Kernteam für ESC 2025 in der Schweiz vorgestellt – Christer Björkman als Head of Contest wieder dabei

Foto: SRG SRF

Das Schweizer Fernsehen SRF hat das Kernteam vorgestellt, das für den Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz zuständig sein wird. Neben den beiden bereits benannten Mitgliedern Reto Peritz und Moritz Stadle sind diverse Spezialist/innen aus der Schweiz dabei – aber auch aus Schweden: Christer Björkman ist erneut als Head of Contest in einer Führungsrolle und mit Tobias Åberg übernimmt ein weiterer Profi aus dem Norden die Funktion des Head of Production (beide Schweden sind nicht auf dem Aufmacherfoto). Hier alle Rollen im Überblick.

Direkt nach dem Sieg Nemos beim ESC 2024 in Malmö begannen in der Schweiz die Vorbereitungen für den Contest im nächsten Jahr. So wurde eine Taskforce etabliert, die die ersten Personalien auf den Weg brachte. Nunmehr steht das gesamte Kernteam, das die Taskforce ersetzt. Die jeweiligen Heads werden nun natürlich weitere Personalentscheidungen treffen und ihre Teams aufbauen.

Von diesem Projektteam wird nur ein Teil bei der aktuell anstehenden Entscheidung über die Gastgeberstadt des ESC 2025 involviert sein. Dafür gibt es eine Arbeitsgruppe des Teams, die unter Mitwirkung der Prüfungs- und Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) die Bewerbungsunterlagen sichtet und auswertet. Die Entscheidung fällt letztlich ein Steuerungsausschuss (SteA) der SRG unter dem Vorsitz von SRG-Generaldirektor Gilles Marchand unter Einbezug der EBU. Mitglieder dieses SteA sind u.a. Nathalie Wappler, Direktorin SRF, Mario Timbal, Direktor RSI, Beat Grossenbacher, Finanzchef SRG, und Bakel Walden, Direktor Entwicklung & Angebot SRG.

Das sind die Mitglieder des ESC-Kernteams 2025:

Yves Schifferle ist seit 2021 Bereichsleiter Show in der Abteilung Unterhaltung von SRF sowie Head of Delegation der Schweiz am ESC. Nachdem er 2024 mit Nemo und seinem Team den ESC-Sieg in die Schweiz holte, übernimmt er für den Schweizer ESC 2025 die Rolle des Head of Show. Er verantwortet die Entwicklung und Umsetzung der Inhalte für alle drei ESC-Shows. (z.B. Moderation, Opening- und Intervall-Acts, Flagparade, Postcards und Voting-Prozedere). Seine Funktion als Schweizer Head of Delegation gibt er für ein Jahr interimistisch an Daniel Meister ab.

Christer Björkman ist ein schwedischer Fernsehproduzent. Er hat den ESC in den vergangenen 10 Jahren massgeblich mitgeprägt. Insbesondere als Wettbewerbsproduzent in den Jahren 2013, 2016, 2017, 2018, 2019 & 2024, in denen er mit seinem Team die Koordination und Umsetzung der Beiträge aller 40 teilnehmenden Länder verantwortete. Björkman wird auch für den Schweizer ESC die Rolle des Head of Contest (Wettbewerbsproduzent) übernehmen und dabei eng mit Yves Schifferle zusammenarbeiten.

Bernhard Spahni hat einen eindrücklichen Werdegang als Event-Organisator: Er war Head of Events bei Farner Emotions, Global Head of Event Marketing bei Red Bull und seit 2022 Head of Experience & Festival beim International Olympic Committee. Spahni wird Head of PMO des ESC.

Manfred Winz ist Stellvertretender Chief Procurement Officer (CPO) bei der Generaldirektion der SRG in Bern, Mitglied des SRG-Krisenstabs und neu Head of Finance des Schweizer ESC.

Tobias Åberg aus Schweden ist ein ESC-Profi: Er war in Malmö Executive in Charge of Production und war auch bei den ESC 2013 und 2016 im Kernteam. In den letzten acht Jahren war er jeweils Head of Production oder technischer Experte. Er wird Head of Production des Schweizer ESC. Die Funktion verantwortet die technische Produktion, den Bühnenbau, die Infrastruktur und die IT.

Nadja Burkhardt-Tracol war langjährige Mitarbeiterin der European Broadcasting Union EBU als Supervisor of Event des ESC. Sie ist Special Event Manager des Concours Hippique International de Genève, Co-Founder von Cosykitchen und als Head of Event des ESC, Hauptansprechpartnerin für die Host City.

Aurore Chatard ist eine Sicherheits-Expertin. Sie war Global Health, Safety and Security Director des Norwegian Refugee Council, Risk Manager & Business Continuity Managerin (BCM) beim Bundesamt für Umwelt BAFU, ist bei RTS BCM und Crisis Manager und beim ESC Head of Security.

Kevin Stuber ist Rechtsanwalt und seit zwei Jahren im Rechtsdienst bei der SRG-Generaldirektion und Head of Legal des ESC 2025.

Thomas Pittino ist seit 12 Jahren bei SRF, zuerst als Business Developer, Leiter Sponsoring und heute Leiter Vermarktung. Er übernimmt die Head of Marketing & Funding-Funktion beim Schweizer ESC.

Vassilis Donikian war sieben Jahre in diversen HR-Funktionen bei SRF tätig, nach einem Einsatz im Recruiting & Employer Branding Bereich beim Sozialdepartement der Stadt Zürich übernimmt er die Funktion Head of HR beim ESC 2025.

Nicole Beutler ist langjährige Public Affairs-Spezialistin, war Partnerin bei furrerhugi AG und ist heute Mitinhaberin und Geschäftsführerin bei Les Tailleurs Communication. Sie ist Head of Public Affairs des ESC.

Henriette Engbersen, die seit eineinhalb Jahren Bereichsleiterin Public Value der SRG ist, zeichnet auch beim ESC verantwortlich für Public Value.

Till Jendly kommt vom Biotechnologie-Unternehmen CSL Behring in Bern und übernimmt beim ESC die Assistenz. Diese Rolle war Mitte Juni noch auf der SRF-Website ausgeschrieben worden.

Die Kommunikation für den ESC erfolgt vorrangig über die Medienstelle der SRG.

Was sagst Du zu dem Kernteam für den ESC 2025? Was erwartest Du von langjährigen ESC-Experten wie Reto Peritz und Yves Schifferle? Und wie findest Du, dass mit Christer Björkman und Tobias Åberg auch zwei Schweden an Bord sind? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.



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12 Comments
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Jared
Jared
1 Jahr zuvor

Kann man daraus schon schließen dass es eine gute Produktion wird? Ich bin da vorsichtig optimistisch:)

Teufelchen
Teufelchen
1 Jahr zuvor

Wow. War das bei uns 2011 auch so transparent?

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Jahr zuvor

Ohne Schweden läuft es selbst in der Schweiz nicht.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Jahr zuvor
Reply to  elkracho

Na ja, es macht durchaus Sinn, da einige Leute mit jahrelanger ESC-Produktionserfahrung mit ins Boot zu holen. Hat sich halt so ergeben, dass das im Moment dann hauptsächlich Schweden sind.

4porcelli - Bring Hersh home!
4porcelli - Bring Hersh home!
1 Jahr zuvor

Das klingt gut durchdacht – wobei ich Björkman jetzt nicht unbedingt gebrauch hätte. Der andere Schwede ist ok, geht ja um Produktion und da ist der ESC eine ganz andere Grössenordnung als alles andere.
Was ich von Reto erwarte? Viele Bilder auf Insta natürlich!

Geri
Geri
1 Jahr zuvor

Ich kenn nur die Schauspielerin Beutler

rainer1
rainer1
1 Jahr zuvor

Basel hat sich jetzt mit dem motto “ crossing borders“ offiziell um den esc 2025 beworben. Daumen sind gedrückt.

Jofan
Jofan
1 Jahr zuvor
Anmey
Anmey
1 Jahr zuvor

Das klingt für meine Begriffe alles sehr gut. Ich bin sehr gespannt, was Yves Schifferle uns für Shows präsentieren wird.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Punkt 1:

Eine Bemerkung kann ich mir ja nicht verkneifen und diese muss auch gleich zu Beginn geäußert werden:

Als „emotionaler Italiener“ hätte ich Amadeus für die Position des Head of Contest natürlich besser gefunden als Christer Björkmann. 😀

Aber sei’s drum.

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Punkt 2:

Sehr gut finde ich natürlich, dass mit Kevin Stuber ein Rechtsanwalt im ESC-Team ist.

Man hat wohl seit dem Vorfall mit Joost Klein die richtigen Konsequenzen gezogen. Der ESC ist juristisch gesehen eben nicht nur auf das Recht des geistigen Eigentums beschränkt, bei welchem man darauf achtet, ob ein ESC-Teilnehmer (m/w/d) den Song eines anderen kopiert hat und diesen als eigenen komponierten Song darstellt.

Jeder ESC-Teilnehmer ist ein Künstler (m/w/d), der mit seiner ESC-Teilnahme freiberuflich tätig ist. Und bei einer freiberuflichen Tätigkeit ist man automatisch im Rechtsgebiet Arbeitsrecht gelandet.

Ich glaube kein Mensch streitet es ab, dass ein Angestellter (m/w/d) bspw. bei Lidl, der Daimler Benz AG oder in einem Restaurant einen Rückzugsort für seine Pause benötigt, bei welchem es weder eine installierte Überwachungskamera noch eine Person, die heimlich den Angestellten (m/w/d) mit einer Kamera filmt, gibt.

Dieses Recht auf einen Rückzugsort am Arbeitsplatz hat nach deutschem Arbeitsrecht jeder (m/w/d). Egal ob Angestellter (m/w/d) oder freiberuflicher Künstler (m/w/d). Egal ob derjenige (m/w/d) sympathisch oder der „größte Kotzbrocken“ ever ist. Egal ob derjenige (m/w/d) mental und psychisch belastbar ist oder nicht.

Daran wurde nach meiner Einschätzung beim ESC in Malmö entweder nicht gedacht oder es wurde sich möglicherweise durch die Kamerafrau bewusst und gewollt darüber hinweggesetzt.

So etwas oder etwas Vergleichbares darf sich nicht mehr wiederholen.

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Punkt 3:

Die Tatsache, dass die diesjährigen Mitglieder (m/w/d) des ESC-Teams bspw. Berufserfahrungen beim Schweizer Bundesamt für Umwelt (Aurore Chatard), in einem Biotechnologie-Unternehmen (Till Jendly), beim Sozialdepartement der Stadt Zürich (Vassilis Donikian) oder bei Red Bull (Bernhard Spahni) vorweisen können, hört sich für mich nach einer sehr exklusiven, vielversprechenden, bodenständigen und irgendwie auch nach einer gefühlt noch nie dagewesenen kompetenten ESC-Planung an. 😀

Ron
Ron
1 Jahr zuvor

Wieder Christer Björkman mein Gott er geht mir auf die Nerven. Es ist nicht schweden. Unglaublich das dieser Mensch da widder seine Finger im Spiel hat. Ich finde er soll in Schweden das machen aber nicht wo anderst.

Meckie
Meckie
1 Jahr zuvor
Reply to  Ron

Er wird bestimmt wieder in Luxemburg und in anderen Ländern die Songs für den Vorentscheid aussuchen dürfen. 🤭