ESC-Songcheck kompakt 2022 (21) – Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli

Nadir Rustamli – Foto: ICTIMAI TV

Nach dem Motto „Last but not least“ hat Aserbaidschan in diesem Jahr als letztes Teilnehmerland seinen Beitrag für den ESC 2022 „Fade To Black“ von Nadir Rustamli veröffentlicht. Die Auswahl von Lied und Sänger erfolgte intern durch die aserbaidschanische Fernsehanstalt İTV. Der Song feierte am 21. März Premiere. Dass Nadir Rustamli für das Kaukasus-Land antreten würde, stand dagegen schon Mitte Februar fest.

Drei Wochen zuvor hatte der 22-jährige das Finale von The Voice Aserbaidschan gewonnen, wo er von keinem anderen als Eldar („Ell“) Qasimov gecoacht wurde, der 2011 als Teil des Duos Ell & Nikki in Düsseldorf mit „Running Scared“ für Aserbaidschan den ESC gewann. Die Wahl von Eldar als Coach war dabei kein Zufall: Nadir hegte schon lange den Wunsch, sein Heimatland beim ESC zu vertreten. Dieser Traum wird für ihn jetzt wahr.

Nadir stammt aus Salyan, einer Kleinstadt in der Nähe des kaspischen Meers. Als Kind nahm er Klavierunterricht an der Musikschule und war während seiner Uni-Zeit Leadsänger und künstlerischer Leiter der Band „Sunrise“. Im Januar konnte er die zweite Staffel von „The Voice of Azerbaijan“ mit mehr als 40% der Stimmen im Finale gewinnen.

Der Song

„Fade To Black“ wurde von Andreas Stone Johansson, Anderz Wrethov, Thomas Stengaard und Sebastian Schub geschrieben. Letzterer stammt aus Deutschland und war 2018 im Workshop für die deutsche Vorentscheidung mit dabei. Gut möglich also, dass das Lied in einem deutschen Songwriting-Camp entstanden ist. Die anderen drei Komponisten haben alle schon in der Vergangenheit an ESC-Songs mitgeschrieben: Anderz Wrethov zeichnet für „Voices“ (Schweden 2021), „Too Late For Love“ (Schweden 2019), „Fuego“ (Zypern 2018) und „Always“ (Aserbaidschan 2009) mitverantwortlich. Ebenfalls an „Too Late For Love“ hat Andreas Johansson mitgeschrieben. Und Thomas Stengaard hat an „Adrenalina“ (San Marino 2021), „El Diablo“ (Zypern 2021), „Sister“ (Deutschland 2019), „You Let Me Walk Alone“ (Deutschland 2018) sowie „Only Teardrops“ (Dänemark 2013) mitgewirkt.

Der Song „Fade to Black“ ist komplett in englischer Sprache und beginnt mit einem Pianointro. Im Pre-Chorus beginnt sich die Pianomelodie zu entwickeln, ein Hauch traditioneller Instrumentation ist ebenfalls zu hören. Im Fokus steht jedoch der Gesang. Im Refrain fährt die Instrumentation wieder zurück und besinnt sich auf die Klaviermelodie. Dann geht der Song kurz in einen kraftvolleren Part über, ehe die zweite Strophe folgt. Im zweiten Refrain setzt ein dezenter Beat ein, der dem Song mehr Tempo verleiht. „Fade To Black“ entwickelt sich dann zu einer imposanten Ballade, bei der Nadir gegen Ende sein gesamtes Stimmvolumen unter Beweis stellt, ehe der Song ähnlich leise endet, wie er anfangs begonnen hat.

Im Text wird eine ehemals glückliche Beziehung beschrieben, die jetzt in die Brüche geht. Die Liebe hat sich ins Schlechte gewandelt und das lyrische Ich fühlt sich taub und ist voller Schmerzen. Es versucht die Beziehung noch zu retten, fleht den oder die Partner:in an zu bleiben, aber ihre Liebe geht allmählich ins Dunkel über.

Der Check

Song: 2,5/5 Punkten

Stimme: 4,5/5 Punkten

Darbietung: 4/5 Punkten

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Achja, Stangenware. Wirkt auf mich, als hätte Aserbaidschan kurz vor Schluss noch hektisch ein Lied gesucht, dass irgendwo auf Halde lag. Der Song hat eigentlich viel, was mir gefallen könnte und sollte, als Gesamtgebilde funktioniert er für mich aber nicht und erreicht mich nicht. 4 Punkte.

Berenike: Auf mich wirkt es so, als hätte man bei „Fade To Black“ nur darauf geachtet, dass Nadir seine Stimme möglichst laut und stimmakrobatisch präsentieren kann. Dass es in einem guten Lied aber nicht nur um die Stimme geht, auch wenn Nadirs unzweifelhaft gut ist, hat man dabei vergessen. Kompositorisch ist „Fade To Black“ dann doch etwas langweilig und unbeholfen (Ich sage nur „The weather“ als Hookline…). Die Steigerungen in seiner Stimme und in der Instrumentierung sind an sich nicht schlecht und sicherlich gut geeignet, den Song wirkungsvoll auf der Bühne zu inszenieren, trotzdem lässt mich der Track aktuell kalt. 3 Punkte.

Douze Points: „The rain, the rain“ war 2014. Heuer ist “The weather, the weather“. Aber auch sonst: Was ist das eigentlich für ein bekloppter Text? Das Lied ist darüber hinaus in einer Art zusammenstückelt, dass Ralph Siegel neidisch werden würde. Wie gut, dass Nadir Ausstrahlung hat und die Aserbaidschaner wissen, wie man auch so eine generische, pseudo-dramatische Nummer auf die Bühne bringt. 4 Punkte.

Flo: Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich „Fade To Black“ in diesem ESC-Jahrgang noch gebraucht hätte. Nadir hat eine sehr gute Stimme, ist damit aber auch nicht alleine unter den 40 Beiträgen. Das hin und her zwischen leise und laut ist irgendwo interessant, gleichzeitig plätschert es vor sich hin und wird eigentlich erst gegen Ende wirklich spannend. Dafür könnte am Ende trotzdem ein gutes Ergebnis rausspringen, mich persönlich holt es aber nicht ab. Für 22 Jahre ist es aber eine ziemlich reife Leistung, die Nadir abliefert… 5 Punkte.

Manu: Lange mussten wir auf die Veröffentlichung von „Fade to Black“ warten. Da erwartet man dann auch schon fast etwas Besonderes. Auf den ersten Blick kann Nadirs Beitrag die hohe Erwartung nicht erfüllen. Zu klassisch wirkt der Aufbau seiner dramatischen Ballade. Und doch höre ich „Fade To Black“ gern. Nadir verzichtet weitgehend auf hohe Stimmakkrobatik und seine Stimme beeindruckt mich gerade in den Tiefen. 7 Punkte.

Max: Ich erwähne es immer wieder: Balladen haben es bei mir schwer. Hin und wieder triggert mich eine und ich finde sie sehr schön und höre sie vergleichsweise häufig – was auch nicht viel ist. Nun ja, „Fade To Black“ gehört da nicht dazu. Im Grunde ist es kein schlechtes Lied, es ist ja eine gute Produktion. Zudem weiß ich auch die traditionellen Elemente – wenn sie auch nur dezent eingesetzt werden – sehr zu schätzen. Aber dennoch höre ich das Lied privat fast kaum, zudem leide ich generell am sehr balladigen ESC-Jahr 2022. Trotzdem 4 Punkte von mir.

Peter: Guter Typ (optisch mindestens Bundesliga), große Stimme, intelligenter Text und Drama bis zum Anschlag. Gleichzeitig ist „Fade To Black“ auch so ein bissel der unoriginelle Prototyp eines Songwriting-Camp-Titels, den man gut hören kann (auch mehrfach), der aber nicht so eindringlich und herausragend ist, dass man dafür televoten müsste. Eine Powerballade mit etwas zu stark kalkulierten Inszenierungs-Ausschlägen. Für den Text und die stimmliche Interpretation gibt’s von mir 8 Punkte.

Rick: Das „Land of Fire“ ist für mich eigentlich ja ein Upbeat-Land. Allerdings finde ich Nadirs Ballade tatsächlich ergreifend – wenn man sich darauf einlässt – und auch gar nicht wirklich „ESC-typisch“, sondern ziemlich artistisch. Der Beat am Ende sorgt nochmal für einen speziellen Touch und Nadirs Stimmvolumen wird sicher auch live überzeugen. Gut komponierter Song – wenn auch schon mehrmals durch interne Vorauswahlen gereicht. 7 Punkte.

Gesamtpunktzahl: 42/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Fade To Black“ auf Platz 35 von 40.

Wie schneidet der aserbaidschanische Beitrag "Fade To Black" von Nadir Rustamli ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta


69 Kommentare

    • Er sieht schnuckelig aus und singt ganz gut, aber ob das reicht? Das Lied kommt nie so richtig aus dem Quark und man erwartet den großen Refrain, der dann aber ausbleibt.

      • Das sehe ich auch so: Das ganze Lied lang wartet man auf irgendeinen Höhepunkt, der aber nie so richtig kommt. Nicht falsch verstehen, ich mag den Song eigentlich recht gerne, aber irgendwie ist es der Song, den ich von allen 40 am häufigsten vergesse. Wenn ich mir die ganzen 3 Minuten anhöre gefällt mir der Song ziemlich gut, einziges Problem: Direkt danach kann ich mich an nichts mehr als das „the weather“ erinnern. Zudem kann man den Song mit keinem weiteren aus diesem Jahrgang wirklich vergleichen, was ihn nochmal zusätzlich isoliert. Ich bin mir relativ sicher, dass es in diesem Jahr das zweite Semi-Aus in der Geschichte für Aserbaidschan gibt (Jurywertung hin und her).
        Von mir gibt’s 6-7 Punkte, aktuell Platz 18.

  1. Positiv: Gute Stimme, er sieht auch nicht übel aus… das war’s leider auch schon.
    Den Song finde ich eine ziemlich zähe Angelegenheit. Denke mal nicht, dass Aserbaidschan damit das Finale erreichen wird.

  2. Ja kann man so nebenbei hören , halt nichts besonderes . Wenn es ins Finale kommt , denn wohl eher auf den letzten Plätzen . Denke aber eher das es dieses Jahr nur für Halbfinale reicht .

  3. Es ist einfach so schade, weil er so eine hammer Stimme hat. Aber eine weitere Ballade braucht dieser Jahrgang echt nicht. Dafür ist der Song nicht gut genug. Schade

  4. Sehr schöne angenehme Stimme, nur noch Maliks berührt mich noch mehr..
    Das Lied ist aber nach dem langen Warten eine riesige Enttäuschung..Es wäre kein Verlust wenn das im Finale hängen bleiben würde

  5. DP – „bekloppter Text“
    Peter – „intelligenter Text“
    Wer hat denn nun recht. Ich rufe den Literaturprofessor um Hilfe😉

      • Das ehemalige Lehrerkollegium schließt sich an.

        Er wurde verlassen wegen des (schlechten oder guten, das bleibt im Dunkeln) Wetters?!?

        Da war er dann wohl ein sehr lausiger Liebhaber…

        Der Rest des Textes ist tatsächlich ebenso Stangenware wie die Komposition.

  6. Weder kann diese Ballade mit „brividi“ mithalten noch kann der Sänger was die Optik und das äußere Erscheinungsbild betrifft mit Mahmood und Blanco mithalten.

    Schlussfolgerung: Aserbaidschan schafft es nicht ins Finale.

    • Hm, die Schlussfolgerung ist nur dann schlüssig wenn du damit ausdrücken wolltest, dass es brividi nur ganz knapp ins Finale schaffen würde, alles was etwas schlechter ist, eben nicht.

      • @ESC1975:

        Verflucht. Da hast du wirklich recht.

        Angesichts der Tatsache, dass Mahmood und Blanco ja mit einem rekordverdächtigem Punkteergebnis den ESC gewinnen werden habe ich wirklich eine falsche Begründung abgeliefert.

        Aber meine Schlussfolgerung im Sinne einer Tatsache, nämlich dass Aserbaidschan es nicht ins Finale schafft bleibt dennoch bestehen. Und das wollte ich eigentlich sagen.

  7. Sänger mit toller Singstimme singt Schreiballadenstangenware. Das reicht im schlimmen 2. Halbfinale ganz locker für meine persönlichen TOP 10. Viel Glück!

  8. Hat nicht schon mal jemand gepostet, dass ihm der Song bekannt vorkommt? Habe den Verdacht, dass er aus Thomas Schreibers Schublade entwendet wurde.. also des Songs wegen eher kein Finale, wäre erst das zweite Mal für Azerbaidschan, könnte daher knapp doch klappen..

  9. Kurze Frage, aber weiß jemand, warum Georgien gerade jetzt so in den Odds hochsteigt? Also am Song hat sich doch nichts geändert und das Video gibt es ja auch schon länger, also warum so eine große Veränderung? 🤔

    • wieso wo steht das denn?
      Es steigt natürlich, weil wer ordentlich Geld darauf setzt und keinesfalls deshalb, weil der Song sich plötzlich stark steigender Beleibtheit erfreut. Das ist ja nicht der Fall.

      Würd mal sagen ’sich in den Odds hochzutricksen‘, wäre eine nicht ungeschickte Sache. Würde mich doch sehr stark wundern, wenn es das noch nie gegeben hätte.

    • Im MerciCherie Podcast hat Georgien gerade in Songcheck hervorragende Kritiken bekommen.. aber ob das reicht , um die Wettquoten anzukurbeln.. keine Ahnung, die interessieren mich eh nur ziemlich am Rande. Noch besser wurde Serbien bewertet.. sind da die Quoten auch gestiegen?

    • Die Frage kam vorhin auch bei Wiwibloggs auf. Da vermutete man genau wie Trevoristos, dass einfach irgendjemand aus dem Nichts hohe Wetten auf Georgien platziert habe.

  10. Mit Hilfe der Jurys wird es Aserbaidschan wohl ins Finale schaffen. Dort sehe ich aber kaum Chancen auf die Top 15 – es sei denn, da kommt noch eine richtig gute Inszenierung.

  11. Ne, da hat sich das Warten finde ich nicht gelohnt. Mir ist der Song zu zäh und theratralisch, irgendwie nehme ich ihm nix ab was er singt. Habe auch immer noch das Gefühl dass er kein Wort versteht was er da singt und jemand im Hintergrund steht und ihm den Text in Lautschrift aufzeigt.

    Ich fürchte es wird ins Finale kommen, dort aber dann hoffentlich unter ferner liefen landen, lieber wäre es mir allerdings wenn es gar nicht erst soweit kommt.

  12. Nach mehrmaligem Anhören finde ich den Song immer besser.
    Der Text ist in der Tat nicht der stärkste, es gibt aber auch weitaus debilere Machwerke, auch in dieser Saison. Was mir am Besten gefällt ist der Aufbau der Ballade und der sehr gezielte Einsatz von Nadirs toller Stimme und über seine Optik wurde bereits genug geschrieben 🤤 Ansonsten ist Aserbaidschan aber auch für gute Bühneninszenierungen bekannt, also mache ich mir da keine Sorgen.
    Bei mir gibt es 7,5 von 10 Punkten. Insgesamt liegt Nadir damit auf Platz 12 und im zweiten Semi auf Platz 4.
    Obwohl die 24 Punkte aus Russland dieses Mal fehlen, wird Aserbaidschan auch dieses Mal mit der Finalqualifikation kein Problem haben. Im Finale fehlen die 24 Punkte aber….daher wird es wohl eher eine Platzierung im Mittelfeld sein.

  13. Ins Finale wird er es schaffen, aber da sehe ich wenig Chancen, über Platz 20 hinauszukommen. Außer einer Handvoll Diaspora-Punkte wird im Televoting nicht viel kommen und wir werden im Finale so viele Jury-affine Songs haben, dass am Ende irgendwas hinten runter fallen muss.

    • Tut nicht weh, wirkt aber irgendwie leer und seelenlos – und das bei einem Herzschmerz-Liedchen. Damit das wirklich sicher ins Finale kommt, muss vermutlich schon der eine oder andere Petro-Dollar den Besitzer wechseln. … also ist wohl davon auszugehen.

      • Für die Performance, aber sicherheitshalber auch wieder für die eine oder andere SIM-Karte in Litauen oder auf Malta. 😉

  14. Viel zu gut bewertet vom ESC Kompakt Team zumindest . Ich gebe 1/10 Punkten . nur für die Optik

    der Song ist Stangenware , langweilig , unoriginell, , anbiedernd ,
    Die Stimme leicht quäkig , das englisch grottig .

    Ich hoffe er nimmt keinem guten Song den Finalplatz weg .

  15. Mir gefällt der Song ganz gut, 8 Punkte, wie so oft sagt mir der Text gar nix, klasse Stimme, Finale oder nicht, keine Ahnung, hab für Top 16 bis 20 gestimmt, vermutlich jetzt zum 11. Mal 🙄

  16. Ach man.
    Jedes Jahr hoffe ich, dass Aserbaidschan eine „Made in Azerbaijan“ Komposition schickt, statt einen schwedischen Song… Die Sänger und Komponisten sind auf jeden Fall da
    Und auch wünsche ich mir, dass wenigstens ein Teil, sei es die Bridge oder der letzte Refrain auf Aserbaidschanisch gesungen wird. Die Sprache ist total schön.
    Vor allem hat Nadir bei The Voice immer englische Lieder teilweise auf Landessprache übersetzt gesungen. Ich glaube auch, dass er gar kein Englisch spricht. Im Internet war die Reaktion der Landsleute auch eher negativ. Vor allem hat Nadir bei the Voice oft eher rockigere Lieder gesungen und Aserbaidschan hat eine wunderbare IndieRock Community.
    Naja, vielleicht 2023 mal was eigenes aus Baku.

  17. Ich finde den Song gähnend langweilig, eine gute Stimme reicht mir nicht, es fehlt Leidenschaft, da ist nur Leiden. Wirkt eher leblos auf mich und das video ist da leider auch keine Hilfe.

  18. Heute gab es weitere Votingergebnisse zu den Umfragen bei INFE und OGAE. Bei ersterer erhielt Italien die 12 Punkte aus Australien und Deutschland erwartungsgemäß keine:

    https://eurovoix.com/2022/04/07/infe-poll-2022-continues-with-%f0%9f%87%a6%f0%9f%87%ba-australia/

    Bei Letzterer vergab Griechenland seine Wertung und hier gingen die 12 Punkte nicht erwartungsgemäß an Zypern, sondern an Spanien:

    https://eurovoix.com/2022/04/07/greece-ogae-poll-2022/

    Auch hier gab es für Deutschland keine Punkte und bei beiden Votings ging auch Aserbaidschan leer aus.

  19. Der Song ist sicherlich nicht der stärkste, aber Nadir scheint sehr gut zu singen.
    Und wie ich Aserbaidschan kenne, machen die was draus. Ich würde mich also nicht wundern, wenn es im Finale landet.

  20. Typische X-Factor Ballade wie UK, SWE, POL, kann ich nix mit anfangen. Drollig, dass es hier Diskussionen über den Text gibt, ich kann fast nichts verstehen.

    • UK klingt für mich gar nicht nach X-Factor….. Bei den anderen Genannten stimme ich Dir zu.

  21. Nadir tut mir schon leid. So eine gute Stimme und so ein lahmer Song. Bis überhaupt etwas passiert haben die meisten schon abgeschaltet. Da hat jemand in Schweden tief in der Schublade gekramt.

  22. Ja, ich mag den Typen. Bestimmt der Sexiest Man Alive on ESC stage 2022,aber das ist wohl auch meine Affinität für Gingers geschuldet.

    Und so ganz nebenbei liefert ja auch einen recht ordentlichen, radiotauglichen Pop Song ab und das noch mit einer großartigen Stimme, vergleichbar nur mit dem Schweizer und dem Belgier. Also das möchte ich schon im Finale sehen.

  23. Ich bin für solche Songs eigentlich immer zu haben – es geht zwar wirklich ein bisschen lang bis „fade to black“ richtig in Fahrt kommt, trotzdem find ich das keine Sekunde langweilig, ich liebe das Klavier und seine Stimme ist wirklich großartig😊

      • Stimmt Gaby, wir haben aber auch hin und wieder musikalische Parallelen😉 – von der Denkweise sind wir jedoch so gut wie immer auf euner Wellenlänge☺️

    • „Ein bisschen lang“ liest sich gut. Als ich dieses Lied zum ersten Mal gehört habe, hat es sich ungelogen wie zwei Stunden angefühlt, bis auf einmal die Schlagzahl erhöht wurde. Das ist ein perfektes Beispiel dafür, dass drei Minuten sich wie Kaugummi ziehen können.

      • Kaugummi😂 also meine Geschmacksrichtung trifft er – und wenn du mal Einschlafprobleme hast, dann zieh dir den Nadir rein – aber nur bis zum Schlagzeug😅, ja, so unterschiedlich sind die Geschmäcker…

  24. Schade, dass Aserbaidschan nach dem großartigen „Cleopatra“ und „Mata Hari“ wieder zur schwedischen Langeweile zurückgekehrt ist.
    Eine starke Stimme hat der Mann zweifellos aber das Lied ist eine Schlaftablette. Der Name „Fade to black“ passt da sehr gut. Da fallen einem ja die Augen zu. Erst in der letzten Minute nimmt dieses als „emotionale Ballade“ angekündigte Ding dann doch noch Fahrt auf. Mal sehen, was diese letzten 60 Sekunden noch herausreißen können.
    Aber ich muss dieses Lied nicht unbedingt im Finale haben. Irgendwie schade, denn Aserbaidschan hat unbegrenzte Mittel und könnte sich seinen Beitrag unkompliziert in Istanbul produzieren lassen, wo man sich mit Aserbaidschan verbunden fühlt und sich für dieses Land deutlich ins Zeug legen würde. Was wollen die Aseris eigentlich immer mit den Schweden? Warum lassen sie sich einmal mehr so über den Tisch ziehen? Ictimai TV ist diesbezüglich fast so unbelehrbar wie der NDR.

  25. Homer Simpson würde sagen:“Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangweiiiiillllig.“ Meine Güte, so viel Saufen kann ich gar nicht, bei den vielen Pinkelpausensongs in diesem Jahr.

    • Herrgott, dann besauf dich doch und halt den Rand.
      Manchmal hilft: Einfach mal die Fresse halten.
      Mach ich jetzt auch.

      • Das hättest du vorher auch schon tun können. Dein Gesabber interessiert hier keine Sau.

      • Hast du gerade in den Spiegel geschaut oder meinst du Doredo? Also ich bin nicht „keine Sau“ wenn’s auf Doredo bezogen ist 😉

  26. Mein Geschmack isser nicht – optisch. Aber da stehe ich hier wohl alleine da…

    Achso, der Song: Eine ganz akzeptable Stangenware-Kopie von „Arcade“, aber unter Wasser war Duncan wenigstens nackt.

    E wurde wegen des (guten oder schlechten?) Wetters verlassen??? Dann war er wohl ein sehr lausiger Liebhaber!!!

    Bei mir im Mittelfeld (die Stimme ist ja doch recht brauchbar). Kommt wohl knapp ins Finale und da in die Nähe von Deutschland…

  27. Dass hier fast mehr über die Optik geredet wird als über den Song, sagt eigentlich schon alles aus. Während des ersten Hörens war ich ja froh, dass er nicht noch Vokalakrobatik durchführt – naja, dann setzte der letzte Teil des Liedes ein und alle Register wurden gezogen. Auf Startplatz #04 wurden die beiden schwächeren Balladen direkt hinter die Showdiven gesetzt. Mal sehen, ob sich das nicht negativ auf die Schweiz und Aserbaidschan auswirkt…
    Die Juroren werden es wohl in der Top 10 haben, bei den Zuschauern glaube ich das nicht so wirklich. Ich sehe es Stand jetzt noch knapp drin, aber das wird wohl eng werden für Aserbaidschan.

    Prognose: Halbfinale 7/18 (60%)* -> Finale 16-20 (*mittlerweile vielleicht nur noch 50%)
    Meinung: Platz 31/40 (5 Punkte)

  28. Wird gegen die beiden anderen Drama Queens aus Australien und Polen den Kürzeren ziehen und das Finale verpassen.

    Das Land des Feuers wie meistens ziemlich einfallslos: Castingshowsieger singt uninspirierten Schwedensong, schon tausendmal beim ESC gehört. ich werte mit 4 von 12 Punkten.

  29. Ödet mich immer mehr an. Allerdings kommen noch weitaus schwächere Songs in diesem Semi.

  30. Fade to black kann doch auch bedeuten, dass man vor lauter Langeweile einpennt, oder? Da kann der Mann noch so attraktiv und die Stimme noch so schön sein. Ich hoffe, dass es endlich mal abgestraft wird, dass Azedaze sich wie gefühlt immer sein Zeug in Schweden eingekauft hat und nach wie vor so überhaupt nix Eigenständiges zeigen will!

  31. Song, Stimme, Darbietung: Rundum seine Stimme komponiert und das ist gut so.

    Instant Appeal: Ja. Vielleicht ohne Haare im Gesicht noch mehr.

    Finale: ja.
    Gewinner: nein.

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