Auf dem Weg in die Niederlande: Nur noch sechs Städte wollen den ESC 2020 austragen

Foto: Ralf Roletschek / https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2010-05-21-breda-by-RalfR-06.jpg

Für die 184.000-Einwohner-Gemeinde Breda (Foto) in den Niederlanden ist der Traum ausgeträumt, Gastgeberstadt für den Eurovision Song Contest 2020 zu werden. Das haben gestern niederländische Medien vermeldet. Als Grund wird das finanzielle Risiko angegeben, das Breda als Austragungsort für den ESC 2020 tragen müsste.

Damit hat sich die Zahl der möglichen Gastgeberstädte mittlerweile auf sechs reduziert. Der ESC 2020 wird damit in Amsterdam, Arnheim, Den Bosch, Maastricht, Rotterdam oder Utrecht stattfinden. Beste Chancen, den Zuschlag zu erhalten, werden aktuell Rotterdam zugeschrieben. Die Stadt ist auch die Favoritin der ESC-kompakt-Leser.

Die genannten niederländischen Städte müssen ihr „bid book“, also ihre offiziellen Bewerbungsunterlagen, bis zum 10. Juli einreichen. Das Ergebnis des Bewerbungsprozesses soll dann im August bekannt gegeben werden. Auch die offizielle Bestätigung dafür, dass der nächste ESC am 16. Mai 2020 stattfinden wird, steht nach wie vor aus.



7 Kommentare

  1. So schnell wie alle sich nicht mehr bewerben, könnte man fast glauben, dass am Ende nur eine Stadt sich anbieten wird.

    Amsterdam: macht alles unter den Radar.

    Arnhem: das wird am Ende ein Angebot zusammen mit Nijmegen oder gar nicht. (Arnheim-Nimwegen)

    Den Bosch: hier erwarte ich einen Rückzieher. Deckenhöhe und das finanzielle Risiko.

    Maastricht: wird sich bewerben. André Rieu hat den Terminkalender schon freigeräumt.

    Rotterdam: Bewerbung mit Lärm. Aber ob da alle wirklich so willkommen sind? Ich hoffe es.

    Utrecht: hat versucht den König einzubeziehen, aber der hat lächelnd abgelehnt, da er für alle da ist.
    Dennoch – die Stadt hat ausreichend Reserven um sich alleine zu bewerben. Nur das Randprogramm und die Hotelbetten …

    Wer Amsterdam zu voll empfindet, kann auch in Utrecht oder ’s-Hertogenbosch einen Kanalrundfahrt machen, Museen oder Coffeeshop besuchen. Viele Museen bieten online Zugangskarten an.

    Ach ja, Thema Drogen. Die Gemeinden entscheiden darüber. Ausweis oder Reisepass ist Pflicht, manchmal kann man nur bar zahlen und am wichtigsten: Marihuana ist stark, bis zu 20% THC. Die billige Variante ‚Restgras‘ oder wie man es nennt, enthält Dünger und Pestiziden. Besser das normale Zeug.

    Sohnemann: Marko, du nervst. Ich: Richtig erkannt. Aber wer weiß, vielleicht wird 2020 genau so schlecht wie 2018. Da brauchen manche Leute Drogen um alle Songs zu überstehen.

  2. @Marko

    Eine Frage zu Rotterdam: Wie meinst Du denn das, ob alle dort willkommen sind? Gibt es da Bedenken?
    Sorry, reine Neugier, bitte nicht falsch verstehen.

  3. Ich muss mich erst korrigieren. Die Gemeinde ’s-Hertogenbosch (offizielle Namen) hat vom Gemeinderat das grüne Licht bekommen für eine Bewerbung. Mehr Informationen gibt es nicht, da man – wie im Maastricht – alles unter ‚Streng Geheim‘ handelt. Dennoch … wirklich ernst kann ich diese Bewerbung nicht nehmen, da die Gemeinderat sofort ein Maximum-Betrag festgelegt hat. Wie viel? Streng Geheim.

    Rotterdam. Offiziell gibt es keine Bedenken, alle sind willkommen. Ob es so recht gelingen wird alle wirklich das Gefühl zu vermitteln, willkommen zu sein, da habe ich Zweifel. Es ist schwer einzuschätzen wie die Atmosphäre in der Stadt Anfang Mai 2020 sein wird. Die Stimmung vor Ort kann leicht kippen, die Mentalität der Stadt (sehr gerade aus) wird nicht jeden gefallen. Genaueres dazu erst später, wenn es einen Anlass gibt. Oder handfeste Beispiele.

  4. Auch in Arnhem hat die Gemeinderat heute eine Sitzung abgehalten. Die Stadt wird sich bewerben, aber wie in ’s-Hertogenbosch nur eine bestimmte Beitrag leisten (und keine Pfennig mehr.) Nächste Woche, wenn das Angebot eingereicht ist, werden alle Pläne veröffentlicht. Bis jetzt gab es in allen Städten eine große Mehrheit für eine Kandidatur und sind nur die innerhalb-der-Stadt-weltberühmte Meckerer dagegen.

    Rotterdam. Sohn und Anhang wollen dort nicht hin. Kaum Nachtleben für ihre Zielgruppe, dazu zu viele Jungs, die offen bewaffnet herumlaufen. Sie spielen alle klassische Musik und sind dort vor einer Woche aufgetreten. Alles frische Beobachtungen. ‚So lange man sich unauffällig benimmt, gibt es keine Probleme.‘ Gay Pride Besuch? ‚Lieber Köln oder Zagreb als Rotterdam. Gehen wir nach Split?‘

  5. Und die Infos tropfen herein. Ein Nachteil von 6 Städte und 6 Provinzen: man muss auch 6 Mal überall herumstöbern um die Infos zu überprüfen und die eigentliche Quelle zu finden.

    Die Provinz Zuid-Holland (Südholland) steuert 1 Mio. bei, falls Rotterdam gewinnt. Und mir kommt den Verdacht dass die Zeitung Algemeen Dagblad, mit Hauptsitz in Rotterdam, versucht Duncan zu framen in Sachen ‚Unterstutzung der Kandidatur‘. Über Ilse De Lange weiß ich, dass es ihn egal ist wo der ESC stattfindet, aber die Zeitung macht mit jeder seiner Bemerkungen über Rotterdam groß auf.

    Gemäß den Motto ‚Alle für ein, einer für alle‘ hat auch die Gemeinde Dordrecht Unterstutzung ausgesprochen, selbstverständlich mit dem Wunsch, dass Dordrecht Teil der Kulisse sein wird.
    Warum auch nicht? Dordrecht hat einen Postkartenseite zu bieten. Von der Wasserseite aus.

  6. Und mehr aus der Provinz. Gelderland zieht den Geldbeutel für Arnheim. Wieviel? Streng Geheim, aber ‚alles zwischen 10 und 50 Millionen‘.

    Wahrscheinlicher empfinde ich alles zwischen 1 und 5 Millionen, wegen der Grundhaltung in NL, dass nichts etwas kosten darf.
    Solche Spekulationen sind auch da um den anderen Städten zu verunsichern. Meine Quelle in Südlimburg ist sich sicher. Stadt Maastricht und Provinz Limburg haben bis zu 25 Mio. übrig für den ESC.

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