ESC-Songcheck kompakt 2022 (11) – Dänemark: „The Show“ von REDDI

Die Dänen standen in diesem Jahr vor der Herausforderung, würdige Nachfolger/innen für die geradezu übermenschlich großen Fußstapfen von Fyr & Flamme zu finden. Bereits Ende August wurden Beiträge für die Vorentscheidung Dansk Melodi Grand Prix gesucht, die zu diesem Zeitpunkt auch schon auf den 5. März terminiert wurde. Dabei hatte man große Ambitionen und wollte dort die Qualität und Breite der dänischen Musikszene repräsentieren.

Am 10. Februar wurden die acht von einer Fachjury ausgewählten Beiträge der Öffentlichkeit präsentiert. Darunter waren immerhin vier Song auf Dänisch. Bei der Vorentscheidung in der Jyske Bank Boxen in Herning wurde in zwei Abstimmungsrunden der Sieger gekürt. Dabei konnten sich REDDI im Superfinale der letzten drei mit 37% der Stimmen (vergleichsweise knapp) durchsetzen.

Die Band wurde von der Schlagzeugerin Ihan Haydar und dem dänischen Pop-Produzenten Chief 1 (Lars Pedersen) extra für die Vorentscheidung zusammengestellt. Sie besteht neben Ihan aus Siggy Savery (Gesang und Gitarre), Ida Bergkvist (Bass) und Agnes Roslund (Gitarre). Die eine Hälfte umfasst also Däninnen und die andere Schwedinnen.

Der Song

Der Song „The Show“ wurde von Siggy, Ihan und Chief 1 sowie Julia Fabrin und Remee Jackman geschrieben. Letzterer war auch co-verantwortlich für „Disappear“ von den No Angels, den deutschen ESC-Beitrag 2008.

Das Lied beginnt mit einem sehr ruhigen Teil, der am Klavier vorgetragen und teilweise von Streichern begleitet wird. In dieser Form wird von Siggy die erste Strophe und der erste Refrain gesungen, wobei der Text sehr gut verständlich ist. Nach etwa 1:15 Minute ändert sich dann der Stil von einer Ballade zu einem Uptempo-Punkrock-Popsong mit viel Gitarren- und Körpereinsatz der Bandmitglieder. Außerdem ist das Schlagzeug sehr präsent.

In „The Show“ geht es darum, sich zu trauen, das zu tun, was man will, unabhängig von seinem Geschlecht. Dazu sagte die Band selbst: „Mit unserem Song wollen wir der Welt sagen, dass man sich nicht von der Außenwelt davon abhalten lassen sollte, das zu tun, wovon man träumt. Wir wollen der Welt zeigen, dass Frauen alles aus eigener Kraft schaffen können. Wir haben uns alle gefragt, warum es in Dänemark so wenige Frauenbands gibt, und jetzt zeigen wir, dass es ganz einfach geht.“

 

Der Check

Song: 3/5 Punkten

Stimme: 3/5 Punkten

Darbietung: 2,5/5 Punkten (weil es durchaus fröhlich-dynamisch ist)

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Eigentlich gefällt mir das gar nicht schlecht, aber die richtige Mischung ist nicht geglückt. Das langsame Intro ist mit fast eineinhalb Minuten für meinen Geschmack zu lang, bevor der Song dann endlich in Fahrt kommt, was aber bis auf eine kurze Strophe nur bedeutet, dass der Refrain immer wieder wiederholt wird oder es Instrumentalsoli gibt. Das wird leider relativ schnell langweilig. 6 Punkte.

Berenike: „The Show“ klingt wie direkt aus „Glee“ oder einem High-School-Musical-Film entsprungen… Sehr direkt, durchaus eingängig, aber auch nicht sonderlich aneckend. Für sich genommen finde ich den Pianoballadenteil und den Girlierockteil gar nicht so schlecht. In der Kombination wirkt es dann aber doch etwas seltsam, als wären da zwei verschieden Songs zusammengeklebt. Insgesamt sympathisch hingerotzt, sodass ich 5 Punkte erübrigen kann.

Douze Points: Ach, Dänemark. Hättest Du nicht noch ein weiteres Meisterwerk wie „Øve os på hinanden“ zum ESC schicken können? Stattdessen Frauen-Poprock mit einem viel zu langen, dahingenuschelten Intro. Andererseits passiert im rockigen Teil des Songs auch nicht mehr so viel. Ja, das ist irgendwie authentisch, auch wenn die Band extra für die Vorentscheidung zusammengecastet wurde. Na dann, 4 Punkte (2 fürs Intro, 2 für den Uptempo-Teil).

Flo: Leider reizt mich wenig am dänischen Beitrag. Das beginnt damit, dass der Wechsel vom eher unauffälligen Balladenpart zum Pop-Rock sehr schwerfällig daherkommt. Die Gruppe versprüht für mich weder anfangs Emotionen oder Starpower noch im weiteren Verlauf. So plätschert „The Show“ dahinund nach den drei Minuten habe ich den Song schon wieder vergessen. Für Dänemark wird es vermutlich auch in diesem Jahr leider wieder schwer werden, das Finale zu erreichen. 4 Punkte

Manu: Letztes Jahr waren Fyr Og Flamme mein „Gute-Laune-Guilty-Pleasure“ – die Zweitplatzierte des Vorentscheids Emma Nicoline zählte zu meinen absoluten Lieblingsliedern der Vorentscheidsaison. Dementsprechend freute ich mich auch auf den dänischen Vorentscheid in diesem Jahr – und wurde bitter enttäuscht. Lediglich 2 Lieder mochte ich, gewonnen hat ein anderes. Reddi kann mich auch mit dem Liveauftritt nicht überzeugen und ich vergesse „The Show“ schon, während es noch läuft. Schade. Für mich nur 2 Punkte.

Max: Es tut mir leid, aber ich verstehe wirklich nicht, was Dänemark in den vergangenen paar Jahren so zum ESC schickt. Vor einiger Zeit war das Land eines meiner Lieblinge beim ESC, aber der einfallslose Sound in letzter Zeit ist absolut nichts für mich. „The Show“ ist etwas rockig, aber nicht wirklich. Etwas retro, aber nicht wirklich. Etwas poppig, aber nicht wirklich… So könnte man weitermachen. Damit werde ich, denke ich, auch nicht mehr warm – 2 Punkte von mir.

Peter: Zwei Songs in einem: Klavierballade und Irgendwie-Joan-Jett-Style-Rocksong. Was es nicht besser macht. Dänemark hätte bessere Alternativen gehabt. Mich lässt das relativ ratlos zurück. Sicher, die Mädels sind mega-sympathisch, aber der Wanna-Be-Rocksong und der Trivialtext und die schlichten Arrangements lassen den Funken nicht überspringen. Wird wohl nix mit dem Finale. 5 Punkte.

Rick: Toll, eine Girlband im Line-Up zu haben. Vor allem, weil es eben keine typische Pop-Girlband ist, sondern professionelle Musikerinnen, die total aufeinander abgestimmt sind und authentischen Punk-Rock machen. Wird herausstechen; mir persönlich fehlt dem Song aber etwas. Zudem ist Punk eben nicht ganz meine Musikrichtung, was ja auch immer eine Rolle spielt. Ich vergebe 5 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 33/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „The Show“ auf Platz 36 von 40.

Wie schneidet der dänische Beitrag "The Show" von REDDI ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn


60 Kommentare

  1. Ich finde gerade der Wechsel von langsam zu schnell sorgt für die notwendige Aufmerksamkeit beim Publikum.
    Ein Mittelplatz im Finale halte ich durch die einfach gestrickte Melodie für möglich, schließlich voten ja nicht nur Operngänger.

  2. Einer der schwächeren Beiträge des Jahrgangs. Geht ja schon mit der schlechten Atemtechnik der Sängerin im Pianoteil los. Im Rockteil wird es dann schief. Und auch sonst ist da nix, was mich irgendwie abholt. Das ist auch nicht authentisch oder so. Einziger Pluspunkt: Es ist nicht ganz so schlimm wie Dänemarks letztjähriger Beitrag.

  3. In der Studiofassung mochte ich den Song noch so einigermaßen und hatte ihn auch auf Platz zwei im Dansk MGP.
    Der Auftritt überzeugt mich allerdings null. Das wirkt alles zu gewollt. Das Intro soll berühren, wirkt aber nur angestrengt. Der Uptempo-Teil soll rocken, wirkt aber einfach nur bieder. Im vergangenen Jahr war ich anfangs auch kein Fan von Fyr og Flamme, „Øve os på hinanden“ wurde aber für mich dann zum Grower der Saison. Ich vermute, das wird mit „The Show“ nicht passieren. Ich vermelde 4,5 von 10 Punkten, Platz 32 insgesamt und Platz 13 im Semi 1. So oder so ähnlich wird es dann auch kommen.

  4. Ich werde dieses Jahr nur noch die Lieder bewerten, die ich sympathisch finde, macht ja keinen Sinn, immer nur „schlecht“ zu schreiben.
    Gefällt mir sehr gut, wobei der erste Teil etwas zu lang geworden ist, hat aber den Vorteil, dass der zweite Teil dann wirklich nicht langweilig wird. Geht wie bei Punk üblich gerade aus und das ist auch gut so, natürlich mit der popigen Steigerung zum Schluss, also alles was ein ESC-Song braucht.
    WIrd nicht schlecht abscheiden, und wird auch Punkte aus D bekommen.
    Ich finde es gut, dass die Dänen zu ihre Liebe zu Pop-Rock stehen und zuverlässig den auch wählen, was in der Bubble meist keine Gegenliebe (siehe oben) findet, aber immer solide Plätze garantiert.

    • Um Punkte aus D bekommen zu können muss REDDI aber erst mal das Halbfinale überstehen.
      Im ersten Semi gibt es mit Norwegen, Island, den Niederlanden und Italien zwar immerhin 4 Länder, die in der Regel viele Punkte an Dänemark vergeben, aber ob das dieses Jahr reicht? Ich hab da so meine Zweifel.

  5. Anfangs fand ich den Song eher langweilig. Mittlerweile höre ich ihn eigentlich ganz gerne. Ich denke aber mal, dass, wenn Dänemark damit das Semi übersteht, wird der Song eher im hinteren Mittelfeld landen.

  6. Das ist natürlich komplett chancenlos, liegt auf meiner Liste mit Platz 22 allerdings im Mittelfeld und recht deutlich vor den deutschen und österreichischen Beiträgen. Das wird aber auch nicht helfen … Viel Glück!

  7. Den Balladenteil finde ich eigentlich gut aber sobald der Rockteil anfängt ist bei mir Schluss denn wird es nämlich ganz schlimm . Sorry Dänemark aber das kommt wohl mal wieder nicht ins Finale .

  8. Der Balladenteil dauert viel zu lang – da wäre ein break noch vor dem Refrain viel besser gewesen. Weiters finde ich ihre Stimme zu gewollt edgy. Der Rockteil ist ganz ok, allerdings ist die Dramaturgie danach irgendwie auserzählt… Wie Berenike sagt: sympathisch hingerotzt trifft es perfekt – erzeugt durchaus pos. Vibes, mir persönlich ist das aber zu wenig. Einzige Variante, wie das überraschen kann: Balladenteil startet – WC Gang – zurückkommen zum TV zum Rockteil – Gedanke: was ist denn da passiert? 😀

  9. Ein Meisterwerk . ganz großes Kino ich vergebe 9/10 Punkten ,da es mich bisher live nicht so wirklich überzeugen konnte . Aber Audio ist das toll.

    „Øve os på hinanden“ wäre zwar die mutigere Wahl gewesen und hätte besser abgeschnitten ,aber ich denke REDDi werden es knapp is Finale schaffen auf Platz 9 oder 10 im Semi 1

    • „Øve os på hinanden“ wäre zwar die mutigere Wahl gewesen und hätte besser abgeschnitten….
      Das war aber ja der Beitrag im vergangenen Jahr und der ist bekanntlich dank der Missachten der Jurys knapp im Halbfinale ausgeschieden.
      Welchen Titel hättest Du denn dieses Jahr mutiger gefunden?

      • Oh…hätte mal besser weiter unten weiter gelesen….und ja, das wäre mutiger gewesen, hätte mir aber auch nicht besser gefallen. Bei mir war es „Happy Go Lucky“. Gut, das wäre jetzt nicht mutig gewesen, aber mir gefiel es in einem schwachen Wettbewerb noch am besten.

  10. Ich finde die Gruppe sehr sympathisch. Es hat was von einer Schulaufführung- Mütter der Schüler machen bei einer Schulaufführung einen auf Rock. Ein bisschen unfreiwillig komisch, aber wie gesagt sympathisch. Der langsame Teil gefällt mir sehr gut. Beim schnellen Part bin ich nicht ganz überzeugt. Trotzdem unterm Strich mag ich Dänemark.

  11. Jessesgott, nee. Gab es schon jemals einen grausamer zusammengestoppelten Song? Und haben diese Aus-zwei-mach-eins-Songs schon jemals beim ESC was reißen können? Da gab es in der Vergangenheit schon weitaus besseres dieser Machart, wo die Übergänge fließender waren und was trotzdem gescheitert ist. Thumbs down!

  12. Als emotionaler Italiener meckere ich über den Song. Im Ernst ich finde das besser als die meisten dänische Songs der letzten Jahre.

  13. Natürlich musste Dänemark eine Rockband schicken, nachdem ja bekanntlich eine Rockband mit dänischem Namen gewonnen hat.
    Sie wirken wie eine sympathische Studentinnenband und natürlich erinnere ich mich gerne an die ein wenig zu sehr engagiert wirkende Ihan Haydar.
    Das Lied ist ganz okay. In punkto Musik und Startplatz hat Dänemark einen Vorteil vor Bulgarien. Der Text erscheint mir ziemlich platt, aber das wird viele peripher tangieren.
    Aber ob es wirklich für das Finale reicht, vermag ich ein wenig zu bezweifeln. „The Show“ ist halt schlussendlich ein durchschnittlicher Beitrag, da gibt es deutlich interessantere Sachen.
    Ich habe das dänische Halbfinal-Aus im letzten Jahr zutiefst bedauert, in diesem Jahr wäre mir es irgendwie egal. Was aber auch nicht heißt, dass ich „The Show“ nicht mag.

  14. Tja, ich und Dänemark beim ESC, irgendwie wird daraus nix mehr. 🙁

    Das ganze klingt wie zwei Songs aneinander getackert, der Balladenteil ist nett aber auch nicht bewegend, und der Teil der wohl „Rock“ symbolisieren soll ist dermaßen öde und weichgespült. Schon nach kurzer Zeit habe ich den Song wieder vergessen.

    Auch wenn mit Norwegen, Island und den Niederlanden Länder im Semi sind die Dänemark häufiger mit Punkten beschenken wird es sehr schwierig fürs Land ins Finale zu kommen, ich persönlich glaube nicht an einen Finaleinzug.

  15. Der Song erinnert mich irgendwie an eine typisch dänischen Hot-dog: Eigentlich mag man ihn nicht so sehr, aber wenn man ihn isst, dann ist er irgendwie doch ganz lecker.

    Auf den Song übertragen: Ich fiebere der Performance beim ESC jetzt nicht entgegen, aber so schlecht ist der Song nun auch wieder nicht. Ob er allerdings sich für’s Finale qualifizieren kann ? Für das sympathische Dänemark hoffe ich ja, mein Verstand sagt mir allerdings etwas anderes.

  16. Eine Erinnerung wenn ihr ukrainische Flüchtlinge aufnehmen könnt, tut es bitte . Ich bin dafür nicht geeignet, 2 Zimmer in Köln und ich kommuniziere nicht
    Besonders gut mit Kindern. Ich hatte einen Kollegen aus Syrien hier während
    Der Flüchtlingskrise und war super sehr gute Erfahrung. War einfach für mich, ihr teilt das Haargel, teilt das Rasierwasser; geht zusammen zum Sport, seid Bros. Kann ich nicht mit Frauen und Kids wenn ihr da besser ausgetattet kontaktiert das Amt und unt unterstützt die KollegInen.

      • Es ist super nervig und danke noch mal für deine Bemühungen hier. War damals sind acher weil 27-jährige Kerl kann irgendwo schlafen(der Kollege ist drolligerweise bei Dir in der nähe) aber Frau/Kinder ist schwieriger, darum kann ich nicht hosten.

  17. Ich finde den Song nicht schlecht, den Rockteil finde ich klasse. Nur wird es schwer. Ich habe mal auf Halbfinalaus getippt. Es kann aber vielleicht durch sein Uptempoteil ins Finale schaffen.

  18. Reddi, ein durch-und-durch Kunstprodukt der offensichtlich extrem ‚fähigen‘ A&R Abteilung des dänischen Ablegers des Musikkonzerns Universal Music… Die Typen/innen bei dem Laden haben sich wahrscheinlich nen Storch gebraten und gleichzeitig halb totgelacht, als feststand dass ausgerechnet dieser komplett nichtssagende und in jeder Hinsicht schwache Song den dänischen VE tatsächlich gewonnen hat (gegen 4mal Warner Music und 3x independents). Glaub auch nicht, dass REDDI wegen ihres Liedes gewonnen haben (geht gar nicht), sondern einfach weil es 4 Frauen sind und die anderen Finalsongs nun eben auch keine Offenbarungen im positiven Sinne waren, sondern das Gegenteil davon.
    ‚The Show‘ scheiterte ungewöhnlich kläglich an den dänischen Wochen Top 100, was quasi die Höchststrafe der Verachtung darstellt.
    Ein so schwerer Flop ist in Dänemark für einen VE Sieger-Song sehr ungewöhnlich.
    Von den Konsumenten wurde dem dänischen VE die Note ‚ungenügend‘ ausgestellt. Das sollte man in seiner Bewertung durchaus beachten, meine ich.

    In Dänemark mag also ’niemand‘ den eigenen VE Sieger-Song. Die Zahl der Liebhaber/innen für diesen Song im Ausland wird man sicher auch ein sehr übersichtliches Feld nennen können.
    Allein weil Universal Music Danmark meinte, sowas Unterirdisches als einziges Angebot im dänischen VE Finale gemacht zu haben, reicht aus, um diesem Teil den HF Exit zu bescheren.

  19. In all den Balladen dieses Jahres empffinde ich den Song als wohltuend dynamisch. Ja der Text ist banal, dass ist er bei den meisten Songs, aber die 3 Minuten werden nicht langweilig, weil doch ne Menge passiert. Mir gefällt es jedenfalls. Hoffe, dass die Liveperformance besser wird als beim Vorentscheid, dann sehe ich das Finale ziemlich sicher.

  20. Ich sag mal naja, könnte ins Finale kommen, hat son leichten Glamoureffekt im Refrain, den Rockteil samt Gitarrensolo find ich nicht schlecht. Die beste Rocknummer des Jahres. Platz 15 bis 20.
    gewinnt aber nicht🙂

  21. Ich halte fest, es gibt tatsächlich Rocksongs (oder Songs, denen immerhin attestiert wird, dass sie einen Teil haben „der wie Rock klingen soll“), die mir mehr gefallen als dem Durchschnitt der auf ESC-Kompakt Bloggenden und Kommentierenden, das ist doch sehr bemerkenswert (ich mag übrigens auch die Zweiteilung in einen ruhigen und einen dynamischen Teil; für meine Top 10 wird’s allerdings nicht reichen).

    Hach, jetzt kann ich mich doch tatsächlich für einen kurzen Moment in meiner Offenheit und Diversitätsliebe sonnen und vielleicht sogar kurzzeitig den Verdacht von mir weglenken, ein intoleranter, engstirniger Rockverächter zu sein 😉

    Vielleicht hängt meine positive Einstellung zu diesem Song ja auch damit zusammen, dass mich diese Band an eine Gruppe der frühen 80er erinnert, die ich kennenlernen durfte, als ich noch nicht „wusste“, dass Rock doof ist 🙂 Ich verlinke hier mal den tollen Song „Head over Heels“ von The Go-Go’s (mit Belinda Carlisle und Jane Wiedlin):

    • Bei „Rock“ bin ich natürlich direkt zur Stelle und sieh an: wieder eine Gemeinsamkeit (wobei die Go-Go’s mit Head Over Heels eigentlich schon etwas nachliessen). Mich erinnert The Show auch ein wenig an die späten Eurythmics (bzw. deren Vorgängerband The Tourists) oder Blondie. Im Prinzip ist der Song auch ziemlich radiokompatibel, nur eben mit dieser speziellen, gerade zu hymnenhaften Popnote, die das ganze sprichwörtlich auf die große Bühne hebt – genau das, was ich bei der deutschen Auswahl so vermisste.

    • Als ob die auch nur nen Fünkchen von The Go-Go’s haben. Dein vergleich ist quasi fast schon ne Beleidigung für Belinda Carlisle & Co…The Go-Go’s war eine im ‚kalifornischen Untergrund‘ selbst gegründete Frauen-Band und ist nicht, wie REDDI, ein komplett künstliches Produkt der A&R Abteilung von Universal Dänemark…The Go-Go’s waren ein Independent Act (hatten daher in Deutschland vergleichsweise nur wenig Erfolg, da in Deutschland die Medien weitgehend von der ‚vierfältigen‘ Konzernmafia beherrscht wurde), REDDI haben keine ‚gemeinsame Geschichte‘ und werden auch keine haben. HF Exit bedeutet für die nämlich, dass Universal sofort und endgültig den Stecker zieht.

      • Dass beim Grand Prix Gruppen antreten, die extra dafür gegründet oder zusammengestellt wurden, hat eine lange Tradition, die mir durchaus gefällt.

      • stimmt natürlich, kommt aber dann entscheidend auch auf den Song an. Glaub zb Bucks Fizz und Herreys waren sowas als ESC Sieger. Bucks Fizz hatten aber eben nen top Song, Herreys so nen so-la-la Ding. Heutzutage glaube ich, dass es schwieriger ist mit rein ereignisbezogenen Neugründungen. Wobei ein Song mit Breitenwirkung natürlich alles überlagern kann. Glaube aber keine Minute, irgendwer bei Universal Danmark dachte und denkt bei diesem Song auf effektive Breitenwirkung. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die glaubten damit den ESC gewinnen zu können. Bissl mehr Anspruch könnte man eigentlich von nem Universal Ableger verlangen dürfen. Muss noch ergänzen, dass disco.wax nicht independent ist, sondern zu Sony Music gehört.

  22. Letztes Jahr fand ich Dänemark schon schrecklich und dachte, es könne nur bergauf gehen. Aber nööö. Das einzig Interessante an diesem Lied ist der Wechsel von langsam zu schnell. Insgesamt ist es leider sehr schlecht. Unglaublich fantasielos durch und durch. Der Tonartwechsel ist auch miserabel umgesetzt, das Lied wird aus dem Nichts in die neue Tonart reingezwungen, ohne dass es irgendwie Sinn ergibt oder nett klingt. Tut mir Leid, aber ich halte das Lied für einen Rohrkrepierer.

  23. Ich lieb den Song. Klingt wie Garagen-Pop-Rock aus den frühen 2000ern.

    Aber ja, ist vermutlich zu Indie für den Esc.^^ Stattdessen kriegen wir dieses Jahr gefühlt 10 x die selbe traurige Ballade, yay.

  24. Ich finde den Live-Auftritt von Reddi nicht sonderlich gut, dagegen hab ich mich ertappt, als ich den Song bei ESC Radio gehört habe, dass ich dachte – das hört sich eigentlich gar nicht so schlecht an – wer war das nochmal? bis mich dann der Wechsel zum rockigeren Teil dann auf die Dänen brachte und mein anfängliches Interesse wieder stark nachließ😅. Ich glaube hier auch sehr stark, dass für Dänemark im Semi Schluss ist.

  25. Vier Frauen mit zwei schlechten und schlecht gesungenen Songs, bläh, vorletzter Platz.
    Die anderen dänischen Beiträge waren aber auch nicht besser…

    P.S.: In zwei Kommentaren ist von Punk die Rede, kicher!

  26. Wir hätten die Rave-Jungs bekommen können, stattdessen bekamen wir: Reddi. 🙁 Die Enttäuschung bei mir war groß, obwohl Reddi eigentlich mein zweiter Platz war. Aber die Performance beim dänischen Vorentscheid war besonders im (nennen wir es mal) schnelleren Teil war so schwach, dass es schon wehtut. Ansonsten wurde eigentlich alles gesagt: Der erste Teil zu lang(atmig), der zweite besser, aber nicht stark genug und gut war der Auftritt ebenfalls nicht. Das Einzige, was ich am Song mag, ist die Stelle ab 2:08 im obigen Video. Generell die Hookline „I will never let it go / I will keep up with the show“ ist wirklich gelungen. Klar, kein lyrisches Meisterwerk, aber zumindest eine Zeile, die sich in mein Gehirn frisst. Wird wohl schwer mit dem Finale.

    Prognose: Halbfinale 15/17 (50%)
    Meinung: Platz 27/40 (5 Punkte)

    Oder fies formuliert: Wenn Thomas M. auf eine „Rock“nummer steht, ist sie bereits so gut wie tot. 😉

  27. Einen Originalitätspreis gibt’s weder für die Musik noch für den Text und mit „Punk“ hat es bestenfalls rudimentär zu tun, aber soweit ich es beurteilen kann, ist das auch gar nicht gewollt. Hier werden einfach seit Jahrzehnten gängige Pop-Rock-Elemente aufgegriffen und hälfte-hälfte als klassische Ballade und Rock-Hymne aufbereitet. Und für mich, der für Girls mit Gitarren einfach eine Schwäche hat, funktioniert es.

    Da mir Dänemark nach Jahren der abgeschmackten Mittelmäßigkeit nun schon zum zweiten Jahr in Folge einen Guilty-Pleasure-Beitrag (hallo Kroatien!) schenkt, bin ich sogar ein bisschen dankbar.

  28. Klarer Fall: Raus im Semifinale.

    Aus Dänemark gefielen mir bislang eh nur ganz wenige Beiträge. Dieses Mal also eine klebrige Schlagerrocknummer, die sich wie ein Medley anhört. Der schräge Gesang trägt auch nichts dazu bei.

    Nur Bulgarien finde ich im ersten Semi noch schwächer. Ich werte lediglich mit 2 von 12 Punkten.

  29. Song, Stimme, Darbietung: Eins und eins umsonst dazu.

    Instant Appeal: Man kann auch zu gerne wollen.

    Finale: Leider.
    Gewinner: nein.

  30. Dänemark:
    – schöner Farbtupfer und coole Frauen, funktioniert als Song leider nicht bei mir
    – 5 von 10 Punkten
    – Platz 28 von 40

  31. Ich finde den Balladenteil viel stärker als der sogenannte Rockteil. Der ist wirklich altbacken. Das mag vielleicht in Dänemark als groovie, cool und total hip sein, aber sonst ist sowas ein absolut alter Hut. Mit Dänemark im Finale ist definitiv nicht zu rechnen.

  32. Ich kann absolut nicht verstehen warum das Lied so schlecht gemacht wird, für mich neben Tschechien ein geheimfavorit auch wenn beide nicht gewinnen werden, der Wechsel von langsam zu schnell finde ich schon mal gut, bringt auf jeden Fall Aufmerksamkeit mit sich und wird bei den jüngeren Leuten gut angekommen, aber bei der Jury eher weniger,

  33. Irgendwie finde ich den Zugang zu „The Show“ noch nicht wirklich. Vor allem diese langgezogenen Silben im Refrain machen das Lied für mich kaputt. Zudem wirkt das Lied für mich so, als konnte man sich nicht zwischen „schöner Ballade am Klavier“ und „frecher Rock-Pop“ entscheiden. Nur der Part am Klavier hätte von mir glatt 10 Punkte gekriegt und wäre locker in die Top 10 gekommen, aber diese erzwungene Wechsel macht eben alles kaputt für mich. Mit dem Finaleinzug wird’s schwer für Dänemark, Tendenz eher Finalqualifikation. 4-5 Punkte und Platz 29 in meinem Ranking.

  34. Der Anfang am Klavier gefällt mir ganz gut, obwohl sie so singt, als hätte sie noch die Wattebäuschchen vom Zahnarzt im Mund. Aber wenn die Gitarren einsetzen wirkt es dann nur noch wie eine Hausfrauen-Rockband, die noch mal auf Suzi Quatro Art rocken wollen, ohne sich schmutzig zu machen.

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