wünsche offen und selbst die Siegelnummern waren irgendwie spaßig…

  3. Oh, wie schön! 1998 war nämlich auch mein erster ESC! Ich weiß nicht, wie wir dazu gekommen sind, aber ich habe damals auch den Vorentscheid geschaut. Da war Nena noch keine Schwurblerin und vom Hype um Guildo Horn wusste ich auch noch nichts. Dafür (und jetzt muss ich dir richtig weh tun, Benny!) durfte ich, damals 6 Jahre jung, den ESC in Birmingham bis zum Ende gucken. Und damit auch Dana International im Federkleid. Die Geschichte dahinter wusste ich da auch noch nicht. Aber die Postkarten mit den Flaggen der Länder, die fand ich spannend, ebenso die Punktevergabe mit der Europakarte und den Sternen (geht heute nicht mehr, wegen Australien und so…). Mir scheint es auch Melanie Cohl aus Belgien angetan zu haben. Wenn ich an dieses Land dachte, hatte ich Jahre später noch eine Frau im Kopf, die ausschaut wie sie. Mittlerweile sieht die Frau im Kopf eher aus wie Laura Tesoro. Kurz: Ohne diese beiden Shows hätte ich wohl niemals eine so große Faszination für den ESC entwickelt. Oder vielleicht doch? Zwei Jahre später hat mich Stefan Raab auch gefesselt…

  4. Der ESC 1998 ist auch mein erster ESC, den ich vom Anfang bis Ende gesehen habe und an den ich mich komplett erinnere. Ich war damals noch im Kindergarten. Die Jahre davor habe ich auch mit meiner Familie gesehen, aber erinnere mich kaum noch daran und war auch zu müde, um komplett durchzuhalten.
    Nun, Guildo Horn kannte ich vorher schon aus dem Fernsehen und fand den immer so lustig, weil er so verrückt ist.
    Den Auftritt von Guildo fand ich damals super, auch beim Vorentscheid fanden meine Familie und ich ihn am besten und an den Medienhype von damals erinnere ich mich auch noch ganz genau.
    Das war wohl die Geburtsstunde meiner großen ESC-Leidenschaft.

    In dem einen oder anderen Kommentar, wenn ich denn mal einen schreibe, habe ich ja schonmal erwähnt, dass ich halbe Italienerin bin. Dadurch, dass ich in zwei Kulturen aufgewachsen bin, war mein Interesse an anderen Ländern, Kulturen und Sprachen quasi von Geburt an immer vorhanden. Beim ESC kommt ja so vieles an verschiedenen Ländern zusammen und das hat mich als Kind fasziniert und tut es bis heute noch.

    Benny, ich finde deinen Beitrag sehr schön geschrieben, der 98er-Jahrgang war etwas sehr besonderes.
    Aber auch ich muss dir Salz in die Wunde streuen: Auch ich durfte damals die Punktevergabe sehen und das als Kindergartenkind. 😃
    Da muss ich meine Eltern loben, sie haben mich immer den ESC zu Ende schauen lassen, bis ich alt genug war, selbst über meine Schlafenszeit zu entscheiden.

    Nun, ich bin aber tatsächlich der einzige große ESC-Fan in meiner Familie, alle anderen gucken vielleicht mal das Finale oder bekommen gar nicht mit, dass der ESC überhaupt stattgefunden hat. 😄 Meine Mama schaut mittlerweile mit mir auch die Halbfinals, aber auch nur mir zu Liebe. ❤😄

    • In den 80er-Jahren hat mein Vater ab und zu mal mit mir geschaut, aber weniger wegen der Musik. Ihm gefielen vor allem die Bilder zwischen den Beiträgen, also die „Postkarten“.🙂

  5. Also ich habe immer, jedes Jahr seit ich geboren wurde, den ganzen ESC im Fernsehen schauen dürfen. Jetzt fürchte ich, dass meine Eltern in Sachen Erziehung damit etwas falsch gemacht haben, denn ich höre öfters, dass viele Leute früher, als sie jünger waren, den ESC nie oder nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit schauen durften. Erziehungstechnisch war es also wohl ein Fehler meiner Eltern, aber im Nachhinein bin ich ihnen dafür auch sehr dankbar.

    • Muss ergänzen, dass dies vielleicht auch eine Frage der Nationalität ist, also ob es eine Frage des Migrationshintergrundes ist und ob da deutsche Eltern generell strenger sind. Kann ich aber alleine nicht beurteilen.

      • Ich durfte auch immer bis zum Schluß gucken, obwohl unser Migrationshintergrund ein anderer ist. Witzigerweise war das erst nur beim ESC so; ansonsten durfte ich nur einmal die Woche ne Abendsendung bis zum späteren Ende gucken, also meist Samstag oder Donnerstag. Schräg, dass es gerade der ESC war, den meine Eltern beide nicht gerne sehen.

  6. Vielen Dank an die Blogger*innen für diese interessanten Adventskalenderbeiträge!
    Wenn ich hier die Beiträge so lese, bin ich beeindruckt wie jung die meisten hier noch sind bzw. was für ein alter ESC-Sack ich doch schon bin.
    Nachdem ich 1970 lediglich am Morgen danach mitbekam, dass mein Vater von einer jungen irischen Sängerin schwärmte, durfte ich 1971 meinen ersten ESC im TV sehen und Severines Sieg erleben.
    Danach habe ich keinen mehr verpasst und 1982 natürlich auch einige Tränen vergossen.
    Mein Interesse wuchs dann Jahr für Jahr und 2011 konnte ich endlich in Düsseldorf erstmals live dabei sein. Diesen Abend werde ich nie vergessen! Das Opening mit Stefan, Anke, Judith und Lena hat mir einen Schauer nach dem anderen durch den Körper gejagt. Sensationell!
    Ähnlich erging es mir dann nochmal 2013 in Malmö als die Brücke von der Hallendecke heruntergefahren wurde und der Chor diesen Avici-Song sang. Gänsehaut!
    Inzwischen wird es immer extremer mir mir, nun schaue ich mir auch die nationalen Vorentscheide vieler Länder im Internet an, studiere schon Monate vor dem Contest Top-Listen auf YouTube und lese täglich auf ESC-Kompakt.
    Wie schön, dass es diese Seite gibt!

  7. Ich bin im Jahr 1998 geboren und habe vom ESC noch nie was gehört, hier aber eine persönliche Geschichte. Vielleicht auch etwas zu persönlich, aber ich muss sie einfgach erzählen. Nach meiner Geburt lag ich lange im Karankenhaus. Um die Stimmen meiner Eltern und Geschwister zu hören, haben die Ärzte und Schwestern geraten, eine Kassette aufzunehmen. Dort haben sie eine typische Frühstücksszene aufgenommen und dann lief im Hintergrund „Gildo hat euch lieb“. Wahrscheinlich bin ich deswegen ESC Fan geworden. Vom ESC habe ich erst so 2011 bzw. 2010 was gehört. Ich glaube 2014 war das erste Finale das ich komplett gesehen habe und 2016 alle 3 Shows, wobei ich die Semis nachgeschaut habe. Auch habe ich 2016 angefangn Vorentscheids zu gucken und so. Und seit Dezember 2019 bih ihr „Fan“

    • Danke für diese herzwärmende und persönliche Geschichte. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, was sich um den Contest so für unterschiedliche Erfahrungen und Momente ranken.

  8. Also, ich kann mich an meinen ersten ESC und ersten Vorentscheid nicht mehr erinnern und bewundere alle Leute, die das können.

    Ganz nebulös sind bei mir die 80er. Ein paar Vorentscheidbeiträge sind mir im Gedächtnis geblieben (z. B. von Ralph Siegel „Die Glocken von Rom“ und „Grün Grün Grün“), aber ob ich die Vorentscheide geschaut habe oder anders auf diese Lieder gestoßen bin (andere TV-Show, Radio, MC) kann ich nicht mehr sagen.

    In den 90ern geht meine bewusste Erinnerung mit Leon los (also 1996, 1997) und dem ESC 1997. Also interessanterweise mit der Einführung des Televotings. Ab da habe ich dann auf jeden Fall regelmäßig geschaut. Für die Zeit davor würde ich nichts beschwören.

    In den 00ern markiert 2004 mit der Einführung des Halbfinals dann auch meine Geburt als wirklicher ESC-Fan, der dann auch international Vorentscheide verfolgt, ESC-Websites besucht, Rankings erstellt usw.

    • Porsteinn mir geht es ganz ähnlich. Ich bin ‚75 geboren und mir ist in den 80gern einiges in Erinnerung wie die Gruppe Wind derentwegen würde ich sagen ich ESC Fan wurde. Vieles ist bei mir auch in den Nebeln verschwunden. Ich hab einige komplett Verfolgt einige auch erst später durch das Internet. So richtig Fan mit internationalen VE wurde ich erst in den 2010 Jahren als ich den Prinzblog entdeckte und mit ESC Kompakt so richtig fahrt aufnahm. Vllt schaffe ich es auch mal live vor Ort zu sein. Das wäre ein absoluter Höhepunkt

    • Mein erster ESC war 1977, und dann hat auch gleich mein Lieblingslied gewonnen. 🙂 Da dachte ich mir: Toll, das ist was für Dich, Toggie. Und dann folgte die große Enttäuschung. Ich musste stolze 30 Jahre warten, bis erneut mein Favorit gewonnen hat (2007). Mein dritter Favoritensieg war 2017.
      Als kleiner Junge war ich mal mit meinen Eltern und meiner Schwester auf einer ethnologischen Messe in Berlin. Am Stand Birmas (heute Myanmar) habe ich mir so eine Art Horoskop erstellen lassen. Dabei kam unter anderem heraus, dass die 7 anscheinend meine Zahl ist. Die schienen zumindest in Bezug auf den ESC richtig gelegen zu haben. Ich kann 2027 gar nicht erwarten! 🤣
      Meine Eltern behaupten, dass ich auch 1976 schon vor dem Fernseher saß, aber an den ESC 1976 kann ich mich nicht erinnern, und das ist auch gut so, weil in den 1976-Sieger grässlich finde.

      • Deine ersten Sätze unterschreibe ich für VFoS. Die ersten beiden Male gewann mein Favorit und seitdem nie wieder. Aber es reichte, um mich süchtig zu machen. 😀

    • …wobei die Glocken von Rom Dir ganz klar in Erinnerung gebleiben ist, weil das nun mal 100 Pro Dein Stil ist.

  9. 1998??? Mein Gott sind hier alle jung. 🤣
    1998 war mein erster und einziger ESC vor Ort. Mann, was habe ich gezittert und gebetet, dass Imaani gewinnt. „Where Are You“ ist noch heute in meinen Allzeit-ESC-Top 10. 😍
    Außerdem habe ich 1998 gelernt, dass mir der ESC im Kreise von Freunden und Familienmitgliedern am meisten Spaß macht, und mit dem ganzen Gekreische, das heutzutage in der Arena dazugehört, wäre das Vororterlebnis gar nichts mehr für mich. 1998 ging es ja zumindest noch halbwegs zivilisiert zu.

    • Ich war kein einziges Mal vor Ort, und muss ehrlich sagen: Okay, ich verstehe sehr gut, dass es für Fans ein ganz besonderes Erlebnis ist. Aber für mich wäre das nichts. Inmitten der ganzen Menschen würde ich mir doch reichlich verloren vorkommen. Für meinen Mann, als bekennender Nicht-Fan, wäre es auch nichts. Ergo: Ich vermisse es auch nichts, denn auf der Couch, sieht man erstens besser, und zweitens ist es auch viel gemütlicher. Und das Bett ist auch nicht so weit, wenn man (nach der Show natürlich) müde ist.😀

      • Genau. Allerdings geht bei uns nach der Show niemand ins Bett. Meist unterhalten wir uns noch bis 3 oder 4 Uhr … 🙂

      • Ich bin an diesem Abend alleine in Wohnzimmer. Mein Mann schläft um diese Zeit meistens schon tief und fest. Aber das macht nichts. So kann ich mich voll und ganz aufs Geschehen konzentrieren.😉

      • Gaby, es ist auch ganz speziell vor Ort. Ich war damals in Düsseldorf, was eh schon ein offenes Rennen war wie selten, und nach den Beiträgen hatte ich das Gefühl, man hätte mir einmal das Gehirn rausgeblasen und wieder reingesetzt. Es war unglaublich laut und unglaublich anstrengend, und ich hatte keinen blassen Dunst, wie das ausgeht. (Dass es allerdings SO ausgeht – oh Gott.) Ich weiß noch, wie sehr mich Raphael Gualazzi damals aus den Schuhen gehauen hat, der war meiner Meinung nach mit Riesenabstand der Beste an dem Abend, die Eröffnungsnummer, wo wir vor der Show alle üben mussten „I can’t go, I can’t go“ zu singen – und bei Jan Delay sind alle aufs Klo gerannt. Ich saß neben einem Pärchen, die waren totale Fans von Evelina Sasenko. Auch schön 🙂

      • Tamara, äh… ja, war nachvollziehbar, dass viele Leute den Auftritt von Jan Delay zur Toilettenpause genutzt haben.😉

  10. 1998? Ich wurde erst ein knappes halbes Jahrzehnt später geboren… 😅
    Mein erster ESC war 2010 unsere Lena, aber ich durfte die Punktevergabe auch nicht gucken… Da wär ein Highlight gewesen. Die erste Puntevergabe und Deutschland als Gewinner!

  11. Meine frühste ESC-Erinnerung war der ESC 1989, an die ich mich aktiv erinnere. Da war ich 3 und ich durfte wie immer den ganzen ESC sehen. An den Mauerfall erinnere ich mich gar nicht so gut, aber an den ESC und meine Favoriten schon. Man haben wir gefeiert, als Riva gewonnen hat! Und 1990 war auch super und besonders Jugoslawien hätte ich einen Doppel-Sieg gegönnt! Oje, meine Eltern haben wohl einiges falsch gemacht, als sie mir erlaubt haben, jedes Jahr den vollen ESC zu schauen! Bei den meisten anderen, die ich kenne, war es so, dass sie erst im späteren Alter den ESC voll oder eben nur halb schauen durften. Anscheinend ist Fernsehen bei vielen Eltern für ihre kleinen Kindern verboten gewesen. Bei uns nicht! 🙂

    • So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Riva fand ich ganz schrecklich, gehört für mich zu den schlimmsten ESC-Siegern aller Zeiten, (Hoffe, ich trete jetzt nicht ins Fettnäpfchen😀).Aber 1990 war ein exzellenter Jahrgang, mit einem (mMn) hochverdienten Sieger.🙂

      • Ist nicht schlimm. Jeder hat einen eigenen Geschmack! Das macht den ESC ja so bunt und vielfältig. 🙂 Bin da vielleicht auch etwas voreingenommen und kann es daher nicht objektiv beurteilen (wegen meinem Migrationshintergrund). Aber meine Familie und ich waren einfach sehr glücklich, dass Jugoslawien damals gewann, auch wenn wir nur in Deutschland am Fernseher zugeschaut haben. Die Kassette (!) von Riva habe ich von damals auch noch irgendwo. Und natürlich gehört der jugoslawische ESC-Beitrag von 1990 auch noch zu meinen liebsten Kindheitserinnerungen vom ESC. Ach, schön war die Zeit damals! 🙂

      • @Branko

        Ach so, ja klar, das kann ich verstehen. Ich bin ein großer Fan der Musik vom Balkan. Aber um ehrlich zu sein, erst seit 2004.
        Aber Tajci fand ich auch toll.😊

    • Ich bin ein Riesenfan der jugoslawischen ESC-Beiträge bis einschließlich 1976. Die Beiträge nach Jugoslawiens Come Back fand ich dann nicht mehr so toll, mit einer großen Ausnahme: Ich liebe YUG90! 😍

    • 1989 ist mein Lieblingsjahrgang (da schlägt mein Herz und mir kommen fast die Tränen vor lauter Nostalgie) und Riva fand ich damals ganz toll. Den jugoslawischen Beitrag 1988 mochte ich allerdings noch mehr. Damals hatte ich den ESC noch nicht auf Kasette aufgenommen, aber das ist eines der ganz wenigen Lieder, deren Refrain mir auch so in Erinnerung geblieben ist.

  12. Erstmal eine schöne Idee dieser Kalender.

    Mein erster ESC bzw. der erste an den ich mich erinnern kann war der ESC 2003 in Riga. Mein Onkel und meine Tante sowie mein Cousin waren zu Besuch und wir haben es und dann gemeinsam angeschaut. Ich weiß noch wie ich damals neben dem Fernseher stand und versuchte die Choreographien nachzutanzen sowie die Songs nachzusingen. Blöd war nur dass ich damals mit fast neun Jahren noch überhaupt kein Englisch konnte, weswegen bei den Songs irgendein wirres Kauderwelsch rauskam, von meinen schon damals nicht vorhandenen Gesangstalent möchte ich gar nicht erst reden. 😉

    Tja, der Rest ist Geschichte, seitdem bin ich großer Fan.

  13. Meine ersten Erinnerungen an den ESC sind die Teilnahme von Max und der letzte Platz von Gracia.😁
    2006, befeuert von der Euphorie um Texas Lightning war dann der erste, den ich live im Fernsehen sehen durfte, allerdings nur bis zum Deutschen Auftritt, genauso wie in den Folgejahren. Ich erinnere mich, dass ich wie Benny damals im Teletext nachgeschaut habe, wer gewonnen hat und wo Deutschland gelandet ist. Mein erster kompletter ESC samt Punktevergabe war 2009, wobei mir damals fast die Lust vergangen ist. Deutschland war ja zu der Zeit damals chancenlos. Zum Glück kam danach Raab und dank des Lena Hypes wurde 2010 mit der gesamten Familie der Sieg am TV gefeiert. Seitdem gibt es kein Entkommen mehr 😄

  14. Bei uns zuhause war der grand prix eurovision de la chanson seit ich denken kann( so ca.120jahre), immer pflichtprogramm und neben “ spiel ohne grenzen“, ewg, teleboy und „am laufenden band“ eine der abende, wo ich länger als bis 21.00 aufbleiben durfte.

  15. Meine erste Erinnerung ist von 1984, da war ich 5. Meine beiden Schwestern und ich waren damals alle drei in die Herrey’s verliebt (aber nur ich habe mir später einen Schweden geangelt 😉). Der ESC war für uns immer das schönste Ereignis im Jahr, da konnte nur Weihnachten halbwegs mithalten. Es war auch der einzige Abend im Jahr an dem wir die Couch im Wohnzimmer ausziehen und dort die ganze Nacht verbringen durften, so verpasste ich natürlich keine Punktevergabe, konnte danach aber vor Aufregung auch lange nicht schlafen.

    1998 habe ich in Dublin gelebt, konnte den ESC damals leider nur auf einem kleinen TV-Gerät mit sehr schlechtem Empfang sehen. Österreich durfte nicht dabei sein und meine Favoriten waren England und Frankreich, der Jahrgang zählt also nicht gerade zu meinen allerschönsten ESC-Erinnerungen. 😊

    • Erinnerung daran habe ich zwar keine, aber offenbar war der ESC 1984 nicht mein erster, denn es gibt einen Eintrag von mir im über 35 Jahre alten „Freundebuch“ meiner Schwester: Lieblinssängerin: Ofra Haza, Lieblingslied: Hei 😊

  16. Hihihi, so ein Kindheitstrauma hab ich auch. Meine ersten paar Minuten hab ich noch heimlich geguckt, da bin ich zwischen Startnummer 3 (die ich damals wie heute ganz ganz toll fand) und 4 ins Bett gespurtet, weil sich der Schlüssel im Schloss drehte und die Eltern heimkamen.

    Ein Jahr später war ich besser vorbereitet. Ich durfte alle Beiträge anschauen und wurde danach ins Bett geschickt, was ich meinen Eltern bis zum heutigen Tag nicht verziehen habe. Ach so, wann das war? Am 24.4.1982 …

  17. Bei mir war es genau andersrum. Die musikbegeisterten Eltern hielten ihre Kinder mit ganz viel Cola wach, um sicherzugehen, dass vom ersten Takt der Eurovisionshymne an – über die Punktevergabe – bis hin zum Auftritt des Siegerliedes durchgehalten wurde. 😂

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