ESC-Songcheck kompakt 2022 (2) – Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project

Intelligent Music Project – Foto: Instagram @intelligentmusicproject

Die Bulgaren haben in diesem Jahr die ESC-Saison eröffnet. „Intention“ von Intelligent Music Project war der erste veröffentlichte Song des Jahrgangs. Bereits am 2. Dezember 2021 wurde der bulgarische Beitrag veröffentlicht und kam damit Albanien zuvor, das meist die ESC-Saison einläutet. Schon im September gab es erste Gerüchte, dass Intelligent Music Project für Bulgarien antreten würde. In einem Interview mit dem Radiosender Plovdiv, der zum öffentlich-rechtlichen Hörfunk BNR gehört, hatte die Gruppe verkündet, vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen BNT intern nominiert worden zu sein. Im November erfolgte schließlich die offizielle Bestätigung, im Dezember wurde der Beitrag dann veröffentlicht.

Das Intelligent Music Project wurde von Milen Vrabevski gegründet, der auch als Produzent und Texter fungiert. Es besteht aus acht festen Mitgliedern und wird jeweils um internationale Gaststars ergänzt. Mit dabei ist Schlagzeuger Stoyan Yankulov-Stundzhi, der zusammen mit Elitsa Todorova bereits 2007 („Water“) und 2013 („Samo Shampioni“) für Bulgarien beim ESC antrat. Da die Rock-Band in wechselnder Zusammensetzung auftritt, war eine besonders spannende Frage, wer als Sänger mit auf der ESC-Bühne stehen wird. Die Wahl ist auf den chilenischen Sänger Ronnie Romero gefallen, der Leadsänger der Band Rainbow sowie der Michael Schenker Group (MSG) ist und bereits in der Vergangenheit mit dem Intelligent Music Project zusammengearbeitet hat. Neben den beiden bereits genannten Mitgliedern werden außerdem Bisser Ivanov, Slavin Slavchev (Gewinner von X Factor Bulgarien 2014), Ivo Stefanov und Dimiter Sirakov mit zum ESC fahren.

Der Song

Geschrieben und produziert wurde „Intention“ vom Projektgründer Milen Vrabevski selbst. Für die Produktion waren außerdem Simon Phillips und Ivo Stefanow verantwortlich.

„Intention“ in ein Progressive-Rock-Titel, der vor allem durch die Elemente aus Schlagzeug, E-Gitarre und Keyboard besticht. Die erste Strophe beginnt nach einem kurzen Intro und wird anfangs nur von Gitarren begleitet, erst kurz darauf setzt das Schlagzeug ein. Nach dem Pre-Chorus und dem Refrain kommt die Strophe mit dem titelgebenden „Intention“. Nach einem weiteren Pre-Chorus mit Refrain folgt eine Bridge und ein Gitarrensolo bevor ein letztes Mal der Refrain gesungen wird. Den Gesang im Song liefert Ronnie Romero.

Laut Aussagen der Band geht es in „Intention“ (zu Deutsch „Absicht“) darum, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. In der ersten Strophe wird eine schwere Kindheit beschrieben, im Pre-Chorus schließt die beschriebene Person Frieden mit der Vergangenheit und findet im Refrain Kraft durch das Überwinden so vieler Hindernisse. In der zweiten Strophe geht es dann um die Kraft von Absichten. Der Song endet mit der Botschaft, dass es wichtig ist, nach vorne zu blicken, wenn man den Dämonen aus der Vergangenheit entfliehen will. Das Musikvideo schließt mit den Worten „It’s never too late to set the foot on the right path – All you need is a firm intention“ („Es ist niemals zu spät, den Fuß auf den richtigen Pfad zu setzen – Alles, was man dafür braucht, ist eine feste Absicht“).

Der Check

Song: 2/5 Punkten

Stimme: 2/5 Punkten

Darbietung: 4/5 Punkten

Instant Appeal: 2/5 Punkten

Benny: Beim Intro denkt man noch, jetzt kommt ein richtiges Rock-Brett. Dann bekommt man aber nur noch drei Minuten lang die angezogene Handbremse und nicht mal eine besonders einprägsame Melodie. Schade. 2 Punkte.

Berenike: „Intention“ kann ich mir gut anhören, aber es fehlen die Ecken und Kanten, um den Track zu etwas Besonderem zu machen. Auch wenn der Sänger „I’m never in the safety zone“ singt, bricht der Song leider musikalisch nie aus der Safety-Zone aus. Es fehlt ein Höhepunkt, ein Spannungsaufbau oder eine Portion Edgyness. Einzig die Bridge und das Gitarrensolo weisen das leicht auf, das ist insgesamt aber zu wenig. 5 Punkte.

Douze Points: Die ersten Riffs sind richtig kraftvoll. Die Stimme passt zu dem Genre wie E-Gitarre und Schlagzeug. Dann hört’s aber auch schon auf. Zu beliebig, zu oft gehört. Für Freunde des Pop-Rock der 80er ist das sicher ein Genuss. Für mich wird’s zu schnell langweilig, auch wenn es erstaunlich wenig wehtut (mal abgesehen vom Gitarren-Solo). 3 Punkte.

Flo: Den Ansatz, den Bulgarien mit dem Intelligent Music Project verfolgt, finde ich nicht schlecht. Lobenswert ist aus meiner Sicht die klare Struktur, die der Song über die drei Minuten verfolgt. Leider finde ich „Intention“ in der Umsetzung aber etwas dürftig, vor allem handwerklich wirkt es nicht komplett durchdacht. Vielleicht hätte man da im Studio noch etwas mehr dran arbeiten und die Instrumentation verbessern können, so bleibt es eine unauffällige Rock-Nummer, die vermutlich nicht über das Semifinale hinauskommen wird. 3 Punkte.

Manu: Hmm… mit diesem etwas altbacken wirkenden Genre des Labels „Rock“ kann ich wenig anfangen. Wo ist Borislaw Milanow wenn man ihn benötigt? Es tut mir leid, aber mehr als 2 Punkte kann ich hier bei bestem Willen nicht vergeben.

Max: Das war nichts Bulgarien: Nach wirklich sehr guten Jahren, in denen sich Bulgarien zu einem echten ESC-Player gemausert hatte, kommt dieses eher einfallslose Rock-Lied daher. Vielleicht wollte man – als einzige in diesem Jahr – irgendwo die Måneskin-Welle mitschwimmen. Aus meiner Sicht ist das nicht wirklich gelungen… um nicht zu sagen überhaupt nicht. Natürlich haben Måneskin nicht die Rockmusik erfunden, aber Bulgarien war dafür bekannt, aktuelle Trends zu erkennen und sie gut umzusetzen. Ich mag Rock generell sehr gerne, aber hier muss ich aussteigen, leider! Ein Punkt von mir.

Peter: „Intelligent“ kann ich diesen Schützenfest-Hardrock nicht finden, aber warum nicht simple 80er-Rocksounds beim ESC?! So furchtbar wie viele tun, ist das auch nicht. Das könnte zwar auch aus Louisiana, South Carolina oder der Peripherie von San Diego sein, aber sei’s drum. Mir fehlt die Identität, dass der Song aus Bulgarien kommt und mir fehlt auch die Uniqueness, die Bulgarien zuletzt beim ESC ausgezeichnet hat, aber ist halt nicht. Und die Guitar Riffs sind nice. 8 Punkte.

Rick: Ich erwarte mittlerweile mehr von Bulgarien, als einen Song, der billig, amateurhaft und uninspiriert klingt. Da können sie noch so viele große Rock-Legenden als Unterstützer nennen: der Song ist und bleibt altbacken und absolut ungeeignet für einen Wettbewerb. 1 Punkt.

Gesamtpunktzahl: 25/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Intention“ auf Platz 40 von 40.

Wie schneidet der bulgarische Beitrag "Intention" von Intelligent Music Project ab?

  • bleibt im Halbfinale hängen (92%, 576 Votes)
  • Platz 21-25 (4%, 25 Votes)
  • Platz 16-20 (3%, 16 Votes)
  • Platz 11-15 (1%, 5 Votes)
  • Top 5 (0%, 3 Votes)
  • Platz 6-10 (0%, 3 Votes)

Total Voters: 628

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Bisher erschienene Songchecks:

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati


69 Kommentare

  1. Mein Tipp: Ganz klarer Ausscheider !

    Auch mir fällt leider nix Positives dazu ein. Was hat die Verantwortlichen dazu bewogen, diese abgedroschene Rocknummer nach Turin zu schicken ? Dabei habe ich mich so auf starke Beiträge aus dem Genre gefreut, aber das ist gar nichts.

    Ich werte mit 1,5 von 12 Punkten.

  2. Also wenn das ein Versuch war Maneskin mit „zitti e buoni“ zu kopieren, dann war das ein mißlungener Versuch. Aber andererseits finde ich es insofern gut, wenn Bands aus anderen Musik-Genres wie etwa Rock den ESC nun für sich entdeckt haben. Denn wenn es nach mir geht ist jeder Musikstil beim ESC willkommen. Völlig unabhängig davon, ob mir der Song gefällt oder nicht.

    Aber Maneskin sind eben Maneskin. Basta !

  3. Es gibt durchaus altbackene Songs, die dennoch für den ESC geeignet sind. Dieses Machwerk gehört leider nicht dazu.

  4. Diese anonyme Rocknummer hat mir von Anfang an nicht gefallen und ist bis jetzt immer noch mein letzter Platz im Jahrgangsranking. Das Finale dürfe wohl ausgeschlossen sein.

  5. Ich kann mir nicht helfen, aber am meisten stört mich immer noch der Bandname. „Intelligent Music Project“ – man braucht schon ne Menge Selbstbewusstsein, um sich so zu nennen – und man weckt vor allem Erwartungen, die kaum zu erfüllen sind. Das hat natürlich mit dem Song nichts zu tun, ist aber doch Teil des Gesmatpakets. Den Song an sich finde ich eigentlich ganz solide.

    • Der Name der Band stört mich eigentlich genau so sehr wie der Fakt, dass dieses Lied aus Bulgarien kommt, ein Land, dass mich zuletzt trotz leichter Verschlechterung 2020 und 2021 immer überzeugte.
      Zum Song kann ich nur folgendes sagen: weder Fisch noch Fleisch! Geistert komplett konzeptlos zwischen mehreren Fangruppen hin und her ohne sich für ein Genre zu entscheiden und die Fans dessen abzuholen.
      Aufgrund des Musikvideos hätte der Song eher zu einem Trailer von Gran Turismo 7 als zum ESC gepasst. 1 Punkt und Platz 39 – der schlechteste „Song“, wie man meinen 40.Platz nicht nennen darf (dazu bei gegebenem Anlass mehr), beim diesjährigen ESC.

  6. Es bringt wenigstens ein bisschen Abwechslung in den Abend. Ich finde den Song jetzt soooo schlecht auch wieder nicht.

  7. Mit dem Sieg von Måneskin ist der ESC wieder auf Rockkurs. Daher ist ein Finaleinzug für mich hier nicht unwahrscheinlich.

  8. Und gestern beschweren sich noch so einige dass Peter immer nur 12 Punkte vergibt. Und schon heute beweist er uns das Gegenteil 😁 und bleibt dabei immer noch bei seinem halb vollen Glas (wenn man sich den Vergleich mit den anderen ansieht) aber für Peter wollen die 8 Punkte schon was heißen

    Wem das immer noch zu undifferenziert oder zu positiv ist, muss selbst damit klar kommen. Ich mag jedenfalls die positive Grundeinstellung

    Was den Song angeht kann ich mich den Bloggern nur anschließen- 5 Punkte von mir

  9. Nach den schönen Songs von Victoria tischt uns Rumänien diese schnöde Rocknummer auf, an Einfallslosigkeit samt Bandname kaum zu überbieten. Wird bestimmt nicht gewinnen, vermutlich letzter Platz.

  10. Bulgarien ist zwar kein Totalausfall, aber kann definitiv nicht an seine Erfolge der letzten Jahre anknüpfen. Ich befürchte leider, das damit ihr Qualifikations-Run vorerst vorbei sein wird. Schade.

    Ach übrigens, wo steckt eigentlich Herr Milanov in diesem Jahr?

    • Der war schon letztes Jahr nicht dabei. In dieser Saison hat er zumindest in Österreich einen Song eingereicht soviel ich weiß.

      • Stimmt nicht ganz, letztes Jahr hatte er zumindest im kroatischen Vorentscheid ein Lied am Start:
        „Colours“ von Bernarda Brunovic.

    • Nachdem er 2020 drei Songs „verbrannt“ hat und sich danach einen öffentlichkeitswirksamen Social-Media-Zickenkrieg mit Jan Bors geliefert hat, könnte ich mir vorstellen, dass sein Engagement für den ESC ein wenig erkaltet ist.

  11. Nachdem ich die Songs aus Bulgarien 2020 und 2021 eigentlich ganz gerne mochte ist dieser Beitrag leider ein ziemlicher Schritt zurück in die „dunkle“ ESC-Zeit Bulgariens vor 2016. 🙁

    Das ist leider mit großem Abstand der ödeste Rocksong den ich seit langer Zeit gehört habe. Besonders der Refrain klingt so richtig weichgespült und öde, auch im Rest des Songs passiert so gar nichts und man weiß schon nach sehr kurzer Zeit wie es zu Ende geht.

    Kann man sich so nebebei beim Bügeln oder beim Ausräumen der Spülmaschine anhören, für einen Wettbewerb allerding ist das alles viel zu durchschnittlich.

    Ich sehe den Song nicht im Finale, und wenn sie es doch schaffen sollten wären sie ein heißer Kandidat für die rote Laterne.

  12. Ich stehe ja auf härtere Klänge. Darum finde ich solche Beiträge immer ganz schwierig, die sich zwar ein rockiges Antlitz geben, aber weder die Ecken und Kanten noch die Energie rüberbringen, die ich mit anständigen Rocknummern verbinde. Sorry Bulgarien, da sehe ich keinerlei Chance aufs Erreichen des Finales.

    Ich finde es auch mittelschwer unfassbar, dass die Nummer nach der schwachen Resonanz und der langen Zeit, die man noch zur Verfügung gehabt hätte, keinen Revamp erhalten hat.

    • Stimmt, in Malta oder Belarus hätte man den Song nicht nur revampt, sondern längst ausgetauscht. Dass das hier nicht geschehen ist, spricht irgendwie auch schon wieder für Bulgarien 🙂

  13. Ich höre mir gerade das letzte Album des eigenartigen selbsternannten bulgarischen Möchtegern-Weltkultuerbe-Projektes an: es ist schlicht und einfach hundsmiserabel und nach vier Stücken mag man das keine Sekunde mehr weiterhören. Ich werde dazu noch ausführen, warum sich in dieser Art Musik das momentane Dilemma alter, weißer, spießiger, heterosexueller und zu allem Überfluss auch noch osteuropäischer Männer so überdeutlich zeigt.

  14. Nachdem Bulgarien in den letzten Jahren den Bogen rauszuhaben schien, ist das in diesem Jahr wirklich enttäuschend. Einer der schwächsten Songs des ersten Halbfinals, wird wohl ziemlich sicher ausscheiden.

  15. Da war wohl jemand Scorpions Fan in Bulgarien und hat versucht, da ein Revival auf die Beine zu stellen..
    und ich möchte hier nicht Scorpions schlecht machen, auch wenn die auch nicht meine Tasse Tee sind.

    Ganz klar mein letzter Platz noch hinter „bebebe, jammer-me“.

    Müsste eigentlich ein klarer letzter Platz im Semi werden, aber der ESC weiß ja zu überraschen.
    Wer weiß ob der Balkan/Osten massig an Scorpions erinnert wird (Kernfangruppe seit „Wind of change“) und die Nummer ins Finale hievt…

  16. Natürlich wird Albanien dieses Jahr viel besser abschneiden, weil sie den viel stärkeren ESC-Beitrag haben, aber ich persönlich kann mir BGR22 besser anhören als ALB22. Ersteres bemerke ich beim Hören kaum, während letzteres mich brutal nervt. Nichts an „Intention“ ist schlimm, aber alles ist etwas langweilig und irrelevant. Viel Glück!

  17. Die Definition von Altherren-Rock. Schlimm ist es wirklich nicht, aber unerträglich boring. Reicht für mich noch für Platz 27.

  18. Ich scheine offensichtlich so ziemlich der Einzige zu sein, der den Song mag. Dabei ist er nicht so schlecht, auch wenn dieser nicht den seit 2016 durchaus zu erwartenden ersten bulgarischen Sieg holen wird. Aber im Vergleich zum dänischen Beitrag z.B. weiß sich „Intention“ textlich durchaus abzuheben: die Zeile „I’m never in the safety zone“ bleibt doch irgendwie hängen, auch wenn es nur eine klitzekleine Kleinigkeit ist.
    Auch für Karaoke ist dieses Lied ganz gut geeignet, da man keine Stimmgewalt benötigt.
    Ich sehe da durchaus eine Möglichkeit, dass Bulgarien zum Missfallen vieler ESC-Fans das Finale erreichen könnte, da aber allerdings nicht allzu weit kommt. Das Musikvideo ist übrigens gelungen und das Mädchen, das darin mitspielt, ist echt hübsch. Die Bulgaren wissen schon, sich zu präsentieren und das könnte durchaus auch auf der ESC-Bühne so sein.

  19. Hm… ich mag ja normalerweise (gutgemachte) Rockmusik, aber der Song kommt doch ein wenig saft- und kraftlos daher. Tippe mal, dass es für Bulgarien damit schwer wird, das Finale zu erreichen.

  20. Ich glaube bei keinem anderen Song ist sich dieses Forum so einig, wie bei diesem.
    Obwohl ich Rockmusik sehr gerne mag, gehöre ich hier aber auch zu der breiten Masse, die diesem Song nicht viel abgewinnen können. Wenn man was positives finden möchte…doch, das gibt es. Der Song ist trotz aller Kritik gut hörbar und tut nicht weh. Vielleicht ist das ja auch schon das Schlimme. Für Rock ist das Ganze viel zu glatt. Daher vermute auch ich, dass Bulgarien zum ersten Mal seit 2013 das Finale nicht erreichen wird. Bei mir gibt es 4 von 10 Punkte und (nun inkl. Armenien) Platz 33. Nachtrag zu gestern, in meinem vorläufigen Ranking fällt Albanien auf Platz 25, bleibt aber im Finale.

  21. Ich höre den Song ganz gerne. Ist halt weichgespülter Rock und somit nicht wirklich ESC geeignet. Erinnert mich von der Art des Songs und der Stimme an Avantasia aus der deutschen Vorentscheidung. Mit der Qualifikation für das Finale wird es sicher nichts aber ich glaube auch nicht das der Song ganz hinten landet.

  22. Ich mag Rock NICHT, auch dieser Song gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingen. Aber nach so viel Schelte muss ich ja nicht auch noch draufhauen. Im Gegenteil, hier kommt jetzt nur Positives:

    1) Wenn ein Rocktitel bei ESC-Fans nicht ankommt (neuerdings muss man ja schreiben: „erstaunlicherweise nicht ankommt“) ist das für mich nun wirklich kein Grund zur Traurigkeit 🙂
    2) Der Song ist für mich erträglicher als die beiden letztjährigen Top-10-Beiträge Italiens und Finnlands, er wird bestimmt nicht mein Jahrgangsletzter werden.
    3) Die Passage so ab 2:10 (ist das eine Bridge???) finde ich sogar fast schön!
    4) Ich finde es höchst erfreulich, dass es beim ESC 2022 keine Flut von Rocktiteln gibt, meine Befürchtungen waren also wohl etwas zu hysterisch 🙂 Ein anderer Titel dieses Jahrgangs, der hier schon als „Rock“ bezeichnet wurde, nämlich der aus Dänemark, gefällt mir sogar gut, das gilt übrigens auch für den schwedischen VE-Beitrag von Lillasyster.

    • Ja, das finde ich auch noch einigermaßen hörbar. Wenn das die Rockexperten hier als Rock durchgehen lassen, soll’s mir recht sein. Ich finde halt die Stimme des Sängers ein bisschen anstrengend, nicht gerade ein Goldkehlchen.

  23. Erstmal verstehe ich überhaupt nicht, was Bulgarien da geritten hat: Nach fünf Jahren Sieg-Ambition in Folge schickt man völlig ohne Not als Schnellschuss einen von Anfang an klinisch toten Song. Entweder haben da mal wieder die Verantwortlichen gewechselt oder man hat nach zwei Jahren VICTORIA-Marketingschlacht schlicht keine Mittel mehr zur Verfügung. Im Dezember hätte ich keinen Pfifferling auf diesen Song gesetzt ABER:
    Der Lead-Sänger ist charismatisch, dazu noch offenbar gut bei Stimme und das erste Semi ist überwiegend ruhig oder quatschig, daher scheint es mir nicht völlig unrealistisch, dass der Song als WTF-Qualifikant auf Platz 10 gerade noch so durchrutschen könnte. Und irgendwo müssen ja auch die paar Russland-Sympathiestimmen, die es noch gibt, hin.

    • Ganz sicher, dass der Song ausscheidet, bin ich mir auch nicht. Trotzdem halte ich es aber doch für unwahrscheinlich, da das einzige Alleinstellungsmerkmal dieses Songs nur das Genre ist.
      Bands gibt es schließlich in der ersten Hälfte des ersten Semis mehr als genug und ich glaube, dass da z.B. die Ukraine als Sympathieträger und Lettland, das deutlich auffälliger ist, bessere Chancen haben.

      Bulgarien muss vermutlich auf die Jurys hoffen und die sind ja bekanntermaßen sowieso nicht die größten Rockfans.

      • Maneskin hatten sie immerhin noch auf Platz 4, aber bei dieser Nummer wird das definitiv nix.

        In so ziemlich allen geposteten Ranglisten mindestens auf den hinteren fünf Plätzen

  24. Ich weiss nicht so recht, wen die Gruppe mit diesem Lied ansprechen will – die Rock-Fans winken ab, der überwiegende Rest ist eher gelangweilt und/ oder finden diese Nummer öde. Ich als bekennender NICHT-Rock-Fan (Grüsse an Thomas M.😉) mag diesen Song auch nicht sonderlich, aber zumindest wird nicht gegröhlt – das ist für mich schon mal was Gutes😅

  25. Doch, der Beitrag des Chauvinistic Music Projekt ist schlimm, er ist mittlerweile zu einer meiner Hassikonen geworden , knapp vor Australien und Malta, da man im eigenen Hause bekanntlich gründlicher kehrt.

    Das liegt zum einen am Video, das Gewalt gegen Frauen als lustiges Computerspiel verherrlicht, zum anderen an den sinnlosen maskulinen Metaphern, die in keiner Weise aufgelöst oder ironisiert werden. Männerphantasien halt (siehe oben) , ja dann mal feste druff

    Was sehe ich? Nun , da steuert ein fehlernährter bulgarischer Junge, von seinen Oligarchen-Eltern, die ihre Zeit offenbar damit verbringen müssen, EU-Subventionen in die eigene Tasche umzuleiten, vernachlässigt und mit Süßigkeiten und neuesten Computerspielen ruhig gestellt, per Joystick die Panik erregende Verfolgung einer Frau und genießt das offensichtlich. Welcher Fortschritt, läuft man doch so nicht Gefahr, im Rahmen der Selbstverteidigung einen Pfennigabsatz in die Kronjuwelen gerammt zu bekommen. Klatrig auch die “Pointe” des Videos: “Du hast eigentlich nur Angst vor Dir selbst, Frau, lauf nicht weg und mach die Beine breit” Hättest Du wohl gerne, Du penisgesteuertes pubertierendes Pummelchen (PPP) !

    Was höre ich denn in der hochbegabt Intelligenten Projekt-Lyrik, der es aber offenbar an jedem Funken Emotionaler Intelligenz gebricht ? “Krieg” Kampf” “gestählt” “sich selbst zerreißen” “Wille” “Power” bla bla bla … “They were sending me to war”. Ja, wer sendet Bulgaren denn in den letzten 30 Jahren in den Krieg, außer vielleicht in den Kampf um den Bettel-Sitzplatz vor den jeweiligen Kölner Rewe-Filialen? Mit Rockmusik kristallisiert man die Träume, Ängste, Fantasien junger Menschen, das weiß man seit 1955. Ist dieser mit “ich-will-in-der-westlichen-Werteordnung-bleiben”- Nachdenklichkeitsgestus wie mit einem Salatblättchen garnierte (womit wir fast bei Lettland wären) Harte-Männer-Schmuh unbewusst der Soundtrack für die Angreifer von Kiew, den man unbewusst ausgedrückt hat? Ich finde man sollte das Lied, jetzt wo diese rückständige Männlichkeit ihren Schrecken offenbart, zurückziehen und durch ein anderes ersetzen.

    0/8

    • Ich geb‘ zu, ich hatte nicht auf das Video und auf den Text geachtet, das ist wirklich unsympathisch. Aber ist Rock nicht recht oft „harte-Männer-Schmuh“? Gerade deswegen löst diese Musik oft bei mir Fluchtreflexe aus, auch wenn ich weiß, dass selbstverständlich nicht alle Rockgruppen so drauf sind.

    • Ernsthaft, ich glaube das war der dümmste Beitrag, den ich hier bisher lesen durfte. Was für hanebüchende Zusammenhänge da herbeigeschwurbelt wird. Warum gibst du den Herren von IMP nicht gleich die Schuld am ersten sowie zweiten Weltkrieg.

      Abgesehen davon habe ich Neuigkeiten für dich: Die westliche Welt ist in Sachen machohafter Männlichkeit momentan weißgott nicht (mehr) Weltmarkführer.

  26. Autsch, die Einschätzung auf dem Blog hier ist echt vernichtend. 90 % rechnen mit einem Halbfinal-Aus.

    Dem muss ich mich leider auch anschließen. Bin eigentlich ein großer Fan von Rock und trotzdem (oder gerade deshalb) kann ich dem Song nicht viel abgewinnen. Es fängt vielversprechend an und fällt dann spätestens ab dem Refrain flach. Schade, aber zumindest liefert Finnland dieses Jahr ab 🙂

  27. Ein Tiefpunkt in diesem ohnehin schwachem Jahr; es wirkt so als ob ein Algorithmus mit „Rocksong“ programmiert wurde. Sorry, Bulgaria, zero points.

  28. Oh je, da es ja nach den jeweiligen Hälften der Semis geht weiß warne ich schon mal dass von mir in den nächsten Tagen nicht allzu viel positives bezüglich der Songs kommen wird.

  29. Erstmal: ich hab mich getäuscht, ich dachte ja, nach dem Sieg von Maneskin sethen und dieses Jahr 10 bis 15 Rocksongs der einen oder anderen Art ins Haus.
    Jetzt wurden es zwei ganze (Bulgarien und Finnland), ein halber (Dänemark) und ein dreiviertelter (San Marino). Davon sehe ich nur sicher The Rasmus und sehr eventuell Achille Lauro im Finale, die anderen beiden keinesfalls.

    Im Gegensatz zu vielen hier finde ich den Song handwerklich durchaus gut gemacht, aber halt gänzlich unoriginell und altbacken.

    (Der Lehrkörper im Ruhestand fragt sich, warum Bulgarien diesmal jemanden vom Seniorenstudiengang „Was alte weiße Männer im Ruhestand so für Hobbies haben“ in die Abschlussklasse schickt)

    • Den besten Rocksong (nämlich „Dreamer“ von Voyager) hat bekanntlich die Jury verhindert. Dafür haben wir leider diese Drama Queen aus Sydney….

  30. Ich bin ja hibbelig, seit ich heute Mittag hier den Namen SIMON PHILLIPS gelesen habe, und nachdem er auch noch im Video aufgetaucht ist, muss ich erstmal mit dem Hyperventilieren wieder aufhören. Davon ab: Fängt aus meiner Sicht gut an, geht aber dann nicht weiter. Ich kanns gut anhören, aber das wird wohl leider nix. Lieber Kristian Kostov, hast Du nächstes Jahr im Mai schon was vor?

  31. Bulgarien hat schon bessere Zeiten gesehen. Immerhin ist es keine 0815-Ballade. Von daher kann ich mir gut vorstellen, dass es knapp ins Finale kommt. Zugegeben, dieser Jahrgang ist wirklich nicht dolle. Es gibt keinen einzigen Song, der mir so richtig gefallen will. Selbst Italien nicht!

    • Es sind einige echt gute Songs dabei aber furchtbar viel belangloses Zeugs, an dass ich mich nicht erinnern kann/will. „Radiotauglich“ scheint nicht nur bei uns das Motto zu sein.

  32. Ich finde den Song gar nicht mal so übel. Leider ist er in der Version „Rocksong“ ein Totalausfall. Rock für die Krabbelstube sozusagen.
    Hätte man das von einer stimmgewaltigen Frau im Powerballadenmodus vortragen lassen, hätte es eher gepasst. Aber so ? Tschö mit ö.

  33. Ich denke mal, daß es keinen Beitrag mit einer höheren Ablehnung hier geben wird. 90 Prozent sind schon eine Marke !

  34. Leider eine anhaltende Zero. Selbst 90sec halte ich nicht durch. Repeat Chance NULL. No vote for Bulgaria this time.
    Paar Rockfans die sowas gut finden wird es natürlich geben. Mal schauen wieviele davon ein ESC Halbfinale schauen und wieviele davon in den Juries sitzen. Finale wird schwer, ist aber nicht unmöglich ^^

  35. Ach, ich finde es ganz solide. Das Problem ist tatsächlich, dass es recht flach ist und wenig bis gar nichts hängen bleibt. Das wird auch der Hauptgrund sein, warum Bulgarien sehr eindeutig im Halbfinale abschmieren wird. Was ich aber mehr und mehr anfange zu schätzen, ist der Soloteil, der macht richtig Laune. Ansonsten ist es natürlich pures Kontrastprogramm zu dem, was wir sonst beim ESC sehen. Gemütlicher Altherrenrock halt. Celebrate Diversity!

    Prognose: Halbfinale 16/17 (20%)
    Meinung: Platz 29/40 (5 Punkte, mittlerweile wohl 6)

  36. Song, Stimme, Darbietung: Auf Radiotauglichkeit zugeschnitten, irgendwo zwischen rockige Filmmusik aus den 80’ern und Rock von Heute.
    .
    Instant Appeal: Abwesend.

    Finale: nein.

    • Sorry Bulgarien! Für mich bis jetzt der schlechteste Beitrag für den esc, scheidet ganz klar im halbfinale aus! Was ich mich nur frage, wie kann so ein Lied im vorentscheid gewinnen, wie schlecht müssen denn die anderen Lieder gewesen sein,!!!!

      • Dieses Lied hat gar keinen Vorentscheid gewonnen, da es nämlich keinen gab! Gruppe und Song wurden intern ausgewählt und das steht auch so im Artikel!

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