Söngvakeppnin 2020: Teilnehmer und Songs in Island bekanntgegeben

Teilnehmer des Söngvakeppnin 2020
Quelle: RÚV

Der nördlichste Vorentscheidung steht vor der Tür. Am Samstag wurden Teilnehmer und Beiträge des diesjährigen Söngvakeppnin veröffentlicht. Die isländische Hoffnung für Rotterdam soll demnach in insgesamt drei Shows ermittelt werden. Zehn Teilnehmer gehen dieses Jahr an den Start. In den beiden Halbfinalen am 8. und 15. Februar werden jeweils fünf Acts antreten, von denen es zwei ins Finale schaffen. Im Finale am 29. Februar sind es dann vier Beiträge, die um die Gunst des isländischen Publikums kämpfen.

Island hält sich Wildcard offen

Das isländische Fernsehen RÚV hält sich die Möglichkeit offen, gegebenenfalls einen ausgeschiedenen Teilnehmer der Semis dank einer Wildcard im Finale antreten zu lassen. Sicher ist nicht, ob diese Option tatsächlich genutzt wird. Sicher ist nur, dass alle Lieder des Vorentscheids in den Halbfinalen auf Isländisch gesungen werden müssen. Erst im Finale dürfen die Künstler selbst entscheiden, in welcher Sprache sie das Lied performen wollen. Dabei haben vier der Teilnehmer bereits geäußert, dass sie auch in einem möglichen Finale die isländische Version ihres Liedes beibehalten wollen. Diese sind Kid Isak, DIMMA, Hildur Vala und Matti Mat. Alle anderen würden ihre Beiträge dann auf Englisch singen.

Unter den diesjährigen Teilnehmern befinden sich einige bekannte Gesichter: Neben einigen ehemaligen Söngvakeppnin-Künstlern der vergangenen Jahre, wie etwa Daði Freyr (2017) oder Elísabet (2016), ist auch ein waschechter ESC-Teilnehmer dabei. Matti Matt, eigentlich Matthías Matthíasson, war teil der Band „Sjonni’s Friends“, die Island mit „Coming Home“ im Jahr 2011 in Düsseldorf vertrat. Zudem nahm er unabhängig davon schon häufiger am isländischen Vorentscheid teil.

Alle Wettbewerbsbeiträge könnt Ihr jetzt schon hier auf Spotify hören:

Hier sind die Teilnehmer des ersten Halbfinales am 8. Februar:

Kid Isak – Ævintýri

  • Musik: Þormóður Eiríksson, Kristinn Óli Haraldsson, Jóhannes Damian Patreksson
  • Text: Þormóður Eiríksson und Kristinn Óli Haraldsson
Kid Isak
Quelle: RÚV

Brynja Mary – Augun þín (In Your Eyes)

  • Musik: Brynja Mary Sverrisdóttir und Lasse Qvist
  • Isländischer Text: Kristján Hreinsson
  • Englischer Text: Brynja Mary Sverrisdóttir
Brynja Mary
Quelle: RÚV

DIMMA – Almyrkvi

  • Musik: DIMMA
  • Text: Ingó Geirdal
DIMMA
Quelle: RÚV

Elísabet – Elta þig (Haunting)

  • Musik: Elísabet Ormslev and Zoe Ruth Erwin
  • Isländischer Text: Daði Freyr
  • Englischer Text: Zoe Ruth Erwin
Elísabet
Quelle: RÚV

Ísold und Helga – Klukkan tifar (Meet Me Halfway)

  • Musik: Birgir Steinn Stefánsson and Ragnar Már Jónsson
  • Isländischer Text: Stefán Hilmarsson
  • Englischer Text: Birgir Steinn Stefánsson, Ragnar Már Jónsson und Stefán Hilmarsson
Ísold und Helga
Quelle: RÚV

 

Und hier sind die Teilnehmer des zweiten Halbfinales am 15. Februar:

Daði and Gagnamagnið – Gagnamagnið (Think About Things)

  • Musik und Text auf  Isländisch und Englisch: Daði Freyr
Daði und Gagnamagnið
Quelle: RÚV

Hildur Vala – Fellibylur

  • Musik: Hildur Vala und Jón Ólafsson
  • Text: Bragi Valdimar Skúlason
Hildur Vala
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Iva – Oculis Videre

  • Musik und Isländischer Text: Íva Marín Adrichem und Richard Cameron
  • Englischer Text: Richard Cameron
Iva
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Matti Matt – Dreyma

  • Musik: Birgir Steinn Stefánsson und Ragnar Már Jónsson
  • Text: Matthías Matthíasson
Matti Matt
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Nína – Ekkó (Echo)

  • Musik: Þórhallur Halldórsson und Sanna Martinez
  • Isländischer Text: Þórhallur Halldórsson und Einar Bárðarson
  • Englischer Text: Þórhallur Halldórsson, Christoph Baer, Donal Ryan und Sanna Martinez
Nína
Quelle: RÚV

Nicht vergessen: Zum Finale 29. Februar wird es auf ESC kompakt einen Live-Blog geben, für die Halbfinals bieten wir Live-Chats an. Was meint Ihr zum diesjährigen Söngvakeppnin? Wer hat das Zeug für Rotterdam? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Söngvakeppnin 2020: Welcher Song ist Euer Favorit?

  • Iva - Oculis Videre (33%, 40 Votes)
  • Daði and Gagnamagnið - Gagnamagnið (Think About Things) (14%, 17 Votes)
  • Elísabet - Elta þig (Haunting) (10%, 12 Votes)
  • Brynja Mary - Augun þín (In Your Eyes) (9%, 11 Votes)
  • Nína - Ekkó (Echo) (8%, 10 Votes)
  • Ísold und Helga - Klukkan tifar (Meet Me Halfway) (8%, 9 Votes)
  • DIMMA - Almyrkvi (8%, 9 Votes)
  • Hildur Vala - Fellibylur (4%, 5 Votes)
  • Matti Matt - Dreyma (3%, 4 Votes)
  • Kid Isak - Ævintýri (3%, 3 Votes)

Total Voters: 120

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31 Kommentare

  1. Bei Iva bin ich echt zwiegespalten: Einerseits haben wir hier ganz klar den Song, der am stärksten hervorsticht, der sich großartig inszenieren ließe und der sicher das Zeug hätte, in Rotterdam an den Top 10 zu kratzen, aber andererseits finde ich diese „Blinde Seherin kündet uns vom Weltuntergang“-Anmutung und das Verhältnis ihrer tatsächlichen Blindheit zum Songtitel schon arg dick aufgetragen und ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass ihre Behinderung dadurch zum Gimmick verkommt. Gut, sie hat den Song selbst mitgeschrieben und wird sich dabei schon etwas gedacht haben und sich dessen bewusst sein, aber trotzdem trübt das ein bisschen meine Begeisterung für den Song.

    Ansonsten halte ich das für das stärkste isländische Feld der letzten Jahre, wahrscheinlich dürften auch schon ein paar der Netflix-Dollar in die Produktion der Songs geflossen sein. Die eher herkömmlichen Pop-Nummern klingen auf Isländisch natürlich noch ein Spur interessanter als auf Englisch, aber das ist ja nichts Neues. Besonders im Ohr geblieben sind mir „Elta þig“, „Fellibylur“ und „Klukkan tifar“, auch wenn letzteres bei vielen wahrscheinlich unangenehme „Sister“-Flashbacks auslösen dürfte 😉
    Gegen Iva werden die aber alle wohl keinen Stich landen können.

  2. Absolut sphärisch und mystisch, ein blindes Mädchen singt von Augen…

    Selbst in der englischen Version ragt es deutlich heraus. Damit würde Island nichts falsch machen. Das schreit nach ESC ! Die Rocknummer ist Durchschnitt, der überwiegende Rest „forgettable“.

  3. Daði Freyr hatte ja eine wunderbar nerdige Nummer 2017 am Start, und Matthías Matthíasson 2011 schon mal das Finale beim ESC erreicht

  4. Wenn ich mir die Beiträge so anhöre, dann bleiben bei mir DIMMA, Daði Freyr und Kid Isak im Ohr hängen. DIMMA haben allerdings den Nachteil, daß sie musikalisch ähnlich wie Hatari sind und das dieses Jahr nicht erneut so erfolgreich abschneiden könnte.

    Den Hype um Ilva kann ich nicht nachvollziehen. Hört sich so ähnlich wie der estnische Beitrag von 2018 an und daß blinde Sängerinnen beim ESC nicht so erfolgreich abschneiden hat man bei Corinna May vor 18 Jahren gesehen.

  5. Iva ist die Beste unter den Teilnehmern und kann mir das auch gut auf Englisch vorstellen. Der Refrain bleibt ja auf Latein.
    Ebenfalls beim ESC kann ich mir Ekko vorstellen. Sie wird wohl die größte Konkurrenz zu Iva.
    Schön, aber chancenlos finde ich auch Isold & Helga.
    Ganz furchtbar finde ich Dadi, Dimma, Elisabet und Kid Isak. An dir erinnert man sich nach 10 Sekunden ja nicht mehr.

  6. Das ist ein sehr starkes Teilnehmerfeld: DIMMA, Elísabet, Daði and Gagnamagnið, Iva und Hildur Vala finde ich alle klasse. Viel Glück!

  7. IVA und DIMMA werden mit ihren ausgefallenen Songs wohl das Superfinale bestreiten.
    Übrigens ganz schön mutig mit Isold und Helga eine Sister 2.0 – Version zum ESC schicken zu wollen.

    • Boah, das ist echt der Lacher des Wochenendes ! Geht stark in die Richtung, klingt aber nicht ganz so künstlich wie Schreibers Tophit.

  8. Tut mir leid, aber ich kann die Euphorie bei einigen hier nicht so ganz nachvollziehen. Ich habe die Youtube-Playlist inzwischen viermal durchgehört und habe nun wirklich genug.

    Die schönsten Takte sind wohl die Anfangstakte von Daði and Gagnamagnið, aber danach fällt der Song massiv ab.

    Die Songs von Iva, Hildur Vala sowie Ìsold und Helga scheinen mir durchaus Potenzial zu haben, die werde ich mir noch einige Male anhören, aber auf den Rest verzichte ich jetzt gerne bis zum Second Chance Contest.

  9. Ich bete und bitte dass „Oculis Videre“ von Iva geschmackvoll und reduziert inszieniert wird – bitte kein Herr-der-Ringe-Game-of-Thrones-Fantasy-Kitsch! Da dreht sich bei mir immer der Magen um. Abgesehen davon wäre das auch mein Favorit.

  10. Deutlich besser als das Angebot der letzten Jahre, auch wenn auch dieses Jahr für mich nicht der Mega-Hit mit dabei ist. Iva gefällt mir am besten, Kid ist überraschend gut, aber Matti und Hildur wären bei mir auf 2 und 3. Von 4 guten Titeln also 3 aus dem 2. Halbfinale, was heißt, dass mindestens 1 davon schon nach dem Halbfinale raus sein wird – aber auch einer sicher im Finale.

  11. Sehr okaye Auswahl und klar spricht es für sich, dass so ziemlich jeder Kommentar Iva thematisiert. Mich erinnert der Song allerdings eher an die 90er („Nocturne“ & „The Voice“) – nicht besonders modern, aber schön. An Björk muss ich viel mehr bei „Fellibylur“ denken, aber ich bezweifle, dass Hildur damit gewinnt.

    Meine nummer drei wäre Elísabets Song. Schön auch, dass Daði wieder dabei ist, wenngleich mir sein Beitrag dieses Jahr nicht so gut gefällt wie „Hvað með það“.

  12. Hab mich jetzt auch mal reingehört. Insgesamt ist die Qualität klar besser als die letzten beiden Jahre (was allerdings jetzt nicht soo schwer ist), aber an bspw. 2015 oder 2016 kommen sie doch nicht ran.

    Ivas Song finde ich auch stark, beim Durchhören haben mich aber tatsächlich Ísold & Helga am meisten überzeugt. Auf 3 und 4 sind bei mir Daði und Elísabet Ormslev. Ich freue mich bei beiden sehr, dass sie wieder da sind, aber ihre vorherigen Beiträge (besonders Á ný) waren doch deutlich stärker. Ich kann mir aber alle vier sehr gut in Rotterdam vorstellen.

  13. Sorry aber das wird leider alles Nichts. Logisch ist Iva die sichere, so gut wie unbesiegbare Favoritin. Ihr Song ist zwar schon auf gewisse Weise ein Ausrufezeichen ist aber leider völlig ‚grauenhaft‘, muss man einfach so hart sagen. Wer will sich das denn öfters anhören…also ehrlich…die kann man quasi an einer Hand abzählen… Insgesamt ist die Qualität der Songs in diesem Jahr in Island sehr, sehr dürftig. Ein mageres Jahr. Bin enttäuscht.

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