
„Bangaranga“ bei den Reichweitenzahlen des zweiten Halbfinales des Eurovision Song Contest 2026. Oder zumindest gab es ein paar unerwartete Entwicklungen. Denn während im Gesamtpublikum mit 880.000 Zuschauerinnen und Zuschauern die höchste Reichweite für ein Halbfinale ohne einen deutschen Act seit mindestens 2019 gemessen wurde, ging die Anzahl der Jungen zwischen 14 und 49 Jahren im Vergleich zum ersten Halbfinale am Dienstag deutlich zurück. Dennoch musste sich die Show aus Wien in diesem Publikumssegment nur Germany’s Next Topmodel geschlagen geben.
Der Eurovision Song Contest bescherte dem Sender ONE am Donnerstagabend wieder einen großartigen Reichweitenerfolg – und das einmal mehr von 20:15 Uhr bis Mitternacht. Im Kern stand dabei natürlich das zweite ESC-Halbfinale aus der Wiener Stadthalle. Insgesamt schalteten sich 880.000 Personen ein – und das auch ohne den Auftritt eines deutschen Künstlers wie am Dienstag im ersten Semi. Tatsächlich waren auch ohne Sarah Engels sogar nur 40.000 Personen weniger dabei. Das sind 22% mehr als beim bisherigen Vergleichswert, dem zweiten ESC-Halbfinale 2021, als 720.000 Menschen dabei waren.
Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 4,7%. Am Dienstag hatte dieser Wert mit 920.000 Zusehenden noch bei 5,2% gelegen. Das zeigt also, dass insgesamt etwas weniger Deutsche gestern Abend das lineare Fernsehen genutzt haben als noch am Dienstag.
Bei den jüngeren Zuschauer*innen, also den 14- bis 49-Jährigen, fiel ohne den Auftritt von Sarah Engels die Reichweite mit 350.000 Zuschauer*innen auf eine Art Normalniveau zurück – wobei das immer noch der beste Wert im Vergleich zu früheren Jahren ist (zumindest soweit sie ESC kompakt vorliegen – siehe unten). Konkreter Vergleichswert: Im Halbfinale ohne deutschen Act waren letztes Jahr 320.000 Personen dabei, im Jahr 2024 waren es 330.000. Damit verpasste das Halbfinale gestern auch den Primetime-Sieg, den es sich am Dienstag noch holen konnte.
Der Marktanteil lag aber auch bei den 14- bis 49-Jährigen bei sehr guten 9,8%. Im letzten Jahr betrug er nur 8,6%. Am Dienstag waren mit der Unterstützung von Sarah Engels noch 12,9% erreicht worden.

Bereits ab 20:15 Uhr hatte ONE mit der 45-minütigen Die Countdown-Show zum 2. Halbfinale mit Consi Zöller etwas niedrigere Werte erzielt als noch am Dienstag. Die Reichweite ging von 0,48 auf 0,37 Millionen Zuschauer zurück, bei den 14- bis 49-Jährigen sank der Marktanteil von 4,8 auf 3,8%. Dennoch verlief der ESC-Abend für ONE erneut äußerst erfolgreich – auch weil ESC – schön schräg! im Anschluss an das Halbfinale weiterhin starke 5,7% Marktanteil in der jüngeren Zielgruppe erreichte.
Wie erklärst Du Dir die stabilen Reichweiten des zweiten Halbfinales in der Gesamtzielgruppe, während es bei den jüngeren Zuschauer*innen leicht bergab ging? War das neben dem Deutschland- auch ein Sarah-Engels-Effekt? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
Diese Einschaltquoten erreichten die ESC-Halbfinale in den vergangenen Jahren (in Klammern der Marktanteil der Sendung in der jeweiligen Zielgruppe; mit DE = Deutschland war in dem Halbfinale stimmberechtigt):
Zweites Halbfinale 2026: 880.000 gesamt (4,7%), 350.000 (9,8%)
Erstes Halbfinale 2026 (mit DE): 920.000 gesamt (5,2%), 427.000 14-49 Jahre (12,9%)
Erstes Halbfinale 2025: 670.000 gesamt (3,9%), 320.000 14-49 Jahre (8,6%)
Zweites Halbfinale 2025 (mit DE): 860.000 (4,7%), 450.000 14-49 Jahre (10,8%)
Erstes Halbfinale 2024 (mit DE): 680.000 gesamt (3,6%), 290.000 14-49 Jahre (7,7%)
Zweites Halbfinale 2024: 660.000 gesamt (3,0%), 330.000 14-49 Jahre (6,3%)
Erstes Halbfinale 2023: (mit DE): 590.000 gesamt (2,8%), —.— 14-49 Jahre (6,3%)
Zweites Halbfinale 2023: 620.000 gesamt (2,8%), 300.000 14-49 Jahre (5,6%)
Erstes Halbfinale 2022: 500.000 gesamt (2,2%), 200.000 14-49 Jahre (3,4%)
Zweites Halbfinale 2022 (mit DE): 670.000 gesamt (xx%), —.— 14-49 Jahre (4,8%)
Erstes Halbfinale 2021: (mit DE): 700.000 gesamt (2,7%), 400.000 14-49 Jahre (4,1%)
Zweites Halbfinale 2021: 720.000 gesamt (2,8%), —.— 14-49 Jahre (4,9%)
Erstes Halbfinale 2019: 400.000 gesamt (1,6%), —.— 14-49 Jahre (2,0%)
Zweites Halbfinale 2019: (mit DE): —.— gesamt (xx%), —.— 14-49 Jahre (x,x%)
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Gute Einschaltquoten. Da sollte sich die ARD Gedanken machen, die Semis (oder zumindest mit deutscher Beteiligung) auch bei einem größeren Sender auszustrahlen als One bzw. kommendes Jahr vermutlich NEO.
One wird doch sowieso eingestellt ..
Zum Glück läuft der NEO-Quotenrenner Barnaby montags .. 😀
Eben und wird ja durch Neo „ersetzt“. Dann würde das Semi aber erneut nur auf einem kleinen Spartensender ausgestrahlt werden.
Hatte zu spät gerafft, dass du das impliziert hattest.
Ich würde NEO aber schon höher als ONE einstufen ..
Neo ist doch ZDF?
Noch! 2027 aber mit ARD zusammen. Sparpaket ging vor Wochen durch die Medien.
Dabei ist ONE so viel besser: ESC, Eiskunstlauf und bei internationalen Filmen und Serien die Möglichkeit, die Originalfassung zu hören. Hoffentlich übernimmt ZDF Neo ab 2027 Letzteres (momentan ist da fast immer nur die deutsche Synchronversion zu sehen).
🥰🤞Es geht nichts über einen entschleunigten Montagabend mit Restefresschen vom Wochenende.
Im Winter noch ein Puzzle dazu.. hach.
Ist ja wie der Tatort sakrosankt .. würden die den verlegen, hagelt es sicher Programmbeschwerden. Irre, wieviel Publikum der zieht. Meine Mom ist Fan davon.
So darfs gerne weitergehen in Zukunft.
Die Show gestern war auch deutlich unterhaltsamer als das Semi 1.
Gab in diesem Jahr erstaunlich viele Berichte zum ESC, auch auf privaten Sendern.
Bestimmt wegen der 70 Jahre. An der Übernahme durch den SWR wird es jedenfalls nicht liegen.
Ein weiteres Argument die Halbfinals im kommenden Jahr im Hauptprogramm zu zeigen.
Wenn man die heiligen Krimis und „In aller Freundschaft“ nicht antasten möchte, wäre ein guter Kompromiss die Halbfinals in allen dritten Programmen auszustrahlen.
Da finde ich es aber auf One oder Neo deutlich besser platziert. Ist zwar Sparte aber „moderner“ als die Dritten mit ihrer regionalen Ausrichtung.