ESC-Songcheck kompakt 2022 (5) – Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov

Die moldauische Spaßtruppe ist wieder zurück: In diesem Jahr startet Zdob şi Zdub bereits zum dritten Mal beim Eurovision Song Contest, um den Sieg endlich nach Moldau zu holen.

Nachdem Natalia Gordienko mit ihrem Lied „Prison“ vor zwei Jahren die von der Rundfunkanstalt MRT ausgerichtete Vorentscheidung gewinnen konnte, wurde ihre Teilnahme nach der Absage des Contests für das letzte Jahr intern gesetzt. Mit der Unterstützung eines gewissen Filipp Kirkorow entstand eine der merkwürdigsten und legendärsten Liedpräsentationen, die uns eines der längsten und lustigsten ESC kompakt LIVEs bis heute bescherte. Am Ende konnte sich Natalia mit ihrem Lied „Sugar“ über einen 13. Platz im Finale freuen – auch wenn es im Nachgang Diskussionen bezüglich der Punktvergabe gab.

In diesem Jahr sollte es nun wieder eine Vorentscheidung geben, für die sich 28 Teilnehmer*innen Ende Januar einem öffentlichen Casting in der Hauptstadt Chişinău stellten. Doch die Coronasituation machte dem Sender einen Strich durch die Rechnung und so entschied eine nationale Jury aufgrund der Auftritte im Casting, dass Moldau erneut von Zdob şi Zdub – diesmal zusammen mit den Volksmusikern Fraţii Advahov – beim ESC vertreten werden soll.

Zdob şi Zdub besteht bereits seit 1994, allerdings in verschiedenen Zusammensetzungen. Musikalisch bedienen sie sich unterschiedlichster Musikstile und mischen dabei diverse moderne Elemente wie Rock, Punk und Hip-Hop mit folkloristischen Klängen. Die Liedtexte sind humorvoll bis gesellschaftskritisch. Bereits 2005 holten sie mit dem Song „Bunica bate doba“ („Oma haut auf die Pauke“) einen sensationellen 6. Platz im Finale von Kiew – die für Moldau bis heute zweitbeste Platzierung beim ESC jemals. 2011 in Düsseldorf kam Zdob şi Zdub mit „So Lucky“ erneut ins Finale, wo sie mit Einrad und spitzen Hüten einen guten zwölften Platz im Finale erreichen konnten.

Frații Advahov wiederum sind in einer anderen Musikrichtung zuhause: Nach ihrem Studium für Geige und Akkordeon formierten die beiden Brüder Vitalie und Vasile mit anderen Studenten das „Orchestra Fraților Advahov“, das sie seitdem auch leiten. Schnell erlangte das Orchester nationale Bekanntheit und wurde sogar 2007 und auch 2016 vom jeweiligen Staatspräsidenten als Volkskünstler ausgezeichnet.

Der Song

Schon im letzten Jahr trat das Orchester zusammen mit Zdob şi Zdub auf und es entstand das gemeinsam von ihnen geschrieben Lied „Trenuleţul“, mit dem sie Moldau beim Eurovision Song Contest in diesem Jahr vertreten werden.

In „Trenuleţul“ geht es um einen durch verschiedene Länder fahrenden Zug – so schnell, dass kaum noch zu erkennen ist, wo sich dieser Zug überhaupt befindet („Der Zug fährt, als würde er fliegen. Von einem Land zum anderen: Altes Land, neues Land – getrennt, zusammen. Es ist wie eins“). Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov fordern im Refrain mit dem prägnanten „Hey how, let’s go!“, das sicher als Hommage an den Klassiker „Blitzkrieg bop“ der Ramones als Ausdruck der Rebellion gegen das Alte und Etablierte gesehen werden darf, dazu auf, mitzufahren und die vorhandenen Unterschiede verschwimmen zu lassen. „Hey ho! Lass uns gehen. Folklore und Rock’n’Roll. Der Zug fährt ab! Wo bist du, Chisinau – Bukarest? (…) Spielt gemeinsam den Refrain. Und in jedem Land bezaubert die Geige“.

Diese zweite Ebene im Text verbindet sich musikalisch zu einer Einheit. Folklore und Rock’n’Roll geben den Ton an. Schon mit den ersten Tönen fiedelt die Geige und spielt das Akkordeon, der Rhythmus treibt „Trenuleţul“ unentwegt und ohne Zwischenstop durch die kompletten drei Minuten. Roman Iagupov (Sänger von Zdob și Zdub) scheint mit seinem Sprechgesang dabei jede/n einzelne/n Zuhörer*in aufzufordern aufzustehen, mitzutanzen und sich einer Polonäse anzuschließen, bei der alle zusammen und miteinander Spaß haben können. Zdob și Zdub wären nicht Zdob și Zdub, wenn sie nicht genau dieses Gefühl auf die Spitze treiben würden – schon längst existiert für „Trenuleţul“ auch ein eigener Tanz, der auf Tik Tok viral gehen soll.

Interessant dürfte sein, ob die bisher veröffentlichte und auch im Musikvideo zu hörende Version von „Trenuleţul“ in Turin zu hören sein wird. Beim rumänischen Vorentscheid begeisterten die Musiker als Interval Act und präsentierten dort eine überarbeitete, in einigen Teilen rockigere Version, was die folklorische Gleichförmigkeit des Originals unterbricht und so dem Lied mehr Höhen und Tiefen gab.

Der moldauische Beitrag „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov startet am 10. Mai an Startplatz 9 im 1. Halbfinale.

Der Check

Song: 3/5 Punkten

Stimme: 2/5 Punkten

Darbietung: 3/5 Punkten

Instant Appeal: 4/5 Punkten

Benny: In der moldauischen „Vorentscheidung“ fand ich das noch eher schwierig, aber mit dem offiziellen Video macht es mir richtig Spaß. Das wird bestimmt auch in Turin für Stimmung sorgen. Allerdings hätte ich mir ein kleines bisschen mehr Power für den Song gewünscht. 7 Punkte.

Berenike: Ich finde das klasse. Der Song macht einfach gute Laune, lädt zum Tanzen ein und ist megaeingängig. Den Refrain kann man gleich beim ersten Mal mitsingen. Ein toller Folklore-Banger. Dazu sind Zdob și Zdub Rampensäue und für ausgefallene Stagings bekannt, sodass ich damit rechne, dass das live in Turin sehr gut rüber kommen wird. Ich denke, der Beitrag wird sicherlich bei den meisten auf die eine oder andere Art hängen bleiben: Die eine Hälfte der Zuschauer wird davon mega genervt sein, die andere wird sich gut unterhalten fühlen. Und ist das nicht am Ende besser als drei Lieder später schon wieder in Vergessenheit geraten zu sein? 10 Punkte.

Douze Points: Moldau schickt wieder einmal das, was es am besten kann: überdrehte Foklore-Disko mit Ohrwurmcharakter. Das geht mir zwar auf den Keks, aber ich mich dem Charme nicht entziehen. Aber hätte es nicht wenigstens eine etwas sinnigere englische Textzeile sein können? 5 Punkte.

Flo: Ich tue mich zugegebenermaßen etwas schwer mit „Trenulețul“. Das mag auch gar nicht an der Sprache liegen, sondern vielmehr an dem Arrangement, welches Zdob și Zdub und Frații Advahov hier verfolgen. Gegen eine folklorische Nummer ist grundsätzlich nichts einzuwenden, bei mir erzeugt der Song aber kaum eine Reaktion und ich müsste mir „Trenulețul“ auch nicht freiwillig anhören. 2 Punkte.

Manu: Die „trommelnde Oma“ von 2005 gehört noch heute für mich zu den besten rockigen Beiträgen des ESC. „So Lucky“ 2011 wiederum war kurzweilig und nett anzuschauen, hat mich musikalisch aber nie so richtig abgeholt. In diesem Jahr sind Zdob și Zdub nun mit den Volksmusikern Frații Advahov folklorisch und mit guter Message unterwegs. Aber ich muss zugeben, dass ich Zeit gebraucht habe, den Reiz von „Trenulețul“ zu bemerken. Meiner Meinung nach sollte unbedingt die überarbeitete Version aus dem rumänischen Vorentscheid nach Turin, denn so kann es für viele dann doch etwas ermüdend und vielleicht sogar nervig sein, die vollen 3 Minuten gradlinig „befiedelt“ zu werden. Ein Lied, das sicher live zum Leben erwacht und in meinen Augen unbedingt ins Finale gehört. Für mich mittlerweile 7 Punkte.

Max: Für mich der schlechteste Beitrag den Zdob și Zdub zum ESC geschickt haben. Ja, es ist noch immer ganz ulkig und diese Art Turbofolk – wenn ich ihn hier Mal so nennen darf – mag ich ja sonst ganz gerne. Aber gerade im Vergleich zu den Beiträgen in der Vergangenheit geht dieser Song eher unter. Das wird schwer mit dem Finale, denke ich. Aber nun gut, 2 Punkte gebe ich der Band trotzdem, sie ist einfach ein Stück ESC-Kult für mich.

Peter: Toll, toll, toll. Hej Ho, let’s go. In der Tat, hier funktioniert das Crossover-Mix zwischen Partypop und einer guten Portion Ethno-Schlager. Man versteht, worüber gesungen wird, ohne es zu verstehen. Die treibende Energie des Songs lässt mein Herz höher schlagen. Das MUSS ins Finale. 12 Punkte (Ich bin Viel-Bahnfahrer und würde bei  Zdob și Zdub immer gerne zusteigen.)

Rick: Stark unterbewertet in vielen Fan-Rankings. Ich bin sicher, dass die Band live überzeugt und wieder eine kreative Show bietet. Der Song ist kein Meisterwerk, aber sehr unterhaltsam und authentisch – gute 6 Punkte!

Gesamtpunktzahl: 51/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Trenuleţul“ auf Platz 25 von 40.

Wie schneidet der moldauische Beitrag "Trenuleţul" von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov ab?

  • Platz 16-20 (28%, 147 Votes)
  • bleibt im Halbfinale hängen (28%, 145 Votes)
  • Platz 11-15 (20%, 107 Votes)
  • Platz 21-25 (16%, 82 Votes)
  • Platz 6-10 (6%, 32 Votes)
  • Top 5 (2%, 13 Votes)

Total Voters: 526

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Bisher erschienene Songchecks:

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu


62 Kommentare

  1. Das ist natürlich keine große Kunst und spielt einige Ligen unter dem großartigen Beitrag von 2005 (diesbezüglich stimme ich Manu vollumfänglich zu), macht aber, wie von einigen Bloggern geschrieben, 3 Minuten lang viel Spaß. Ich würde das Lied niemals in meine Playlist aufnehmen, freue mich aber auf 3 (hoffentlich 6) beschwingt-unterhaltsame Minuten in Turin. Viel Glück!

  2. Moldawien könnte auch gut als Opener des ersten Halbfinals fungieren, aber auch als Abschluß der oberen Hälfte eine gute Figur machen.

  3. Das gefällt mir wirklich sehr gut. Ich sage einfach mal: Finale, und dort ein Platz zwischen 10 und 15. Der Song und die Band hebt sich wirklich angenehm von der Masse ab.

  4. Mir versaut der Sänger die ganze Nummer. Ich finde seinen Sprechgesang für die Nummer total störend und nervend. Eigentlich mag ich nämlich gerne solche Folklore Sachen

  5. Zwischen den Balladen wird das bestimmt für eine freudige Abwechslung sorgen. Insofern könnte ich mir vorstellen, dass wir den Beitrag im Finale sehen werden. Aber wie bei gefühlt fast allen Beiträgen, bin ich nicht sicher, ob der Sprung ins Finale gelingen wird.

    • Hey ho, let’s go, Folklore und Rock n‘ Roll! …..Chisinau to Bukarest!
      Einer der auffälligsten Songs des Jahres kommt dieses Jahr aus Moldawien, was mich (mit Ausnahme von Brisään und dem furchtbaren Kirkorov-Sugar-Gedöns) eigentlich Jahr für Jahr überzeugt hat. Der Song macht einfach Spaß und kommt bestimmt ins Finale, es wäre schade, wenn es nicht dazu kommen würde.
      Grundsätzlich sehe ich hier Parallelen zum moldawischen Beitrag von 2018, wenn ich mich nicht irre, „Lucky Day“ von DoReDos. Mir gefiel der Song von Anfang an, allerdings war die internationale Kritik recht vernichtend bis dann die ersten Proben veröffentlicht wurden und der Song letztendlich in den Top 10 landete. So eine ähnliche Entwicklung erwarte / erhoffe ich mir von „Trenuletul“.
      Eigentlich kann man den Beitrag nur außer Konkurrenz bewerten, deshalb vergebe ich keine Punkte. Aktuell liegt der Song bei mir auf dem (provisiorischen) 31.Platz.

  6. Irgendwie habt ihr noch keinen richtigen Rhytmus, wann die Songchecks erscheinen, oder? War es in den letzten Jahren nicht immer 11 Uhr morgens? 🙂

  7. Der Song hat eine Textzeile, die quasi sofort einen Ohrwurm auslöst. Spätestens beim zweiten Schnelldurchlauf kann jeder von Folklore Rock’n Roll singen.

    Zdob si zdub leben ja von ihren lebhaften Bühnenauftritten. Und genau da habe ich dieses Jahr meine Bedenken. Nach dem, was ich bisher von den Brüdern Advahov gesehen habe, sind die beiden im Vergleich zu den Rampensäuen von Zdob si Zdub eher Rampenmurmeltiere und ich fürchte, sie werden den Auftritt bremsen. So sehr bremsen, dass ich die Finalqualifikation dadurch sehr gefährdet sehe.

  8. Ich mag ja Folklore-Beiträge dieser Art. Sehe den Song auch im Finale. Dort dann allerdings irgendwo im hinteren Mitttelfeld. 6/10

  9. Es würde mich nicht überraschen, wenn dieses Lied den ESC eröffnen würde, alleine schon wegen des Ausrufs „Hey ho, let’s go“.
    Es wäre ein Verbrechen, Moldawien in diesem Jahr nicht ins Finale einziehen zu lassen. Dieser Folklore-Rock’n’Roll ist einfach weltklasse, man kann sich dem einfach nicht entziehen! Auch ohne Rumänischkenntnisse fühlt man sich wie in einem viel zu schnell fahrenden Zug, der nicht anhalten will. Okay, irgendwann tut er es doch, aber entgleisen wird er nicht.
    Ich erwarte viele Punkte im Televoting, hoffentlich erwärmen sich auch die Juroren dafür.

  10. Der einzige Beitrag, bei dem ich schmunzeln muss und bei dem die Stimmung aufhellt. Daher auch eine der wenigen Songs, die ich mir bisher öfters angehört habe. Man merkt, dass man es hier mit echten Musikern zu tun hat, die einfach ihr Ding machen.

  11. Einiger der wenigen fröhlichen Songs. Kann nicht verstehen, warum dieser Song bei vielen Rankings ganz weit unten ist. Anscheinend sind die Kerle für die Zielgruppe nicht schnuckelig genug.

  12. Ein Rhythmus bei dem man mit muß.
    Kommt sicherlich gut an und sorgt für gute Laune und Schwung im vorwiegend verhaltenen Starterfeld.
    Finale sicher.

  13. Für mich ist Moldau dieses Jahr einfach nur nervig und unerträglich. Da hätte es weitaus bessere und vor allem zeitgemäßere Songs im Vorentscheid gegeben. Schade das die moldawische Jury gut singenden Newcomern keine Chance gegeben und stattdessen diese komische Band nun noch ein drittes Mal zum ESC 2022 geschickt hat.

    • Schön, dass wir hier eine Expertin haben, die weiß wie zeitgemäße Musik für moldauische Ohren klingt … *Ironie aus*

      Oder sollte es sich hier einmal mehr um einen kulturkolonialen Zugriff handeln, indem man das, was im angloamerikanischen Popmusikkosmos aktuell ist, in alle Welt projiziert?

      • Tatsächlich sind die erfolgreichsten Genres in Moldau wie in Deutschland Rap, Hip-Hop und Pop.
        Wirklich „zeitgemäß“ (auch wenn ich solche Bezeichnungen eigentlich nicht mag) ist dieser Song damit auch in Moldau nicht.
        Macht ihn aber nicht unbedingt zu einem schlechten Song und muss natürlich schon gar nicht heißen, dass man ihn nicht mögen darf 🙂

      • „Rap, Hip-Hop und Pop“

        Wenn man auf Charts, Streamings etc. schaut, kommt da in fast allen Ländern das gleiche Ergebnis raus, weil dies eben die Sounds der jungen Generationen sind. Ältere Menschen mögen aber auch Musik, beinflussen die Statistiken aber kaum, weil sie weniger streamen, downloaden etc.

      • Dann kommt es auf die jeweilige Definition von „zeitgemäß“ heraus. Wenn jeder Song „zeitgemäß“ ist, der bei jemandem Anklang findet, dann trifft diese Beschreibung auch auf jeden Song zu und ich denke mal, dass man das Wort dann nicht mehr bräuchte.
        Bei Moldau ist es ähnlich wie bei Österreich – Songs beider Machart gibt es schon lange.
        Das muss doch nicht heißen, dass es schlecht ist, aber es ist eben nicht „zeitgemäß“ im Sinne davon, dass es einen neuen musikalischen Trend aufnimmt und voranbringt.
        Und dass die ältere Generation auch Musik mag, ist mir bekannt, da ich da vermutlich eher zugehöre als zu den Jungen 🙂

      • 🙂
        Ich mag das Wort „zeitgemäß“ generell nicht, wenn es um Kultur geht. Kunst ist mMn das genaue Gegenteil: zeitlos. ❤

    • Würde der ESC nur noch aus sogenannter „zeitgemäßer“ Musik bestehen, wäre ich schon längst kein ESC-Fan mehr….

  14. Mir gefällt es sehr gut. Das sind Songs die gehören einfach zum ESC. Und da in diesem Jahr so wenig schwungvolles Material dabei ist gehört es auch ins Finale. Besonders der Schluss mit den Zuggeräuschen finde ich cute.

  15. Mit einer tollen Performence können sie in Turin was reißen und ins Finale einziehen. Dort sie meiner Schätzung 16 – 20. werden.

  16. Ich freu mich, dass es doch den einen oder die andere gibt, derdiedas das großartig findet, denn: Das IST großartig. Ich war beim ersten Hören sofort geflasht. Das werden wir ganz sicher im Finale sehen. Unterschätzt mir mal bloß nicht den Faktor „Bühnenerfahrung“. Viel besser als „So lucky“, aber das ist auch nicht schwer.

  17. Der Song ist beim besten Willen kein musikalisches Meisterwerk.
    Aber ich glaube von den Teilnehmern dieses Jahr wird Moldau sicher am eindrücklichsten beweisen, dass persönlicher Geschmack und die Platzierung weit auseinander liegen können 😉 bei mir zurzeit auf Platz 29/40, trotzdem sehe ich eine Finalplatzierung in den Top 15.

  18. Super Song,ich freue mich jetzt schon auf den Auftritt der Jungs,der bestimmt klasse wird. Finale ist auf jeden Fall sicher.

  19. Ich muss mich ja als Fan outen, 2011 haben sie mich schon total begeistert und ich traue ihnen auch einen guten Mittelfeldplatz im Finale zu. Es wird seine Anrufer, schon allein durch sein Alleinstellungsmerkmal, finden.

  20. Der einzige Song überhaupt, der mich dieses Jahr in gute Laune versetzt, Finnland hats ja leider grandios versemmelt.
    Der Finaleinzug sollte kein Problem sein und letzten Endes sehe ich Moldau auf der linken Hälfte des Tableaus.

  21. Ist es ein guter Song? Ich glaube nicht, aber er geht in die Ohren und macht echt Spass. Das einzige Lied dieses Jahrgangs wo etwas Stimmung aufkommt. Ich persönlich habe ja kein großes Problem mit weinerlichen Baladen, aber dieses Jahr gibt es einfach zuviele und Moldawien ist ein toller Kontrast.
    Am Ende wird ein Mittlefeldplatz reausspringen. Mit etwas Glück und einen guten Staging ist sogar ein Top 10 Platz drin.

  22. Ich finde es einfach nur schrecklich . Der Beitrag von 2005 war ok , dann hat es sich abgenutzt …Der Beitrag von 2011 war auch garuenhaft und diesmal werden Sie das Finale verpassen !

  23. Der Song wird meiner Ansicht nach von vielen Fans unterschätzt. Allein schon wegen des eingängigen Refrains und seines Alleinstellungsmerkmals (die einzige echte Folk-Nummer im ersten Halbfinale) denke ich, dass Moldau ziemlich sicher ins Finale kommt und dort auch nicht schlecht abschneiden wird. Habe auf Platz 11 bis 15 getippt.

  24. Ich finde den moldawischen Beitrag sehr anstrengend, was vor allem an dem für mich sehr unsympathisch wirkenden Sänger sowie dem dauerhaftem Gefiedel liegt. Ich kann aber auch verstehen, warum viele ESC-Fans den Song klasse finden – mit dem Finaleinzug könnte es aber trotzdem knapp werden…
    Ne, da war mir Natalias zuckrige Versuchung letztes Jahr lieber… 😉

  25. Die werden noch total unterschätzt. Für mich top 10.
    Get lucky war mein persönlicher Winner 2011 in Düsseldorf.
    und die Oma mit der drum war damals auch eine Bereicherung.
    Ich liebe diese Band und den neuen Beitrag. Wenn er.bei ESC Radio läuft, tanzen wir zu Hause direkt los.

  26. Mein Tipp: Qualifiziert sich knapp und landet im Finale auf Platz 20.

    Jagupov und Co sind zurück und setzen erneut einen Farbtupfer, wenngleich die Gruppe bei weitem nicht mehr so freakig ist.

    Bei dieser Zugfahrt wäre ich gerne dabei, macht gut Stimmung.

    Ich werte mit 7 von 12 Punkten.

  27. Wird seine Fans finden bzw. hat sie schon gefunden. Ich persönlich gehöre nicht dazu, ist mir alles einfach too much.

    Finale ja, dort aber eher so Platz 16-20.

  28. Der Song macht immerhin Stimmung, ist aber bislang der schwächste Beitrag der Crossover-Truppe aus Moldau.
    Musikalisch finde ich die Folkloreeinflüsse, aber insgesamt ist der Song auch etwas eintönig. Hier ist auch mal die Stimme fast egal, da keine Gesangskunst gefordert ist. Insgesamt vergebe ich 6 von 10 Punkte und vorläufig Platz 25, womit es bei mir im Finale wäre. Dank des fehlenden Supports aus Rumänien, Aserbaidschan und Spanien (und Russland) dürfte es aber sehr schwer werden das Finale zu erreichen.

    • Uups, kleine Korrektur. Der Song erhält nur 5,5 von 10 Punkten. Die vorläufige Platzierung ist mit 25 aber korrekt, aber natürlich nicht der Grund, warum es bei im Finale ist, sondern der 8. Platz in meinem Ranking vom ersten Semi.

  29. Ein Meisterwerk wie alles von Zdob şi Zdub
    Segelt, ich meine fährt locker ins Finale!

    Ist das eine musikalische Aufforderung Rumänien und Moldawien zu vereinen?

  30. Der Song ist schon etwas eintönig durch die ständigen Wiederholungen. Aber die Moldauer sind Stimmungskanonen und werden relativ sicher ins Finale kommen. Dort wird man wahrscheinlich um Platz 15 herum landen.

  31. Das moldawische Züglein rast nicht nur Richtung Bukarest, sondern auch direkt in meine Top 5. Vielleicht keine große Kunst (für mich doch), macht aber seeehr viel Spaß und die Schtopsies sind Rampensäue erster Klasse, macht gar nix, wenn die Advahovs eher als Kontrast Rampenmurmeltiere (danke Funicula) sind.

    Bin positiv erstaunt, wieviele andere hier das doch auch mögen. Klar, die einen liebens, die andern hassen es. Also die besten Voraussetzungen für ein gutes Abschneiden.

    Ob wohl die Omi vom Leadsänger noch lebt? Der Auftritt ist ja immerhin schon 16 Jahre her. Weiß da wer was?

    • Wenn ich der Omi von 2005 ins Gesicht schaue, glaube ich nicht, dass die Dame damals viel älter als 60 Jahre war … 💃💃💃

      • Verwechsle und setzte vor allem nicht den anglo-germanischen – im diesen Falle Deutschlands, amerikanisieren Raum mit dem Westeuropäischen 😉

        Wenn dem so wäre wären Zdob&Zdub schon beim ersten Auftritt in Vergessenheit geraten.

        Urige, ursprungseuropäische Folkloremusik hat viel mehr Fans und Anhänger als man in Deutschland vermutet.

        Den eigenen Geschmack lass ich unkommentiert – der gehört dir allein. 😉

      • LiebeR @PulaDrace:
        Hab etwas gerätselt, in welcher Beziehung dein Kommentar zu meinen oder Toggies Bemerkungen stehen könnte.

        Aber er bezieht sich wohl auf den ollen Stinkstiefelkommentar eins weiter dunter…

  32. bei mir vollkommen eindeutig eine Re-listening Zero und damit nicht bewertungsfähig, ausser dass es keinen Vote von mir bekommen wird. Wer hört sich das denn mehrmals freiwillig an? Zumindest im westeuropäischen Kulturkreis werden das nicht viele sein, die nicht von da stammen….Das Video ist mit dem langen Vorlauf eh dann auch noch eine extra Zumutung.

  33. Eigentlich handelt es sich nur um 2 Länder – man weiß nicht ob man im selben Land oder in zwei verschiedenen reist – eine Hommage an das Rumänien vor dem zweiten Weltkrieg und vor der Annexion Moldawiens (man finde die Parallelen zur Krim und aktuellem Geschehen ;( )

    Rumänien und Moldawien sind mit Ausnahme den russischen und ukrainischen sowie gaugasischen Minderheiten Rumänen, auch wenn es durch die Moskau-Treuen, russifizierten Machthaber zur Wende nicht mit zu einer Wiedervereinigung gereicht hat.

    (Wie sehr sie sich das jetzt wünschen, nicht nur Teils-EU-Bürger, sondern auch auch EU- und NATO-Land zu sein, ist ein anderes Thema…)

    Jedenfalls bitte richtig recherchieren – das alles ist im Songtext zu finden. Es wird kein Hehl drauß gemacht 🙂

  34. Ach, ist doch ganz nett, man wird die 3 Minuten auf jeden Fall gut unterhalten und ich freue mich schon auf die Performance, da werden sie sicherlich etwas aus dem Hut zaubern (Und so groß, wie die Hüte waren, könnte das einiges werden!). Könnte ich aber auch nicht auf Dauerschleife hören, muss ich ja aber auch nicht.

    Prognose: Halbfinale 8/17 (60%) -> Finale 16-20
    Meinung: Platz 25/40 (7 Punkte)

  35. Ich kenne von Zdob şi Zdub einiges mehr als das, was für den ESC in Betracht kam oder dort landete. Von DER Nummer war ich erstmal enttäuscht, aber ich bekomme „Hey how! Let’s go“ echt manchmal nicht aus dem Kopf, was frühs eigentlich auch schön ist. Macht Spaß. Und das Video macht auch Spaß. Live können die. Wünsche ich mir ins Finale. Is mir schnurz, wo sie landen. Ich will sie nur auf jeden Fall drin haben.
    Ein 🥰 von doredo.

    • Ich finde es ist eine sehr fröhliche Nummer, ohne das sie peinlich ist. Kann nicht verstehen, warum dieses Lied in den Rankings so weit hinten ist. Ich glaube, das Moldawien noch überraschen wird. Denn Live performen das kann diese Gruppe.

  36. Absolut – zudem gibt es jetzt auch einen Revamp, es klingt deutlich rockiger. Wurde so bereits in der rumänischen VE präsentiert.

  37. Song, Stimme, Darbietung: Passt alles zusammen. Für eine Hochzeit, wenn die Gäste noch so gerade angetrunken sind.
    .
    Instant Appeal: Live sind sie gut.

    Finale: vielleicht. Politik eben.
    Gewinner: nein.

  38. (Go west) in the open air
    (Go west) where the skies are blue
    (Go west) this is what we’re gonna do
    (Go west, this is what we’re gonna do, go west)

    Man hat nicht vorhersehen wollen, dass die Züge nach Chisinau und darüber hinaus so voll werden sollten 🙁

    Das Lied spielt wunderbar mir dem ganzen nationalistischen Müll (König Stefan der Große usw-), an dem nun so schwer zu tragen ist,.

    Musikalisch unterhaltsam, aber ein bisschen schablonenartig, Sicheb deb schwächsteb Beitrab vob Zdob si Zdob bislanb.

    Aber immerhin ist der Kaffee in moldawischen Speisewagen heiß !

    Finale, Platz 16

    Bei mir 5/8

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