Den ersten Live-ESC-Moment meines Lebens erlebte ich mit Verzögerung. Und damit meine ich nicht nur die vielen Jahre, in denen Geld, Zeit und Mut fehlten, um allein nach Rotterdam, Lissabon oder Liverpool zu reisen. Eine temporäre Sperrung der Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö verhinderte am Mittwoch zunächst die Anreise zur Probe des 2. Semifinales.
Die Show hatte also längst begonnen, als ich die Station Malmö-Hyllie erreichte. Die Treppen hoch, die Arena im Blick, Herzklopfen, Ticket vorzeigen, hier, bitte, have fun, thank you. Und dann rein. Gerade probte die tschechische Sängerin Aiko die Performance ihres Beitrags „Pedestal“, in meiner Hitliste der 37 Beiträge irgendwo im Mittelfeld. Pyro schoss nach oben, die Bassdrum rummste, tausend Lichtkegel tanzten durch die Arena. Wow, dachte ich. Das ist das beste Lied aller Zeiten.
Zu erleben, wie die Songs, die man seit Monaten im Ohr hat – manche mehr, andere lieber – plötzlich wahrhaftig wenige Meter entfernt zum Leben erwachen, das macht sofort richtig viel Spaß. Die gibt es ja alle wirklich! Da ist Kaleen! Ladavina! Wow, Nutsa Buzaladze!! Wuuhuuu!! Es war „nur“ die öffentliche Probe für ein Halbfinale, von dem Zuhause in Deutschland viele Leute noch nicht einmal wissen, dass zwei davon existieren, weil die Shows bedauernswerterweise im Spartenprogramm versteckt werden. Das erste Halbfinale hatte ich noch Zuhause eben dort mitverfolgt. Keine 24 Stunden später war ich selbst mittendrin. Vor Freude und Euphorie wusste ich jedoch schon da kaum wohin mit mir, aber auf keinen Fall von hier weg. Was würde das für eine emotionale Woche werden! Und dann traten ja auch noch meine Favoriten auf.
Über meine Begeisterung für die Esten 5Miinust und Puuluup könnte ich einen Text schreiben, der noch dreimal länger ist als dieser Text hier. Wahrscheinlich reicht’s inzwischen auch schon für ein ganzes Buch, jemand Interesse? Für diesen Bericht versuche ich, mich aufs Wichtigste zu beschränken: Anfang des Jahres verliebte ich mich beim ersten Hören in ihren Song „(Nendest) Narkootikumidest ei tea me (küll) midagi“. Sowas hatte ich noch nie gehört. Das muss zum ESC!! Eesti Laul geguckt, Daumen gedrückt, ESC-Ticket gelöst. Die Energie, die folkloristischen Elemente, die estnische Sprache, der Humor. Was für ein toller Quatsch! Sechs Jungs, zwei Talharpas, ein alberner traditioneller Tanz, fürs Staging fünf Euro Budget und ein Traum (vom ESC-Finale). Das gemeinsame Album der Rapper und des Folk-Duos läuft bei mir auf Dauerschleife. Unter eines ihrer Instagramvideos schrieb ich: „Diese Jungs machen mich stolz, Este zu sein. Und ich bin Deutscher.“
Womit ich wunderbar überleiten kann dazu, wie schön es ist, dass man beim ESC nicht, wie etwa bei vergleichbaren sportlichen Wettbewerben, vorrangig oder nur den Beitrag des Landes unterstützt, in dem man aus Versehen geboren ist. Gefeiert wird erst einmal alles und was einem besonders gut gefällt, das noch viel mehr. Nur mit einem empfand ich am ersten Abend irgendwie Mitleid: Der charismatische Lette Dons, mit seinem Beitrag „Hollow“ weit unten in den Wettquoten und Prognosen, sang inbrünstig und sehr gut seinen Song „Hollow“. Verhaltener Applaus. Als er am Ende der Probe als einer der zehn „Fake-Qualifikanten“ gekürt wurde, lachte neben mir jemand. Lettland im Finale! Wie absurd!
Außerdem, und das Thema kann ich hier leider nicht ausklammern, gab es dann ja auch noch den Auftritt der israelischen Sängerin Eden Golan. Insgesamt dreimal sah ich sie in dieser Woche auf der Bühne, jeweils bekanntermaßen unterlegt mit einem beschämenden Teppich aus Buh-Rufen von Menschen, die den ESC nicht begriffen haben. Das Bedürfnis danach, Zeichen zu setzen, war groß bei vielen Menschen im Publikum, auf der Bühne, bei Pressekonferenzen und auf der Straße. Meine Meinung dazu: Das größte Zeichen sind der gesamte Contest und die Songs an sich. Toleranz, Liebe, Vielfalt und Respekt sind die Werte, für die der ESC steht und für die es sich zu kämpfen lohnt und an die man manche Leute wohl nochmal erinnern muss. Es ist eine Herausforderung, den ESC und Politik zu trennen und vielleicht ist das in Gänze auch unmöglich. Wozu das allerdings nicht führen sollte, ist weitere Spaltung durch Ignoranz, die in selbstdarstellerischem Aktivismus mündet, der niemandem hilft. Vor allem nicht denjenigen, für die man sich einzusetzen möchte. Okay, Mist, habe jetzt doch mehr Sätze darüber geschrieben, als ich wollte. Hoffentlich ist in der ESC-Woche nicht noch ein Skandal passiert, den ich hier nicht unerwähnt lassen kann!
Am zweiten Tag begab ich mich erstmals ins „Eurovision Village“: Ein abgesperrter Parkabschnitt mit Bühnen, Futterbuden und buntem Herumwuseln von Fans aus aller Welt. Aus jeder Ecke schallten einem ESC-Hits entgegen. „Zorra, Zorra, Zorra“, die ganze Zeit und überall. „Zorra“ und „Waterloo“. Diese Lieder werde ich nach dieser Woche nie wieder aus dem Kopf bekommen. Andere leidenschaftliche ESC-Fans zu treffen ist für mich eine komplett tolle, neue Erfahrung: In meinem privaten Umfeld gibt es keine Menschen, bei denen die ESC-Begeisterung übers mindestens halbironische Finale gucken hinausgeht. Fragende Blicke beim Plaudern über beispielsweise den wilden ukrainischen Vorentscheid zu ernten kennen andere sicher ebenfalls. Wie, du hast nicht alle fünf Vorrunden von „Una voce per San Marino“ geschaut und kennst „Loco Boombox“ nicht? (Oder waren es sechs? Habe es verdrängt.)
Oder dass nicht alle sofort wissen, um welche Songs es geht, wenn man über „My Star“ (Lettland 2000) oder „När jag blundar“ (Finnland 2012) spricht. Wenigstens „Ein Lied kann eine Brücke“ (Deutschland 1975) kennen manche. Ha, hab ich noch frech meine drei All-Time-Lieblings-ESC-Songs in diesem Text untergebracht, nach denen wurde ich nämlich in Malmö leider kein einziges Mal gefragt! Was kein Indiz dafür sein soll, dass ich nicht in Kontakt mit Menschen gekommen wäre. Das Gegenteil war der Fall: Obwohl ich allein in Malmö unterwegs war, fühlte ich mich kein einziges Mal einsam.
Man kommt erstaunlich schnell mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch, weil der ESC eine perfekte Grundlage für Smalltalk ist: Und, was ist dein Lieblingsbeitrag? Kroatien, super, oder? Und, dein erster ESC? Wie schlimm war es wirklich in Turin? Zudem gibt es vereinzelt Fantreffen, beispielsweise von herausragend tollen ESC-Blogs. Endlich konnte ich mich persönlich dafür bedanken, Teil der Reaction-Videos von ESC kompakt gewesen sein zu dürfen. Beim Kennenlernen von Benny, Berenike, Max und Rick hatte ich dasselbe Gefühl wie eingangs bei Aiko oder Kaleen: Krass, die gibt es ja alle wirklich! Und die Leserinnen und Leser! Alle so freundlich und fachkundig!
Mein Reaction-Partner und Nachbar Douze Points war ebenfalls da und hat mir inzwischen sämtliche Frotzeleien beim Dreh – viele wurden dankenswerterweise nicht in die Videos geschnitten – verziehen, glaube ich. „Gestern im Euroclub habe ich gegen drei Uhr auch mal das estnische Lied gespielt und die Leute sind nicht wie erwartet schreieind davongelaufen!“, erzählt er mir. United by Music! Das Bild, wie ESC-kompakt-Chef Benny staatsmännisch die Runde betrat und allen Leserinnen und Lesern die Hände schüttelte, das hat mir ebenfalls gut gefallen. Wie ein Bürgermeister! Der des besten Dorfes im Land! Außerdem konnte ich wie versprochen dem ESC-kompakt-Blogger mit dem besten Musikgeschmack, Rick, meine zweite mitgebrachte estnische Fahne überreichen. Gemeinsam begaben wir uns dann zur Arena, um in Semi 2 die Esten zu unterstützen und na ja, auf die anderen Beiträge freuten wir uns natürlich auch ein bisschen.
Als Nächstes lernte ich, dass die erste Party bereits in der Warteschlange steigt. Auch hier donnerten wieder ESC-Hits aus den Boxen, aber auch „Macarena“, „YMCA“ oder „Mambo No. 5“. Vor uns in der Schlange eine große Delegation vom OGAE Schweiz, viele mit dem rosa „Nemo-Hut“ auf dem Kopf (Aufmacherfoto). „Was muss man denn da bei Amazon eingeben, damit man den findet?“, wollte ich wissen. „Nemo selbst hat uns einen Link geschickt, keine zwanzig Euro!“, wenn ich mich richtig erinnere. Sah super aus, hätte auch gern einen getragen. Vielleicht eine gute Idee für Weihnachten? Die freundlichen Eidgenossen schenkten mir einen Nemo-PIN zum Anstecken und ich versprach, ihn als Glücksbringer zu tragen. Aber erst im Finale, fürs Halbfinale bräuchten sie das Glück noch nicht. Was soll ich sagen: Gern geschehen! Außerdem eine belgische Reisegruppe mit einem großen Banner: „See you next year in Brussels“ – na ja, fast. Die Sicherheitschecks beim Einlass waren dann nicht annähernd so streng wie zuvor angekündigt (kein Personalausweis-Check, bloß flüchtige Blicke auf Hosentascheninhalte) und ich kenne sogar jemanden, der hat ein Orangensaft-Trinkpäckchen mit in die Arena geschmuggelt! Frech! (Nein, nicht ich! Ich bin nicht wahnsinnig, nur wunderlich.)
Während dann alle, mit denen ich angestanden hatte, ganz nach vorn durften – viele konnte ich später auf den TV-Bildern entdecken, richtig schön – hatte ich „nur“ einen Platz in einem kleinen Stehplatzbereich ganz hinten, neben den Technikerinnen und Technikern. Vielleicht zwanzig Leute hatten sich dort eingefunden, neben mir ein Paar auf England und ein Franzose mit armenischer Fahne im Gepäck. Dazu Menschen aus Australien, Slowenien und na klar, Spanien. „Zorra, Zorra, Zorra!“ Und was soll ich sagen, die ganze Show war eine riesige Fete. Ich hatte behauptet, den estnischen Tanz („Veisson“) könne man zu jedem Lied tanzen, er passe immer und das wurde dann auch regelmäßig ausprobiert. Ich muss gestehen, ich hatte mich getäuscht. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.
Mir fiel positiv nochmal die Sprachvielfalt dieses Jahres auf, fast jeder zweiter Song nicht in Englisch. Eine erfreuliche Entwicklung, dass viele Länder begreifen, dass es nicht wichtig ist, ein Lied zu verstehen. Man muss es bloß fühlen. Es gibt so viele schöne Sprachen! Deutsch, zum Beispiel. Könnte man ja mal wieder auf die ESC-Bühne bringen. Nur so als Idee zwischendurch. Das Vergnügen, mal neugierig hinter die Kulissen einer so großen Fernsehshow blicken zu können, soll auch nicht unerwähnt bleiben („ach, SO machen die das!“) und erst recht nicht die tollen Menschen, die zwischen den Beiträgen in unter einer Minute über die Bühne wischen plus Requisiten wegräumen und herbringen. Im TV sind sie nicht zu sehen, dabei sind sie die unbesungenen Helden des ESC! Freue mich, dass sie an allen Abenden, an denen ich in der Arena war, mit Extra-Applaus gewürdigt wurden.
Und dann die Verkündung der fürs Finale Qualifizierten. Als Erster im Finale: Dons für Lettland. „WHAT?!“, schrie ich vor Verwunderung und Freude; wie war das denn passiert?! Wie überraschend, wie super, wie schön! Da hat dann niemand gelacht. Viel zu viele Stunden der letzten Monate habe ich mit dem Betrachten von Wettquoten und „Expertentipps“ verschwendet, auf nichts davon ist Verlass und das ist doch toll. Auf dem YouTube-Video seines Halbfinalauftritts kann man sehen, wie Dons im letzten Teil des Liedes mit seinen Emotionen kämpft und ich tue es ihm beim Betrachten nach. „Hollow“ ist jetzt in meinen Top 10. Die meisten Menschen hören die Lieder des ESC ja ein-, vielleicht zweimal. Dass sie einen Hardcore-ESC-Fan über Monate begleiten und sich mehrfach ändert, ob sie etwas in einem auslösen oder eben nicht, das ist auch ein schöner Bestandteil des Hobbys. Wie gesagt, da ist dann auf einmal Aikos „Pedestal“ das beste Lied der Welt – und leider nicht im Finale.
Im Gegensatz zu den Esten. Als sie als Sechstes als Finalist durchgesagt wurden, sprang ich dem verdutzten Franzosen in die Arme, irgendwo mussten die Emotionen hin. Dasselbe umgekehrt nach Armeniens Finaleinzug. Kann man Außenstehenden nicht begreiflich machen, zu jubeln, nur weil Menschen ein weiteres Mal ihr Lied singen dürfen. Da verpassen die halt was. Was für ein Abend, was für eine Show! „Europapa, Europapa“-Gesänge an der Bahnhaltestelle, ein ganzer Tag in den Beinen. Erschöpft vor Glück über die Öresundbrücke zurück nach Kopenhagen, ins Hotel. Eine halbe Stunde fährt man von der Arena zum Bahnhof der Hauptstadt Dänemarks. Lustig, die ganze Zeit zwischen zwei Ländern zu pendeln.
Die jeweils auch noch ihre eigene Währung und damit auch unterschiedliche Wechselkurse haben: Mathe lernt man nicht für die Lehrer, sondern fürs Leben, es stimmt tatsächlich. In der Warteschlange für einen schnellen Gute-Nacht-Burger schaue ich mir zehnmal hintereinander das Video an, dass der Franzose von mir beim Tanzen gemacht hat (bitte im Instagram-Post unten dreimal nach rechts klicken). Und dann mindestens genauso oft das meiner Freundin, die sich für den ESC nur mir zuliebe interessiert. Auch sie hat vor dem Fernseher zu diesem einen albernen Lied getanzt, das mich nach Malmö gebracht hat. Denke an sie und überlege, wie ich sie überredet bekomme, mich zum kommenden ESC nach Tallinn zu begleiten. Oder vielleicht geht es ja überraschenderweise doch woanders hin, nach Zagreb oder Zürich? Kann erst kaum schlafen vor Aufregung wegen des Erlebten und dem, was noch kommen wird. Dann aber doch.
Wir sind bei meiner Nacherzählung inzwischen also am Freitag angekommen. Im „Eurovision Village“ begeistert mittags eine Tanzgruppe von Kindern und Jugendlichen, angeführt von einem Menschen im Verka-Serduchka-Outfit. Eins, zwei, drei: Tanzen! Eine große Freude macht mir außerdem, anhand von Fanschals oder Fahnen Fans „obskurer“, kleinerer Länder auszumachen. Spanien, UK, Deutschland, Griechenland, natürlich Schweden: Omnipräsent. Toll, dann endlich eine maltesische Fahne zu entdecken! Wie eine kleine Schnitzeljagd. Sehr präsent an diesem Tag die finnische Flagge, was mit dem Open-Air-Konzert von Käärija zusammenhängen könnte. Auf einer der Bühnen im Village konnte man kostenlos Auftritte von ESC-Acts bestaunen, am Tag zuvor zum Beispiel auch von Isaak, Windows95Man sowie Fahree & Ilkin Dovlatov. Bei all diesen Auftritten wurde mir bewusst, dass ich in der nächsten Saison weniger (am besten: gar nicht!) auf X/Twitter herumhängen und mich stattdessen mehr mit Musik der ESC-Acts beschäftigen sollte: Die haben ja alle mehr als ein Lied! Potzblitz.
Hingegen Eintritt bezahlen musste man für ein Event am Abend, aber da sollte sich das Eintrittsgeld sehr lohnen: Lord of the Lost spielten unweit vom Village in einem Rockclub. Vor dem eigentlichen Konzert spielten Chris Harms und Keyboarder Gared Dirge fast eine Dreiviertelstunde lang ESC-Cover: Darunter „Hard Rock Hallelujah“, „Euphoria“, „Solo“ (Bejba!) und „Ein bisschen Frieden“. Im Publikum geschätzt zur einen Hälfte ESC-, die andere Hardrock-Fans. Viele Deutsche, klar. Zuhause wäre mir nie die Idee gekommen, ein Hardrock-Konzert zu besuchen: Ist nicht 1:1 meine Musik. Dem Charme und der Energie von Lord of the Lost konnte ich mich aber nicht entziehen. Es war ganz toll! Und lehrte mich nochmal, wie inspirierend und gesund es ist, sich auch mal spontan auf Neues einzulassen. Erfreulich auch, wie positiv Chris Harms vom ESC sprach, eine weitere Teilnahme nicht ausschloss und ankündigte, dass ein Konzert von ihnen am Vorabend des Finals nun ein jährliches Event werden soll. So geht ESC!
Seufz, jetzt ist es soweit: Der Finaltag. Die erste Tageshälfte war ganz schwierig zu verarbeiten. Minütlich neue Gerüchte und Nachrichten, die allesamt nicht nur die Lust auf den eigentlichen Höhepunkt des ESC-Jahres erstmal ordentlich verhagelten, sondern auch Sorgen bereiteten. Was, wenn Israel gewinnt? Angebliche Boykottbekundungen anderer Delegationen. Wegen der Disqualifikation eines Mitfavoriten. Während ich das hier tippe, ist nicht genau bekannt, was der Niederländer Joost Klein getan oder gesagt hat und ob eine Disqualifikation die harte, aber gerechtfertigte Reaktion darauf war. Mein um Romantik bemühtes Herz hofft auf eine Aufarbeitung durch die schwedischen Behörden, die ermöglicht, dass alle beteiligten Parteien sich wieder in die Augen schauen können. Die Enttäuschung aber war groß, vor allem ob des mutmaßlichen Fehlverhalten des Interpreten eines meiner diesjährigen Lieblingssongs. Das erste Halbfinale fühlte sich zu diesem Zeitpunkt so an, als wäre es zwei Monate her. So viel war passiert.
Triggerwarnung: Fußball! Statt dem Lesen schlechter Nachrichten und Mutmaßungen vertrieb ich mir den Mittag spontan damit, ein Fußballspiel der sechsten dänischen Liga zu schauen. Für beide, die das interessiert: BK Viktoria gewann gegen Fremad Valby mit 3:1. Im Schatten des Kunstrasenplatzes die Kopenhagener Parken-Arena. Dort fand 2001 der ESC statt und gewonnen hat ihn damals wer, na? Korrekt: Estland. Zufall? Auf jeden Fall! Aber ein sehr lustiger. Schnell ins Hotel, nochmal frisch machen. Zeit für die endgültige Erfüllung eines großen Lebenstraums.
An der Arena angekommen kam die Vorfreude aufs Finale sehr schnell zurück. Wieder einmal die Bestätigung: Zu viel auf sozialen Netzwerken in Echokammern herumhängen, die sich in ihrer Negativität und Toxizität gegenseitig überbieten, kann einem den Spaß im Leben ordentlich verhageln. Der ESC findet zum Glück nicht auf X/Twitter statt, sondern jedes Jahr woanders, aber immer in der Realität. Gut so. Denn in der gibt es zufällige Wiedersehen mit Menschen, die man in den zwei Tagen kennengelernt hat. Von denen man den Namen nicht weiß, welchen Beiträgen sie die Daumen drücken jedoch schon. Ein langes Gespräch mit einem älteren Pärchen aus Wales, die erzählen, bereits beim letzten ESC in Malmö 2013 mit dabei gewesen zu sein. Fachgespräche über verschiedene Lieder, Petra Mede, Comedy und Schweden. Ich werde für mein sehr gutes Englisch gelobt, gebe das Lob zurück. Dann rein in die Arena. Dieses Mal: Sitzplatz, oben im Rang. Mit Popcorn. Es kribbelt.
Viele Nachrichten auf meinem Handy: „Neid!!“, „viel Spaß!!“ und „wink, wenn du im Bild bist!“. Die Eurovisionsfanfare wird gespielt und ich realisiere: Krass, es ist ESC-Finale und du bist einfach mit dabei, verdammt nochmal!! Kämpfe mit den Tränen. Meine Güte, wie schön ist das denn, dass ich das live erleben darf. Durch den Kopf rauschen Erinnerungen: Als Kind gelacht mit Guildo Horn und Stefan Raab, Punktevergabe mit der Familie, Lordi passieren, Windmaschinen und tausend Dancebreaks, die Vlogs von Lukas Heinser & Stefan Niggemeier, Lena gewinnt für Deutschland, dreimal Zdob și Zdub feiern, aufrechtgehn.de lesen, Conchita Wurst und Dadi Freyr, dann Anfang 2024 die lustigen sechs Esten auf YouTube entdecken. Und jetzt sitzt man da in der Arena. Was ein Gefühl.
Im Sitzen ist ESC gucken ist natürlich entspannter, aber auch ein bisschen langweiliger: Es wurde im Oberrang nicht getanzt und hatte eher das Feeling von vor dem Fernseher, was das Erlebnis nicht schmälern soll. Empfehle aber eher die Stehplätze, da geht die Party ab! Vielleicht lag es auch daran, dass ich die Performances größtenteils schon mindestens ein-, oft auch schon zweimal gesehen hatte. Wie gesagt, keine Beschwerde, es war trotzdem ganz, ganz toll: Was für eine Energie zu spüren war in der Arena! Rim Tim Tagi Dim! Jako! Ramdidammdamm, we will rave! No Rules, auch aus der Arena-Perspektive unglaublich lustig. Und natürlich nochmal: Zorra, Zorra, Zorra! Richtig spannend dann die Punktevergabe. Es zeichneten sich schnell drei Dinge ab: Der völlig verdiente und versöhnliche Sieg Nemos. Die erfreulich vielen Punkte für Isaak und Deutschland. Und dass meine Esten nicht besonders weit vorne landen würden.
Darüber aber keine Enttäuschung. Eher Erleichterung, dass sie nicht Letzter geworden sind. Dass diese zweifelhafte Ehre jetzt mit Gåte aus Norwegen einem anderen Beitrag, für den ich Sympathien habe, zuteil wird, ist schade, aber irgendwen erwischt es halt. Vielleicht war „Ulveham“ zu sehr Beitrag für die Nische, wenn es so etwas bei der größten Musikshow überhaupt gibt. Ich bin so glücklich darüber, dass auch obskure und nicht für den ganz großen Massenmarkt produzierte Musik seinen Platz beim ESC hat: Eine Bühne, die sich gleichberechtigt unterschiedlichste Acts wie Let3, Elena Tsagrinou, Hera Björk oder Olly Alexander teilen, muss man einfach lieben. Der ganze ESC: Ein herrlicher Quatsch, bunt und kreativ. Eine Party mit Menschen und Musik von überall. Würde mich als introvertiert bezeichnen, doch wenn dieser eine ESC-Song aus Slowenien oder Österreich gespielt wird, dann vergisst das mein kleiner, dummer Kopf für drei Minuten.
In der ESC-Berichterstattung in den großen Medien geht es jedes Jahr nur sehr wenig um Musik, das galt für dieses Jahr ganz besonders: Allerlei Drama, das traditionell-blöde „Wir werden doch eh Letzter“ und die Konflikte der Welt wurden auf die ESC-Bühne gebracht. Einst wurde der Contest erfunden, um verschiedene Kulturen wieder zu vereinen. Die Vielfalt zu zelebrieren. Ich glaube daran, dass der ESC weiterhin bzw. wieder einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben kann. Dass man im Rahmen einer riesengroßen Party nebenbei lernt, tolerant und respektvoll miteinander umzugehen, neugierig und offen zu sein, sich kennenlernt. Denn all das habe ich vor Ort gespürt und geliebt. Den ESC live erleben ist nicht so, wie man es sich vorstellt. Sondern noch viel schöner.
Es ist schon spät in der Nacht, als ich mich, beseelt von allen Eindrücken, auf den Weg zur Bahnhaltestelle mache. Eine TV-Kamera filmt die jubelnden Sieger dieses Jahres. Nemo, Nemo, Nemo! Ich erkenne ein paar Schweizer aus den Warteschlangen wieder, winke kurz. Neben Schweizer Fahnen sind es auch Menschen mit Fahnen anderer Länder, die freudig mit herumspringen. Bekomme eine letzte Gänsehaut. Gemeinsam feiern, tanzen, lachen, singen. Das ist für mich der ESC. Die beste Show der Welt.
Ein Gastbeitrag von „ESC kompakt Reactions“-Songchecker Johannes Floehr
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Norwegen hat den letzten Platz einfach nicht verdient
Dieser Act direkt nach der Pause war ein Verbrechen. Man muss die Performance von Anfang an sehen, das ist einfach kein Song, bei dem man die Hälfte verpassen kann, um ihn wertzuschätzenm
Bei mir ist es umgekehrt. Erst mag ich den Song aber nach ca 2 Minuten finde ich ihn anstrengend.
Ich liebe den Chorus, den Rest kann ich mir nicht zu oft geben, sonst strengt es mich irgendwie an. Habe ich selten bei Liedern.
doch. sowas von. war von der ersten sekunde an grauenvoll.
Erstmal OT:
Slimane gibt eine World Tour und wird dafür am 23. Januar 2025 nach Berlin kommen
Verkauf fängt am 21.5 um 10 Uhr an:
https://www.ticketmaster.de/artist/slimane-tickets/976039
Wissen wir schon.
Na komm, etwas selbstkritischer bevor so was gepostet wird – du hast ja auch oft Sachen, die schon bekannt waren gepostet…
Glashaus lässt grüßen.
Das liest sich megabeschwingt, lieber Johannes!
Das Glas war auch die ganze Zeit mindestens halbvoll!
Das war echt so. Das Gefühl konnte man selbst haben, wenn man nicht vor Ort war.
Was für ein lebendiger Beitrag! Deine Begeisterung konnte man beim Lesertreffen im Eurovillage deutlich spüren. Viele Deiner Eindrücke teile ich von Herzen. Es ist die Stimmung untereinander, das Verbindende der Musik und Verbündete, die man zuhause eben oft nicht hat.
Genau das war für uns der Grund, warum wir nach Düsseldorf auch mal wieder vor Ort sein wollten, einfach um wieder in dieses Gefühl einzutauchen.
Was für ein schöner Artikel, vielen Dank!
Toller Bericht. Danke.
Schade, dass nicht wirklich Frieden und Verständigung vom ESC 2024 ausging.
Wow, das ist ESC-Spirit! Sehr schöner Beitrag, da kann ich die nächste Saison kaum erwarten! Wuuuuhhhh, yeaa-aaah!
Danke dafür, dass du uns zu deinem ESC mitgenommen hast. Es war ein Freude zu lesen.
Lieber Johannes,
das ist so schön geschrieben!
Habe beim Lesen ebenfalls mit den Tränen gekämpft, wie du vor Ort.
Deine Freude und dein Enthusiasmus ist so ansteckend. Vielen Dank!
Trotz der anstrengenden letzte Woche mir dem, gottseidank, halbwegs guten Ausgang hat mich die PED erfasst…umso mehr nach der Lektüre deines tollen Artikels.
Hoffentlich schwebt über der kommenden Saison wieder der Spirit der völkerverbindenden Idee des Wettbewerbs!
Tolle Artikel, unterhaltsam geschrieben, ich fühle mich voll hineinversetzt und freue mich umso mehr, dass Du den Spaß Deines Lebens hattest! Hoffe, wir sehen uns in Zukunft mal bei einem ESC Event!
Gibt da bald so eins in Hamburg, habe ich gehört!
Juhu, da bin ich auch!
Danke für den kurzweiligen Bericht.
Ganz lieben Dank für diesen Artikel, lieber Johannes. Ich habe mich in so vielem wiederentdeckt. Leider auch mit der Zeit, die ich auf Twitter verbracht und mir so fast den ESC verleidet habe. Bei ihr scheitert es meistens am Geld, dass ich noch nie live vor Ort war. Aber wer weiß, meine Schwester wohnt nur ca eine Stunde von Zürich entfernt. Vielleicht wird es etwas im nächsten Jahr.
Hoffentlich schreibst du hier mal öfters😀
Lass uns darauf anstoßen, dass der ESC in Malmö nicht dein letzter ESC-Besuch gewesen ist. 😀
Das hat richtig Spaß gemacht zu lesen. Danke für Deine Eindrücke. 🙂
Danke für den Artikel, für die Eindrücke deiner Erlebnisse lieber Johannes und überhaupt das wir dich kennen lernen durften. Bleib uns bloß gewogen. Ich würde mich freuen öfter mal ein Beitrag von dir zu lesen oder dich mal bei einem Livetalk zu sehen
Hier zum Nachklang ein interessantes Green Room und Backstage Video
https://m.youtube.com/watch?v=Vnh4t4GqDnc
Tolles Video,danke dafür🙂
Eigentlich gehören solche Clips für mich immer zu den Höhepunkten der Saison, aber dieses Jahr kann ich beim Schauen leider kaum Freude empfinden. Ich habe vor allem ständig einen Klops im Hals, weil das, was den ESC 2024 einzigartig macht (das Gift, das alles durchtänkt hat), komplett ausgespart bleibt. Umso präsenter ist es für mich: Auslöschung in der Repräsentation. 🙁
So ging es mir leider beim Schauen auch. Präsent waren vor allem die Anti-Brittas.
😍 🙁
Ja, ich stimme zu, denn im ganzen Video fehlt jemand, traurig!
Eine Frage hätte ich ja noch. Ich bin dem Link gefolgt und habe etwas über dich gelesen. Da steht, dass du 2 Meter groß. Dann müssten die Schweizer auf dem Aufmacherbild zu den größten Eidgenossen gehören😂
Ab ,5 rundet man auf!
😂
Lieber Johannes
Danke für den schönen Artikel, die wunderbaren Worte… Ich habe Gänsehaut und Tränen in den Augen. So schön… so sehr fühle ich das mit. Alles…
Der ESC ist wie eine warme Kuscheldecke, auch wenn dieses Jahr viele versucht haben, dieses wohlige Gefühl des Glückes und der Zusammengehörigkeit zu torpedieren.
Sehr guter Kommentar. Vom Ersten bis zum letzten Zeichen. 👍🏻
Es hat viel Spaß gemacht dich am Donnerstag kennen zu lernen und zur Arena zu begleiten. Vor allem, wenn man den Ausschnitt der „besten 3 Minuten deines Lebens“ auf Twitter sieht, versteht man diesen Kommentar noch besser.
Hoffe man sieht sich in der Schweiz nächstes Jahr wieder.
LG Martin
Oh, was für ein wundervoller Bericht von dir Johannes. War echt schön dich beim Warten kennenzulernen und ich habe es sogar ins Aufmacherfoto geschafft. :-O
Es war für mich auch „erst“ der 2. Contest vor Ort und mein erstes Mal an den Liveshows. Die Stimmung in der Warteschlange war einfach unbeschreiblich und ich hoffe unsere „kleine“ Schweizer Gruppe hat den anderen die Warterei etwas Spass bereitet.
Das Miteinander unter den Fans ist das gewisse Etwas, dass für mich den ESC ausmacht. Egal ob Estland, Lettland, Spanien, Kroatien oder Schweizer Fan. Jeder ist lieb zum anderen und man feiert sich gemeinsam und die Songs ab.
Ich kann noch immer nicht in Worte fassen, was diese Woche für uns bereit gehalten hat und was die nächsten 12 Monate auf uns vom OGAE Switzerland zukommen wird. Aber wir freuen uns unglablich fest, jeden einzelnen ESC-Kompakt-Leser und jeden ESC-Fan in unserer wunderschönen Schweiz im Mai 2025 willkommen zu heissen und die Party auf ein next Level zu heben.
Lieber Johannes,einen tollen Bericht hast du geschrieben und jede einzelne Emotion davon habe ich auch so empfunden.
Und das ist halt das,was den ESC ausmacht,er verbindet die Menschen durch die Musik und die Künstler. Ich mag das einfach und obwohl dieses Mal soviel Unruhe war, hatte ich trotzdem Gänsehaut und Glücksgefühle.
Heute auf der Arbeit dann wieder der krasse Gegensatz von Menschen,die die Show ganz furchtbar fanden,der ESC würde immer alberner,es wäre halt eine reine Fake Veranstaltung, die man nur mit ganz viel Alkohol ertragen könnte.O.k,mit Deutschland mal wieder letzter Platz konnten sie diesmal nicht kommen,da ging dann aber auch keiner drauf ein. Natürlich habe ich wieder dagegen gehalten,erzählt und berichtet, was dann auch nicht so leicht war,wenn es um die unschönen Dinge,die passiert sind, ging.
Ich merke halt nur immer wieder,dass es schwierig ist,Menschen,die voreingenommen vom ESC sind und ihn oft negativ bewerten,die Emotionen zu beschreiben, die wir hier alle damit verbinden.
Deshalb hat mich dieser Bericht von dir Johannes so richtig ins Herz getroffen. Danke dafür!🙂
Ging mir ähnlich. Leider auch im privaten Bereich. Wollte erst dagegenhalten, hab mich dann aber dazu entschlossen, einfach die Schultern zu zucken und zu schweigen. Wie erbärmlich da teilweise über die Teilnehmer*innen geredet wurde und die ESC-Fans beleidigt wurden. Werde auch später noch einen Kommentar löschen, den ein – eigentlich bislang toleranter Kollege – unter meinem Posting vom Samstag hinterlassen hat. Wieso müssen manche immer so derbst beleidigen, nur weil sie selbst keinen Zugang finden? Geht normale Kritik nicht mehr? Hab ihn erst stehen lassen, sonst hätte ich mir wohl wieder das Cancel-Mimimi anhören müssen. Aber jetzt kommt er weg, weil ich meinen Beitrag stehen lassen möchte.
Ich habe in meinem privaten Bereich ähnliche Probleme. Dass man den ESC auch als Hobby bzw. Leidenschaft empfinden kann, für das man sich nicht nur am Finalabend interessiert, wird von meinen Freunden null toleriert. Sie bezeichnen den ESC immer als nischig und mich als Freak, weil ich mich mit diesem so intensiv beschäftige.
Geht mir leider absolut genauso. Und das „Freak“ schmerzt dann immer besonders, weil ich genauso auch Fan von „normalen“ Sachen wie Fußball oder gewissen Wintersportarten bin. 🤡
Ich lasse mir den Spaß am Wesen des ESC nicht nehmen – nicht nach so vielen Jahren. Solange es noch Berichte wie den von Johannes und Kommentare wie die von euch gibt, bin ich sicher, dass ich noch völlig vernünftig bin und kein Freak. 🙂
Ist das also der erste Teil der Nachbetrachtung??
Interessante Einblicke jedenfalls, wir wohl noch etwas dauern bis ich einen ESC vor Ort erleben werde.
Oh das ist so toll geschrieben. Genau wegen solcher Artikel, die dieses Gefühl so schön vermitteln unbedingt mal live vor Ort zu sein, will ich mich dazu durchringen und alle Hebel in Gang setzen, nächstes Jahr für eine Woche zum ESC zu fahren, was sogar soweit geht das meine länger geplante Japanreise für 2025 verschieben werde, einfach um das Budget für eine sorgenlose ESC Woche in der Schweiz und die Shows zu haben :<
Und da kickt es wieder. Trotz der anstrengenden 2024 Season und der Tatsache das ich vor wenigen Tagen noch von ESC Urlaub/Pause sprach durch die negativen Umstände der letzten ESC Tage, habe ich wieder Bock auf die nächste Season. Bock auf Vorentscheide. Bock auf neue Musik und neue Künstler.
Bezüglich Norwegen bin ich ebenfalls überrascht: nicht nur über den letzten Platz, die waren bei mir oben bei, sondern auch das Norwegen laut Eurovoix die geringsten Einschaltquoten seit 2007 für den ESC hatte, obwohl Gåte ja doch einen kleinen Hype zum Vorentscheid hatten.
Ein wirklich schöner Bericht, der mir aus der Seele spricht.
Auch für mich war es mein erster ESC live vor Ort, direkt mit Tickets für alle drei Live-Shows, und dieses Gefühl zum ersten Mal in dieser Arena zu stehen und alle Songs und Acts hautnah live gemeinsam mit anderen Fans aus aller Welt zu erleben ist definitiv unbezahlbar!
Den norwegischen Beitrag hab ich übrigens auch sehr gemocht. Genau solche Beiträge braucht der ESC.
Was für ein toller Artikel 🥰 Der kam jetzt genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ich war heute schon ein bisschen im ESC-Tief 😅 .
Das war wirklich ein toller Bericht, der einen super Einblick gegeben hat, wie es vor Ort abläuft. Ich hoffe ich schaffe es auch mal live dabei zu sein.
Ich war dieses Jahr zum ersten Mal in Amsterdam bei Eurovision in Concert und war so so glücklich.
Achso… Ich wollte noch sagen, dass ich den Beitrag aus Estland auch geliebt habe 😄💕 Der bleibt für immer auf meiner Playlist.
Ich habe da heute im Büroflur zu getanzt – die Blicke waren be- und entgeistert. Lag aber wohl eher an meinen Bewegungen. Hat aber Spaß gemacht, auch wenn dann unvermeidlich kam: „Du kuckst den Quatsch immer noch?“
Meine Antwort: „Ja und zwar gerne!“
Hut ab. Also den Tanzmove kann ich nur heimlich im Wohnzimmer machen. 😅
Wenn Du es hättest sehen müssen, wäre Dein Hut aufgeblieben! 😀
Vielen Dank, lieber Johannes!
Es gibt noch jemanden, der „My Star“ in seinen All Time Top 3 hat? Juchu, ich bin nicht allein damit auf dieser Welt!
Was war das eigentlich für eine Fahne, die Nemo während der Flag Parade vorne getragen hat? Die Schweizer Flagge trug er ja auf dem Rücken.
Slimane und Isaak hatten Witzigerweise dieselbe 360 Grad Drehung um die Fahne zu zeigen. Marko hat den lautesten Applaus bekommen. Hängt sicher auch mit der Tonabmischung zusammen, da wurde er gepusht.
Es ist die Nonbinary Pride Flag:
https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtbin%C3%A4re_Geschlechtsidentit%C3%A4t
Danke, Matty, kannte ich gar nicht.
Was für ein schöner Bericht Johannes
Danke für’s Teilen! Ich hab’s leider bis jetzt auch noch nie geschafft einen ESC live zu sehen, hauptsächlich weil nie jemand mitkommen wollte und ich eine zu große Schisserin alleine bin 😅🫣, wobei das ja scheinbar nicht so schlimm ist wie gedacht nach deiner Erzählung. Ich hab’s mir fürs nächste Jahr fest vorgenommen, wenn die Schweiz gewinnt und whoop – hat gewonnen 😊. Daher danke für deine Erfahrungen, war sehr unterhaltsam zu lesen.
Geht mir genauso. Alleine traue ich mich nicht, und mein Mann hat daran keinen Spaß. Freue mich deshalb immer über solche Erlebnisberichte.
Kenn ich umgekehrt.
Na dann Ihr beiden Lieben, Cherry-Juice & Gaby, ist die Reisebegleitung doch gebongt. 👱🏽♀️👩🏻🦰🚘🇨🇭 Als Frau alleine habe ich immer die besten Erfahrungen mit privater Zimmervermietung gemacht. Ich denke, das wird in der Schweiz, egal wo, auch eine gute Alternative zu überteuerten Hotels sein. Einfach direkt, wenn der Austragungsort öffentlich sein wird, direkt bei Airbnb buchen. 👩🏻🦰👱🏽♀️🏡🇨🇭
Danke für den Tipp.🙂
Aber die Unterkunft wäre jetzt nicht mein Problem. Eher die ganze Orientierung vor Ort, die vielen Menschen, die man nicht kennt. Schreibe zwar hier wie ein Wasserfall, im „realen“ Leben bin ich aber viel schüchterner.
Das geht mir ganz genauso liebe Gaby 😅🫶.
Gaby, mir geht es genauso. Aber: Was mit dem ESC geht, geht auch mit der Reiseplanung einer Stadt 🙂 Der Verkehrsverbund jeder größeren Stadt hat meist schon die meisten Fahrpläne und Übersichten online. Tourismus Büro ebenfalls. Wenn ich irgendwo neues hinfahre: Auf Google Maps prüfe ich anhand der Anzeige von Bahnhöfen, wo strategisch Hotels mit guten Verbindungen liegen. Das dann abgleichen mit Orten/Hallen, wo man hin will. Et voila und happy planning! 😀
Ein toller Beitrag voller Enthusiasmus und mit all den Emotionen, die ich auch an diesen Abenden gespürt habe.
Bitte bleib uns mit deinen Beschreibungen erhalten. Danke dafür.
Woow… Wer hätte das gedacht, dass ich heute nochmal weinen muss…
Auch ich habe gerade den ersten Live-ESC hinter mir, und das mit 60 Jahren.
Lange Jahre hatte ich mir schon vorgenommen, mir selbst ein besonderes Geschenk zum 60. Geburtstag zu machen. Es ist nicht der langjährige Favorit eines Massagesessels geworden. Obwohl ich gerade jetzt – nach 3 Liveshows im Stehen, unzähligen Warteschlangen und kuscheligen Zugfahrten ohne Sitzplatz einen solchen sehr genießen würde, war mein Geschenk, der ESC in Malmö, die tausendmal bessere Wahl. Man stelle sich vor: Als ich meinen ersten Grand Prix mit 11 Jahren im Fernsehen verfolgte, gewann eine schrill-bunte Truppe namens ABBA mit Waterloo den Wettbewerb, und nun höre ich nach FÜNFZIG Jahren die Eurovisions-Hymne live in der Halle!!!!! Auch ich habe in diesem Moment mit den Tränen gekämpft und tue es auch jetzt wieder, wenn ich daran denke. Aus Dankbarkeit, dass ich das erleben durfte.
Und ja, es lag ein Schatten über dem Ganzen, durch die spürbare Spaltung, die in Form von Buhrufen in meiner unmittelbaren Umgebung deutlich wurde. Sie machten mich traurig und wütend. Man kann zur Israel-Frage wie auch zur Disqualifikation von Joost stehen, wie man will. Unterschiedliche Meinungen zu respektieren gehört dazu, wenn es um Werte wie Toleranz und Diversität geht. Diese Unterschiede dürfen den ESC, eine großartige „Bewegung“ seit NEUNZEHNHUNDERTSECHSUNDFÜNFZIG nicht in Gefahr bringen. Fanatismus und gegenseitiges Ausbuhen haben darin nichts zu suchen!!! Angenommen, es wäre entschieden worden, Russland weiter teilnehmen zu lassen, wäre ich niemals auf die Idee gekommen, die russischen Interpreten dafür auszubuhen. Solche Respektlosigkeit hat beim ESC nichts zu suchen. Ich respektiere eure andere Meinung, aber niemals euer Buhen!!!!!
Uff, das musste jetzt raus. Gut, dass Israel früh dran war und ich danach Zeit hatte, meine Gefühle wieder zu sortieren, um mir das Finale nicht zu vermiesen. Zum Glück gelang mir das nach 4-5 Songs wieder, ein echter Willensakt. Spätestens bei Angelina Mango war ich dann einfach nur noch selig, das live hören und sehen zu können. Bei Jako habe ich sowas von ausgelassen mitgetanzt und geklatscht, dass ich mich selbst nicht wiedererkannte. Und dann kam der Song meines Herzens, der mir schon in den letzten Wochen regelmäßig Gänsehaut erzeugte. Nur diesmal nicht beim Autofahren, sondern nur wenige Meter vor mir live auf der Bühne. Was für ein Auftritt von Nemo!!!!! Und neben mir zwei Schweizer, mit denen ich meine Begeisterung teilen konnte. Die bei der ersten Jurywertung noch größer wurde. Ungläubiges Staunen über jede Höchstwertung, trotzdem keine Langeweile, weil immer klar war, dass es am Ende trotzdem knapp werden kann. Baby Lasagna hat die Halle dermaßen zum Kochen gebracht, ein super Stimmungskracher, der genauso den Sieg verdient hätte. Dass es am Ende trotzdem für Nemo gereicht hat, war gefühlt ein Geschenk ganz persönlich für mich. Die Krönung einer tollen Woche. Liebe Kroatien-Fans, ich hoffe, ihr gönnt mir das und seid nicht allzu enttäuscht.
Lieber Johannes, diese Gedanken und Gefühle hat dein Artikel mir nochmal zurückgeholt und lebendig gemacht. Vielen Dank für deinen tollen Artikel. Es war nicht geplant, dass ich so ausführlich schreibe, sorry dass es so lang geworden ist. Aber das floss alles von selber raus. Amen. 😅
Toll, dass Du so viel geschrieben hast. 🙂 Hat Freude gemacht.
Und so ein tolles Geburtstagsgeschenk – großartig.
Massagesessel für alle, das wäre in Malmö definitiv eine sinnvolle Maßnahme seitens der EBU gewesen. Sollten sie für 2025 schon mal präventiv deeskalierend vormerken – und Dir dann auch gleich einen stiften …
Hehe, super Idee!!! Dann hätten wir noch etwas, wofür wir Schlange stehen müssten und neue Leute kennenlernen könnten…
Vielen herzlichen Dank an Johannes für den tollen Beitrag. Schon einige Male war ich beim Mello-Finale in der Friends Arena (2019, 2020, seit 2022), aber auch für mich war es der erste ESC vor Ort. Da auch Sightseeing in Dänemark und in Skåne auf dem Programm stand, hab ich nicht alle Aktivitäten rund um den ESC mitnehmen können. Dem Introvertiert-Gen und der angekündigten Großdemo „sei dank“, habe ich es leider nicht zum ESC kompakt-Treffen nach Malmö geschafft. Auch so leider eher weniger neue Bekannte. Dafür hatte ich aber das Glück bei allen drei Liveshows mittendrin zu sein und alles aufsaugen zu können, was die Bubble und natürlich die Shows an sich hergaben. Beim Lesen habe ich teils Gänsehaut bekommen, teils Freudentränen in den Augen gehabt, weil ich mich da oft irgendwie wiedergefunden habe.
Auf, dass die Zeit bis zur nächsten ESC-Saison so kurz wie möglich ist. Habt alle einen entspannten Abend. 🙂
Ach ja, die rührende Begeisterungsfähigkeit der Jugend – ich mußte beim Lesen die ganze Zeit an verspielte junge Hunde denken. Jedenfalls prima, wenn der Mut, sich in ein Abenteuer zu wagen, dann auch belohnt wird (incl. einiger lehrreicher Erkenntnisse) …
Bin übrigens immer wieder angetan von der ESC-Verbundenheit, die Lord of the Lost an den Tag legen! Gute Gelegenheit für einen Überblick meiner persönlichen ESC-Sieger aus den 20ern:
Corona 2020 – Polen
Rotterdam 2021 – Frankreich
Turin 2022 – San Marino
Liverpool 2023 – Deutschland
Malmö 2024 – Israel
Da sind wir ganz anders:
2020 – Armenia
2021 – Italien
2022 – Ukraine
2023 – Frankreich
2024 – die sympathische Bambie – ne, natürlich Frankreich
Nicht ganz und gar – da San Marino 2022 im Semi hängengeblieben ist, hab‘ ich im Grand Final für die Ukraine und für Polen (mit Ochman 💙) gevotet …
Für Frankreich geht’s bei Dir dann ja 2025 um ein Triple – dreimal dasselbe Land in Folge gab’s bei mir noch nie …
Wäre fast so gewesen, dann haben sie aber 2022 das live verhunzt.
„Fulenn“ – klasse! Fand beide französischen Vorentscheide von 2021 und 2022 insgesamt stark und so abwechslungsreich, wie ich mir das in Deutschland wünschen würde. Spontan fallen mir von 2021 noch der korsische Beitrag ein und von 2022 „Seule“ und „Nuit Pauline“ …
Habe mir kürzlich auf YouTube mehrere alte französische Vorentscheidungen aus den 70ern und 80ern reingezogen, die ich alle noch nie zuvor gesehen hatte – da waren auch ein paar echte Perlen dabei, wenn man generell eine gewisse Schwäche für Frankreich hat …
Bei uns gabs früher auch gute VEs. Man kann ja zu Cordalis, Brink, Paola, etc. stehen wie man will, aber das waren Stars mit Bühnenerfahrung und Ausstrahlung.
Stimmt, das deutsche Vorentscheidungskonzept der Jahre 1979 bis 1988 unter Federführung des BR hatte fast so etwas wie internationale Top-5-Garantie, denn ausnahmslos alle Beiträge haben das entweder tatsächlich erreicht (79, 80, 81, 82, 83, 85, 87) oder waren zumindest im Vorfeld entsprechend hoch gewettet (84, 86, 88) – nicht zu vergessen, daß kein anderes Land in den 80ern mehr Punkte geholt hat als Deutschland. Goldene Jahre, besonders die geniale Serie von 1977 bis 1982: 8 – 6 – 4 – 2 – 2 – 1. Das hat richtig Spaß gemacht, und man konnte sich damals auch einfach im Vorfeld schon sicher sein, daß Deutschland einen konkurrenzfähigen Beitrag stellen wird, weil das eben dem nationalen Vorentscheidungsniveau entsprach …
Bei mir ist die 2 das Maß aller Dinge: Das haben Zypern 1994 + 1995 und die Niederlande 2013 + 2014 geschafft … manchmal auch Serbien 2007 + 2008, aber dann gibt es auch Tage, an denen ich Deutschland 2007 auf dem ersten Platz habe.
Alle drei Doubles kann ich durchaus nachvollziehen, besonders Zypern ’94 / ’95: Evridiki in Dublin meine Nummer 2 (hinter Russland, vor Rumänien) und ohnehin eine fantastische Künstlerin, plus „Sti fotia“ klar in meinen Top Ten, noch dazu in meinem absoluten Lieblingsjahrgang. Songs, Bühne, deutscher Kommentar, Interval Act, Siegertitel, 1995 alles nahezu perfekt für mich (nur u.a. der deutsche Beitrag nicht).
Bei mir ebenfalls die 2 als Maßstab:
– Jugoslawien 1965 und 1966
(führe ich heute allerdings unter Bosnien-Herzegowina und Slowenien)
– Frankreich 1967 und 1968
– Italien 1974 und 1975
sowie
– Österreich 1986 und 1987
(viel weiter entfernt von der Realität geht es wohl kaum).
Außerdem ein irgendwie cooler bzw. zumindest auffälliger Dreijahresrhythmus bei Bosnien-Herzegowina 1993, 1996 und 1999 – ich konnte noch niemanden finden, der das auch so sieht …
Die YUG, FRA und ITA-Doppel kann ich nachvollziehen, und zu AUT 1987 sage ich nur: *hüstel* 1967 und 1968 habe ich andere Sieger als Du, weil Vse rože sveta und Quand tu reviendras bis heute zu meinen absoluten Lieblingstiteln gehören. Eine Erwähnung verdienen mMn auch die französischen Beiträge von 1990 bis 1992. (1993 bis 1995 waren auch noch klasse, aber mMn nicht mehr ganz auf dem selben Niveau.)
Ich würde sagen, diese Erwähnung verdienen nicht nur die Beiträge selbst, sondern vor allem auch Marie-France Brière, die für ihre Entsendung verantwortlich zeichnete. Im Prinzip bin ich kein Freund interner Selektionen, aber das war zugegebenermaßen über mehrere Jahre hinweg und vor allem in der Zusammenschau ganz großes Kino aus Frankreich: Amina Annabi 1991 meine Nummer 1 (vor Dulce Pontes auf nahezu gleichwertigem Niveau), und Patrick Fiori ist noch heute mein männlicher Lieblingssänger (weiblicher Gegenpart: Alice aus Italien), obwohl „Mama Corsica“ bei mir nicht ganz an der Spitze lag. Da hatte wirklich mal jemand eine klare Vision davon, die breitgefächerte musikalische Vielfalt des eigenen Landes auf die internationale Eurovisionsbühne zu bringen …
(„Vse rože sveta“ aus Jugoslawien bzw. Slowenien übrigens immerhin in meinen Top Three von 1967, nach Frankreich und Finnland.)
Bei mir:
2020 – Malta
2021 – Malta
2022 – Frankreich
2023 – Österreich
2024 – Griechenland
Darauf, daß Destiny Maltas erste Eurovisionssiegerin wird, würde ich sogar den einen oder anderen Euro verwetten …
Frankreich und Österreich kann ich ebenfalls nachvollziehen, zumal ich Edgar Allan Poe’s „Tales of mystery and imagination“ liebe (incl. des Albums vom Alan Parsons Project).
Bei Griechenland war ich mir hingegen hundertprozentig sicher, daß dieser vertonte Sekundenschlaf-Verkehrsunfall in Malmö mein letzter Platz wird – bis ich dann das Staging des Vereinigten Königreichs sah! Saved by the bell …
Danke für den schönen Bericht. Hat echt Spaß gemacht zu lesen.🙂
Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht, Johannes. Die Begeisterung für und Liebe zum ESC tropft quasi aus jeder Zeile. Und ja, beim ESC geht es um Respekt und Vielfalt. Ich kann sogar Zuneigung zu Menschen empfinden, die Estland 2024 lieben. 😉🥳😎
Das liest so enthusiastisch und sympathisch (alle anderen lesen sich deswegen nicht unsympathisch!) Ich freue mich richtig mit Dir!
Toller Livebericht, danke Johannes!
Und viel Spaß auf dem Puuluup Konzert in Würzburg, da wäre ich auch gerne dabei.
Was für ein toller Artikel! Der bestärkt umso mehr die Sehnsucht selbst einmal dabei zu sein. Vielleicht klappt es in der Schweiz 2025…
Träne verdrückt. Herz auf, Johannes rein.
Danke für diesen humorvollen Rückblick voller Emotionen und wahren Worten. 🤗
Nach diesem Bericht, war ich emotional, live und in Farbe dabei. Toll geschrieben. Vielen Dank für’s mitnehmen inkl. Gänsehaut und Tränen. ☺️
Ein wunderbarer Erlebnisbericht. Absolut Balsam für die ESC-Seele !!!
Was für ein toller Bericht, lieber Namensvetter! Ich freue mich, dass du eine tolle Zeit bei deinem ersten Eurovision hattest. Habe mich sehr auf deinen Beitrag gefreut, und empfand ihn super toll zu lesen und ich gönn dir die tolle Zeit so sehr. Wenn es sich ergibt, freue ich mich über weitere Geschichten von dir hier im Blog! Ich hoffe nach den Tagen in Copenhagen und Malmö schmerzt dir die Brieftasche nicht all zu sehr… zumal ich wusste dass du vorerst „nur“ Karten fürs Finale besorgt hattest.
Erstmal Danke an Johannes für den Erfahrungsbericht!
Nur eine Kleinigkeit: Das mit den „Nebengeräuschen“ beim diesjährigen ESC liest sich jetzt aber so, wahrscheinlich aber nicht von Johannes beabsichtigt, wie wenn diese Sachen hauptsächlich in den sozialen Medien stattgefunden haben. Zitat: Zu viel auf sozialen Netzwerken in Echokammern herumhängen, die sich in ihrer Negativität und Toxizität gegenseitig überbieten, kann einem den Spaß im Leben ordentlich verhageln.
Dem widersprechen allerdings die Buh-Rufe, welche man z.B. bei der Verkündigung der hohen Televoting-Punkte für Israel auch am TV sehr deutlich gehört hat.
Das Lesen dieses Beitrags hat wirklich großen Spaß gemacht! Man merkt die Positivität und den wahren Spirit des ESC! Danke fürs Teilen!
Toller Bericht! Danke dafür!
Danke für den tollen Bericht! Hat mich sehr an meine Erfahrungen erinnert, die ich in Malmö machen durfte. War schon etwas besonderes, die Shows vor Ort in der Halle miterleben zu dürfen, wenn auch nie beim Finale am Abend. Das ist auch der Grund, wieso ich leider nicht zum ESC-Kompakt-Treffen im Eurovillage kommen konnte. Vielleicht ergibt es sich ja nächstes Jahr.
Noch ein weiterer Grund dafür, bald endlich mal den ersten Live-ESC erleben zu können. Nur leider ist das total unrealistisch für mich, da ich beruflich im Mai immer voll eingespannt bin und nicht einfach so in der ESC-Woche frei nehmen kann. Ich würde so gerne mal den Spirit erleben und manche von ESC kompakt „im echten Leben „(und nicht nur virtuell) treffen. Naja, vielleicht schaffe ich es ja irgendwann mal als Künstler zum ESC: Dafür müsste ich zwar noch singen lernen, aber eine handvoll Songs liegen bereits in der Schublade. Möglicherweise bewerbe ich mich dieses mal für 2025, auch wenn die Bewerbung aussichtslos ist.
Nächster Jahr findet der ESC zwar in unserem Nachbarland Schweiz statt, aber dort werde ich es auch nicht hin schaffen. Weil insbesondere nächstes Jahr mein April und Mai schon jetzt voll mit beruflichen Terminen und Prüfungen ist, werde ich die ESC-Saison 2025 leider nicht so intensiv wie in diesem Jahr verfolgen können. Deshalb habe ich mir überlegt, in der Saison 2025 zum ersten Mal die VEs live zu gucken und hier mit zu kommentieren. Bisher hatte ich mir selbst immer ein striktes Hörverbot der ESC-Song erteilt, bis alle Songs veröffentlicht werden, das werde ich in diesem Jahr aber deshalb bewusst aussetzen. Ich freue mich schon auf meine erste aktive VE-Saison mit euch.
Bis dahin genießen wir aber erstmal unsere Off-Season und leiden hoffentlich nicht so schwer unter der PED. 😉 Bald beginnen ja auch die wöchentlichen ESC Family-Neuheiten wieder sowie der Second Chance Contest.
Sehr schön geschrieben, Johannes!
All das erinnert mich an meine Emotionen, als ich im Jahr 2008 selbst zum ersten Mal dabei war, nachdem ich den ESC seit 1989 verfolgt hatte. In Belgrad ging es mir genauso, ich hätte die ganze Zeit heulen können vor Freude. Ganz besonders, als die Fanfaren zum Finale erklangen und ich dieses von der 4. Reihe aus verfolgen konnte.
Es ist halt schade, dass dieser Jahrgang einen schalen Beigeschmack hatte. Einige Fans, Delegationen und sogar Sänger haben den Grundgedanken dieser Veranstaltung nicht verstanden. Das stimmt traurig, wäre aber in früheren Jahrgängen undenkbar gewesen. Da gab es immer ein riesiges Zusammengehörigkeitsgefühl.