ESC-Songcheck kompakt 2022 (14) – Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić

Auch in diesem Jahr diente die traditionsreiche Dora in Opatija als kroatischer Vorentscheid für den Eurovision Song Contest. Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie waren übrigens keine Zuschauer erlaubt. Wie in den vergangenen Jahren wurde ein Mix aus Zuschauer, Jury und Regional-Voting verwendet, um den Sieger von Dora 2022 zu küren. Unter den 14 Teilnehmern konnte sich in der Finalshow dann Mia Dimšić durchsetzen – mit großem Vorsprung beim Televoting wohlgemerkt.

Mia Dimšić ist 29 Jahre alt und stammt aus Osijek im Osten Kroatiens. Im Jahr 2014 schloss sie sich einer traditionellen kroatischen Band als Sängerin an und tourte mit dieser unter anderem durch Kanada und die USA, um dort für die kroatische Diaspora aufzutreten. In den darauffolgenden Jahren koppelte sie sich jedoch ab und veröffentlichte solo Singles wie „Budi mi blizu“ der „Život nije siv“.

Mia konnte einige Top-10-Platzierungen verbuchen und sich mit ihren Folk-Pop-Liedern einen Namen machen. Insgesamt hat die Sängerin drei Alben veröffentlicht und 18 Singles auf den Markt gebracht. Dabei hat sie auch häufig die Spitzenposition in den Charts erreicht, zuletzt mit ihrem ESC-Beitrag.

Der Song

Mit „Guilty Pleasure“ bleibt Mia zwar ihrer musikalischen Folk-Pop-Linie treu, veröffentlich jedoch erstmals eine Single, die nicht auf Kroatischen gesungen wird. „Guilty Pleasure“ handelt von dem Gedanken an eine geheime Liebe. Dabei ist die Protagonistin eigentlich vergeben und träumt von ihrem Lover, obwohl sie das eigentlich ja nicht dürfte – also ein „Guilty Pleasure“, wie es im Buche steht. Ab wann man von einem Seitensprung reden kann, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Geschrieben wurde das Lied von Mia selbst in Zusammenarbeit mit Vjekoslav Dimter, Damir Bačić und Ante Gelo. Musikalisch ist das Lied reduziert arrangiert. Anfangs begleitet sich Mia selbst auf der Gitarre, bis andere Instrumente und verschiedene Rhythmen unaufgeregt in das Lied integriert werden.

Der Check

Song: 2/5 Punkten

Stimme: 3/5 Punkten

Darbietung: 2/5 Punkten

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Ein süßes Lied. Mehr aber auch leider nicht. Die Performance aus dem Vorentscheid finde ich noch dazu ziemlich unpassend. 4 Punkte.

Berenike: Für mich ist „Guilty Pleasure“ ein Kleinod. Erinnert mich etwas an Katie Melua und die habe ich früher sehr gern gehört. Es ist ruhig, aber im Refrain durchaus eingängig. Mit gefällt auch das sehr organisch-reduzierte Arrangement, das nur auf echte Instrumente setzt und ohne Soundeffekte auskommt. 10 Punkte.

Douze Points: Mein zweiter Name ist ja Guilty Pleasure. Vermutlich würden die meisten Leute 90% meiner Spotify-Playlisten auch so betiteln. Insofern ist der Beitrag von Mia natürlich eine herbe Enttäuschung. Nette Singer-Songwriter-Nummer mit Gitarre – so wie drölfzig andere dieses Jahr. Da ist eigentlich nichts dran verkehrt. Aber auch nichts so auffallend, dass es in Erinnerung bleiben würden. Leider gilt das auch für die Melodie. Ist belanglos positiv belegt? Ich befürchte nicht. 5 Punkte.

Flo: „Guilty Pleasure“ wirkt vertraut (und offensichtlich auch inspiriert von einer US-amerikanischen Sängerin, den Rest erledigt Google für euch) und dennoch irgendwie langweilig. Mia Dimšić hat eine schöne, klare Stimme und wirkte im Vorentscheid authentisch und nahbar. Gleichzeitig verspüre ich nicht, dass Mia mit ihrer Stimme die Zuhörerinnen und Zuhörer wirklich in den Bann zieht – so ist es letztlich eine nette, hörbare Nummer, aber leider auch nicht mehr als das. 5 Punkte.

Manu: „Guilty Pleasure“? Leider nicht für mich. Weder die Melodie bleibt hängen, noch ist das Lied musikalisch interessant für mich. Auch stimmlich ist das für mich vergessenswert und ich verstehe bis heute nicht, wie Mias Beitrag den diesjährigen kroatischen Vorentscheid DORA gewinnen konnte. Muss ich aber ja auch nicht, Hauptsache die Kroaten mögen ihren Beitrag. Mehr als 3 Punkte sind bei mir aber nicht drin.

Max: Ein nettes Pop-Lied aus Kroatien, das niemandem etwas Böses will – und genau da liegt wohl das Problem. Mia Dimšić ist ein süßes Mädel und „Guilty Pleasure“ auch wie erwähnt ganz okay, ein Song der auch locker bei Vodafone in der Warteschleife laufen könnte. Wirklich wettbewerbsfähig sehe ich ihn nicht wirklich. Da kann man auch nichts großartig mit einer Show herausreißen. 3 Punkte gibt es dennoch von mir.

Peter: 2022 gibt es definitiv einen Overload an Frauen mit und ohne Gitarre im Singer/Songwriterstyle, die in englischer Sprache mal mehr, mal weniger bedeutungsschwangere Botschaften vorsingen. Das Beste an „Guilty Pleasure“ ist die wunderschöne Stimme von Mia (gebt ihr ein besseres Lied!) und die coole Dora-Inszenierung mit dem striking Solotänzer. 8 Punkte.

Rick: Beim ersten Hören ganz nett, spätestens beim dritten/vierten Mal ein totaler Ohrwurm! Der Song klingt zwar gar nicht nach Kroatien und eher wie ein Charts-Hit aus den USA, aber ich denke, gerade darum kann es funktionieren. Dennoch wäre ein Revamp ganz gut, nicht zuletzt weil „Guilty Pleasure“ Armeniens Song stilistisch ähnelt und in die Quere kommen könnte. Ich kann mir mehr Pop/Dance-Einflüsse gut vorstellen und weniger Geigen, die ja doch sehr präsent im Song sind. Vorerst 6 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 44/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Guilty Pleasure“ auf Platz 34 von 40.

Wie schneidet der kroatische Beitrag "Guilty Pleasure" von Mia Dimšić ab?

  • Bleibt im Halbfinale hängen (71%, 296 Votes)
  • Platz 21-25 (13%, 56 Votes)
  • Platz 16-20 (11%, 45 Votes)
  • Platz 11-15 (3%, 13 Votes)
  • Top 5 (1%, 5 Votes)
  • Platz 6-10 (1%, 4 Votes)

Total Voters: 419

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur


49 Kommentare

  1. Ich fürchte, Guilty Pleasure bleibt im Halbfinale hängen. Und dabei mag ich den Song total gerne, habe ihn in meiner persönlichen Top 3. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Nummer auf der großen ESC-Bühne funktionieren wird, es sei denn, die Kroaten holen da noch was wirklich sentationelles aus der Stagingkiste. Bei mir wird Mia Dismic aber noch lange in Heavy Rotation laufen.

    • Schön, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine da stehe. Ist für mich persönlich einer der 3 Top-Songs und ich könnte ihn mir in Endlosschleife anhören.

      Aufgrund der ja eher negativen Reaktionen aus der Bubble rechne ich zwar nicht wirklich mit einem Finalticket (sehe den Song weder als klaren Jury- noch als Publiumskandidaten), aber hoffen tue ich es. Hat bei einem meiner Topsongs letztes Jahr (Portugal) ja auch geklappt – warum also nicht?

      Ich persönlich fand das Staging mit dem Tänzer eigentlich sehr schön, aber offensichtlich ist das wohl auch nicht mehrheitsfähig. Wenn die Verantwortlichen da eine Möglichkeit finden, dass anderweitig ansprechend zu präsentieren, sehe ich schon Chancen aufs Finale und einen Freudensäufzer meinerseits.

  2. Mir gefällt der kroatische Beitrag und ich würde Mia auch definitiv den Finaleinzug gönnen, jedoch sehe ich hier kaum eine Chance. Die Performance (und der Tänzer, just saying 😉 ) ist ganz süß, lenkt aber doch etwas zu sehr vom Song ab und braucht definitiv ein Upgrade, damit Kroatien auch nur in die Nähe des 10. Platzes im Halbfinale kommen kann. Die Performance und der Song müssen besser aufeinander abgestimmt sein und besser in einander greifen.
    Von mir gibt´s trotzdem 7 Punkte.

  3. Ist schon eher unauffällig, aber mit der Zeit hab‘ ich die Melodie schon lieb gewonnen und inzwischen gibt es ja auch eine kroatische Version (müßig zu erwähnen, dass die für mich viel interessanter klingt;). Jedenfalls immer noch spannender als der enttäuschende Mainstream-Aufguss aus Armenien, doch wie die meisten fürchte auch ich, dass es im Semi schon ziemlich eng für Mia werden dürfte.

  4. Ich finde, wir haben dieses jahr wenig an „mainstream Popsongs“ und davon ist der hier wohl einer der besten und kann somit durchaus einen Finaleinzug schaffen

  5. Es erinnert irgendwie an den niederländischen Beitrag von 2001, „Out on my own“ von Michelle. Nach mehrmaligem Hören ist es ein sehr hübsches Lied mit frühlingshafter Atmosphäre. Aber der erste Eindruck war leider blass.
    Vielleicht passt ja der Titel. „Guilty pleasure“ ist der Grower des Jahres und mittlerweile eines meiner Lieblingslieder. Aber ich fürchte, dass es auch in diesem Jahr wieder nicht für das Finale reichen wird.

  6. Not my Guilty Pleasure 😀

    Da fällt mir ein: ich hab bisher gar keines dieses Jahr. 🙁
    Bananenwölfe fallen raus, den Rest find ich entweder gut oder nicht gut. Kein Super, kein heimlicher Star.. hmm..

    San Marino vielleicht. Musik so lala, sieht aber schön aus. 🙂
    Ja, den nehm ich.

  7. Also, Kroatien hatte schon bessere Songs, mMn. Den Song habe ich gleich wieder vergessen. Wird schwer für Kroatien, dieses Jahr das Finale zu erreichen, glaube ich.

    • Der kroatische Song ist in diesem Jahr ein typischer Lückenfüller für mich. Plätschert so dahin, die Melodie im Refrain ist immerhin einprägsam. Zu unauffällig für den ESC, dazu noch diese komische Inszenierung aus dem Vorentscheid – ich weiß nicht. Für mich ein klassischer Kandidat für den letzten / vorletzten Platz im Semi: Finden alle irgendwie ganz nett, gibt aber niemand Punkte für bzw. ruft an. 3-4 Punkte, Platz 32.

  8. Wird schwer für Kroatien im stärkeren ersten Semi.
    Glaube nicht an einen Finaleinzug.
    Song langweilt mich auch,aber das machen dieses Jahr einige Song.

  9. Es ist zum Verzweifeln und Kopf auf die Tischplatte Schlagen: Da hatte Kroatien dieses Jahr mit „Moli za nas“ ein absolutes Meisterwerk im VE … und dann gewinnt dieses Paket, an dem alles nett, aber durchschnittlich ist, und löst das TIcket nach Turin. Viel Glück!

    Das herrlich rauhe „No War“ von Elis Lovrić wäre ebenfalls eine musikalisch tolle Wahl gewesen (die akustische Gitarre!!!) … und hätte inhaltlich natürlich sehr gut in die verstörende Gegenwart gepasst.

    • Beides gerade nochmal angehört. Beides besser als Guilty Pleasure. Schade Kroatien. No War wird uns sicher dieses Jahr noch lange Begleiten beim SCC

      • @ Thilo mit Bobby, wenn Du mal ’ne ruhige Minute hast, hör Dir Elis Lovric’s „Merika“ an. Ich liebe dieses Lied und denke, dass es Dir auch gefallen könnte.

  10. Hätte mit seiner radiotauglichen Beliebigheit wunderbar in den deutschen Vorentscheid gepasst und wird deshalb auch wahrscheinlich im Halbfinale rausfliegen. Unsere Radiojury dürfte das Ganze aber wunderbar gefallen….

  11. Schöne Stimme und eine Frau mit Charisma indeed.

    Ich mag den Song, aber er plätschert leider dahin, und er wird es schwer haben ins Finale zu kommen.
    Zumal der Österdahl den Kalauer rausgehauen hat, Kroatien und das für den Durschnittszuschauer womöglich ähnlich wirkende Saudade, Saudade in der Startreihenfolge hintereinander zu setzen, womit sie sich gegenseitig eliminieren könnten.. schade wenn es so eintrifft, denn vor allem Portugal gehört mE ins Finale, warum nicht auch Kroatien. Aber wie schrieb hier neulich jemand, ein guter Song kommt immer ins Finale, egal von welcher Startposition aus.

    Kroatien find ich auch besser als die radiofreundlichen Songs im deutschen VE. Es kommt mir leicht so vor, als wird man am diesjährigen kroatischen Abschneiden ablesen können, wo die deutschen Songs sonst untergekommen wären ohne Big 5 Status.

  12. Ich musste bei ihrer Stimme auch sofort an Katie Melua denken, und das ist ja nicht unbedingt ein schlechter Vergleich. Das Lied ist okay aber nicht mehr. Was der Handstand Akrobat mit dem Lied zu tun hat, verstehe ich nicht, wirkt eher störend. Kein Finaleinzug.

    • Ich hatte direkt Norah Jones im Kopf, aber Katie Melua passt zugegebenermaßen noch etwas besser.
      Aber auch diese beiden Künstlerinnen haben ja (von einzelnen Hits abgesehen) eher eine Nische von Popfans bedient und haben nicht in die großen Hallen und Stadien der Welt gespielt.

      Entsprechend gespannt bin ich, wie gut das Lied beim ESC abschneidet. Von meiner Seite aus hätte ich auch nichts gegen eine richtige Top-Platzierung (auch wenn ich nicht dran glaube).

  13. Mir gefällt das Lied gut und auch die Sängerin kommt authentisch rüber. Darf wegen mir gern ins Finale rutschen (was eher nicht passieren wird).
    Was man aber bei der Performance unbedingt weglassen sollte, ist der völlig unpassende Akrobat, der mehr kaputt macht, als unterstützt. Ich finde den extrem nervig (als Beigabe zum Lied, nicht als Person)

  14. Der schwächste folkige Song im ersten Semifinale, da bleibt leider wenig hängen. Dabei hätte Kroatien mit Marko und der anderen Mia gute Chancen gehabt, es ist ein Jammer. So heißt es wohl erneut: Kein Finale !

    Tummelt sich aber immerhin im Mittelfeld und bekommt 5,5 von 12 Punkten.

  15. Erstes Semi

    Niederlande 12/12 ganz sicher Q
    Ukraine 11/12 ganz sicher Q
    Litauen 9/12 eher Q
    Moldau 8/12 unsicher
    Armenien 7,5/12 eher Q
    Island 6,5/12 eher NQ
    Slowenien 6/12 sicher NQ
    Kroatien 5,5/12 eher NQ
    Griechenland 5/12 sicher Q
    Lettland 4,5/12 eher NQ
    Albanien 3,5/12 sicher Q
    Schweiz 3/12 unsicher
    Dänemark 2/12 ganz sicher NQ
    Bulgarien 1/12 ganz sicher NQ

    • HF Exit ist quasi garantiert. An dem Song ist ausserdem gar nichts, was auch nur den Anschein von ‚Folk-Pop‘ hat. Wäre dem so, hätte Mia bessere Chancen. So ist es einfach nur nen wirklich ganz lahmer Popsong verbrämt mit einer dürftigen, fast schon unglaubwürdigen Story. In Kroatien geht man nicht fremd, sondern träumt nur singenderweise davon, macht es dann aber doch nicht, weil man ja vergeben ist, oder so. lol

  16. Allerdings ist es interessant, daß die Mehrheit der Voter hier mehr als sieben Songs nicht im Finale sehen (AM, BG, CH, DK, HR, IS, LV, SI und bei MD gibt es einen Gleichstand in den Einschätzungen)….

  17. Nicht Gulity, nicht Pleasure, einfach nur …. nett. Nett im Sinne von: Kleine Schwester von ***. Wenn der Tänzer mit nach Turin kommt, will ich ein bisschen mehr Haut sehen, um für die drei Minuten verschwendete Lebenszeit wenigstens etwas entschädigt zu werden.

  18. Also ein Pleasure ist dieses Lied nun wirklich nicht. Ist nur ein weiterer 08/15-Song, bei dem ich mich Frage was die Kroaten nur an dem Lied hatten. Gabs wirklich nix besseres?

  19. Ne, also mein Guilty Pleasure wird es nicht wirklich. Ist an sich nett anzuhören aber einfach vieeeel zu unspektakulär und plätscherig um dauerhaft im Gedächtnis zu bleiben. Für die Fußgängerzone von Zagreb perfekt, aber für die große ESC-Bühne?? Ich denke eher nicht.

    Habe für Semi-Aus gestimmt.

  20. Also für mich weniger ein „guilty pleasure“ als ein „boring unpleasure“.
    Mia ist ja recht süß, aber ihre Stimme dann doch recht dünn, genauso der Text, genauso die Kompostion und die Instrumentalisierung. Von mir erhält der Song 4,5 von 10 Punkten und landet auf Platz 31 insgesamt und Platz 12 in Semi 1. Ungefähr dort wird der Song mMn auch tatsächlich landen.

  21. Song, Stimme, Darbietung: Passt zusammen, ohne Tricks. Bleibt leider nicht hängen.

    Instant Appeal: Nur wenn diesen Auftritt auch in Turin so gemacht wird.

    Finale: ja.
    Gewinner: nein.

  22. Fand den Song ja erst ganz nett, aber von allen Folkpop-Titeln in diesem Jahr ist er doch der schwächste. Ohne Bloc Voting sehe ich den draußen.

  23. Kleiner Seitenhieb an Max & Manu vorweg: Wer Dora verfolgt hat, der weiß, dass es 1) Zuschauer in der Halle dieses Jahr gab und 2) Mia die logische Siegerin des Events war. Sie stach einfach als letzte Starterin im dürftigen Feld so deutlich hervor, dass der Sieg für jeden klar war. Aber leider galt das nur für die Dora und nicht für den großen Wettbewerb, denn da geht sie doch ziemlich unter. Zum einen gibt es mit Armenien sehr ähnliche Konkurrenz und mit Portugal & Island noch weitere ruhigere Songs, die mehr überzeugen könnten. Wie schon im letzten Jahr hatte man einfach Pech mit dem Gewinner, denn Albina hätte es wohl sicherlich in diesem Feld ins Finale schaffen können.
    Dennoch gefällt mir „Guilty Pleasure“ sehr gut. Sie hat eine angenehme Stimme und man wird die drei Minuten ein wenig verzaubert. Ich schätze aber, dass sie sich nicht durchsetzen dürfte, und so sehen wir wohl Kroatien ein weiteres Mal im Halbfinale scheitern. Leider.

    Prognose: Halbfinale 14/17 (40%)
    Meinung: Platz 12/40 (8 Punkte)

    PS: „Moli za nas“ mag ich ebenfalls sehr, aber der Song blüht auch erst so richtig nach mehrmaligem Hören nach, da klang „Guilty Pleasure“ noch ein Ticken überzeugender. Dennoch sollte man das Dora dringend reformieren. HRT hält wohl nur wegen der Tradition an Opatija fest, obwohl die nicht mal eine richtige Halle haben. Den Vorentscheid, den wir da Jahr für Jahr verfolgen, findet in einer Turnhalle (!!) statt.

    • Das Dora wird seit 1993 in Opatija ausgetragen. Die erste Veranstaltung gab es 1992 und fand in der kroatischen Hauptstadt Zagreb, wo 1990 der ESC ausgetragen wurde, statt und wechselte dann in den Kristallsaal des Hotel Kvarner in Opatija:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dora_(kroatisches_Festival)

      Nachdem Dora 2019 wieder als Vorentscheid reaktiviert wurde, entschied man sich für die Marino Cvetkovic Sports Hall als Austragungsort. Natürlich gibt es in Kroatien auch noch andere Hallen, in denen das Event stattfinden könnte, wie zum Bleistift die Arena Zagreb oder Dom sportova, der auch in Zagreb ist, Eine andere Möglichkeit wäre die Spaladium Arena in Split, allerdings ist das Ganze ja auch eine Kostenfrage und daher hat sich HRT für Opatija entschieden.

  24. @ Cali: Aber was ist denn an einer Sporthalle verkehrt? Die meisten Hallen sind doch Mehrzweckhallen, und eine Arena Zagreb wäre für das Format wohl zu groß. Wenn man die Sendung verfolgt hat hat man auf jeden Fall sehen können, dass kleine Sender sich deutlich mehr Mühe geben und deutlich bessere Shows produzieren können als der NDR!

  25. Nett, aber von der Radiotauglichkeit so belanglos, dass es auch bei der deutschen Vorentscheidung hätte unterkommen können. Stimmlich wackelig und der unpassende Tänzer kann da auch nichts mehr aufhübschen. Bleibt leider ein Kandidat für’s Ausscheiden im Semi, obwohl es mir für Kroatien leid tut. Sie sollten sich lieber auf etwas Landestypisches konzentrieren, als so einen Song, der praktisch auch von jedem anderen Land kommen könnte.

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