Eros Atomus veröffentlicht seinen „Germany 12 Points“-Bewerbungssong „love is all around“

Bild: Franz Schepers

Eros Atomus ist Anfang März mit seinem Lied „alive“ bei der deutschen ESC-Vorentscheidung „Germany 12 Points“ auf dem 5. Platz gelandet; die Televoter*innen sahen den Sänger während der Liveshow sogar auf dem 4. Rang. Ursprünglich hatte sich Eros, der von der Produktionsfirma Bildergarten aktiv zur ESC-Bewerbung ermutigt wurde, aber mit einem anderen Song für die Vorentscheidung beworben. Das hat der ehemalige „The Voice of Germany“-Teilnehmer jetzt in einer Instagram-Story verraten.

„love is all around“ heißt der Titel, mit dem Eros sich eigentlich beworben und den er vergangene Woche auch als neue Single veröffentlicht hat. Das Lied ist dabei deutlich zurückgenommener als sein Vorentscheidungsbeitrag „alive“ und Eros selbst schreibt, er sei für die deutsche Vorentscheidung „nicht radiotauglich“ genug gewesen. Das liegt wohl nicht zuletzt auch an der sehr ruhigen ersten Strophe und dem ersten Refrain, in denen der Fokus voll uns ganz auf Eros‘ Gesang liegt. Im ESC-Jahrgang 2022 wäre er damit ja durchaus im Trend gewesen – übrigens ebenso wie mit dem mehrstimmigen A-Cappella-Chorgesang am Ende des Songs; Portugal lässt grüßen.

Während es zu „love is all around“ bislang noch kein offizielles Musikvideo gibt, hat Eros den Song mittlerweile aber schon in einer zweiten Version veröffentlicht – zumindest auf YouTube. Laut einem Instagram-Post wurde das Video in nur wenigen Takes aufgenommen. Besonders der A-Cappella-Gesang am Ende des Liedes wirkt in dieser „live acoustic“-Version noch besser und intensiver als in der Studioversion.

Fun Fact am Rande: Auch wenn Eros Atomus nicht zum deutschen Vertreter für den Eurovision Song Contest 2022 gewählt wurde, hat er kürzlich das ESC-Gastgeberland Italien besucht – und zwar nicht irgendeine Stadt, sondern das schon prominent beim ESC besungene Verona. Ob Eros auch „Lost in Verona“ war, ist durch die Instagram-Posts allerdings nicht übermittelt.

Wie gefällt Euch Eros‘ neue Single „love is all around“? Und was glaubt Ihr, war „alive“ die bessere Wahl für „Germany 12 Points“? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.


33 Kommentare

  1. Da merkt man, dass doch auch selbst bei Eros Frust zu erkennen ist. Und das scheint mir sehr berechtigt. Schade, dass Eros nicht mit diesem Song aufgetreten ist, denn er wäre zumindest für der mich der mit Abstand beste der Auswahl gewesen. Was für eine erbärmliche Shitshow des NDR!

  2. Der Schluss gefällt mir sehr gut, der Anfang ist schon etwas schwerfällig und hätte kaum Chancen bein ARD-Publikum gehabt.Es wär wirklich zu wünschen, wenn die Teilnehmer den Vorentscheid als Bereicherung sehe würden und sich wieder bewerben, wenn sie ein Lied haben, dass besser zum ESC passt, oder besser gesagt., das auch Chancen hat die Hürde Vorentscheid zu überwinden.

  3. Bis auf diese Klavierachtel ist das eine hübsche Nichtigkeit. Ich hab eigentlich auch auf kaum was Anderes geachtet. Für die Eurovision komplett ungeeignet und auch ansonsten ist da noch viel Luft nach oben. Sorry, Eros.

    Im übrigen gibt es nur EIN „Love Is All Around“.
    https://www.youtube.com/watch?v=h3gEkwhdXUE

    (und bevor die Besserwisser wieder angeschlappt kommen: Ja, ich weiß, dass das ne Coverversion ist und es so gesehen mindestens zwei gibt. Trotzdem gibts nur EINS.)

    • Sehe ich auch so und der Song stammt aus dem Spielfilm „Four Weddings and a Funeral“ (Vier Hochzeiten und ein Todesfall).

      • Nänänänänä, Team 4 Hochzeiten. Außerdem habe ich zu diesem „Love is all around“ eine besondere Beziehung (ist mein das-sing-ich-jedes-Mal-wenn-ich-Karaoke-singen-muss-Song), und außerdem hab ich mich nach dem Film unsterblich in Hugh Grant verknallt. Und komm mir bloß nicht damit, dass der bei „Love Actually“ auch mitgespielt hat!

    • Und trotzdem ist das Original einfach viel besser, weil’s einfach darum geht, dass Reg Presley zuhaus bei Frau und Kind und dem Duft von sonntäglichem Mittagsessen einen dieser perfekten Komplett-Momente des Lebens hat und im TV die Heilsarmee von allgegenwärtiger Liebe trällerte.
      Das bringt die Troggs-Version wunderbar auf den Punkt, ohne dick aufzutragen – woran Wet Wet Wet grandios scheitern (aber immerhin grandios;).

      Müßig zu erwähnen, dass mir Richard Curtis‘ Wohlfühl-Filme trotz brauchbarer Elemente und Situationskomik in Summe noch mehr auf die Nerven fallen als Wet Wet Wet – natürlich ganz besonders jener, der gottverdammtnochmal jedes Jahr zur gleichen Zeit vom Rest der Familie andächtig-besinnlich durchgezogen werden muss während ich mich stets fühle wie Alan Rickman beim Kauf dieser vermaledeiten Halskette!

  4. Hm… Ziemlich behäbig. Eros Stimme ist schon toll, läßt sich was draus machen. Allerdings kommt der Song so gar nicht aus dem Quark. Da gefällt mir „Alive“ aber viel besser.

  5. Ach ja, das böse ARD-Publikum. Die sind natürlich engstirnig, konservativ und wollen auf jeden Fall was zum schunkeln haben – möglichst altbacken. Kann nicht jemand diese Klischees endlich auf dem Müll entsorgen.
    Peinlich damit ständig um die Ecke zu kommen.

    Ich finde den Song sehr schön – schade das das nicht unser diesjähriger Beitrag ist.

  6. Wie schön das es immer Leute gibt die hundertprozentig wissen was ESC-tauglich ist. Habe derartige Kommentare übrigens im Vorfeld auch über „Calm after the storm“ gelesen.

    • Das ist doch wirklich erwartbar, dass Leute in einem ESC-Blog diskutieren, was esc-tauglich ist. Das kann man aushalten meiner Meinung nach.

  7. „… aber war nicht radiotauglich genug“ … da ist wohl jemand noch etwas angefressen.

    Ich möchte es jetzt nicht mit Radiotauglichkeit begründen, aber ‚Alive‘ war meiner Meinung nach schon die bessere Wahl für den ESC.

  8. Ich wünsche Eros alles Gute für seinen Weg. Seine Songs bisher sind mir persönlich zu harmlos , die Texte zu flach, alles so gefällig und oberflächlich. Das scheint mir alles im großen Musikteich unterzugehen.

  9. Ich finde „Alive“ auch für deutlich geeigneter. Und wenn man ein Konzept erarbeitet, bei dem die Radiostationen eine wesentliche Rolle spielen, dann ist doch logisch, dass man nach Beiträgen sucht, die radiotauglich sind. Das war doch vorhersehbar. Das das Konzept von vornherein seine Schwächen hatte, war vielen schon zu Beginn klar.

  10. Sagt mir deutlich mehr zu als „Alive“. Für den ESC wär’s vermutlich auch eher nix gewesen, aber das hier klingt schon gleich sehr viel persönlicher, echter und frischer.

  11. Der Schluss ist ganz gut, der Rest – na ja. „Alive“ dagegen war der beste Song der VE! Da manche jetzt sicher denken: „Das heißt ja überhaupt nichts“, sei hinzugefügt: „Alive“ ist toll 🙂

  12. Die letzte VE war nun wirklich die „schlimmste“ VE seit eigentlich Menschengedenken. Radiotauglich muss nicht zwingend schlecht sein. Es werden auch gute Lieder im Radio gespielt. Ich hoffe man lernt aus den Fehlern und macht es 2023 100 % besser.

    • Sehe ich anders. Er hat ihn gefunden. Sein Stil ist die Musik die ich mir bei einer Hippie Kommune vorstelle die in der Runde sitzt und zusammen singt. Vllt dabei ne Tüte raucht. 😉
      Das ist aber nicht meine Musik. Das Lied zieht sich wie Kaugummi bevor es etwas in Fahrt kommt. Und dann bekommt es auch etwas Ohrwurmfeeling

  13. Fängt ganz nett an, aber plätschert dann arg unauffällig dahin. „Alive“ war da schon die bessere Wahl, aber für den ESC natürlich auch nichts. Ich finde den Song übrigens sehr radiotauglich; perfekt zum Nebenbeihören. Aber gut, das offenbar wesentlich radiotauglichere „Alive“ wird ja auch nicht mehr gespielt..

  14. Ich mag das Lied, bloss……
    ….warum auf Englisch?
    So verliert es sich mitten im Getuemmel von Milliarden aehnlich klingenden Indie-Folk-Songs.

    Auf Deusch waere das schon was anderes….

  15. OFF TOPIC

    Seit heute steht fest, daß auch in diesem Jahr die ESC-Shows von Peter Urban kommentiert wird, was mit Sicherheit nicht jedem gefallen wird:

    https://eurovoix.com/2022/04/18/peter-urban-eurovision-2022/

    Erstmals hatte Urban 1997 den ESC kommentiert und mußte 2009 aus gesundheitlichen Gründen leider aussetzen. Sollte er nächstes Jahr auch wieder ausgewählt werden, wäre es das 25. Mal und damit das silberne Kommentatorenjubiläum vollendet.

  16. Also mit dieser absoluten Schnarchnummer hat der sich beworben und ist damit bis in die Vorschlussrunde gekommen? Für mich unerklärlich. Dann wurde er gezwungen diesen von ihm präferierten Song abzuschiessen und stattdessen mal eben schnell nen anderen Song herauszukramen.

  17. Bei diesem Song wird das zum Zentrum, was seine Stärke ist, seine außergewöhnliche Stimme. Deshalb finde ich den Song besser für ihn.

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