Frankreich 2019: Bilal Hassani veröffentlicht Musikvideo zu „Roi“

Bilal Hassani, der französische Vertreter beim Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv, hat heute das offizielle Video zu seinem Wettbewerbsbeitrag „Roi“ veröffentlicht. In noch nicht einmal zwei Stunden, wurde das Video bereits über 180.000 Mal aufgerufen.

Das Video zeigt Bilal Hassani zunächst in einer Garderobe noch ohne Perücke und ohne Brille. Nach und nach macht er sich fertig, geht schließlich auf die Bühne eines prunkvollen Theaters und wird am Ende des Songs vom Publikum gefeiert. Ein Video, das perfekt zum Text des Songs passt und das Bilals Fans sicherlich gefallen dürfte. Ob sich eine ähnliche, musicalhafte Performance – mich erinnert sie an „Wig in a Box“ aus Hedwig and the Angry Inch – auch für die ESC-Bühne eignet, ist allerdings fraglich.

Wenn man nach unserem ESC-Barometer geht, hat Bilal keine besonders guten Chancen, mit „Roi“ in Israel auf einem der vorderen Plätze zu landen. Die ESC-kompakt-Leser sehen ihn nur auf Platz 6 von bislang acht feststehenden Beiträgen dieses Jahrgangs. Das Barometer zeigt jedoch auch, dass der Song weiterhin stark polarisiert, weshalb es auch durchaus sein könnte, dass Frankreich am Ende doch besser abschneidet, als bislang gedacht.

Wie gefällt Euch das Video zu „Roi“?


21 Kommentare

  1. In dieser Studioversion kann man es sich sogar ganz wunderbar schönhören! Und langsam fange ich an es zu mögen 😅 Ich befürchte Gehirnwäsche vom französischen Geheimdienst 😂

  2. Auch akustisch aufgehübscht immer noch lahm, sprachlich unnötig verwirrt und im Gegensatz zum offensichtlichen Vergleich Conchita nicht empowering, sondern narzissistisch.

  3. No thanks. Next one. Ich brauche keinen Künster, der Conchitas Konzept kopiert und damit Erfolg schöpfen möchte. Dieses angeblich so starke Selbstbewusstsein von ihm ist für mich eher mit Arroganz und Hochnäsigkeit zu betiteln. Na gut, es geht hier nicht nur um den Künstler, aber der Song ist leider auch sehr schlecht und nervig – einfallsloser Text und schlechte Melodie. Nur vom Song her aktuell mein vorletzter Platz.

    • „Mittlerweile“ ist das Stichwort. Der Song eignet sich tatsächlich sehr gut zum Schönhören. Leider wird man beim ESC diese Zeit nicht haben. Die dauerbeschallte Bubble feiert den Song und versteht dann nicht, warum er nur im Mittelfeld versandet ist…

      • Die Bubble feiert den Song…? Das wäre mir sehr neu. Noch nicht mal die „Omg, slay queen“ community auf wiwibloggs kann sich für den Song begeistern.

      • Das war auch kein Tatsachenbericht über „Roi“, sondern nur eine zugespitzte Beschreibung des Schönhör-Effekts. 😉

  4. Ein sehr ästhetisches Staging im Theater. Lichteffekte eine 1. Und ich liebe diese oldschool Standmikrofone (hört auf, jetzt an Perverses zu denken, ich kenne euch, aber ich meine wirklich das Mikrofon! 😀 ).
    Bilingual gefällt mir immer super. Das habe ich auch bereits bei Amir und Alma abgefeiert, als jeder es gehasst hat, von daher bin ich da gerne der Underdog 😂😂

  5. Mir sind eher die unrealistischen Träume ein Dorn im Auge: Ich wünschte, er würde stattdessen singen: „Je reve, je suis un Geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK)“

    Wäre besser für die ökonomische Stabilität (und in Frankreich auch für die Unversehrtheit des Halses) von queeren Personen.

  6. ich habe den vorentscheid und nicht nur den verpasst.
    ist das jetzt eher so ein teeniecastingstarding oder ein gay/diversityding oder beides?
    der song ist ziemlich durchschnittlich und erinnert stark an castingballaden von der stange aber die franzosen scheinen es ja ziemlich geil zu finden.
    die franzosen haben letztes jahr sehr französischen qualitätspop geschickt und wurden unverdienterweise arg gerupft.
    dieses jahr schicken sie extrem austauschbaren säuselpop im schicken kostüm + bildwand und könnten belohnt werden,insbesondere wenn die gays das gut finden.

  7. Die Melodie setzt sich tatsächlich erst nach mehrmaligem Hören im Ohr fest. Nutzt nur nicht allzu viel beim ESC. Mein Geschmack trifft der Song nach wie vor nicht.

  8. Ich bin nach wie vor nicht Bilals Zielgruppe und besonders die Sache mit der Perücke finde ich sehr albern…
    Mittlerweile glaube ich auch, daß sich Frankreich damit keinen Gefallen getan hat.

    Conchita herself hatte wenigstens einen guten Song.

    Ich persönlich würde mich als Sänger auch nicht für den ESC bewerben und ständig erzählen, wie toll ich Salvador finde und ihm nacheifern möchte.

  9. Das Video ist so wie der Song. Nix besonderes. Und in der Studioversion klingt jede Stimme gut. Bin gespannt wie man es in Tel Aviv auf der Bühne umsetzen wird.

  10. Man merkt, dass die meisten Kommentatoren hier mangels eigener Erfahrung mit dem Thema, keinen Bezug zu Bilals Message finden.

    Nein, ein Mann mit Perücke ist nicht gleichzusetzen mit einer Drag Queen wie es Conchita 2014 war.

    Nein, nur weil Conchita gewonnen hat, ist es nun nicht verboten als femininer Mann beim ESC teilzunehmen.
    Jedes Jahr kommen die selben Balladen, die selben brünetten Schönlinge, die selben blonden Schönheiten, die selben Balkanethno Lieder, aber wehe es trauen sich 5 Jahre nach Conchita feminine Schwule zurück auf die ESC Bühne – voll das Konzept geklaut! Also mal ehrlich…

    Die Krone in seinem Lied steht übrigens für grundlegende menschliche Würde, die Schwulen überall auf der Welt aberkannt wird – besonders denen, die es wagen feminin zu sein. Sieht man den Shitstorm nach seinem Sieg, weil er ja ein schwuler Ausländer ist, ist seine Message also nach Conchitas Sieg immer noch unfassbar relevant und gehört auf diese Bühne, um gleichgesinnten Kraft zu geben.

    Sein Lied und seine Botschaft hat nichts mit Narzissmus zu tun!

  11. @brötchen: Mag ja alles sein, das der/die Bilal eine Message verkünden will. Aber dazu sollte man schon singen können. Conchita kann das, Bilal nicht. Das hat nix mit seiner sexuellen Orientierung zu tun, Bilal kann einfach nicht gut singen. Punkt. Um ein gutes Ergebnis für sein Land zu holen, muß Bilal üben, üben, üben, üben und nochmals üben. Oder Bilal holt sich Conchita als Coach.

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