Erste Probe NORDMAZEDONIEN: Vasil – Here I Stand

Als nächstes ist Vasil aus Nordmazedonien mit der Probe seines Beitrags „Here I Stand“ an der Reihe. Vasil ist bestimmt sehr froh, jetzt sagen zu können „Here I stand, on the Eurovision stage in Rotterdam“, denn im Voraus stand seine Teilnahme sogar kurzzeitig auf der Kippe als es Kontroversen über bulgarienfreundliche Symbole im offiziellen Video gab, am Ende stellte sich der nordmazedonische Rundfunk aber hinter den Sänger. Im ESC-Barometer kam Vasil bisher nicht sonderlich an, aber vielleicht kann er live viel mehr überzeugen? Ab 14:20 Uhr wissen wir mehr.

Beim ersten Durchlauf dürfen Vasil und die Delegation wieder ganz für sich allein sein.

Vasil steht die ganze erste Strophe über in einem dunklem Anzug vor schwarzen Hintergrund auf der Bühne. Auf seiner Brust ein heller Lichtkreis.

Foto: EBU / Andres Putting

Wirkung wird vor allem durch seine Mimik und Gestik erzeugt. Die mir persönlich allerdings zu pathetisch sind.

Foto: EBU / Andres Putting

Aber es ist gut, das man sein Gesicht deutlich sieht, auch wenn mich seine Körpersprache persönlich nicht so anspricht. Wenn Künstler Emotionen herüber bringen sollen, dann muss man ihr Gesicht sehen. Das ging ja damals in Tel Aviv bei der ersten Probe von Duncan total schief…

Im zweiten Teil kommen orange Sterne hinzu und die Bühne wird in warmes Licht getaucht.

Foto: EBU / Andres Putting
Foto: EBU / Andres Putting

Ganz zum Schluss ist die Bühne wieder dunkel gehalten und Vasil wird von zwei weißen strahlenförmigen Scheinwerfern angestrahlt. Das passt auch nicht so recht. Ist das Konzept jetzt warmes oder kaltes Licht?

Foto: EBU / Andres Putting

Auch Vasil wirkt so allein recht verloren, ähnlich wie Ana Soklič. Es scheint echt keine gute Idee, Künstler einsam auf die riesige Rotterdamer Bühne zu stellen.

Die Schnitte und Lichter in der zweiten Probe wirken viel besser, Vasil steht nicht so lange im Schwarzen, das Licht kommt eher dazu, und alles wirkt dynamischer.

Foto: EBU / Andres Putting

Auch seine Mimik und Gestik wirken jetzt überzeugender, immer noch etwas übertrieben für meinen Geschmack, aber nicht mehr so verkrampft. Damit kann er sicherlich schon Zuschauer, die es pathetisch mögen, erreichen.

Foto: EBU / Andres Putting

Es gibt einige Spezialeffekte, zwischen Vasils Händen erscheint eine Art Sternenstaub. Und auch mit den Scheinwerfern wird immer wieder gearbeitet, in einer Einstellung sieht man Vasil von hinten und er wird dabei von Lichtern angestrahlt.

Foto: EBU / Andres Putting

An sich ist hier die Grundidee gut Dynamik durch unterschiedliche Lichter, Spezialeffekte und Backdrops zu erzeugen, für mich wirkt es nur teilweise nicht so ganz zusammenpassend, da sollte die Delegation noch etwas nacharbeiten.

Foto: EBU / Andres Putting

34 Kommentare

  1. Ich kann mir schon vorstellen, dass er mit seinem Gesang Gänsehaut erzeugen kann. Mir fehlt nur eine erkennbare Melodie.

  2. „Es scheint echt keine gute Idee Künstler allein auf die riesige Rotterdamer Bühne zu stellen.“

    Ausnahmen bestätigern die Regel. Ich warte gespannt auf Frankreich.

    • Salvador Sobral und Duncan waren auch alleine auf die Bühne.
      Eigentlich gutes Zeichen für Barbara! 🙂

  3. Wenn die Kamera nah an den Künstlern dran sind, wird das zumindest am Bildschirm kein Problem sein. Dann kann man es schaffen, die Bühne kleiner wirken zu lassen als sie ist

  4. Jetzt hab ich ihm gute Nerven gewünscht, und hab nun selbst ganz flatternde . Aber gut, es sind die ersten Proben und die geben dem Künstler ja auch Sicherheit. Nur schade, dass so gar kein Chor zum Einsatz kommt – ich finde das würde dieses Erhabene dass der Song hat noch unterstreichen – ähnlich wie bei jeangu.

  5. Also ein schlechter Disney-Song ripoff und dazu ein schlechtes ripoff vom Bulletproof Staging? Ach herrje.

  6. Was hat er denn da für einen Fledermausanzug an? Und dieses Shirt sieht so aus, als wollte er eventuell ein Avenger darstellen. Die Bewegungen wirken auch noch etwas angestrengt.

  7. Oha… Vasil macht uns die Blitzkids/Dotter… Aber irgendwie wirkt es momentan noch auf mich als würde das nicht so recht zu einer emotionalen Musicalballade passen…

    Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen?

  8. Ich prognostiziere beim Televoting ein Ergebnis nahe der null Punkte, sorry….. Da nützt auch die Discokugel nichts.

  9. Ich hätte mir ein Orchester Esamble gewünscht, aber wenn ich mir es so ansehe und Song anhöre gefällt mir das. Was diese Lichtstrahlen sollen, ist mir ein Rätsel.

  10. Dieser Kommentar „wirkt auf der großen Bühne verloren….“ nervt schon ein wenig. Es ist doch ganz normal, dass Sänger ganz allein auf der Bühne sind, viele ESC-Sieger standen auch ganz alleine auf der Bühne und haben trotzdem gewonnen.

    • Wenn sie überzeugend allein auf der Bühne stehen, dann gilt dieser Satz natürlich nicht. Auf mich wirkten Ana und Vasil nur wirklich etwas verloren auf der Bühne, besonders auf dieser großen von Rotterdam.

    • Roxy, das stimmt so nicht. Eine Nina Sublatti kannst du auf jede Bühne der Welt stellen und sie wirkt dort nicht verloren. Die Aussage „wirkt verloren“ heißt im Grunde nichts Anderes, als dass the performing artist zu wenig Bühnenpräsenz hat.

  11. Der Tourist aus dem Balkan, der sich alleine auf seine Wanderung zur Nordsee macht, ist sehr emotional, was sich z.B. auch an seinem (zugegebermaßen etwas theatralischen) Aufschrei bemerkbar macht, wenn er auf einen größeren Stein tritt. Der Vorteil dieses Touristen ist, dass er ohne Kompass auskommt, da er alle 200m sein Wanderliedchen anstimmt, welches ihm versichert, wo er gerade steht.
    Trotz all seiner Bemühung sich mit seinem ausgefallenem Wanderhemd in die Disco der Herren aus Litauen zu schleichen, scheint eine Aufnahme in die engere Auswahl zum „Wanderweg des Jahres“ als ziemlich unwahrscheinlich.

  12. Ganz schön dreist einen Teil aus Dotters erfolgreicher Mello-Performance aus 2020 für diese seichte Nummer zu kopieren. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Das Publikum sicher auch nicht.

    • Na, als ob Dotter das erfunden hätte, die hat die Glitzerbrust schließlich auch schon geklaut.

      Ob es aber zu Vasils Auftritt passt, bleibt abzuwarten (von Berenike wird der Effekt im Blog gar nicht erwähnt).

      Ich bin ja einer der wenigen, der Vasil „und“ den Song mag, schließe mich aber an: zumindest von dem, was wir hier zu sehen bekommen, wirkt er tatsächlich recht verloren auf der Bühne – mal den Auftritt mit Close-Ups abwarten. Aber ich fürchte tatsächlich, er wird nicht bist zum Finalsamstag stehen bleiben dürfen.

  13. Oh Vasil… danke! Viel zu viel von allem und das dann noch fingerdick aufs Brot gestrichen. Das ist der wahre Spirit von Eurovision! Danke!

  14. Nordmazedonien macht es uns leicht und wir können feststellen, dass Finalticket ist nicht in greifbarer Nähe. Ich glaube auch, 0 Punkte vom Televoting sind wahrscheinlich.

  15. Oje, da wurde man ja fleißig „inspiriert“ in der mazedonischen Delegation. Ich glaube nicht so recht, dass es zum Song passt. Ansonsten sieht das aus nach Pathos im Überfluss – also genau das, was wir erwartet haben. Und, sind wir mal ehrlich, was sollte er auch sonst machen? Gerade mit dieser Nummer…
    An 0 Punkte glaube ich NICHT im Televoting, da wird es ein paar Randpunkte von Slowenien und Kroatien geben. Aber einstellig könnte es schon sein.

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