Neuer Executive Producer Gert Kark: Die Live-Geige von Finnland beim ESC 2026 in Wien war regelkonform

Gert Kark – Foto: EBU

Nach dem Abschied des sehr sichtbaren Martin Österdahl vom Posten des Executive Producers des ESC, hat diese Aufgabe im Oktober geradezu geräuschlos der Este Gert Kark übernommen. Das heißt nicht, dass er weniger intensiv an der Ausgestaltung des Wettbewerbs arbeiten würde. In einem ausführlichen Interview mit dem estnischen Rundfunk ERR sprach er nun über die neue Regel für Live-Instrumente, seine ersten Monate im Amt, Gastgeber Bulgarien – und erklärte, warum Russland für ihn keine Zukunft beim ESC hat.

In Sachen Live-Instrumente beim ESC räumt Gert Kark auch direkt mit einem Missverständnis auf. Während in Fankreisen und den sozialen Medien darüber diskutiert wurde, ob für Finnland und Linda Lampenius in Sachen Live-Geige eine Ausnahme beim ESC in Wien gemacht worden sei, stellt er klar: Das Gegenteil war der Fall.

„Eigentlich bin ich hinter dem ,Skandal‘ um Finnlands live gespielte Geige verantwortlich“, sagt er im Interview. Die Möglichkeit sei durch eine neue Regel ausdrücklich geschaffen worden. Viele Delegationen hätten die Änderung schlicht nicht aufmerksam genug gelesen. „Ich bin sehr glücklich, dass sie ihre Geige spielen durften.“

Auch jetzt, kurz nach dem Wiener ESC, arbeitet der Este schon wieder am Regelwerk für den Wettbewerb im nächsten Jahr. Dieses umfasse inzwischen rund 300 Seiten und werde jedes Jahr angepasst. „Es scheint vielleicht so, als blieben die Regeln immer gleich, aber tatsächlich gibt es jedes Jahr viele Änderungen – je nachdem, was im Vorjahr passiert ist oder eben nicht passiert ist.“

Eine weitere Änderung beim ESC geht ebenfalls auf Gert Kark zurück. Während früher kurz vor Beginn der Punktevergabe der Executive Producer vor die Kameras trat und bestätigte, dass das Voting ordnungsgemäß verlaufen sei, wurde dieser Moment in Wien gestrichen. Der Grund ist denkbar einfach: Kark möchte selbst gar nicht Teil der Show werden, sondern lieber eine unbekannte Person bleiben (und sicher nicht wie seinerzeit Martin Österdahl in Malmö ausgebuht werden).

Gert Kark (links) neben Martin Österdahl beim ESC 2025 in der Schweiz – Screenshot: EBU

Dieser Wunsch passt durchaus auch zu seinem ungewöhnlichen Werdegang. Gert Kark wollte ursprünglich Schauspieler werden und arbeitete nach gescheiterten Aufnahmeprüfungen zunächst an estnischen Theatern. Später wechselte er zum estnischen Fernsehen, wo er erst am Empfang arbeitete, bevor er als Produktionsadministrator und schließlich als Regisseur tätig wurde. Über den Junior Eurovision Song Contest kam er schließlich zur EBU. Dort arbeitet er inzwischen seit zehn Jahren.

Auf den ESC in Wien, seinen ersten als Executive Producer, schaut er äußerst positiv zurück. Die Zusammenarbeit mit dem ORF und dem österreichischen Team lobt er ausdrücklich. „Ich glaube nicht, dass ich jemals mit einem Team gearbeitet habe, mit dem wir so dieselbe Denkweise hatten wie mit den Österreichern.“

Die nächste Herausforderung wartet allerdings bereits. Nach dem Sieg von DARA wird Bulgarien den Eurovision Song Contest 2027 ausrichten. Mitte Juni reist Gert Kark erstmals zu Gesprächen mit dem Gastgeberland. Zwar verfüge der bulgarische Sender über keine Erfahrung als Ausrichter eines ESC (allerdings richtete das Land den Junior ESC 2015 aus, Anm. d. Red.) , viele Beteiligte kenne er jedoch bereits aus früheren Jahren. Besonders freut ihn, dass der Wettbewerb wieder stärker Richtung Osteuropa wandert.

DARA – Foto: EBU / Corinne Cumming

In dem Interview werden auch die großen politischen Themen rund um den ESC angesprochen: Israel und Russland. Während er sich zur Debatte um Israels ESC-Teilnahme zurückhält, wird er bei Russland umso deutlicher. Eine Rückkehr sieht er derzeit nicht. „Der russische Sender ist kein Mitglied der EBU mehr. Er wurde ausgeschlossen. Deshalb lautet die Antwort definitiv nein – natürlich werden sie nicht zurückkommen.“ Gleichzeitig ist er aber auch froh, dass er diese Entscheidungen nicht fällen muss: „Was mich betrifft, muss ich mich glücklicherweise überhaupt nicht mit Politik beschäftigen. Ich arbeite mit denen zusammen, die mir zugeteilt werden.“

Bei all der langen und intensiven Arbeit von Gert Kark für die EBU und den (J)ESC überrascht seine Aussage, dass er kein klassischer Fan des Wettbewerbs sei, womit er sich von vielen anderen Verantwortlichen unterscheide, die aus der ESC-Fanszene stammen. „Ich war nie Eurovision-Fan und bin es auch heute nicht“, sagt er offen im Interview. Für ihn sei der Wettbewerb vor allem eine Fernsehsendung und eine große Produktionsaufgabe. Freie Zeit nutze er deshalb gern für Theaterprojekte oder andere Fernsehformate.

War Dir bewusst, dass für das Spielen der Live-Geige in Wien gar keine Ausnahmeregelung vorgenommen werden musste? Wie bewertest Du ansonsten das Agieren von Gert Kark als Executive Producer des ESC im Hintergrund? Und überrascht es Dich, dass er gar kein Fan des Wettbewerbs ist? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.



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75 Comments
Alex John
Alex John
14 Tage zuvor

Die cleveren Finnen scheinen die Einzigen gewesen zu sein, die sich das Regelwerk zu Gemüte geführt haben.
🎻🇫🇮🔥
Tampere 2028!

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
14 Tage zuvor
Reply to  Alex John

So wirklich geholfen hat es aber nicht.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
12 Tage zuvor
Reply to  Funi_Cula

Na ja, das kann man von beiden Seiten sehen (also „halbvoll“ oder „halbleer“). Finnland hatte ja bekanntlich schon die ganze Saison einen dermaß hohen Stand in der Community, ich konnte es nie so ganz nachvollziehen.

Hinterher muß ich zugeben; Es war eine durchaus starke Performance und mit Platz 6 gab es immerhin die drittbeste Platzierung für Suomi überhaupt (zusammen mit 1973 und 2021). Kann man also als Achtungserfolg bezeichnen – zudem in Landessprache.

Last edited 12 Tage zuvor by Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
lasse braun 🏴‍☠️🪓
lasse braun 🏴‍☠️🪓
14 Tage zuvor
Reply to  Alex John

na,da steht aber „neue regel“ und da könnte ja auch jemand sehr wohl gesonnener den finnen was gesteckt haben. 😀

Matty
14 Tage zuvor

Gert Kark ist nicht Executive Producer der EBU, sondern Executive Supervisor. Martin Österdahl hatte ebenfalls die Bezeichnung.

Bosch
Bosch
14 Tage zuvor
Reply to  Matty

Das ist falsch.
Erst prüfen, dann meckern! 🙄

Douze Points hat recht:
„Im Sommer 2025 gab die EBU bekannt, dass der seit 2021 amtierende Executive Supervisor des ESC, Martin Österdahl, vor Ablauf seines Vertrags von seinem Amt zurücktritt und dass die Position nicht neu besetzt wird.[15] Der Executive Supervisor war bis einschließlich 2024 der oberste hauptamtliche ESC-Funktionär der EBU und für die Überwachung aller Prozesse verantwortlich. Bereits zum ESC 2025 war zusätzlich die neue Position des ESC-Direktors geschaffen und mit Martin Green besetzt worden. Dieser trägt nun die Gesamtverantwortung für den ESC und repräsentiert diesen nach außen. Anstatt der Position des Executive Supervisors wird nun Gert Kark als Executive Producer geführt.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2026

Geri
Geri
14 Tage zuvor
Reply to  Bosch

Typisch Besserwisser dieser M..

Matty
14 Tage zuvor
Reply to  Geri

Halt die Papp’n!

Geri
Geri
14 Tage zuvor
Reply to  Matty

Oha wie primitiv

Matty
14 Tage zuvor
Reply to  Bosch
Marko +++
Marko +++
14 Tage zuvor
Reply to  Matty
Geri
Geri
13 Tage zuvor
Reply to  Matty

👎👎👎👎

Dominik
Dominik
13 Tage zuvor
Reply to  Matty

Treffsicher falsch.

Yasi
Yasi
14 Tage zuvor

Ich hab gedacht, es gibt keinen Executive Producer bzw. Supervisor mehr und dass die Rolle durch den Director (also Martin Green) ersetzt wurde.

Last edited 14 Tage zuvor by Yasi
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
14 Tage zuvor
Reply to  Yasi

Es wäre mal interessant, die Aufschlüsselung zu sehen, wie genau die EBU diese ganzen Rollen definiert.

Alki Bernd
13 Tage zuvor

Wahrscheinlich alle so funktional wie der „Geheime Kommerzienrat und seine Gemahlin“ im guten alten Wien

Timo1986
Timo1986
14 Tage zuvor

Gert Kark: „Ich war nie Eurovision-Fan und bin es auch heute nicht“

Ich glaube es tut dem ESC insgesamt sehr gut, mal einen „Chef“ zu bekommen, der dem Wettbewerb pragmatisch interessiert und unter’m Strich neutral gegenüber steht. 😀

Denn was der ESC seit vielen Jahren braucht ist ein Vermittler, der alle ESC-Interessen, welche von Fans (m/w/d), Künstler (m/w/d), den nationalen Rundfunkanstalten sowie den nationalen Head of Delegations (m/w/d) geäußert werden so unter einen Hut gebracht werden, dass niemand bevorzugt und gleichzeitig auch niemanden vor den Kopf gestoßen wird. 😀

Ich traue Gert Kark diese schwierige Aufgabe nach meinem ersten gewonnenen Eindruck von ihm durchaus zu. 😀

Sash
Sash
14 Tage zuvor
Reply to  Timo1986

Gert hat zudem die Haare schön.☺️

Timo1986
Timo1986
14 Tage zuvor
Reply to  Sash

Die hatte Martin Österdahl auch schön. Nur hat’s halt dem ESC leider nichts gebracht. 😀

Nils
Nils
14 Tage zuvor
Reply to  Sash

Und: Wir wissen, dass sich ein Gert/Gerd die Haare nicht mal tönen muss. 😛

Geri
Geri
14 Tage zuvor

Aha

Timo1986
Timo1986
14 Tage zuvor
Reply to  Geri

Ich stelle eines fest: Deine Begeisterung kennt keine Grenzen. 😀

Geri
Geri
14 Tage zuvor
Reply to  Timo1986

Ich muss mich dazu erst sammeln werde mich später noch offenbaren.

Klaus Neumeyer
Klaus Neumeyer
12 Tage zuvor
Reply to  Timo1986

Ihr habt Probleme..MannoMann

Matty
14 Tage zuvor
Reply to  Geri

Wie primitiv!

Jorge
Jorge
14 Tage zuvor

„Ich war nie Eurovision-Fan und bin es auch heute nicht.“

Leidenschaftslosigkeit war noch nie ein Qualitätskriterium, allenfalls für Notare. Ein etwas lauer Versuch, sich als neutral und konsequenter Hund zu offenbaren.

Zum Streichinstrument: Wenn man dem Gremium die Möglichkeit der Zulassung an die Hand gibt, mag das hundertmal regelkonform sein – es gibt jedenfalls Gründe, warum Teilnehmer und Fans sich überfahren gefühlt haben. Wenigstens hatten sie sich verkniffen, das live gespielte Instrument mit Bildschirmeinblendung anzukündigen. Das finnische Ergebnis hat das Thema ohnehin beendet.

Last edited 14 Tage zuvor by Jorge
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑 🏆
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑 🏆
14 Tage zuvor

🤔 Klingt, als seien für ihn die Buhrufe gegen Mister „Good to be gone!“ eine absolut traumatische Erfahrung gewesen. Insofern wär’s wohl Zeit, daß sich die Niederlande endlich mal für die ganze Affäre entschuldigen (ohnehin mehr als überfällig), damit er sich dann einen eigenen Spruch ausdenken kann, mit dem er das Verkünden der Qualifikanten bzw. der Votingergebnisse freigibt. Plädiere für „At Your own risk!“ … Mehrere seiner Vorgänger (Frank Naef, Jon Ola Sand) waren ja echte ESC-Sympathieträger. 🥰

Andererseits überrascht mich persönlich bei der EBU wirklich gar nichts mehr. Hat mittlerweile etwas von einer europaweiten ARD.

Marko +++
Marko +++
14 Tage zuvor

Insofern wär’s wohl Zeit, daß sich die Niederlande endlich mal für die ganze Affäre entschuldigen

Womit du zeigst, dass du wirklich in einer Alu-Blase lebst.

Nach Malmö 2024 war Avrotros innerhalb von Tagen klar, dass die EBU nicht mehr wusste wie es weiter gehen soll. Also … Einladung, Gespräche und heraus kam … die Code of Conduct.

Nils
Nils
14 Tage zuvor

Oder, da er kein Fan ist, ein grundehrliches „Let’s get this over with!“

rainer1
rainer1
14 Tage zuvor

Wäre natürlich auch blöd gewesen, wenn man den finnischen top-favs aufgrund ihrer nicht regelkonformen live- geige von ihren 279pts. ca208 hätte abziehen müssen. Allein die ganze rechnerei!
Abgesehen davon. Wenn juckts mittlerweile ob da live gesungen oder gefidelt wird?
Haauptsache der ganze rest ist live….zum teil.

elkracho
Mitglied
elkracho
14 Tage zuvor

War Dir bewusst, dass für das Spielen der Live-Geige in Wien gar keine Ausnahmeregelung vorgenommen werden musste?

Nein. So gerne lese ich nicht. Dicke Regelwerke schon mal gar nicht.

Wie bewertest Du ansonsten das Agieren von Gert Kark als Executive Producer des ESC im Hintergrund?

Das Ausbuhen à la Österdahl hätte ich mir aber gegeben.
Und jede Sekunde genossen.
Macht doch sonst keinen Spaß.

Und überrascht es Dich, dass er gar kein Fan des Wettbewerbs ist?

Absolut vorteilhat. Fans haben ja doch eher eine verklärte Sicht auf
den ganzen Wettbewerb.
Dann lieber ein Realo in verantwortlicher Position.

sam1
sam1
14 Tage zuvor

Verstehe ich es also richtig, dass er nun der neue ESC-Chef ist? Die Überschrift ist nämlich etwas irreführend. Da ist nämlich von Producer die Rede, aber wenn man sich den Artikel durchliest, dann hört es sich so an, als ob er der neue Chef vom ESC ist.

Anmey
Anmey
14 Tage zuvor
Reply to  sam1

Der Chef ist Martin Green. Die EBU ist allerdings sehr intransparent, was die jeweiligen Zuständigkeiten in ihrem Team angeht.

Marko +++
Marko +++
14 Tage zuvor
Reply to  sam1

Gert ist für die Produktion der Shows zuständig.

sam1
sam1
14 Tage zuvor
Reply to  Marko +++

Ah, OK. Anmey und Marko +++ vielen Dank für eure Antworten. Dann ist das in dem Artikel ziemlich missverständlich ausgedrückt worden.

José
José
14 Tage zuvor

„Die Möglichkeit sei durch eine neue Regel ausdrücklich geschaffen worden.“. Das Publikum auch nicht, man hat nur ein Summary, „the Rules are updated every year and a public summary is made available ahead of the Contest.“, zu lesen/finden ist (https://esc-kompakt.de/neuer-esc-executive-producer-gert-kark-die-finnische-live-geige-in-wien-war-regelkonform/)„.

Mir ist es egal ob ein Land live spielt oder nicht (wichtiger finde ich live singen künnen).

Anmey
Anmey
14 Tage zuvor

Das ist aber ja dann eher ein Beispiel von (sehr) schlechter Kommunikation, wenn so eine weitreichende Änderung öffentlich gar nicht bekannt gemacht wird und selbst die eigenen Mitgliedssender nicht Bescheid wissen.

chris
chris
14 Tage zuvor
Reply to  Anmey

This decision is in accordance with the Rules of the Eurovision Song Contest 2026 which say that live audio capture of instruments may exceptionally be permitted where artistically justified.

https://eurovoix.com/2026/05/07/ebu-explains-why-linda-lampenius-has-been-allowed-to-play-her-violin-live/

Es gab vor einigen Wochen schon ein Editorial auf einer Fanseite, wo erwähnt wurde, dass es ein internes Regelbuch geben muss, auf das die Öffentlichkeit keinen Zugriff hat und wo genau das drinsteht.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
14 Tage zuvor

Da sieht man eigentlich, das ein Fan sein keine Voraussetzung ist um eine professionelle Show zu inszenieren.

Gerne auch die Änderungen am Reglement ausführlicher als bisher besprechen von Seiten der EBU.

Nils
Nils
14 Tage zuvor

Hoppla, die letzte Aussage hätte ich mir an seiner Stelle lieber verkniffen oder diplomatisch umschifft. Ansonsten wirkt er aber ja auf den ersten Blick sehr patent. Und es ist auch gut, dass nicht direkt der nächste Schwede oder Norweger das Ruder übernimmt.

Apollo75
Apollo75
14 Tage zuvor

Wie wir wissen
Die Gebrauchsanweisung sollte immer gelesen werden 😀

AlexESC
AlexESC
14 Tage zuvor

Gert Kark war zu Zeiten von Jon Ola Sand bereits vor der Kamera zu sehen, um zu bestätigen, dass das Voting ordnungsgemäß verlaufen ist. Beim JuniorESC hat Jon Ola Sand, u.a. 2018 und 2019, das ganze Gert Kark überlassen. Jon Ola war zwar dabei, aber im Gegensatz zum ESC hat er die Bestätigung des ordnungsgemäßen Votings Gert Kark überlassen. Hier Gert Kark beim JESC 2019:
https://www.youtube.com/live/JLX6gos1_6k?t=7274s

EWIV
EWIV
14 Tage zuvor

Die Aussage zu Russland stößt mir etwas sauer auf. Klar, solange der Krieg andauert, brauche ich die auch nicht am ESC. Sollte der Krieg aber irgendwann mal vorüber sein, stellte sich selbstredend die Frage der Wiedereingliederung Russlands in die internationale Staatengemeinschaft – und natürlich fiele auch eine ESC-Teilnahme darunter. Vorausgesetzt, man würde in Moskau überhaupt Interesse daran zeigen.

Da Gert Kark aus einem baltischen Staat kommt und da die Stimmung gegenüber Russland und das Bedrohungsgefühl noch einmal ganz anders sind, kann ich seine Sichtweise aber schon auch nachvollziehen.

Anmey
Anmey
14 Tage zuvor
Reply to  EWIV

Er hat doch einfach nur den faktischen Stand der Dinge wiedergegeben.

EWIV
EWIV
14 Tage zuvor
Reply to  Anmey

Ich habe es durchaus als normative Aussage gelesen.

Marko +++
Marko +++
14 Tage zuvor
Reply to  EWIV

Ist es nicht. Wie Anmey schreibt: Stand der Dinge. Sowohl Belarus wie Russland haben sich zurückgezogen (ihre Sicht) oder sind suspendiert (EBU-Sicht). Also keine ESC-Teilnahme möglich.

EWIV
EWIV
14 Tage zuvor
Reply to  Marko +++

Aktuell, ja. Ich schrieb von der künftigen Perspektive. Die Frage wird sich irgendwann zwangsläufig wieder stellen.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
14 Tage zuvor
Reply to  EWIV

Seine Aussage war klar und bezog sich mit Sicherheit auf den aktuellen Stand. Ein Kriegsende löst aber nicht die Problem die einen Beitritt zur EBU im Wege stehen würden ( Sender ohne politische Einflüsse ) und das scheint er auch somit angesprochen zu haben.

Selbst Ungarn wäre aus dieser Sicht etwas problematisch anzusehen.

EWIV
EWIV
14 Tage zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ungarn wurde ja nicht ausgeschlossen, sondern hat sich selber zurückgezogen. MTVA blieb durchgänging EBU-Mitglied. Aktuell scheint sich da ja ohnehin ohnehin eine Rückkehr anzubahnen, was sehr erfreulich wäre.

Der ERR-Artikel, der als Quelle für diesen Artikel dient, setzt ja die russische Nichtteilnahme direkt ihn den Titel. Auch im Zitat von Herrn Kark verwendet keine relativierenden Begriffe wie „currently“ oder „next year“. Hier der Vollständigkeit halber die ganze Passage:

„He does not see Russia returning to the competition. „Russia’s broadcaster is not an EBU member — they’ve been excluded. So the answer is definitely no, of course they won’t come back,“ he said.“

Rainer Knuth
Rainer Knuth
14 Tage zuvor
Reply to  EWIV

Glaube wir reden etwas aneinander vorbei, ja er schließt eine Rückkehr aus, aber nach dem aktuellen Stand halt ( meine Interpretation ). Das heißt für mich das bei Änderungen die erforderlich sind auch eine Rückkehr nicht ausgeschlossen werden kann da das ja eine neue Lage wäre die wir jetzt noch nicht kennen.

Ich selber sehe aber auf die nächsten 5 Jahre gesehen keine Möglichkeit,da die Änderungen doch erheblich sind.

EWIV
EWIV
14 Tage zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Es gibt keine Äusserung von Herrn Kark, nach der diese Interpretation vorzuziehen wäre. Sollte seine Meinung dem entsprechen, was Du hier darzulegen versuchst, hätte er die Gelegenheit gehabt, seine Aussage entsprechend zu präzisieren. Hat er aber nicht getan.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
12 Tage zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ich kann auf Russland gut und gerne verzichten

Alki Bernd
14 Tage zuvor

Ich war auch nie ein Eurovisions-Fan, habe aber dummerweise das halbe Leben damit verplempert

Franny
Franny
14 Tage zuvor
Reply to  Alki Bernd

So beschreiben viele ihre Ehe. 😀

AlexESC
AlexESC
14 Tage zuvor
Reply to  Alki Bernd

Man muss auch nicht unbedingt ESC-Fan sein. Viel wichtiger ist die Leidenschaft ein sehr gutes Event auf die Beine zu stellen. Dies kann man auch mit anderen Berufen vergleichen. Köche in Restaurants werden bestimmt oft Essen zubereiten, welche sie selbst nicht mögen, aber trotzdem steckt Leidenschaft dahinter. Ein Schreiner stellt vielleicht auf Kundenwunsch Möbel her, die er selbst Zuhause nicht haben möchte, weil es eben nicht sein Geschmack ist, aber trotzdem steckt er viel Leidenschaft hinein. Auch sonst in der Medienindustrie bei Serien, Filme etc. werden Personen an einem Projekt, z.B. einer Serie, arbeiten, dessen Genre sie aber selbst nicht schauen würden, aber auch hier steckt Leidenschaft dahinter. Also man muss dies von diesem Blick aus sehen!

Rainer Knuth
Rainer Knuth
14 Tage zuvor
Reply to  Alki Bernd

Als Musikfan kommt man einfach nicht an der größten Musikveranstaltung vorbei 🫣

Franny
Franny
14 Tage zuvor
Reply to  Rainer Knuth

So sieht es aus! 🙂

Klaus Neumeyer
Klaus Neumeyer
12 Tage zuvor
Reply to  Alki Bernd

Kann dich gut verstehen .😀

Malge1985
Malge1985
14 Tage zuvor

Linda hat halt die falsche Live-Geige gespielt, die hier wäre besser gewesen und passend zum Song. 😀

https://m.youtube.com/shorts/QNy539R8Btc

Franny
Franny
14 Tage zuvor
Reply to  Malge1985

Sam! 😀

Tamara
Mitglied
Tamara
14 Tage zuvor

Wenn da jedes Jahr geschraubt und verbessert wird, kann der Gert dann bitte bitte bitte die handgeklöppelte Startreihenfolge wieder einkassieren? Danke!

Rainer Knuth
Rainer Knuth
14 Tage zuvor
Reply to  Tamara

Ist doch alles per Los gezogen worden 🤔
Ironie Modus Off

Gaby L
Gaby L
13 Tage zuvor
Reply to  Tamara

Das wäre mal eine sehr sinnvolle und faire Maßnahme. Würde die Petition direkt unterschreiben.

chris
chris
14 Tage zuvor

Ja wusste ich. Und daher hier nochmal das ganze Pressestatement (nach Eurovoix):

In close conversation with ORF we granted the request made by Yle some months ago to play parts of the violin solos in the Finnish entry as a live audio capture into a microphone. This decision is in accordance with the Rules of the Eurovision Song Contest 2026 which say that live audio capture of instruments may exceptionally be permitted where artistically justified.

We’re always happy to consider requests from delegations. A final decision on this request was made following the second artist rehearsal as the production has to be satisfied that the performance works for audiences and artists alike.

https://eurovoix.com/2026/05/07/ebu-explains-why-linda-lampenius-has-been-allowed-to-play-her-violin-live/

Meine Vermutung war damals schon, dass es noch viel mehr Regeln geben muss, als die, die uns bekannt sind, vor allem weil es auch so von einem Fanmedium beschrieben wurde.

Last edited 14 Tage zuvor by chris
byJannik
byJannik
13 Tage zuvor

In der EBU sind auch echt nur Männer in diesen Positionen…

Alki Bernd
13 Tage zuvor
Reply to  byJannik

Sone Art Männer muss man ja genaugenommen sagen 😉 Juristen also, für das raue knallharte Rechtsgeschäfte zu sensibel, aber wenn es um Kleidchen, Punkte, Geigen oder zarte Lyrik geht, ausgesprochen paragraphenmäßig versiert.

Emotionale Italiener halt 😉

Alki Bernd
13 Tage zuvor

Und die deutsche Arsch-Geige? Gibt es zu sowas irgendwelche Regelungen?

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
13 Tage zuvor

Hier passt mein Kommentar von nebenan ja viel besser hin. Also nochmal 😇

OT. An die Klassik- und Linda Lampenius Fans unter euch: Aus Bonn kommt heute die Meldung, dass beim diesjährigen Beethovenfest die Geigerin Lisa Batiashvili als sog. Residenzkünstlerin auftreten wird. Linda ist gut, aber Lisa ist wirklich eine der angesehensten Geigerinnen der Welt und wird gleich drei Konzerte, u.a. mit der Dresdner Philharmonie, in der Bonner Beethovenhalle geben 😍 Wer sich für Klassik im Allgemeinen oder die Geige im Speziellen interessiert, dem sei Lisa Batiashvili wärmstens empfohlen! 🎶🎻🥂

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
13 Tage zuvor

Hier mit einer wundervollen Passage aus Dvoraks Neuen Welt Sinfonie 🥰😍

Klaus Neumeyer
Klaus Neumeyer
12 Tage zuvor

Danke dafür..

Klaus Neumeyer
Klaus Neumeyer
12 Tage zuvor

Was ist aus den ESC geworden?
Heute muss man darüber nachdenken , ob eine echte Geige bei der Präsentation zulässig ist . …

Malge1985
Malge1985
12 Tage zuvor

Das ist aber schön, dass der Gert mal durchfegt. 🥳😎

Aufrechtgehn
11 Tage zuvor

Die neue Live-Regel finde ich gut.

Dass er kein ESC-Fan ist, hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen: als Fan wünsche ich mir in so einer Rolle natürlich jemanden, der für den ESC brennt. Aber in seinem Job ist ein bisschen professioneller Abstand vielleicht auch nicht verkehrt.

Dass das legendäre „Der Ziehungsbeamte hat sich vor der Sendung…“, Verzeihung: „Das Ergebnis ist geprüft, ihr könnt loslegen“ dieses Jahr fehlte, fand ich schon sehr befremdlich. Gehört ja irgendwie zum Ritual. Dass es damit zusammenhängt, dass Kark kamerascheu ist, finde ich äußerst bejammernswert: das ist ja ein hübsches Kerlchen, von dem würde ich gerne mehr sehen. Ich würde ihn auch nicht ausbuhen, ich schwör’s.

Die klaren Worte gegenüber Russland erklären sich natürlich auch in seiner Herkunft.

dunefan5000
dunefan5000
9 Tage zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Ich brauch Russland auch nicht. Egal ob es um den ESC geht, oder im Sport. Die können gerne überall wegbleiben.