Live-Blog Moldau: Finala Naţională Eurovision 2020

Das wird ein Fest. Wem die vorgestrige Bekanntgabe des deutschen Beitrags etwas zu einfach und wenig abwechslungsreich war, der kommt heute in den Genuss von nicht weniger als 19 Beiträgen. Gestern haben sie noch intensiv geprobt, heute stehen sie auf der bekannten Studiobühne in Chișinău.

Und das kommt unerwartet: Zunächst war gar nicht davon ausgegangen worden, dass es überhaupt eine nationale Vorentscheidung geben würde. Dann kamen Ende Dezember die ersten Infos. Ende Januar wurden dann die 36 Beiträge bekanntgegeben, die sich einem öffentlichen Casting stellen durften. Und danach befand die Experten-Jury 20 Vorträge so gut, dass sie sich für die Durchführung des Vorentscheids entschied.

Und jetzt haben wir den Salat. Denn die Sendung ist von 20:00 bis 23:30 Uhr Ortszeit angekündigt. Interessierte sollten sich also reichlich mit legalen Sättigungs- und im Zweifel auch Betäubungsmitteln eindecken.

Einen Live-Stream von TVM1 findet Ihr hier.

Offenbar gibt es sowohl ein Jury- als auch ein Zuschauervoting. Wie genau hier die Regelungen sind, kann diesem Dokument in Landessprache entnommen werden. Wir können uns diesbezüglich aber auch überraschen lassen und werden das schon aus dem Zusammenhang erschließen.

Guten Abend aus Hamburg-Hohenfelde. Gleich geht er los, der mit Spannung erwartete moldawische Vorentscheid. Wer ist dabei und hält durch? Bei mir läuft der Stream einigermaßen … unstabil. Wenn jemand eine verlässlichere Seite hat als die von TVM1 selbst, postet das gern in den Kommentaren.

Und um 19:55 Uhr kam eben schon die Eurovisions-Hymne (nein, nicht die von Barbara Schöneberger).

Ich schaue jetzt auf Facebook. Das läuft. Die Show beginnt mit einem Pantomimen-Tanz im Scheinwerfer-Kegel. Dann stoppt die Musik und eine Tanz-Gruppe im Disco-Style startet eine bunte Party auf „Rasputin“. I Love! Ah, ich verstehe, es ist ein Boney-M-Medley. Waren die mal beim ESC? Dann kommen noch ein paar Disco-Nummern.

Und hier noch der Link auf YouTube. Der ist leider auch nicht wirklich besser. Ist das Interesse an der Vorentscheidung so groß, dass der Stream so wackelig wird?! Der Auftritt von Discomania ist nun vorbei. Es begrüßen uns die Moderatoren Elena Bancila, Iurie Gologan und Doina Stimpovschi.

Es wird in ein separates Studio geschaltet. Dort sitzen acht Personen, ich denke das ist die Jury. Es wird zu Daniela Crudu geschaltet. Da sie noch etwas verloren in der Kulisse rumsteht, gehe ich davon aus, dass sie aus dem Green Room berichtet. Und gerade sagte sie es auch. Jetzt geht es um Telefonnummern. Das wird dann also um das Zuschauervoting gehen.

Es werden jetzt auch alle Beiträge mit ihrer Startnummer eingeblendet. Und die Nummer 3 fehlt. Dort sollte eigentlich Geta Burlacu mit ihrem Song „Answer“ stehen.

Es folgt ein Einspieler in schwarz-weiß. Es scheint jetzt also direkt loszugehen. Wow, nach nur 16 Minuten.

Dies ist die Startreihenfolge, die zuvor ausgelost worden war.

1. Midone Denis – Like a champion

Midone trägt ein lustiges Sakko mit vielen V-Buchstaben drauf. Sonst steht er etwas allein auf der Bühne. Seine Frisur erinnert an die von Ben Dolic, allerdings der beim Vorsingen, nicht der im offiziellen Video. Ich befürchte, aufgrund der schlechten Übertragung werde ich die Lieder nicht belastbar bewerten können. Der Song wirkt auf mich sehr redundant und nicht besonders gut gesungen. Und er füllt die Bühne in keinster Weise aus. Jetzt setzt der Stream ganz aus.

3 Punkte von 10 (zwei davon für die Frisur)

Das Lied ist zu Ende und es beginnt sofort der nächste Einspieler. Viele Bühnenaufbauten können wir da heute nicht erwarten.

2. Natalia Gordienco – Prison

Ich muss mich korrigieren. Die Moldawier sind super schnell. Auf der Bühne ist nicht nur Bodennebel ist erheblicher Form, sondern es stehen auch mehrere übergroße Stühle herum, deren Konturen neon-weiß leuchten. Natalia trägt ein dunkles, an vielen Stellen transparentes Kleid und hat ihre langen blond-gefärbten Haare nach hinten frisiert. Ein bisschen erinnert sie mich an Dagmar Frederic. Nun kommen noch Männer (und auch Frauen?) in dunklen Anzügen hinzu, die sich auf die Stühle setzen. Der Nebel ist weg und die Männer umtanzen die Sängerin. Das ist zum Teil nur eine Vermutung. Ich habe hier eher so ein paar Standbilder, die ich zu interpretieren versuche. Auch der Sound ist ständig abgehackt.

5 Punkte von 10

3. Burlacu Geta – Answer

tritt nicht an

4. Moraru Viorela – Remedy

Das Kleid der Sängerin erinnert an eine Mischung aus Hochzeitskleid, Nachthemd und den Spiegelreflektoren von Dotter aus dem Mello. Sie wird umtanzt von Elfinnen in mittelbrauen Säcken, die auch als Kleider durchgehen können. Ich korrigiere: da scheinen auch Männer dabei zu sein. Der Gesang ist vermutlich ganz gut, das Lied erreicht mich aber nicht. Nach hinten raus kommen viele lange Töne. Klassische Midtempo-Bühnenballade.

4 Punkte von 10

Schade, ich hatte schon die Hoffnung, dass wir mit den Songs in einer Stunde durch sind und die Sendung einfach um 2 Stunden verkürzt wird. Aber stattdessen folgt eine Schalte in den Green Room, wo ein kurzes Interview mit Denis Midone folgt. Auch Natalia Gordienco wird interviewt. Zu den Inhalten kann ich nichts sagen. Ist vermutlich auch nicht so wichtig.

Die Zuschauerzahl über YouTube geht verständlicherweise ständig zurück. Wer tut sich diese technische Übertragungsqualität schon freiwillig an?!

5. Uzun Valentin şi Kovalsky Irina – Moldoviţa

Herrlich, es kommt Stimmung in die Bude! Folkloristische Klänge, und Frauen tanzen auf die Bühne. Die beiden Interpreten sitzen links und rechts auf Fässern neben einer Bank. Ach, der Stream wird da auch gleich etwas besser. In der Brücke – hoppa, hoppa – tanzt der Sänger mit einer der Tänzerinnen. Das ist so schäbig, wie ich es mag! Mit solchen Nummern hat Moldau eigentlich immer das Finale erreicht. Am Ende gibt es ein paar Längen, der letzte Refrain reißt es aber wieder raus.

8 Punkte von 10

6. Rusu Lavinia – Touch

Und es bleibt schmissig. 80er-Jahre-Disco oder sind es die 70er, die mit ein paar modernen Electro-Beats gemischt wurden? Es sind fünf Personen auf der Bühne: die Sängerin in einem lilafarbenen Hosenanzug in Glanzoptik, die Tänzerinnen haben dasselbe Modell, allerdings in Mint. Das Lied wechselt häufig den Stil, daher weiß man nicht wirklich, was man an ihm hat. Der Stream ist jetzt flüssig und ich kann auch den Gesang durchweg hören. Das ist hier jetzt kein wirklicher Gewinn.

6 Punkte von 10

7. Jelezoglo Dima – Do it slow

Im Einspielfilm gibt uns Dima am Ende eine Rose. Nun steht er ganz in Weiß auf der Bühne. Der Sound ist orientalisch und hat ein sehr langes Intro. Er hat vier Frauen bei sich, zwei wedeln mit riesigen goldfarbenen Capes um sich. Dann legen sie diese ab und haben – wie soll ich es sagen – sehr, sehr billige silberfarbene Bikini-Oberteile und den dazu passenden Minirock an. Nur die Hintergrundsängerinnen dürfen ein richtiges Kleid tragen. Das Ganze gibt eine Vorstellung, wie Haremsprostitution im Jahr 2020 aussehen würde. Dabei bewegt und singt Dima so, als würden ihn Frauen gar nicht interessieren. Aber wer kann diesen sehr starken Reizen schon widerstehen? Ach, war da noch ein Lied? Das war nüscht.

6 Punkte von 10

8. Rotaru Dianna – Dale dale

Aufreizender Tanz und billige, silberglänzende Outfits sind auch die Zutaten von Rotaru Dianna. Nur ist der Sound moderner, und sie macht nicht auf Orientalisch. Die Mädels haben sichtlich Spaß und könnten mit der Nummer auch direkt auf der Reeperbahn Karriere machen. Der Sound ist ein bisschen Gangster-Pop mit Ethno-Elementen. Das ist zwar eigentlich unerträglich, könnte beim ESC aber ein paar Notgeilheitspunkte bekommen.

7 Punkte von 10

Und eine weitere Schalte in den Green Room. Dort spielen Uzun Valentin şi Kovalsky Irina ihren Refrain noch einmal live. Die sind so herrlich bekloppt, die dürfen gern nach Rotterdam.

Zurück auf der Bühne begrüßen uns die drei Moderator/innen. Dann geht es weiter mit dem Einspieler von Pasha Parfeni. Mal schauen, was für Wein er uns heute einschänkt.

9. Parfeni Pasha – My wine

Auch bei ihm geht es folkloristisch zu. Wobei hier eine Art Öko-Altkleidersammlung gezeigt wird. Die drei Backgroundsängerinnen haben aber traditionelle Kostüme an und spielen Streichinstrumente. Pasha selbst tanzt ein bisschen mit den beiden Tänzern. Oh, jetzt sehe ich das erst: Bei all den umhängenden Klamotten zeigt Pasha nackten Oberkörper. Zur Brücke wird es lustig: Alle sechs haben Masken über den Hinterkopf gezogen und tanzen damit zur Kamera. Dann wird der Sound auch schneller. Aber eine richtige catchige Melodie ist nicht zu erkennen. Und ganz zum Schluss dann noch eine Klatschfalle.

6 Punkte von 10

10. Live Beat – Love me now

Lack und Leder geht ja immer. Die Sängerin trägt ein rotes Domina-Kunstlederkleid. Neben ihr tanzen zwei Tänzer in quasi-Turnanzügen. Und dann ist da noch eine Bank, auf der ein Pärchen in Schlafanzug und roten Socken tanzt. Oh je, jetzt kommt noch ein 90er-Rap. Da ist es gar nicht schlimm, dass jetzt der Ton ausfällt. Schade, er ist zurück. Dafür ist jetzt auch eine Domina in grünem Kunstlederkleid auf der Bühne. Puh, das ist Kraut und Rüben. Nicht zuletzt auch musikalisch. Wobei, der Tänzer im Pyjama scheint eine süße Maus zu sein.

4 Punkte von 10

So, das war jetzt die Hälfte. Also fast.

11. Paşa Valeria – It’s time

Valeria sieht ein bisschen aus wie die Mädels damals von Mekado, also vom Outfit her. Dann ist das Bild schwarz. Ich hoffe, dass zumindest die Moldauer etwas sehen können auf ihren Fernsehern. Ja, wie schön wäre es jetzt mit dem Mello. Ich grüße an der Stelle mal zu den anderen Live-Blogs…

Und da ist das Bild wieder, zu den letzten zehn Noten mit Schlussbild. Das kann ich leider nicht beurteilen.

… Punkte von 10

12.  Ciolac Maria – Our home

Wie angenehm, mal ruhige Klänge zum Auftakt. Maria trägt ein mintfarbenes, bodenlanges Sommerkleid. Sie wird begleitet von einer Keyboard-Spielerin. Bei dieser Ballade versteht man tatsächlich mal etwas vom Text, auch wenn das Englisch nicht super sauber ist. Who cares anyway? Ihr Gesang ist sicher gut, aber auch etwas enervierend. So viel Ausdruck sie auch in den Auftritt legt, mich erreicht sie nicht.

6 Punkte von 10

Und wieder die Moderatoren. Dann Schalte in den Green Room mit weiteren Interviews und Gesang. Nach langem Gequatsche geht es endlich weiter.

13.  Letty Sasha – Summer of love

Und noch mehr Silber. Die Sängerin steht in einem kurzen Silberglitzerkleid vor einer Bar, hinter der ein durchaus ansehnlicher Barkeeper steht. Die Sängerin tanzt auf der Bühne mit zwei weiteren Tänzerinnen. Oh, jetzt kommt der Barkeeper und die Sängerin haut ihm eine runter. Frechheit! Es bedarf keiner gesonderten Erwähnung, dass die beiden Tänzerinnen billig-aufreizende Kleider aus den 80ern tragen, als Nachhaltigkeit noch nicht erfunden war. Auch die Hookline könnte 1a aus den 80ern sein. Die finde ich richtig schäbig-toll. Der Gesang hingegen ist 6 Minus.

5 Punkte von 10 (3 davon für den Tänzer/Barkeeper und 2 für die Hookline Sum-Sum-Summer)

14. Kit Irina – Chain reaction

Die Sängerin sitzt in einem kurzen grünen Kleid an einem weißen Piano. Vor ihr sitzt ein sehr attraktiver Tänzer in einem schwarzen Anzug. Das Lied nimmt schnell Fahrt auf und explodiert in einem billig-eingängigen Refrain. Ich muss noch die drei Tänzerinnen erwähnen. Aber wichtiger: der Tänzer trägt ein sehr transparentes Oberteil unter dem Sakko. I like. Ich mag auch die Energie, die Irina auf die Bühne bringen will. Wenn das jetzt alles noch etwas besser produziert und ausgesteuert wäre, wäre das bei mir ganz weit vorn. Beim ESC wohl eher nicht.

8 Punkte von 10

Ich möchte noch einmal auf die Tänzer hier bei der Show zurückkommen. Allein deshalb plädiere ich dafür, dass der ESC dringend mal nach Moldau muss.

15. Donciu Petronela şi Portărescu Andreea – We will be legend

Toller Auftakt. Die erste Sängerin hat Ausstrahlung, Stil und ein tolles Kleid. Der Sound ist ein bisschen Synthi aus den 80ern. Die zweite Sängerin zieht das leider etwas nach unten. Im Hintergrund flattern nun die Fetzen von Hanna Ferm von LIAMOO vom letzten Mello. „We will be legends“ singen die beiden. Naja, ich weiß nicht. Aber einer der besseren Titel und Auftritte heute.

7 Punkte vom 10

16. Lanjeron – Hi five

Im Einspieler sind sie noch zu acht, jetzt sind nur sechs auf der Bühne. Und die haben sich nach der Idee gekleidet: wenn wir schon keine Idee haben, zieht jeder einfach das Verrückteste an, was er beim Second-Hand finden kann. Die Nummer ist uplifting und durch die Trompeten ein bisschen ska-ig. Das ist ganz sicher nicht mein cup of tea, aber sehr eigenständig, authentisch und erinnerungswert. Allerdings wird die dritte Minute etwas lang.

7 Punkte von 10

Und da sind die Moderatoren wieder. Die Ortszeit ist 21:30. Das geht hier also noch zwei Stunden. Gott im Himmel. Weiter geht es mit Interviews im Green Room. Da darf jetzt auch wieder jeder Künstler ran. Und es wird auch das Corona Virus erwähnt.

17. Ilienko Julia ft. Mishel Dar – Tears

Ein sehr, sehr einfach nachgebautes Auto mit dem Aufdruck „Tears“ steht auf der Bühne. Darin der Sänger und zwei Frauen, von denen sich die Sängerin offenbar direkt aus dem ABBA-Fundus bedient hat. Die Hookline wird gefühlt 10.000 Mal gesungen. Die ist nett, aber auch ein bisschen 90er-Radiopop. Dann kommen ganz viele Wohoohoohoos. Das Lied ist nach 45 Sekunden auserzählt gewesen.

5 Punkte von 10

18. Sandu Catarina – Die for you

Direkt ein Hingucker am Anfang. Die Sängerin und die beiden Tänzerinnen sind stark geschminkt und bewegen ihre Köpfe. Ist das an den Día de los Muertes angelehnt? Auch ihre Kleider erinnern an Lateinamerika. Nach dem visuellen Auftakt kommt ein bisschen Stimmung in die Bude und der Beat nimmt zu. Das ist jetzt nicht wahnsinnig originell, hat aber Potenzial. Wie sollte es auch anders sein? Catarina war ja Eure Favoritin. Och, da geht ganz gut, muss aber von den Kostümen überarbeitet werden.

9 Punkte von 10

19. Cibotaru Alexandru –  Cine te-a facut să plângi

Ach, auch mal wieder etwas Ruhigeres. Der Sänger steht mit Sakko und rostbrauner Hose auf der Bühne und präsentiert seine Midtempo-Schlagerballade. Das ist ganz gut gesungen, aber natürlich grottenlangweilig.

6 Punkte von 10

Und jetzt mein Favorit … aus dem Vorjahr. Leider ist das Lied in diesem Jahr ja Grütze. Aber mal schauen, was er daraus macht. Go, Maxim!

20. Zavidia Maxim – Take control

Guter Auftakt vor einem Sternenhimmel. Maxim trägt einen scifi-inspirierten Anzug. Dazu die vier Hintergrundsängerinnen/tänzerinnen. Das ist gar nicht so schäbig und krachend-laut wie vieles andere heute Abend. Die übertriebenen Gesten des Sängers sind natürlich weiterhin schlimm aufgesetzt. Aber in der Bühnenumsetzung hat das Lied durchaus Potenzial. Und das ist um Längen professioneller als das meiste heute Abend.

8 Punkte von 10

Das waren alle 19 Songs. Ich schaue gleich mal, was ich am besten fand. Natürlich ist „Moldoviţa“ dabei und „Die for you“. Aber auch Maxim ist vorn mit dabei und wenn es nicht so billig umgesetzt worden wäre auch „Dale, Dale“. Mal schauen. Beim Vorentscheid selbst geht’s in den Green Room.

Dann kündigen die Moderatoren das Voting und den Schnelldurchlauf an. Das Voting wird mit einem Countdown eingezählt. Es folgt der Schnelldurchlauf. Jetzt sehe ich auch etwas von Valeria Paşa – das ist in dem Zusammenschnitt gar nicht so schlecht. Und ich möchte noch einmal auf Irina Kit hinweisen.

Es folgt ein Einspieler mit Szenen aus dem ESC der letzten Jahre. Das muss man ja den Moldauern lassen: die Show hat mehr mit dem ESC zu tun als die Nabelschau des NDR bei der Präsentation von Ben Dolic. Jetzt werden sogar die einzelnen ESC-Mottos der letzten Jahren besprochen.

Ein weiterer Einspieler folgt. Es wird gezeigt, wie die Bühne für die moldawische Vorentscheidung gebaut wurde. Und ich dachte, die sei fest installiert nach all den Jahren.

Und dann noch ein Schnelldurchlauf. Danach geht es wieder in die Camera Verde, also den Green Room. Und dann ist das Televoting beendet.

Es folgen zwei ziemlich starke Auftritte von Natalia Barbu mit dem Nationalen Symphonie Orchester. Das ist ruhig und viel weniger effekthaschend als viele der vorherigen Beiträge. Gleichzeitig ist es eine Möglichkeit zu schauen, was bei den anderen Vorentscheidungen heute so geht. Der Applaus für Natalia war eben aber sehr dünn. Dabei sind noch Zuschauer im Saal. Leider waren das nicht alle Songs von ihr. Puh, langsam wird das zu einem Natalia-Barbu-Konzert.

Ich mache jetzt mal parallel das Mello an. Die scheinen etwas aus dem Zeitplan zu sein. Sie liegen tatsächlich 7 Minuten hinter dem Zeitplan. Hauptsache, das Ergebnis kommt, bevor es in Moldawien wieder etwas zu berichten gibt. Und in Estland gibt’s also einen unerwarteten Sieger. So kann es gehen. Nach einer gefühlten Stunde kommt nun Natalias ESC-Beitrag von 2007: „Fight“. Zum Finale des Songs gibt’s auch etwas Pyro – und Bravo-Rufe.

Dann haben wir es durchgestanden. Weiter geht es im Green Room. Hier haben sich alle Künstler versammelt und das Wort „Resultati“ macht die Runde. Vorher aber noch ein ESC-Einspieler. Zu sehen sind auch ein paar Beiträge die schon für Rotterdam feststehen. Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt natürlich Roxen aus dem Bruderland Rumänien.

Es werden die Punkte der einzelnen Juroren eingeblendet.

Nach zwei Stimmabgaben liegt Pasha Parfeni vorn. Nach dem dritten Juror Maxim (yeah!). Nach der vierten immer noch. Maxim geht in Führung. Es ist aber eng. Jetzt nur 1 Punkt für Maxim. Pasha und Natalia mit 52 Punkten vorn.

Hier das abschließende Jury-Voting:

Hier das Voting der Zuschauer:

Die Ergebnisse werden in das 12-Punkte-Schema umgerechnet. Das gibt dann das folgende Endergebnis:

Natalia hat gewonnen. Sie hat von den Juroren und den Zuschauern die meisten Punkte bekommen. Auf Platz 2 Pasha. Maxim auf einem starken dritten Platz.

Damit hat sich also mal wieder Philipp Kirkorov durchgesetzt. Natalia trägt ihren Song noch einmal vor.

Hier ist noch einmal der erste Auftritt der Siegerin:

Es gibt verhaltenen Applaus. Und dann ist die Sendung 15 Minuten vor dem angekündigten Ende vorbei.

Vielen Dank an jeden, der heute mal reingeschaut hat. Ich sage guten Abend und verabschiede mich bis morgen Abend beim Live-Blog Rumänien.

Und das waren Eure Favoriten für die moldawische Vorentscheidung.

Welche zwei Beiträge der moldawischen Vorentscheidung gefallen Dir am besten?

  • Sandu Catarina - Die for you (19%, 39 Votes)
  • Uzun Valentin și Kovalsky Irina - Moldovița (16%, 34 Votes)
  • Rotaru Dianna - Dale dale (14%, 30 Votes)
  • Parfeni Pasha - My wine (6%, 12 Votes)
  • Jelezoglo Dima - Do it slow (5%, 11 Votes)
  • Gordienco Natalia - Prison (5%, 10 Votes)
  • Lanjeron - Hi five (5%, 10 Votes)
  • Zavidia Maxim - Take control (4%, 9 Votes)
  • Burlacu Geta - Răspunde (4%, 8 Votes)
  • Ilienko Julia ft. Mishel Dar – Tears (4%, 8 Votes)
  • Pașa Valeria - It’s time (3%, 6 Votes)
  • Kit Irina - Chain reaction (3%, 6 Votes)
  • Moraru Viorela - Remedy (3%, 6 Votes)
  • Donciu Petronela și Portărescu Andreea - We will be legend (2%, 5 Votes)
  • Letty Sasha - Summer of love (2%, 4 Votes)
  • Live Beat - Love me now (2%, 4 Votes)
  • Midone Denis - Like a champion (1%, 2 Votes)
  • Rusu Lavinia - Touch (1%, 2 Votes)
  • Ciolac Maria - Our home (0%, 1 Votes)
  • Cibotaru Alexandru - Cine te-a facut să plângi (0%, 1 Votes)

Total Voters: 156

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28 Kommentare

  1. Geta scheint leider aus persönlichen Gründen zurückgezogen zu haben. Schade, war mit 8/12 mein zweiter Platz. Jetzt habe ich nur noch zwei Optionen: Valentin & Irina mit 9/12 und Pasha mit 7/12. Bitte, bitte Moldova!

  2. Douze Points, vielen Dank fürs Bloggen; ich war ein bisschen hinterher und habe jetzt aufgeholt (konnte dabei öfters mal ein bisschen vorspulen). Neben „Moldovita“ gefällt mir die Ballade auf Nr. 19 („grottenlangweilig“ 😉 ) am besten, aber es gibt es auch sonst viel Nettes. Es hat Spaß gemacht, Deine Kommentare zu lesen!

  3. Nur 5 Punkte für Prison? Ich hoffe, dass sie im Voting zumindest weit vorne landet.. und ansonsten bitte Dale dale, Die for you, Moldovita oder My wine!

  4. Hmm… mit über 3000 Anrufen kann man in Moldawien also das Televoting gewinnen. Vllt sollte man im Mai einen Kurztrip in das Land machen, damit Deutschland mal eine hohe Punktzahl aus Moldawien bekommt ;D

  5. „Moldovita“ weit abgeschlagen, die Ballade mit Startnummer 19 leider noch weiter. Immerhin ist „Prison“ doch recht akzeptabel.

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