Dänemark: Dansk Melodi Grand Prix 2023 am 11. Februar in Næstved

Foto: EBU / Andres Putting

Zwei Jahre in Folge hat sich Dänemark nun schon nicht mehr für das große ESC-Finale qualifiziert und dennoch hält DR, der öffentlich-rechtliche Rundfunk des Landes, am traditionellen Auswahlverfahren fest. Und das nicht nur mehr oder weniger, nein, der Dansk Melodi Grand Prix wird 2023 wieder genauso durchgeführt wie auch in diesem Jahr. Der Wettbewerb wird aus nur einer Show bestehen, in der acht Acts um das Ticket zum Eurovision Song Contest wetteifern werden.

Eine Neuerung gibt es dann aber doch: Ausgetragen wird der DMGP 2023 nämlich in dem 44.000-Einwohner-Städtchen Næstved auf Seeland. In der dortigen Næstved Arena, die Platz für 4.500 stehende oder 3.000 sitzende Zuschauer bietet, wird am 11. Februar 2023 das dänische Finale ausgetragen. Darüber zeigt man sich in der Stadt auch sichtlich erfreut.

Künstlerinnen und Künstler, die Dänemark beim ESC 2023 vertreten wollen, können ab sofort und bis zum 28. Oktober ihre potenziellen Wettbewerbsbeiträge über ein Online-Formular einreichen. Parallel geht der dänische Rundfunk aber auch proaktiv auf Musikschaffende zu. Aus allen Einsendungen, die über den einen oder den anderen Weg in den Topf kommen, wählt schließlich ein nicht näher spezifiziertes redaktionelles Fachkomitee die acht Beiträge für den Dansk Melodi Grand Prix aus. Ansonsten gilt das übliche Regelwerk.

Beim Eurovision Song Contest 2022 in Turin wurde Dänemark von der Band REDDI mit ihrem Lied „The Show“ vertreten. Der Beitrag landete mit 55 Punkten auf dem 13. Platz im ersten Halbfinale und konnte sich damit nicht für das große Finale qualifizieren.

Freut Ihr Euch auf den Dansk Melodi Grand Prix 2023 und welchen dänischen Acts würdet Ihr gerne auf der Vorentscheidungs- bzw. ESC-Bühne sehen? Schreibt uns Eure Vorschläge gerne in die Kommentare.


23 Kommentare

  1. Na ja, gucken wir mal was dabei rumkommt. Muss zugeben dass ich Dänemark von den nordischen Ländern beim ESC am wenigsten mag, in den letzten Jahren gab es meistens faden Einheitsbrei, der zusammengeschusterterte Beitrag dieses Jahr ist da keine Ausnahme.

    • Muss gestehen, das ich DK 2015, 2018, 2019 und 2021 immer noch sehr gerne höre, allesamt recht leicht verdauliche Kost, aber richtige Ohrwürmer.
      Dagegen fand ich den Siegersong 2013 eher dürftig (mMn).

      • @Gaby

        Na ja, 2018 und 2019 sind noch ganz ok, aber halt wirklich recht belanglos.

        Fand „Only Teardrops“ damals nicht schlecht, aber der Song ist finde ich sehr schlecht gealtert und bin auch der Meinung dass er in einem stärkeren Jahrgang wie 2014 oder 2015 keine Chance auf den Sieg gehabt hätte.

      • @ESC1994

        Ja, Emely de Forest hat 2013 mangels Alternative gewonnen. Zumindest das Finale fand ich jetzt auch nicht gerade stark besetzt. Da hat mir eigentlich nur Island und Moldau wirklich gut gefallen. Einige gute Beiträge (Montenegro, Israel, San Marino) wurden leider schon in den Semis aussortiert.
        Irgendwie fand ich es auch unsympathisch, dass man sich von Anfang an so siegesgewiss gab.

      • @Gaby

        Ich habe es wahrscheinlich schon öfter hier geschrieben, aber für mich war 2013 der schwächste ESC der vergangenen Dekade. Neben dem wenig berauschenden Songangebot (Niederlande, Norwegen, Italien, Moldau als Ausnahmen), dem zu aufgeblasenen Rahmenprogramm sowie einer unnahbaren und stellenweise überforderten Moderatorin stört mich vor allem der Fakt dass wir bis heute nicht wissen wie der Sieg Dänemarks zustande gekommen ist. In allen anderen Jahren wurden die Ergebnisse fein aufgeschlüsselt nach Televote und Jury veröffentlich, nur in diesem Jahr gab es lediglich so nutzlose Durchschnittsplatzierungen die absolut gar nichts sagen. In dem Jahr wurde was am Wertungssystem geändert was viele Fans nicht gut fanden und irgendwie habe ich das Gefühl dass Dänemark am Ende so ein Kompromisssieger war weil sich Zuschauer und Jury nicht einig wurden.

        Ist natürlich nur eine Theorie, aber ein gewisses Geschmäckle hat es finde ich schon. 🙁

      • @ESC1994

        Der Gipfel war wirklich, dass man den Sieger schon ausgerufen hat, noch bevor die Abstimmung zu Ende war. Eine totale Respektlosigkeit gegenüber den Ländern, die die Punkte noch nicht vergeben haben… Sehr unsportlich!🙁

      • @Gaby

        Es lief auch während der Punktevergabe nicht alles rund. Es dauerte teilweise sehr lange bis die Punkte von 1-7 angezeigt wurden und dann oft nur recht kurz, und einmal wurden die 12 Punkte schon angezeigt noch bevor die Spokesperson sie verkündet hat.

        Auch noch „toll“: SVT beendete die Ausstrahlung mitten im nochmaligen Auftritt von Emmelie de Forest.

        Die Schweden gelten ja immer als so toll organisiert und innovativ, aber der ESC 2013 war da aus dieser Hinsicht eine große Enttäuschung, wirkte alles ziemlich bieder.

      • @Gaby

        Na ja, ich bin aber kein ESC-Fan geworden um die Bühnen zu bewundern, für mich ist die Musik und das Rahmenprogramm viel wichtiger und dass war in dem Jahr leider ziemlich meh.

      • @ESC1994

        Da hast Du recht, lieber ESC1994. Ich finde es aber ganz angenehm, wenn man die KünstlerInnen noch erkennen kann.
        In manchen Jahren wird es nämlich doch übertrieben, mit den Bildern im Hintergrund, empfinde ich dann doch eher als anstrengend.

  2. Ja, dies kann man jetzt gut oder schlecht finden, dass man -trotz des ausbleibenden Erfolgs in den letzten Jahren- an diesem Format festhält. Der „Melodi Grand Prix“ ist halt -ähnich wie Sanremo oder Mello- schon ein sehr etablierter Vorentscheid. So etwas ändert man dann halt wohl nicht so einfach (ohne das Publikum zu verärgern?)! In dieser Hinsicht bin ich bei uns in Deutschland sogar froh, dass wir so einen etablierten Vorentscheid nicht haben, sondern gefühlt jedes Jahr ein anderes Konzept. So braucht sich der NDR schon mal keine Gedanken darüber machen einen etablierten Vorentscheid abzusägen, falls man ein neues Konzept verwenden möchte.

    Næstved hat sich laut dem Foto ihres facebook-Eintrags wohl auch den Nachwuchswettbewerb „MGP“, welcher eine Woche später -am 18. Februar- stattfindet, gesichert. Oder ist dies immer so, dass die ESC-Vorentscheid Stadt auch automatisch den „MGP“ bekommt? Falls niemand weiß, was der „MGP“ ist: Dies ist ein Kindersongwettbewerb. Also sozusagen ein nationaler JESC. Hat Norwegen (NRK) auch, dort heißt dieser „MGPjr“, also fast ähnlich. Schade, dass Dänemark und Norwegen nicht beim JESC mitmachen, denn „MGP“ und „MGPjr“ wären eigentlich die perfekten Vorentscheide und ich bin überrascht, wie voll da die Halle ist. Hier mal der „MGPjr“-Siegersong von 2016, wo man am Anfang des Videos einen guten Blick in die Halle bekommt:

  3. Von mir aus können sie den Dansk MGP für 100 Jahre so lassen. Lediglich mit den Songs, die dafür ausgewählt werden, kann ich nur selten etwas anfangen. Da ist größerer Erneuerungsbedarf.

  4. Lieber der Dansk MGP als die NDR-Peinlichkeiten. Die anderen skandinavischen Länder haben musikalisch aber tatsächlich alle mehr zu bieten. Selbst Island.

  5. Laut Eurovoix ist heute die Deadline für die Länder um der EBU ihre Teilnahme am ESC 2023 mitzuteilen!
    Auch wenn es mittlerweile die meisten wissen trotzdem hier nochmal zur Sicherheit: Die Länder müssen der EBU ihre Teilnahme am ESC 2023 mitteilen! Dies bedeutet nicht, dass die Länder ihre Teilnahme auch jetzt bereits schon der Öffentlichkeit bekannt geben müssen!
    https://eurovoix.com/2022/09/15/today-deadline-broadcasters-participate-eurovision-2023/

  6. Das „Städtchen“ Naestved? Für dänische Verhältnisse ist das eine Metropole 😀.
    Ja, der DMGP liefert selten Songs, die beim ESC punkten, aber dafür Lieder, die in Dänemark in jeder Kneipe laufen und bei denen alle Generationen laut mitsingen.

    • Was aber halt eben nicht Sinn der Sache ist! Denn der „Melodi Grand Prix“ soll ja einen erfolgreichen Song für den ESC „heraussuchen“. Wenn es danach ginge, was national gut ankommt, dann hätte z.B. in Deutschland der NDR in diesem Jahr alles richtig gemacht, denn „Rockstars“ kam ja national gut an, nur halt beim ESC leider nicht.

  7. Ich bin auch gespannt, was der DMGP an Songs im kommenden Jahr zu bieten hat und ich hoffe, daß die Mehrheit wieder in der Landessprache ist. Letztes Jahr ist das Land zurecht im Halbfinale ausgeschieden, denn trotz Landessprache war der Song ziemlich belanglos. Nach dem letzten Sieg 2013 fand ich nur die Titel von Basim, Rasmussen und Leonora (Ersterer ist in meiner Playlist) in Ordnung.

    Es gibt übrigens auch Neuigkeiten von The Masked Singer. Am 1. Oktober 2022 beginnt die siebte Staffel und die ersten drei Charaktere sind das Walross, der Roboter No Name und der Brokkoli.

  8. 2011-2017 fand ich das DMGP-Feld insgesamt immer sehr solide, leider haben die Dänen sich ab 2015 dann immer am Ende genau für den falschen Song entschieden.
    2018 und ’19 hatte man jeweils zwei sehr konkurrenzfähige Songs dabei, von denen man dann auch einen gewählt hat; seit 2020 werden die DMGPs jedes Jahr schwächer, dieses Jahr hat mir eigentlich kein einziger Song wirklich gefallen. Ich würde sogar sagen, zusammen mit Israel hatte Dänemark den schwächsten VE des Jahres.
    Von daher bin ich leider nicht sehr zuversichtlich, dass sich das nächstes Jahr großartig ändert, aber wer weiß…

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