ESC 2025 in Basel: Petra Mede kehrt als Pausenact zurück – Céline Dion offenbar nicht

Foto: Instagram @celinedion

Das Hoffen und Daumendrücken hat offenbar nicht geholfen: Céline Dion (Aufmacherbild), die Siegerin des Eurovision Song Contest 1988, wird offenbar nicht als Pausenact zum diesjährigen Wettbewerb in Basel zurückkehren. Stattdessen gibt es im ersten Halbfinale am Dienstagabend einen Videogruß von ihr und eine Hommage an ihren siegreichen Beitrag „Ne partez pas sans moi“. Stattdessen können sich die Fans aber auf ein Wiedersehen mit der dreifachen, schwedischen ESC-Moderatorin Petra Mede freuen. Sie übernimmt einen Teil in dem musicalhaften Beitrag „Made in Switzerland“.

Am späten Montagabend ging in der St. Jakobshalle in Basel die zweite Durchlaufprobe des ersten Halbfinals des ESC 2025 zu Ende. Durch die Sendung führten die Moderatorinnen höchst charmant sowie souverän (Sandra Studer) und schlagfertig (Hazel Brugger). Und nachdem das Test-Voting über die 15 konkurrierenden Beiträge gestartet war, begannen die beiden plötzlich zu singen – und zwar über alle Erfindungen, die aus der Schweiz kommen. Zu allererst ist das natürlich der Eurovision Song Contest selbst, aber es gibt eben auch noch viel mehr.

Mitten in der Nummer kam dann die große Überraschung: die in Fankreise geradezu verehrte ESC-Moderatorin von 2013, 2016 und 2024 Petra Mede trat stark geschminkt aus der Kulisse und übernahm einen Teil des witzigen und musicalhaften Acts. Mit solchen Nummern hat sie auf der ESC-Bühne durchaus Erfahrung. Im letzten Jahr gab es etwa den Interval-Act „We Just Love Eurovision Too Much“.

Ein wahrer Klassiker ist aber die Pausennummer „Love, Love, Peace, Peace“, die Mede 2016 zusammen mit Måns Zelmerlöw auf die Bühne brachte.

Das Wiedersehen mit Petra Mede und auch der aufwändige Interval-Act im diesjährigen ersten Halbfinale sorgten am Montagabend für Freude, um nicht zu sagen: Euphorie. Umso ernüchternder war dann ein Einspieler, der ohne Ankündigung kam: Céline Dion sitzt in einer heimischen Wohnzimmersituation und spricht in die Kamera. Sie sagt, dass sie jetzt gerne in Basel wäre und dass der ESC ihr Leben verändert habe. Dafür sei sie der Schweiz und dem Wettbewerb immer dankbar. Ein Teil ihrer Botschaft spricht sie dann auch noch auf Französisch.

Direkt im Anschluss an das Video wurde bei der Probe wieder in die Halle geschaltet. Zu sehen waren ein Orchester und vier Künstler*innen des letztjährigen ESCs: iolanda aus Portugal, Jerry Heil aus der Ukraine, Marina Satti aus Griechenland und Silvester Belt aus Litauen. Zusammen sangen sie eine verdichtete und stilvolle Fassung von „Ne partez pas sans moi“, die Céline Dion sicher sehr glücklich macht, wenn sie morgen offiziell im ersten Halbfinale auf Millionen von Bildschirmen in Europa und der ganzen Welt zu sehen ist.

Nachdem es bereits Gerüchte gegeben hatte, Céline Dion hätte ihren Auftritt bereits vor einigen Tagen in der St. Jakobshalle in Basel geprobt, ist durchaus vorstellbar, dass das nur die Probe der Musiker des Orchesters war. In jedem Fall waren die umgeschriebenen Fassung des Siegersongs und die Organisation der jetzigen Sänger*innen sicher sehr aufwändig, so dass es schwer fällt, sich vorzustellen, dass Céline Dion doch noch am Samstag in Basel auf der Bühne steht. Unmöglich ist aber nichts.

Am heutigen Dienstagmorgen bestätigt die Schweizer Zeitung Blick.ch unsere vorsichtige Einschätzung. Der ESC-Mediensprecher Adrian Erni sagte demnach dem Blatt, dass die Organisatoren weiter mit Céline Dion im Austausch stünden. Ein Auftritt der Sängerin in einer der Shows sei damit weiter möglich.

Screenshot: Blick.ch

Obwohl Céline Dion Kanadierin ist, vertrat sie die Schweiz 1988 beim ESC und holte mit nur einem Punkt Vorsprung den Sieg für die Eidgenossenschaft. Daraufhin fand der Wettbewerb 1989 in Lausanne statt. Erst der Sieg von Nemo im letzten Jahr brachte den ESC zurück in die Schweiz. So gesehen hätte ein Auftritt von Dion eine sehr große Bedeutung gehabt. 2022 wurde bekannt, dass die Sängerin am Stiff-Person-Syndrom leidet. Ihren ersten großen Auftritt hatte sie danach erst bei der Eröffnung der Olympischen Spiele in Paris im letzten Jahr. Aktuell gibt es eine Dokumentation über Dion und den ESC in der arte Mediathek.

Findest Du es schade, dass Céline Dion offenbar nicht beim ESC in Basel auftritt? Und freust Du Dich, dass Petra Mede als Pausenact wieder mit dabei ist – dieses Mal auch außerhalb Schwedens? Lass es uns in den Kommentaren wissen. 



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29 Comments
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Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Schade, daß Céline Dion doch nicht live auftreten kann. Auf Petra Mede freue ich mich aber auch, denn ich fand sie und Malin letztes Jahr super!

Last edited 1 Jahr zuvor by Matty
Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Matty, ich habe statt Malin erst Mans gelesen. 🙈🙈🙈 (duckundweg)

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor

Da tritt Celine Dion dann halt im nächsten Jahr in der Schweiz auf, wenn Zoe Me die Titelverteidigung holt. 🤓

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  Malge1985

Genau 🥰🥰🥰

ManuL
ManuL
1 Jahr zuvor

Es war in der Halle unglaublich ergreifend und wunderschön, das gemeinsame Cover von Ne partez pas sans moi zu erleben😍

Alex John
Alex John
1 Jahr zuvor

„..die in Fankreise geradezu verehrte ESC-Moderatorin von 2013, 2016 und 2024 Petra Mede…“

Bitte nicht verallgemeinern.
Kann mit der Dame überhaupt nichts anfangen.🫣

Für mich bleibt neben Anke Engelke Måns Zelmerlöw der souveränste Moderator der letzten 25 Jahre.

Frank D.
Frank D.
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Finde sie inzwischen auch überbewertet und überpräsent. Vor allem letztes Jahr waren ihre Witzchen doch eher nervend. Aber wir müssen damit rechnen, dass sie auch nächstes Jahr wieder dabei ist. Nichts topt die Moderation ihrer Landsmännin Lill Lindfors 1985.

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor
Reply to  Alex John

Muss ehrlich sagen, letztes Jahr hat Frau Mede mir am besten gefallen. Aber sollte Schweden wirklich gewinnen, würde ich mir für nächstes Jahr mal eine andere Moderation wünschen.
Die beste Moderation in diesem Jahrtausend fand ich 2007. Generell mag ich es, wenn die Moderation nicht ganz so sehr im Vordergrund steht. Die Hosts sollen nicht die Hauptpersonen sein (das sind die teilnehmenden Acts), sondern den ESC „nur“ begleiten. Deshalb mag ich es, wenn sich die Hosts ein bisschen dezent verhalten.

P.S.: 2010 fand ich auch gut.

Sebastian M
Sebastian M
1 Jahr zuvor

Ich war heute in der Halle. Ihr könnt euch auf eine grandiose Show freuen! Petras Auftritt und die dazugehörige Musical-Nummer war der Knaller. Ich glaube ja noch immer daran dass wir Céline im Finale sehen werden auch wenn sie im ersten Semi nicht vor Ort ist. We will see 😉

Last edited 1 Jahr zuvor by Sebastian M
ESC-Thom 💫
ESC-Thom 💫
1 Jahr zuvor

Petra Mede wärmt sich schon mal für den ESC 2026 in Schweden auf. 🤠

jofan2602
jofan2602
1 Jahr zuvor

Schade, aber nicht wirklich überraschend, das Celine Dion nicht in Basel auftritt.

Lola
Lola
1 Jahr zuvor

Auf Petra hätte ich irgendwie verzichten können. Ich persönlich bin „satt gesehen“, sie hat die letzten Jahre so viel stattgefunden im ESC Universum… naja.

Das mit Céline ist natürlich sehr schade. JEDOCH in Anbetracht Ihrer Krankheit und da wir alle nicht wissen, in welcher Verfassung Sie sich derzeit befindet, ist eine Video Botschaft doch eine nette Geste.

Nordlicht
Nordlicht
1 Jahr zuvor

Dass Celine Dion nicht auftritt ist für mich keine Überraschung, denn sie wollte auch in Interviews nie wieder auf den ESC (Grand Prix) angesprochen werden.

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor
Reply to  Nordlicht

Bitte alle seriösen Quellen, dass sie das GENAU SO kommuniziert hat

ToomiTuuna
ToomiTuuna
1 Jahr zuvor

Wenn…dann gibt’s nen kleinen Auftritt oder Botschaft von Celine Dion im Finale. Aber doch nicht im Semi.

Patrick
Patrick
1 Jahr zuvor
Reply to  ToomiTuuna

Ja finde ich auch seltsam, deswegen denke ich dass da noch was passieren muss im Finale!

Gaby
Gaby
1 Jahr zuvor

Finde es sehr schade, dass Céline Dion nicht persönlich anwesend sein kann. Wünsche ihr alles Liebe und Gute.🤗
Es ist aber sehr schön, dass ihr Siegersong von 1988 trotzdem eine Würdigung erfährt.

Ben70
Ben70
1 Jahr zuvor

oh nein, nicht schon wieder Petra Mede! Trotz aller Verehrung, aber sie wird doch nächstes Jahr zweifelsohne eh wieder im Einsatz sein. Sollte es uns doch 2025 eigentlich mal gegönnt sein eine mede- und monsterlöwse Zeit 2025 genießen…

Hieronymus
Hieronymus
1 Jahr zuvor

Findest Du es schade, dass Céline Dion offenbar nicht beim ESC in Basel auftritt?

Sehr

Und freust Du Dich, dass Petra Mede als Pausenact wieder mit dabei ist – dieses Mal auch außerhalb Schwedens?

Ja, sehr

Jabastalus
Jabastalus
1 Jahr zuvor

Fans dürfen weiterhin auf Céline Dion hoffen!
Gestern Nacht hatten mehrere Schweizer Medien berichtet, dass Céline Dion (57) dem ESC in Basel definitiv eine Absage erteilt habe. Dem ist aber nicht so – das bestätigte Blick gegenüber nun auch ESC-Mediensprecher Adrian Erni: «Am Montag fanden in Basel die ersten Rehearsal-Shows statt.» Dabei seien sämtliche Elemente der ersten Halbfinalshow durchgespielt und intensiv geprobt worden. Und weiter: «Bezüglich Céline gibt es aktuell keine Veränderung – wir stehen weiterhin mit ihr in engem Austausch.»

Quelle: blick.ch

Lurker
Lurker
1 Jahr zuvor

Petra Mede, die Barbara Schöneberger von Schweden. 😇

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  Lurker

Die beiden als Duo würde ich tatsächlich gerne mal sehen.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor

Also wenn man „We just love Eurovision too much“ im direkten Vergleich mit „Love, love, peace, peace“ sieht, ist es schon bergab gegangen mit den schwedischen Intervals. Zudem sie den Witz auch nicht noch mal bringen können, sollten sie tatsächlich gewinnen.

4porcelli - Help the 🦦 save his people United24k
4porcelli - Help the 🦦 save his people United24k
1 Jahr zuvor

Das war ja klar abzusehen. CD ist schwer krank, das eine Mal wo sie performte, war auf dem Eifelturm nach einem Dinner mit Emanuel Macron im Elysée. Der Gedanke, dass die jetzt in, sorry, eine Provinzstadt, fliegt um ein Duett mit dem Irren zu machen, war immer abwegig. Ich hoffe, es geht ihr besser.

🌅 Senza 🎗 Pietà 💪
🌅 Senza 🎗 Pietà 💪
1 Jahr zuvor

Silvester Belt, Iolanda und Marina Satti – dazu äußere ich mich jetzt besser nur
per Smileys: erstens 🤮, zweitens 🖕. Mehr als peinlich und traurig, daß die allen
Ernstes den Namen von Céline Dion beschmutzen dürfen. Werde mir nur die
Wettbewerbsauftritte dieses Semis im Nachhinein ansehen und mir die Ergebnisse
zu Gemüte führen …
Viel Glück, Polen 🤍❤ und 🤍🩵 San Marino!!

🌈
Ansonsten Grüße aus Basel, dem Dorf, das niemals schläft – zumindest nicht
vor 21 Uhr, wenn die Bürgersteige hochgeklappt werden … (Nur ein Scherz.) /
Tag 2, Montag

🇮🇱
Erster Besuch bei der israelischen Delegation: die Stimmung ist gut, die
Erwartungshaltung den Umständen entsprechend realistisch. Haben vor
allem über mentale Vorbereitung und Mindset gesprochen und diskutiert.
🍀 🤍💙 💎

Abends dann bei einer Veranstaltung, auf der der ESC von 1989 in Lausanne
gezeigt wurde. Herrlich, auch wenn ich persönlich auf singschreiende Kinder
ja immer besonders schreckhaft reagiere. 🏔 Meine Retro-Wertung:
1 Punkt an Zypern, 2 an Israel, 3 an Island (das ich also vor den null Punkten
gerettet hätte), 4 an Portugal, 5 an Spanien, 6 an Griechenland, 7 an Flandern
für Belgien, 8 an Schweden, 10 an Italien (La Oxa ❤ – Siehe Username …)
und 12 an Finnlands „La dolce vita“ mit Anneli Saaristo.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Petra Mede dard gerne beim ESC 2025 in Basel als Intervall-Act auftreten.

Dann wird hoffentlich jedem sehr deutlich gemacht, dass durchschnittliche Petra Mede als Moderatorin der sympathischen Sandra Studer niemals wird das Wasser reichen können.

ESCFan32
ESCFan32
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Sandra Studer macht wirklich eine großartige Figur und moderiert echt gut!

Hazel finde ich da schon manchmal etwas nervig in den Einspielern, wirkt auch etwas steif. Der aufgesetzte Humor kommt bei mir nicht wirklich gut an (und das obwohl er ja sehr an den deutschen Humor angelegt ist).

Vielleicht steigert sich Hazel in den anderen Shows noch etwas.

Matty
Matty
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCFan32

Auch Moderatoren haben Lampenfieber!

Matty
Matty
11 Monate zuvor

Heute hat die Journalistin Kattis Ahlström, die vor 25 Jahren zusammen mit Anders Lundin den ESC in Stockholm moderierte, Geburtstag. Sie wird 59 Jahre alt.