ESC 2025 in der Schweiz: Reto Peritz und Moritz Stadler zu Executive Producern gewählt

Moritz Stadler und Reto Peritz – Foto: SRG

Die Geschäftsleitung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) hat Reto Peritz von SRF und Moritz Stadler von RTS in Co-Leitung als Gesamtverantwortliche für den Eurovision Song Contest (ESC) 2025 in der Schweiz gewählt. Sie sind damit die Executive Producer der Shows im kommenden Jahr. Beide behalten ihre heutigen Funktionen, werden aber für ein Jahr von Kolleg/innen vertreten. Beide verfügen über jahrelange Erfahrung mit dem ESC und bilden gleichzeitig den deutsch- und den französischsprachigen Teil der Schweiz ab.

Das Schweizer Fernsehen nimmt den Eurovision Song Contest 2025 im eigenen Land nicht auf die leichte Schulter. Zur Sicherstellung der bestmöglichen Organisation und Durchführung wurden nun die ersten Personalentscheidungen gefällt: Die Geschäftsleitung der SRG hat auf Antrag der ESC-Task Force die Gesamtverantwortung für das größte Musikevent der Welt gewählt. Die Funktion der sogenannten „Executive Producer“ geht in einer Co-Leitung (also Doppel-Spitze) an Reto Peritz, 51, aktuell Abteilungsleiter Unterhaltung bei SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) und Moritz Stadler, 38, derzeit Abteilungsleiter Operations bei RTS (Radio Télévision Suisse).

Beide Medienmanager sind nach Einschätzung der Geschäftsleitung für die Funktion hervorragend geeignet, haben langjährige Berufserfahrungen mit dem ESC, Reto Peritz als früherer Delegationsleiter für die Schweiz und als gewähltes Mitglied der ESC Reference Group von 2019 bis 2021, Moritz Stadler als langjähriger Mitarbeiter der European Broadcasting Union (EBU). Beide werden ihre aktuellen Funktionen in den Unternehmenseinheiten beibehalten, werden die Leitung der von ihnen heute betreuten Projekte aber sukzessive und bis Juni 2025 abgeben und sich voll und ganz auf die Organisation des ESC konzentrieren.

Reto Peritz hat die Schweizer Geschicke in Sachen ESC über die letzten Jahre intensiv geprägt. In den 90er Jahren hatte er als Moderator bei privaten TV-und Radiosendern in der Schweiz gearbeitet und war anschließend Freelancer für verschiedene TV-Produktionen sowie beim Schweizer Fernsehen SRF. 2008 wechselte er dort in den Unterhaltungsbereich, für den er mittlerweile der Abteilungsleiter ist. Außerdem ist der Mitglied der Geschäftsleitung.

2016 war Peritz das erste Mal Schweizer Head of Delegation beim ESC. 2017 und 2018 hielt er am nationalen Schweizer Vorentscheid „Die große Entscheidungsshow“ fest. Unter seiner Ägide wechselte man dann zum internen Auswahlmodell, das mit Luca Hänni 2019 direkt den vierten Platz in Tel Aviv hervorbrachte. Von 2019 bis 2021 war er Mitglied der ESC Reference Group. 2021 übergab er die Funktion des Head of Delegation an Yves Schifferle. Mit dem Sieg von Nemo beim ESC in Malmö gehört Peritz nun wieder der ESC Reference Group an.

Moritz Stadler startete seine berufliche Karriere 2004 bei Radio France Internationale in Paris. Bei der Euro 2012 war er für den Bereich der TV-Kommentatoren-Organisation zuständig. Es folgten zwei Etappen beim Radiosender Europe 1, wo er zum stellvertretenden Leiter der operativen Abteilung aufstieg. Nach einer Station als Network Resource Manager bei der EBU wechselte er zu Eurovision Services und leitete dort verschiedene operative Projekte. Von 2016 bis 2022 war er auch der Projektmanager für den ESC. Seit zwei Jahren ist er Leiter der Operations bei RTS in Genf.

Das schwedische Fernsehen SVT hatte das vierköpfige Führungsteam für den ESC 2024 in Malmö am 14. Juni letzten Jahres benannt. Executive Producerin war Ebba Adielsson. Die anderen drei waren für die Bereiche Kommunikation/External Relations, TV- und wirtschaftliche Produktion zuständig.



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32 Comments
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4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Die Schweizer sind echt gut vorbereitet, schön. Reto unnötig zu erwähnen 🔥🔥🔥

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor

Hahaha, ich wollte erst fragen, ob der was für dich ist. 😅😂
Auf dich scheint jedenfalls immer Verlass zu sein…

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Ich bin ev vorhersehbar. 3 Tage plus ist immer gut, er hat so 5-6 würde ich sagen.

Franny
Franny
1 Jahr zuvor
Reply to  Jofan

Das war das erste, was ich bei dem Foto dachte. 😀

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Ein Schleswig-Holsteiner und ein Schweizer. Das wäre mal eine interessante Beziehungskombination. 😀

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Holsteinische Schweiz

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor
Reply to  undeuxtrois

Das wäre dann wohl der Nachwuchs …

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor
Reply to  Timo1986

Hatte ich tatsächlich noch nie und ich hab ja ne Reihe Länder durch. Mein jetziger Fbuddy ist ja Syrer und total höflich „Wenn Du möchtest, wäre es schön, wenn…“. Habibis sind sonst ja meistens eher auf „Ey Bruda Du“.

Last edited 1 Jahr zuvor by 4porcelli - Bring Hersh home!
derjoppes
Mitglied
derjoppes
1 Jahr zuvor

(Off-Topic) Gibt es schon irgendwelche Informationen zur Position des Executive Supervisors? Ich halte es für unwahrscheinlich, dass Martin Österdahl weitermacht.

4porcelli - Bring Hersh home!i
4porcelli - Bring Hersh home!i
1 Jahr zuvor
Reply to  derjoppes

Zweifellos hat SVT jemanden in der Reserve.

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  derjoppes

Martin Österdahl hat sich, meiner Meinung nach, nichts schlimmes vorzuwerfen! Und, was die Kommunikation zu der Thematik mit Joost Klein angeht, bin ich mir nicht so sicher, ob Martin Österdahl hierfür die Hauptverantwortung trägt, oder doch eher das Pressteam der EBU.

ESC1994
ESC1994
1 Jahr zuvor
Reply to  Douze Points

Erfahrung schützt vor Fehleinschätzungen nicht.

Vondenburg
Vondenburg
1 Jahr zuvor
Reply to  derjoppes
Marko mSuF
Marko mSuF
1 Jahr zuvor
Reply to  Vondenburg

Habe ich gestern schon erwähnt, noch eine kleine Ergänzung dazu. Nebel von Norwegen wird sich lösen. Da kommt noch etwas.

Marko mSuF
Marko mSuF
1 Jahr zuvor
Reply to  Marko mSuF
Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor
Reply to  derjoppes

Was auch immer das ist ( wie übersetzt man das ins Deutsche?), ich mache es

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor

Ich weiß nicht warum, aber nach dem diesjährigen ESC finde ich es gut dass man für den kommenden ESC mit Moritz Stadler jemanden als Executive Producer hat, welcher beruflich auch schon bei der EBU direkt tätig war.

rainer1
rainer1
1 Jahr zuvor

Reto peritz, der grund für den schweizer esc-aufstieg der letzten jahre. Ich bin sicher wir können uns auf einen grossartigen esc25 in zürich oder basel freuen…….wenn nicht was politisches dazwischen funkt.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor
Reply to  rainer1

Auch wenn etwas Politisches dazwischen funken sollte werden Reto Peritz und Moritz Stadler einen exklusiven und gleichzeitig bodenständigen ESC in (hoffentlich) Zürich organisieren. Da bin ich mir sehr sicher.

Last edited 1 Jahr zuvor by Timo1986
Konstantin supports Eden 💙
Konstantin supports Eden 💙
1 Jahr zuvor
Reply to  rainer1

Sicher wird es in Zürich und Basel
großartige Public Viewings des ESC
aus 💛 Genf 2025 💛 geben …

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Jahr zuvor

Viel Erfolg!

Andi
Andi
1 Jahr zuvor

Viele haben immer sehr hohe Erwartungen an einen großartigen ESC im Folgejahr. Dabei ist der Spielraum eng begrenzt. Auch die Schweizer können den ESC nicht neu erfinden. Das enge Korsett ist nun einmal da. Intro, Begrüßung, Postkarten, Lieder, Pausenact, Wertung, Verabschiedung.

Konstantin supports Eden 💙
Konstantin supports Eden 💙
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Nächstes Jahr neu im Programm:
Schlammcatchen der Teilnehmer
– zählt dann wohl zu einem Drittel …

Andi
Andi
1 Jahr zuvor

Das wäre zumindest eine Neuerung. Obwohl dieses Jahr haben einige Teilnehmer verbal mit Schlamm geworfen.

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Einige waren auch entsprechend gekleidet oder aber eben nicht bekleidet, um beim Schlamm-Catchen mitzumachen.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Der ESC dauert in der Schweiz etwas länger, dadurch wird er etwas besonderes. Das Ergebnis wer gewonnen hat steht erst Montag früh um 3:34 fest 🤣

AlexESC
AlexESC
1 Jahr zuvor
Reply to  Andi

Die Schweizer brauchen den ESC nicht neu erfinden, ich möchte einfach -von der Atmosphäre her gesehen- nicht wieder so einen ESC haben wie dieses Jahr!

undeuxtrois
undeuxtrois
1 Jahr zuvor

Klingt kompetent, das wird schon, wenn der Plan passt.

Anna01
Anna01
1 Jahr zuvor

Man hätte auch ne Frau nehmen können, statt zwei Männer 😉

FufuDerWauWauHund
FufuDerWauWauHund
1 Jahr zuvor
Reply to  Anna01

Man kann auch für jede einzelne Kleinigkeit im Leben irgendwas mit Gleichberechtigung raushauen.

Jam
Jam
1 Jahr zuvor

Und schön Neutral 🙂 Einer aus Zürich also für die deutsche Schweiz und einer aus Genf 🙂 Wie die dann zusammen kommunizieren, evtl. nur per Webcam ? 🙂 Aber das Team steht zumindest. Es gibt News aus Basel !!! Sie bewerben sich und jetzt kommt die Überraschung: Das Fussballstadion neben der St.Jakobshalle ist jetzt auch mit am Start, man müsste nur eine temporäre Überdachung installieren. So steigen wieder die Chance auf Basel !