Aktuelle Neuveröffentlichungen II – Der ESC-2021-Jahrgang: Fyr & Flamme, Montaigne, Blind Channel, Lesley Roy & Hooverphonic

Weil in der vergangenen Woche so viel neue Musik mit ESC-Bezug erschienen ist, stellen wir die Werke aktuell an dieser Stelle in kleinen, leicht verdaubaren und thematisch geordneten Übersichtsartikeln vor. Nachdem gestern bereits die schwedischen Mello-Frauen den Anfang gemacht haben, legen wir heute den Fokus auf die „class of 2021“, also Acts aus dem aktuellen ESC-Jahrgang.

Fyr og Flamme – Fyr og Flamme

Wir bleiben nach Schweden zunächst in Skandinavien. Das dänische Duo Fyr og Flamme, das es mit „Øve os på hinanden“ im Mai leider nicht ins ESC-Finale geschafft hat, hat sein erstes Album veröffentlicht, das den wenig überraschenden Titel „Fyr og Flamme“ trägt. Wenig überraschend gestaltet sich auch die musikalische Auswahl, denn wer die bisherigen Veröffentlichungen der beiden Herren inklusive ihres ESC-Beitrags kennt, bekommt hier Wohlbekanntes geboten. Das ist allerdings kein Nachteil, denn Fyr of Flamme bleiben so ihrem Stil treu und machen die Musik, für die Fans sie kennen und lieben.

Montaigne – My Life Is Better With You

Auch Montaigne hat es in Rotterdam nicht ins ESC-Finale geschafft, was ihrer musikalischen Karriere allerdings keinen Abbruch tut. Ihre neue Single „My Life Is Better With You“ ist der Titelsong zum Podcast „My Brother, My Brother and Me“ der Brüder Travis, Justin und Griffin McElroy. Das Lied ist ein Gute-Laune-Track mit Ohrwurmqualitäten.

Blind Channel – Balboa

Nichts Neues auch bei den finnischen ESC-Top-10-Finishern von Blind Channel. Die neue Single „Balboa“ greift die uns bereits von „Dark Side“ bestens bekannte Songstruktur auf, besticht durch harte Strophen und einen hymnischen Refrain. Never change a running system.

Lesley Roy – I’ll Be Fine

„I’ll Be Fine“ von Lesley Roy klingt zwar ganz anders als ihr ESC-Beitrag „Maps“, trotzdem bleibt sich die irische Sängerin auch mit ihrer neuen Single treu. Wie auch schon bei „Maps“ und „Story Of My Life“ kann man sich dem Gefühl nicht verwehren, dass Lesley sich musikalisch immer wieder an bekannten us-amerikanischen Popsongs orientiert. Das ist wohl wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Sängerin einen Großteil ihres Lebens in den USA verbringt und zum Beispiel schon mit Max Martin zusammengearbeitet hat.

Hooverphonic – Thinking About You

Mit deutlich mehr Schwung als noch bei ihrer ESC-Teilnahme kommen Hooverphonic aus Belgien daher. „Thinking About You“ kann man fast als das belgische „Grain of Trust“ bezeichnen: Der Song ist schwungvoll und hat Ohrwurmqualitäten, bewegt sich an der Grenze zwischen Pop und Country, lebt vor allem auch von Geikes Stimme und besticht durch einen gewissen Touch von Melancholie. Absolut sehenswert ist auch das offizielle Video.

Das war die zweite Folge unserer kleinen Übersicht über die aktuellen Neuveröffentlichungen mit ESC-Bezug. Alle wichtigen Veröffentlichungen gibt es wie immer auch in unserer Spotify-Playlist „ESC-Neuveröffentlichungen | 2021“. Welche Songs gefallen Euch am besten?


18 Kommentare

  1. Am besten gefällt mir „Thinking About You“, gefolgt von „Balboa“. Die anderen Songs treffen nicht meinen Geschmack.

    • Bin echt mal gespannt was die da im Oktober alles raus bringen. Freue mich auf jeden Fall darauf.

      Für alle die es nicht verfolgt haben:
      Letztes Jahr haben Lordi ihr 10. Album veröffentlicht. Dies ist ein fiktiolales Best-of Album, d.h. die Songs auf diesem Album sind so angelegt und klingen auch so, als ob sie im Laufe von 30 Jahren entstanden wären. In Wahrheit sind aber alles ganz neue Songs. Lordi mussten letztes Jahr ihre Tour Mitte März unterbrechen und hatten dann wie alle viel Zeit zum Musik schreiben.
      Im Frühjahr dieses Jahr haben sie dann angekündigt, dass sie für dieses fiktionale best of Album den Backlog dafür geschrieben haben und im Oktober gleich 7!! Alben auf einmal veröffentlichen wollen, die alle im Stile dieses Best of albums gehalten sind, d h. Jedes der 7 Alben wird eine andere Klangfarbe haben, eben als wenn diese über 30 Jahre entstanden wären.

  2. My Life Is Better With You ist einfach Klasse. „Indie-pop“ voll die 90er… Ich glaube, ich werde das Lied gerne wieder hören (downloaden usw.)

    dann kommt Hooverphonics. Für mich auch der beste Beweis dafür, dass ein Künstler (.in, Gruppe, usw) mit einer starken Identität vor dem ESC nichts zu fürchten hat (im Gegenteil!)

    • Nett, die Stimme paßt gut zum Song, ist mir persönlich aber etwas zu weinerlich. Nun bin ich aber auch kein Michael-Jackson-Fan.😉

  3. Offtopic

    Heute Abend ist im Kölner Treff im WDR ab 22 Uhr Sarah Engels, die im Kostüm des Skelettes die vorletzte Staffel von The Masked Singer gewann, zu Gast.

  4. Am heutigen Neue-Musik-Freitag gibt es wieder Material von bekannten Künstlern mit ESC-Bezug und es macht dieses Mal Bilal Hassani den Anfang, dessen aktueller Titel heißt „Baby“ und im offiziellen Video ist er in wechselnden Verkleidungen zu sehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=OU8GZL3iQ2Y

    Die Gruppe Timebelle, die 2017 die Schweiz beim ESC vertrat und im Halbfinale ausschied, surft auf der Sommerhitwelle und stellt ihren aktuellen Song „No Te Vayas De Aqui“ (Geh nicht hier weg) vor:

    https://www.youtube.com/watch?v=USPH93dkO9Y

    Erika Vikman, die Gewinnerin der Herzen des UMK 2020, lädt in ihrem neuen Song wieder zum Abtanzen ein und der Titel heißt „Aikuisten rannekkeet“ (Laut Google-Übersetzer Erwachsene Armbänder):

    https://www.youtube.com/watch?v=gd2o96JjCF0

    Der zweimalige Melodifestivalen-Teilnehmer Nano (bürgerlich Nano Omar) ist musikalisch auch wieder auf der Bildfläche und stellt den durchaus tanzbaren neuen Song „Dreams“ vor:

    https://www.youtube.com/watch?v=_ETbWjiqz1s

    Von Schweden nach Albanien und zu Mirud, der im vergangenen Jahr beim Festivali i Këngës teilnahm. In seinem aktuellen Song „Zjarr“ (Feuer) bleibt er zwar der Landessprache treu, aber es gibt auch ein paar englischsprachige Textpassagen:

    https://www.youtube.com/watch?v=ZW7SGP9Yfi8

    Auch die No Angels, die ja in diesem Jahr ihr Comeback feierten, haben einen aktuellen Song veröffentlicht und der Titel ist „Mad wild“:

    https://www.youtube.com/watch?v=6Ldm1mQ3hNM

    Tina Karol, die beim ESC 2006 in Athen die Ukraine vertrat, hat sich mit der Gruppe Kazka, die vor zwei Jahren am ukrainischen ESC-Vorentscheid Widbir teilnahm, zusammengetan und das Ergebnis ist der Titel “ Зірочка“ (Sternchen):

    https://www.youtube.com/watch?v=0d9bfd0pmkg

    Ermal Meta, der in diesem Jahr am Sanremo-Festival teilnahm und ins Superfinale einzog, meldet sich auch mit einem neuen Song zurück und der Titel heißt „Stelle cadenti“ (Fallende Sterne):

    https://www.youtube.com/watch?v=l8BSy4fyBBw

    Zum guten Schluß gibt es noch eine Gute-Laune-Nummer von Max Barskih. Der nahm vor neun Jahren am ukrainischen ESC-Vorentscheid Evrobachennya 2012 – Natsionalyni vidbir teil und sein aktueller Song heißt „Just fly“:

    https://www.youtube.com/watch?v=CdsvO9RgiAQ

    Viel Spaß beim Anhören!

  5. Hallo Matty, vielen Dank für die Vorstellung der Songs.🙂

    1. „Baby“ – Nette, flockige Nummer, kreatives Video.

    2. „No Te Vayas de Aqui“ – Auch ganz hübsch, nur mit der Stimme der Sängerin komme ich nicht wirklich klar.😉

    3. „Aikuisten rannekkeet“ – Ich weiss nicht, beginnt ganz cool, aber irgendwie fehlt dem Song was, keine Ahnung.

    4. „Dream“ – Also ganz ehrlich, „Hold on“ gefällt mir besser.

    5. „Zjarr“ – Das gefällt mir, find‘ ich gut.😊

    6. „Mad wild“ – Also in diesem Leben werde ich kein Fan mehr von den No Angels.😉

    7. “ Зірочка“ Ganz nett, aber irgendwie fehlt mir hier auch noch der letzte „Schmiss.

    8. „Stelle cadenti“ – Das gefällt mir.🙂

    9. „Just fly“ – Hey, das macht richtig Laune, gefällt mir richtig gut.😊 (Sag‘ ich, obwohl ich der (Viel)-Fliegerei mehr als kritisch eingestellt bin. Aber ich habe jetzt einen Ohrwurm.

  6. Heute Abend gibt es in WDR die Nostalgieshow „Ab in die 70er – Anita, Babicka & Co“ und in der gibts ein Wiedersehen mit einigen ehemaligen ESC- und Vorentscheidteilnehmern wie Mary Roos, Karel Gott und Costa Cordalis. Beginn ist jedoch erst um 23 Uhr 55 und geht bis 1 Uhr 25.

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