Benidorm Fest 2022 in Spanien: Luna Ki tritt zurück, Kontroverse um Tickets & Abstimmung für die Semis

Nur wenige Tage vor dem ersten Halbfinales des Benidorm Fest, dem spanischen Vorentscheid für den ESC 2022 in Turin, bricht das Drama in Spanien nicht ab. Am Sonntag wurde nun vom spanischen Sender RTVE verkündet, dass Luna Ki die Teilnahme an der Vorentscheidung zurückgezogen habe. Der Act aus Barcelona hätte das erste Semi am Mittwoch, 26. Januar eröffnet. Grund für den Rückzug sei wohl, dass der Song „Voy a Morir“ nicht wie in der Studioversion oder bei Auftritten im Rahmen von Konzerten mit Autotune gesungen werden darf.

Zwar hatte vor wenigen Tagen Eva Mora, die spanische Head of Delegation, gesagt, dass das Benidorm Fest seine eigenen Regeln hätte, die Künstler seien jedoch darüber informiert worden, dass bei einer möglichen ESC-Teilnahme strengere oder andere Regeln gelten würden. Anscheinend war dies dem Team von Luna Ki aber nicht bewusst, am Montag sollen in einer Pressekonferenz weitere Details zum Rücktritt und einem möglichen Nachrücker bekannt gegeben werden.

Tickets sorgen für Zwist

Spanische ESC-Fans waren bis vor wenigen Wochen restlos begeistert von dem neuen VE-Format. Als jedoch das Datum für das Benidorm Fest näher rückte und noch immer nicht klar war, wie man an Tickets für das Event kommen kann, sorgte das bei vielen Fans für Unmut. Zudem wurde bekannt, dass internationale Fanclubs Kontingente bekommen haben, während viele Spanier bereits Hotels gebucht und Urlaub für die Benidorm-Woche genommen hatten.

In einer Pressekonferenz gab RTVE dann zu, dass das Ticket-Management an eine externe Agentur vergeben wurde und dass man aufgrund der Corona-Situation von einem freien Verkauf der Karten abgesehen habe. Die zuständige Agentur hat stattdessen OGAE-Clubs in Spanien und ganz Europa kontaktiert und Einladungen verteilt. Als Trost-Pflaster ging am Sonntag dann eine Verlosung an den Start, bei der man noch wenige Restkarten gewinnen kann.

Abstimmung: Wer soll sich aus den Semis qualifizieren

Am kommenden Mittwoch startet das Benidorm Fest 2022 endlich mit dem ersten Semi. Vorher wollen wir von Euch wissen: Welche jeweils vier Acts sollen sich aus den beiden Semis für das große Finale am kommenden Samstag qualifizieren. Alle Beiträge für die spanische Vorentscheidung findet Ihr hier oder in unserer Spotify-Playlist.

Welche vier Acts sollen im ersten Semi des Benidorm Fests 2022 weiterkommen?

  • Tanxugueiras – "Terra" (28%, 217 Votes)
  • Azúcar Moreno – "Postureo" (21%, 161 Votes)
  • Chanel – "SloMo" (15%, 115 Votes)
  • Blanca Paloma – "Secreto de Agua" (13%, 100 Votes)
  • Varry Brava – "Raffaella" (11%, 86 Votes)
  • Unique – "Mejores" (11%, 85 Votes)

Total Voters: 267

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Welche vier Acts sollen im zweiten Semi des Benidorm Fests 2022 weiterkommen?

  • Rayden – "Calle de la Llorería" (24%, 155 Votes)
  • Xeinn – "Eco" (21%, 139 Votes)
  • Rigoberta Bandini – "Ay Mamá" (18%, 120 Votes)
  • Javiera Mena – "Culpa" (15%, 99 Votes)
  • Sara Deop – "Make You Say" (9%, 56 Votes)
  • Marta Sango – "Sigues en mi mente" (8%, 51 Votes)
  • Gonzalo Hermida – "Quién lo diría" (6%, 38 Votes)

Total Voters: 222

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17 Kommentare

  1. Aus dem 1. Semi drücke ich am meisten Tanxugueiras, im 2. Semi Rayden die Daumen. Einer der beiden Acts würde ich sehr gerne für Spanien in Turin sehen.🙂

  2. Also so ganz erschließt sich das nicht für mich…
    Warum informiert man sich nicht vorher, welche Regularien der ESC hat?
    Und, wenn sie sich informiert hätte, könnte sie ja einfach teilnehmen und schauen, ob sie gewinnt. Man könnte sich ja dann immer noch ne Notlösung überlegen…
    Ich mochte den Song zwar, aber gewonnen hätte sie safe nicht…
    Durch dieses Vorgehen, kommt sie mir sehr unsympathisch, hochnäsig und auch dumm vor. Schade 🙁

    • Wie soll die Notlösung denn ausschauen, wenn sie ohne Autotune (zur Regulierung ihres Gesanges) nicht singen kann? 😉
      Verzerren und ähnliche Effekte auf die Stimme sind ja erlaubt, aber singen sollte sie halt schon können. Vor allem wirkt ihr Lied jetzt auch nicht so, als sei es schwierig zu singen…

  3. das merken die jetzt erst?
    was war denn mit irama und co in italien?
    mir erschließt sich das jetzt nicht wirklich,weil doch auch backgroundplayback oder wie das heißt neuerdings (leider!) erlaubt ist.

    • Effekte auf der Stimme im Sinne von Verfremdung waren noch nie problematisch, siehe Olsen Brothers.
      Was untersagt ist, ist das technische Korrigieren der Stimme zum richtigen Ton, also auch Autotune. Deshalb muss ein Lead-Dub, also quasi das Doppeln der Lead Vocals (sehr anschaulich bei Eleftheria Eleftheriou 2012 den ganzen Song über zu hören), auch wieterhin live sein.

      • Also mein Favorit ist ja eigentlich Xeinn, zumindest bei der Studioversion. Ich hab jetzt schon 3 Live Auftritte von ihm gesehen und er hat einfach jedesmal extrem die Töne verkackt. Aber wir werden sehen, was er nächste Woche da auf die Beine stellt

      • Bei den Olsen-Brothers war das einfach noch nicht das Thema, weil man Autotune beim ESC noch nicht kannte. Netta durfte ihre Loops ja nicht machen daher gehe ich davon aus, dass eine Stimmverfremdung nur im Ausnahmefall (gab es ja auch schon) erlaubt ist. Bei der Dame ist das aber ein Hauptbestandteil ihres Liedes.
        Das wäre doch mal ein Thema für einen engagiereten Journalisten unter den Bloggern.

      • Es scheint dann wohl generell eine Einzelfall-Entscheidung zu sein. Jowst hat man die gepitchten Samples im Refrain ja erlaubt, unter der Bedingung, dass gleichzeitig Backround-Sänger etwas live singen und das dann irgendwie gemischt wird. Nettas Looper hat man zunächst ja auch grünes Licht gegeben, die Entscheidung dann aber wieder revidiert. Vielleicht kommt es bei solchen Auslegungsfragen auch einfach darauf an, welches Land was will. LaBrassBanda hätten ja sogar explizit entgegen der Song-Contest-Regeln in Malmö ihre Instrumente live spielen dürfen. Ob man das z. B. einer moldawischen Band auch erlaubt hätte?

      • @floppy1992

        Labrassbanda hatten die Erlaubnis, beim deutschen Vorentscheid die Instrumente live zu spielen. Beim ESC selbst wäre das nicht der Fall gewesen. Deswegen war ich, als großer Fan, der sie mehrfach live gesehen hat, froh, dass sie nicht gewannen, eben genau deshalb.

      • Ach, guck an. Dann habe ich das tatsächlich schon 2013 falsch verstanden. Ich habe beim Googlen mal eben dieses alte Interview (https://www.eurovision.de/teilnehmer/labrassbanda155_page-2.html) gefunden, da heißt es: „Das haben sie extra für uns möglich gemacht. Damit wären wir die erste Band beim Eurovision Song Contest, die live spielt.“ Finde ich schon ein bisschen missverständlich vormuliert. Das habe ich wahrscheinlich damals gelesen und falsch gedeutet.

  4. Da es hier um das Benidorm Fest geht, möchte kurz darauf hinweisen, das die Jury bekannt gegeben worden ist. In der 5 -köpfigen Jury ist u.a. Marvin Dietmann. Der österreisischer Choreofraf bzw. Bühnenbauer.

  5. Hoffentlich gibt es einen Nachrücker . Luna Ki war eh mein 14. und letzter Platz im Ranking.

    Es wäre schön und ein Traum ,wenn Fangoria einspringen würden .

    • Lieber Amion: Träum weiter! Ich träume aber gerne mit.

      Abgesehen davon moderiert ja Alaska (für alle anderen: sie ist die Sängerin von Fangoria) die Sendungen auch schon.

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