Islands Beitrag für den ESC 2020: „Think about things“ von Daði & Gagnamagnið

Daði Gagnamagnið Vorentscheidung Island 2020

Der Sönvgakeppnin is vorbei und wir haben den isländischen Beitrag für den ESC 2020 in Rotterdam: Es sind Daði & Gagnamagnið mit dem Song „Think About Things“. Der Wahl-Berliner und seine Band starteten als haushohe Favoriten im isländischen Finale, hatte sich doch ihr Lied in den vergangenen Wochen zum viralen Hit gemausert. Im Finale mussten sie zwar kurz zittern, als die ebenfalls beliebte Rockband DIMMA mit ihnen ins Superfinale kam, allerdings konnte der Retro-Sound von „Think About Things“ das isländische Publikum überzeugen.

Für die isländische Band ist es der zweite Versuch, die Insel beim ESC zu vertreten. Im Jahr 2017 scheiterte man an Svala mit dem Lied „Paper“. Als im Januar die Lieder des isländischen Vorentscheids bekanntgegeben wurden, galt sofort die Teilnehmerin Iva mit dem Lied „Oculis videre“ als Favoritin für den Sieg bei Söngvakeppnin 2020.

Doch alles änderte sich nach dem zweiten Halbfinale und der Veröffentlichung des Videoclips von „Think about things“ auf YouTube. Plötzlich tweeteten Promis wie Russell Crowe und Jahn Böhmermann über das Lied, das Video wurde hunderttausendfach geklickt, deutsche Medien wie die TAZ schrieben über den Isländischen Act.

In den letzten Tagen stürmten sogar Daði und seine Band die Spotify-Charts in Deutschland. Sollte der Hype um den Beitrag größere Kreise ziehen, ist für die Isländer mehr als nur eine Finalteilnahme drin. Nettas „Toy“ begann ebenfalls mit einem YouTube-Hype um ihr Lied „Toy“.

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134 Kommentare

  1. Wieder so ein Song, bei dem mir der Hype absolut schleierhaft ist. Das ist doch nach 3 Minuten komplett vergessen. Lediglich eine gute Performance kann das ins Finale retten.
    Unser Beitrag wird ja immer mehr zum Favoriten, wenn man sich die bisherigen Songs anhört (Ausnahme Litauen)

  2. Eine Anmerkung zum Thema „Viraler Hit“: Das Video hat auf YouTube weniger Clicks in zwei Wochen als Ben in zwei Tagen. Die Performance ist originell und jeder wird wissen, welcher Beitrag aus Island kam. Die Komposition finde ich durchaus eingängig, aber ein Masterpiece sehe/höre ich hier nicht.
    Ich schaue mir ganz gern mal die Ranglisten der Leute auf YouTube an. Das sieht jetzt noch nicht nach Sieg für Island aus. Ins Finale wünsche ich mir den Song auf jeden Fall.

  3. Einen Hype à la Toy sehe ich da noch nicht. Berta stieg in den YouTube-Trends ja damals direkt auf 1 und in den Odds auch. Ist beides nicht der Fall. Kann aber sicher ein gutes Ergebnis einfahren. Sieg bleibt abzuwarten. Ich persönlich habe vor allem die Rahmengeschichte im Musikvideo gefeiert und die können sie in Rotterdam ja so nicht auf die Bühne bringen. 😅 Habe aber mal mit „gefällt mir gut“ gestimmt. Reiht sich hinter Deutschland, Lithauen und Belgien auf meinem 4. Platz ein.

  4. Daði & Gagnamagnið?
    Wer es mag, bitte schön. Im Vergleich zu den Balladen (Estland & Kroatien), die ich mir gerade angehört habe, eine Erleichterung. Dem gesteuerten Hype kann ich mich aber nicht anschließen. Hat gute Chancen aufs Finale, aber vorne sehe ich den Song da nicht. Parodien gehen zwar immer irgendwie, aber dem Song fehlt es für einen Platz im oberen Feld doch an Substanz.

  5. Danke an lsland! Kommt definitiv ins Finale und dürfte auf jeden Fall eine Top-Ten-Platzierung! Bei mir auf Plattz Zwei hinter Deutschland und vor Litauen.

  6. Der Song war schon beim ersten Hören Ende Januar mein Favorit, umso schöner, dass er sich durchsetzen konnte! Dafür von mir ein „ist ganz ausgezeichnet“!

  7. Jaja, dieser „Jahn“ Böhmermann ist schon ein Pfundskerl. Nicht wahr, Max?! 😉 Mir sogar deutlich lieber als Jahn Regensburg… 😉

  8. Am Besten finde ich, wie er beim Tanzen von einem Mikrofonständer zum anderen tipselt und wieder zurück. Großartig! Hat Instant Appeal und macht mir Spaß. 7/10

  9. Ich finde die Truppe ganz witzig und schön retro, deshalb habe ich „gefällt mir gut“ getippt. Das Lied ist eher so lala.

  10. Warum wird dieser Song von so vielen hier dermaßen hochgejubelt? Der ist doch weder innovativ noch eingängig. Kann ich gar nicht nachvollziehen.

    • Doch, es ist eingängig. Du magst es nicht, das ist ja vollkommen okay und deswegen isses für dich nicht eingängig. Für die, die es lieben, isses das schon. Und ich hab das schon beim ersten Hören geliebt.

      Das mit „innovativ“ kann ich auch nie nachvollziehen. Nenn mir mal einen Song, der wirklich innovativ ist? So aus den letzten zwei, drei Jahren. Man muss auch nicht innovativ sein in so einem großen Wettbewerb. Ich würde sogar sagen, das man mit innovativen Sachen untergehen würde, wenn man sie denn noch entwickeln könnte.
      Beim ESC musste das liefern, was Leute abholt. Also, das, was sie kennen und was zum Beispiel grad in den internationalen Charts angesagt ist, was im Radio gespielt wird oder was mal total angesagt war in Form eines Siegertitels oder so.

  11. Ich klammere den Hype aus und sage gefällt mir, simple an Discomusik abgelehnte Nummer. Wie sie das LIVE umsetzen? Am besten Retro, dann glaube ich an die Top Ten für Island.

  12. Gibt mir gar nichts, der Song.
    Genauso wie „Is this love?“ von 2017 finde ich zwar die Idee mit den Pullovern und der Choreografie lustig, aber der Sound ist Allerweltsware.

    Deshalb verstehe ich auch den Hype nicht.
    Vor zwei Jahren hätte Daði doch genauso umjubelt werden müssen? Wo waren da alle Promis und Mitläufer des Trends?

    Für alle, die „Think about things“ einen Sieg zutrauen erinnere ich gerne an die Abstimmung nach der Erstveröffentlichung, da war nur eine Minderheit von der musikalischen Qualität überzeugt.
    https://esc-kompakt.de/soengvakeppnin-2020-teilnehmer-und-songs-in-island-bekanntgegeben/
    Wieso sollte es bei den vielen Ersthörern beim ESC plötzlich anders sein?
    Realistisch gesehen wird Daði also ähnlich abschneiden wie Doredos (Moldawien 2018), gerade so in die Top10 gerettet von einer ironischen Bühnenshow.

  13. Gute Popmusik geht ja immer, scheint aber hier im Blog irgendwie verpönt zu sein. Popmusik beim ESC selbst hat es in den jüngeren Jahren auch meist schwierig mit der Akzeptanz, wohingegen gerade einige der Siegertitel aus den 60ern und 70ern beim guten, alten Grand Prix eindeutig als Popmusik galten und es auch heute noch sind.

    Gottseidank haben wir jetzt zwei Lieder, die diesen jämmerlichen Balladenjahrgang ins neue Jahrtausend gehievt haben:
    1. Litauen
    2. Island
    oder eben
    1. Island
    2. Litauen

    Bei Deutschland weiß man ja noch nicht, wie es gesungen wird. Das kann ja gut oder schlecht live sein, daher ist keine Einschätzung möglich.

    • Ich habe nichts gegen gute Popmusik (wie z.B. „On fire“), ganz im Gegenteil. Aber nicht jeder Song, der keine Ballade ist, repräsentiert gute Popmusik. Der isländische Beitrag ist für mich ab Sekunde 30 ein „Nicht-Song“: Wenn man die in der Tat lustige und originelle Optik abzieht, bleibt doch so gut wie nichts übrig.

  14. Ich finde es ganz gut. Mehr aber auch nicht. Der Hype geht mir auf den Sack. Nur weil Böhmermann mal was lustig findet…? Außerdem hat Dadi ein fettes Problem: Das um Längen mitreißendere, spektakulärere, gnadenlos bessere und eingängigere „On fire“, das im Übrigen den Contest gewinnen wird. Mark my words!

  15. Äh, was ist hier los?? Ich bin ja wirklich ungerne der Partycrasher, aber den Hype um diesen Song verstehe ich so gar nicht. Klar hat er Schwung und ist ein Kontrast zu den vielen Balladen und langsamen Songs bisher, aber sonst?? Er klingt relativ altmodisch und melodisch ist er auch nicht spannend. Da kann ich genauso gut drei Minuten auf eine weiße Wand starren, hinterlässt genauso viel Endruck wie dieser Song.

  16. Wird bei weitem nicht so gut abschneiden wie Litauen. Ins Finale sicher, dort aber eher unter ferner Liefen. Ist nen reiner Fan-Hype und kein Hit und schon recht kein viraler.

      • Wieso widerspricht sich das?
        Erinnere dich doch mal an den Hype um Francesco Gabbani im Vorfeld oder den Franzosen Amir etwas früher. Bezogen auf die Hypes waren die tatsächlichen Endplatzierungen schon „unter ferner liefen „…

      • Ich würde in keinem dieser Fälle von Hype reden. Damit fängt es schonmal an.
        Zum anderen würde ich nicht sagen, dass Platz 6 „unter ferner liefen“ ist. Platz 6 ist doch ein sehr ordentliches Resultat. Mit „unter ferner liefen“ verbinde ich eher einen Platz im grauen Mittelfeld.

  17. Ich reihe mich ein in die Liste von Fans, die den Hype nicht verstehen. Der ganze Act ist ein lauer Aufguss von 2018. Derselbe Look, dieselbe Choreo, dieselbe Crew und eigentlich auch dasselbe Lied – nur in schwächer. „Hvað með það?“ fand ich super und tausendmal erfrischender und witziger. Aber so funktioniert das nunmal: Außerhalb der Fanbubble kriegte das vor zwei Jahren niemand mit – und 2020 hat Dadi wahrscheinlich eine neue PR-Agentur…

      • @Mariposa
        Sorry hab mich vertippt: ich meine natürlich Dadis Beitrag zur IS-VE von 2017 (nicht 2018). (Hvað með það?)

  18. Ist ganz witzig. Aber um ehrlich zu sein, Dimma hatten den besseren Song, meiner Meinung nach. Aber ich kann auch sehr gut damit leben, ist halt irgendwie kultig.

  19. Bin gespannt wie sie die Stimmung im Video auf die Bühne in Rotterdam bringen wollen. Es könnte eines der besseren Ergebnisse für Island beim esc werden

  20. Ich war geschockt als Iva nicht ins Finale kam. Und das hat mich traurig gemacht. Ich hab damit gerechnet das Dadi gegen Iva antritt, aber als es nicht der fall war, war mir getern Nacht klar, das sie gewinnen. Aber wirklich den Song mag ich nicht. Klingt langweilig. Durch Ukus Sieg gestern konnte ich mich wenigten freuen.

  21. Hier wird so gerne

    1. vom eigenen auf den allgemeinen (und damit nicht existenten) Musikgeschmack geschlossen.
    2. die eigene für die einzig messenswerte Meinung gehalten.

    Ihr kommentiert wie ihr Auto fahrt. „Die Kreuzung ist verstopft, aber ich kann ja noch links abbiegen.“

    • Du bist so kurz davor zu verstehen, wie es auf einem ESC Blog und in Chats so abläuft. 😀 Natürlich hält jeder seine Meinung und seinen Geschmack für den besseren, ist doch logisch.

  22. Ich mag Dadi und freue mich darüber, dass viele andere ihn auch mögen. Darüber nachdenken, ob er in Rotterdam gewinnen könnte, will ich aber noch nicht. Das ist mir aktuell ehrlich gesagt egal. Er ist dabei, das bedeutet mir schon alles. Ich bin mir sicher, dass er ins Finale kommen und dort gut abschneiden wird (Top 10!). Der Rest hängt aber von so vielen Faktoren ab, die bisher noch unbekannt sind (Konkurrenz, Staging, Resonanz von Presse und Fans im Vorfeld). Das gilt es vor einer endgültigen Prognose abzuwarten. Und bis dahin trinke ich Tee und feiere „Think about things“ jeden Tag!!!

    • Und bis dahin trinke ich Tee und feiere „Think about things“ jeden Tag!!!

      So wird’s getan.
      Ich hab jedesmal ein Lachen im Gesicht, wenn ich den Song nur höre.

    • Ein isländischer Sieg wäre natürlich super, und meiner Meinung nach, längst überfällig. Aber an einen Sieg glaube ich leider nicht, aber der Song ist wirklich nicht schlecht, der Auftritt super sympathisch und er polarisiert. Schon einmal gute Vorraussetzungen für ein komfortables Ergebnis in Rotterdam.

  23. Findet eigentlich niemand außer mir hier, dass der Typ ’ne richtig klasse Stimme hat?
    Ich hab jetzt auch ein paar andere Sachen von ihm mal angesehen und finde die auch ganz gut. Mir gefällt sein Auftritt für die Kühe z. B.

    • Ja, finde ich auch! Sein ganzes Können kann er bei diesem Song aber leider nicht zeigen. Was er so auf dem Kasten hat, merkt man aber schnell bei seinen Coverversionen von Sting und Billie Eilish auf YouTube.

  24. Da ja schon ein Hype um den angeblichen Hype gemacht wurde, sehr ich das wohl etwas kritsicher als wenn ich unvorbelastet das Lied beim VOrentscheid gesehen hätte.
    Die Melodie ist natürlich nicht sehr originell, ein Funky Beat gehört ja schon lange zum ESC-Repertoire. Aber man muss sagem sie bleibt zähflüssig an einem kleben und der Schluss ist natürlich ESCiger wie es kaum geht.
    Optisch bin ich ratlos, aufgesetzte Infantilität ist immer schwer auszuhalten, sehe auch nicht wie die zu dem Lied passt. also etwas zwiegespalten, das Lied hat aber Potential.

    • Ich mag die leicht selbstironische Art wie sie die ESC-Klischees durch den Kakao ziehen, ohne jetzt wirklich zu klamaukig zu wirken.

  25. Und ja, der Hype geht weiter: Weitere Prominente entdecken Dadi über Twitter. Neil Gaiman (britischer Autor) tweetet „Oh good. A perfect pop video.“ und Chris O‘Dowd (irischer Schauspieler) hat einen Tweet zu Dadi geliked. Die Reaktion von Chris O‘Dowd freut mich besonders, weil ich die nerdigen Outfits von Dadi und seiner Band von Anfang an mit „IT Crowd“ assoziiert habe, eine Serie in der Chris O‘Dowd mitspielt.

    • Jepp, das fehlte dieses Jahr noch, die tägliche Mitteilung von Matty über unwichtige englische Geschäftsleute.

  26. was hat netflix jetzt eigentlich damit zu tun? – man liest das ja überall – dazu die ganzen promis,die den song promoten?
    zumindest bei youtube kann ich noch keinen echten hype feststellen – ganz im gegensatz zu litauen,wo der finalauftritt in den nächsten stunden die 3 millionen hits marke nehmen wird.
    was sagt tik-tok?
    instagram?
    facebook?

    vielleicht mal zeit für ein „hyper,hyper spezial“ liebes esc-team. 🙂

  27. Sehr interessantes, sympathisches Making Of zum Video von „Think about Things „. Interessant Interview Ausschnitte von Dadi zum Lied, Band, Video etc. Er sagt auch etwas zur Netflix Verschwörungs Theorie:

  28. der hypetrain kommt wohl so langsam in fahrt,zumindest beim offiziellen musikvideo auf youtube.
    knapp 450000 hits in 3 tagen.
    der finalauftritt hat etwas schwächere klickzahlen und kommt auf 310000 hits in 3 tagen.

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