Erste Probe beim ESC 2022: Reddi mit „The Show“ für Dänemark

Nach dem spannenden gestrigen Probenauftakt geht es heute weiter im ersten Halbfinale. Mit von der Partie sind auch die Damen von Reddi aus Dänemark, die zum ersten Mal ihren Song „The Show“ auf der ESC-Bühne proben werden.

Kurz vor ihrer Abreise nach Turin gab es noch ein Fotoshooting für die nächste Single, die wohl in naher Zukunft erscheinen wird.

Bei der Gruppe gab es offenbar bei der Ankunft in Turin noch leichte Abstimmungsschwierigkeiten – die Gitarristin Agnes saß schon im Bus, während ein anderer Teil der Band offenbar an anderer Stelle gewartet hat. Schlussendlich haben sie es aber geschafft, zusammenzufinden und sind in ihrem Hotelzimmer angekommen.

Wie wir bereits geschrieben haben, läuft in diesem Jahr einiges anders, als wir das gewohnt sind. Die ersten Proben können auch wir als Presse nicht sehen und sind deshalb auf die Informationen, Bilder und Videos angewiesen, die über die offiziellen Kanäle von eurovision.tv zur Verfügung gestellt werden – und natürlich auf die Meet & Greets, die jeweils zwei Stunden nach Beginn der jeweiligen Probe stattfinden. Entsprechend werden auch unsere Probenblogs keinen abgeschlossenen Artikel sein, sondern ungefähr im Zeitraum dieser zwei Stunden immer weiter wachsen. Wann welches Material zur Verfügung gestellt wird, liegt wie ihr wisst nicht in unserer Hand und bekommen wir selbst auch erst im Laufe dieses Tages raus – besonders bei den TikTok-Videos kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Seid also ein bisschen nachsichtig mit uns und wir freuen uns natürlich über Hinweise in den Kommentaren, wenn Ihr Informationen im Internet findet.

Infos zur ersten Probe: 

Reddi bringen ihren Retro-Style nicht nur mit ihrem Song „The Show“, sondern wohl auch optisch auf die ESC-Bühne. Der offizielle ESC-Blog lobt einmal wieder die Kostüme und bezeichnet den Wettbewerb schon jetzt als „most fashion-forward Eurovision ever“.

Foto: EBU / Andres Putting

Ähnlich wie in der Vorentscheidungsperformance startet der Auftritt dunkel mit der Sängerin Siggy am Piano. Die Band ist mit ihren Instrumenten nach Turin angereist, gleichwohl der Sound wie üblich vom Band kommt.

Foto: EBU / Andres Putting

Auf dem LED-Backdrop sind Blöcke in Neonfarben zu sehen. Und auch der Tonlagenwechsel am Ende darf nicht fehlen. Ansonsten erinnert die Beleuchtung ebenfalls viel an den Auftritt im Dansk Melodi Grand Prix.

Foto: EBU / Andres Putting

Im letzten Durchlauf kommt zum ersten Mal am heutigen Probentag auch Pyrotechnik zum Einsatz.

Foto: EBU / Andres Putting
@eurovision

@Reddi Official are READY! Denmark take to the stage 👏 #Eurovision2022 #EurovisionTikTok #Eurovision

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Update vom Meet and Greet:

Reddi sind sehr zufrieden mit ihrem Auftritt und dem Staging. Der Song funktioniert als Ballade und als Rocknummer, es ist ihre Story, allein zu sein und gleichzeitig kamen sie als Band zusammen, und fingen an, gemeinsam Musik zu spielen. Wenn jemand dazukommt, verändert sich die gesamte Situation. Der Song verarbeitet die Gefühle der Band.

Ihan war für Dänemark 2012 in Baku dabei in der Band von Soluna Samay. Damals hatte sie ihre Mädels noch nicht, sie ist sehr glücklich, zurückkommen zu können und ein neues Kapitel ESC-Geschichte zu schreiben. Ihan hatte eine Vision, dann fand sie Siggy online. Siggy wiederum hat Ida auf Instagramm Schlagzeug spielen sehen und sich so connected. Sie leben in Dänemark und Schweden, haben sich durch die sozialen Medien aber zusammengefunden.

Die Pre-Party in Madrid war ein besonderes Erlebnis für Reddi. Das Publikum und die Fans waren sehr engagiert. Sie hoffen, nach Madrid zurückzukommen und ein eigenes Konzert zu spielen. Sie planen, mehr Musik zu veröffentlichen und Live-Konzerte zu spielen.

Mit ihrem Auftritt hoffen sie auch, junge Mädchen (und Jungen) zu ermutigen, in Bands Musik zu spielen. Sie hatten diese Stütze nicht und hoffen, andere Menschen zu begeistern.

Idas Hund sei eine wichtige Inspirationsquelle für die Band und kann auf dem Instagramprofil (@wearereddi) bestaunt werden.

Siggys Idol ist St. Vincent, die eine Gitarre designed hat, die speziell für Frauen entworfen wurde. Die Gitarre wird Siggy auch auf der Bühne spielen. Ihans Lieblingsband sind die Arctic Monkeys, aber auch My Chemical Romance, Fallout Boy, Paramore oder Panic at the Disco, aber auch Pop-Musik, die sie mit Rock mixen. Idas Favorit ist die Band Fusion aus Finnland. Alles kann für sie gut sein, wenn Energie und Attitüde stimmen.

Sie bedauern es immer noch, dass sie beim ESC nicht live spielen können – Playback zu spielen sei für sie schwieriger. Sie müssen die Energie vom Instrumente spielen nun anders hernehmen. Da müssen sie noch ein paar Akkorde üben, live würden sie weniger Fehler machen.

Der Bandname sei in einer Session entstanden, wo auf einer Box „Ready“ stand. Gleichzeitig fühlen sie sich auch bereit, nachdem sie lange gebraucht haben, um sich als Band zu finden. Den Sieg von Måneskin haben sie mit großer Freude verfolgt.

Sie lieben den schwedischen Song und Cornelia. Auch die Ukraine und Finnland sind bei ihnen hoch im Kurs.

Mit einer kurzen musikalischen Kostprobe endet das Meet und Greet von Reddi.

Über die erste dänische Probe sprechen wir außerdem ausführlich in unserem ESC Kompakt LIVE auf YouTube, das in der ersten Probenwoche täglich um 20 Uhr stattfindet. Einen Überblick über alle Proben des heutigen Tages findet ihr hier.

 


22 Kommentare

  1. Natürlich wünsche ich unserem nördlichen Nachbarn viel Erfolg. Aber ob das diesmal mit dem Finaleinzug klappt? Hm… der Song ist nicht schlecht, aber ich finde, es gibt in diesem Jahr stärkere Songs, könnte schwierig werden.

  2. Ich sach et Euch, dat is nix für meine Töchter ihre Mutter. Sagt mir Bescheid, wenn sie den Song ausgetauscht haben. Ansonsten kann ich mir das beim besten Willen nicht im Finale vorstellen.

  3. Nicht so meins…. Ich habe die Auswahl in Dänemark nicht verfolgt. Gab es eine VE und dieser Song war der beste? 🤔

  4. Das Lied ist so unfassbar schlecht komponiert… versteht man gar nicht bei Dänemark. Normalerweise haben die einen untrüglichen Instinkt für zwar seichte, aber sehr gut gemachte Pop-Dinger. Wird heuer eigentlich nur noch von Malta und Nordmazedonien getoppt

  5. Ich verstehe die negativen Kommentare zu Dänemark nicht . Der Song ist gut catchy und sogar einer der Besten dänischen Beiträge .Kommt leider halt nur zu spät in die Gänge , der Balladenteil ist zu lang

    Klar an Aud Wilken kommt es nicht heran , ich glaube trotzdem an Finale

  6. Dänemark ist einfach Dänemark. Und weil Dänemark schon letztes Jahr völlig zu unrecht sich NICHT für’s Finale qualifizierten, bin ich jetzt einfach mal dafür, dass sich Dänemark dieses Jahr mit seinem Song völlig zu unrecht für das Finale qualifiziert.

    • Falls das passieren sollte (was Jurys und Televoter verhüten mögen!) müssen sie aber mindestens in den nächsten fünf Jahren mit guten Songs rausfliegen, um für den kosmischen Ausgleich zu sorgen …

  7. Der Felicia Lu Gedächtnisanzug ist auch mit dabei… Glaube den habe ich jetzt zum dritten Mal in dieser Esc-Saison gesehen.

  8. Viel Neues war ja bei so einer Bandsituation nicht zu erwarten. Ich mag den Song wirklich gerne, aber das Finale sieht er leider nicht von innen.

  9. Keine großen Überraschungen hier, weder im positiven noch im negativen Sinne. Dabei hätte es die eine oder andere positive gebraucht…

  10. Die Dänen schwimmen ja schon seit ewigen Zeiten auf einer Retrowelle und wollen auch immer so einen Niedlichkeitsfaktor bedienen. Das Balladenintro gefällt mit eigentlich recht gut, aber dann wird’s ziemlich unbekömmliche Schrammelmusik. Sehe ich nicht im Finale.

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