Das Ergebnis des ESC 2021: Måneskin gewinnt für Italien in Rotterdam

Die Band Måneskin gewinnt für Italien den Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam. In der Ahoy Arena erhielten sie insgesamt 524 Punkte für ihren Beitrag „Zitti E Buoni“. Damit konnten sie sich von Frankreich und Italien vor allem über die Publikumsstimmen absetzen. Deutschland  wurde Vorletzter. Wie Großbritannien, Spanien und Gastgeber Niederlande hatte Jendrik mit „I don’t feel Hate“ keinen Punkt von den TV-Zuschauern erhalten, sondern nur zwei Jury-Punkte aus Österreich und einen aus Rumänien.

1. Platz (524 Punkte) ITALIEN  Måneskin „Zitti E Buoni“

2. Platz (499 Punkte) FRANKREICH  Barbara Pravi „Voilà“

3. Platz (432 Punkte) SCHWEIZ  Gjon’s Tears „Tout l’Univers“

4. Platz (378 Punkte) ISLAND  Daði og Gagnamagnið „10 Years“

5. Platz (364 Punkte) UKRAINE  Go_A „Shum“

6. Platz (301 Punkte) FINNLAND  Blind Channel „Dark Side“

7. Platz (255 Punkte) MALTA  Destiny „Je Me Casse“

8. Platz (220 Punkte) LITAUEN  The Roop „Discoteque“

9. Platz (204 Punkte) RUSSLAND  Manizha „Russian Woman“

10. Platz (170 Punkte) GRIECHENLAND  Stefania „Last Dance“

11. Platz (170 Punkte) BULGARIEN  Victoria „Growing Up Is Getting Old“

12. Platz (153 Punkte) PORTUGAL  The Black Mamba „Love Is On My Side“

13. Platz (115 Punkte) MOLDAU  Natalia Gordienko „Sugar“

14. Platz (109 Punkte) SCHWEDEN  Tusse „Voices“

15. Platz (102 Punkte) SERBIEN  Hurricane „Loco Loco“

16. Platz (94 Punkte) ZYPERN  Elena Tsagrinou „El Diablo“

17. Platz (93 Punkte) ISRAEL  Eden Alene „Set Me Free“

18. Platz (75 Punkte) NORWEGEN  TIX „Fallen Angel“

19. Platz (74 Punkte) BELGIEN  Hooverphonic „The Wrong Place“

20. Platz (65 Punkte) ASERBAIDSCHAN  Efendi „Mata Hari“

21. Platz (57 Punkte) ALBANIEN  Anxhela Peristeri „Karma“

22. Platz (50 Punkte) SAN MARINO  Senhit feat. Flo Rida „Adrenalina“

23. Platz (11 Punkte) NIEDERLANDE  Jeangu Macrooy „Birth of A New Age“

24. Platz (6 Punkte) SPANIEN  Blas Cantó „Voy A Quedarme“

25. Platz (3 Punkte) DEUTSCHLAND  Jendrik „I Don’t Feel Hate“

26. Platz (0 Punkte) GROSSBRITANNIEN  James Newman „Embers“

Nachdem der Eurovision Song Contest 2019 von den Niederlanden gewonnen und im letzten Jahr bedingt durch die Corona-Pandemie nicht ausgetragen werden konnte, traten in der Ahoy Arena in Rotterdam 39 Länder an. Nach dem ersten Halbfinale am Dienstag, den 18. Mai und dem zweiten Halbfinale am Donnerstag, den 20. Mai standen am Samstagabend 26 Beiträge im Finale. Dazu gehörte Deutschland, das wie Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie der Gastgeber Niederlande schon vorab dafür qualifiziert waren.


182 Kommentare

  1. Ich freue mich einfach für Italien und freue mich auf einen (hoffentlich noch normaleren) ESC in Italien und blende das schreckliche Siegerlied einfach aus. Und hoffe dass es wieder 15 Jahre dauert, bis ein Rock-Song beim ESC so gut abschneidet. Gebt mir alles mögliche, Ethnotechno, Balkan Turbo Dance Pop Folk, Chanson oder Wadde Hadde Dudde Da, aber mit Rock kann man mich jagen haha. Aber so ist das, unterhaltsame Show wie immer, jetzt kommt die Post-ESC Phase.

  2. Glückwunsch Italien, mir tut es leid für die Schweiz und Frankreich hätte ihnen den Sieg gegönnt. Der Sieger 2021 kommt in meine Schublade mit Siegern aus 1989,2001 & 2002 und diese wird nicht mehr geöffnet.

  3. Es gibt ein Video vom Finale, dass den Sänger beim koksen zeigen soll. Wenn da auch nur ein Fünkchen Wahrheit drinstecken sollte, dann bin ich sprachlos und Italien sollte nachträglich disqualifiziert werden…

  4. Ich bin mit dem Siegersong richtig glücklich. Italy!!! Man Leute… Jendrik war einfach nicht ausreichend… das war doch von vornherein klar. Und der NDR muss endlich die Verantwortlichen austauschen. Sorry. Von wie viele Lieder wurde „I dont feel hate“ ausgesucht? Traurig und kaum zu glauben. Lieber NDR, liebes Deutschland. Da geht viel mehr. Ihr seid gescheitert. Schon wieder. Kapiert es Endlich. So lieb der Jendrik auch ist. Der Song war schwach. Der NDR muss sein Konzept ganz schnell ändern.

  5. Was mir ja aufgefallen ist und mich an eine gewisse frühere Teilnehmerin erinnert hat, war Destiny. Alles auf Sieg und wenn der nicht in Sicht ist, lange Fresse ziehen (sorry für den Ausdruck). Das hat sie für mich heute sehr unsymphatisch gemacht. Ich kann da bestimmt nichts nachvollziehen, aber damit, dass man ganz gut abschneidet, kann man doch etwas würdevoller umgehen.

    • Ja, das kann ich allerdings auch nicht verstehen. der 7. Platz ist doch ein sehr gutes Ergebnis. Es kann nun mal nur ein Land gewinnen…

      • Das stimmt, aber in einem anderen Thread hier wird der olympische Gedanke runtergemacht und ein unbedingter Siegeswille verlangt. Den hat Destiny doch tatsächlich gezeigt. Da finde ich es schon fast wieder sympathisch, dass sie sich bei der Punktevergabe nicht auch noch die ganze Zeit verstellen konnte, zum Glück ist sie noch keine Maschine. Und ich finde, die 40 Plus x Punkte aus dem Televoting, was nach so vielen Jurypunkten und bei hohen Erwartungen für eine ehrgeizige Künstlerin schon ein gewisser Schlag ist, hat sie m.E. doch recht würdevoll aufgenommen.

  6. Ich freue mich auch für Italien und für mich ist es auch der beste Song. Die Beiträge aus Lithauen und Finnland wären auch eines Sieges würdig. ROCK´N ROLL WILL NEVER DIE !! Es wäre schön, wenn es in Deutschland wieder mehr Rockbands gebe, denn bei uns ist er wirklich tot.

    • Hab zuerst noch gedacht: „Gut, die ist halt angespannt, ist ja verständlich.“ Aber ich glaub, man hat ihr einmal zu oft gesagt, wie toll sie ist und dass das Ding nur über sie läuft.
      Paarundvierzig Punkte im Televoting sind allerdings eine Klatsche. Und wenn ich mir Destinys dann leider doch permanenten Gesichtsausdrücke ins Gedächtnis rufe, muss ich sagen: hochverdient. Man gönnt es irgendwie ja doch niemandem, der es so unbedingt und offenbar ganz verzweifelt will. Da merkt man die Absicht und ist verstimmt.

    • Ich denke viele wissen nicht oder ignorieren die Tatsache, dass Destiny immer noch ein 18 jähriges Mädchen ist, das noch bis letzte Woche als mögliche Siegerin gehandhabt wurde. Dementsprechend hoch war die Erwartung. Ein 35-jähriger alter Show-Hase aus Uk reagiert natürlich anders als ein 18-jähriges Mädchen auf ein enttäuschendes Ergebnis. Ich fand ihre Reaktion sehr menschlich.

      • Sie guckte aber auch so nach Platz 3 im Jury-Voting, als noch alle Chancen da waren, das Ding zu gewinnen. Und Platz 3 im Jury-Voting ist nun alles andere als ein enttäuschendes Ergebnis.

      • ooch, das kleine Häschen im who is the best business ist sie jetzt auch nicht so wirklich.. 🙄

      • ohwei! trevo am Start!
        doredo zieht sich mit den Sekt-Resten zurück und wünscht allen eine gute Nacht und sich selbst, sich nicht alles so zu Herzen zu nehmen, auch mal auf andere zu hören und immer: Musik ist im Herzen, das mit dem Verstehen ist im Kopf und heißt Physik. Menschen sind so unterschiedlich, das ist so schön und so wichtig. Und genauso unterschiedlich die Wahrnehmung der Musik. Ich.. ach.. müde

  7. Ich bin total happy das Italien gewonnen hat. 🇮🇹
    Ich mache nur Sorgen wo die Reise für Deutschland hingeht. Vielleicht sollten wir mal ein Jahr aussetzen. Um einfach mal ein Konzept zu entwickeln wie man die vielfältige Musikszene in einem Vorentscheid und dann beim ESC präsentiert.

  8. Was Deutschland angeht: immer schwer zu sagen, wie man das Ganze umkrempeln kann. Aber ich denke schon dass man erkennt, dass wir mal wieder auf fertige Künstler setzen könnten. So schön das auch ist, wenn sich „No Names“ wie Ann Sophie, Levina oder Jendrik ihren Traum erfüllen können und auch wenn es damals bei Lena super funktioniert hat – da kommt so selten etwas rüber.

  9. 1. Verdienter Sieger, auch wenn ich natürlich Gjon gewünscht hätte. Aber ich freu mich trotzdem.

    2. Der NDR hat fertig. Das zweite Mal hintereinander 0 Punkte im Televoting. Keine Ahnung, wie man das noch rechtfertigen will.

    • @Andi

      Völlige Zustimmung. Peter Urban sollte auch wirklich in den Ruhestand geschickt werden, besonders als der die Zettelchen verlegt hat hat man gemerkt wie völlig planlos der Typ doch ist.

      • Naja, das mit dem fehlenden Zettel find ich nicht so schlimm. Das ist live, das kann passieren. An Urban liegt das schlechte Abschneiden ja auch nicht. Was ich ihm ankreide ist, dass er immer die gleichen Phrasen benutzt, um ein deutsches Debakel schönzureden. Da lob ich mir Consi, der klar sagte, dass der Song halt auch zu schwach war. Punkt.

  10. Deutschland braucht Originalität und Mut. Schaut man sich die Top 5 an, eins unterschiedlicher als das andere. Jedes Lied sticht heraus. Auch die Präsentation ist sehr wichtig, Ukraine war bis zum Semi Finale auf niemandes Radar, genauso Italien. Malta und Schweiz dagegen haben gezeigt, dass ein schlechtes Staging viel kaputt machen kann (Schweiz ist im Jury Voting Platz 1 aber Televoting 6, Malta ist Juryvoting 3 aber Televoting 14…). Bei Jendrik hat vorne und hinten nichts gestimmt. Er hatte seinen Spaß, aber das hat uns auch keine Punkte gebracht. Auch sind Sympathie und Authentizität wichtig. Island war mega sympathisch, Ukraine war sehr authentisch. Auch Schulte war vor paar Jahren sehr authentisch, man hat ihm den Song abgekauft. Lena war damals sehr sympathisch. Wenn Deutschland stimmlich nicht punkten kann, dann mit Sympathie oder Authentizität. Und wehe nächstes Jahr wird ein Rocksong ausgewählt, schon bei Cascada hat damals die Gewinnersong-Kopie nicht funktioniert.

    • ach. Ukraine und Italien… insbesondere Italien lauerte war immer vergleichsweise aussichtsreich eingestuft. Ukraine war auch nie allzuweit von den aussichtsreichsten Plätzen entfernt und wenn dann nur kurz. Der deutsche Beitrag war sogleich als völlig aussichtlos eingestuft worden und ist es durchgängig geblieben. Dem Song hätte nicht einmal das weltbeste Staging geholfen. War von Anfang an aussichtlos. Nur komischerweise die riesige deutsche Auswahljury hatte Tomaten auf den Ohren. Die fanden den ja ‚den besten Vorauswahl Song den es je gegeben hat und von denen die noch kommen werden’…Alles faule Kartoffel.

    • @TC: Wie kann man bei einem sechsten Platz im Televote und einem dritten Platz insgesamt von „kaputt machen“ reden?

  11. Ein nur auf Grund der Juries knapper Sieg für Italien, der relativ erwartet war, sich aber erst etwa 2 Wochen vor dem Finale wirklich abzeichnete, wobei das Televotingaufkommen für die Italien erheblich höher ausfiel als erwartet. Dennoch ging so wegen der wenigen Jurypunkte so eben haarscharf dann doch noch gut. Erstaunlich wieviel Punkte die beiden Rocksongs (IT + FI) beim Televote abgegriffen haben. Ich vermute da leicht überproportionalen Old-Vote. Wobei viele junge Voter auch auf Rock gegangen sind, da ja sonst für sie kaum was dabei war. Ich hatte Finnland eigentlich etwas stärker gesehen, als sie am Ende beim Televote rausgingen und die Punkte die die Finnen mehr hatten Italien abgezogen. Glaube es zog für Italien durchaus der günstige Startplatz. Meiner Meinung nach San Marino ‚das Genick‘ gebrochen hat tatsächlich der Auftritt eines US Musikstars. Ich beobachte schon seit langem, dass alles was sich ‚amerikanisch‘ anhört oder empfunden wird, oder gar USamerikanisch ist vom votenden Publkum mit der roten Karte bedacht wird zumindest aber mit harsch unterkühlter ‚Begeisterung‘ aufgenommen wird.

    Das erwartete Komplett-Disaster lieferte Jendrik ab. Vorletzter. Nur mit echt sehr viel Glück schrammte der Hamburger mit seiner ideenlosen Performance (mal ganz zu schweigen vom indiskutabel schwachen Song) am End-Nuller vorbei. Unverdienterweise hat dieses Schicksal den Briten ereilt (ich glaube das hatte durchaus aber mehr mit dem Brexit und vllt sogar unterschwellig Impfneid als mit Newmans Song zu tun). Muss ehrlich sein, ich hätte dort beim Double-Nullpunkt eher Jendrik (zusammen mit NL) gesehen. Könnte mir vorstellen, dass tatsächlich Jendrik beim Televoting schlechter abgeschnitten hat, als Newman, was die Durchschnittsplatzierung angeht. Würde sogar meinen Jendrik hat da beim Televote am schlechtesten von allen abgeschnitten. Top 10 hat Jendrik in keinem Land beim Televoting erreicht. Dass er überhaupt iwo Top 11 bis 20 war würde ich ebenfalls verneinen. Wir werden sehen…Es stellt sich auch weiterhin die ungläubige Frage, wie so ein Song/Act bei der Vorauswahl den angeblich ‚höchsten Sieg aller Zeiten‘ hat einfahren können und wer überhaupt der ernsthaften Meinung hat sein können mit sowas beim ESC Punkte holen zu wollen. Das war kollektive Umnachtung. Unerklärlich warum das nicht gehört und gesehen wurde. Für mich eine Bankrotterklärung des Auswahlverfahrens zumindest aber der Personen die dort das Sagen hatten.

    Insgesamt meine ich beim diesjährigen ESC Songmaterial gehört und gesehen zu haben, dass dem harten Konkurrenzdruck in den Charts nicht standhalten kann und wahrscheinlich bis auf den Siegersong rasch in den Niederungen versumpfen wird. OK. Das war früher nun auch nicht gross anders, aber als ESC Fan wünschte man sich natürlich, es wäre anders. Ist halt nicht. Passiert nie^^

    Glaub zum Beispiel trotz hohem Votingaufkommen keine Sekunde daran, dass der Beitrag Frankreichs irgendwas in den Charts wird reissen können bis auf ein extrem kurzes Aufflackern. Ähnliches gilt für den Beitrag der Schweiz. Kann man sich ja wiederholt nicht anhören. Bisschen optimistischer bin ich für Island aber nicht extrem. Bissl mehr halt. Ukraine? Wird kein einziger Hahn nach krähen. Morgen vergessen. Heute aber wie wild dafür voten. Lächerlich…
    Ob nun Maneskin in den Charts ausserhalb italiens durchstarten werden? Ich kann es mir nicht so recht vorstellen. Selbst in Italien waren die ja relativ schnell von nem anderen San Remo Song von der Spitze weggekickt worden. Ein italienischsprachiger Song der Sparte ‚relativ klassischer Rock‘ in den deutschen Charts? Allzu gigantisch ist der Markt für so eine Musik an sich nicht. Könnte aber sein, dass der Song, auch natürlich weil er ein ESC Siegersong ist, sich relativ lange im ‚Ungefähren‘ der Charts wird halten können. Über die Monate wird dann selbst mit Platzierungen um 300, 400 oder 500 ein erkleckliches Streamingsümmchen zusammenkommen.

    • Die klassischen Charts haben eh so langsam ausgedient und nicht mehr die Relevanz wie noch vpor Jahrzehnten, insofern habe ich damit kein Problem damit. Die Kopien und Plagiate von US-Superstars haben zum Glück auch nur mäßig funktioniert.

  12. Zuallererst auch von mir eine herzliche Gratulation nach Italien! Die Musik ist zwar absolut nicht mein Ding, aber wer so eine gute Performance hinlegt, hat das Ding auch verdient gewonnen.
    Ich war ja sprachlos beim französischen Beitrag… der war… Boah! Wahnsinn! Für mich stand zu dem Zeitpunkt meine Siegerin fest, obwohl ich ja vorher Bulgarien favorisierte. Dass die Barbara es dann doch nicht schaffte, fand ich mehr als schade, aber sie ist immerhin zweite geworden und es kann ja nunmal nur einer gewinnen.
    Eine spannende Frage für mich ist, wie viel Prozent der Beiträge im nächsten Jahr Rocksongs sein werden. Jetzt kommen erstmal nur noch Rockröhren an den Start. 🙂

    Zur Show: ich fand die Show großartig! Um nicht zu sagen, die beste seit langer Zeit. Es war wirklich eine bunte Vielfalt von Musikstilen dabei, es war bunt, laut, leise, emotional, mit viel Spaß und ein paar maltesische Tränchen.
    Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und das beste: es gab wieder mal einen richtig schönen Intervall-Act und nicht irgendwelche amerikanischen Superstars, die den anderen Teilnehmern die Show stehlen (von Flo Rida abgesehen, aber hat ihm heuer ja auch nix genutzt).

    Zu Jendrik: ich gratuliere ihm zu seiner erfolgreichen Teilnahme! Erfolgreich für ihn, weil ich ihm glaube, dass er einfach da nur mal teilnehmen wollte und das geschafft hat. Klar wäre es etwas weiter oben auf dem Treppchen schöner gewesen, trotzdem will bei mir kein Fremdschämgefühl aufkommen. Das wäre bei mir ganz sicher bei Serbien gewesen. Wie schrecklich war das denn?
    Ich würde mich freuen, wenn Jendrik jetzt nicht wie seine Vorgänger*innen in der Versenkung verschwinden würde. Er hat mich auf seiner Insta-Seite, auf eurovision.de und auch hier extrem gut unterhalten, er hat die Leidenschaft und den Humor für den ESC und ich könnte ihn mir daher gut als Teil des eurovision.de-Teams vorstellen.

    @Matty: ich gratuliere auch dir ganz herzlich und ehrlich! Du hast bzgl. des deutschen Beitrags von Anfang an richtig gelegen und auch wenn du dich zwischendurch mal im Ton vergriffen hast, hattest du einfach recht. Und ich finde, dass deine Kommentare in letzter Zeit auch richtig gut waren. Und informativ! Bitte weiter so!

    Zum Voting: Irgendwie bin ich mit dem Prozedere nicht wirklich einverstanden. Wurde das Juryvoting nicht eingeführt, damit sich die Nachbarn nicht immer die Punkte zuschustern? Gefühlt kam das bei mir nicht an, aber da werden die Punktetabellen mich in den nächsten Tagen sicher eines besseren belehren.
    Ich finde aber auch, dass es an der Zeit ist, die Big 5 Regel abzuschaffen. Ich glaub zwar nicht, dass wir nur aufgrund der Regel so oft so schlecht abschneiden, aber es ist und bleibt unfair gegenüber den anderen Ländern.
    Und irgendwie ist die Verkündung der 0 Punkte echt nicht schön. Das hat so ein bisschen was von Hinterhertreten. Gottlob wurde das von den entsprechenden Künstlern ja ganz gut aufgenommen.

    Alles in allem: so spannend war es lange nicht mehr. Mehr davon! 🙂

  13. Zunächst muss man natürlich den Niederlanden von Herzen danken, dass sie es möglich gemacht haben trotz allem einen hervorragenden ESC zu organisieren – DIESER ESC-Jahrgang ist ein ganz besonderer und sicherlich auch schon jetzt historisch zu nennen. Es bleibt nun wirklich zu hoffen, dass jedwede negative Nachwirkungen was die Corona-Situation anbelangt ausbleiben werden.

    Was den Sieger anbelangt hat sich heute ESC-Geschichte zu xten mal wiederholt – im Sinne von – da schickt ein Land Jahr für Jahr tolle, wunderbare Beiträge, schrammt mal sehr knapp, mal weniger knapp am Sieg vorbei….und ausgerechnet mit dem grottigsten aller eigener Starter gewinnt man dann. So seh ich das bei Italien – für mich ist das, seit sie seit 2011 wieder dabei sind der mit Abstand gruseligste Beitrag – richtig, richtig schlimm.

    Ich kann`s allerdings auch mit einem lachenden Auge sehen – erstens wurde das schweizer Gejaule verhindert und zweitens freue ich mich schon jetzt auf einen sicher wieder legendären ESC aus Italien (den Meistern des Chaos – nett gemeint!).

    Destiny war heute leider zu verbissen, ja fast schon aggressiv – da dürfte mit Sicherheit der ein oder andere Televotinpunkt über die Wupper gegangen sein. Schade eigentlich, ich fand ihren Auftritt ansich recht gut.

    Am meisten bewegt hat mich heute Jeangu aus den Niederlanden – dass es für diesen wirklich herausragenden Beitrag vom T-Vote null Punkte gab ist unfassbar und kaum zu glauben. Das war für mich die eigentliche Enttäuschung des Abends.

    Zum deutschen Abschneiden nur soviel – es war toll, dass man einmal etwas riskiert hat und endlich mal einen Beitrag hatte, der polarisiert und jenseits des gewöhnlichen war. Jendrik und Crew haben super abgeliefert – mir hat der Auftritt sehr gut gefallen und ich wüsste jetzt auch nichts, was man hätte besser machen können. Da es ein Wagnis war, war auch damit zu rechnen, dass es nicht klappt. Bin natürlich trotzdem enttäuscht, da ich wenigstens mit einem Mittelfeldplatz gerechnet habe – aber gut, es hilft nichts. Im Moment bin ich erstmal ratlos, keine Ahnung wie man das künftig besser machen kann. Hoffentlich komtm man nicht auf die Idee nun nächstes Jahr ausschliesslich Rockbands in die Auswahl zu nehmen :-O.

  14. Mir wären sowohl Italien als auch Frankreich sehr recht gewesen und ich habe dieses Nachbarschaftsduell schon letzte Woche geahnt. Da aber meine beste Freundin „Voila“ nicht mag, haben wir uns dann auf „Zitti e buoni“ geeinigt und es hat geklappt (zweiter Platz für ein Chanson ist ja auch schon sensationell). Unter den ersten Fünf damit vier (!!!!) nicht englischsprachige Songs – tja, Wunder gibt es immer wieder ! Zudem unter den Top mit Malta und Griechenland lediglich zwei Titel, die nicht von den Interpretinnen stammen, ansonsten durchweg Eigenkompositonen. Mut und Innovation haben sich ausgezahlt ! Besonders freut es mich für die Ukraine. Der klassische Europop hat erstmal ausgedient und ist auch gut so.

    Destiny war leider keine Sympathieträgerin, aber das schlechte Televoting hat mich dann doch überrascht.
    Bei Portugal kann man die Televotingpunkte ahnen: Sie kamen lediglich von Frankreich, Spanien und der Schweiz. Im Semifinale waren es wesentlich mehr…

    Litauen hatte ich nach dem mäßigen Juryergebnis schon abgeschrieben, zum Glück hat das Publikum nachgeholfen.

    Moldau auf Platz 13 war zum K*****, aber da haben die Nachbarn wie erwartet zugeschlagen.

    Zypern habe ich fast korrekt vorhergesagt, ebenso die schlechteste Platzierung für Schweden seit 2013.

    Tja und dann die vier Mal null Punkte beim Teievoting. OK; es wurden ja allesamt so in der „Bottom“ vorhergesagt (wobei es mich bei Niederlande sehr schmerzt), aber die Höchststrafe ist in allen Fällen sehr hart. Deutschland hatte mit Island einen starken Konkurrenten und Spanien wurde regelrecht zwischen Schweiz und Bulgarien zerrissen. UK kann ich mir nicht ganz erklären, es gab zumindest immer Gnadenpunkte aus Irland (auch bei wesentlich schlechteren Beiträgen von der Insel).

    Ich hoffe, daß der NDR jetzt gemerkt hat, worauf Europa abfährt: Der übliche Mainstream ist es jedenfalls nicht. Man könnte zudem auch mal wieder auf die Landessprache setzen.

    Glückwunsch an Italien für den zweithöchsten Sieg in der ESC-Geschichte, das hat musikalisch neue Maßstäbe gesetzt.

    Für mich einer der besten und aufregendsten Jahrgänge in diesem Jahrtausend ist damit Geschichte und die posteurovisionäre Phase beginnt……

    • Der klassische Europop hat nicht ausgedient. 2019 hat so eine Nummer das Televoting gewonnen. Dieses Jahr gab es einfach keinen vergleichbaren guten Europopsong.

      • OK, Du hast es natürlich besser ausgedrückt. Obwohl: Selbst der Titel von Keiino (dem ich wenig abgewinnen kann) klingt sogar noch originell und mit Abstrichen landestypisch, also nicht der klassische Mainstream.

  15. Für Destiny war es ein übles Debakel. Ich fand ganz ehrlich ihren Gesichtausdruck für am Ende jedenfalls angemessen und Jendriks Gesichtausdruck und den des Briten übrigens auch für unangemessen. Biosschen mehr Ehrlichkeit wäre angebracht. Es ist sicher kein Fun Null Punkte zu bekommen. Das Destiny Debakel hat glaub ich fast niemand so in der Form kommen sehen. Ich hatte zweitweise (bei Erstveröffentlichung) den leichten Verdacht dass ihr Song vllt ‚zu amerikanisch‘ ist und die weiterhin doch recht ausgeprägte Ablehnung des ‚Amerikanischen‘ beim europäischen ESC Massenpublikum mal wieder klar unterschätzt. Es gilt auch weiterhin je amerikanischer desto weniger Punkte…unterschwellig könnte ich mir auch vorstellen, dass ihr Bühnenoutfit und ihre ja dann doch etwas verbissene Performance die entscheidenden Anrufe gekostet hat. Am Ende hat sie dann aber mutmaßlich in zwei drittel bis drei Viertel aller Länder nichtmal die Top 10 erreicht. Sooo schlecht hat sie jedenfalls nicht gesungen und soo wenig eingängig ist ihr Lied nicht. Andere Faktoren müssen daher die Hauptrolle gespielt haben was zum Tippboykott führte. Leider ist diesmal Destiny das alljährliche Überraschungsopfer der Favoritenriege. Gibts halt eben auch fast in jeder Saison.

  16. Ich habe bereits gestern Nachmittag hier gepostet, daß Malta nicht in den Top 5 landen wird und ich habe mich nicht geirrt. In der Tat, auch mir ist das zu „amerikanisch“ und in diesem Fall zudem zu „overacted“

    • Neben der Tatsache, dass Electro Swing nunmal nicht populär ist, war auch die Inszenierung eine peinliche Katastrophe bei MLT.

  17. Ich habe diesen ESC sehr genossen, es war eine gute Entscheidung, am Fernseher entspannt zuzuschauen statt am Laptop und nebenher nicht zu schreiben (ich habe aber den spannenden Live-Blog mitsamt Kommentaren inzwischen nachgelesen), und so haben mir auf einmal auch Auftritte gefallen, die mir im Semifinale, vor allem im zweiten, nicht so zugesagt hatten. Und genau so soll es ja auch sein.

    Schade, dass Litauen und die Ukraine von den Jurys viel zu wenig Punkte bekamen, aber zum Glück haben die Televoter hier gut abgestimmt. Dass Schweden entgegen den Erwartungen vieler im Televoting stärker war, hat mich gefreut, auch wenn ich betrübt bin, dass der beste schwedische Beitrag der letzten Jahre schlechter abgeschnitten hat als viele seiner Vorgänger. Aber das Niveau war dieses Jahr halt auch sehr hoch, über einen Mangel an starken Titeln in den Top 10 kann ich mich überhaupt nicht beklagen. Schön, dass zwei französischsprachige Titel so weit vorne sind, und vor allem, dass Barbara Pravi auch im Televoting so toll abgeschnitten hat, Gjon’s Tears übrigens auch, denn ein sechster Platz ist wirklich gut.

    Grundsätzlich mag‘ ich dieses getrennte Voting nicht, es tut mir einfach leid für die Künstler, wenn sie im Televoting eine Punktzahl bekommen, die entweder sehr niedrig ist oder im Vergleich zum Juryresultat abfällt, das wird dann von vielen Zuschauern gleich als „Absturz“ interpretiert. Natürlich ist die Spannung dadurch schon sehr hoch, aber mich stört, dass dies halt leider auch Häme-Hansel anzieht, die es einfach genießen, die Reaktion von Interpreten bei einem schlechten Ergebnis aufzusaugen. Das erinnert mich irgendwie an diese K…Casting-Shows, bei denen die Künstler vor der Kamera das Geschwätz der Jurys demütig ertragen müssen. Musste man denn dieses Jahr unbedingt nochmal das Gesicht des arme John Lundviks bei Bekanntgabe der Televotingpunkte präsentieren? Und auch jetzt habe ich hier schon kritische Kommentare zu den Reaktionen der Künstler auf wenig bzw. Null Televoting-Punkte gelesen. Nun ja, vom bequemen Fernsehsessel lässt sich leicht moralisch über die Angemessenheit von Reaktionen in einer solchen Extremsituation urteilen. Beim alten System (also bevor Jury- und Televote getrennt bekannt gegeben wurden) sah man natürlich auch, wer hinten lag, aber es wurde nicht die Kamera auf die Gesichter draufgehalten. Ich fürchte nur, die Popularität dieses Draufhaltens ist, neben der Spannung, ein wesentlicher Grund, warum das aktuelle System beibehalten wird.

    Nun, ich sollte auch noch was zum Sieger sagen: „Rock’n Roll never dies“ – Warum eigentlich nicht?
    Was gefällt Menschen an dieser Musik? Ich hoffe nun, dass die Epigonen 2022 sich eher am Platz 2 dieses Jahres ausrichten (oder an einem anderen Song aus den Top 10 mit Ausnahme von Platz 6), immerhin ist Barbara Pravi ja auch nur ganz knapp hinter Maneskin gelandet, das lässt mich doch auf ein Revival der Musikrichtung hoffen, die dem Grand Prix Eurovision de la Chanson ihren Namen gegeben hat. Ok, ein paar positive Worte zu Maneskin noch zum Abschluss: Sie haben bei mir heute durch ihren Auftritt einen Aufstieg hingelegt, und zwar von 26 auf 25, nach dem grässlichen finnischen Gebrüll war da ja fast schon eine Wohltat, und die Bandmitglieder von Maneskin scheinen mir auch nicht ganz unsympathisch zu sein.

    • Bei „Warum eigentlich nicht?“ liegt die Betonung auf „warum“, nicht auf „nicht“ (meinend: „Warum ist das eigentlich so?“)

      • Der scheußlichste Sieger seit 1989! Ich plädiere für die Abschaffung des Televotings. Was kann man denn an diesem mit billigen Tattoos übersäten Spargeltarzan gut finden, der in sein Mikrofon reinkräht? Optisch wie akustisch eine Zumutung. Ich kann mir das nur damit erklären, dass die Corona-Pandemie auch die Geschmacksnerven im Gehirn außer Kraft setzt.

    • Ach Thomas. Das schöne ist doch, sowohl die Rocknummern als auch der Chanson und der Folklorerave haben funktioniert. Vielleicht war das der Beginn einer europäischen Rockrenaissance, vielleicht aber auch nur ein Lebenszeichen, dass der Rock n Roll nie sterben wird. Zeitlos gute Musik hat dieses Jahr gewonnen

      • Übrigens Respekt für Deine äußerst zutreffenden Prognosen !

        7 mal 12 Punkte für Moldau im Semi gibt allerdings auch zu denken…..

      • So zutreffend waren sie ja am Ende nicht, es waren nur genug, um ein Paar Treffer zu landen.
        Das Lied von Moldau ist ja in seiner Kategorie nicht schlecht, aber der Auftritt hat es mir ruiniert

      • Ach eccehomo42, ich war doch eigentlich nett. Hab‘ ich denn irgendwo was vom Weltuntergang geschrieben 😉 ?

        Ich bin selbst erstaunt, wie gelassen ich nach dem ersten Schrecken den Sieg einer Rocknummer nehme. Zum einen, weil ich mich tatsächlich über die hohe musikalische Qualität des gestrigen ESCs freue, insbesondere über die Top 10, zum anderen fand ich es irgendwie rührend, wie sich Maneskin, die mir zuerst etwas abgehoben vorgekommen waren, über ihren Sieg gefreut haben, da kann ich ihnen doch nicht böse sein. Der einzige Wermutstropfen für mich war, dass Finnland dann AUCH noch so weit vorne war; Deine Worte aufgreifend hoffe ich jetzt einfach, dass das wirklich nur ein Zeichen war, dass der Rock’n Roll nicht sterben wird (gnädigerweise kann ich mich damit irgendwie damit arrangieren, aber bitte in einer Nische 🙂 ), und der geliebte Grand Prix nicht zum European Rock Contest wird.

        Du hast vollkommen recht: Vorne war viel zeitlos gute Musik, ohne dass nette Popsongs völlig außen vor gewesen wären, von daher gibt es sehr viel Grund zur Freude 🙂

      • Übrigens gefällt mir auch, dass „Zitti e buoni“ auf italienisch ist, diese schöne weiche Sprache macht den Hardrock doch gleich ein bisschen weniger hart. Und außerdem haben sie doch auf der Pressekonferenz gesagt, dass der ESC (wieder) ein Orchester haben sollte, so wie bei Sanremo. Auch das ist sehr sympathisch 🙂

    • Trotz dieser Aspekte, die man kritisieren kann, hat sich das „Zwei-Säulen-System“ bei der Wertung ausgezahlt und ich bin froh, daß es auch Juries gab – für deren „schwache Seite“ (Platzierung von
      Litauen) hat dann das Televoting ausgeglichen.

      • Gerne beide Säulen. Aber bitte wieder in einer Wertung. Oder wenigstens das Televoting nicht mehr in der Reihenfolge der Jury-Platzierungen, sondern in der Tele-Voting-Reihenfolge vorlesen. Dann wäre z.B. John Lundvik dieser Moment erspart geblieben.

    • Forza Italia! 🇮🇹🏆

      Was für ein großartiger Auftritt.
      Ich werde ewig dafür dankbar sein, dass ausgerechnet Italien nicht mit der 0815-Italo Schmonzette gewonnen hat sondern mit diesem mutigen, mitreißenden Song!

      Deswegen hätte ich auch nur schwer mit dem traditionellen Chanson leben können.
      Weg mit den Klischees! 🥳

      Der beste Sieger der letzten zehn Jahre 🙏🏼

    • Ich verstehe gar nicht warum hier von „Rock`n Roll“ gesprochen wird – oder ist das mittlerweile der Obergriff für alles mögliche aus diesem Genre. „Rock`n Roll“ bringe ich eher mit Sängern wie Bill Haley, Elvis Presley, Roy Orbinson – oder wenn wir deutsche Interpreten nehmen wollen – Peter Kraus oder auch Ted Herold in Verbindung. Das ist wenigstens noch gut hörbare, tanzbare Musik – und damit hat ja wohl der unsägliche Krach aus Italien und erst recht der aus Finnland nun rein gar nix gemein.

  18. Hammershow, superspannende Abstimmung und ein Top-Gewinner! Auch wenn ITA mein Favorit war dachte ich Europa würde einen happy Song wollen; stattdessen haben die Televoter Leidenschaft belohnt und mit Damiano & co, GoA, Blind Channel und Barbara Pravi quasi ihrer Rage gegen das Coronavirus freien Lauf gelassen.Nnach diesem Gewitter sollte wieder die Sonne hervorkommen – für mich war das emotional echt der Wendepunkt in der scheinbar endlosen Krise – das Leuchtturm-Bild passt da sehr gut. Man blickt wieder optimistischer nach vorne und, ja – man will auch Sugar!
    Ansonsten wurden die dahingeklatschten bzw. arg konstruierten Beiträge wie DEU, NL, SPA, UK und MLT klar abgestraft. Die vier Mal 0 Punkte waren hart aber allesamt verdient; bezweifele aber, dass sich bei uns, in Spanien oder UK irgendwas ändern wird. Aber egal – grazie Italia!

  19. Zwei Big Five am Beginn, drei Big Five am Ende, puh! Italien hat vollends überzeugt! Mit Recht geht die Trophäe ins Land wo die Zitronen blühen. Gratuiere von Herzen, der Frontsänger hat Charisma, Stimme, das Gesamtpaket stimmt einfach. Jendrik: Wie ich bereits im Februar gepostet habe, Zero Points mit Ansage. Das Liedchen hat keinerlei Relevanz, geht an jeglichem musikalischem Geschmack vorbei, und es ist keine gute Idee, (zumal als Deutscher), der Welt den Stinkefinger zu zeigen. Das größte Ärgernis des Abends: Peter Urban, ein einfälitiger Schönredner, schlecht vorbereitet und ablesen müsste man halt können! Als Rentner sollte er nun endlich nicht länger kompetenteren Leuten den Job wegnehmen.

    • Für mich war das größte Ärgerniss noch nicht mal der Urban. Obwohl ich auch der Meinung bin, das man jetzt mal so langsam nach einem anderen Kommentator suchen könnte. Das größte Ärgerniss war die Schöneberger. Im Countdown wurde kaum über den ESC gesprochen, sondern fast nur über ihre Klamotte. Also ob das das Wichtigste gewesen ist an diesem Abend. Mal sehen, ob es jetzt wieder eine Vorentscheidung gibt.

      • Vor allem: Diese Frau bringt dermaßen öde Kalauer, über die anscheinend nur sie selbst lachen kann. Peinlich ohne Ende.

        Jetzt muß bei den Verantwortlichen eine Renovierung stattfinden und zwar schleunigst. Am besten sofort damit anfangen !

      • Ja, ging mir genauso. Ich frage mich schon seit Jahren, was diese Sendung mit dem ESC zu tun hat. Ich fremdschäme mich dabei immer!

  20. Der NDR sollte sich das mal ansehen: 4 der ersten 5 haben in der Landessprache gesungen. Also nächstes Jahr ein Song in Deutsch. Und es muss nicht unbedingt Schlager sein.

    • Dem schließe ich mich gerne an !

      Meines Erachtens waren die Landessprachen schon immer ein Teil der Seele des ESC und diesmal hat es sich ausgezahlt.

  21. Also ich wäre auch dafür, Peter Urban in Rente zu schicken. Und Barbara Schöneberger
    kann ich auch nicht mehr sehen.
    Ich denke auch, dass es mal einen Versuch wert ist, unser Lied mal wieder auf Deutsch
    zu singen.

  22. Herzlichen Glückwunsch an Italien. Mit den Ergebnis meiner Favoriten bin ich zufrieden. Mit Nordmazedonien habe ich erstmals miterleben dürfen das ein Favorit, Lieblingslied im Halbfinale ausscheidet.

  23. Großer Dank an diealle Niederlande.Die Show war großartig.Und ich freue mich riesig über den Sieg von Italien.Nicht nur weil ich Italien Fan bin,sondern weil die Band einfach klasse ist,wie hier schon jemand schrieb,da passte das Gesamtpaket.Ich hätte mich auch über einen Sieg von Frankreich oder der Schweiz gefreut,auch sie waren grandios.
    Jendriks Auftritt fand ich super gut.Ich hätte ihm mehr Pünktchen gegönnt,war aber trotzdem sehr zufrieden mit unserem deutschen Auftritt.Das war in den Vorjahren nicht immer der Fall.Leider wird jetzt weitergemaccht mit dem Niedertrampeln,wie schon die ganze Zeit.Das System zum tausendsten Mal in Frage gestellt.Dafür schäme ich mich in Deutschland,nicht akzeptieren zu können,dass andere Songs halt einfach besser sind.Nein,wir müssen nicht immer zu den besten gehören,finde ich.
    Destinys Verhalten hat mich bestätigt,wie ich sie von Anfang an eingestuft habe.Leider unsympathisch und arrogant,sie ist aber noch sehr jung und wurde meiner Meinung nach on diese Rolle gedrängt,so zu sein.Sie wird sich noch finden,denn sie singt so toll.
    San Marino eindeutig der Fan,favourite in diesem Jaht.
    Italien und Finnland,beide Rocknummern,haben grandios abgeschnitten,ich glaube,das hat auch mit Corona zu tun,Europa will Lärm .
    Und hat diesen nicht Diodato letztes Jahr gefordert?
    Verdienter Sieger: Italien

  24. Glückwunsch an Italien!

    Ein denkwürdiger Abend nach einem Jahr Pause mit vielen Überraschungen. Die 4×0, das wird ganz sicher nachhallen. Dann für mich das hohe Televotingergebnis für die Ukraine – wobei ich es gestern eingängig fand, genau wie Italien. Am Ende findet man ja doch wieder alle Songs toll xD
    Und ein spannendes Juryvoting, ich muss auch mal den Hut vor Barbara ziehen und Gjon hat einfach nur geliefert.

    Und schonmal ein Gedanke zur Landessprache: Am Ende ist es das Gesamtpaket. Das hat beim Chanson gut funktioniert oder beim Rocksong und offenbar auch beim Folk. Nur die Sprache allein ist es aber nicht, sonst könnte man auch sagen, Serbien hätte in die Top 5 gemusst oder so 😉

  25. Da stimme ich Dir zu – Top 5 für Serbien wäre dann doch zu hoch gegriffen, so geht die Platzierung in Ordnung. Aber Du mußt zugeben, daß eben der kommerzielle Pop, wie er Dir eher gefällt gestern nicht so gut ankam.

    • Aber ich hab auch die meisten SMS an die Schweiz geschickt, Mariposa 🥰😅 Trotzdem sind Italien und die Ukraine aber meilenweit von dem entfernt, was ich „privat“ höre, das ist absolut richtig ^^

  26. Ich freue mich riesig für unsere Nachbarn! 🇮🇹 🤩 Die haben seit dem Wiedereinstieg 2011 immer wieder tolle Ergebnisse eingefahren. Super, dass es jetzt mit dem Sieg geklappt. Und ich freue mich, wenn ich 2022 live in Rom, Mailand, Turin oder auch immer dabei sein kann.

  27. Obwohl wir für die Schweiz, Ukraine, Finnland, Schweden und tatsächlich auch Israel zahlreiche Male angerufen haben (2 mal Festnetz, 3 mal Handy), hat Italien gewonnen.🥂
    .
    Nee, ist aber okay, bin im Herzen eigentlich Rocker, finde den finnischen Song allerdings besser. Bei Italien hat wohl das berüchtigte Gesamtpaket gepunktet. Der Sänger hat das Ding total gerockt. Ohne Background oder sonstige Schickanen hat er das ganz alleine gewoopt. Toll. Die Band hier eigentlich nur Deko.

  28. Dieses Voting war für viele Länder eine Wohltat. Für 8 Länder der Top 10 war das diesjährige Ergebnis das Beste seit langer Zeit.
    Italien seit 1990
    Frankreich seit 1990
    Schweiz seit 1993
    Island seit 2009
    Finnland seit 2006
    Malta seit 2006
    Litauen seit 2006
    Griechenland seit 2013

    Nur bei Russland und Ukraine liegen die besten Ergebnisse kürzer als 5 ESC zurück.

  29. ich habe eben erst realisiert,daß schweden nur 14. geworden ist – 1 platz hinter moldavien,das muß echt wehtun. 😀
    wenn ich mir die top 12 so begucke dann würde ich griechenland mit san marino tauschen.
    san marino hat wohl keine echte lobby – die hätten auch mal beim tänzeroutfit mit masken in den proben zu semi 2 bleiben sollen.
    für frankreich haben stimmt viele ältere angerufen aber wenn das so war,warum nicht auch für portugal oder belgien?
    wahrscheinlich liege ich hier komplett falsch.
    der sogenannte slutpop (und ähnliches) hat im finale eine schwere niederlage erlitten.
    die jurys waren hier sehr streng – leider haben sie arcade 2.0 und den bausatzsong aus malta übersehen und eine dunkelgelbe oder war es gar die rote karte an schweden verteilt. 😀
    aber na klar,was wäre die jury noch wert wenn sie sich nicht wie gehabt an power(balladen)stimmen austoben dürfte – die haben auch ihren stolz.
    ukraine wurde leider leider auch von den jurys ziemlich rasiert – lag es an der stimme?
    falsett ist supi aber weißer gesang perfekt vorgetragen nicht?
    portugal hat im finale leider nicht mehr sein publikum (televote) gefunden aber platz 12 nach all dem palaver vorher ist dann alle ehren wert.
    litauen ist von den jurys unter den bus geworfen worden – magere 55 punkte – echte schweinerei!
    haben die jurys litauen mit slutpop verwechselt? – selbst finnland schnitt hier besser ab.
    ich hätte ukraine bei jurys ähnlich wie italien bewertet aber kannste nix machen – platz 5 ist sehr gut – platz 2 oder 3 wäre aber noch verdienter gewesen.

    meine lieblingssongs sind auf 1,2,5,8,9 + 12 gelandet.
    meine sonstigen sympathiesongs auf 4,6,19 + 22 – dazu nicht unerwartete „verluste“ mit georgien und lettland in semi 2.
    hätte bestimmt schlechter laufen können. 🙂
    gewinner der herzen im feld der geschlagenen ist m.e. und auch auf längere sicht go_a bzw. deren sängerin – da entwickelt sich ein kult und das nicht nur innerhalb der ESC-blase! 🙂

  30. Dank u wel, Rotterdam! Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Die Zeit ist nur so an mir vorbeigerast. Umso stärker schlägt die posteurovisionäre Depression wieder zu.

    Tanti auguri, Italia! Neben Måneskin bekamen Hooverphonic (unveröffentlichte Szenen aus „The Blair Witch Project“ als Backdrop zu nehmen, erwies sich nicht als Televotingmagnet), Manizha (Miss Platnum auf Russisch), Anxhela Peristeri (optisch irgendwo zwischen Cindy Crawford und Weihnachtsdeko) und Satansanbeterin und Shampoo-Werbeikone Elena Tsagrinou (El diablo ist spanisch für Bad Romance?) meine Stimme. Herzlichen Glückwunsch auch an Frankreich und die Schweiz zu ihren Treppchenrängen. Frankreich konnte das beste Resultat seit 1991 verbuchen, die Schweiz das beste Ergebnis seit 1993. Chapeau!

    Wieder einmal haben sich die Juroren und das Publikum gut ergänzt: den Juroren bin ich dankbar, dass sie Belgien und Albanien ins Finale gehievt haben, auch wenn es auf Kosten Kroatiens respektive Dänemarks ging. Dem Televoting verdanken wir den grandiosen 5. Platz der Ukraine und einen guten 8. Rang für Litauen. Dass The Roop LT United nicht als erfolgreichsten Beitrag der Balten ablösen konnten, ist dennoch schade.
    Allerdings stinkt es bei manchen Jurys gewaltig nach Korruption: man denke an die gegenseitige Schützenhilfe der sammarinesichen und polnischen „Experten“ oder die Kirko-Konto-Connection.

    Bleibt nur noch zu hoffen, dass RAI sich nicht vom EBU-Korsett einzwängen lässt und die Show in bester Sanremo-Tradition führt: Viel Geplapper, endlose Gastauftritte und alle 45 Minuten ein Beitrag.

    • hast den despacito verschnitt von 2019 vergessen – da kann man echt eine brücke zu 2021 schlagen – beides angemopst und sowohl bei jury als auch publikum erfolgreich – also deutschland – laßt uns uns auch was mopsen – lieber gut gemopst als schlecht selber gemacht. 😀

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