ESC-Songcheck kompakt 2022 (29) – Estland: „Hope“ von Stefan

Bild: AKO LEHEMETS

Stolze 40 Beiträge wetteiferten in diesem Jahr im traditionsreichen estnischen Vorentscheid Eesti Laul um das Ticket nach Turin. Erstmals fanden auch vier Viertelfinale statt, bei denen Jury und Televoter aufgrund der Musikvideos die Hälfte der Beiträge für die beiden Halbfinale aussuchte.

Mit dabei waren in diesem Jahr gleich 29 ehemalige Eesti Laul-Teilnehmer*innen – mit Anna Sahlene, Elina Nechayeva, Evelyn Samuel, Stig Rästa und Ott Lepland sogar Musiker*innen, die schon einmal beim ESC ihr Land vertraten. Interessanterweise erreichten alle von ihnen sogar einen Platz unter den besten Zehn bei ihren jeweiligen Song Contesten.

Auch Stefan Airapetjan – oder einfach Stefan, wie er sich als Musiker nennt – ist kein Unbekannter beim Eesti Laul. 2018 erreichte er als Teil der Band Vajé mit dem Lied „Laura (Walk With Me)“ den dritten Platz, ein Jahr später als Solokünstler mit der Ballade „Without You“ ebenfalls. Auch im Folgejahr 2020 erreichte Stefan das Finale von Eesti Laul. Mit dem gefühlvollen „By My Side“ reichte es zwar „nur“ für den siebten Platz, dafür erlangte Stefan im gleichen Jahr endgültig größere Bekanntheit in Estland, als er die erste nationale Ausgabe von „The Masked Singer Estland („Maskis laulja„)“ gewinnen konnte. Im letzten Jahr erschien das Lied „Dominoo“, das er zusammen mit der Sängerin Liis Nemsalu aufnahm. „Dominoo“ wurde zum meistgespielte Lied in Estland und so verwundert es auch nicht, dass der in eine armenische Familie geborene heute 24-jährige Este es in diesem Jahr erneut beim Eesti Laul versuchte.

Teils mit einigem Abstand konnte Stefan Viertel- und Halbfinale für sich entscheiden, im Finale zog er auch locker ins Superfinale ein, in dem dann ausschließlich das Televoting entschied. Mit klaren 62 Prozent wurde der ruhige und sympathische Este mit seinem Beitrag „Hope“ zum Gewinner gewählt und wird Estland im zweiten Halbfinale beim Eurovision Song Contest 2022 vertreten.

Der Song

„Hope“ entpuppt sich diesmal nicht als gefühlvolle Ballade, sondern als reinster radiofreundlicher Pop im Country/Westerngewand. Der Text stammt von Stefan selbst und ist inspiriert von aktuellen Geschehnissen (wie beispielsweise der Corona-Pandemie, der Black Lives Matter-Bewegung und dem Bergkarabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan). Mit seinem Lied möchte Stefan die Botschaft der Hoffnung verbreiten. Hoffnung zu finden und sie nicht zu verlieren.

Gemeinsam mit Karl-Ander Reismann, der zuvor auch schon an all seinen Beiträgen bei Eesti Laul mitwirkte komponierte und produzierte Stefan sein Lied. Karl-Ander Reismann ist ein erfolgreicher estnischer Songwriter und Musikproduzent, der in den letzten Jahren mit acht verschiedenen Songs das Finale von Eesti Laul erreicht hat. Seit 2018 schreibt und produziert er Songs für die besten estnischen Künstler. Karl war auch Mitglied der Eurovisions-Jury 2021 und ist seit 2020 Vorstandsmitglied der Estnischen Autorengesellschaft. Außerdem saß er in der Fachjury zur Auswahl des diesjährigen Beitrags der Schweiz.

Auch Vallo Kikas, der „Hope“ anschließend noch gemastert hat, ist in Eurovision-Kreisen kein Unbekannter. 2016 trat er als Komponist von Jüri Pootsmanns „Play“ in Erscheinung, 2019 komponierte er an „Storm“ von Victor Crone mit.

Der Check

Song: 4/5 Punkten

Stimme: 4/5 Punkten

Darbietung: 2/5 Punkten

Instant Appeal: 3/5 Punkten

Benny: Bei „Hope“ bin ich hin und her gerissen. Einerseits ist dieser Country-Style total meins, andererseits finde ich die Umsetzung total platt und bemüht. Ich kann den Song gut hören, aber richtig warm werde ich nicht damit. 6 Punkte.

Berenike: Ich liebe Stefans wundervoll tiefe Stimme, die perfekt zum Westernsound des Songs passt. Das Lied, der Auftritt in der Vorentscheidung und das Video an sich sind schon extrem klischeehaft, das stört mich hier aber nicht. Zum Ende hin geht der Track sehr schön auf und man kann die Weite und Freiheit fast greifen. 8 Punkte.

Douze Points: „Western von gestern“ mochte ich schon als Kind nicht besonders. Auch heute sind für mich Western immer noch von gestern. Da kann auch der smarte Stefan nichts daran ändern (ok, bei Anna Bergendahls Western-Pop wäre ich nicht ganz so hart). Trotzdem hat der Song ein paar schlaue Elemente, die ihn eingängig machen und zum Mitsummen animieren. Dazu kommt der Charme des Sängers und es reicht zusammen für 5 Punkte.

Flo: „Hope“ ist mit Sicherheit keine Neuerfindung der Popmusik und ist dennoch sehr gefällig. Mit Stefan hat Estland zudem einen sympathischen Künstler, der eine tolle Stimmfarbe hat und auf der Bühne im Vorentscheid schon sehr sicher wirkte. Mein Highlight: Die Breaks von Pre-Chorus zu Refrain, vor allem von der Bridge zum letzten Refrain. Und ganz ehrlich: Der Songtext hat mittlerweile auch eine gewisse Pointe… 6 Punkte.

Manu: Country/Western-Pop aus Estland. Wieso eigentlich auch nicht? Vor allem, wenn er so perfekt dargeboten wird wie Stefans „Hope“. Manchmal klingt ein Lied, als würde es dieses schon ewig geben. So geht es mir mit „Hope“ – klar ist das glatter Radiopop und natürlich wird hier jedes musikalische Cowboy-Klischee verwurstet, aber da passt einfach alles zusammen und ließ mich vom ersten Hören an fröhlich mitsingen. Ich trauere zwar noch Maian aus dem estnischen Vorentscheid nach, aber wenn Stefan seine albernen, sich von der Bühne schießenden Cowboys zu Hause lässt, darf das gern ins Finale und dort sogar an den Top 10 kratzen. 7 Punkte.

Max: Der Country/Western-Jahrgang geht weiter. „Hope“ klingt verdächtig nach einigen Songs, die vor ein paar Jahren die Mainstream-Charts dominiert haben. Es ist auch kein schlechter Song, für mich einer der besten Songs die Estland in den vergangenen Jahre zum ESC geschickt hat. Der Song stieg in den vergangenen Wochen in meiner Gunst und ich sehe ihn unabhängig davon im Finale, auch wenn ich ihn nicht rauf und runter höre. 7 Punkte von mir.

Peter: Eine Country-and-Western-Hymne aus Estland, warum nicht? Gibt von mir schon einmal einen kräftigen Originalitäts-Bonus. Cool und sympathisch ist auch, dass Stefan schon mehrere ESC-Anläufe genommen hat und sich jetzt endlich durchgesetzt hat. Willensstark ist das. Und Stefan Stimme ist magisch, mitreißend und kraftvoll und von einer faszinierende Tiefe, die unverwechselbar hängenbleibt. 8 Punkte.

Rick: Eine der wenigen Pop-Mainstream Nummern dieses Jahr und ich denke, gerade deswegen wird Estland mit Stefan aus dem Teilnehmerfeld herausstechen. Und natürlich auch durch die Country-Einflüsse, die jedoch meiner Meinung nach nicht zu penetrant sind. Auch wenn der Refrain etwas spannender sein könnte, mag ich den Song sehr. Geht ins Ohr und ist gut gemacht. Die Inszenierung wird jedoch eine wichtige Rolle beim Abschneiden spielen. 8 Punkte!

Gesamtpunktzahl: 55/96 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Hope“ auf Platz 10 von 40.

Wie schneidet der estnische Beitrag "Hope" von Stefan ab?

  • Platz 11-15 (39%, 157 Votes)
  • Platz 6-10 (25%, 99 Votes)
  • Platz 16-20 (21%, 86 Votes)
  • Platz 1-5 (8%, 32 Votes)
  • bleibt im Halbfinale hängen (4%, 15 Votes)
  • Platz 21-25 (3%, 14 Votes)

Total Voters: 403

Loading ... Loading ...

Bisher erschienene Songchecks:

Erste Hälfte des ersten Semis

(1) Albanien: „Sekret“ von Ronela Hajati
(2) Bulgarien: „Intention“ von Intelligent Music Project
(3) Lettland: „Eat Your Salad“ von Citi Zēni
(4) Litauen: „Sentimentai“ von Monika Liu
(5) Moldau: „Trenuleţul“ von Zdob şi Zdub & Fraţii Advahov
(6) Niederlande: „De Diepte“ von S10
(7) Schweiz: „Boys Do Cry“ von Marius Bear
(8) Slowenien: „Disko“ von LPS
(9) Ukraine: „Stefania“ von Kalush Orchestra

Zweite Hälfte des ersten Semis

(10) Armenien: „SNAP“ von Rosa Linn
(11) Dänemark: „The Show“ von REDDI
(12) Griechenland: „Die Together“ von Amanda Tenfjord
(13) Island: „Með Hækkandi Sól“ von Systur
(14) Kroatien: „Guilty Pleasure“ von Mia Dimšić
(15) Norwegen: „Give That Wolf A Banana“ von Subwoolfer
(16) Österreich: „Halo“ von LUM!X und Pia Maria
(17) Portugal: „saudade, saudade“ von MARO

Erste Hälfte des zweiten Semis

(18) Finnland: „Jezebel“ von The Rasmus
(19) Israel: „I.M“ von Michael Ben David
(20) Serbien: „In corpore sano“ von Konstrakta
(21) Aserbaidschan: „Fade To Black“ von Nadir Rustamli
(22) Georgien: „Lock Me In“ von Circus Mircus
(23) Malta: „I Am What I Am“ von Emma Muscat
(24) San Marino: „Stripper“ von Achille Lauro
(25) Australien: „Not The Same“ von Sheldon Riley
(26) Zypern: „Ela“ von Andromache

Zweite Hälfte des zweiten Semis

(27) Irland: „That’s Rich“ von Brooke
(28) Nordmazedonien: „Circles“ von Andrea


74 Kommentare

  1. Finale und dann Mittelfeld.
    Die Lyrics sind eingängig, aber mir zu plump und zu wiederholend

    „I hope, I hope, I hope
    I hope, I hope
    I hope, I hope, I hope
    The future still remains our own
    I hope, I hope, I hope
    I hope, I hope
    I hope, I hope, I hope
    I hope, I hope, I hope“

  2. Einer der wenigen Topsongs im öden zweiten Semi, ich traue Stefan durchaus eine Topplatzierung zu.

    Ist wohl unfreiwillig zur Friedenshymne mutiert, ansonsten eine geile Männerstimme kommt immer gut. Zudem paßt die verwaschene Aussprache gut zu dem Westernstyle.

    Insgesamt der bislang drittbeste Beitrag aus Estland, ich werte mit 10 von 12 Punkten.

  3. Mir gefällt der Song nicht besonders, besonders dieser Westernstyle nicht. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass er bisher etwas unterschätz wurde und in Turin ganz gut abschneiden wird.

  4. Zweites Semi

    Serbien 11/12
    Estland 10/12
    Finnland 8,5/12
    Zypern 8/12
    Georgien 7/12
    San Marino 6/12
    Aserbaidschan 3/12
    Australien 2,5/12
    Irland 2/12
    Nordmazedonien 2/12
    Israel 1,5/12
    Malta 1/12

  5. Meins isses ganz entschieden nicht, ich hasse alles, was auch nur im Ansatz nach Country riecht.

    Unabhängig davon denke ich, der Steffl bringt es im Finale überraschend weit.

  6. Für mich meine Nummer 2 in diesem Jahr. Ich höre das Lied seit Monaten rauf und runter und habe es mir nicht übergehört, packt mich jedes Mal wieder. Meiner Meinung nach der beste Beitrag, den Estland je ins Rennen geschickt hat. 😊
    Die Lyrics sind auch ziemlich zeitgemäß.

    • Auch meine Nummer 2 dieses Jahr und auch ansonsten 100% Zustimmung, geht mir genauso!

      Bei dem Song passt alles und ich wünsche Stefan ein Calm After The Storm Momentum. 🙂

      Ansonsten Team Brividi hier.
      Was ist deine Nummer 1?

      • Querido Pablo, bei mir ist Italien derzeit Platz 5 und Stefan auf Platz 6

        Estas contento ?

      • Schön, dass du es auch so siehst wie ich, Pablo. 🙂
        Und auch schön, dass der Song in Schlippschlapps Top 10 ist. 🙂

        Meine Nummer 1 ist Tschechien. 🥰
        Brividi mag ich auch auch sehr gerne, ist mein Platz 6. 😊

  7. ….ich frage mich nur (und ehrlich), ob die Morricone-anleihen etwas mit Country zu tun haben.
    Das werde ich mal näher untersuchen…🧐

  8. ich finds furchtbar öde.
    Aber der Typ sieht gut aus und das zweite HF ist extrem schwach, also geh ich davon aus, dass er weiter kommt.

  9. Schöner und atmosphärischer Song mit eingängiger Melodie, die gleich im Ohr bleibt. Top 10 sollte drin sein.
    8/10

  10. Das ist zwar kein Meilenstein der Musikgeschichte, aber ich mag diese optimistisch-hymnisch klingende Keinschnickschnackhommage an den guten alten Wilden Westen gerne hören. Kann auch damit zu tun haben, dass ich US-amerikanische Literatur und Kultur studiert habe. 🤔 Viel Glück!

  11. “Nett” beschreibt den Song ganz gut. Putzig, dass das als Country gesehen wird.

    • Country höre ich da auch nicht, aber ich denke, dass einige die Verbindung herstellen, weil das visuelle Thema der Wilde Westen ist.

  12. Diesen Song liebe ich.😍

    Ich hoffe, und glaube auch, dass Estland damit das Finale erreichen wird, dort vermute ich einen Platz zwischen 10 und 15.

  13. Meine Nummer 1 in 2022. Das Lied ist ein frischer Ohrwurm. Der Sänger eine Augenweide mit sehr erotischer Stimme. Der Song hätte auch von Avicii sein können. Kommt ganz klar ins Finale und ich hoffe dann auch in die Top 10.

  14. Beim „Eesti Laul“ ist dieses Lied komplett an mir vorbeigerauscht. Mittlerweile frage ich mich auch, warum. Klar, da war Anna Sahlene mit „Champion“. Im Vergleich dazu fiel Stefan kaum auf. In seinem ESC-Halbfinale wird er aber schon ein gewisses Alleinstellungsmerkmal haben. Und der Refrain ist trotz fehlendem Einfallsreichtum recht markant. Dazu gibt der Beat einem das Gefühl, durch die Wüste zu galoppieren. Da hat man den Spagat gut hingekriegt: „Hope“ ist kommerziell und massentauglich, kommt aber trotzdem authentisch rüber.
    Kurzum: ein echter Grower, dem eine Mittelfeldplatzierung im Finale durchaus zuzutrauen ist!

  15. Ich kenne viele in meinem community-freundeskreis, die estland toll finden. Viele finden auch nur den kerl süss und flippen deshalb.
    Überrascht bin ich aber, dass „hope“ ausserhalb der bubble erstaunlich gut ankommt und fast allen sehr gut gefällt. Ich glaube estland wird stark unterschätzt und könnte in einem jahr der puren mittelmässigkeiten dogar gewinnen.

  16. Ganz angenehmer Song.
    Nichts,was ich unbedingt gezielt hören würde.
    Aber wird wohl in Turin gut funktionieren.
    Diesen Eindruck hatte ich schon nach den Pre-Partys.
    Und besser abschneiden als mancher hochgehandelter Song
    Nenne jetzt nicht das Duo,an welches ich gerade denke.

  17. Ich bin gespannt, welcher Song denn bei Dir der schlimmste sei könnte. Ich habe schon eine Ahnung…

      • Mir kommt ne Blondine in den Sinn.
        Aber die hat den besten Song im Starterfeld.
        Und erreicht hoffentlich die Top 5.
        Sagen wir es mal so,ich sehe rot.

  18. Tja Ladies und Gentlemen, hier haben wir den ersten von gerade mal vier Songs dieses Jahr den ich die Höchstwertung von 12 Punkten gegeben habe.

    Das Rad wird natürlich nicht neu erfunden dadurch aber ich liebe einfach alles an diesem Song. Die Melodie, seine tiefe Stimme und auch die Inszenierung als Westernstück, lediglich die beiden Cowboys brauche ich nicht unbedingt, ist mir etwas zu sehr In your face.

    Wird gerade im balladenlastigen zweiten Semi sehr hervorstechen und im Finale dann so zwischen Platz 11-15 landen, aber auch ein Platz zwischen 6-10 halte ich nicht für ausgeschlossen. 🙂

  19. Eigentlich mag ich diesen Song gerne, wenn er mir nur nicht so vorkommen würde wie schon irgendwo mal gehört. Matty hatte in diesem Zusammenhang glaube ich David Guettas „Lovers in the sun“ erwähnt (wobei ich da gerade mal auf Youtube rein bin und doch einige Unterschiede höre), und dann fällt mir natürlich auch der Gewinnersong des Jahres 2015 mit Mattys Lieblingssänger dazu ein.

    Aber wahrscheinlich ist das ungerecht: Bei Musikstilen, die man nicht allzu oft hört, fällt einem meist sofort ein Exemplar derselben Gattung ein, während man bei Musik von einer Richtung, mit der man sehr vertraut ist, doch viel differenzierter an die Sache herangeht (und so gibt es ja auch beim ESC 2022 verschiedene Songs, denen eine ESC-averse-Person vorwerfen könnte, sie würden fast genau gleich klingen).

    Mal sehen, vielleicht bekommt „Hope“ bei mir das vorschnell geklebte Etikett „unoriginell“ doch noch los und steigt von Platz 17 etwas weiter nach oben.

    • „Lovers of the Sun“ scheint in der Tat die Vorlage für den Refrain von „Heroes“ gewesen zu sein. Bei „Hope“ denke aber ich mehr an Aviciis „Hey Brother“ (das wiederum die Strophe von „Heroes“ inspiriert haben mag). Vor allem ist es der Sound, die Melodie ist eine deutlich andere. Schweden selbst hat in der Vergangenheit schon deutlich dreister kopiert.

  20. Estland gefällt mir dieses Jahr richtig gut , seine Stimme passt zum Song .Das mit den beiden Cowboys ist etwas zu drüber ,da hat man sich sicher für Turin noch was anderes überlegt .
    Denke das es einfach wird für Estland ins Finale einzuziehen . Rechne auch mit einer Platzierung ab 15 nach Oben , Sieger aber nein .

  21. Ich finde eine gewisse Mittelmäßigkeit zieht sich in diesem Jahr durch die ganzen Beiträge. Bei dem hier genauso, kein wirklich geiler Song aber trotzdem ok. Außerhalb des ESC würde der Song, glaube ich, genauso nicht funktionieren wie viele andere auch nicht.Dieses Jahr sind wirklich nur ca 6 Beiträge dabei die außerhalb des ESC auch funktionieren. Italien, Großbritannien, Niederlande Norwegen Schweden und Österreich . Zumindest in den Hitparaden oder Streaming Plattformen

  22. Mein Favorit 2022. Bin aber etwas erstaunt darüber, dass an dem Teil kein einziger Schwede dran beteiligt war, aber es ist eine interessante Mischung. Zum einen klingt es wirklich wie Schwedenpop, daneben hat es aber auch etwas den Anspruch eines italienischen Westernsoundtracks. Ich bin der Ansicht, dass uns die Nummer in einem Monat überraschen wird. Top 10 ist drin! Könnte ein Juryliebling werden.

  23. Jetzt wird es immer spannender. In gut 2 Wochen beginnen die Proben und noch sind einige wichtige Fragen offen! Wird der Este Cowboys mitnehmen? Wird die Österreicherin bis dahin noch das Singen erlernen? Wird die Spanierin ihren Trend festigen und schließlich in Turin nackt auftreten? Und geht der Kelch an Deutschland vorbei und Malik wird doch immerhin vorletzter?

  24. Habe mal auf Wiki nachgesehen, ob diese Cowboy-Musik auch unter Country läuft:

    „Aufgrund ihres prägenden Einflusses auf die Country-Musik wird die Western Music als eine ihrer Unterkategorien angesehen. Dies ist nicht zuletzt auf den in der Vergangenheit vom amerikanischen Billboard-Magazin verwendeten Begriff Country & Western zurückzuführen.“

    Wer aserbaidschanische Klänge aus Aserbaidschan vermisst, der dürfte auch über Cowboy-Musik aus Estland verwundert sein… Aber why not?

    Finde Stimme und Lied ganz angenehm. 06/10.

  25. Wahnsinnig tolle Stimme, umwerfend schöner Mann, und eine Botschaft, die nach dem Eesti Laul aus bekannten Gründen nochmal deutlich an Aktualität gewonnen hat. Die Musi holt mich ebenfalls ab. Meine Nummer 1 im zweiten Semi und klarer Finalist. Dort wohl so zwischen den Plätzen 11 und 15 landend.

  26. Ich sagte es schon mal. Country und Western werden in den USA zwar als ein Genre betrachtet, sie haben aber außer der Kleiderwahl wenig miteinander zu tun. Country kommt aus den ländlichen Südstaaten und ist durch Instrumente und auch den Inhalt der Texte – eben das schwere Landleben – gekennzeichnet.Musikalisch kann das schon mal ins schlagerhafte gehen, ohne aber die hier üblichen Heile-Welt-Texte.
    Western Musik ist viel mehr Folk bezogen aber immer mit dem Bezug auf die heroische Eroberung des Westens. Die Elemente die Morricone in das Genre „gebracht“ hat waren übrigens nicht neu, das besondere war aber, dass sie bei ihm zum tragendes Element seiner Musik wurden.
    Im Grunde hört sich das Lied in den Strophen wie (Ghost) Riders in the Sky an, im Refrain dann wie Avicii.
    Daher darf man das Lied zurecht als Western-Pop bezeichnen, bei Country müsste es dann doch eher um Eifersucht oder schlechte Ernte gehen.

  27. Ich denke Estland wird besser abschneiden als viele denken, da der Song äußerst Massentauglich ist. Ein typisch internationaler Radio-Hit eben. Finale ist ganz sicher und dann ist, je nach Stimmung, vom Mittelfeld aus nach oben und unten alles drin.

    Übrigens dieser Jahrgang erinnert mich stark an den von 2015:
    Estland klingt wie Schweden 2015 , Armenien wie Ungarn 2015 , Aserbaidschan wie Aserbaidschan 2015. Nun fehlen nur noch die Duette, dann hätten wir 2015 Teil 2.

      • Da kann ich dir nur zustimmen Gaby, 2015 ist noch immer einer meiner Lieblingsjahrgänge, ich mochte damals fast alle Songs und konnte die meisten auch recht textsicher mitsingen bis die Stimme versagte😂

  28. Der diesjährige Eesti Laul war durchweg schwächer wie in den Vorjahren.
    2020 und 2021 fand ich daher den Sieg von Uku Suviste auch entsprechend ärgerlich.
    Dieses Jahr war Stefans Sieg folgerichtig. Er war der eingängigste und (@Schlippschlapp71: doch wohl) mainstreamigste Song von allen. Das meine ich nicht mal böse und gegenüber dem erwähnten Uku sicherlich ein deutlicher Fortschritt.
    Andererseits erinnert es mich zu sehr an „Storm“ und der sehr repetitive Refrain machen’s dann doch auch ein wenig langweilig. Daher gibt es auch nur 5 von 10 Punkten und Platz 28 insgesamt, bzw. Platz 14 im zweiten Semi (Tendenz aber leicht steigend). Finalteilnahme dürfte in Wirklichkeit aber kein Problem sein und dort die Top 10 knapp verfehlen.

  29. Gutaussehende Personen haben wir dieses Jahr beim ESC überdurchschnittlich viel.

    Der bildhübsche Blanco, der charismatische Mahmood, Jeremy Makiese, Chanel, Cornelia Jakobs, der Franzose mit hohen Modelqualitäten, die mehr als attraktive Griechin, die hübsche Holländerin, 5 wahnisinnig hübsche Portugiesinnen, … .. . Die Liste ließe sich nahezu noch endlos fortsetzen.

    Daher lässt sich auch mit mit dem gutaussehenden Estländer das Ruder nicht mehr herumreißen, da ihm bezugnehmend auf das attraktive äußere Erscheinungsbild einfach das Alleinstellungsmerkmal fehlt, um doch noch Punkte im Televoting sammeln zu können. Finale ja, aber dort dann irgendwo im letzten Drittel.

    Ach so ja, den Song finde ich so la la 😉

  30. Ich liebe dies Song und hoffe so sehr, dass der Titel ins Finale kommt. Die Stimme ist großartig, der Sänger dynamisch und mich stören auch die Western Klischees in keiner Weise, ein rundes Gesamtpaket und doch auffällig in den Balladen und normalen Popsong. Ich drücke fest die Daumen und ganz oft die Taste am Telefon für eine Platz in den top10.

  31. netter Countrysong, aber halt nicht mehr. Hope ist wenigstens einigermaßen amüsant. Und damit hat er schon mehr, als all die Jammerballaden in diesem Jahr.

  32. Hier ist wieder das Orakel. Ich Stimme den Anderen zu. Hope wird ins Finale kommen. Und nun wieder ein Sonderbericht des Orakls. Sheldon Riley Gewann dieses Jahr den Vorentscheid in Sydney. Not the Same gilt bei den Buchmachern als Sicherer Finalist. Hier im Forum ist Sheldon einer der Gehassten Sänger. Der Grund liegt woll daran. Das die Kommentaren Schreiber Angst haben das Sheldon den Italienischen Song den Jurry Sieg Wegnimmt.

    • @Patrick esc: also ich habe ja eher den Eindruck, dass Du den italienischen Beitrag sehr hasst. In jedem Deiner „Orakel“ ist der Grund, dass bestimmte Songs nur deswegen „gehasst“ werden, weil er „Brividi“ Jurypunkte klauen wird.
      Bitte glaub mal, bei den meisten im Forum geht es um den individuellen Geschmack und wenn einem ein Lied nicht gefällt, muss er oder die das ja nicht schönreden. Das meiste was ich hier über die von Dir angesprochenen Songs (Austr-ia und -alien) gelesen habe war vielleicht kritisch, aber kein Hass.
      Nun zu Deinem „Orakel“: LUM!IX wird M&B sicherlich keine Jurystimmen wegnehmen, Sheldon wenn überhaupt nur wenige. Ist zwar auch eine Ballade, aber die beiden Songs doch so unterschiedlich, so dass sich die Zielgruppen nur leicht überschneiden. Mal abgesehen davon, hat ja jeder mehrere Stimmen und kann diese auch verteilen.
      Musikgeschmack ist ja grundsätzlich etwas subjektives, aber bei einem „Orakel“ wünsche ich mir ein wenig mehr Objektivität und das ist bei Dir leider nicht vorhanden.

  33. Der Song gefällt mir ganz gut und ist locker in meiner persönlichen Top Ten. Allerdings ist er nicht gut genug um für ihn anzurufen. Dazu ist er zu konventionell und es gibt sowohl im ersten als auch im zweiten Halbfinale bessere Titel.
    Ich bin gespannt wie gut der Song beim Televote abschneidet, da ich mich frage wie viele Zuschauer den Song zwar mögen aber letztlich doch nicht für ihn anrufen. Auch wie die Jurys auf den Song reagieren, ist schwer vorhersagbar.
    Fürs Finale sollte es aber sicher reichen.

  34. Hier ist wieder das Orakel mit einem Sonderbericht. Meine Finalisten mit einer Prozenten Qualifikation. 1 Semifinale, Österreich 100 %, Albanien 100 %, Niederlande 100 %, Griechenland 90 %, Norwegen 85 %, Armenien 80 %, Portugal 80 %, Moldawien 75 %, Litauen 70 %. 2 Semifinale, Schweden 100 %, Australien 100 %, Polen 100 %, Estland 90 %, Zypern 85 %, Serbien 80 %, Tschechien 75 %, Montenegro 75 %.

  35. Warum sagt die Umfrage, ich habe bereits abgestimmt? Erstens habe ich das nicht, und zweitens würde ich für die Antwort auch nicht stimmen…

  36. Passend zum Beitrag Estlands gibt es auch heute wieder neue Wertungen in Sachen INFE und OGAE. Bei Ersterer erhielt das baltische Land aus Moldawien drei Punkte:

    https://eurovoix.com/2022/04/15/infe-poll-2022-moldova/

    Bei Letzterer blieb Estland mit seinem Beitrag punktlos und die Höchstwertung vom OGAE Rest der Welt erhielt das diesjährige Gastgeberland Italien:

    https://eurovoix.com/2022/04/15/rest-of-the-world-ogae-poll-2022/

    Deutschland ging – wie auch Österreich und Schweiz – leer aus.

  37. Diese Idee mit dem Cowboy-Duell beim Eesti Laul fand ich so dermaßen albern, kindisch und unnötig, dass ich allein deswegen im Finale gut auf den an und für sich ja okayen Song verzichten kann.

  38. Genialer Ohrwurm aus Hopeland😉. Endlich hat Stefan es nach einigen Anläufen geschafft. Ich bin mir sehr sicher, dass er es unter die Top 10 schaffen wird. Hier passt einfach alles: Song – Typ – Stimme. Danke Estland – ich liebe es🤗

  39. Ich bin da bei Benny, brauche „Hope“ nicht wirklich. Für mich ist das klassisches Füllmaterial: ist halt da, würde aber nicht fehlen. Mir ist das auch zu glattgebügelt, aber ich denke gerade, weil „Hope“ so generisch ist, wird Estland gut abschneiden (11.-15.). Am schlimmsten finde ich den sehr einfallsreichen Text, besonders im Refrain – schon etwas billig.
    Von mir gibt’s 5 Punkte, Platz 24.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.