Erste Probe Armenien: Srbuk – Walking Out

Erste Probe Armenien Srbuk Walking Out ESC 2019 3
Foto: Thomas Hanses

Da sind sie ja schon wieder, die schwarzen Over-Knee-Stiefel. Dazu trägt Srbuk eine schwarze Hotpants und ein schwarzes Oberteil.

Die Bühne ist sehr dunkel, schwarz und blau, mit roten Akzenten. Außerdem sind auf dem Backdrop und dem Bühnenboden Risse zu sehen, so als würde Glas zerschlagen werden.

Der erste Durchlauf ist nun vorbei und wir haben nicht mal richtig mitbekommen, dass es schon losging, weil es nämlich wieder einmal keinen Ton im Pressezentrum gibt. Deshalb sind die ersten Eindrücke diesmal nur rudimentär.

Dafür wird hier im Pressezentrum nun sogar eine Hebebühne aufgefahren, um die Probleme am Beamer zu beheben (ob sich das allerdings auf den Ton auswirkt, wage ich erstmal zu bezweifeln). Lassen wir uns überraschen, wie es weitergeht.

So, jetzt aber, den zweiten Durchlauf konnten wir sehen und hören. Srbuk ist tatsächlich ganz alleine auf der Bühne, aller Schnickschnack (und alle Tänzer, sorry Leute) wurde verbannt. Zu Beginn des Songs gibt es sehr viele schnelle Schnitte im Rhythmus des Songs und Srbuks Gesicht ist in Großaufnahme mal links, mal rechts und mal mittig auf dem Bildschirm zu sehen.

Zum ersten Prechorus wird der Backdrop mit einem weißen Lichtstrahl bespielt, der immer größer wird, bis schließlich die gesamte Bühne von weißem Licht überflutet wird. Ein altbewährter, aber auch schöner Effekt. In der Bridge kniet sich Srbuk schließlich hin, bevor im letzten Refrain die gesamte Bühne in viele einzelne Glassplitter zu zerspringen scheint. Teilweise ist die Künstlerin gar nicht mehr zu sehen, sondern nur die umher fliegenden Splitter.

Erste Probe Armenien Srbuk Walking Out ESC 2019 2
Foto: Thomas Hanses

Ein absolutes Highlight ist Srbuks Stimme – extrem kraftvoll. Ein Teil des Songs wurde hier gerade nochmal A Cappella eingespielt und da saß wirklich jeder Ton. Respekt!

Beim letzten Durchlauf kommt nun auch noch Bodennebel zum Einsatz und zum Schluss auch eine ganze Salve an Pyro-Effekten. Das sieht gut aus. Allerdings muss man auch sagen, dass bei weitem noch nicht alle Kameraeinstellungen sitzen, die Steadicam war wirklich in jedem einzelnen Durchlauf im Bild. Naja, es sind eben doch Proben…

Erste Probe Armenien Srbuk Walking Out ESC 2019
Foto: Thomas Hanses

Insgesamt eine gute und überzeugende Performance von Srbuk und ein energetischer Auftakt für das zweite Halbfinale.


27 Kommentare

  1. Die Kameraführung von Armeniens Beiträgen ist ja meist eine der besten.
    Sowohl Iveta als auch Artsviks Songs wurden dadurch aufgewertet, (wenn auch bei Artsvik nicht mit Top10 belohnt)
    Scheint dieses Mal auch so zu sein.
    Dennoch Respekt dafür, Srbuk komplett ohne Tänzer hinzustellen.

  2. Mal ganz ehrlich Armenien… da sind wir aber Besseres gewohnt… Qualifikation keine Frage aber die Top 10 dieses Jahr bitte aus den Gedanken streichen! Dankeschön!
    Platz 12-16 könnte es geben… was würde Deutschland dafür geben… 🙂

  3. Hoffentlich wird nächstes Jahr der LED Screen wieder abgeschafft. Die Stagings dieses Jahr sind absolut langweilig und unkreativ. Das war letztes Jahr deutlich besser.

    • Finde ich auch, ohne LED gibts mehr Kreativität.
      Aber letztes Jahr hat Michael Schulte leider bewiesen, dass gerade das am effektivsten funktioniert.
      Schade, dass er für den Regelbruch noch belohnt wurde.
      Wäre dieses Jahr auch kein LED Screen in Verwendung, würden bestimmt zehn Delegationen mit der aufblasbaren Leinwand daherkommen.

      • Wo stand denn bitte in den offiziellen Regeln letztes Jahr, dass die Delegation keine Projektionen (Es war kein LED!!) verwenden durften. Solche dummen Vorwürfe sind absolut unnötig

      • Das stimmt allerdings, es war kein LED Screen, sondern nur ein Schlauchboot auf dem was projieziert wurde

      • Sorry, der Regelbruch sollte eigentlich „Regelbruch“ sein.
        Denn es war ja nur der Wunsch der Veranstalter, ohne LED- Projektionen auszukommen, nicht die Vorschrift.

  4. Das ist ja der erste Armeniensong in diesem Jahrzehnt, der mir zusagt, von daher glaube ich an ein Finale. Ich mag den deftigen Beat, die Stimme und die Samples am Ende. Das kommt wahrscheinlich ins Finale.

  5. Ich bin ja in der Regel kein Fan von vielen Tänzern auf der Bühne, aber hier hätten es doch ein zwei wie im Video sein dürfen. Schließlich geht es doch im Song darum, sich aus einer Beziehung zu befreien. Dies wurde im Video m.E. gut inszeniert.

  6. Scherben-Effekte? Geil 😁😍 Go Srbuk!
    Und was habt ihr dieses Jahr alle mit den angeblich „nuttigen Stiefeln“? Kann auch sein, dass es für mich das falsche Geschlecht ist lol, aber diese Stiefel sind völlig in Ordnung

  7. Hui, mal eine Ein-Frau-Performance ohne Tänzer. I like! Aber da muss die Stimme dann auch wirklich perfekt sein, aber der Kommentar oben stimmt mich recht positiv.

  8. Ohne Kameraführung in dem Eurovision.tv-Video wirkte das jetzt gar nicht, aber mit guten Schnitten kann ich mir Armenien durchaus im Finale vorstellen.

  9. Ja, da kommt es auf die Bildinszenierung drauf an. Immerhin muss sie den Song ganz alleine tragen und eine Iveta ist sie – zumindest nach diesem flüchtigen Eindruck – nicht.

  10. Die rasende grusinische Medea hat ihre Tänzer offenbar schon in Stücke gerissen und unter der Bühne versteckt. Far too much hysterische Weibsgetue für eine doch sehr meiokre Melodei

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