ESC-Songcheck kompakt 2022 (17) – Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Auch in diesem Jahr wurde der portugiesische Beitrag für den Eurovision Song Contest über das traditionsreiche Festival da Canção gesucht und gefunden. Insgesamt 20 Beiträge nahmen 2022 an dem Wettbewerb teil. Diese traten in zwei Halbfinals à 10 Beiträge gegeneinander an, jeweils fünf zogen ins große Finale ein. Dort konnte sich die Sängerin MARO am Ende klar durchsetzen, denn ihr Lied „saudade, saudade“ erhielt sowohl von der Jury als auch vom Publikum die Höchstpunktzahl.

MARO ist eine junge Künstlerin, die nach einem Aufenthalt in Los Angeles kürzlich in ihr Heimatland Portugal zurückgekehrt ist. Ursprünglich war sie nach Los Angeles gegangen, um ihren musikalischen Traum zu verwirklichen. Der Aufenthalt in Amerika gab MARO die Möglichkeit, mit mehreren amerikanischen Songwritern zusammenzuarbeiten und so ihr musikalisches Handwerk weiter zu verfeinern

Der Song

MAROs gemeinsam mit John Blanda geschriebenes Lied „saudade, saudade“ entwickelte sich seit der Veröffentlichung langsam zu einem Liebling bei einigen Fans und erregte in den Tagen vor der portugiesischen Vorentscheidung besondere Aufmerksamkeit, als es auf Platz 1 der Viral-50-Charts des Landes auf Spotify landete. Zudem veröffentlichte die Sängerin bereits vor ihrem Festival-da-Canção-Sieg eine mit Freunden aufgenommene Akustikversion des Liedes auf YouTube, die bis heute schon fast 650.000 Aufrufe generieren konnte.

Der portugiesische Ausdruck „Saudade“ beschreibt das nostalgisches Gefühl, etwas Geliebtes verloren zu haben und lässt sich am ehesten mit Begriffen wie Traurigkeit, Wehmut, Sehnsucht oder Melancholie beschreiben. So singt MARO sanft wie eine portugiesische Sade vom Gefühl des Verlustes einer ihr wichtigen Person, von der sie glaubte, diese immer an ihrer Seite zu haben.

Der Check

Song: 5/5 Punkten

Stimme: 5/5 Punkten

Darbietung: 5/5 Punkten

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Ein wunderschöner Song und spätestens wenn der Frauenchor einsetzt, bin ich vollkommen hin und weg. 12 Punkte.

Berenike: Ich mag die Instrumentalspur aus dem Intro sehr, die sich dann durch den ganzen Song zieht. Auch das ruhig-melancholisches Grundgefühl des Songs spricht mich an. In der Studioversion erreicht mich „saudade, saudade“ nicht ganz, live gefällt mir das Zusammenspiel von MAROs sanfter Stimme mit dem Backgroundsängerinnen aber außerordentlich gut. Da berührt mich das Lied auf sehr ehrliche Art und Weise. In der Studioversion 7 Punkte, live 10 Punkte, somit „im Durchschnitt“ 8 Punkte.

Douze Points: Wo sind in diesem Jahr all die Schnarchnummern auf einmal hergekommen?! Ja klar, das ist schon irgendwie schön und vermutlich auch bewegend. Wenn sich MARO mit Syster zusammenschmeißt, könnten sie eine Schlafklinik ohne jegliche Pharmazeutika aufmachen. Wie viele Pullerpausen soll man dieses Jahr beim ESC eigentlich machen? Weck mich, wenn es vorbei ist. 4 Punkte (2 davon für die Landessprache).

Flo: Mir gefällt das sachliche Arrangement von „saudade, saudade“ und der gelungene Sprachwechsel zwischen Englisch und Portugiesisch. Das ist eine sehr gut gemachte, zurückgenommene ruhige Nummer, die für mich im ersten Halbfinale ihren eigenen Moment kreiert. Für den Finaleinzug könnte es dennoch knapp werden, aber für diesen guten musikalischen Beitrag kann man Portugal wieder einmal beglückwünschen. 10 Punkte.

Manu: Die Portugiesen haben sich in diesem Jahr überraschend klar für die Newcomerin MARO und ihren emotionalen Beitrag „saudade, saudade“ entschieden. Auch wenn ich eigentlich kein Freund davon bin, wenn die Landessprache mit der englischen Sprache gemischt wird – hier funktioniert der Sprachmix für mich exzellent. Dazu MAROs wundervolle Stimme, die mich von der zeitlos tollen SADE träumen lässt, der relaxte Rhythmus und der schöne Harmoniegesang mit ihren Freundinnen. MARO schafft es eindrucksvoll, das schwierig zu übersetzende Wort „Saudade“ fühlbar zu machen. Ich hoffe inständig, dass MARO nicht so übersehen wird wie Cláudia Pascoal 2018 und vergebe mit größtmöglicher Überzeugung 12 Punkte.

Max: Das Lied ging zunächst etwas an mir vorbei.  Erst als es den Vorentscheid gewann, merkte ich, dass es sich zu einem – Achtung – Dark Horse entwickeln könnte. Es ist sicherlich nicht wirklich aufregend, aber das Lied hat absolut etwas Atmosphärisches, was sich in diesem Jahr trotz den vielen Balladen aus der Menge herausheben wird. Das hat Portugal bereits im vergangenen Jahr geschafft mit einem wesentlich schlechteren Lied. Ich bin jedenfalls gespannt und das Lied steigt auch täglich in meiner Gunst. 7 Punkte von mir!

Peter: Fado-Melancholie meets US-Westcoast. Man merkt dem selbstkomponierten „saudade, saudade“ von MARO an, dass diese sich in Los Angeles musikalisch weiterentwickelt hat. Das Schönste an ihrem Song sind für mich der gefühlig-persönliche Text und die fünfstimmige Inszenierung beim portugiesischen VE mit fünf weiblichen Stimmfarben, die wunderbar miteinander harmonieren. Wobei ich ganz insgeheim denke, dass da optisch noch mehr herauszuholen wäre. Die Mädels müssen nicht alle angezogen sein wie Kindergärtnerinnen. Die Melodie ist eher so lalala, aber der intelligent-emotionale Text und die Zweisprachigkeit gleichen viel aus. 7 Punkte.

Rick: Mit Abstand war MARO meine Favoritin im Festival da Cançao. Die Nummer ist einfach super entspannt und dennoch irgendwie besonders, da dieser „Klapp-Beat“ ein echt spezieller Rhythmus ist. Zudem gefällt mir der Mix aus Portugiesisch und Englisch. Bin sehr auf die Performance gespannt und gebe 8 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 68/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „saudade, saudade“ auf Platz 17 von 40.

Wie schneidet der portugiesische Beitrag "saudade, saudade" von MARO ab?

  • Platz 16-20 (26%, 135 Votes)
  • Platz 11-15 (22%, 115 Votes)
  • bleibt im Halbfinale hängen (20%, 102 Votes)
  • Platz 6-10 (17%, 87 Votes)
  • Platz 1-5 (10%, 51 Votes)
  • Platz 21-25 (5%, 27 Votes)

Total Voters: 517

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X feat. Pia Maria


75 Kommentare

  1. Diesen Song liebe ich.😍😍😍

    Ich hoffe, dass der Song ins Finale kommt, und dort tippe ich mal einen Platz zwischen 5 und 10.

  2. Einer meiner Lieblingsbeiträge dieses Jahr und vielleicht die einzige langsamere Nummer, die ich gerne wieder und wieder höre.
    Ich liebe die Harmonien im Chorus

  3. E agora Portugal…

    Mein Tipp: Platz 13 oder 14 ist durchaus möglich.

    Zum Glück müssen wir diesmal nicht auf die schöne portugiesische Sprache verzichten und es schmeichelt sich auch schön in meinem Gehörgang, das sanfte Klatschen im Refrain ist zudem sehr eingängig.

    Insgesamt reicht es aber nicht für meine Top 10. Ich werte mit 7,5 von 12 Punkten. Boa sorte

  4. Es ist ein sehr schönes Lied, aber ich bin nicht sicher, ob Europa dieses Jahr Lust auf so einen langsamen Song hat. Also für mich schwer einzuschätzen, wo Portugal landen wird.

  5. Mag sein, dass ich nicht sehr entscheidungsfreudig bin. Aber ich finde „Saudade, Saudade“ von MARO zwar schön, aber trotzdem auch langweilig.

    Da ich aber den ESC 2018 in Lissabon sehr angenehm, erfrischend und geerdet empfand, einfach weil die Bühnentechnik dem üblichem Standard entsprach und die Portugiesen (m/w/d) in ihrer Bescheidenheit auch nicht das Bedürfnis hatten bezugnehmend auf die Bühnentechnik, visuelle Farbeffekte und das Bühnendesign ein hochexklusives Spektakel realisieren zu wollen, hoffe ich, dass Portugal es ins ESC-Finale schafft.

  6. Mir gefällt der Song wirklich gut. Die melancholische Stimmung transportiert Maro verdammt gut, durch das Klatschen im Refrain hat das ganze aber dennoch eine gewisse Leichtigkeit und verhindert dass es zu schwermütig wird. Der Mix aus Englisch und Portugiesisch funktioniert auch sehr gut.

    Gemeinsam mit den Niederlanden ist das tatsächlich mein Highlight im ersten Semi. Ich denke das Finale ist durchaus realistisch, dort so ähnlich dann wie letztes Jahr Black Mamba, vielleicht schleicht es sich auch knapp in die Top 10 was mich freuen würde. 🙂

    • Einheitsbrei Würde nicht bezeichnen nur weil mir nicht gefallen!
      Nach Barcelona Party ist Albanien beispielsweise mein Nr1 wie das Niederlande Live anhören wird werden wir heute Abend nach London Party erfahren!
      Und Norwegen Beispiel ist Kinder Garten gerecht und doch scheint einige zu mögen also eigene Geschmack, ich persönlich würde kein Punkt an Norwegen oder Österreich geben oder Anrufen

  7. Damit das Endklassement von Semi 1

    1. Niederlande 12/12
    2. Ukraine 11/12
    3. Norwegen 10/12
    4. Litauen 9/12
    5. Armenien 8,5//12 (gestiegen)
    6. Moldau 8/12
    7. Portugal 7,5/12
    8. Island 6,5/12
    9. Slowenien 6/12
    10. Kroatien 5,5/12
    11. Griechenland 5/12
    12. Lettland 4,5/12
    13. Österreich 4/12
    14. Albanien 3,5/12
    15. Schweiz 3/12
    16. Dänemark 2/12
    17. Bulgarien 1/12

    Der Punkteschnitt liegt bei 6,1, ist also Durchschnitt. Aber immerhin gibt es durchaus Abwechslung und viele Beiträge in Landessprache. Die Favoriten haben sich auch in der hiesigen Umfrage bestätigen. Es ist leichter zu tippen als das zweite Semi (da mehr „Einheitsbrei“ vorhanden)

    • Einheitsbrei Würde nicht bezeichnen nur weil mir nicht gefallen!
      Nach Barcelona Party ist Albanien beispielsweise mein Nr1 wie das Niederlande Live anhören wird werden wir heute Abend nach London Party erfahren!
      Und Norwegen Beispiel ist Kinder Garten gerecht und doch scheint einige zu mögen also eigene Geschmack, ich persönlich würde kein Punkt an Norwegen oder Österreich geben oder Anrufen

    • Huii bei Dir kommt Österreich nicht ins Finale? Da hoffe ich, dass Du dich in dem Punkt irrst, damit wir im Finale auch etwas Schwung in die Hütte bekommen inmitten all der Balladen und melanchonischen Beiträge.

  8. Sorr für OT, aber das erste Reaction-Video zu den Songchecks 2022 ist da!!

    Hier kann man Benny und Douze in Aktion sehen. 😉

  9. Sehr schöner emzspannter Song.
    Aber vielleicht etwas zu entspannt ???
    Hab so das Gefühl,das es durch sämtliche Televoterohren nur so durchrauscht.
    Und dort kaum Stimmen generiert.
    Die Jurys werden es besser bewerten.
    Für mich ist Portugal ein Wackelkandidat.

    • Sehr treffende beschrieben…. bei mir rauscht der Song auch durch, angenehm wie eine warme Dusche, aber es bleibt nichts haften.

      • Portugal spaltet das Fanlager in diesem Jahr fast wie kein anderer Beitrag. Entweder man findet den Zugang zum Song und findet ihn richtig gut oder man findet den Zugang nicht und empfindet den Song als sehr langweilig. Bei mir trifft eher letzteres zu. Ich spüre die sehr einzigartige Atmosphäre des Songs, aber mir ist es dann doch etwas zu unaufgeregt. Je öfter ich den Song höre, desto besser finde ich ihn. Ich tippe in Turin auf Platz 11-15 (Tendenz höher). Von mir gibt es 3-4 Punkte, zurzeit Platz 30.
        Was ich noch anmerken wollte:
        1. Mit „Degra.De“ hatte Portugal in diesem Jahr meinen Lieblingssong aller VEs und hätte damit bessere Chancen in Turin gehabt.
        2. Man hätte auch ruhig großzügiger seien können und die 5 Frauen als Gruppe auftreten lassen, so viel wie die 4 „Backgroundsängerinnen“ singen, kann man sie kaum noch als solche bezeichnen.
        3. Nette Geste von Maro, dass sie für ihre „Backingvocals“ in Turin zwei Konkurrentinnen aus dem FdC ausgewählt hat.

  10. Ich finde den Song unfassbar schön! Die Mehrstimmigkeit ist Hammer! Ich hätte den Song trotzdem lieber komplett in der tollen Landessprache gehört. Wenn das nicht ins Finale käme, wäre es für mich ein schlimmer Blackbird-Moment. Nd dann gern aufs Treppchen mit Italien und Frankreich! 👍🏻

  11. Wunderbar – perfect harmony. Mancher setzt das mit Langeweile gleich, für den anderen ist es einfach nur ein Genuss der einem beim Hören vom Alltag abschalten lässt – ich liebe es☺️
    Habe jedoch etwas Bedenken, es könnte in der recht grossen Anzahl an ruhigen Liedern überhört werden😢

  12. Ich mag‘s, könnte aber wie damals O jardim Knallhart ignoriert werden. Es ist ein seltsames Jahr, Stefania und Brividi – sage ich als emotionaler Italiener 🙄 – sind Champions League danach ist alles vorstellbar l.

  13. Von Portugal können sich einige Länder was abgucken! Man hat wieder ein ruhiges Lied zum esc geschickt was gut ankommen wird, für mich das dark horse des esc. Hab mir das Lied schon öfters angehort und ich muss sagen mir gefällt es immer besser, von den Balladen neben Niederlande und Polen eindeutig die beste, wenn man sich das lied anhört und die augen schließt nur zum dahin schmelzen, sehr beruhigend zu hören, es muss nicht immer Rock sein damit ist portugal die letzten Jahre immer gut Gefahren.mein top Platz 5-10 im finale

  14. Der Song ist bei mir so lala. Ich mag die ruhige minimalistische Performence. Wo die 4 Mädels im Halbkreis sitzten. Unbedingt behalten. Ich glaube sie könnte im Finale so 16 – 20. werden.

  15. Sorry, aber das finde ich unsagbar langweilig. Drei öde Minuten, die nie enden wollen. Portugiesische Beiträge gehen sehr oft an meinem Gehörgang vorbei, so auch dieses Jahr.
    In meinem Gesamtranking liegt dieses Lied auf Platz 39 von 40.
    Im Finale muß ich das wirklich nicht haben.
    1/10

  16. Intim, magisch und berührend!
    Super Wahl Portugal, mein 11 Platz!

    Meine Top 10 im ersten Halbfinale
    1.Island (3)
    2.Niederlande(5)
    3.Österreich(7)
    4.Albanien(8)
    5.Litauen(9)
    6.Norwegen(10)
    7.Portugal(11)
    8.Ukraine(13)
    9.Armenien(17)
    10.Griechenland(22)

  17. Was heißt „Saudade, Saudade“ eigentlich auf Deutsch? Da mein Portugiesisch etwas eingerostet ist, wage ich mal ein Tipp: „Langweilig, Langweilig“. Könnte das die richtige Antwort sein?

  18. Ich weine immer noch den verpassten Chancen im FdC nach. Warum nur mussten sich die Portugiesen wieder für ein so einschläferndes Musikstück entscheiden? Mit Pongo & Tristany sowie Fado Bicha wären tolle neue Akzente im ESC gesetzt worden. So ist es halt Portugal. Tut nicht weh, hat eine angenehme melancholische Atmosphäre (vor allem der Chor ist echt toll), aber man muss echt schon aufpassen, dass man nicht mit dem Kopf auf der Tischplatte aufschlägt.
    Eine weitere Abwertung gibt es für die dahin genuschelte englische Strophe…wozu das? Der portugiesische Teil des Songs wirkt wesentlich authentischer und lebendiger. Insgesamt macht das dann 5,5 von 10 Punkten und damit Platz 27 insgesamt, bzw. mit Platz 10 die knappe Qualifikation fürs Finale. „Saudade, Saudade“ wird wahrscheinlich auch tatsächlich knapp das Finale erreichen und dann im hinteren Mittelfeld, wenn auch nicht ganz hinten landen.

  19. Ich bin ja immer noch sauer, dass Pongo & Tristany nicht gewonnen haben.

    Aber „Saudade, Saudade“ ist ja zugegebenermaßen gar nicht schlecht. Allerdings gefällt mir die (von Benny oben verlinkte) Akkustikversion deutlich besser, die käme bei mir in die Top 10. Das schafft die ESC-Version nicht.

    Ob es aber im Halbfinale mit den vielen anderen langsamen/ruhigen Songs zündet und weiterkommt???

  20. Unkonventionell, eingängig und emotional. Eine tolle Mischung, die uns die sympathischen Künstlerinnen abseits vom anbiedernden Mainstream präsentieren. Ein wunderschöner Farbtupfer im Semi und auf alle Fälle finalwürdig. Sehr gute Wahl .

  21. Natürlich konnten die Portugiesen es nicht lassen, ein fast schon deprimierend wirkendes Lied namens „Saudade, Saudade“ zum ESC zu schicken.
    Da Portugal mein Sehnsuchtsland ist, muss der portugiesische Beitrag keine Bäume ausreißen können, um meine Sympathie zu bekommen. Und doch bin ich sehr über den Anklang überrascht, da dieses Lied doch sehr an „O jardim“ erinnert, das doch eigentlich nur dazu da war, die ESC-Meute aus Lissabon zu vertreiben.
    Es gab wesentlich interessantere Sachen im Festival da Canção (Povo pequenino, Dégrá.Dê und A minha praia), aber in diesen turbulenten Zeiten brauchte man wohl wenigstens eine Konstante namens Saudade.
    Trotz oben beschriebener Sympathie traue ich mich kaum dazu, einen Überraschungserfolg wie im letzten Jahr zu prognostizieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei den Juries gut ankommen kann. Aber können sich wirklich Televoter, sofern kein Teil der portugiesischen Diaspora, dafür erwärmen? Es wäre MARO und ihrer Selbsthilfegruppe sehr zu wünschen, aber ich habe da leider noch gewisse Zweifel.

  22. Hier nun meine Endabrechnung des ersten Semis
    In meinem Finale sind:
    1. S10 – De Diepte 🇳🇱 8,5/10
    2. Amanda Georgiadi Tenfjord – Die Together 🇬🇷 8,5/10
    3. Kalush Orchestra – Stefania 🇺🇦 8,5/10
    4. Monika Liu – Sentimai 🇱🇹 8/10
    5. Rosa Linn – SNAP 🇦🇲 7,5/10
    6. Systur – Med hækkandi sól 🇮🇸 6/10
    7. Ronela Hajati – Sekret 🇦🇱 6/10
    8. Zdob ši Zdub & Frati Advahov – Trenuletul 🇲🇩 5,5/10
    9. LPS – Disko 🇸🇮 5,5/10
    10. MARO – Saudade, Saudade 🇵🇹 5,5/10

    Damit bei mir ausgeschieden:
    11. Subwoolfer – Give that Woolf a Banana 🇳🇴 5/10
    12. Mia Dimšić – Guilty Pleasure 🇭🇷 4,5/10
    13. REDDI – The Show 🇩🇰 4,5/10
    14. LUM!X feat. Pia Maria – Halo 🇦🇹 3,5/10
    15. Intelligent Music Project – Intention 🇧🇬 3,5/10
    16. Marius Bear – Boys do cry 🇨🇭3,5/10
    17. Citi Zeni – Eat your salad 🇱🇻 3/10

    Das ist freilich mein Musikgeschmack, gleich folgt noch mein Qualifikationstipp.

  23. Ein Lied wie ein guter Freund. 🙂

    Ich mag die Stimmung des Liedes sehr gerne. Es ist schon eine Leistung zugleich melancholisch und hoffnungsvoll zu klingen. Und dann noch diese großartig subtilen Harmonien. Zeitlos schön scheint der ESC-Markenkern Portugals seit der Rückkehr 2017 zu sein. 👏👏👏 Allerdings war Maro beim FdC nur mein 3. Platz, aber das sagt vor allem etwas über die großartige Qualität aus, die das FdC Jahr für Jahr bietet.

    Ich hoffe, dass wir Portugal in den TOP 10 sehen werden.

    • Für mich (als Betroffene) klingt das Lied eher deprimierend als hoffnungsvoll, die lyrics erst recht
      Nichtsdestotrotz ein schönes melancholisches Lied
      das man imo hören kann und soll, ohne zu lange im Text zu grübeln..
      Wie jemand oben geschrieben hat: man muss schon aufpassen, dass man nicht mit dem Kopf auf der Tischplatte aufschlägt

  24. Mein Qualifikationstipp:
    Sicher im Finale – 🇳🇱🇬🇷🇺🇦🇦🇲🇳🇴
    Wahrscheinlich im Finale – 🇦🇹🇵🇹🇱🇹🇦🇱
    Wackelkandidaten – 🇲🇩🇮🇸
    Wahrscheinlich nicht im Finale – 🇨🇭🇭🇷🇩🇰🇧🇬
    Sicher nicht im Finale – 🇱🇻🇸🇮

  25. Mein Tipp ist fast identisch, bei mir allerdings die Schweiz ein Wackelkandidat und Bulgarien heißer Favorit auf den letzten Platz. Moldau zudem mit steigenden Chancen.

  26. Ich tippe mal, wie das erste Semi ausgehen könnte:

    1. Ukraine
    2. Niederlande
    3. Norwegen
    4. Armenien
    5. Griechenland
    6. Albanien
    7. Litauen
    8. Moldau
    9. Portugal
    10. Österreich

    11. Schweiz
    12. Island
    13. Kroatien
    14. Lettland
    15. Dänemark
    16. Slowenien
    17. Bulgarien

      • Armenien sehe ich mittlerweile ziemlich sicher im Finale. Ein unkomplizierter Song auf dem letzten Startplatz, das könnte ein Vorteil sein. Zudem gibt es mit NL; FR und GR „Punktelieferanten“.

  27. Der „Gefahrenbereich“ ist zwischen 8 und 12. Definitiv nicht im Finale sind DK, SI und BG.

  28. Poste mal gerade meine Wunschfinalisten:

    Niederlande
    Litauen
    Portugal
    Albanien
    Island
    Norwegen
    Österreich
    Republik Moldau
    Dänemark
    Ukraine

    (Beliebige Reihenfolge, habe kein Ranking erstellt)

    Für Island und Dänemark könnte es eng werden, wahrscheinlich kommen stattdessen Armenien und Griechenland weiter.

    • @Gaby

      Dann mache ich das auch. 😉

      Niederlande
      Portugal
      Österreich
      Island
      Ukraine
      Litauen
      Armenien
      Kroatien
      Griechenland
      Norwegen

      Muss aber anmerken dass ich nur die ersten drei von oben uneingeschränkt mag, ansonsten habe ich die Songs gewählt die ich noch am angehmsten/interessantesten fand bzw. im Fall von Norwegen einen „Farbtuper“ im Finale abgeben werden.

      Insgesamt aber ein eher durchschnittliches Semi für mich.

      • Das erste Semi finde ich viel stärker, im 2. bekomme ich keine 10 Wunschkandidaten zusammen.

  29. Ich würde eher Schweiz mit Österreich tauschen. Das könnte eventuell live nicht funktionieren.

  30. Portugiesische Melancholie ohne die faden, anstrengenden Fadoklänge, sondern mal sehr entspannt harmonisch. Da träume ich spontan von Urlaub, Strand, Sonne… Ich hoffe, der Frauenchor kommt mit auf die Bühne, es klingt so schön zart. Was allerdings im Deutschen ein kleines phonetisches Problem darstellt ist der Titel. Saudade klingt so nach Sauladen.

  31. Meine Wunschfinalisten (in alphabetischer Reihenfolge): Armenien, Island, Litauen, Moldawien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Ukraine.

    Um die übrigen beiden Plätze streiten sich Albanien, Dänemark, Portugal und Slowenien (Bulgarien und Kroatien und Bulgarien wären auch erträglich).

    Absolut nicht im Finale brauche ich Griechenland, Lettland und Norwegen.

  32. Ein wirklich ganz, ganz wundervolles Lied. Mir gefällt auch die maximal zurückgenommene Performance. Für mich hat das was Magisches, wie es zuletzt Georgiens Iriao hatten. Ich hoffe nur, dass sich die Magie auch im Finale auf den Bildschirmen entfaltet, fürchte aber eher, dass es wie bei „O Jardim“ nicht wertgeschätzt wird. Tippe daher nur auf 16–20, obwohl der Song eigentlich viiiiel stärker ist.

  33. Ein portugisischer Fado mit dem Titel Saudade. Voll überraschend :O
    Portugal muss sich in einem Feld voller ähnlich klingender Songs behaupten. Finale sollte drin sein, aber mehr als die rechte Hälfte nicht.

  34. Ich werde mit dem Lied nicht warm. Für mich klingt es wie ein heißer Sommersonntag an dem man im Stau steht auf einer Autobahn. Ich sehe auch keine starke Positionierung, weil es nicht eingängig genug ist, um im Gedächtnis zu bleiben, aber auch nicht kantig genug, um als eigenwillig zu glänzen.

  35. Mein diesjähriger Gewinnersong!
    Besonders finde ich auch dass Maro ihre FdC Mitfinalistinnen Milhanas und Diana Castro als Backgroundsängerinnen mit nach Turin nehmen wird. Das wird die pure stimmliche Power noch weiter nach oben schrauben 🙂

    • Wo hast du denn die Info her? Hört sich eher wie in Aprilscherz an da sie ein funktionierendes Ensemble hat😉

      • Wiwiblogs bzw. Milhanas eigene Instagram story 😊 beim neusten Beitrag vom offiziellen FdC Instagram Account werden die Backgroundsängerinnen auch vorgestellt 😊

  36. jetzt mal ehrlich…wer will sich sowas denn wirklich anhören? und wie viele? Einfach nur end boring dieses wenig inspirierende Geplätscher. Inspiriert zum Wegdämmern und zum ’schnell was anderes suchen‘. Bei ‚echten‘ ESC Fans hingegen da spielt die Musik woanders. Die haben den perfekten Riecher, hören ‚es‘ dann aber selber kaum bis gar nicht, sondern empfehlen es anderen sich das doch unbedingt anzuhören. haha. Nö.

      • @togravus ceterum

        Ein weiterer Kommentar von ihm der vor Überheblichkeit und Arroganz nur so trotzt, am besten man ignoriert diesen Wichtigtuer einfach.

  37. Also ich will mir sowas anhören. Sehr gerne sogar. Als ich mir im Vorhinein die Songs des portugiesischen Vorentscheids angehört habe, fand ich das Lied doch sehr fad und ging bei mir etwas unter, aber live kommt das nochmal ganz anders rüber. Die „Gruppentherapie“ auf der Bühne wirkt so authentisch und introvertiert im besten Sinne. Das hat schon beim FdC gut funktioniert, und ich bin mir recht sicher, dass das auch im Halbfinale einen starken Eindruck hinterlassen wird. Wie weit der Song aber danach kommt, kann ich so gar nicht abschätzen.

    Prognose: Halbfinale 10/17* (60%) -> Finale 16-20 (*würde es aber mittlerweile etwas höher einstufen)
    Meinung: Platz 11/40 (8 Punkte)

  38. Ich mag es seit dem ersten Hören und das bis heute. Ich kann aber auch jeden verstehen, der es langweilig findet. Hat ja nicht jeder so feine Öhrchen wie das doredo. 🐹 🤪

    Soo, und jetzt wieder Reznor.. 😁

  39. jetzt mal ehrlich…wer will sich sowas denn wirklich anhören? und wie viele?
    @Trevoristos
    Um deine Frage versuchen zu beantworten möchte ich sagen all diejenigen die einen Sinn für Musik haben die aus dem Herzen kommt werden das mögen und das werden hoffentlich sehr viele sein.
    Aber wenn man auf sein Herz hören will muss man seinen lauten Verstand leiser stellen😉

  40. Ganz hübsch, aber sieht echt aus wie der Gesangskreis der Kindergärtnerinnen. Auch ist es eher schade, dass nicht komplett auf Portugiesisch gesungen wird. Das Englisch ist nur schwer als solches zu erkennen.

  41. Ich fands ja auf den ersten Hör schon toll, aber mein lieber Herr Gesangsverein, ist das vielleicht ein Grower! Für mich so ein richtiges Wohlfühllied, wie eine warme Kuscheldecke, in die man sich an einem Winterabend reinkuschelt. Einfach nur wunderschön. Und darf gern im Finale (das ich für gesichert halte) die Top Ten knacken, wiewohl das schon sehr optimistisch ist. Obrigado, Portugal!

  42. Song, Stimme, Darbietung: Darbietung ist okay, aber die Grundtonhöhe passt nicht zu den Stimmen und deshalb wirkt es wie Musikunterricht in der Schule, wo alle verbindlich mitsingen sollen.

    Instant Appeal: Mit dem Ton aus, ja.

    Finale: nein.

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