ESC-Songcheck kompakt 2022 (30) – Rumänien: „Llámame“ von WRS

Rumäniens ESC-Schicksal 2022 ist lange Zeit ziemlich unsicher gewesen. Nach dem ESC in Rotterdam und dem erneuten Halbfinal-Aus der ehemaligen Erfolgsnation wurde sogar darüber diskutiert, ob man überhaupt noch am Wettbewerb teilnehmen solle. Man hat sich dann jedoch für die Teilnahme in Turin und die Rückkehr der Vorentscheidung Selecția Națională 2022 entschieden. Diese hatte dann auch einige überraschende Juryentscheidungen in etlichen Vorrunden – und vor allem dem Halbfinale – zu bieten, die bei den Zuschauer:innen nicht immer gut ankamen. Am Ende konnte sich WRS als Gewinner behaupten.

Im zehn Act starken Finale hatte WRS die zweitmeisten Anrufe und die dreiköpfige Jury, die ihm die Höchstpunktzahl gab, auf seiner Seite. Damit zog er unter anderem an Mitfavoritin Dora Gaitanovici und ihrer Rocknummer „Ana“ vorbei. Im Endeffekt wohl eine gute Entscheidung, da uns das zweite ESC-Halbfinale mit The Rasmus und Achille Lauro bereits zwei rockige Songs bietet. Mit seiner sommerlichen Nummer „Llámame“ vertritt WRS Rumänien im Mai in Turin.

WRS heißt bürgerlich Andrei-Ionuț Ursu, weshalb man seinen Künstlernamen auch „Urs“ (Ableitung seines Nachnamens) ausspricht. Er startete seine Karriere als Tänzer und hat bereits mit rumänischen Dance-Pop-Ikonen wie beispielsweise Inna zusammen gearbeitet. Außerdem ist er bei den rumänischen Ausgaben von Got Talent und The Voice als Tänzer engagiert gewesen. Seine gesangliche Reise begann 2017, als er in London begann, selbst Songs zu schreiben. Seine aktuelle EP „Mandala“ beinhaltet auch seinen ESC-Song, der vor kurzem nochmal etwas gerevampt wurde und nun einfach „satter“ und sauberer produziert klingt. Vergangenes Jahr hatte er mit der Nummer „Tsunami“ bereits einen Charterfolg in Rumänien.

Der Song

Der Sound von WRS, inklusive seiner ESC-Nummer „Llámame“, kann definitiv im Dance-Bereich verortet werden. Kombiniert mit sommerlichen Einflüssen klingt Rumäniens Beitrag 2022 einerseits sehr nostalgisch und verträumt, durch moderne Beats aber auch sehr eingängig und tanzbar. Diese Eigenschaft wird auch auf der Bühne unterstrichen. Zumindest bei der Selecția Națională 2022 hat WRS gemeinsam mit seinen Tänzer:innen bewiesen, dass er weiß, wie man sich bewegt.

„Llámame“ ist von WRS selbst, Cezar Gună, Alexandru Turcu und Costel Dominteanu komponiert und produziert worden. Im Text geht es um eine verbotene Liebe, was von der leicht verträumten Melodie gut unterstrichen wird. Zudem singt WRS, dass sich seine verflossene Liebe doch per Telefon bei ihm melden solle. Vielleicht ist sein Ausruf „Llámame“ („Ruf mich an“) jedoch auch einfach eine subtile Botschaft an das Publikum am 12. Mai, dass WRS und Rumänien mit vielen Anrufen endlich wieder einmal in ein ESC-Finale bringen könnte. Das letzte Mal haben wir das Land 2017 mit „Yodel it!“ von Ilinca und Alex Florea im Finale gesehen.

Der Check

Song: 4/5 Punkten

Stimme: 2/5 Punkten

Darbietung: 3/5 Punkten

Instant Appeal: 4/5 Punkten

Benny: „Llámame“ hat bei mir in der neuen Version und vor allem in der Audio-Version ohne billige Choreo extrem gewonnen. Klar, der große Wurf ist das trotzdem nicht, aber eigentlich ein gar nicht mal so übler Gute-Laune-Track für einen entspannten Frühlingstag auf dem Balkon. 4 Punkte.

Berenike: „Llámame“ ist natürlich schon etwas billig und nicht der große Innovationswurf. Trotzdem höre ich es mittlerweile ganz gerne. Es hat etwas schönes Leichtes und Positives an sich. Und irgendwie gehören solche Lieder doch auch zum ESC und wir haben hier einen der wenigen Tracks aus diesem Jahr, der mit Sicherheit im Euroclub gespielt werden wird. 4 Punkte.

Douze Points: Ja, das ist schlimm. Möglicherweise auch ganz schlimm. Ich verstehe immer noch nicht, wie die Juror/innen in Bukarest das durchwinken konnten. Stimmlich rockt das wenig, der Text ist stellenweise eine Zumutung. Aber: Ich liebe es (mittlerweile)! Einfach wegen der unbekümmerten Unverfrorenheit, sich für seine öffentliche Selbsttherapiesitzung der Latino-Pop-Kultur zu bedienen. Hola mi bebébé! Außerdem mag ich, wie WRS sich feiert und sein Ding durchzieht. Natürlich hätte ich aus dem Genre lieber „Suave“ von Alvaro Estrella beim ESC gesehen, aber man kann nicht alles haben. 7 Punkte.

Flo: Für mich ist Rumänien in diesem Jahr ein schwieriger Fall… da wählt man also tatsächlich eine mehr als angestaubte Latino-Nummer, die vermutlich Punkte der spanischen Diaspora ziehen soll… musikalisch leider sehr dürftig. Das fängt an mit dem Songtext, getoppt wird das dann noch von der Vorentscheidungsperformance (Choreographie bitte überarbeiten!!)… „Llámame“ – von mir gibt es im zweiten Halbfinale leider keinen Anruf für Rumänien, sorry. 2 Punkte.

Manu: Ok, ich gebe es zu: Das ist mein „Guilty Pleasure“ dieses Jahr – allerdings nur als Audio. „Llámame“ fühlt sich für mich an, als würde ich im Sommerurlaub Abends mit Freunden durch die engen Gassen Barcelonas in Richtung Strand schlendern. Ich mag diesen entspannteren Vibe des Sommers, wenn die Hitze der angenehmen abendlichen Wärme weicht und immer mal wieder ein sanfter Luftzug zu spüren ist. Dem entgegen steht dann allerdings der aus der Vorentscheidung Rumäniens bekannte Auftritt des auf mich uncharismatisch wirkenden und stimmlich ausbaufähigen Sängers. Insgesamt 6 Punkte.

Max: Es ist wahrscheinlich eines der großen „Guilty Pleasures“ in diesem Jahr – aber nicht meines. Ich störe mich am stumpfen Text und dem Beat. Zudem erinnert der Sound an die B-Seite eines The Dome-Albums der 90er-Jahre. Normalerweise kann ich Latino-Musik natürlich viel abgewinnen, aber hier muss ich passen, lo siento. Er hat aber genug Fans und kann es im eher schwachen Jahrgang 2022 sogar ins Finale schaffen. 2 Punkte.

Peter: Spanisch aus Rumänien. Kann man machen, muss man aber nicht. Und vielleicht nicht in einem Jahr, in dem Spanien selbst einen echten Superburner abliefert. Nach zwei Gin-Tonic im Euroclub gefällt mir das definitiv ausreichend gut, um mindestens mitzuwippen, aber ohne zwei Gin-Tonic sind diese Gay-Camp-Discosongs aus der dritten Bundesliga, wenn sie gehäuft auftreten, doch etwas anstrengend. Schöne Disco-Style-Ethno-Instrumentierung, motivierte Tänzer, das immerhin auch. 7 Punkte.

Rick: WRS hatte ich zuerst gar nicht auf dem Schirm im rumänischen Vorentscheid. Nachdem viele Favoriten aussortiert wurden, ist „Llamamé“ jedoch die einzige Option gewesen und die Nummer hat mir immer besser gefallen. Der Revamp lässt den Song noch moderner wirken und spanisch ist aktuell ja eh hoch im Kurs. Auch wenn’s nicht der qualitativ hochwertigste Song ist: eingängig ist er und die Melodie hat auch was nostalgisches. Ich find’s super und bekomme Urlaubs-Vibes. Trotz stimmlichen Schwächen drück ich ein Auge zu und gebe 10 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 42/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Llámame“ auf Platz 30 von 40.

Wie schneidet der rumänische Beitrag ""Llamamé" von WRS ab?

  • Bleibt im Halbfinale hängen (44%, 160 Votes)
  • Platz 21-25 (23%, 84 Votes)
  • Platz 16-20 (19%, 69 Votes)
  • Platz 11-15 (8%, 31 Votes)
  • Platz 1-5 (3%, 11 Votes)
  • Platz 6-10 (3%, 11 Votes)

Total Voters: 366

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat
(24) San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro
(25) Australien: „Not The Same“ von Sheldon Riley
(26) Zypern: „Ela“ von Andromache

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Irland: „That’s Rich“ von Brooke
(28) Nordmazedonien: „Circles“ von Andrea
(29) Estland: „Hope“ von Stefan


67 Kommentare

  1. Hm… ich kann mir nicht helfen: Irgendwie ist mir der Typ unsympathisch. Den Song finde ich auch eher so la la, wobei ich das Instrumental (ohne Gesang) schon nicht schlecht finde.

    Gehe aber davon aus, dass Rumänien, das Finale erreichen wird, dort rechne ich mit einem Platz zwischen Platz 15 und 20.

  2. Was für ein grausamer Ohrwurm. Immer wieder überrasche ich mich dabei, wie ich den Refrain trällere, obwohl ich das Lied bislang nur ein einziges mal gehört habe … und dann geht die 💃💃💃-Post ab. Viel Glück!

    • Übrigens, Toggie, ich wollte hier einfach mal loswerden, dass ich es sehr nett und angenehm finde, dass Du den Leuten immer viel Glück wünschst, egal wie doof Du ihren Beitrag findest. Daumen hoch dafür! <3

  3. Könnte knapp im Finale landen und dort dann entsprechend ganz hinten.

    Fur rümänische Verhältnisse ist das sogar noch ein halbwegs passabler Beitrag, wenngleich dieses Spanisch für Anfänger nicht notwendig gewesen wäre. Ab und zu ich aber auch Trash akzeptieren.

    Ich werte mit 5 von 12 Punkten.

  4. Das ist für ein Land, das uns so tolle Beiträge wie „Let me try“ oder „Tornerò“ geschenkt hat, einfach zu wenig. Ich denke dennoch, dass sie es in dem schwachen zweiten Semi ins Finale schaffen – aber da ist dann Schluss mit lustig.

    • Rumänien hat eine Streuung wie der Winterdienst. Von Meisterwerk bis Grütze kann alles dabei sein und das Genre lässt sich auch nie vorhersagen. Herrlich abwechslungsreich.

  5. Rumänien liefert in diesem Jahr den Ohrwurm-Song schlechthin – da müssen sogar die Hater des Songs zugeben, dass sie beim Refrain mitsingen. Ich fand den VE-Auftritt gar nicht so schlecht und hoffe, die positive Energie wird auch auf die Bühne in Turin übertragen. Beim Text kann ich die Kritik ja noch etwas verstehen, wenngleich es noch viel schlimmere Lyrics in diesem Jahr gibt, die sich noch öfter wiederholen (Stichwort: Georgien, Finnland etc.). Ich hoffe sehr auf einen Finaleinzug, ist aber leider ein sicherer NQ. 7-8 Punkte, Platz 13.

    • Für mich klarer Borderliner. Sicher draußen sehe ich derzeit nur Irland und Nordmazedonien.

  6. Eine rumänische Bekannte von mir mag den Song allerdings gar nicht und sie wird deswegen für Zdob si Zdub die Daumen drücken.

  7. Serbien 11/12
    Estland 10/12
    Finnland 8,5/12
    Zypern 8/12
    Georgien 7/12
    San Marino 6/12
    Rumänien 5/12
    Aserbaidschan 3/12
    Nordmazedonien 2,5/12
    Australien 2,5/12
    Irland 2/12
    Israel 1,5/12
    Malta 1/12

  8. Was hat man sich in Rumänien wohl bei diesem Lied gedacht ? Ein finsterer Geselle zappelt sich durch einen Pseudo-Latino-Song. Das ist so unglaublich schlecht, meinen die das wirklich Ernst ? Es wirkt wie eine schlechte Parodie.
    Das Finale hate ich für ausgeschlossen, dazu ist das zweite Semi einfach zu stark besetzt. (Und ja, ich gehöre zu den Leuten, die das zweite Semi wesentlich besser finden als das erste.)
    Die Rumänen müssen froh sein, wenn sie damit nicht Letzte werden. (Das wird dann Israel, welches noch schlechter ist.)
    1/10

    • Wenn man den Mainstream aus Castingshows sowie „eingekaufte“ Songs aus Skandinavien mag, da bevorzugt man klar das zweite Semi. ich bin da etwa anders gestrickt (Tamara vermutlich auch)

      • Tamara vermutlich auch 🙂

        Wobei ich beide Semis nicht sonderlich berauschend finde, aber das zweite war bei der Besprechung schon eine sehr zähe Angelegenheit.

        Der Fairness halber muss man aber sagen, dass in diesem Jahr relativ wenige Songwriter anderswo eingekauft wurden (außer natürlich von Aserbaidschan), geholfen hat es indes wenig. Diejenigen, die sich in Skandinavien bedient haben, haben auch immer einen guten Grund dafür gehabt; sei es die in Halbnorwegerin Amanda Tenfjord oder die Zweidrittelnorweger We Are Domi. Damit kann ich dann gut leben.

        PS: Happy birthday!

      • Na ja, in Semi 1 sind zwar mit Ukraine und den Niederlanden zwei meiner Top 3, aber auch viele meiner Bottom-Kandidaten wie z.B. die Lanegweile aus Portugal, Bulgarien, Griechenland oder Island.
        Semi 2 finde ich insgesamt besser, weil da nur sehr wenige wirklich schwache Songs dabei sind – dafür aber viel Mittelmaß. Insgesamt bekomme ich bei Semi 2 eher 10 gute Songs zusammen als wie bei Semi 1. Da gefallen mir maximal 4 Beiträge, den Rest brauche ich nicht im Finale.

  9. Ich muß den Bloggern klar widersprechen: „Ana“ wäre ein exzellente Wahl für Rumänien und das Finale wohl sicher gewesen- Klingt auch vollkommen anders als „Jezebel“ und wird von einer Frau gesungen.

    • @ Tamara

      Ein ganz großes Plus: Bei vielen Songs kann man auch wirklich sofort hören, wo sie herkommen bzw, welches Land sie vertreten. „Spaceman“ könnte zum Beispiel britischer nicht sein.

      • „Lock me in“ könnte auch nicht georgischer sein. Kein anderes Land hätte die Chuzpe, sowas zu schicken 😀

  10. Billig,aber gut.
    Hat was,hat was der Song.
    Hat so etwas herrlich unbeschwertes.
    Und er auch.
    Ist mir lieber,als alles andere schwermütige.

  11. HOLA, MI BEBÉBÉ!
    Kein wirklicher symphatikus, schlimmes rumänglisch und bestimmt schon 100x gehört. Mir egal, mur gefällts und ich trällere es mittlerweile unter der dusche, beim velofahren und in der mittagspause. Zusammen mit australien mein guilty pleasures, komme was wolle.
    P.s..Guilty pleasures=.Ein schuldiges Vergnügen ist etwas wie ein Film, eine Fernsehsendung oder ein Musikstück, das man genießt, obwohl man versteht, dass es im Allgemeinen nicht hoch geschätzt wird oder als ungewöhnlich oder seltsam angesehen wird

  12. Auf die Gefahr, als Dauermeckerkopp zu gelten, auch der Song gefällt mir überhaupt nicht. Ja, es ist Uptempo aber den Typen kann ich nicht ernst nehmen. Kommt einem vor wie ne misslungene Kreuzung zwischen Freddy Mercury und Ricky Martin. Ohne auch nur irgendein Talent von denen abbekommen zu haben. Alles wirkt auf mich so dermaßen aufgesetzt und künstlich. Weder gesanglich oder performerisch auf guten Niveau. Auch da hätte ich in vielen anderen Jahren kein Finale gesehen, aber in diesem Jahr könnte es klappen. Trotzdem ist das kein guter Song.

  13. Ich muss leider sagen, dass ich mit diesem Song gar nichts anfangen kann. Wobei es eher an dem Act insgesamt liegt, mir ist das alles einfach total unsympathisch, der Sänger und die Performance.

  14. Der Mann lässt mich unfreiwilligerweise an die nicht wenigen jungen Deutschtürken denken, die sich aus Angst vor Zurückweisung aufgrund ihrer türkischen Wurzeln gerne mal als Spanier (oder Italiener oder Portugiesen) ausgeben, nicht zuletzt aufgrund des schlechten Rufs, den Rumänien im Westen hat.
    Abgesehen davon erinnert mich „Llámame“ an die infantilen Auftritte Alvaro Estrellas im Melodifestivalen, weswegen WRS nie zu meinen Favoriten gehörte. Aber die Tür ins Finale steht trotzdem offen. Zumindest im Halbfinale kommt sein Auftritt, wenn man sich schon längst eingegroovt und das eine oder andere schon getrunken hat. Und mangelnde Mitsingbarkeit ist hier nicht festzustellen. Wenn das gut rübergebracht wird, dann geht’s zwei Tage später weiter.

  15. Gemeinsam mit Österreich und Schweiz mein diesjähriger Lieblingsbeitrag, auf Rumänisch wäre der Song noch besser, besonders gut gelungen sind die Instrumentalteile, hoffe wirklich, dass er es ins Finale schafft.

  16. Das wird definitiv die rote Laterne bei den Jurys . Kann mir sogar 0Punkte von der Jury vorstellen . Beim Televoting sieht es anders aus . Könnte Top 5 werden und je nach Addition ein knappes Finalaus oder sehr knappes Weiterkommen ..

  17. Drei Minuten unfreiwillige Komik auf allen Ebenen. Wirklich einer der schwächsten Songs der letzten zehn Jahre. Wenn das ins Finale kommt, muss man den europäischen Geschmack doch sehr hinterfragen.

  18. Der Song hat sich gegen jede Erwartung in mein Herz geschlichen….zunächst fand ich ihn ganz furchtbar, billig und das getanzte, omg. Der Melodie konnte ich mich dann doch nicht entziehen und der Sänger kam bei den Events in London und co. so sympathisch rüber, dass ich nun das Lied gern im Finale sehen würde. Viel Glück WRS!

    In den Kommentaren ist so häufig zu lesen, wie angeblich schlecht dieser Jahrgang im Vergleich zu 2021 sei …. Ich kann das gar nicht nachvollziehen. @liebe Blogger, gäbe es die Möglichkeit das in einem Beitrag näher zu betrachten?

  19. Ich find‘s irgendwie ganz niedlich. So ein bisschen Trash gehört doch auch zum ESC! Ich würde es gern im Finale sehen. Auf jeden Fall hat der Song Ohrwurm-Qualität!

  20. Ach, das landet bei mir so im Mittelfeld, ertappe mich auch immer wieder dabei, wie ich den Intrumental-Teil mitsumme. Ich kann jetzt nicht sagen, dass mich das total begeistert, aber die Skip-Taste ist eindeutig für ein paar andere Songs reserviert😉

  21. Das ist musikalisch natürlich nicht anspruchsvoll, aber ich hatte nach Amsterdam tagelang einen Ohrwurm. Am Ende macht der Beitrag einfach Spaß und das ist ja auch was. Der Typ ist sympathisch. Gibt einen Pluspunkt.

  22. Hir ist wieder das Orakel. Er wird nicht ins Finale kommen. Wen jemand Knapp ins Finale kommt. Dann wird es Vladana sein. Vladana könnte es schaffen. Knapp den 10 Platz zu Belegen. Klar ist Auf Jedenfall das Gesanglich Sheldon und Orchman viel besser sind als Ich Wrs.

  23. Da weiß ich nicht so recht, ob ich lachen oder heulen soll. Hab mich bei so viel unfreiwilliger Komik dann doch fürs lachen entschieden. Und da ists mir auch egal, ob ich am Samstag weiterlache.

  24. Hir wieder das Orakel mit einem Sonderbericht. Wer wird in den beiden Semifinals die 10 Plätze Belegen ? Die 10 Plätze sind für die Finalqualifikation auch Berechtigt.Ich Denke Monika Liu und Vladana werden die 10 Plätze Belegen.

  25. Hir ist wieder das Orakel mit einem Sonderbericht. Welches sind Eure Top 4 Männerstimmen und Frauenstimmen ? Bei den Männern sind’s bei mir : Sheldon, Orchman, Stefan, Nadir. Bei den Frauen: Ronala, Cornelia, Amanda und S 10.

  26. Klar, das ist nicht meine Musik. Andererseits muss man feststellen, dass das Instrumental nach dem Refrain, schon ein Hightlight des diesjährigen ESC ist. Wäre der Refrain genau so fetzig, würde das Teil weit vorne liegen.
    Auf jeden Fall ist das musikalisch nicht uninteressant, während Stophen und Refrain ja fast eine Einheit bilden, musikalisch sich also kaum Unterscheiden, ist dieses Instrumental der Höhepunkt des Liedes und ersetzt eigentlich den Chorus. Auch ein Oberlehrer will dazu lernen, gibt es dafür auch ein Fachausdruck?

  27. Llámame ist tatsächlich einer meiner Favoriten. Klar, musikalisch gesehen ist das weder Innovation noch Meisterleistung, aber es ist mitreißend, eingängig und zaubert mir immer ein Lächeln ins Gesicht. Ehrlich gesagt ist mir Llámame erst so positiv aufgefallen, als ich es in Amsterdam live erleben durfte. WRS ist ein besonderer Typ und verkauft das Lied richtig gut. Ich hoffe dennoch, dass die Live-Performance für Turin überarbeitet wird (Choreographie sowie Gesang), damit er es ins Finale schafft.

  28. Ich habe heute nen neuen Versuch gestartet mir diesen Song anzuhören. Tja, ich finde ihn leider immer noch schrecklich.

    Klingt immer noch wie aus den Nullerjahren hergebeamt, seine Stimme ist nicht meins und allgemein löst der Auftritt bei mir akute Fremdscham aus.

    Ne, ich brauch es nicht im Finale und denke auch nicht dass er es schaffen wird.

    So, jetzt bereite ich mich mental auf den morgigen Songcheck vor.

  29. Gleiches wie bei vielen anderen Songs von 2022, ich vergesse das Sie dabei sind. 2 Punkte.
    Generell findes ich das zweite Halbfinale fast genauso schwach wie das zweite Halbfinale 2018.
    Es gibt nur 7 Songs die ich weiter sehen will,
    Schweden, Belgien, Serbien, Montenegro, Estland, Tschechien und Georgien.

    • Jetzt hab‘ ich’s kapiert: Du und Patrick esc, Ihr seid zwei verschiedene User! Ich hatte mich schon gewundert, warum so viele bemerken, dass Patrick esc „wieder da“ ist. Allerdings war mir dieser spezielle Schreibstil und das Orakeln bei Dir bisher nicht aufgefallen, sodass ich echt verwirrt war. Jetzt weiß ich ja, woran das liegt und bin wieder beruhigt 🙂

      Ach, und Llamame mag‘ ich ganz gerne, auch wenn das manche als Latinpop bezeichnen (was ich eigentlich NICHT mag). Es reicht für meine Top 15. Übrigens schreitet mein Schönhörprozess der 40 Lieder stark voran, heute hat mir sogar meine Nr.39 (Griechenland) einigermaßen gefallen!

    • „Pflicht“ sind bei mir lediglich Serbien und Estland, gegen die Qualifikation von Finnland, Tschechien und Zypern hätte ich auch nichts einzuwenden. Georgien ist wohl eher unrealistisch.

  30. Ich mag das ganz gerne. Trash, Europop, wirkt etwas amateurhaft, der Typ ist nicht sehr sympathisch. Aber trotzdem ist es unterhaltsam und nach den krampfhaften Versuchen der letzten Jahre anspruchsvoll zu sein finde ich es durchaus erfrischend.

  31. Billig, debiler Text und die Gesangskünste von Urs….na ja.
    Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob das Ganze nur eine LGBTQ-Anbiederung ist, oder ernst gemeint.
    Was den Song für mich dennoch hörbar macht ist der tolle instrumentalteil zwischen Refrain und Strophe, dem ich mich nicht entziehen kann.
    WRS kassiert damit 6 von 10 Punkten (Tendenz aber wieder fallend) und erreicht damit Platz 20 insgesamt und den 10. Platz im zweiten Semi. Dort hat der Song auch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal, was bei der Qualifikation sicher helfen wird. Mit dem tollen spanischen Original konfrontiert wird es im Finale dann eher einer der wenigen Songs sein, die Malik Harris ernsthaft Konkurrenz im Kampf um die rote Laterne machen werden.

  32. Schon sehr einfach gestrickt oder gar seicht die Komposition. Und der Sänger wirkt wie ein Amateur. Irgendwie unfreiwillig lustig. Ich glaube bei den Jurys wird das Paket abschmieren. Das Publikum wird gnädiger sein. Trotzdem wird es mit dem Finale wahrscheinlich sehr knapp.

  33. Sehr trashy und der Sänger kommt rüber wie ein schlechter Dealer. Könnte mit Televotes knapp ins Finale kommen.

  34. Eigentlich müßte ich das total verreisen, aber irgendwie tummelt es sich so im Mittelfeld…

  35. Wäre natürlich sehr viel vorteilhafter, wenn der Sänger richtig gut singen könnte, was er leider halt nicht kann. Der Song an sich ist sehr eingängig, vermittelt Urlaubsfeeling und hat einen ’sanften‘ Gay -Touch (was für Rumänien schon doch auch positiv zu bemerken ist). WRS sollte unbedingt ins Finale kommen, um den Balladen-Overkill etwas erträglicher zu machen. Die Aussichten dafür sind jedoch leider eher ungünstig. Klar der Sound hört sich etwas unmodern an. Es fehlen Rapelemente. Erfolgreiche spanischsprachige Lieder haben ja fast immer Reggaeton-Sound und stammen aus Südamerika, oder sind Lieder aus Spanien, die aber Südamerika Kopien sind.

    • Natürlich ist das ziemlich trashig und WRS sieht aus wie die Latino-Version von Ross Anthony, die recht unkontrolliert über die Bühne stolziert. Aber mich holt das total ab und mir ist das tausend mal lieber als dieses ganze Trennungsschmerzgejammer. Mit ein bisschen bébébé kommt man darüber weg. Letztes Jahr ging mir „Adrenalina“ tagelang nicht aus dem Kopf, dieses Jahr „Llamame“. Mein Favorit aus dem zweiten Semi und ich drücke stark die Daumen, dass es ins Finale kommt, auch wenn’s schwer wird.

  36. Ich liebe das Lied einfach.
    Geht ins Ohr und bleibt im Kopf. 😅😅😆
    Momentan sogar meine Nummer 1 des gesamten Jahrgangs einfach wegen des Ohrwurmcharakters.

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