Kroatiens Beitrag für den ESC 2020: „Divlji vjetre“ von Damir Kedžo

Damir Kedžo vertritt Kroatien mit dem Song „Divlji vjetre“ beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam. Das wurde heute Abend in der traditionellen Vorentscheidung „Dora“ entschieden. In einer spannenden Abstimmung setzte er sich nur knapp gegen Mia Negovetić durch. Beide lagen am Ende punktetechnisch gleichauf, aber weil Damir die Höchstwertung und damit einen Punkt mehr vom Publikum erhalten hatte, wurde er zum Sieger ernannt.

Insgesamt 16 Beiträge traten gegeneinander an, Halbfinals oder Vorrunden gab es nicht. Alles Wissenswerte zur Dora 2020 haben wir bereits hier zusammengefasst. Im letzten Jahr wurde Kroatien von Roko und seinem Lied „The Dream“ in Tel Aviv vertreten. Die kitschige Ballade landete allerdings nur auf dem 14. Platz im zweiten Halbfinale. Kroatien hat damit zum zweiten Mal in Folge die Finalteilnahme verpasst.

Das soll in diesem Jahr mit Damir Kedžo anders werden. Der Sänger ist 32 Jahre als und hat schon an verschiedenen Castingshows teilgenommen. Außerdem stand er schon 2011 im Aufgebot der kroatischen Vorentscheidung, kam aber nicht über die erste Vorrunde hinaus. Damir ist außerdem Musical-Darsteller und hat schon ein Album veröffentlicht.

Jetzt darf er also für Kroatien zum ESC und im Gepäck hat er seine dramatische Ballade „Divlji vjetre“. Diese singt er mit voller Inbrunst und am Ende des Songs gibt es dann – ganz esc-gemäß – auch noch eine Rückung, die das große Finale einläutet. Ob Damir damit ins Finale einziehen wird, entscheidet sich am 12. Mai, wenn Kroatien in der zweiten Hälfte des ersten Halbfinales auf der ESC-Bühne in Rotterdam stehen wird.

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56 Kommentare

  1. Hab ihn in der Scoreboard App tatsächlich auch mit 12 Punkten beschenkt. Allerdings glaube ich, dass er es ziemlich schwer haben wird im Halbfinale

    • Das wäre nur ein weiteres Mal Mainstreamusik gewesen, die für jedes beliebige Land antreten könnte. Insofern richtige Wahl in Kroatien,

    • Stimmt. Es wäre untypisch für Kroatien gewesen, den einzigen Song aus schwedischer Feder zum ESC zu schicken… Nein nein, nicht noch mehr Stangenware aus Skandinavien. Gut gewählt, Publikum.

  2. Ich finds wunderbar – endlich mal wieder ganz klassisch jugo…..äh sorry, kroatische Klänge beim ESC!! Und bitte, bitte, bitte bei der Landessprache bleiben!!!

  3. Diesen Song kann ich mir in Englisch so gar nicht vorstellen. Damir war bei mir immerhin zweiter Favorit hinter Colonia. Jedenfals bleibt mir dieser nervige Mia-Song erspatt.

    Mir gefällt´s – hvala, Hrvatska !

  4. Mh, man könnte jetzt nachdenken, ob das zeitlos ist, weil sowas auch schon vor zehn oder auch schon vor zwanzig Jahren beim ESC hätte antreten können… aber vor zehn oder zwanzig Jahren wäre der Song halt auch nur nettes Mittelmaß gewesen. Aber immerhin noch der angenehmste der bisherigen drei neuen Kandidaten heute Abend … meine Güte, was für ein schrecklicher Jahrgang.

  5. Damit tut er wenigstens niemandem weh – nicht mehr und nicht weniger. Aber an einigen Stellen muss er das mit den Tönen noch üben, lag aber vermutlich an der Aufregung zu Beginn.

  6. Der Song liegt irgendwo in der Mitte für mich – vielleicht gefällt mir nach einigem Hören besser, aber so ganz bleibt es bei mir bisher nicht hängen.

  7. Vielleicht muss ich meine frühere Prognose für das deutsche Ergebnis nach oben korrigieren. Statt Platz 16 bis 20, bin ich jetzt zwischen 10 und 15, bei guter Bühnenperformance. Dieses Lied ist nicht schlecht. Aber naja, kein Vergleich mit solchen auffälligen Songs wie Litauen, Island und Deutschland.

    • Ich fand deinen Hypeversuch um Tom Leeb ja bisher fast peinlich, aber mittlerweile ist Frankreich auch mein Lieblingsbeitrag der Big5.
      Natürlich auf sehr schwachem Niveau, denn in meine Top10 wird selbst „The best in me“ nicht kommen.

  8. Lässt sich schon einen wohlfühlen, ist aber auch sehr unaufregend. Klingt eher nach einem Beitrag, der 2010 auf einen der hinteren Plätzen gelandet wäre. Finale ist aber drin.

  9. Ich verklage die Kompaktblogger wegen irreführender Werbung im Coverpic!

    Und für den Song vote ich mit 0 Punkten, wegen für Landessprachenmissbrauchs.

  10. Hah! Balkandrama in ESC-Tonsetzung. Vor dem finalen Harmoniewechsel noch ein Glissando 🤩 Hajde, Hrvatska!
    Das törnt meine heurige Song-Contest-Stimmung endlich an. Ein schuldiges Vergnügen, für das ich keine Reue zeige 😍🙃😬

  11. Besser als letztes Jahr (wobei das nicht schwer ist). Trotzdem sehr mittelmäßig, und als Balkanballade würde ich es jetzt auch nicht bezeichnen, so generisch wie das Lied ist.

  12. Ich befürchte, das wird für Kroatien erneut nix mit dem Finale.
    Aber irgendwie gefällt mir die Nummer ganz gut. Nix was ich öfter hören müsste, aber es hört sich ganz angenehm weg. Der Chorgesang in der Rückung ist mir zu laut. Er selbst ist souverän.
    Bitte bitte bitte in Landessprache lassen.

  13. Ich bin enttäuscht. Bei Balkanballaden muss man sich schon an Zeljko Joksimovic messen lassen, und dieses Lied spielt da definitiv nicht in der gleichen Liga.

  14. Mensch, ist das Lied altbacken. Nach den Schnarchballaden aus Estland und Moldau hatte ich keine Lust mehr, das Lied zuende zu hören. Sorry. Leider wieder kein Finale für Kroation.

  15. Solchen Song schon an anderer Stelle mal gehört und zwar viel besser und berührender.
    Wird zumindestens auf dem Balkan für etwas Unterhaltung sorgen. Am restlichen Europa wird sowas wohl vorbeigehen. Das Finale ist wohl jetzt schon vom Winde verweht.

  16. Unoriginell. Die ersten 30 Sekunden sind noch okay. Aber spätestens beim Refrain wird die Nummer belanglos. Kroatien kann mich einfach nicht mehr begeistern.

  17. Von allen Songs, die heute Abend gewählt wurden, ist das für mich der schwächste. Am Anfang ist es eine ganz klassische Ballade, die dann zu einem Dauerhöhepunkt mutiert. Nur ist der eben so unaufregend, dass man den Song gleich wieder vergisst. Schade, die Chance war da, aber das wird wohl wieder nichts.

  18. Hier bin ich etwas nachsichtiger als bei Estland. Warum? Ist es doch die gleiche Abteilung aus den ESC-90-ern. Liegt es am Chorus? Ich denke schon, auch vielleicht am Landessprachenbonus. Trotzdem bin ich enttäuscht, dass immer wieder versucht wird, alte Blechdosen aufzupolieren.

  19. Schwere Kost aus Kroatien. Der Song ist stimmlich gut vorgetragen, doch der Song dürfte es schwer haben, ins Finale zu kommen.

  20. Mein Gott, verliere langsam den Überblick, Kroatien habe ich noch gar nicht durchgehört, hätte ich bloss mein Notizbüchlein nach Länderalphabet angelegt😳

  21. Damir hat eine sympathische Ausstrahlung, das rettet den Song etwas, der ebenso wie der estnische und moldawische mindestens zehn Jahre zu spät kommt. In seiner Dramatik ist er auch stimmig und nicht so künstlich und dick aufgetragen wie „The Dream“ letztes Jahr. Daher reicht es gerade so zu „gefällt mir gut“.
    Ich habe so den Verdacht, nicht nur Deutschland hat das Problem eines überalterten Televoting-Publikums 😉

  22. Schade. Regelmäßig wird in Kroatien daneben gegriffen. Auch in diesem Jahr.
    Eine 08/15-Balkanballade, die im Semi kleben bleibt.

  23. „Divlji vjetre“ ist eine der besseren Balkanballaden, die beim ESC vorgetragen wurden.
    Von daher ein „gefällt mir gut“, denn zum Anrufen wird mich Damir dann doch nicht bringen können.
    Wünsche ihm aber dennoch den Finaleinzug, wäre mir dort allenfalls lieber als ein weiterer Schwedenpop- Song.

  24. Wie jedes Jahr kann ich mit Kroatien wenig anfangen; sehr generische Balkenballadennummer.

  25. Ach, wie gern würde ich Kroatien einmal siegen sehen. Aber mit dieser Ballade wird’s vermutlich schwer, erst das Halbfinale zu überstehen. Dabei haben die Kroaten ’ne hochkarätige Musikszene, von der leider kein Gebrauch gemacht wird. Schade drum!

    Pluspunkt: Damirs Stimme gehört für mich zu den besten des Jahrgangs.

  26. Ich weiß gar nicht, was ihr habt. 😀

    Ich bin begeistert. Endlich schickt Kroatien etwas, das mir wirklich gut gefällt. „Leider“ fürs erste Semi, welches bei mir deutlich stärker ist bisher. Das wird teuer… 😀

  27. Gute Nachrichten: Im Interview hat Damir betont, daß definitiv in Kroatisch gesungen wird und er würde sich wünschen, möglichst viele Sprachen beim ESC zu hören.

    Da sage ich nur: Hvala !

  28. Zu dem hochgelobten Lied von Mia: Ich hätte gar nichts dagegen, wenn das beispielsweise der Beitrag von Dänemark wäre. Für Kroatien möchte ich so etwas nicht, die Zuschauer sahen es wohl genauso.

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