Kommentar: Die Leere nach der Absage des ESC – und der (kleine) Ärger auf die EBU

Es sind verrückte Zeiten, in denen wir aktuell leben. Vor vier Wochen haben wir noch Pläne für die nächsten Tage, Wochen und Monate geschmiedet. Jetzt sagen wir alles ab und planen auch lieber nichts Neues. Sicher geglaubte Errungenschaften lösen sich von einem Tag auf den nächsten in Luft auf. Über allem schwebt dieses gemeine Coronavirus, dass sich in immer bedrohlicheren Kranken- und Todesziffern manifestiert.

Nicht nur Großereignisse wurden abgesagt, auch kleinste Versammlungen sind mittlerweile aus gutem Grund untersagt. Keine Schule, keine Sportevents mehr. Nur das IOC wehrt sich noch und hofft auf die Durchführung der Olympischen Spiele in Japan. Dass es unter diesen Vorzeichen am letzten Mittwoch dann auch unseren ESC in Rotterdam erwischte, war gleichsam logisch und erwartbar.

Und obwohl es sich bereits einige Tage vorher abzeichnete und die finale Absage nun ein paar Tage zurückliegt, wird sie gefühlt jeden Tag größer: die Leere danach. Die Erkenntnis, dass in diesem Jahr nach der Bekanntgabe der ESC-Songs zum ersten Mal nicht weitergeht, dass es keine Proben im Mai geben wird und keine Feiern im Euroclub. Und dass wir keinen Sieger haben werden. Eine (traurige) Premiere in 65 Jahren.

Die Absage des ESC bedeutet für mich einerseits Entspannung. Ich muss mich in den nächsten zwei Monaten nicht nach dem ESC-Drehbuch richten, Dinge abarbeiten und Reisen koordinieren. Ich gewinne schlicht Zeit (und spare auch noch Geld). Doch was habe ich davon? Denn andererseits fehlt mir die Vorfreude, das Hinfiebern auf die großen Abende in Mai. Die Auftritte der Künstler, die sich verändernden Wettquoten, die Ergebnisse der Shows und die Kommentare danach.

So richtig habe ich es noch nicht für mich durchgeholt, was das alles bedeutet. Und ich habe für mich auch noch nicht sortiert, wie sich die Zeit bis zum ESC 2021 nun gestalten wird. Woher soll all die Energie kommen um dranzubleiben, wenn auch noch die nächste Vorentscheidsaison abgespeckt sein wird, weil viele Künstler bereits feststehen und es noch 14 lange Monate bis zum nächsten ESC sind?

Wenn ich daran denke, ärgere ich mich dann doch ein bisschen über die EBU, dass sie sich nicht dazu hat durchringen können, den diesjährigen ESC zumindest als Video-Contest oder als Wettbewerb mit Live-Auftritten in nationalen Fernsehstudios auf vergleichbaren Bühnen durchzuführen. Ich glaube, es wäre möglich gewesen, ohne Menschen zusätzlich der Gefahr von Corona auszusetzen – und gleichzeitig den Menschen in ganz Europa einen gemeinsamen Abend zu bringen. Gerade in diesen Zeiten geschlossener Grenzen und mit wenig Freude.

Jeder hätte für den improvisierten Charakter der Veranstaltung Verständnis gehabt. Er wäre deshalb vermutlich ein verbindendes Highlight bei allen Europäern sein können; jeder Zuschauer hätte sich noch viele Jahre später an diesen ESC aus Rotterdam erinnern können. Wäre die Krise bis zum 16. Mai wieder am Abebben gewesen, hätte man den ESC als erstes europäisches Event „danach“ sehen können. Wäre die Krise noch in ihrer schlimmsten Phase, wäre es ein Hoffnungsschimmer gewesen.

Stattdessen plant man nun ein TV-Programm für den ursprünglichen, dass die Künstler und ihre Songs ehrt. Das ist eine nette Idee, aber eben auch nicht mehr. Ich lasse mich gern eines besseren belehren, aber ich habe Zweifel, dass es übermäßig viel Begeisterung für eine Video-Show gibt, bei der sich die Zuschauer nicht einbringen und abstimmen können. Aber warten wir’s ab.

Vielleicht bekommt Ben Dolic auch ohne den ESC seine Chance auf den verdienten Durchbruch mit seinem „Violent Thing“ in Deutschland – und ggf. einigen anderen Ländern in Europa. Vielleicht erfahren wir auch noch, wie sein Auftritt in Rotterdam ausgesehen hätte, auf den man sich zusammen mit dem Choreografen Marty Kudelka verständigt hatte.

Und vielleicht finde ich auch wieder meine Motivation wieder, gerade in dieser langen Phase zwischen dem ESC 2019 und dem ESC 2021 mit und für den Wettbewerb zu arbeiten und mich an ihm zu erfreuen.

Wie geht es Euch jetzt ein paar Tage nach der ESC-Absage für Rotterdam? Seid Ihr schon drüber weg oder hängt Ihr noch Dingen nach, die Euch fehlen werden? Diskutiert gern unter diesem Beitrag. 


79 Kommentare

  1. Ja, „vielleicht“ scheint gefühlt das am meisten verwendete Wort im Kommentar zu sein. Vielleicht sollte man sich in der nächsten Zeit etwas mehr Zeit nehmen, um sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu konzentrieren. Da hat auch jeder seine eigenen Prioritäten.
    Trost bleibt den unermüdlichen Fans. „Was wäre wenn?“ , darüber können wir weiter spekulieren. Der ESC ist ja nicht tot. Man kann ja warten bis zum nächsten Vorentscheid im Dezember. 🤔

  2. Die EBU hat zwischenzeitlich auch zugesagt, die CD-/Download-Compilation 2020 wie geplant am 17.04. zu veröffentlichen. Das und die Ausstrahlung eines alternativen Formats mit den heurigen Beiträgen waren meine ganz persönlichen „Mindestforderungen“ an die EBU, um mit der Stornierung des ESC leben zu können. Das ist zeitnah so entschieden worden, und ich zolle Respekt.
    Dass man sich gegen ein kompetetives Format wie einen Video- oder „Remote“-Contest entschieden hat, ist für mich absolut nachvollziehbar. Wie hätte man denn z. B. mit dem Gastgeberland-Dilemma umgehen sollen? Show 2021 trotzdem in Rotterdam? Oder stattdessen den Niederlanden absagen: „Große Teile eurer Millionenbühne sind eh wiederverwertbar, danke.“ Diese Frage hätte man m. E. nicht lösen können, ohne einen kompromittierenden Beigeschmack zu hinterlassen.
    Kurz gesagt: Es ist wohl gut, wie’s ist – auch wenn’s schade ist.

    • Genau, es ist schon richtig, dass Rotterdam nächstes Jahr die Live-Show bekommt, ohne Wenn und Aber.
      Da ich damit rechne, dass auf die Corona-Krise die Finanzkrise folgt, gehe ich mal davon aus, dass der ESC ein wenig kleiner ausfallen wird. Was ich persönlich jetzt nicht so schlimm finde. Tragisch fände ich es nur, wenn einige Länder sich das Spektakel aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten nicht leisten könnten. Hier sollte die EBU kulant sein.

  3. Tja, so ganz glauben, mag ich es noch nicht, aber für eine PED ist es im März viel zu früh. Daher freue ich mich, dass wir hier einen ESC Gewinner küren und auch den SCC nach einer spannenden Vorentscheidungssaison spielen werden.

    Schade, finde ich, dass die EBU keine Ausnahme gemacht hat, dass Titel aus diesem Jahr auch 2021 starten können, vorallem für Litauen, Island, Malta und Bulgarien, die den ESC zum ersten Mal in ihr Land hätten holen können. Wie wir alle wissen, können Titel auch länger in einer Schublade liegen.

    Hoffentlich wird es im Mai eine besondere Show geben, in der die Künstler geehrt werden und Europa wieder etwas mehr zusammenrückt.

    Danke für Euer Engagement 🙂

  4. So traurig es ist, für mich ist es auch total verständlich, dass die EBU keinen Video-Contest oder Schaltungs-Contest durchführt, und sie haben dies auch gut begründet. Vielleicht hätten sich einige Fans daran erfreut (viele so wie ich aber auch nicht), aber die große Masse sicherlich nicht. Es wäre auch total unpassend in dieser Zeit einen Gewinner zu wählen und diesen zu feiern. Ich habe schon viel früher als die meisten hier, damit gerechnet, dass der ESC abgesagt wird, insofern war es ein Schock in kleinen Dosen. Es ist auch eine Erfahrung, die vielen von uns gut tun wird, auf Liebgewonnenes eine Zeit lang zu verzichten.

  5. Einen Video-Contest oder einen Contest, wenn für alle Auftritte in die verschiedenen Länder geschaltet worden wäre, hätte ich scheiße gefunden. Auch damit wäre man den Songs nicht gerecht geworden. Und das nur als symbolischen Akt, als eine Art Hoffnungsschimmer? Nun, dafür müssen und können andere Dinge sorgen.

    Ich mag den Wettbewerb ja auch sehr, aber vielleicht bin ich halt doch nicht so der große Geek. Ich kann mich schon jetzt kaum noch an Beiträge aus dem letzten Jahr erinnern, von daher wird mir wahrscheinlich nichts fehlen in den nächsten 14 Monaten. Mich trifft eine PED also nicht so richtig. 🙂

    Nachwievor hätte ich eine Verschiebung auf den Herbst für sinnvoller gehalten. Auch wenn man natürlich nicht weiß, ob man dann zum normalen Leben zurückgekehrt ist. Aber DAS wäre ein Hoffnungsschimmer gewesen in meinen Augen.

    • Sagt mal!

      Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die EBU spontan den ESC 2020 wieder aufleben lässt, wenn sich Ende April Dinge etwas normalisiert werden haben sollten müssen dürften? …. Wie auch immer🙈🙈

      Falls so, steht der politische Sieger eh fest…. Italien….100%ig.

      Naja….die Hoffnung stirbt zu letzt und so ganz ist sie bei mir noch nicht gestorben. 🙈

  6. Es ist wirklich sehr schade, aber mittlerweile habe ich es geschluckt. Greife ich halt auf ältere ESCs zurück.
    Ich bin enttäuscht, aber ich ärgere mich jetzt auch nicht, da es nur folgerichtig war. Schade nur um die Songs. Einen Contest in den heimischen Studios hätte ich schon cool gefunden. Aber was soll? Vielleicht war selbst das den Organisatoren zu riskant, da ja immer noch relativ viele Menschen in einem Raum sind, keine Ahnung. Ich glaube, sie sind mit der Situation auch überfordert.

    Tja, die Menschen waren schon ziemlich verwöhnt, gerade in Deutschland. Jederzeit war alles zu haben, kam jederzeit überall hin und das ist natürlich okay so. Aber jetzt ist man halt gezwungen, zurückzurudern. Habe ich erst gestern gemerkt, als ich verzweifelt auf der Suche nach diversen Dingen des täglichen Bedarfs war. Wie im Krieg. Und dann die Ausgangsbe-schränkungen, das verleiht schon ein gewisses Unbehagen. Ist natürlich aber verständlich, klar. Wenn man bedenkt, wieviel Leid diese Krankheit schon über viele Menschen gebracht hat…. sorry, ich werde melancholisch, aber das macht mir Angst, nicht wegen mir, sondern wegen mir nahe stehenden Menschen, die noch eher gefährdet sind.
    Bleibt nur zu hoffen, dass sie bald ein Medikament gegen dieses scheiss Virus finden!!!

    Sorry, für off Topic, aber…. Ich hoffe, es geht Euch gut und paßt auf Euch auf.

    • Das musste auch hier mal raus, @Gaby! „Wie im Krieg“ – ja, ich krieg‘ den kalten Schauer. Einige Geschäfte wie geplündert. In der Apotheke: „Asthma-Spray ist aus, die Leute haben gehamstert. Vielleicht in 10 Tagen wieder.“ – Danke, bis dahin bin ich erstickt. Bitte denkt beim Einkaufen daran, dass es noch andere Menschen gibt!
      Zurück zum Topic: Das Krisenmanagement der EBU muss man echt loben. Die gesetzten Notmaßnahmen in so kurzer Zeit zu akkordieren (41 Länder!), ist echt eine Erwähnung wert.

      • Ja, Du hast völlig recht. Es ist entsetzlich, wie Menschen miteinander umgehen So nach dem Motto: „Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht“. Zum K…

        Wüsch‘ Dir alles Gute und hoffe, dass Du welches bekommen hast.

    • Oh, ich bin völlig gleich dir, Gaby! Das musste raus. Es ist wie im Krieg. Aber ich bin zuversichtlich, wenn wir jetzt unseren gesunden Menschenverstand walten lassen, können wir bald wieder aufatmen!

      • Das gute ist, dass Du jetzt Zeit hast, Deine Listen wie „männliche Sänger bei baltischen VEs“ oder „Balladen zwischen 1963 und 1982“ gründlich zu re-ranken. Gerade bei ersterer weichen Deine falschen Bewertungen stark von meinen richtigen ab.

      • Ich ranke erstmal alle männlichen attraktiven Sänger seit 1999 nach der Anzahl ihrer shirtless Fotos und dann alle weiblichen Sängerinnen danach, wer am meisten Ähnlichkeit hat mit unseren Königinnen Ani Lorak und Eleni Foureira.

  7. Den ESC zeichnet einfach aus, dass er vor großem Publikum und mit Live-Auftritten abgehalten wird. Alles andere wäre nur ein unzureichender Ersatz bei dem unter ungleichen Bedingungen ein fragwürdiger Sieger gekürt wird. Und wer möchte sich schon mit einem Titel aus Corona-Zeiten schmücken.
    Da ist mir ein eher “ unbelasteter “ Wettbewerb unter den üblichen Bedingungen im nächsten Jahr lieber.
    Ich hoffe nur für die Künstler, dass ihre Titel durch andere Auftritte noch ausreichend gewürdigt werden.

  8. Hallo zusammen! Ich habe gestern eine Petition an die EBU gerichtet, dass man doch den ESC 2020 in Rotterdam in einer erheblich kleineren form durchführen könnte, um auch ein Zeichen der Hoffnung in dieser globalen Krise zu setzen. Ich stelle mir einen ESC in einem Studio mit zwei Moderatoren vor, leider ohne Zuschauer und ohne Künstler, und das dann jeweils die offiziellen Videos gezeigt werden und darüber abgestimmt werden. Eine Beschränkung auf den Song-Contest. Mit Live -Schaltungen zu den Künstler in die jeweiligen Länder und am Ende die Preisverleihung an den Sieger ebenfalls eine Live-Schaltung. Keine Party, keine Zuschauer, keine Künstler, very Basic… für 1 Jahre, denn so ein ESC ist immer noch besser als gar kein ESC.

    https://www.change.org/p/european-broadcasting-union-lets-have-the-esc-2020-in-a-different-way?recruiter=52011889&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_petition&recruited_by_id=86e51750-ab3b-0130-885e-3c764e0455b2&utm_content=starter_fb_share_content_de-de%3Av5

  9. Wie ist das nun mit den Teilnahmegebühren? Ich vermute mal, dass die Teilnehmer diese Kosten schon an die EBU gezahlt haben. Wird der Beitrag nun „eingefroren“? Und müssen die Länder nun für 2021 nichts zahlen?

  10. Schade ist es allemal, aber ich bin auch erstmal froh, dass die CD veröffentlicht wird und dass schon einige Länder sofort reagiert und sich zu ihrem Act bzw. zu ihrer Teilnahme am ESC 2021 geäußert haben – da warte ich noch auf das Statement des NDR bzw. der ARD – es sei denn, ich habe es irgendwo überlesen. Grundsätzlich werde ich mich sonst auch auf ältere ESC zurück besinnen oder irgendwelche Zusammenschnitte. Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Show mit den diesjährigen Beiträgen sehen will, ohne dass wir danach ein Voting haben – das Voting ist für mich, der Listen, Rankings und Statistiken liebt schon einfach auch das Herz des ESC. 🙂

  11. Schalten zu den Votes sind ja ohnehin das Unterscheidungsmerkmal der ESC schlechthin, technisch ist das ja keine Herausforderung und wäre zu den Songs irgendwie auch spannend gewesen. Und fast jeder hier (inkl. mir) hätte gerne einen Ersatz-ESC gehabt. Aus selbem Grund pilgern auch Fussballfans ungewollt zu Stadien, wo eigentlich Spiele ohne Zuschauerbeteiligung laufen sollen (oder angeordnet wurden). !sic!

    Allgemein lechzt auch das Volk gerade in schlechten Zeiten immer nach Unterhaltung. Aber dann gibt es nach der Veranstaltung auch immer Verlierer, die widrige Bedingungen beklagen, irgendein Land macht doch eine Extrawurst entgegen Vereinbarungen (Schweden mit Playback, (Weiß)russland mit Publikum oder whatever), in anderen Ländern wären nicht mal 5 Leute auf der Bühne erlaubt. Und im schlimmsten Fall wird ein Schalt-Contest ein PR-Desaster, wenn abgelöst von der realen Welt alle Kerzen anzünden und warme Worte haben, aber am selben Tag – auch nur in einem einzigen Teilnehmerland – eine Katastrophenmeldung die Runde macht. Dann stünde der ESC vor einem ganz anderen Rechtfertigungsproblem. Muss nicht so kommen, aber sowas steht eben auf der Contra-Seite. Mir ist der Erhalt des ESC wichtig – ihn um jeden Preis durchzupeitschen, könnte aber das Gegenteil bewirken! Also beisse ich in den sauren Apfel. Habe mich gerade auch erstaunlich locker damit abgefunden – wie es im Mai bei mir aussieht, weiss ich noch nicht.

    Und: Ob Rotterdam 2021 durchstartet …warten wir mal ab, wie sich die Prioritäten und Finanzen darstellen. Fragen wird man sie natürlich. Aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass man den ESC wie die letzten Jahre oder wie dieses geplant aufziehen könnte?!

    • Da gibt es zwei Möglichkeiten, entweder wird gespart ohne Ende, und der ESC wird von einem Big-5-Land übernommen, oder in Zusammenarbeit mehrerer Länder, oder, was ich eher glaube, man will nach der Krise wieder zum normalen Leben zurückkehren, da sind Brot und Spiele wichtig, um die Leute bei Laune zu halten. Aber auch in diesem Fall, werden es die Niederlande eventuell nicht alleine schaffen. Also nach der Absage 2020 ist es leicht möglich, dass wir 2021 auch ein ungewöhnliches ESC-Jahr erleben werden.

      • Mit das schlimmste ist, dass Du uns hier dann wieder verlässt. Dann sehen wir uns nur noch beim Proll-Rap Dealer!

      • Weiss ich noch nicht. Ich muss halt im Herbst den richtigen Abstellplatz mit Free-Wlan für meinen Einkaufswagen finden und das mobile Sauerstoffgerät braucht sicher nen Stecker. ^^

        Meine Abstinenz lag eher an der (Blog-)Community & diesem Fan-Vorentscheid, der viele hier überdrehen ließ.

      • LOL!
        Ich warte drauf, dass hier irgendjemand schreibt, das Corona-Drama sei die Strafe Gottes, weil es keinen VE in Deutschland gab.

      • Hallo?? Erkenne den Zusammenhang! Das ist die Rache, weil die EBU die Chinesen rausgeschmissen hat und der ESC dort nicht mehr gesendet wird!

      • LOL genau, und Wetten dass…? hat sich auch nicht lange da gehalten!

      • Weil dem Publikum klar war, dass alle Wettkandidaten ohnehin gedopt sind und die 100ste Karate-Challange irgendwann langweilt. Aber in China gab es beim ESC doch das Zensurproblem.

      • In China gibts keine Zensur oder Doping, genausowenig wie in Russland! Eyyyy Alda, liest Du den Block nicht?

      • Jo, bro, is schon voll korrekt! Und PS: Während dein Tättowierer Berufsverbot hat, keine Selbstversuche aus Quarantäne-Langeweile am Kirkorov-Tättoo! N8

      • @roxy: Bin gespannt, was sich überhaupt auf die Beine stellen läßt. Der ESC ist nun mal ein chronisch defizitäres Event und vom Goodwill oder Finanzierbarkeit abhängig. Schon in guten Zeiten ist so eine Ausrichtung ein Kraftakt – Italien & Spanien werden jedenfalls freundlichst abwinken. Wenigstens hat man Sponsoren an Bord, deren Geschäftsmodell noch funktioniert (hoffe ich). Die ersten Nominierungen zeigen ja schon, dass die Länder das Thema ESC einfach ohne Kostenfragen von der Agenda haben möchten. Und unabhängig von der Kohle, werden einige dieser Nominierten absehbar Songs mit leicht dystopischem Touch mitbringen …

  12. Ich fände es ja ganz reizend, wenn der Veranstalter des ESC-Konzertes in Ansterdam btw. Ticketmaster NL die rosarote Brille abnimmt und die Ticketpreise erstattet. Bisher kam aus der Rechnung nur Abwiegeln und Stummstellen. Angeblich soll es ja einen Ersatztermin geben. Wer es glaubt…

  13. Wie ich ja schon einige mal schrieb – eine Absage war schlichtweg NICHT erforderlich, weil es klare Alternativmöglichkeiten gegeben hätte. Der ESC wird für die TV-Seher produziert – das weiss jeder der schon mal vor Ort dabei war. Das Publikum in der Halle ist eigentlich nur Staffage und natürlich eine ganz wunderbare Finanzierungsquelle für den ganzen tecnischen Aufwand.

    Eine TV-Show muss nicht zwingend von einem zentralen Ort aus prodziert werden – gerade in der heutigen Zeit sind Schalten in diverese Studios auch unter Live-Bedingungen ohne weiteres durchführbar.

    Kann schon sein, dass dabei nicht alle Künstler die exakt gleichen Startbedingungen gehabt hätten – aber absolut gerecht war der ESC – seien wir ehrlich – noch nie.

    Der ESC 2020 hätte sich erheblich von allen bisherigen unterschieden – und das muss nicht negativ sein! Den Holländern hätte man anderweitige „Goodies“ geben können – z.B. mindestens zweimal hintereinander die direkte Finalteilnahme o.ä.

    Jetzt in der schlimmen, traurigen Situation die Menschen In den ESC-Ländern und viele andere in der Welt auch noch mit einer Absage des ESC vor den Kopf zu stossen und zu enttäuschen, das war maximal enttäuschend von der EBU und den dortigen ESC-Verantwortlichen. Gerade der ESC als TV-Event hätte stattfinden MÜSSEN!!

    • @Christian Habrich

      Na ja, ich denke die meisten Menschen, darnter auch viele ESC-Fans, haben im Moment glaube ich ganz andere Sorgen.

    • Echt schräg deine Ansicht! Die Menschen haben wirklich andere Sorgen. Bei dir sind vielleicht die Ausgangsbeschränkungen noch nicht angekommen. 99.8% Menschen in Europa ist es völlig egal, ob der ESC stattfindet oder nicht. Deine Meinung ist wirklich zynisch.

      • Nein, gerade nicht. Wenn die Menschen in eineinhalb Monaten immer noch zu Hause eingesperrt sein sollten, dann freuen sich viele über diese Art von Ablenkung.

      • @roxy, was ist daran schräg. Und was hat das jetzt mit den Ausgangsbeschränkungen zu tun? Versteh ich nicht – falls Du damit meinst, auch ein TV-Schalte-ESC ist nicht machbar, weil die Leute das Haus nicht verlassen dürfen – das ist Unsinn. Wenn dem so wäre, dürfte es derzeit auch überhaupt kein TV-Programm geben – diese Leute müssen auch alle von der Wohnung an ihre Wirkungsstätte.

        Nur um Missverständnisse zu vermeiden – natürlich wäre alles komplett ohne Publikum gewesen (wobei nicht klar ist, wie stringent das im Mai dann noch sein muss).

        Natürlich geht die Welt nicht unter, wenn wir mal 1 Jahr ESC-Pause haben – so bedauerlich das auch ist. NUR – die Absage war nicht zwingend notwendig. Und ich füge hinzu: Es ist in diesen düsteren Zeite sogar geradezu sträflich alles zu canceln und so überhaupt keinen Lichtblick mehr zu geben. Bei all der Corona-Dramatik ist man für jede schöne bzw angenehme Ablenkung dankbar.

        P.S.: Nebenbei bemerkt, hätte man die ESC-Shows sehr gut für Benefiz-Zwecke nutzen können!!

    • Christian, ich seh’s genauso. Es könnte auch ruhig ein reiner Videocontest sein, warum sollte das für den „gewöhnlichen“ Fernsehzuschauer soviel uninteressanter sein als der normale ESC, vor allem wenn er/sie weiß, dass danach noch eine Wertung kommen wird?

      Und ja, gerade „in Zeiten wie diesen“ könnte ein Contest für viele Menschen etwas Ablenkung bieten, in knapp zwei Monaten könnte das Bedürfnis dafür deutlich größer sein als jetzt, wo die ganze Situation auf Grund des Viruses noch neu ist.

  14. Bestimmt Christian. Roxy vertritt ja eine ähnliche Meinung wie Du und hat auch bei Christian auf Antworten gedrückt (sonst wäre sein/ihr Kommentar unter Deinem rechts eingerückt, so wie meiner jetzt unter Deinem wenn alles klappt).

  15. Hallo Zusammen, vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich habe mich vorher schon mit der Absage des ESC befasst. Wie stehen erst am Anfang der Pandemie, auch wenn man ohne Publikum es hätte stattfinden lassen können, kann es nicht sein , das diese sehr lockere ESC Party stattfindet wenn Tausende am Tag in Europa sterben aufgrund des Virus. Daher bin ich mit der Absage einverstanden. Ich hatte mir mit Ihr nicht so schnell gerechnet? Wenn man etwas mehr darüber nachgedacht hätte, wäre sicher eine in abgeschwächte Form einer ruhigeren Benefiz Veranstaltung möglich? Die Songs und Künstler werden in einer Live-Schalte aus ihrem Land ohne Publikum zu geschaltet und es werden Spendenhotlines eingeblendet, wobei nur eine oder eine neugegründete Charity deren Bankverbindung europaweit eingeblendet wird während der Show. Punktewertung sollte nur kurz und nur das Televoting sein. Das wird ein Schuh draus?

  16. Na ja, dann habe ich in den nächsten Monaten eben Zeit, meine historischen Listen auf den neuesten Stand zu bringen …

    • 🙂 Ich habe heute damit angefangen, mit meinen Rankings von 2020, 2019 und 2018. Es geht jetzt Schritt für Schritt zurück 😀

      • Und? Wer waren Deine Sieger?
        Bei mir steht als nächstes 1996 an. Das ist einer meiner Lieblingsjahrgänge. 🙂

      • Bitte nur Sortierungen mit Nachkommastellen und nach Ethnoanteil & Landessprache aufschlüsseln!

      • @Toggie:
        2018 – Finnland
        2019 – Australien
        2020 – Schweiz
        Für 2018 und 2019 steinigst du mich eh xD

        @Jorge: Zwei Nachkommastellen selbstverständlich 😉😉

  17. Natürlich musste der ESC abgesagt werden…..alles andere wäre grob fahrlässig gewesen. Schaut bitte nach Italien, Spanien, Teile von Frankreich und bald auch UK … …diese Länder haben im Mai sicher ganz ganz andere Sorgen als ein abgesagter ESC

    • Das ist lieb von dir, dass du so denkst, Bernd, das zeigt Empathie, aber ich hoffe, dass wir im Mai wieder aufatmen können. Falls nicht, wird man sich über jede Abwechslung freuen, wenn man zu Hause ist. Denn wenn wir nicht im Krankenhaus, in Supermärkten, in Apotheken etc. arbeiten, können wir nur helfen, indem wir zu Hause bleiben. Da ist so ein Event, auch unter Fans organisiert, eben eine schöne Abwechslung. 😊

  18. Wie die meisten hier war ich mental auf die Absage vorbereitet und war dennoch tief traurig als es dann offiziell wurde. Mittlerweile fühle ich mich seltsam leer, weil diese fast schon autistische Obsession mit dem Contest mit nichts zu ersetzen ist. Auch meine neuen Hobbies, Schmuck aus Pasta und Rokoko-Kostüme aus meinem Toilettenpapiervorrat basteln, können keine Abhilfe schaffen.

    • Du hast einen Toilettenpapiervorrat??? Ich rate Dir, das nicht in der Öffentlichkeit zu sagen. Die Menschen werden zu Raubtieren, wenn es um Toilettenpapier gibt?

      • Ich verwahre ihn sehr gut zwischen anderen verschollen geglaubten Gegenständen wie dem Tape vom ’64er ESC oder Ingvild Bryns Stimmbändern.

      • ROFL
        Den Pastaschmuck und die Klopapierrokokokleidung kannst Du vielleicht nächstes Jahr an einen ESC-Teilnehmer verkaufen, z. B. wenn Frau Agurbasch es noch mal für Belarus versucht. 🙂

      • Nee, verticke ich lieber zu unverschämten Wucherpreisen auf etsy als glutenfreie, liebevoll selbst gemachte Vintageaccessoires. BLR zahlt nicht gut genug. Daddy muss ich auch seine Miete zahlen können.

      • Derzeit arbeite ich an Lill Lindfors‘ Trickkleid. Mein Tipp: Strahlend weißes Zewa Ultra Clean. Andere sehen aus wie schon drauf uriniert.

      • Du lernst schnell. Zu schnell… . Ich altes Plappermaul kann meinen Mund auch nicht halten. Finger weg von meiner Geschäftsidee!

      • Der eigentliche Anfängerfehler ist nicht der Verrat, sondern das falsche Material: Zewa Ultra Clean löst sich schon bei geringem Wasserkontakt auf. Das Erfolgsgeheimnis ist der Mix mit vollrecycelten Ökoklorollen Härtegrad 8 aufwärts.

  19. Es hätte auf jeden Fall eine Abstimmung Jury/televoting geben müssen…41 Songs werden nun verbrannt..keine Plazierungen – kein Sieger ..das ist einfach zu schade …egal in welcher Form ..Videoclips oder auch nur audiocontest ..es hätte eine Möglichkeit gegeben ..Ein offizielles Ergebnis wäre schön gewesen ..

  20. Unbestätigt, dennoch interessant. Im Sendeplan 2021 von NPO taucht der ESC auf. 17. bis 22. Mai 2021. Nachgeschaut: Christi Himmelfahrt / Vatertag ist am 13.5. und Pfingsten am 23./24.5.

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