ESC-Songcheck kompakt 2022 (4) – Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu

Foto: eurovision.tv

Monika Liu (Monika Liubinaitė) ging als Siegerin aus der litauischen Vorentscheidung „Pabandom iš naujo! 2022“ hervor. Mit ihrem Song „Sentimentai“ begeistert sie seitdem ihre Heimat und lag dort über mehrere Wochen an der Spitze der Spotify-Charts. Schon länger hat sie überlegt, den Schritt zum ESC zu wagen, in diesem Jahr ist es soweit.

Die litauische Sängerin studierte Jazz an der Universität Klaipėda sowie am Berklee College of Music in Boston. Für einige Zeit lebte sie danach in London, ehe sie in ihre Heimat nach Vilnius zurückkehrte. Seit 2015 veröffentlicht sie Musik und in dieser Zeit sind bereits drei Alben zusammen gekommen. „Sentimentai“ ist aber jetzt schon der größte Erfolg ihrer bisherigen Karriere.

Der Song

Geschrieben wurde „Sentimentai“ von Monika Liubinaitė selbst, für die Produktion assistierte Miles James. „Sentimentai“ ist der erste komplett in Litauisch gesungene Song beim ESC seit 1999, als Aistė Smilgevičiūtė in Jerusalem antrat (genauer gesagt mit einem im litauischen Dialekt gesungen Song, teilweise aber auch als eigene niederlitauische Sprache bezeichnet). Der Song ist teilweise biographisch und beschreibt eine Künstlerin, die in der Vergangenheit festhängt. Entstanden sei der Song laut Monika Liu aus ihren eigenen Erfahrungen als Künstlerin. Sie selbst sei sehr sentimental, weshalb der Song so betitelt wurde.

Der Check

Song: 4/5 Punkten

Stimme: 4/5 Punkten

Darbietung: 4/5 Punkten

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Das Lied ist so schön retro und hat trotzdem diesen modernen Beat. Außerdem ist Monikas Ausstrahlung klasse. Einziges Manko ist vielleicht, dass gegen Ende nicht mehr viel passiert. 8 Punkte.

Berenike: Ich finde diese Mischung aus Synthieelementen und Chansonanleihen faszinierend. Durch den gleichförmigen Beat, dessen Rhythmus auch im Gesang aufgegriffen wird, zieht mich „Sentimentai“ auf fast schon hypnotische Art und Weise in seinen Bann. Gleichzeitig ist der Song durch ganz viele verschiedene Soundeffekte von Anfang bis Ende abwechslungsreich und nie langweilig. Obendrein hat Litauisch so einen großartigen Klang, es ist echt schade, dass wir diese Sprache bisher fast nie beim ESC erleben durften. 12 Punkte.

Douze Points: Nein, nicht schon wieder Barbara Pravi! Das Problem ist, dass litauische Chansons international nicht so bekannt sind wie französische. So wird das ein typischer Fall von Nachtclubmusik auf gehobenen Niveau. Dank der Übersetzung kann ich zumindest über die Dünen von Nida einen Bezug zum Lied aufbauen (allerdings habe ich damals von dort oben keiner Möwe zugewunken). Das reicht dann für 3 Punkte.

Flo: „Sentimentai“ ist ein für mich sehr spannender Beitrag. Nicht nur, dass Litauen wieder zur Landessprache zurückkehrt, es schickt mit Monika Liu auch eine gestandene Sängerin zum ESC, die ihre ganz eigene Ausstrahlung und Persönlichkeit mit auf die Bühne bringt. Darin liegt für mich auch die Stärke des litauischen Beitrags, der erst mit der Bühnenperformance wirklich zur Geltung kommt. Mit einem guten Staging und geschickter Kameraführung ist da viel möglich für Litauen. 7 Punkte.

Manu: Was wohl dabei rauskommt, wenn Goldfrapp zwanzig mal hintereinander Kylie Minogues „Slow“ hören und direkt danach einen Chanson remixen sollen, der auch im ehemaligen Studio 54 zu hören gewesen wäre? Es würde sich wohl so ähnlich wie „Sentimentai“ anhören. Dazu verkörpert Monika Liu ihr Lied wie eine in sich ruhende Diva – ich feiere das: 10 Punkte.

Max: Ach, irgendwie verstehe ich schon, was die Leute an „Sentimentai“ finden. Es ist ein sehr eigener Style und der Auftritt hat auf jeden Fall etwas hypnotisierendes. Zudem ist Monika einfach eine interessante Künstlerin – die verschollene Baccara-Cousine, die es dank Zeitmaschine ins Jahr 2022 geschafft hat. Was sie nicht schafft, ist ordentlich Punkte von mir zu kassieren. Dafür ist das Lied nicht ganz mein Stil und ich höre es privat auch nicht wirklich oft an. Da fehlt mir auch etwas die Würze. Aber gut, es ist trotzdem in den vergangenen Wochen irgendwie in meiner Gunst gestiegen. 4 Punkte.

Peter: Sehr nett, aber nicht herausragend. Der Uptempo-Barsound von Monika ist sympathisch und sie transportiert den Song auch gleichermaßen professionell wie animierend, aber die Neuerfindung der Mellow-Pop-Cocktail-Musik findet woanders statt. Ein großes Plus ist der Vortrag in Landessprache und stimmlich/gesanglich ist das auch einwandfrei und im besten Sinne gefällig. 7 Punkte.

Rick: Super interessanter Song, der den 70s-Style mit modernem und verträumten Sound verschmelzen lässt. Ob man es mag oder nicht: man kann nicht weghören – schon allein wegen der Sprache nicht. 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 58/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Sentimentai“ auf Platz 18 von 38.

Wie schneidet der litauische Beitrag "Sentimentai" von Monika Liu ab?

  • Platz 16-20 (26%, 153 Votes)
  • Platz 11-15 (25%, 149 Votes)
  • Bleibt im Halbfinale hängen (21%, 122 Votes)
  • Platz 6-10 (12%, 72 Votes)
  • Platz 21-25 (12%, 68 Votes)
  • Top 5 (4%, 24 Votes)

Total Voters: 588

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Bisher erschienene Songchecks:

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni


74 Kommentare

  1. Das erinnert schon sehr an Barbari Pravi, leider strahlt Monika Liu nicht die klasse der Französin aus. Trotzdem sehe ich den Song im Finale, wo er einen Platz in den Zehnern erreichen könnte.

  2. Die Frau mit Mireille-Mathieu-Gedächtnisfrisur hat einen guten Song am Start, der es auch ins Finale schaffen kann. Ich befürchte allerdings, daß sie im Halbfinale die unbeliebte Startnummer Zwei erhält.

  3. Es ist recht gut, erinnert aber natürlich sehr an Barbara Pravi. Besser als die meisten litauischen Beiträge, Finale im Mittelfeld.

  4. Ich hab mich sofort in den Song verliebt. Anfangs dachte ich sie singt französisch vermutlich weil es musikalisch französischen Chansons sehr ähnelt und dann hat sie auch noch eine Mireille Matthieu Frisur. Litauisch hört sich bei Gabrielius eben auch anders an 😅

  5. Im diesjährigen eher mäßigen Programm eine Perle. Natürlich zeitlos aka nicht modern und natürlich auch nichts für jene Blogger, die nur Upbeat wollen, solange es keine Ballade aus Italien ist.
    Klar es fehlt ein Höhepunkt in dem Lied, dafür sind die drei Minuten schön hypnotisch. Ich sehe es weit oben.

  6. Ich finde es interessant, dass ein Song im Chanson-Stil mal nicht aus Frankreich kommt, sondern aus einem Land im nordosten Europas.

    Der Song hat Charme, die Sängerin erst recht.

    Finaleinzug ist drin und ein Platz in der ersten Hälfte auch.

  7. Puh, das ist schon sehr sehr sehr sehr SEHR … retro. Zumindest nach meinem Geschmack. Die Optik unterstreicht das noch. Sie singt auf litauisch und das sehr gut. Juryfutter, die werden es ins Finale hieven, wo es auf der rechten Scoreboardseite versauert.

    • „Sentimentai“ ist irgendwie gar nicht mein Fall. Irgendetwas nervt mich extrem an der Melodie des Liedes. Ich verstehe die Vergleiche mit dem Meisterstück „Voila“ überhaupt nicht, einzige Gemeinsamkeiten sind Geschlecht und Haarfarbe der Sängerin. Immerhin hat mir der Song beim zweiten Hören heute etwas besser gelaufen, aber insgesamt hat das Lied bei mir noch einen langen Weg vor sich. Wird durch die Jurys locker im Finale landen und dort aufgrund weniger Televotingpunkte aus den Top 10 abrutschen und schlussendlich um Platz 15 abschneiden. Von mir gibt es verhaltene 3 Punkte, aktuell mein 34.Platz.
      Generell konnte mich Litauen bisher eigentlich nie überzeugen, was auch in diesem Jahr so bleiben wird.

  8. Hat schon eine gewisse Klasse, eine versteckte Perle. Sie bekommt von mir auf jeden Fall ein paar Stimmen im Finale, dafür wird sie sich sicherlich qualifizieren. Und ich stimme dem zu, dass litauisch wirklich eine schöne Sprache ist!

  9. Qualifizieren wird Sie sich ganz sicher. Es sind Lettland und Armenien etc in dem Semi und auch Ukraine ,die Litauen gerne Punkte geben .

    Mir gefällt der Song sehr sehr gut. Trotzdem befürchte ich eine Platzierung so um den 15. Platz im Finale

  10. Dieses Lied könnte auch für Portugal antreten, da es sehr an die Musik der portugiesischen Gruppe Amor Electro erinnert und man in diesem Land ja auch gerne in der Vergangenheit festhängt. Ich bin mal gespannt, wie viele Punkte Monika Liu speziell von dort bekommt.
    Da versteht es sich von selbst, dass Sentimentai sehr meinen Geschmack trifft und da wird es die breite Masse sicher auch nur wenig stören, dass der Text auf litauisch ist.
    Im Gegensatz zum Premierenbeitrag 1994 wird Litauen diesmal in der Landessprache Erfolg haben (hoffentlich!) und einen gewissen kommerziellen Erfolg mit Chartplatzierungen in Deutschland, Großbritannien und Schweden (wenn auch vielleicht eher kurzzeitig, aber dennoch mit respektablen Platzierungen) würde ich auch nicht ausschließen.

  11. Eins hab ich noch vergessen: an der Stelle, an der sie „Viskas“ singt, klingt sie wie eine Katze, die sehr darüber erleichtert ist, endlich mal wieder was Richtiges zu Futtern zu kriegen.

  12. Ein typischer Chanson französische Machart ist das sicher nicht. Daher kommen mir die Pravi-Vergleiche doch sehr weit geholt vor.
    Ich verorte den Song im Schlager-Unterhaltungs-Bereich wie er schon ab den 70er Jahren im Ostblock oft zu hören war , natürlich ohne die modernen Klänge.
    Gut gesungen aber gesamt gesehen doch sehr bieder und eigentlich nicht sehr finalwürdig.
    Borderline-Kandidatin !

  13. Seltsam, diese Vergleiche mit Barbara Pravi – vielleicht besteht optisch eine Ähnlichkeit, aber musikalisch hat „Sentimentai“ doch genau 0,0 % mit „Voilà“ zu tun, weder vom Tempo noch von Stimmung, Arrangment oder Vokalvortrag her …

    Find „Sentimentai“ übrigens klasse. Eine Reminiszenz an litauische Sowjet-Chansons aus den 70ern, mit modernem Pop & Chillout liebevoll geupdated. Und Monika ist sowieso anbetungswürdig, so lässig und so selbstsicher-selbstverständlich wie sie den Song vorträgt.

    Wird in Turin vermutlich zwischen dem üblichen Pathos-Zwangsgänsehaut-Klimbim der Konkurrenz untergehen, was ich sehr bedauere. Umso mehr Respekt an Litauen & Monika, mal was Spezielleres in der Landessprache zu kredenzen (wenn ich da zurückdenke an Donny Montell und sein Melodifestivalen-Demo … grusel)

    • Dem Kommentar kann ich nur zustimmen. Ich kann absolut keine musikalische Ähnlichkeit zu Barbara Pravi erkennen. Die einzige Ähnlichkeit ist wohl die Haarfarbe der Sängerin. Come on!?

      Bezweifle damit auch ernsthaft die musikalische Kompetenz von Douze Points, werde seine Beiträge in Zukunft kritischer lesen.

      • Das darf man nicht ernst nehmen. Es gibt eben gerade in der Bubble einen Teil, der mit solcher Musik nicht anfangen kann, letztes Jahr war es ein Piaf-Plagiat und nun eben ein Remake von Barbara Pravi.

    • Danke, dass es noch jemanden gibt, der mit Donny Montells ESC-Beiträgen gar nichts anfangen kann. Der erste war Unterhaltungsmusik von einem Budget-Kreuzfahrtsschiff, und der zweite war aber so was von allerunterste Schublade.

      • Ich kann mit Donny musikalisch auch nichts anfangen; ich glaube, da sind viele Bubbleistas vom Aussehen geblendet. Was mir natürlich nie passieren würde.

      • Inzwischen ist er sexier, er sieht so aus, als ob er sich rasieren müsste (was er nur eingeschränkt sollte).

      • Donny Montell ? 2016 hat mir sein Beitrag sehr gut gefallen, 2012 war etwas öde. Beide Nummern finde ich jedoch besser als den Beitrag von Monika.

      • Toggie, ich auch nicht. Den Beitrag von 2012 finde ich sogar richtig schlimm.

      • @ togravus ceterum

        Na ja, ich bin halt kein Fan des diesjährigen litauischen Beitrags. Für mich ist das ein ziemlich altbackener Song mit austauschbarer Melodie. In meinem Jahrgangsranking ist das Lied derzeit auf Platz 21 mit Tendenz nach unten. 2016 hatte ich für Donny Montell angerufen.Von einem Anruf ist Monika bei mir derzeit meilenweit entfernt. Da habe ich halt andere Favoriten.

  14. Viele sagen ja, dass der Jahrgang 2022 schlecht sei. Ich finde das nicht. Für mich ist er leider nur sehr durchschnittlich und langweilig. Glücklicherweise gehört der litauische Beitrag zu der Handvoll Lieder, die ich interessant finde. Außerdem ist Monika Liu eine tolle Sängerin. Ich hoffe, dass das im Mai mit einer TOP 10-Platzierung belohnt wird. Viel Glück!

    • NUn es gibt schon ein paar Faktoren, an denen man persönlich festmachen kann, ob man den Jahrgang gut oder schlecht findet, mittelmäßig ist hier eigentlich nur das etwas bessere schlecht.
      Ich habe beispielsweise nur einmal „ist hervorragend“ bewertet und muss gestehen, ich weiß schon gar nicht mehr, bei welchem Lied das war.
      Auch schaue ich mir dieses Jahre keine Reaktionen auf Youtube an, weil das eigentlich nur Spaß macht, wenn man mit den Liedern mitfiebert.
      Außerdem ist meine klare Nr. 1 nicht mehr dabei, und ob ich überhaupt abstimmen werden, weiß ich nicht nicht. Ein Vorteil hat die Sache auch, weil ich kaum Lieder von dem Jahrgang höre, habe ich die meisten schon wieder vergessen und kann die nun hier wiederentdecken, vielleicht finde ich mein Favoriten ja wieder.

    • Beim litauischen Beitrag sind wir uns einig. Beim Jahrgang muss ich sagen, dass ich ihn auch unterdurchschnittlich finde, wenn auch weit von Jahrgängen wie 2002 entfernt.

    • Dass der Jahrgang schlecht ist, kann ich jetzt auch nicht sagen. Mit Litauen, Frankreich, Portugal und Island habe zumindest schon mal vier Lieblingssongs gefunden.🙂

    • Also den Jahrgang würde ich jetzt nicht als schlecht bezeichnen. Unterdurchschnittlich trifft es ganz gut.
      Das sieht man an unserer Burg
      Thronsaal und Festbankett sind er normal besetzt die meisten Songs sind dann Kreuz und Quer verteilt. Im Verlies und in der Folterkammer so wie auf dem Schafott sind keine Songs vertreten (Malta ist da im allgemeinen wegen dem Songtausch. Den neuen Song haben wir nicht bewertet )
      Heute kommt noch Aserbaidschan in unsere Burg. Da bin ich schon gespannt drauf

      • 2022 ist für mich ein durchschnittlich guter Jahrgang. Er gefällt mir etwas besser als 2021 und wesentlich besser als der ausgefallene 2020er Jahrgang. 2020 wäre für mich neben 2002 und 1992 der schlechteste ESC gewesen.

    • Das wurde letztes Jahr hier im Forum auch behauptet, interessanterweise haben viele nicht ESC-affinen Zuschauer in meinem persönlichen Umfeld das Finale von Rotterdam als sehr stark empfunden und die Show wurde sehr gelobt. Ich konnte mich dieser Meinung nur anschließen.

      Tja, es war halt bis auf die Handvoll Dancenummer wenig ESC-typische Musik dabei und gerade wohl deswegen bei einigen Fans nicht so attraktiv,.

      Sollten die schwachen Songs auch diesmal aussortiert werden, könnte das Finale ein durchaus erfreuliches Niveau haben.

      Schwache Jahrgänge waren für mich im 21.Jahrhundert 2002, 2006, 2014 und 2016.

  15. Toller Chanson, wie er französischer eigentlich nicht sein könnte, wenn Monika nicht auf Litauisch singen würde. Dieser Gegensatz, der durch die haptische Ähnlichkeit zu der ein oder anderen Vertreterin des klassischen französischen Chansons noch verstärkt wird, macht den großen Reiz des Songs aus.
    Im ersten Semi hat sie damit jedenfalls ein Alleinstellungsmerkmal und wird sich ziemlich sicher fürs Finale qualifizieren. Für die Top 10 im Finale ist aber dann vielleicht doch zu speziell und andererseits nicht spektakulär genug. Bei mir reicht es für 7,5 von 10 Punkten und Platz 7.

  16. Das ist genau nach mainem Geschmack. Großartig.😊
    Mein Tipp – bin trotzdem mal etwas vorsichtig: Platz 6 – 10 im Finale.

    • Schön, einmal eine wenig bekannte Sprache beim ESC zuhören.
      3 Minuten können aber ziemlich lange sein. Vielleicht das Lied, dass mir in diesem Jahr am wenigsten gefällt.

  17. Song haut mich jetzt persönlich nicht so sehr vom Hocker.
    Aber sticht gegenüber den vielen anderen schwachen Songs schon hervor.
    Und Monika hat ne Topstimme und ne Topausstrahlung.
    Finale eigentlich safe für mich.
    Hab mal ganz mutig Platz 6-10 getippt.

  18. Ich frag einfach wieder mal: wer ist
    Mireille mathieu feat. Barbara pravi auf litauisch. Nett wie so vieles aber animiert mich nicht zum nochmals hören.

  19. Den Vergleich mit französischen Chansons kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Für mich hat das Lied nichts von einem Chanson. Es klingt eher nach einem typischen Ost-Europa-Schlager der 70er Jahre.

  20. So langsam geht es bergauf, aber wirklich vom Hocker haut mich der Song jetzt nicht. Finde es toll dass sie nach langer Zeit es mal wieder in Landessprache versuchen und sie hat auch eine gute Stimme und Ausstrahlung, aber der Song ist mir leider zu „gleichförmig“, bleibt irgendwie immer auf dem gleichen Level ohne wirkliche Höhepunkte. Als Hintergrundbeschallung in einer Bar ganz nett, aber für die große Bühne?? Also ich bin da skeptisch.

    Denke sie kann es ins Finale schaffen, dort wird sie aber deutlich hinter The Roop zurückbleiben und so zwischen Platz 16-20 landen.

  21. Sentimentai ist ein wirklich interessanter Song, der durch seine Instrumentierung aus dem Starterfeld sticht, das Ding ist bloss mich toucht er nicht. Hatte nicht einmal das Bedürfnis ihn nochmal zu hören.
    Tippe aber auf Platz 10 bis 15.

  22. Ich mag den Song ganz gerne aber muss ihn nicht unbedingt im Finale haben.Schätze sie schafft es und belegt so einen Platz zwischen 15 und 20…

  23. Die Frau ohne Busen mit Mathieu-Topfschnitt schafft es heuer bei mir mit ihrem entspannt-zeitlosen Lied locker in die Top 10 (eventuell sogar in die Top 5). Soweit wird sie aber in Turin nicht kommen, ich hoffe zumindest um Platz 15.

    Im Gegensatz zum armenischen Lied finde ich es hier gerade gut, dass der Song die ganze Zeit auf dem gleichen Level bleibt, der Puckerrhythmus, der das Ganze antreibt, genügt da völlig, mehr wäre zu viel.

    Und fürs Litauisch gibt es natürlich ein Extrasternchen.

    Die Schangsongvergleiche kann ich verstehen, die mit La Pravi kein bisschen.

  24. Oh je, nochmal ein Baltenland nach Lettland, mit dem ich dieses Jahr so überhaupt nichts anfangen kann. Ich hab Null Zugang zu diesem Song, das geht komplett an mir vorbei, trotz der schönen Sprache. Litauen hat irgendwie schon viele Jahre die Gabe, Beiträge auszusuchen, von denen ich absolut begeistert bin, oder die überhaupt nicht mein Ding sind,
    dazwischen gibt es da meist nichts😉

  25. Wenigstens ist der Song nicht peinlich, wie so manch anderer. Es würde mich trotzdem überraschen, wenn das Lied das Halbfinale übersteht. Auch ein Minuspunkt, irgendwie wirkt Frau Liu wenig sympathisch auf mich. Und das ist bei einem Auftritt, der alleine auf die Sängerin fokussiert ist, nun mal wichtig.

  26. verstehe die Vergleiche mit Babara Pravi nicht. Der Song war basically 3 Minuten theatralisches Voila-Gerufe begleitet von traurigen Geigen.

    Weder von Stimmung, noch Melodie ähnlich.

  27. Sängerin und Song haben Stil. Obwohl es auch ein langsamer Song ist, wird es doch aus den Balladen herausstechen. Aber ich glaube eher nicht, dass es für den Finaleinzug reichen wird. Auf jeden Fall ein Wackelkandidat.

  28. Fakt ist, dass es zumindest im Heimatland ein sehr sehr erfolgreicher Song ist. Der Song trifft in Litauen auf jeden Fall nen Nerv. Mag sein, dassdass auch am Songtext liegt, den natürlich im Ausland keiner versteht. Fand den Songs Anfangs interessant (aber nur kurz) nur leider eignet sich das Lied überhaupt gar nicht für mehrmaliges Anhören. Jetzt bekomme ich schon nach ersten einmaligem Wiederhören leichte Zustände, nach zweimaligen Anhören frage ich mich, ob ich das Ding tatsächlich nochmal abspielen sollte. 3mal am Tag angehört heisst, dass du dir dieses Ding sehr lange nicht wieder antuen willst. Damit ist der Song bei mir raus und bekommt deshalb von mir auch keinen Televote.
    Bin unschlüssig, ob Litauen ins Finale kommt. Wegen mir muss das nicht sein. Der europäische Televoter in der Mehrheit, der ja eigentlich kaum Musik aktiv hört, könnte das anders sehen wollen. Bei den Juries müsste der Song gut ankommen.

  29. An Barbara Pravi muss ich nur denken, weil ich dauernd daruf hingewiesen werde, dass man bei Monika Liu an Barbara Pravi denken müsse. 🙂 Von selbst wäre ich gar nicht drauf gekommen. Der Song gefällt mir super, aber er könnte ruhig noch etwas rauher und druckvoller sein; er ist mir fast zu „chique“. Unbedingt Finale.

  30. Nachdem nun alle Songs veröffentlicht sind glaube ich, das Litauen trotz Besonderheit im Finale untergehen wird. Der Song ist einfach zu monoton. Mittelfeld bis hinteres Mittelfeld dürfte aber drin sein.

  31. Berenike trifft es auf den Punkt!
    Seltsamerweise funktioniert der Song bei mir aber nur live, die Studio-Version catcht mich irgendwie so gar nicht. Und die Pravi-Vergleiche kann ich auch nicht wirklich nachvollziehen; für mich ist der Song nicht mal besonders chansonesk, sondern eher so disco-artig verrucht: Ende der 70er hätte der Song wunderbar zu Amanda Lear gepasst.

  32. Mein Tipp: Mit Glück klappt zu Platz 12 oder 13 im Finale.

    Wieder ein erfreulicher Beitrag aus dem Land des Bernsteins. diesmal bewußt in Landessprache.
    Zudem lady-like und elegant vorgetragen von Frau Liu, gelungener Stilmix aus Chanson und Disco.

    Bei mir allerdings zuletzt ein wenig gefallen, aber 9 von 12 Punkte werte ich dafür gerne.

  33. Verstehe die Pravi-Vergleiche auch nicht, schließlich ist Lius Song immerhin hörbar. 😉 Bei uns in der Gruppe wird der Song doch sehr hoch gelobt, deswegen bin ich ein wenig überrascht gewesen, dass der Song hier nur durchwachsene Resonanzen erhielt. Monika Liu hat ihre ganz eigene Aura und weiß sich in Szene zu setzen auf der Bühne. Live kommt der Song erst zur Geltung, und da dieser Eindruck ganz besonders relevant ist beim ESC, glaube ich, dass „Sentimentai“ recht gute Chancen auf das Finale haben dürfte. Und dann? Das ist eine schwierige Frage, für ganz vorne dürfte es nicht reichen, allerdings rechne ich doch mit einigen Punkten gerade von der Jury.

    Prognose: Halbfinale 6/17 (70%) -> Finale 11-15
    Meinung: Platz 8/40 (10 Punkte)

  34. Mireille Mathieu kann ich optisch noch nachvollziehen, aber zwischen der lieben Babs, die auf den Pfaden Edith Piafs oder Françoise Hardys wandelt, und Monika Liu liegen musikalisch Welten. Bei „Sentimentai“ denke ich an Spätsiebziger Discomusik (v.a. wegen den Syndrumeffekten à la Anita Wards „Ring My Bell“), aber mit einem modernen Twist, vergleichbar mit der Musik von Moloko/ Róisín Murphy. Als Gesamtpaket hat es etwas Elegantes und Magnetisches an sich, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Einer meiner Lieblinge in diesem Jahrgang. Viel Glück, Litauen!

  35. Song, Stimme, Darbietung: Für einen kleinen, netten Song zu viel Nebengeräusche.
    .
    Instant Appeal: Ja, wenn sie alleine auf der Bühne ist. Sonst nein.

    Finale: nein.

  36. Der Auftritt in Barcelona war super. La Liu kann gut mit dem Publikum spielen und diese Eleganz !

  37. Jetzt mal eine Frage an die Frauen beiderlei Geschlechts hier auf diesem Forum: Wie ist es eigentlich ein durch Silberapplikationen tonnenschweres Kleid nur durch einen dünnen Halsring zu halten? Gibt es eigentlich dadurch orthopädische Beschwerden und kann man diese durch besonders hochhackige Schuhe kompensieren? Bis zu welchem Monat können Schwangere so etwas tragen? Hat man nicht die ständige Angst, dass das Riemchen platzte und man sich nicht nur musikalisch entblößte?

    Das Lied, was dieser kleine “Wiedehopf von Vilnius” da intoniert, ist allerdings gar nicht tonnenschwer, sondern ein lockeres, wunderbares Soufflé mit würziger Rhythmisierung. Ich sehe quasi das Vorkriegs-Vilnius vor mir, wie sie in einem frivolen Kaffeehaus die Bohème unterhält und zwei ultraorthodoxe Rabbe wegen der Schändung der Sabbatruhe kopfschüttelnd vorübergehen; ich sehe Thomas Mann in seinem wundervollen Landhaus im wundervollen Nidden, das im Lied besungen wird, seine schwermütigen Wagner-Platten in die Ecke wirft, um sich an Liu`s-Greatest-Hits auf seinem Grammophon zu delektieren.

    Und ist es nicht für alle Jungtransen, die Mireille Mathieu nicht mehr live erleben konnten, die Blaupause für ikonische Auftritte auf den kommenden Provinz-CSD`s? Ein Wunder, warum das hier so niedrig bewertet wird. Top 10 halte ich für drin.

    Bei mir 5/8

  38. Einer meiner Lieblingssongs dieses Jahres. Stilistisch knüpft das etwas an die jugoslawischen Eurovisionsbeiträge der 70er und 80er Jahre an und unweigerlich musste ich an „Ein Kessel Buntes“ denken. Das ist retro und schlageresk aber im besten Sinne und mit einem Augenzwinkern. Eine Wohltat im momentanen depressiven Tal der Tränen. Außerdem hat Monika Liu so viel Stil, Eleganz und Ausstrahlung, um alleine die Bühne zu füllen. Das allein hat sie mit Barbara Pravi gemeinsam.

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