ESC-Songcheck kompakt 2022 (24) – San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro

Bild: Luca D’Amelio

Die san-marinesische Vorentscheidung „Una voce per San Marino“ fand in diesem Jahr zum allerersten Mal statt und erstreckte sich gleich über insgesamt sieben Abende. Sechs davon waren für einen Nachwuchskünstler-Wettbewerb reserviert, an dem insgesamt 66 Talente aus dem In- (6) und Ausland (60) teilgenommen haben. Neun davon haben es letztendlich ins große Finale geschafft. Dort trafen sie auf zehn bereits gesetzte etablierte Künstlerinnen und KünstlerDas genaue Verfahren haben wir vorab hier beschrieben.

Achille Lauro heißt bürgerlich Lauro De Marinis und hat in diesem Jahr eigentlich mit „Domenica“ am italienischen Sanremo-Festival teilgenommen. Nachdem er dort aber nicht gewonnen hatte, versuchte er sein Glück kurzfristig auch in San Marino. Und: Voilà! Achille ist Rocksänger und Rapper und hat bereits drei Mal am italienischen Sanremo-Festival teilgenommen. Außerdem hat er acht Studioalben veröffentlicht, mehr als die Hälfte davon konnten sich in den Top 5 der italienischen Albumcharts platzieren.

Der Song

An seinem ESC-Beitrag „Stripper“ sind neben Achille Laura selbst eine ganze Menge anderer Leute beteiligt gewesen: Beim Text haben Daniele Dezi, Daniele Mungai, Davide Petrella, Federico De Marinis, Francesco Viscovo und Simon Pietro Manzari unterstützt; für die Komposition zeichnen Gregorio Calculli (Greg), Marco Lanciotti (Lancs), Matteo Ciceroni (Gow Tribe) und Mattia Cutolo (Banf) verantwortlich.

Mit „Stripper“ schickt San Marino im Jahr nach Måneskin ebenfalls einen rockigen Titel nach Turin. Ob dieses Kalkül aufgeht, wird sich zeigen müssen. „Una voce per San Marino“ hat jedenfalls gleich im ersten Jahr bewiesen, dass auch im hochkulturigen Theatersetting und mit reinem Jury-Voting keine langweilige Nummer für den ESC ausgewählt werden muss.

Achille selbst sagt über „Stripper“: „Ich würde das Lied als Punkrock-Song bezeichnen, auch wenn ich es vorziehe, den Dingen, die ich tue, kein Etikett zu geben. Es ist ein Stück, das auf der Dualität von Mann und Frau basiert, ich würde es eine feministische Hymne nennen. Es geht darum, sich wie eine Frau zu fühlen und sich keine Gedanken über Urteile von außen zu machen.“

Der Check

Song: 2/5 Punkten

Stimme: 4/5 Punkten

Darbietung: 4/5 Punkten

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Es ist schon beinahe tragisch, dass Achille Lauro jetzt endlich zum ESC darf, dann aber mit einem seiner schwächeren Lieder und nicht für Italien, sondern für San Marino. Das wird ganz schwer mit dem Finale. 5 Punkte.

Berenike: Auch dem dritten Rocksong des Jahrgangs fehlen etwas die Ecken und Kanten. Aber zumindest bei Achille Lauro baue ich noch darauf, dass das Live-Gesamtpaket durch seine Ausstrahlung, Verrücktheit und seine Neigung zur Provokation noch die notwendige Würze erhalten wird. In der Studioversion ist „Stripper“ mir allerdings etwas zu gleichförmig, besonders auf Grund der sehr monotonen Schlagzeugspur. Kann ich aber gut hören, somit vergebe ich mit Italienische-Sprache-Bonus vorerst 6 Punkte.

Douze Points: Dass sich Cowboy auf Sex-Toy reimt, war mir tatsächlich neu. Das gibt schon mal einen Extra-Punkt. Ansonsten erinnert mich der Song an diesen einen Klassiker, dessen Namen mir nicht einfallen will „Rock’n’Roll … Rock … Rock’n’Roll“. Achille Lauro ist natürlich ein Künstler mit großer Ausstrahlung, der auch singen kann. Wenn da nur der Song nicht wäre. Was ist denn das für eine hohle Aneinanderreihung von italo-englischen Versatzstücken? Und ist es wirklich so eine gute Idee, einen solchen Rocktittel ein Jahr nach Måneskin zum ESC zu schicken? 4 Punkte.

Flo: Beim Sanremo-Festival hat Achille Lauro ja eine durchaus gute Performance abgeliefert. Umso verwunderlicher, dass die Jury im Vorentscheid für San Marino ihn mit diesem Song zum Sieger gekürt hat. Die Produktion wirkt angestaubt und aus irgendeiner Kiste geholt, weil er ja schnell einen neuen Beitrag für den san-marinesischen Vorentscheid brauchte. Das bewegt sich leider eng an der musikalischen Schmerzensgrenze und wird vermutlich auch nicht für das Finale reichen. 2 Punkte.

Manu: Es ist mir schon klar, dass Achille schon länger im italienischem Musikmarkt zu finden ist, trotzdem wirkt sein „Stripper“ im Jahr nach Måneskin wie ein schlechter Abklatsch der Vorjahressieger. Dabei interessiert mich aber weder Lied noch Habitus des angeblich charismatischen Sängers. Bei Sanremo hat ihn immerhin noch der tolle Chor gerettet, so ist „Stripper“ aber für mich das uninteressanteste Lied in diesem Jahr. 1 Punkt.

Max: Der einsame Måneskin also. Schlecht ist der Song nicht, aber gerade nach dem italienischen Sieg werden viele den Vergleich ziehen – wie auch ich. Und da ist „Stripper“ noch lange nicht so gut wie etwa „Zitti e Buoni“. Und selbst das Lied hat Monate gebraucht, damit es auch bei mir zündete. Aber gut, trotzdem 4 Punkte für San Marino, das sich als Zwergstaat wirklich sehr viel Mühe beim ESC gibt.

Peter: Die Sanremo-Vibes, die pseudo-provokante Rotlicht-Inszenierung und vor allem die italienische Sprache sind die Pros von „Stripper“. Archille hat auch lässige Ecken und Kanten, die dazu passen, wobei ich den Tattoo-Overload für einen Fehler halte. Eher entstellend als dekorierend, aber wenn er’s mag… Der Song selbst macht mich allerdings eher aggressiv, weiß nicht warum. Einer der ganz wenigen Titel, wo ich die Skip-Taste drücke. 4 Punkte.

Rick: Mit dieser Nummer verbinde ich Freiheit und Authentizität. Achille ist einfach ne coole Socke und wird schon alleine durch seinen Look auffallen. Den Måneskin-Vergleich muss er sich – nicht zuletzt durch den Musik-stilistisch sehr ähnlichen Song – natürlich gefallen lassen. Die Inszenierung muss sich also irgendwie abheben und herausstechen. Ich erwarte eine skandalöse, schrille Performance. Vielleicht klappts dadurch mit dem Finale… vorerst 6 Punkte!

Gesamtpunktzahl: 32/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Stripper“ auf Platz 37 von 40.

Wie schneidet der san-marinesische Beitrag "Stripper" von Achille Lauro ab?

  • bleibt im Halbfinale hängen (64%, 262 Votes)
  • Platz 21-25 (16%, 66 Votes)
  • Platz 16-20 (13%, 52 Votes)
  • Platz 11-15 (3%, 14 Votes)
  • Platz 6-10 (2%, 10 Votes)
  • Platz 1-5 (2%, 7 Votes)

Total Voters: 411

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat


67 Kommentare

  1. Ich kann mir nicht helfen, aber ich vermute Serhat wird seinen Titel als erfolgreichster Teilnehmer San Marinos dieses Jahr abgeben müssen.

  2. Naja, irgendwie sieht er aus, als hätte man den Leadsänger von Maneskin geklont. Das Lied hat mich nicht vom Hocker gerissen. Schwer einzuschätzen ob San Marino wieder ins Finale kommt. Wenn, dann nur knapp, und dann wird man wohl ähnlich abschneiden wie im letzten Jahr.

      • Bei dem Song habe ich den Eindruck, als würde uns hier nur die Lightversion vom Siegersong des letzten Jahres präsentiert. Dabei war ja immerhin eine Christina Ramos bei dem Vorentscheid dabei. Die Frau kann wirklich singen. Aber Achille scheint halt in Italien und San Marino sehr beliebt zu sein. Und ist wohl daher repräsentativer für die Musikszene in San Marino.

      • @ Italojeck:

        Wobei ich immer noch am rätseln bin, ob sein großes Vorbild tatsächlich Damiano David ist. Denn Thomas Raggi oder Ethan Torchio könnten es meiner Ansicht nach genauso gut sein.

        Ich glaube wir werden es nie erfahren 😉

      • @ escfan05
        Christina Ramos war nichts für mich, aber ich mag sowieso kein „Crossover“. Aber die anderen Kommentaren am Abend ihres Vortrages waren alle negativ, wenn ich mich gut erinnere…..

        @Timo1986

        Achille Lauro ist schon länger im Geschäft, länger als Maneskin. Als „Originale“ ist er sehr berühmt in Italien. Aber ich finde seine Lieder immer ziemlich belanglos. Nur noch ein Wort über Thomas Raggi: Er ist ein melodiebegnadeter Kerl!!
        Achille hat leider nicht so viel von Thomas gelernt… 🙄😉

  3. Oh Gott, Peter vergibt nur vier Punkte, die Lage ist ernst. 😉
    „Stripper“ ist für mich schwierig einzuschätzen. Ich würde dem Song schon zutrauen, knapp das Finale zu erreichen, allerdings gibt es mit Finnland und Georgien zwei rockige Konkurrenztitel und auch die Stimmen aus Italien fehlen im zweiten Halbfinale. Deswegen sehe ich San Marino momentan eher knapp draußen.

  4. Ich habe mit 21-25 getippt, das wird aber schwer.

    Eigentlich gefallen mir ja Beiträge weit entfernt vom Mainstream, aber mir klingt das eine Spur zu unfertig und die Aufzählung von Stars in Liedtexten ist auch nicht ganz neu, Setzt dennoch einen Farbtupfer in Popsoße des zweiten Semis. An Maneskin erinnert mich die Nummer bestenfalls nur optisch

    Ich werte mal mit 6,5 von 12 Punkten.

      • Also zwischen uns beiden ist es doch im Bereich des Erträglichen. Immerhin ist bei mir auch Serbien Platz 2 und Malta das Schlußlicht. Viel größere Probleme dürften wir dagegen mit Douze Points haben…..

      • Klar stimmen wir bei vielem überein, aber bei SMR scheint es mir doch einen großen Unterschied zu geben: Du gibst 6,5 Punkte für meinen Platz 36. 🙂

        Und ich würde die Nichtübereinstimmung mit DP nicht als Problem beschreiben. Ist doch schön, wenn jemand eine andere Meinung hat. 🙂

  5. Zweites Semi

    Serbien 11/12
    Finnland 8/12
    Georgien 7/12
    San Marino 6/12
    Aserbaidschan 3/12
    Israel 1/12
    Malta 0/12

  6. Puh, wenn ich dieses Aufmacherfoto sehe, frage ich mich, ob es beim ESC nicht nur noch um die Verkleidungskünste der Sänger***, äh sorry Acts*** geht
    .
    #zualtmodischfüresc

    • Naja toll singen können viele Menschen, aber wenn sich auf Dauer keiner für dich interessiert, dann ist halt schlecht. Und sich mich Mode auszudrücken macht einen zusätzlich eben interessanter. Das ist jetzt aber nicht „neumodisch“…

  7. Ich glaube das Problem ist nicht, dass hier genau ein Jahr später ein Sänger sich den Vorjahressieger als Vorbild genommen hat. Ein Vorbild zu haben ist legitim. Und wenn man dazu steht, dass eine Band / ein Künstler (m/w/d) ein Vorbild für jemanden ist, dann sind die Musikliebhaber (m/w/d) toleranter als man denkt. Auch eine Sarah Connor steht ja offen und ehrlich dazu, dass ihr großes musikalisches Idol Aretha Franklin ist.

    Der Grund warum San Marino es nicht ins Finale schafft liegt meiner Ansicht nach einfach darin, dass das Musik-Genre Rock dieses Jahr einfach von Finnland vor sich vereinnahmt wurde. Sowohl bei allen professionellen Jurys, als auch bei den im Televoting anrufenden Fans (m/w/d).

    • @ Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa):

      Dann definiere ich den Rock-Fan (m/w/d) etwas konkreter und füge hinzu, dass ich unter den Rockfans (m/w/d) diejenigen meine, die wie ich auf „designte Rockmusik“ stehen.

    • Richtige Rockfans, wer soll denn das sein? Metaller werden da mit beiden Titeln wenig anfangen können und auch in der Alternativ-Szene werden beide nicht als innovativ durchgehen.
      Aber sowohl der Finne als auch der Italiener sind überzeugende Künstler ihres Genres.
      Herr Lauro hat die Kunst aber wirklich nicht neu erfunden, äußerlich und im Habitus wie Iggi Pop mit Tattoos und leider mit einem schwachen Titel, der klingt als hätte Bowie seinem Freund Iggi mal nur die Resterampe gegeben. Und selbst wenn er singen kann, beweisen tut er es leider mit dem Lied nicht.
      Natürlch kann man hoffen, dass es einen spitzenmäßigen Auftritt gibt, der Schwächen überdecktt, aber der Habitus des Post- bzw.Prä-Punks wird das kaum erlauben.
      Timo, letztes Jahr gab es übrigens zwei erfolgreiche Rock-Titel, daran sollte es nicht scheitern, eher an dem Lied von Lauro.

      • @ESC1975:

        Also du kannst ja jetzt eine musikwissenschaftliche Diskussion eröffnen was die Musikwissenschaft unter einem Rockfan besteht. Ich persönlich habe mich mit dem Begriff „Rockfan“ einfach nur am üblichem Sprachgebrauch orientiert, also den Begriff benutzt, den jeder (m/w/d) so sagt, wenn er / sie eine Person als Liebhaber von Rockmusik bezeichnet.

        Für einen musikwissenschaftlichen Diskurs fehlt mir dann auch schlichtweg das Fachwissen.

        Ich hoffe trotzdem, dass ich mit deinem Einverständnis den Begriff Rockfan weiterhin benutzen darf, (Ironie off)

        Was den ESC letztes Jahr und dem Siegersong von Maneskin und der erfolgreichen Endplatzierung von Finnland angeht – wie du berechtigterweise sagtes beides erfolgreich – hast du natürlich recht. Aber der Unterschied zu diesem Jahr ist meiner Ansicht nach, dass letztes Jahr in Rotterdam es sich wirklich um zwei erstklassige Rocksongs gehandelt hat. Dies kann man jetzt als meine alleinige Meinung ansehen. Aber ich bin der Ansicht, wenn Italien und Finnland sowohl von den Jurys, als auch von den anrufenden Fans derart viele Punkte erhalten haben, dann stehe ich mit dieser Ansicht nicht alleine da.

        Ich geben dir allerdings recht, dass „Jezebell“ von The Rasmus ein sehr weichgespülter Rocksong ist. Trotzdem wird er so denke ich am Ende eine hohe Punktzahl erhalten. Dann allerdings weniger, weil The Rasmus das Herz eines überzeugten Rockmusikfan erreicht haben, sondern eher weil viele Leute – egal ob aus den Jurys oder von den anrufenden Fans – wohl eher aus Nostalgiegründen wegen der guten alten Zeit Anfang der 2000-er die Punkte / Telefonanrufe vergeben werden.

    • Ich mag Achille und auch den Song. Ich befürchte zwar das es nix wird mit dem Finale, aber ich drücke ihm beide Daumen.
      Es gibt übrigens auf seinem aktuellen Album, das im Dezember erschien, durchaus Songs die geeigneter für den ESC gewesen wären.

  8. Leider wurde dieses Jahr eine exzellente Rocknummer verhindert. Zu diesem Thema kommen wir morgen…

  9. San Marino versucht dieses Jahr mit Sex und Provokation davon abzulenken, dass das Lied musikalisch extrem schwachbrüstig ist. Mein Gott, ist das alles langweilig. Viel Glück!

  10. San Marino schießt mal wieder den Vogel ab! Man gibt sich nicht mal ein bisschen Mühe zu verschleiern, dass man versucht, Måneskin zu kopieren. Aber ich finde dieses schräge Teil sogar besser als Brividi. Ich glaube, dass kein anderer EBU-Sender, abgesehen vielleicht noch vom georgischen, einen größeren Spaß aus dem ESC macht als San Marino RTV, nach dreimal Valentina Monstra hintereinander, ihrem Duett mit Barack Obama, Say Na Na Na und Flo Rida.
    Ich persönlich würde Achille Lauro sogar im Finale sehen, aber ich glaube, dass das Quasi-Heimspiel bereits im Halbfinale endet, vielleicht sogar mit null Punkten im Juryvoting.

  11. Musikalisch ist das nicht so meine Welt. Gefällt mir allerdings besser als der unmelodische Krach, der letztes Jahr den ESC gewonnen hat.
    Könnte für das Finale reichen. Dort dann allerdings eine Platzierung außerhalb der Top 20.
    5/10

  12. Für mich gab es letztes Jahr die besten Top 5 in der jüngeren ESC-Geschichte, lediglich mit Schweiz konnte ich nicht so viel anfangen. Mal kein langweiliger Mainstreampop vorne.

  13. Nachdem ich letztes Jahr Maneskin so gar nicht mochte, gefällt mir hingegen Achille richtig gut. Er gehört in meinen erweiterten Kreis mit Serbien und Schweden (mein 2022 Guilty Pleasure) nach Italien, Frankreich und Portugal. Ich würde ihn sehr gern im Finale sehen und nach einer coolen Performance überraschend auf Platz 5 wiederfinden.

  14. Punkrock steht Achille echt gut, gefällt mir besser als seine Sanremo Beiträge.
    Meine Stimme hat er im Semi.

    Immer wieder lustig zu lesen was man im Folgejahr für Musikstile senden darf aufgrund des Vorjahressiegers.
    Die meisten Zuschauer haben doch überhaupt keinen Plan wer letztes Jahr gewonnen hat.

  15. Nee, das ist nix. Sehe da auch im Halbfinale nur eine wenig prickelnde Platzierung. Schade um all die sammarinesischen Mühen.

  16. Mir ist gerade aufgefallen dass ich unter dem ersten Artikel zu dem Song doch tatsächlich vergessen habe einen Kommentar zu schreiben.Na ja, hole ich es hiermit nach.

    Er ist zugegebenermaßen ein sehr charistmatischer Peformer, der Song selber ist aber maximal mittelmäß9g, nach fünf Minuten ist er schon aus meinem Kopf verschwunden.

    Finale wird sehr schwierig, und wenn dann eher so Bottom 5. Ich denke es wird nicht reichen.

  17. Ja, ich denke, das kommt nicht weiter. Es wird aber auf jeden Fall ein Moment, den ich gerne in Erinnerungen behalten werde.

  18. Nicht ganz so schlimm wie „Zitti e buoni“, trotzdem der schwächste Beitrag, den San Marino bisher geschickt hat.

    • Sehe ich auch so. Im Grunde bin ich erleichtert, dass nur so wenige Rocksongs mit im Wettbewerb sind – ich hatte nach Maneskin‘s Sieg befürchtet , dass der Rockanteil viel grösser ist😉

  19. Achille Lauro gefällt mir nicht besonders, ich finde ihn sehr aufgesetzt und halte ihn für eine Marionette seines Musikmanagements. Dass er hier als Kopie von Damiano, finde ich aber irgendwie lustig. Achille war schon bekannt in Italien und hatte „seinen Stil“, da waren Måneskin noch die X Factor-Teilnehmer. Achille kopiert sie nicht. Måneskin hab ich allerdings von Anfang an geliebt!🤩

  20. Es ist wirklich schade, dass die nach dem Sieg Måneskins erwartbare Schwemme an Rocksongs doch eher schwach ausfiel. Dies gilt sowohl für die Anzahl, als auch für die Qualität (The Rasmus vielleicht noch ausgenommen).
    Bestes Beispiel ist der gute Achille Lauro, der sich stilmäßig am nächsten an den Vorjahressiegern orientiert. Sowas ist natürlich schon grundsätzlich nicht originell (siehe auch Cacada 2013), hätte aber mit guter Qualität trotzdem zünden können. Warum tut es das für mich nicht?
    1. der Song ist viel zu gleichförmig und hat keine wirklichen Höhepunkte, ein Gröhlrefrain reicht mir da nicht.
    2. Achille ist so sehr in seiner narzisstischen Selbstdarstellung gefangen, dass er gesanglich nicht überzeugen kann (oder vielleicht auch nicht will, weil das ja so rebellisch ist).
    3. jeglicher Vergleich zu Damiano David oder einem anderen Mitglied von Måneskin verbietet sich geradezu.
    Auf der Habenseite: trotzdem entbietet sein Auftritt nicht eine gewisse Ästhetik und natürlich ist er DER Farbtupfer im zweiten Semi.
    Ich gebe 4 von 10 Punkten und damit liegt AL bei mir auf Platz 34 insgesamt und auf Platz 16 im zweiten Semi.
    Ich glaube aber, dass sein Auftritt so knallig verläuft, so dass er knapp ins Finale kommen könnte. Dort allerdings trotz erwartbarer 24 Punkten aus Italien irgendwo zwischen 20 und 24 landen wird.

  21. Ich finde den Song nicht besonders gut aber glaube, dass es trotzdem für das Finalticket reichen sollte. Taktisch gesehen würde es mir sogar gefallen wenn der Song hängenbleibt um The Rasmus das Alleinstellungsmerkmal im Finale zu geben. Der finnische Song ist einfach der bessere er wird im Televoting davon profitieren wenn er der einzige prominente Rocksong ist.
    San Marino finde ich schwer einzuschätzen. Von Halbfinalaus bis Top Ten halte ich alles für möglich.
    Aus meiner persönlichen Sicht ist es einen der schwächsten Rocksongs der ESC Geschichte. Mir gefällt Bulgarien besser. Trotzdem ist der Song für meine Ohren noch besser als Teile des übrigen Teilnehmerfelds, einfach weil es meine Musikrichtung ist.

  22. Davon abgesehen das mir der Künstler nicht sonderlich sympathisch ist und seine dürftigen gesanglichen Qualitäten durch seine Show und körperlichen Einsatz ausgeglichen werden müssen finde ich den Song sehr schwach. Für mich dieses Jahr das Schlusslicht. Er hatte in San Remo viel bessere Songs.

  23. Bitte im Titel das Wort „Songcheck“ gegen „Check“ ersetzen, als Song kann man diese 3 Minuten nicht bezeichnen. Ich kriege jedesmal das Kotzen wenn ich das Lied höre (und dazu noch seinen „Auftritt“ sehe).
    Für mich ist das kein Song und eine Beleidigung des ESCs. 0 Punkte, Platz 40.

  24. Also diesen Song oder auch den Sänger mit Maneskin zu vergleichen ist schon sehr weit hergeholt.
    Für mich kommt er nicht in die Nähe des Finales.

    • Der Song von Gabrielius gefällt mir gut🥰…..und er war beim Friseur.

      Habe auch noch ein Video von ihm gesehen, wo er in einer Kirche singt….auch sehr ansprechend!

      • ja das war von seinem Konzert in der Katharinenkirche zu Vilnius am 11.3. schade das es das volle Konzert nicht auf YouTube gibt oder auf seinem Facebookaccount. Ein sehr bewegendes Lied

  25. Sehr schön ! Wenn sich so ähnlich der litauische Beitrag 2023 anhören könnte, dann wäre das Land zum dritten Mal in Folge in meinen Top 10.

  26. Eigentlich gar nicht mal so schlecht, ich mag es eigentlich ja auch gerne ein bißchen rockiger. Aber um mir richtig gut zu gefallen, hat der Song zu wenig „wumms“. Gibt also Besseres in diesem Genre, meiner Meinung nach. Er wird es schwer haben, das Finale zu erreichen.

  27. Allein weil Achille eine „Persönlichkeit“ ist, sollte ein Finaleinzug gelingen. Sein Beitrag sticht etwas hervor. Auch wenn der Song eher nur als B- Seite einer Single herhalten kann.

  28. Gerne würde ich mehr von den Tattoos sehen, und er lädt ja durch seine Bühnenshow ein, mehr herzuzeigen. Fühlt sich sichtbar wohl auf der Bühne.
    Und so nebenbei liefert er eine recht ordentliche, rockige Musik mit elektronischen Gitarren Sound im Vordergrund. Vielleicht zeigt er im Finale ja auch noch mehr von seinen Tattoos.

  29. Ja ! Da ist mal richtig schöne fiese Rockmusik so wie sie sein muss ! Und kein verkappter Schlager wie die Beiträge aus Finnland 2021 und 2022. Mein 5.Platz im Bewerb

  30. Ich werd mit dem Lied nicht warm, da kann ichs mir noch so oft anhören. Ansehen kann ichs mir erst recht nicht. Da gehe ich 100% mit Peter konform. Finale brauche ich nicht. Wird auch nicht passieren.

  31. Wenn ich das Lied nur höre ist es gar nicht so übel, wenngleich der Text maximal trivial ist. die Liveperformance fand ich hingegen total daneben, als ob ihn alles langweilt und die Leute ihn bitte feiern mögen, einfach weil er sich so cool fühlt. Vielleicht gibt es in Turin eine ordentliche Bühnenshow, dann könnte es inmitten der Pop und Singer-Songwriter Songs für den Finaleinzug reichen.

  32. Also erstmal muss man Achille Lauro zugute halten, dass er nicht ganz so scheußliche Billigtattoos hat wie Damiano David. Zur Augenweide wird er aber trotzdem nicht. Ich würde lieber andere Männer halbnackt sehen dieses Jahr als ausgerechnet ihn. Aber es ziehen sich ja meistens die Falschen aus. Punk oder Hardrock ist das nun wirklich nicht, eher Glam Rock ohne viel Glamouröses. Das Lied ist gar nicht so schlecht und wenn man das von der Inzenierung etwas aufmotzt und nicht so gelangweilt darbietet, kann das durchaus ins Finale kommen.

  33. Achilles Lieder aus den Vorjahren gefallen mir besser als „Domenica“ oder hier „Stripper“. Eigentlich ist ja gar nicht soviel falsch an dem Lied, aber es zündet trotzdem irgendwie nicht bei mir. Ich möchte gerne an den zwei Knöpfchen vorne einen anderen Song einstellen…

    Auch wenn es A. Lauro vor Maneskin gab, er kommt wahrscheinlich trotzdem als Kopie des Vorjahressiegers rüber.

    Das alles zusammen macht den Finaleinzug recht unsicher…

  34. Ich mochte seine Lieder beim Sanremo noch nie sonderlich, deswegen bin ich froh, dass er auf seinen besten Song für den Wettbewerb zurückgreifen konnte. Die Kritik hier ist ja mal fast durchgängig negativ, wow. Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Interessanterweise war es der Beitrag, der für meine Familie mit am meisten im Schnelldurchlauf (positiv) herausstach, das ist zumindest kein schlechtes Omen. Ich persönlich mag den Song, der Refrain ist einfach geil und man kann schön mitgröhlen. Ich bin mir sicher, dass das Achille auch anständig auf die Bühne bringt und würde mich freuen, wenn er auch ins Finale einzieht.

    Prognose: 10/18 (50%) -> Finale 21-25
    Meinung: Platz 23/40 (7 Punkte) (Asche auf mein Haupt, mittlerweile sind es 8 Punkte und ~Platz 15)

  35. So, muss hier mal langsam weiter meinen Senf zu dem Zeug geben, das ich noch nicht beguckt habe, sonst kriege ich den Rest nicht mehr durch bis Probenbeginn.

    Anyway, das hier ist akustisch geil (obwohl ich vor dem Sichten des Textes kaum ein Wort verstanden habe – wenn man wirklich so gar kein Englisch kann, sollte der Text vielleicht weniger englische Vokabeln enthalten. Und ja, bevor einer fragt, ich bin der italienischen Sprache durchaus einigermaßen mächtig!), optisch zum Weglaufen und wird es insgesamt wohl nicht ganz so leicht haben. Ma kucken, was sie auf der Bühne so machen. Finale sehe ich dennoch.

  36. Song, Stimme, Darbietung: Alles einen Tick daneben.

    Instant Appeal: Zuviel Selbstdarstellung.

    Finale: vielleicht.
    Gewinner: nein.

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