ESC-Songcheck kompakt 2022 (31) – Polen: „River“ von Ochman

Ochman – Foto: SLAWOMIR KUCHANSKI

Die Auswahl des polnischen Beitrags hat in diesem Jahr eine sehr unerwartete Wendung genommen, nur Moldaus plötzlich umgekrempelter Auswahlprozess schlägt die polnische 180-Grad-Drehung noch. Am Ende stand aber fest: Ochman wird unser östliches Nachbarland mit dem Beitrag „River“ in Turin vertreten.

Zu Anfang wollte der verantwortliche polnische Fernsehsender TVP hinter verschlossenen Türen über den Beitrag für Turin entscheiden und diesen am 2. Januar präsentieren. Dann wurde die Verkündung auf den 15. Januar verschoben und schließlich auf einmal die Durchführung eines öffentlichen Vorentscheids bekannt gegeben. Da sich die für die Beitragsauswahl beauftragte Jury offenbar nicht entscheiden konnte, entschloss man sich kurzerhand, doch die Zuschauer mitentscheiden zu lassen. Der Vorentscheid mit dem sperrigen Titel „Tu bije serce Europy! Wybieramy hit na Eurowizje“ fand schließlich Mitte Februar statt. Zehn Acts traten gegeneinander an und wurden von einer Jury und den Televotern bewertet. Am Ende konnte sich Ochman mit ganzen 51% der Stimmen in einem Superfinale durchsetzen, das drei Acts erreichten.

Ochman, der mit vollem Namen Krystian Ochman heißt, wurde in den USA geboren, hat allerdings polnische Wurzeln und lebt mittlerweile in Polen. Sein musikalisches Talent wurde ihm quasi mit in die Wiege gelegt: Sein Großvater ist der bekannte polnische Tenor Wiesław Ochman. Während seiner Schulzeit nahm er Gesangsunterricht und lernte Trompete und Klavier zu spielen. Nach seinem Highschool-Abschluss in den USA zog er nach Polen und studierte an der Karol Szymanowski Academy of Music in Katowice. Bekanntheit erlangte er in Polen durch seinen Sieg bei „The Voice“ 2020 im Team von keinem anderen als Michał Szpak (ESC 2016). Seine Debütsingle „Światłocienie“ konnte mehr als 300.000 Streams auf Spotify innerhalb der ersten Woche nach Veröffentlichung sammeln und erreichte Goldstatus. Im November 2021 veröffentlichte er sein erstes Album, das auf Platz 5 der polnischen Albumcharts einstieg.

Der Song

Der Text von „River“ stammt aus der Feder von Ochman selbst sowie von Ashley Hicklin. Beide zeichnen sich auch für die Musik verantwortlich, an der überdies Adam Wiśniewski und Mikołaj Trybulec mitgeschrieben haben. Ashley Hicklin hat bereits einige ESC-Erfahrung: Mit „Me and my Guitar“ von Tom Dice hatte er 2010 in Oslo großen Erfolg und erreichte als Songwriter des Songs für Belgien Platz 6. Außerdem hat er an „Mother“ (Belgien ESC 2014), „Run with the Lions“ (Litauen ESC 2019), „Universo“ (Spanien ESC 2020) und „Amen“ (Österreich ESC 2021) mitgewirkt. Aber auch international hat er schon mit Stars wie Tiësto, Amy Winehouse und den ESC-2019-Sieger Duncan Laurence gearbeitet

„River“ kommt etwas düster daher, wirkt aber durch viele Pop-Einflüsse und die zeitgemäße internationale Produktion dennoch sehr zugänglich. Der Song beginnt mit einem fließenden Klavierintro, das den besungenen Fluss sehr schön musikalisch umsetzt. Im ersten Refrain setzt ein Drumbeat ein und Streicher kommen hinzu. Markant ist Ochmans fast schon opernartiger Gesang, der sich immer weiter nach oben schraubt.

Der Text von „River“ ist recht dunkel. Das lyrische Ich denkt reuevoll an Dinge, die es in der Vergangenheit getan hat, und verspürt den Drang, sich einfach nur vom Fluss davontreiben zu lassen. Es möchte entfliehen, es möchte nicht der Verantwortliche für Entscheidungen sein. Sogar gewissen suizidale Tendenzen lassen sich im Text erkennen.

Der Check

Song: 4/5 Punkten

Stimme: 4/5 Punkten

Darbietung: 2,5/5 Punkten

Instant Appeal: 3,5/5 Punkten

Benny: Ein wirklich starke Ballade. Klar, vielleicht etwas sehr nah dran an „Arcade“, aber am Ende trotzdem eigenständig genug. Wenn die Bühnenshow passt, kann Polen vorne mitspielen. 10 Punkte.

Berenike: Der polnische Beitrag wirkt qualitativ hochwertig und zeitgemäß. Trotzdem komme ich an den Song nicht ran. Was vor allem an Ochmans Stimme liegt. Diese strahlt zu viel Professionalität und zu wenig echte Gefühle aus. Ja, er trifft jeden Ton, ja, er kann seine Stimme in die Höhe schrauben, aber er transferiert für mich keine emotionale Botschaft. Weil das Klavierintro hübsch ist, gerade noch so 3 Punkte.

Douze Points: Booooooring. Aufgesetzte Stimmenakrobatik in einer zusammengeschusterten Midtempo-Nummer, die wirklich nur beim ESC so etwas wie eine Daseinsberechtigung hat. Ich fühle nichts und bin einfach froh, wenn es vorbei ist. Für Ochmans Begeisterung für den Song und sein ordentliches Erscheinungsbild gibt’s 3 Punkte.

Flo: Zugegebenermaßen brauchte ich ein wenig, ehe mich „River“ abgeholt hat. Ochman singt außergewöhnlich gut, gerade die hohen Töne klingen sehr sauber und sind zudem von der Instrumentation sehr ansprechend untermalt. Gerade verglichen mit anderen Balladen in diesem Jahr ist „River“ die wohl mit auffälligste. Wer weiß, was damit für Polen in diesem Jahr drin ist – mit diesem Beitrag ist ihnen aber schon ein respektabler Auftritt sicher. 7 Punkte.

Manu: Ich denke, wir brauchen nicht großartig darüber sprechen, ob Krystian Ochman singen kann. Das steht wohl außer Frage. „River“ beginnt mit atmosphärischem Piano, seine einsetzende Stimme lässt mich an den viel zu wenig geschätzten Andrew Hozier-Byrne aka Hozier denken und verschafft mir Gänsehaut. Es ist zwar bemerkenswert, wie der sympathische Ochman seine klassisch ausgebildete Stimme wie einen fließenden Fluss spielen lässt, doch wenn diese zu sehr in die Höhen gleitet, haut es mich aus dem atmosphärischen Lied – selbst wenn der Backgroundchor immer wieder versucht das einzufangen. So ist die Bridge zum letzten Refrain für mich dann auch eine Qual, selbst wenn ich anerkenne, wie fantastisch das gesungen ist. „River“ wird auf jeden Fall ein Highlight in Turin werden und aus musikalisch ähnlichen Beiträgen herausstechen und wird mindestens in den Top 5 wiederzufinden sein. Trotzdem kann ich aus oben genannten Gründen nur 8 Punkte vergeben.

Max: Eine starke Ballade, gesungen von einem starken Interpreten mit einer wundervollen Stimme. Polen könnte in Turin ganz vorne mitmischen, auch wenn ich den Song nicht wirklich als Sieger sehe. Zudem wird sich „River“ vielen „Arcade“ Vergleichen stellen müssen. Dennoch sehe ich es bei Jury und im Televote punkte – auch dank polnischer Diaspora. Ich war zunächst kein großer Fan vom Lied, er zündete erst nach einer Weile. Ob es vielen anderen Zuschauern auch so gehen wird? Ich sehe Polen ganz sicher im Finale und dort auch dann im oberen Viertel. 8 Punkte von mir.

Peter: Hier passen sehr viele Zutaten, die einen erfolgreichen ESC Hit ausmachen: Ein stimmlich ungewöhnlich und ungewöhnlicher starker Solist (optisch ganz vorne) singt eine perfekt produzierte Ballade, die keine Sekunde langweilig wird – dank der cleveren Tempi-Wechsel und der Istrumentierung mit Trommeln und Geigen. Die Intensität, mit der Ochman den Song speziell in den hohen Passagen zu seinem eigenen macht, macht das Package perfekt. 100% Überzeugungskraft, einer meiner Jahrgangsfavoriten. 12 Punkte

Rick: Auch wenn musikalisch keine polnischen Einflüsse hörbar sind, ist das definitiv ein sehr guter Beitrag. „River“ klingt mega international und mir gefällt, dass es keine klassische Ballade ist. Das Musikvideo spiegelt die Stimmung des Songs gut wieder und genau so etwas sehe ich auch auf der Turiner Bühne: Keine steife, austauschbare Darbietung, sondern eine coole Inszenierung mit Tänzern im Contemporary-Style. Ochmans Stimme ist zudem unglaublich stark. Ich gebe sehr gute 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 58/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „River“ auf Platz 4 von 40.

Wie schneidet der polnische Beitrag "River" von Ochmann ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat
(24) San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro
(25) Australien: „Not The Same“ von Sheldon Riley
(26) Zypern: „Ela“ von Andromache

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Irland: „That’s Rich“ von Brooke
(28) Nordmazedonien: „Circles“ von Andrea
(29) Estland: „Hope“ von Stefan
(30) Rumänien: „Llámame“ von WRS


65 Kommentare

  1. Das ist ein Qualitätsbeitrag, der meinen persönlichen Geschmack nicht ganz trifft. Viel Glück!
    Jetzt geht es auf die Zugspitze … 😎

  2. Ein starker Beitrag aus Polen! Anfangs fand ich den Refrain bisschen nervig und wenn er die ganz hohen Noten singt, holte es mich nicht ab.
    Doch mittlerweile hat sich das geändert. Polen sitzt gerade so in meiner Top 10.
    Der Song wird bei den Juries sehr weit oben landen und könnte mit der richtigen Inszenierung sogar gewinnen (bei den Juries).
    Doch ob sich dieser Song auch so beim Publikum durchsetzen kann glaube ich aktuell noch nicht, da es im Umfeld einfach andere und auch stärkere Balladen gibt.
    Deshalb wird Polen nicht gewinnen, aber trotzdem die Top 10 erreichen – selbstverständlich!

  3. Mir ist das zu sehr an Arcade angelehnt. Es nervt mich etwas. Ich bin in diesem Jahr einfach nicht in Balladenstimmung. Auf der großen Bühne kann das aber schon eindrucksvoll wirken und eine gute Platzierung bekommen. Ich denke im guten Mittelfeld, könnte es aber auch in die Top 10 schaffen.

  4. Kann die Vergleich mit Arcade nicht ganz nachvollziehen, einzig dass der Refrain sehr lautmalerisch ist, mag ähnlich sein. Durch den treibenden Beat im Refrain klingt River auch nicht wirklich nach Ballade. Aber gut, den Zuschauern wird es eh egal sein. Ich kann mir das Lied ganz weit vorne vorstellen, es kann aber auch total untergehen, wenn die Performace ähnlich kraftlos wie im Vorentscheid ist.
    Also durchaus ein spannender Titel, was ihn auf jeden Fall von so vielen anderen dieses Jahr abhebt.

  5. Ich schließe mich der Mehrheit an: Das wird für Polen ein erfreuliches Ergebnis, 6-10 ist durchaus realistisch.

    Mir persönlich ist es ein wenig zu opernhaft-dramatisch und der Gesang paßt teilweile nicht so zu dem Rhythmus, allerdings hat Herr Ochman (wohl dank seines Großvaters ?) zweifellos Talent.

    Ich werte mal mit 6,5 von 12 Punkten.

    • Ja, Wieslaw Ochman, der weltberühmte Opernsänger ist sein Großvater und ich verstehe nicht warum der Krystian hier bei der “ Songcheck“ keine 5/5 für die Stimme bekommen hat 😌

  6. Serbien 11/12
    Estland 10/12
    Finnland 8,5/12
    Zypern 8/12
    Georgien 7/12
    Polen 6,5/12
    San Marino 6/12
    Rumänien 4,5/12
    Aserbaidschan 3/12
    Nordmazedonien 2,5/12
    Australien 2,5/12
    Irland 2/12
    Israel 1,5/12
    Malta 1/12

  7. Das Finale ist sicher.
    Dort dann im besten Fall Platz 2 und im schlechtesten Fall Platz 5 !

    Mir gefällt vor allem, dass der Song ohne große Show-Einlage und Drama einfach nur gesungen wird.Das finde zumindest ich mal als erfrischend normal.

    Die Melodie finde ich gut, der Typ ist zurückhaltend und charismatisch.

    Außerdem bin ich der Überzeugung, dass das solidarische Verhalten Polens mit den Kriegsflüchtlingen (m/w/d) aus der Ukraine sich bei dem ein oder anderen politisch interessierten ESC-Fan (m/w/d) im Televoting durch überdurchschnittlich viele Telefonanrufe zeigen wird. Auch das ist ein zulässiges Anruf-Kriterium.

  8. Ich mag die etwas düstere Klangfarbe und den Aufbau des Songs. Interessant auch der an einer Stelle im Refrain recht schnell gesprochene/gesungene Teil. Ich wünsche Polen eine Top 10 Platzierung von Herzen.

    PS: Habe ich nur so ein Gefühl, dass unser lieber Douze Points mit dem Jahrgang sehr unzufrieden ist? Ich lese bei seinen Kommentaren, dass eher keine Freunde zu spüren ist und es nur sehr wenige von den 40 Titel gibt, die wirklich gefallen können. Mir geht es nicht so.

  9. Was für eine schöne Melodie! Ganz besonders die Bridge hat es mir angetan.

    Was für eine angenehme Stimme! Sogar die Kopfstimmenpassagen mag ich 🙂 Ochman zeigt zwar durchaus, dass er was kann, aber ich habe nirgends das Gefühl, dass sich die Stimme aufdringlich über die Melodie „erheben“ würde, daher empfinde ich seinen Gesang keineswegs als Vokalakrobatik.

    Und was keinesfalls vergessen werden darf:

    Was für ein toller Backgroundchor!

    • Vielleicht noch eine Anmerkung zum Live-Auftritt bei der Vorstellung des Songs, den ich mir gerade eben noch einmal angeschaut habe: Bei diesem Live-Auftritt kommt die Kopfstimme manchmal doch ein wenig „zu laut“ rüber. Vor allem hoffe ich, dass in Turin der Background-Chor auf der Bühne stehen wird und die schönen Chorpassagen deutlich hervorgehoben werden (d.h. Ochman singt da nicht mit).

      • Och je, aller guten Dinge sind drei: Ich meinte mit „Vorstellung des Songs“ natürlich die polnische Vorentscheidung. Mit der habe ich mich bisher noch kaum befasst (was sich bis zum SCC noch ändern muss) und prompt habe ich vergessen, dass es sie gab. Wie peinlich ist das denn!

  10. Mir geht es auch nicht so, gut die Hälfte der Songs finde ich zumindest halbwegs gut, einige auch exzellent.

    .Aber ich habe DP als glühenden Fan von „El Diablo“ in Erinnerung und solche Sachen sind dieses Jahr schwach vertreten und er ist vielleicht deswegen enttäuscht.

  11. Einer meiner wenigen Favoriten auf den Sieg .
    Toller Song , mega Stimme und jedesmal Gänsehaut wenn er singt .
    Denn auch noch ein symphatischer Mensch . Hoffe auf ein Platz unter den ersten 3 🙂
    Ganz viel Liebe für diesen Beitrag .

  12. Für mich ist das der beste Song dieses Jahrgangs. Da stimmt einfach alles. Stimme, Melodie, Interpret.
    Eine Platzierung in den Top 5 sollte damit so gut wie sicher sein.
    9/10

    • Und obwohl alles stimmt, gibt es 9/10 Punkten? Wenn wirklich alles stimmt, gibt es doch auch keinen Grund, auch nur einen Punkt abzuziehen…

      • 10 von 10 Punkten bekommen von mir nur absolute Ausnahmesongs. Die hat es schon seit einigen Jahren für mich nicht mehr gegeben. 9 von 10 ist für mich daher die Höchstbewertung in diesem Jahr.
        Polen ist auch das einzige Land in diesem Jahr mit einer 9er Bewertung.

      • @ Steffen:

        Nanu. Hast du den Song „brividi“ von Mahmood und Blanco etwa noch nicht gehört ? 😉

      • @ Timo1986

        „Brividi“ finde ich langweilig und in Fankreisen überbewertet. Hat von mir eine 5/10 bekommen und liegt in meinem Ranking derzeit nur auf Platz 16.

  13. Von den nicht wenigen Duncan-Laurence-Verschnitten in diesem Jahr ist das hier das Beste. Meine Nummer zwei hinter Spanien, auch wenn „River“ schon ein wenig angestaubt ist. An manchen Stellen fühle ich mich an „Gangsta’s Paradise“ erinnert.
    Aber Ochman hat schon gezeigt, zu was er live fähig sein wird, daher wäre alles andere als Top 10 im Finale ein Schock! Für den Sieg wird es vermutlich leider nicht ganz reichen, zumal das Lied nicht komplett ausgereift wirkt. In einem Interview hat Ochman zugegeben, dass „River“ in einer gewissen Torschlusspanik entstanden ist. Dafür, dass die Komposition unter Zeitdruck entstanden ist, ist dieses Lied aber so was von gelungen! Dazu erinnert er mich nebenbei bemerkt optisch auf dem einen oder anderen Foto an Leonardo Bonucci.
    Lange Rede kurzer Sinn: es wird leider nicht dazu reichen, platzierungstechnisch den Rekord Edyta Gorniaks zu übertreffen, aber die Platzierung wird definitiv einstellig sein.

  14. Irgendwie weiß ich noch nicht so recht wo ich den Song einordnen soll…
    Ich mag Ochmans Stimme, ich finde das Intro stark und mag die Strophen total gerne. Was mich rausreißt ist leider der Refrain. Irgendwie verliert dieser sich für mich vollkommen in der Belanglosigkeit, was dem übrigen tollen Lied nicht gerecht wird.

    Frohe Ostern!

  15. Das hier ist echt toll! Der Song hat was, die Stimme ist fantastisch, auch wenn es mit lyrischen Tenören in der Vergangenheit nicht immer geklappt hat. Aber im Gegensatz zu Didrik Solli-Tangen hat Ochman keinen Konkurrenzsong, der im Refrain praktisch genauso klingt wie seiner, das ist schon mal mindestens kein Nachteil. Performen kann er auch – was soll da schiefgehen? Ich denke, es wird Polens vierte Top-Ten-Platzierung werden, und das völlig zu Recht. Wie weit es dann nach oben geht, werden wir sehen.

    Von mir ebenfalls Euch allen frohe Ostern!

  16. Puh… mit dem Song werde ich irgendwie nicht warm, kann gar nicht richtig erklären, warum.

    Nichtsdestotrotz wird Polen ins Finale einziehen, weil das 2. Semi recht schwach besetzt ist und Ochman wohl auch viele Fans hat.

  17. Ich war irgendwie auf das Schlimmste gefasst, aber bin doch sehr positiv überrascht über die Kommentare der Blogger. Douze, na ja, reden wir nicht drüber, musikalisch finden wir wohl nie zueinander.

    Wie auch immer, jedenfalls ist das einer meiner absoluten Favoriten dieses Jahr. Die ganze Melodie entführt mich wirklich in eine andere Welt, dazu die tolle Stimme von Krystian und ich bin wirklich schockverliebt.

    Wird auf jeden Fall eines der besten Ergebnisse für Polen werden, Top 10 ist fine ich gebongt, auch Top 5 ist sehr machbar/wahrscheinlich und würde es ihn auch gönnen, auch damit Douze sich ärgern kann. 😉

    Finde Krystian aber auf Polnisch noch besser, hier Beispiele dir mir alle sehr gut gefallen:

    https://www.youtube.com/watch?v=9B_Vi7oulnE

    https://www.youtube.com/watch?v=NYmry_2vGYQ

    • Der singt Lieder auf polnisch mit seinem lustigem amerikanischen Akzent 🙂
      Ich kann dir noch ein anderes Lied von ihm empfehlen;

  18. Für mich die musikaliche Vertonung von Edwards Munch’s Gemälde „Der Schrei“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schrei

    Einer der Songs,den ich nicht länger als 30 Senkunden aushalte.
    Musik kann ja berühren.Musik kann ja begeistern.
    Aber „River“ macht ja gar nicht von alledem.
    Der „River“ geht bei mir eher den Bach runter,
    ins Meer der Vergessenheit.
    Und da ist er auch sehr gut aufgehoben.

    Hat ja bei mir hart konkuriert mit Sheldon Riley.
    Um den schlimmsten Song im Jahr 2022.
    Wahrscheinlich auch über das Jahr 2022 hinaus
    Aber Sheldon nehme ich seinen Song noch persönlich ab.
    Aber das hier ???
    Da schüttelt es mich komplett durch.

    Wenn der Jung wenigstens auf der Bühne Charisma hätte ???
    Selbst das sehe ich nicht.
    Wirkt auf mich wie ein Gesangsroboter.
    Auch gestern wieder in Madrid.
    Für mich bleibt der Song eine große Qual

    Also Polen,nichts für ungut.
    Aber dich brauche ich dieses Jahr wirklich nicht im Finale.

    An alle Leser frohe und besinnliche Osterfeiertage.

  19. Hauptsache nicht alle 3 männlichen Jammer Heulbojen kommen ins Finale . vergleicht man Polen mit Australien und Aserbaidschan hat Polen definitiv die Nase vorn …

    Ich gönne Polen den Finaleinzug bin aber dafür das Australien und Die anderee Heulboje bitte im Semi kleben bleiben !

  20. Wieder einmal spricht mir Berenike aus der Seele 😉
    Ich kann damit überhaupt nichts anfangen, weder mit diesem fürchterlich konstruierten Song, noch mit Krystian Ochamn selbst. Ja, er sieht nett aus und hat eine gute Stimme, aber das allein ist es auch nicht. Sein viel gerühmtes Charisma erreicht mich jedenfalls nicht; ich finde ihn bei seinen Auftritt immer total steif und irgendwie unnahbar; Duncan (die Arcade-Inspiration lässt sich einfach nicht verleugnen) war da eine ganz andere Welt.
    Die Juries werden den Song natürlich lieben, im Televoting könnte er die diesjährige Destiny werden; verdächtig könnte sein, dass der Song bisher nicht mal in sonst so hypefreudigen Polen ein großer Hit geworden ist.

  21. Achtung unbeliebte Meinung!
    Ich finde diesen Beitrag so überbewertet. Ja klar er kann singen und das ziemlich gut, aber River erreicht mich nicht. Finde ihn auch irgendwie unsympathisch.

    2Punkte von mir!

  22. An Ochman liebe ich vor allem seine starke magische Stimmte, für mich ist er ein Vocal-King.
    Der sieht auch sehr gut aus 🙂
    Wenn jemdna meint, dass er ohne Gefühle singt, der hat keine Ahnung.
    Das Lied ist auch gut, für mich aber momentan eine Nebensache. Der hat andere Lieder, die mir besser gefallen wie z.B. „lights in the dark“

  23. Zum ersten Mal ist Polen mein Favorit. Hier stimmt einfach alles: Aussehen, Stimme, Ausstrahlung, eingängiger Song.
    Ich hoffe auf einen effektvollen Auftritt in Turin, dann könnte es das beste polnische Ergebnis seit 1994 werden.

  24. Also ich finde den Song nervig und zwar auch unabhängig davon, wo der am Ende aufschlagen wird.
    7 der derzeitigen Odds Top 10 sind ja im Großen und Ganzen Balladen. Polen ist mit dabei.. 70% Balladenanteil ist einfach viel zu viel. Polen könnte von mir aus da rausfallen.

  25. Ochmans starke Stimme verleiht dem ohnehin schon starken Song noch das gewisse Etwas. Ein sehr schöner Song, der mit einem klassischen Aufbau bzw. einer klassischen Steigerung glänzen kann. In Turin dann bei der Inszenierung bitte am Video und nicht am VE-Auftritt orientieren und dann kommt „River“ auf die linke Seite des Scoreboards. 10 Punkte von mir, aktuell Platz 5.

  26. Ich weiß gar nicht, warum Polen so gut bewertet wird überall. Für mich ist der Song nix besonderes, auch seine Stimme ist jetzt nicht herausragend. Um mal was positives zu sagen, er ist nicht ganz so unerträglich öde und langweilig wie viele andere Songs. Aber auch nur wieder so ein Radiosong, der beim Bügeln nicht stört. Mehr aber nicht.

  27. Hir ist wieder das Orakel. Orchman wird sicher ins Finale kommen. Ich hoffe immernoch das Helo Gewinnt. Leider wird das nicht Passieren. Meine Hoffnungen liegen auf Kalush Ochestra, Orchman und Cornelia Jacobs. Die 3 können den Sieg von den Italienerin Verhindern. Mein Shelton wird in der Top 6 Landen.

  28. Ich habe mir das Interview mit Krystian angesehen, was für ein netter, bodenständig junger Mann, dazu tolle Stimme. Ich wünsche Ihm viel Glück in Turin und euch allen ein schönes Osterfest.

  29. Ich finde das Lied gut. Aber ich werde mit Ochmanns Stimme nicht warm. Finale? Ja. Platz 11 – 15 wage ich zu schreiben bzw. zu sagen. Kann aber garantiert auch höher sein. Euch allen noch frohe Ostern.

  30. Mir geht es wie Gaby… tue mir mit dem Song schwer. Klar für Polen könnte es ein super Ergebnis werden. Aber der Song klingt für mich überhaupt nicht interessant oder spannend. Der Chor ist klasse und das Piano. Das plätschern des Bach am Ende passt schon ganz gut. Es plätschert so dahin…

  31. Für mich der beste polnische Beitrag seit „Keine Grenzen“. Krystian Ochman hat eine tolle Stimme und „River“ ist eine ESC-typische hochdramatische Powerballade in recht neuem Gewand. Abzüge gibt es allerdings für die Livedarbietung, wo Krystian mir ein bisschen zu viel leidet. Wie schon beim Australier Sheldon gilt auch hier, weniger ist manchmal mehr. Es gibt von mir solide 8 von 10 Punkten und Platz 8 insgesamt (Platz 2 im zweiten Semifinale). Zweifellos wird Ochman sich qualifizieren und im Finale dann in den Top 10 landen. Da aber recht viele Stimmakrobaten unterwegs sind, könnte es mit den Top 5 schwer werden.

  32. Für mich eine weitere Casting Show Ballade, ein Genre, das mich kalt lässt.Singen kann er und sieht super aus, kommt sicher in die Top Ten.

  33. Packt mich von Anfang bis Ende. Krystians Stimme ist der Hammer und macht mir immer wieder eine Gänsehaut. Damit dürfte Polen dieses Jahr ein grosser Erfolg gelingen. Ich merke gerade, dass es immer weniger Songs gibt, die mir nicht gefallen😂 (obwohl „River“ mich sofort begeistert hat). Gute Voraussetzungen also für eine ausgedehnte Mitfieber-Aktion in Turin☺️

  34. Ich mag den Song nicht besonders. Die Komposition ist mir viel zu künstlich auf Erfolg gemacht. Es wurden Erfolgsrezepte der letzten Jahre wieder verwertet. Das mag ich gar nicht. Auf Fotos schaut der Interpret sehr fesch aus. Aber bei den Liveauftritten wirkt er auf mich immer sehr unscheinbar. Ich bin sehr gespannt ob Polen die hohen Erwartungen erfüllen kann.

  35. Gibt mir nicht so viel. Das Klavier klingt echt und authentisch. Die Stimme finde ich in manchen Passagen leicht unangenehm. Mag zwar ein gutes Ergebnis erzielen, spielt für mich aber keine große Rolle.

  36. Eine ziemlich glatte Nummer, die mir persönlich viel zu sehr nach Schema F gestrickt ist und zu stark nach „Arcade“ und „Tout l’univers“ klingt. Da das aber ja nun nicht die schlechtesten Referenzen sind, sollte auch „River“ bei einem soliden Auftritt irgendwo in den Top 10 landen.

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