Interview mit Jendrik: „Dieses Statement hat mir Alpträume verschafft“

Sonnenschein, große Bühne und viele Menschen: Jendrik ist beim Christopher Street Day auf dem Alten Markt in Magdeburg (Aufmacherfoto vor dem Rathaus) bester Laune. Er hat heute zwei Auftritte. Kurz nach 16 Uhr präsentiert er drei neue Lieder, bei denen er erfolgreich die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Mitsingen motiviert. Bei seinem Auftritt am Abend (den der Autor aus persönlichen Gründen nicht sehen konnte) präsentiert er dann auch seinen ESC-Beitrag „I Don’t Feel Hate“ in einer neuen Fassung.

Dieser Auftritt auf der Bühne in Magdeburg ist Jendriks erster nach dem ESC in Rotterdam. Als wir erfuhren, dass er dort sein würde, haben wir ihn um ein Interview gebeten – und er hat sofort ja gesagt. Ohne dass wir es angesprochen hatten, fügte er in der ersten Antwort von sich aus gleich hinzu, dass er sich für das Statement nach dem ESC-Finale bei den Leserinnen und Lesern von ESC kompakt entschuldigen wolle. Das macht er in einem offenen und sehr persönlichen Interview, das wir gleich nach seinem Auftritt am Nachmittag in einem kleinen Park neben dem Rathaus führen. Danach schickt er ESC kompakt aber auch noch einen Videogruß.

ESC kompakt: Jendrik, wie hat sich dieser im doppelte Sinne erste Auftritt angefühlt – der erste des Tages und der erste nach dem ESC. 

Jenrik: Es war nett. Ich glaube, ich habe für den ersten Block die falschen Lieder ausgewählt, weil die Leute schon in Stimmung waren so mit Bass. Und ich war eher so unterwegs: Kommt, wir singen jetzt zusammen. Aber es war cool, weil die Leute Bock hatten mitzusingen. Für den zweiten Block habe ich mir eine längere Version von „I Don’t Feel Hate“ überlegt. Da starte ich langsam mit dem Beat und baue das Lied dann langsam auf.

Du hattest für Deinen ersten Auftritt drei Lieder passend zum CSD herausgesucht. Im ersten hast Du über die gleichgeschlechtliche Liebe vor 50 Jahren gesungen, im zweiten über die Lage heute und im dritten über die Zukunft. Sind die Lieder neu?

Jendrik: Die hatte ich schon in der Schublade. Das ist dann auch gleich der perfekte Zeitpunkt um Statements, die ich auch gegenüber ESC kompakt gemacht habe, zurücknehmen kann. In meinem Statement nach dem ESC-Finale habe ich gesagt „Ich habe bessere Songs“. Größte Lüge. Ich glaube, es ist bei jedem Künstler so, dass wenn er einen neuen Song schreibt, dann findet man den neuen Song geiler als die davor. Und das möchte ich auch hier klarstellen: Als ich „I Don’t Feel Hate“ geschrieben habe, da war das definitiv mein bester Song zu dem Zeitpunkt. Also dieses ganze Statement, in dem ich sage, ich habe so viele bessere Lieder, das kann man alles rausnehmen. Das war der Druck, der da auf mir gelastet hat.

Gilt das auch für die Aussage, Du wüsstest, welches Lied der Jury gut gefallen würde?

Oh, Gott. „Irgendwie hinterhältig von mir, ne?“ – habe ich das nicht gesagt? Oh, Gott. Das ist gelogen, zu 100%. Ich weiß nicht, warum ich das gesagt habe.

Lass uns das mal sortieren. Wie hast Du denn den Green Room erlebt?

Der Green Room war Euphorie hoch tausend. Ich habe noch nie Drogen genommen, also harte Drogen. Alkohol ja, das hat man ja gesehen. Ich glaube, so fühlen sich Drogen an. Der ganze Raum war so mit Euphorie vollgepumpt. Und dann habe ich ein bisschen über den Durst getrunken… Es war einfach geil. Es war nicht nur, dass die Künstler gesagt haben nach einem Jahr: Endlich wieder auftreten, auf der Bühne stehen, sondern auch das ganze Publikum. Das war für mich im Nachhinein einfach überwältigend. Es war eine krasse Energie im Raum.

Warst Du denn vor dem Auftritt wahnsinnig aufgeregt oder ging es?

Aufgeregt ja. Aber nicht schlimmer als bei den Hauptproben, da war ich auch aufgeregt. Mit dem Auftritt war ich tatsächlich nicht ganz zufrieden. Ich glaube nicht, dass ich es besser hätte machen können. Ich glaube aber, dass ich es besser hätte genießen können. Es war so, dass ich zu viel darüber nachgedacht habe, wie ich was jetzt machen muss.

Und nach dem Auftritt seid Ihr Euch alle in die Arme gefallen und dann ab in den Green Room?

Ja, dann ist man hinter der Bühne. Dann mussten wir noch auf Tassen und Flaggen unterschreiben. Und dann wurden wir in einer Pause zwischen zwei Songs an unseren Platz im Green Room geführt. Es waren also drei oder vier Songs, die wir nicht live gesehen haben.

Beim Voting gab es ja von den Jurys dann keine Punkte. Wie war da die Stimmung bei Euch?

Ich kann mich nicht mehr dran erinnern… Im Nachhinein bin ich natürlich traurig. Ich hätte super gern mehr Punkte gehabt. (Er ringt mit den Worten.) Ich war ein bisschen dumm. Ich weiß noch, dass Benjamin (von ESC kompakt, s. Video unten) bei Eurer Nachbesprechung gesagt hat: „Man kann es auch nicht rechtfertigen mit seinem Alter. Ein 26-Jähriger, der nicht weiß, wie viel er ab kann.“ Da hat er wahrscheinlich recht. Aber ich war noch nie durstfest. Es war in dem Moment einfach dumm. Es war zu viel.

Ihr wart dann ja mehrere Künstler, die null Punkte hatten, und ihr habt dann auch zusammen gefeiert …

Ja, das war ganz süß.

Dann kam die Schalte mit der ARD. Willst Du die auch lieber ungeschehen machen?

Nein, die war noch ok, weil Barbara Schöneberger professionell genug war, um zu sagen: „Jetzt brechen wir ab“. Sie hat das rechtzeitig beendet.

Du hattest ja auch mehrfach die Partys bei den Italienern im Hotel angesprochen. Gab’s die?

Nein, die gab’s nicht. Wir sind als deutsche Delegation ins Hotel. Vor dem Hotel waren die ganzen italienischen Fans mit Blumensträußen und wollten Måneskin sehen. Die kamen aber erst viel später. Wir sind hoch und ich bin relativ schnell eingeschlafen. Ich war einfach k.o., tot. Auf der Couch, ich bin nicht mal ins Bett gegangen.

Nach dem Statement war Dir aber noch nicht klar, dass das so schief gelaufen war?

Nein. Wie gesagt: Ich kann mich an die Hälfte der Sätze, die ich da gesagt habe, nicht erinnern. Was super peinlich ist. Wenn ich dieses Interview sehe … Wenn es eine Sache gibt, die ich vom ESC bereue, dann ist es dieses blöde Statement. Da denke ich: Oh, mein Gott.

Wenn Du jetzt einmal auf die gesamte Zeit in Rotterdam zurückblickst. Das war ja ein besonderer ESC, auch mit Corona. Was waren Deine schönsten Momente? Was hat Dir besonders Spaß gemacht?

Der Abend, das Finale, also bis zu dem Statement. Durch Corona war es so, dass man mit den anderen Künstlern wirklich nicht so viel zu tun haben konnte. Man hat sie selten gesehen und konnte dann nur sagen „Hey, wie lief’s bei Dir im Interview? Auch gut?“ Man hat nie wirklich ein Gespräch anfangen können. Wenn man sich denn mal hingesetzt hat, kamen auch gleich die Leute und haben uns aufgefordert, uns auseinander zu setzen. Das war schon richtig wegen Corona. Deshalb hat sich auch niemand beklagt. Aber ich war schon traurig, dass ich die Künstler nicht so kennengelernt habe. Das war am ESC-Abend anders, wo wir alle im Green Room waren. Da gab es dann diese Stimmung, die man sich gewünscht hatte für die zehn Tage.

Gibt es etwas, was Du über Dich gelernt hast in der Zeit?

Vieles! Dass ich ein Interview-Coaching machen muss (lacht). Viel über mich als Person und dass der Druck beim ESC auf die Künstler real ist. Der kommt bei ihnen an. Da kann man noch so oft sagen, dass man da drüber steht und es die Hauptsache ist, Spaß zu haben. Aber dadurch, dass alle diesen Druck haben, hast Du ihn selbst auch. Ich habe gelernt, diese Emotionen zu akzeptieren, die Enttäuschung zu akzeptieren. Und es ist auch schwerer, sich in solchen Situationen treu zu bleiben, als man denkt. Man darf auch sagen, dass man mal nicht happy ist.

Das hast Du uns gegenüber ja auch gemacht.

Es darf wirklich an einen rankommen, wenn man weiß, dass man hat einen Fehler gemacht hat. Das Statement war die größte Katastrophe ever. Ohne Scheiß, das werde ich noch in 15 Jahren sagen. Und wenn man dann die Kommentare unter dem Video liest, das ist dann schon hart. Ja, ich habe da zum Teil gelogen, obwohl ich ja versuche, immer ehrlich zu sein. In dem Moment habe ich wahrscheinlich auch alles ernst gemeint.

Es war eine Ausnahmesituation…

Ja, aber andere kriegen es hin. Ich muss daraus lernen. Ich werde nie wieder Alkohol trinken bei größeren Events. Falls ich sowas nochmal machen werden. Bei Premieren von Musicals oder so. Alkohol tabu. (lacht)

Wie ist jetzt nach Rotterdam die Verbindung mit Deinen Mädels?

Die ist da. Klar, wir sind ja Freunde.

Gab es da schon wieder ein Revival? Habt Ihr Euch schon den Auftritt zusammen angeguckt?

Ich habe mir den Auftritt noch gar nicht angeguckt. Am Anfang war es Überforderung. Ich hatte jetzt auch eine Zeit, wo ich mental etwas fertig war. Da habe ich auch auf Social Media gesagt, dass ich jetzt mal eine Pause mache, weil es einfach zu viel war. Wenn ganz Deutschland sagt: „Größte Scheiße ever. Alles falsch gemacht mit dem Typ.“ Dann denkt man sich, dass die ja vielleicht recht haben. Was hätte ich besser machen müssen? Man macht sich viele Gedanken. Ich glaube, dass es niemanden gibt, an den nach diesem Wettbewerb und so einem Ergebnis die Emotionen nicht rankommen.

Aber mit Deinen Mitstreiterinnen hast Du Dich nicht nochmal getroffen?

Wir haben noch kein Revival mit allen zusammen gehabt. Elvin wohnt ja im selben Haus wie ich in Hamburg. Madina sehe ich auch regelmäßig, weil sie auch in Hamburg wohnt. Sophia und Myriam habe ich letzte Woche gesehen in Berlin. Das waren alle: drei Backings und der Mittelfinger.

Sprechen Dich Leute auf der Straße auf den Song oder Deinen Auftritt an?

Ja, das kommt vor. Das Schöne ist, dass die einzigen, die sich trauen, Dich anzusprechen, die sind, die es auch gut fanden. Die Hater würden nicht sagen: „Moin, Jendrik, wir haben Dich im Fernsehen gesehen. Das war richtig Scheiße.“ Ich freue mich, wenn jemand kommt und sagt: „Das war toll.“

Auch beim CSD in Magdeburg wird er mehrfach um Fotos und Autogramme gebeten – auch auf dem Bein einer Teilnehmerin

Dann warst Du ja in Stockholm…

Ja, ich habe bei den ESC-Songwriting-Camps einen Produzenten kennengelernt, der in Stockholm wohnt. Ich mochte den Song, den wir zusammen im Songwriting Camp aufgenommen hatten. Ich habe ihm gesagt, dass ich Songs habe, die zu dem Stil passen würden und ob er Lust hätte, die zusammen aufzunehmen.

Und dann habt Ihr die auch aufgenommen. Steht auch schon fest, wann die veröffentlicht werden?

Ich werde die veröffentlichen, aber wie, das steht noch nicht fest. Wie gesagt (lacht): die neuen Songs, die man aufnimmt, mag man am liebsten. Ich mag sie schon sehr, sehr gerne. Zum Teil müssen sie noch weiter bearbeitet werden. Das Schöne ist, das sind alles aktuelle Songs, die die Zeit jetzt verarbeiten. Was auch für mich gut ist als Abschluss. Ich glaube, das brauche ich auch. Gerade dieses Statement hat mir Alpträume verschafft. Jetzt bin ich langsam an einem Punkt, wo ich sagen kann, dass ich damit abschließen kann.

Dein Freund und Deine Familie haben Dich sicher einfach in den Arm genommen und gesagt: Komm, weiter geht’s! Das war doch eine emotionale Basis, oder?

Ja, ich habe unglaublich viele Menschen, die mir eine emotionale Basis geben. Meine Familie, meine Freunde, die vom NDR. Die waren da, tatsächlich! Das war super lieb und wir machen bald ein Treffen. Ich glaube im Oktober. Und weil ich das in den Kommentaren unter dem Statement gesehen habe, dass viele sagen, das ist Alex‘ Schuld (Anm. d. Red. Alexandra Wolfslast, Head of Delegation) und sie hätte da eingreifen müssen: Für sie war das auch das erste Mal. Ich will sie nicht in Schutz nehmen. Aber wenn, haben wir beide unsere Fehler gemacht. Sie war genauso euphorisch wie ich, sie war in derselben Stimmung. Zu sagen, es wäre ihre Schuld, ist total schwachsinnig. Es ist meine Schuld, was ich da gesagt habe, definitiv, zu 100%.

Da Du ja weiter im Kontakt mit dem NDR bist: Hattest Du jetzt danach weitere Auftritte mit denen vereinbart?

Nein, wer will denn den Zweitletzten noch als Auftritt haben? Das ist wie bei jedem anderen, der unten gelandet ist.

Viele Leserinnen und Leser von ESC kompakt kritisieren das ja, dass der NDR so schnell weitergeht und man das Gefühl hat, die Künstlerinnen und Künstler, die beim ESC schlecht abgeschnitten haben, werden danach fallen gelassen.

Also, wir sind weiter in Kontakt. Keine Ahnung, was da jetzt zu Stande kommt und was nicht. Sie lassen einen nicht fallen. Auch mein Label sagt: Wenn man beim ESC Zweitletzter geworden ist, hat man für ein Jahr erstmal diesen Stempel. Da sagen die meisten: Oh, der ist nicht gut. So kann ich mir das zumindest vorstellen. Wirklich: Fallen lassen sie einen nicht.

Ich hatte in den letzten Jahren einen anderen Eindruck gewonnen. Und für den Fall, dass es nächstes Jahr wieder einen ESC-Vorentscheid geben würde, dann würde ich Dich da ja schon gern sehen wollen.

Also im nächsten Jahr noch nicht. Aber ich hätte schon Lust, das noch mal zu probieren.

Ich meinte nicht unbedingt als Teilnehmer, sondern als Vorjahresvertreter. Im Moment ist ja ständig Michael Schulte in dem Umfeld zu sehen, bis mal wieder jemand kommt, der beim ESC so erfolgreich ist wie er.  

Naja, die Leute wollen halt etwas sehen, was gut angekommen ist. Die wollen dann nicht den Zweitletzten sehen. Ich verstehe schon, dass man jetzt erstmal gucken muss, wie es weitergeht. Was macht Jendrik jetzt – oder nicht?

Auch Magdeburg war für Jendrik Alkohol tabu. Die Flasche Rotkäppchen gab es als Geschenk für eine Person aus dem Publikum

Und was macht Jendrik jetzt? Heute bist Du hier in Magdeburg.

Ja, ist schön hier, oder? Ist das nicht auch eine Studentenstadt? Mein Freund hat hier mal gespielt, open air vor dem Dom.

Also, heute Magdeburg. Morgen, übermorgen, die nächsten Wochen. Was ist geplant und was hast Du für ein Wunschszenarium?

Ich bin noch so am Suchen. Ich habe schon vor dem ESC gesagt, dass ich Lust habe, jetzt meine Musik zu pushen, weil ich da jetzt Luft geschnuppert habe. Genauso macht mir Theater Spaß, Schauspiel macht Spaß, eigene Musik machen macht Spaß. Aber was es letztendlich wird, weiß ich noch nicht. Das habe ich jetzt auch gelernt: Man auch auch mal sagen, wenn man einige Zeit kein konkretes Ziel hat im Leben. Ich hatte lange das Ziel, beim ESC mitzumachen, über ein Jahr… Also: Ich will auf jeden Fall eigene Musik rausbringen. Ob die Leute sie mögen, ist nicht ganz so wichtig, auch wenn es schön ist, wenn es so wäre. Wenn nicht, habe ich es wenigstens versucht. Zweitens: Ich will entweder in einer Serie oder einem Film mitmachen. Da muss ich noch überlegen, wie ich das angehe. Drittens: Ich will ein Sixpack. (lacht). Nächstes Jahr mache ich wieder bei einem Theaterjob mit, den ich eigentlich 2020 gemacht hätte. Also hoffentlich mache ich da mit, denn das steht wegen Corona ja auch noch in den Sternen. Und dadurch, dass sie mich ein halbes Jahr mit Kurzarbeitergeld ausgehalten haben – megalieb, dankbar hoch tausend – mache ich das unbedingt. Tolles Team und weil ich da wirklich Lust drauf gehabt hatte und immer noch habe, mache ich das nächstes Jahr, wenn es ab März stattfindet.

Wo ist das dann?

Erst in Zürich und dann in Hamburg. Bis Februar lasse ich mir noch die Karten offen. Ich habe die Theaterjobs, die ich gehabt hätte, abgesagt, weil ich diese Pause brauchte. Wie ich Geld verdiene – who knows?! Das Ersparte ist fürs Aufnehmen der Songs draufgegangen. Aber ich sage immer: Andere geben Tausende Euros für Spiele aus, mein Hobby ist Musikaufnehmen. Ich mache also in den nächsten Monaten die Projekte, die auf mich zukommen.

Das sind in jedem Fall Dinge, für die wir Dir viel Erfolg wünschen! Und wir freuen uns, auch in Zukunft von Dir zuhören… Wobei, eine Sache wollte ich Dich vorhin noch fragen: Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du heute „I Don’t Feel Hate“ hörst?

Nach dem ESC wollte ich es nicht hören. So zwei, drei Wochen danach. Weil die Enttäuschung doch größer war, als ich erwartet hatte… Es macht mir halt Spaß, es ist leider so. Heute habe ich es auch wieder gehört und das neue Playback gemacht. Es ist wirklich ein Herzensprojekt gewesen. Damals war es definitiv mein bester Song. Scheiß-Statement! Jendrik, der da rumlügt, kann mal seine Klappe halten. Im November 2019 habe ich den aufgenommen und das ging jetzt bis Mai 2021. Das ist eine lange Zeit. Auch deshalb bin ich froh, dass ich jetzt sagen kann: Ich mache jetzt neue Sachen. Aber der Song wird immer Platz in meinem Herzen haben.


62 Kommentare

  1. Es ist nicht selbstverständlich, dass Jendrik a) das Statement selbst so klar einordnet bzw. sich entschuldigt und b) uns ohne Umschweife ein Interview zusagt, obwohl wir ihn für das Gesagte ja auch sehr kritisiert haben. Ich finde, das ist ein wirklich starker Umgang damit und zeigt Größe.

    • Ich fand den ESC 2021 aus deutscher Sicht sehr positiv, und das nur wegen Jendrik, obwohl ich mit dem Lied nicht wirklich was anfangen konnte. Man konnte sein Statement recht gut einordnen, und es war doch unterhaltsamer als das normale Gerede nach so einem Ergebnis. Aber es eben Jendriks Art, das Gesagte zu reflektieren und sich zu entschuldigen, in einer wirklich glaubhaften Form.

      Schön wäre es trotzdem, wenn Jendrik nächstes Jahr die Punkte verkünden würde, denn ich denke trotz des Platzes ist er vielen ZuschauerInnen positiv in Erinnerung geblieben, auch wenn einige Fans ihn auch hier im Forum recht rüde behandelt haben, und auch noch tun.

      • Mit der Verkündung der Punkte bin ich dagegen, das sollte den Profis wie Douze Points überlassen sein.

      • 3 Punkte und Platz 25 findest du positiv? Ich kann an dem ESC 21 aus deutscher Sicht nix positives finden. Und das sage ich obwohl mir der Song persönlich gut gefallen hat. Aber der Auftritt war halt nix.

  2. Schade das ihm die Erkenntnis nicht schon vor dem Interview gekommen ist. Ein weiteres Argument das man in Zukunft Leute hinschickt, die schon mehr Erfahrung mit Medien haben, als Jendrik. Warum hat ihn die ARD nicht besser darauf vorbereitet?

  3. Ich finde es schon gut dass er einsieht dass das ganze freundlich gesagt suboptimal gelaufen ist, gibt ja auch welche die so stur sind und bis zum Schluss glauben richtig gehandelt zu haben.

    Ein Fan von ihm werde ich in diesem Leben aber dennoch nicht mehr werden.

  4. Schönes Interview! Ich mag ja gerade das an Jendrik, dass er so unverstellt und authentisch ist. Sein Umgang mit dem Ergebnis beim ESC war total menschlich und irgendwie auch ziemlich süß, bei mir hat er damit Sympathie geerntet. Ich finde es gut, dass er jetzt noch mal Gelegenheit hatte, seine damaligen Aussagen geradezurücken, und ich finde, er macht das sehr gut. Zumal man auch sagen muss, dass ich die ganze Aufregung darüber auch stellenweise ganz schön hysterisch fand. Man muss nicht jedes im Überschwang der Gefühle geäußerte Wort eines Sängers auf die Goldwaage legen. Er bewirbt sich ja nicht als Bundeskanzler. 🙂

  5. Chapeau, Hut ab! Ein ehrliches, sehr reflektiertes Interview. Klar, das war unglücklich gelaufen mit dem Statement, aber, mein Gott, jede/r macht mal Fehler, also Schwamm drüber. Außerdem hätten die Verantwortlichen vom NDR ja auch rechtzeitig intervenieren müssen, meiner Meinung nach. Ich finde, man hat ihn aber auch ein bißchen auflaufen lassen.
    Alles Gute, Jendrik. „I don’t feel Hate“ höre ich immer noch gerne, macht mir immer noch Spaß.😊

  6. Tatsächlich haben mich die Statements seinerzeit geärgert und veranlasst, ihn nicht mehr auf Instagram zu folgen. Dieses Interview versöhnt mich wieder. Und…. Ich habe gerade einen Ohrwurm. I don’t feel hate lalala…. 😂

  7. Ich glaube der bleibenden Eindruck wird vom Interview und seinen Aussagen vor der Kamera und vor Millionen von Menschen wird bleiben. Ich glaube nicht das ein Interview auf ESC-Kompakt es nicht schaffen wird, diesen zu berichtigen. Dafür hat die Seite, so gut sie auch ist, einfach nicht genug Aufmerksamkeit. Bzw. der normale Zuschauer hat diesen Vorfall schon längst vergessen. Es gibt derzeit Wichtigeres.

  8. Ich finde Jendrik hat das gut reflektiert und im Rückblick entsprechend eingeordnet. Gefällt mir. Und ich fand ihn vor wie nach dem ESC sehr sympathisch. Und ehrlich gesagt hat das Interview mitten in der ESC Nacht nur die wirklichen Fans beschäftigt. Ansonsten hat es zum einen keiner gesehen und es hat auch sicherlich keinen Interessiert beziehungsweise so beschäftigt. Die ESC Welt hat dadurch keinen Schaden genommen.

  9. Ich hatte ja vorhergesagt, dass im März das Gejammere hier on the block anfangen würde, dass es unfair sei, dass Jendrik nicht die Punkte vergeben darf – lag um 8 Monate daneben, mea culpa. Traurig nur, dass 12P und BB aufgrund ihrer Parteinahme für Jendrik eventuell keine Akkredetierungen für den ESC 2022 bekommen werden. Hoffentlich können dann einige der in die ungeliebte WhatsApp-Gruppe gesperrten Junior-Blogger zusammen mit Peter das Zepter übernehmen

    • Ich verstehe auch nicht, warum man einen Künstler, der gerade mal 3 Punkte und Platz 25 erreicht hat, noch irgendwo einen Auftritt gewähren sollte. Ich kann durchaus verstehen, das man Michael Schulte hyped, der hat ja was erreicht für Deutschland. Die anderen naja, kann man vergessen.

  10. Im Artikel wird erwähnt (ich zitiere): „Beim Voting gab es ja von den Jurys dann keine Punkte.“ Das ist – wer das Finale des ESC noch in guter Erinnerung hat – falsch! Es gab von den Juries für Deutschland sehr wohl Punkte, aber nicht im Televoting!

  11. Sehr schöne Interview, war sehr interessant zu lesen!
    Also Jendrik hat sich jetzt mehrfach entschuldigt wegen seinem „War nicht der beste Song“-Statement und ich glaube damit sollte das Thema jetzt erledigt sein. Man sollte auch so einen Satz nicht gerade auf die Goldwaage legen. Schön, dass er die Entschuldigung jetzt auch noch mit diesem Videoclip bei instagram an ESC Kompakt gerichtet hat. Wirkt dann halt noch ein wenig persönlicher so ein Video als wie wenn man die Entschuldigung nur schriftlich aus dem Interview heraus liest.

    Eine kleine ESC-Notiz noch am Rande:
    Heute ist schon wieder der letzte Tag der Bewerbungsphase für die norwegische Vorentscheidung „Melodi Grand Prix“. Und in rund einer Woche (24. August) startet die Bewerbungphase fürs Mello.

  12. @Gaby: Warum sollte der Gebührenzahler für einen Auftritt bei einer möglichen VE eines gescheiterten bezahlen? Ich wünsche ihm Glück, das er vielleicht weiter als Musicaldarsteller arbeiten kann. In Freizeitparks gibts ja auch noch Shows, für die sie Sänger brauchen. Sein Verhalten und seine Platzierung waren nun wirklich nicht förderlich für seine Karriere. Er hat es vor allen Dingen mit seinem Verhalten nach der Show nicht gerade einfach gemacht. Er wird genauso das Gleiche Schicksal erleiden, wie alle anderen die beim ESC gescheitert sind. Wo sind denn heute Ann Sophie, Levina oder die Sisters? Der Einzige, der beim ESC gescheitert ist und danach noch ne gute Karriere hatte, ist Roger Cicero. Der hatte aber viel mehr Format als all vorher genannten.

    • Noch nachträglich: Der Jendrik soll doch froh sein, das ihm die ARD/NDR die Möglichkeit gegeben hat, beim ESC aufzutreten. Leider hat er die Möglichkeit nicht genutzt und hat es verhauen. Deshalb sollte er eher dankbar sein, als noch weitere Dinge zu fordern. Ohne den ESC und dem NDR, der ihn ausgewählt hat, würde ihn heutzutage nicht einer kennen.

      • Außerdem noch etwas: Es zeugt echt von Größe, dass Jendrik sich entschuldigt hat, jetzt ist aber auch gut, muß man nicht noch Nachtreten.

      • @escfan05 – sehr zu bezweifeln, ob Jendrik es im Showbiz schafft. Würdest Du ihn als Angestellten/Kollegen/Mitbewohner haben wollen?

    • Na ja, wenn einem der Leistungsgedanke am wichtigsten ist… sehr unmenschliche These, muss ich leider sagen. Auch wenn es leider oft so gehandhabt wird – nicht nur beim NDR. Auch in anderen Bereichen, werden Menschen oft einfach abgeschoben, wenn sie ihre Leistung nicht (mehr) erbringen können. Traurig, aber ist wohl so. Deshalb muss man es aber noch lange nicht gut finden.

      Übrigens: Ich glaube, Ann-Sophie war später noch als Sängerin aktiv, vielleicht nicht auf der ganz großen Bühne, aber es kommt ja auch vor, dass Künstler*innen (oder auch Bands) ein, zwei Hits haben, und hinterher hört man nichts mehr von ihnen. Und diese Hits waren oft sogar sehr erfolgreich. Manchmal wird es ja von den Betreffenden auch selbst gewählt, weil sie eine andere Richtung einschlagen möchten.😉

      • @Gaby: Ja wir sind ne Leistungsgesellschaft und das ist auch gut so. Und Jendrik ist ja noch jung. Vielleicht schafft er ja noch den großen Durchbruch im Musikbusiness. Man weiß ja nie. Aber glauben tu ich es nicht

      • Nee, solange es in Deutschland keine nennenswerte Vermögens- und/oder Erbschaftssteuer gibt, sind wir keine Leistungsgesellschaft.

    • Also das Verhalten und die Platzierung sind schonmal 2 unterschiedliche Dinge. Und jemanden nur aufgrund einer schlechten Platzierung bei einem Wettbewerb (bei dem es rein logisch gesehen Letzte und Vorletzte geben muss), nie mehr auftreten zu lassen, ist absolut irrational. Meine „Gebühren“ darf ich also nur für einen Viertplatzierten oder eine Siegerin hergeben, weil nur die „gut genug“ sind? Ne, sorry…

      • Schlechter Vergleich, da die No Angels vor ihrem ESC Auftritt schon große Stars waren.

  13. @4Porcelli: Natürlich, ob er es noch mal den großen Durchbruch im Showbusiness ist zu bezweifeln. Aber mann kann natürlich in anderen Bereich erfolgreich werden. Ich wünsche Jendrik natürlich ein „super nices“ Leben. Zur Not kann er ja noch Influenca werden. Dafür braucht es kein größeres Talent, wie man weis.

  14. Leute macht mal halblang! Zu fragen, ob er „noch“ den großen Durchbruch im Schowgeschäft schafft hört sich ja so an als ob wir von einem Künstler im Rentenalter reden. Jendrik wird in zwei Wochen 27!

    Manchmal weiß man halt nie, weshalb ein Song beim ESC nicht gut an kommt. Liegt es am Song? Liegt es an der Performance? Sind die Songwriter zu „unerfahren“ was „Hits“ an geht? Wobei letzteres kein gutes Argument ist, denn ich glaube dass selbst erfahrene Songwriter nicht Voraus sagen können welcher noch unveröffentlichte Song ein Hit werden könnte und welcher nicht.
    2017 zum Beispiel war im Songwriter-Team zu Levinas „Perfect Life“ Lindy Robbins, welche zu diesem Zeitpunkt schon für namhafte Künstler wie One Direction, Demi Lovato oder David Guetta geschrieben hat. Außerdem hat sie für einige „Disney Channel“-Serien (Jessie, Best Friends Whenever) die Titelsongs geschrieben. Trotzddem hat es auch 2017 nur für den vorletzten Platz gereicht.

    2010 war es sogar umgekehrt. Julie Frost, welche „Satellite“ mitgeschrieben hat hatte bis dato eigentlich noch keine für große Stars geschrieben. Erst nach dem Sieg beim ESC wurden ihre Songs auch von den „größeren“ Stars gesungen. Außerdem gewann sie im Jahr 2012 sogar den Golden Globe für den Song „Masterpiece“ von Madonna aus dem Film „W.E.“.

    • Es ist wohl meistens eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, warum ein Song nicht „connected“.
      Gerade bei so einem Wettbewerb, kommt aber auch noch Glück (oder manchmal auch Pech) dazu. Man weis vorher nie, was angesagt ist, und im Falle von Jendrik war es halt auch so, dass relativ viele Umtempo-Nummern am Start waren. So fiel er halt auch noch weniger auf.

      • Dein Benehmen und so manche Kommentare von dir sind auch oft bedenklich k***k.

        Allein schon, weil du Null Humor besitzt!

      • Ja und? Darf er sich nicht wie 17 benehmen und fühlen? 70 Jährige fühlen sich heutzutage wie 50 jährige und 50 Jährige wie 30 Jährige warum müssen sich 27 Jährige wie 40 benehmen sorry das verstehe ich nicht.
        Fang mal bei dir selbst an. Fühlst und benimmst du dich immer deinem Alter entsprechend?

      • „Als wenn er 17 wäre“, wäre richtig

        Du hast die Grammatik eines 17jährigen 😀

    • @Alex: Es gibt ja Erfahrungswerte. Jendrik ist nicht der erste Künstler, der für Deutschland beim ESC absolut gescheitert ist. Keiner von den Künstlern der in den letzten Jahren beim ESC gescheitert sind hatten danach eine nennenswerte Karriere im Musikbusiness. Alle sind wieder in der Versenkung verschwunden. Ich glaube kaum das Jendrik in naher Zukunft der Durchbruch im Musikbusiness gelingen wird. Aber wie du schon sagtest, er ist noch jung. Er kann ja noch in anderen Bereichen Erfolg haben.

  15. Die Entschuldigung, lieber Jendrik, die nehme ich gerne an.

    Was mich aber stutzhaft macht: Die Aussage bezüglich des NDR. Da habe ich noch weniger versöhnliche Worte von Ann Sophie in Erinnerung. Man scheint die (Vor-)Letztplatzierten also nicht mehr automatisch vor die Tür zu setzen. Dass der NDR sie aber trotzdem nicht einlädt und stattdessen „schon wieder“ Michael, überrascht mich hingegen weniger. Vielleicht ist das der Grund, dass ich den Schulte nicht so sehr mag, gerade weil ich ihm überdrüssig bin.

    Klar, für die Mehrheit sind Jamie-Lee, Carlotta und Laurita „verbrannt“, zumindest für die ersten ein bis zwei Jahre nach ihrem ESC-Auftritt. Theoretisch ginge ja noch ein Comeback, wenn auch in klein und mit anderem Namen, wie bei Levina, die sich jetzt IZZA nennt.

    Oder wie Douze Points gesagt hat: Ein letzter Platz bedeutet gar nichts.

    • Sehr guter Kommentar. Ja es ist leider so das in dem Business oft nur nach Leistung bewertet wird und schlecht platzierte es dann schwerer haben. Da müssen wir gerade hier in der Bubble nicht noch in das selbe Kerbholz schlagen und sollten doch besser die Künstler trotzdem mit Respekt und Würde behandeln und nicht noch verbal draufhauen wie das hier so manch einer tut

  16. Einsicht ist der erste Weg zur Besserung. Alles Gute für die Zukunft und noch ein nices Leben.
    I don‘ t feel hate !🎶🎶.

  17. Das Interview zeigt mir,dass ich Jendrik von Anfang an richtig eingeschätzt habe.Er ist ein bisschen überdreht,vielleicht auch blauäugig,aber trotzdem sehr authentisch und sich nicht dafür zu schade seine Entschuldigung noch mal so ausführlich zu erläutern.Nach wie vor war jendrik für mich persönlich eine Bereicherung als deutscher Teilnehmer. Ich hatte Spaß mit ihm und seiner Musik.Sein Statement nach dem Auftritt im alkoholisiert Zustand und frustrierten Gemütszustand habe ich ihm nicht übel genommen.

  18. Jendrik und sein Song waren ein Wagnis. Aber immer wieder wurde nach authentischen Künstlern mit Ecken und Kanten gerufen. Das sind ehr und seine Performance ganz bestimmt. Er hat sich im Vorfeld irre reingehängt und engagiert. Eben kein Künstler, der den ESC nur halbherzig macht, weil sein/ ihr Manger:in das geraten hat. Im Gegenteil. Er hat viel Herzblut /und auch Geld) reingesteckt. Dass ein Wagnis schief gehen kann ist total okay (hat nicht jeder/ jede von uns mal trotz großem Einsatz Niederlagen eingesteckt und dann im ersten Moment der Enttäuschung auch Ausflüchte gesucht und dummes Zeugs geredet? Ich auf jeden Fall schon! Deswegen ist die Platzierung auch gar kein Drama.
    Etwas anders sieht mein Urteil über den NDR aus. Das waren jetzt deutlich zu viele schlechte Plätze in Folge. Und da ist es schon berechtigt, auch beißende Kritik zu äußern. Mal ein Ausreißer nach unten? Geschenkt! Aber das waren nun einige zu viel. Und vom NDR erwarte ich Professionalität. Der Verdacht liegt nahe, dass der NDR den ESC gleichgültig oder lieblos behandelt – allen wichtigen Worten zum Trotz!

    • Die NDR-Oberen waren doch nur deshalb von Jendrik so begeistert, weil sie bei ihm gar nix mehr tun mussten. Für PR sorgte er selbst, das Video machte er auch selbst. Also musste der NDR nix mehr tun, sie haben alles auf dem Silbertablett serviert bekommen. Ob man damit international konkurrenzfähig wäre, war denen vollkommen egal. Die Aufgabe ESC wurde mit einem Schlag abgefertigt. So konnte man sich anderen Dingen zuwenden.

  19. Also eigentlich hat Jendrik letztendlich ja die Jury ausgewählt und nicht der NDR persönlich!
    Ich denke, dass man -falls es für den ESC 2022 das selbe Vorentscheidkonzept wie dieses und letztes Jahr geben wird- auf Quereinsteiger vielleicht ausnahmsweise mal verzichten sollte. Jendrik hat ja über Social Media auf sich aufmerksam gemacht und wurde nicht von vorn herein, wie es sonst üblich ist, vom NDR angefragt ob man sich für den Vorentscheid bewerben möchte.
    Ich kann mich sehr gut in die Jury hineinversetzen! Jendrik’s Song wird halt unter allen anderen Songs heraus gestochen haben, weil er halt anders ist. Viele Jurymitglieder waren dann wohl der Meinung, dass die etwas andere Songart eine „Abwechslung“ wäre und deswegen gut bei den ESC-Fans ankommen wird. Wenn ich da einen haufen Songs habe, welche alle irgendwie gleich klingen und dann kommt so ein Song wie der von Jendrik…dann hätte ich wohl auch für diesen abgestimmt, weil ich mir auch dann wohl gedacht hätte, dass die andere Art von Song dem ESC ganz gut tut und bei den Fans gut ankommt!

    Anderes Thema kurz anreißen:
    Beim JuniorESC kehrt Aserbaidschan nach zweijähriger Pause zurück. Vertreten wird Aserbaischan von Sona Azizova, welche bei der ersten Staffel von „The Voice Kids Azerbaijan“ vor ein paar Monaten den zweiten Platz belegte. Der Song wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.
    Ich glaube Aserbaidschan scheint beim JuniorESC wohl nur teilzunehmen, wenn man die sich sicher sind einen guten Künstler dafür gefunden zu haben. Anders kann ich mir es nicht erklären weshalb sie nicht durchgehend teilnehmen. 2021 wird die vierte Teilnahme von Aserbaidschan beim JESC, vorher haben sie in den Jahren 2012, 2013 und 2018 teilgenommen!

  20. Bla, bla, bla. Entschuldigt sich für seine Lügen! Und jetzt ist alles wieder gut, oder was? ‚tschuldigung, hab gelogen und betrogen, ich gebe es ja zu. Und jetzt habt mich bitte wieder lieb! Er soll sich lieber für sein NICHTS an Song entschuldigen. Noch besser, der NDR entschuldigt sich bei den Zuschauern für diese einzige Panne.

    • Warum sollte er sich denn für den Song entschuldigen? Weil er Dir nicht gefällt? Es gab im Vorfeld einige Fans von „I don’t feel Hate“. Ist ja Geschmackssache, und dafür muß sich niemand entschuldigen.

      P. S.: Es zeugt von echter Größe, dass Jendrik eingesehen hat, dass er einen Fehler gemacht hat. Jeder Mensch macht Fehler, aber es zuzugeben, kann nicht jede/r.😉

    • „Gelogen und betrogen“ – hä ??? Und wo gab’s bei der Übertragung des ESC eine Panne, für die sich der NDR entschuldigen müsste? Oder sollte mit „Panne“ etwa das Nicht-Treffen von Peterchens Geschmack gemeint sein?

  21. Ich fand sein damaliges Statement schon ganz ok, aber wahrscheinlich ging das schon in Richtung Vertragsbruch. Erinnert ihr euch, dass man die 2 Frauen vom Jahr davor sogar völlig abgeschirmt hat? Die werden nicht für den ESC aufgebaut sondern nur verheizt – und dürfen das nach ihrer eingeplanten Niederlage nicht einmal kommunizieren.

    Wo man ungefähr landen wird ist ja seit dem Wettquoten-Hype vorher schon absehbar. Den Rest erledigen die Fan-Kommentare. Mich würde interessieren, wie man bei solchen trüben Aussichten dann noch ständig einen auf gute Laune machen kann. Ist das Selbstbetrug? Blindheit? Beratungsresistenz? Das durchzustehen ist für mich eine Leistung. Nur kann man diese Leistung nicht loben, solange die Interpreten das böse Spiel mitmachen. Ach ja, ich erinnere mich, dass jemand 2012 Rambo Amadeus darauf hinwies, dass Montenegro noch nie gut abgeschnitten habe beim ESC und ob ihn das nicht verunsichere. Er antwortete daraufhin, dass er dieser montenegrinischen Tradition treu bleiben wolle. Geniale Antwort.

    Was das Benehmen betrifft hat sich der italienische Sänger auch nicht mit Ruhm bekleckert, sondern sich bei der PK als angetrunken erwiesen und sich daneben benommen. Da könnte ich auch die fiese Bemerkung machen, dass die Überheblichkeit albern wirkt, weil die Wettquoten den Sieg ja schon vorhergesagt haben. Aber Sieger dürfen alles…

    Ich glaube jedenfalls, dass Niederlagen für die persönliche Weiterentwicklung wertvoller sind als Siege. Und ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich doch bekanntlich ganz ungeniert. Hey Jendrik, warum weiterhin diese unterwürfige Haltung? Stehe zu deiner Enttäuschung und zu deinem Statement und mache fortan dein Ding!

    • Ein sehr interessanter Kommentar, zum Teil ist sicher auch was dran. Die Wettbüros können so manchen Beitrag regelrecht demontieren, sehe ich auch so. Ich kann mir schon vorstellen, dass einem die Motivation abhanden kommen kann, wenn einem sowieso schon wenig bis nichts zugetraut wird. Ja, einem sogar schon prophezeit wird, dass man auf dem letzten oder vorletzten Platz landen wird.

      Dennoch finde ich es richtig, dass sich Jendrik für sein Statement entschuldigt hat, denn er hat ja vielen Fans ziemlich vor dem Kopf gestoßen. Auch denjenigen, die ihm vorher die Stange gehalten haben, waren schon ziemlich enttäuscht. 😉

  22. Wenn man die (west-) Deutsche Nachkriegsgeschichte betrachtet, ragen drei Personen und Momente heraus: Willy Brandt’s Kniefall in Warschau, Angela Merkels Entscheidung, die Grenze für (primär) syrische Flüchtlinge zu öffnen und Jendriks Entschuldigung auf Instagram, die „wahre Größe“ zeigt.

  23. Alles Gute Jendrik. Machs gut.
    Ich wünsche mir vom NDR, dass sie endlich so ein Musikfestival ähnlich Sanremo starten mit der Freiheit der Gewinner zu entscheiden, ob Sie beim ESC antreten wollen. Ein Musikfestival zieht Musiker an. Musiker, die schon länger mit ihrer Musik unterwegs sind haben in der Regel auch schon Auftritt- und Medienerfahrung… und auch Erfahrungen mit Auf und Ab im Musikbusiness, dann würde sich die Frage von einem Auffangen nach einem ESC Misserfolg nicht so sehr stellen.

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