Moldaus Beitrag für den ESC 2020: „Prison“ von Natalia Gordienco

Natalia Gordienco vertritt Moldau beim Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam. Beim nationalen Vorentscheid Finala Naţională Eurovision setzte sie sich mit ihrem Beitrag „Prison“ gegen 18 weitere Acts durch. Dabei war sie sowohl die haushohe Favoritin bei den Zuschauern (sie erhielt fast doppelt so viele Stimmen wie der Zweitplatzierte Pasha Parfeni) und der Jury.

Ihr Song „Prison“ ist eine dramatische Midtempo-Ballade. Sie ist geschrieben von Philipp Kirkorov und Dimitris Kontopoulos. Der Text stammt von Sharon Vaughn. Sämtliche sind in ESC-Kreisen mehrfach in Erscheinung getreten und haben häufig (sehr) gut abgeschnitten. Während die Präsentation des Songs „Prison“ bei der Vorentscheidung noch deutlich Luft nach oben hatte, wird es sicher erhebliche Anpassungen für den Auftritt in Rotterdam geben. Dafür ist das Team hinter dem Beitrag bekannt. Und das moldawische Fernsehen sowieso.

Gordienko Natalia ist Sängerin, TV-Moderatorin, Model und Mutter eines kleinen Jungen. Zusammen mit Arsenium and Connect-R stand sie bereits 2006 mit dem Song „Loca“ auf der ESC-Bühne in Athen. Damals reichte das für einen 20. Platz.  Sie ist ukrainischer Abstammung und wurde 1987 in der moldawischen Hauptstadt Chișinău geboren. Sie begann früh zu singen und zu musizieren. Als 15-Jährige nahm sie das erste Mal an Gesangswettbewerben teil.

Zunächst sollte es in diesem Jahr gar keine Vorentscheidung in Moldau geben. Ende Dezember kamen dann die ersten Infos, das dies doch möglich wäre. Ende Januar wurden dann die 36 Beiträge bekanntgegeben, die sich einem öffentlichen Casting stellen durften. Und danach befand die Experten-Jury 20 Vorträge so gut, dass sie sich für die Durchführung des Vorentscheids entschied. 19 von ihnen traten dann bei der Vorentscheidung an. Geta Burlacu war nicht dabei, erhielt aber trotzdem 7 Votingstimmen.

Natalia Gordienco – Prison 

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  • ist so lala (31%, 160 Votes)
  • gefällt mir weniger (30%, 152 Votes)
  • ist ganz furchtbar (18%, 94 Votes)
  • gefällt mir gut (17%, 89 Votes)
  • ist ganz ausgezeichnet (3%, 16 Votes)

Total Voters: 511

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74 Kommentare

  1. Ich stimme mit gefällt mir gut, der Song hat etwas dunkles und mystisches, wenn das auch in Rotterdam gut rübergebracht wird sollte zumindest die Finalteilnahme drin sein!

  2. Über Geschack scheiden sich ja bekanntlich die Geister und lässt sich drüber streiten, meinen triffts nicht. Aber wenn der Jahrgang weiterhin eher schwach bleibt (natürlich bis auf die rühmlichen Ausnahmen ;)), sollte sie es wohl ins Finale schaffen. Gefällt mir eher weniger.

    • Rainer du wirst mir immer sympathischer ich kann nicht verstehen wie einem dieser Song gefallen kann..Der ist wirklich so bieder und alt und langweilig

      • Ihr habt ja alle so recht… Ich kann vielleicht noch so gerade wahrnehmen, daß jemand aus Nostalgiegründen Frankreich gut findet. Aber bei dieser Scheußlichkeit fehlt mir dafür komplett die Vorstellungskraft.

  3. Ich war die zweite Stimme für „ist ganz ausgezeichnet“. Finde die Bezeichnung zwar nicht ganz richtig, aber es liegt zwischen „gut“ und „ausgezeichnet“ – der Song lief auf heavy rotation seit ein paar Tagen, da wäre alles andere eine Lüge. Die Liveperformance sah jetzt noch nicht so stark aus. Aber da wird sich ein, äh, russisches Millionär schon sicherlich was einfallen lassen. 😀
    Wieviele SIM-Karten dieser ominöse Mann wohl im Vorfeld gekauft hat…? Habt ihr aber nicht von mir! 😀

  4. Aber dieser Prisma-Trick, ne? Da muss sich Dotter aber warm anziehen in Rotterdam, wenn Natalia den bringt. Da wird Schweden von der Bildfläche verschwinden! 😀

    Okay, jetzt mache ich mich zu sehr darüber lustig. Das ist so trashig, dass ich es wieder liebe. „Ist ganz ausgezeichnet“ war wohl doch die richtige Entscheidung! 😀

  5. Das gefällt mir eigentlich ganz gut, dürfte aber schwer werden, das Finale zu erreichen. Aber die Stimme mag ich sehr gerne, und ich würde mich über einen Finaleinzug freuen.

  6. Unabhängig vom Song wird es für Moldawien schwierig. Die 12-Punkte-Nachbarn Rumänien sowie die Ukraine sind im anderen Semi, ebenso die Kirkorov-Staaten (Russland, Weissrussland)…

  7. Unsäglicher Scheisong, ungefähr auf dem gleichen bescheidenen Niveau von Polen.
    Da haben fast noch die Bondage-Nummer aus Armenien und der für Deutschland startende Bieber-Verschnitt noch ihren Reiz, hilft aber nicht viel.

    Von Herzen 0 von 10 Punkte. Dabei gab es jede Menge Alternativen, es ist zum Heulen.

  8. Zuviel Oligarchinnencharme
    zuwenig getroffene Töne
    zuviele Tonspuren und Echoeffekte

    .. mit anderen Worten, wäre mein Interesse bei einer Akustikversion ohne Glam-Faktor größer.

  9. Nun ja, das Staging ist – um in dessen Bildsprache zu bleiben – anfamgs etwas … Stuhl-Gang. Ich muss aber zugeben, dass ich auf den Oligarchenkitsch mit den dramatisch einrückenden Backings am Ende doch noch hereinfalle. Amüsiert mich, obwohl ich noch nicht weiß, ob ich das jemals gut finden kann. Viel Glück, Moldau!

    • “We should be loyal to the nightmare of our choice”: In diesem Sinne bleiben wir dem ESC treu.

      Ich hab da so nen Tipp für deine höfische Rangordnung: Wenn es für deine Drogenkammer keinen Neuzugang geben sollte, dann baue ihn doch in ein Horrorkabinett um. Wobei, das ist ja schon Tante Gertruds Häkelkreis 🤔

  10. Da bleibt bei mir nix hängen außer Brisäääääääänn.
    Das ist musikalisch extrem unentschieden, weil es so gerne nach vorne gehen will, aber es geht einfach nicht nach vorne. Was halt auch an diesem ewigen Brisääääääänn liegt. Im Grunde besteht der Song die letzten 2 Minuten nur aus Brisäääääääänn.
    Stühle in der Performance, auf denen Background-Typen schwule Bewegungen machen hab ich auch schon drölfhundert Mal gesehen. Also, machen wirs kurz: ich finds schlimm, kommt aber trotzdem wohl weiter.

    BRISÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄNN!!!

  11. gab es da wirklich keine bessere option?
    das ist typischer 0815 ESC sound – kennen wir schon – brauchen wir nicht noch mal!

  12. @Douze Points
    Hiermit melde ich den Beitrag „Warum „Prison“ bislang gnadenlos unterschätzt wird“ offiziell an! 😀

  13. Im übrigen ist das eine FDJ-Frisur aus den 80ern, und das Kleid sieht auch aus wie aus dem Fundus des Friedrichstadtpalast entsprungen….

  14. Sorry ich hab mich mit diesem Song gerade auch nicht wohlgefühlt. Ich hab gefällt mir weniger gevotet obwohl er mir gar nicht gefiel aber ganz furchtbar war er jetzt auch nicht🤷🏼‍♂️

  15. Ich bezweifle, dass ihre Stimme zu einem düsteren Elektrosong oder pathetischen Powersong passt. Aber bisher haben wir ja nur die Kirkorov-Light Version gehört, nach dem Revamp wird es 100pro so klingen (und aussehen):

    • Florence Foster Jenkins – viel zu früh von uns gegangen. Hätte einen fabelhaften Grand-Prix-Act für San Marino abgegeben 🤩

  16. Die Strophen erinnern mich phasenweise an Hijo de la Luna. Tatsächlich bahnt sich für mich hier ein Guilty Pleasure an. Warum, weiß ich selbst noch nicht…

    • Der Erfolg von Kirkorov & Co beruht ja nur auf Guilty Pleasure. Irgendwann erwischt es jeden mal. @4porcelli schickt dir dann die Wandertrophäe von Moldova 2018 zu.

  17. Typische Kirkiriv-Kontopolous-Nummer; wird sicher optisch noch massiv aufgemotzt mit Tänzern in Boxen=prisons.

    • Si wird ein orangefarbenes Kleid mit „Inmate“ Aufschrift tragen und im Backdrop laufen Szenen von „Hinter Gittern – Frauenknast“

    • Kirkorov wird Geld reinstecken, um die Performance so interessant zu machen, dass sie effektiv vom Song ablenkt – wird durchkommen, wenn auch eher knapp.

  18. Australien kann froh sein, Moldawien hat sie als meinen Hassbeitrag abgelöst!!

    Sorry, aber was ist das?? Trashige Perfomance, eine Melodie die sowas von eindeutig bei „Hijo de la luna“ abgekupfert ist und eine Sängerin mit unangenehmer Stimme.

    Bitte kehrt wieder zu den Spaßbeiträgen zurück!!

  19. Hat es irgendeinen überrascht, dass hier mal wieder das sogenannte „Dreamteam“ gewonnen hat? So langsam habe ich mich an diesem typischen Sound, der immer mehr zu sein scheint als seine eigentliche Substanz hergibt, satt gehört. Daher „Gefällt mir weniger“.

  20. Das verlinkte YouTube Video ist doch garantiert aus den 1980ern.
    Das ist doch keine aktuelle Aufzeichnung.
    Retro kann richtig gut sein, aber das hier? Was soll das?

    ESC Trash kann richtig gemein sein und sowohl Magenverstimmungen als auch Tinnitus verursachen.
    Ich möchte dieses „Lied“ nie wieder hören müssen.

    Und wer hat eigentlich diese Frau so verunstaltet?

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