Levina hat unter ihrem neuen Künstlernamen Izza die Single „Lows“ veröffentlicht

Lange war Levina von der musikalischen Bildfläche verschwunden, am heutigen Donnerstag hat sie nach mehr als dreijähriger Pause ihre neue Single „Lows“ veröffentlicht. Das allerdings nun nicht mehr unter ihrem bisherigen Künstler- und bürgerlichen Zweitnamen Levina, sondern unter einer Abwandlung ihres ersten Vornamens Isabella: Izza.

Kurzer Rückblick: Vor dreieinhalb Jahren gewann Levina die deutsche ESC-Vorentscheidung „Unser Song 2017“ mit dem Lied „Perfect Life“. Beim Eurovision Song Contest in Kiew belegte sie schließlich mit 6 Punkten den vorletzten Platz. Aus ihrem ersten Album „Unexpected“ wurde damals noch die Single „Stop Right There“ ausgekoppelt, danach war von Levina musikalisch erstmal nichts mehr zu hören. Jetzt ist sie als Izza wieder da.

Beim ersten Hören fallen zwei Merkmale von „Lows“ sofort auf: Da ist zum einen Izzas nach wie vor sehr charakteristische Stimme, die durch leichte Brüche und eine gewisse Rauheit einen großen Wiedererkennungswert besitzt. Zum anderen ist das neue Lied sehr beatlastig, was sich vor allem auch in der reduziert instrumentierten Bridge zeigt, in der sich Izza sogar teilweise am Rande zum Sprechgesang bewegt. Die Gitarrenmelodie sorgt im Zusammenhang mit dem zurückgelehnten Beat dafür, dass der Song sehr entspannt-akustisch und fast ein wenig sommerlich wirkt – hier scheinen sich die Eindrücke auszuwirken, die Izza im vergangenen Jahr beim Songwriting in Spanien gesammelt hat.

Insgesamt wirkt „Lows“ deutlich erwachsener als die Musik auf Levinas Debütalbum „Unexpected“. Das wird auch durch den ernsten Text unterstrichen, in dem sie über ihre Tiefs singt und damit sicherlich auch auf die teilweise schwierige Zeit in den letzten Jahren und nach ihrer ESC-Teilnahme Bezug nimmt: „Still fighting them lows“. Gleichzeitig macht der Text aber auch Mut und gibt Hoffnung, denn trotz dieser schwierigen Phasen kommen nach und nach auch die positiven Phasen, die „Highs“ zurück.

Geschrieben hat Izza „Lows“ zusammen mit Amy McKnight, Luis Issermann und Pierre-Laurent Faure. Letzterer hat im vergangenen Jahr auch als Mit-Komponist von Florinas „In the Shadow“ an der französischen Vorentscheidung „Destination Eurovision“ teilgenommen. Izza scheint, ihrem Instagram-Profil nach zu urteilen, in der vergangenen Zeit mit unterschiedlichen Songwritern an unterschiedlichen Orten Musik geschrieben zu haben und deshalb dürfte „Lows“ nur der erste Vorbote für weitere Veröffentlichungen sein. Wir sind gespannt!

„Lows“ von Izza ist jetzt unter anderem bei Amazonbei iTunes und auf Spotify verfügbar.


34 Kommentare

  1. Ein klasse , klasse Song. 10.000 Mal besser als ihr ESC Song ,,Perfect life“. Mit diesem Song hätte Sie zu 100%
    eine bessere Platzierung beim ESC geholt.

  2. Ob der namenswechsel mit ihrem stilwechsel zu tun hat? Oder doch eher, weil der name livina unweigerlich mit ihrem unrühmlichen abschneiden beim esc in verbindung gebracht wird?
    Mir gefällt weder das eine noch das andere so richtig. Viel erfolg izza

  3. Ein Song, der mir besser als „Perfect Life“ gefällt. Ich werde mich aber nie an ihren neuen Künstlernamen gewöhnen, für mich ist und bleibt sie Levina.

  4. Ich weiß, dass ich mit etwas völlig anderem komme:

    Vor 50 Jahren kam Katja Ebstein mit dem deutschen Beitrag „Wunder gibt es immer wieder“ beim ESC 1970 in Amsterdam auf Platz 3.

    Das Lied ist ein richtig internationaler Klassiker!

  5. „Perfect Life“ wurde definitiv von Babsi Schöneberger extrem hochgepusht. Das Lied war und ist einfach eine Katastrophe.
    Der Auftritt und das Outfit von Levina war auch desolat.

    Ich wünsche Levina aka Izza oder wie auch immer einen guten Start ins die neue Karriere!

  6. Nett – die Strophen gehen in Ordnung – der Refrain ist hingegen nicht so dolle.

    Ihren neuen Künstlernamen hat sie vermutlich von einer teilweise verdeckten Pizza-Packung … 😉

    Demnächst macht sie Werbung für Autos: Izza fährt den neuen Seat Ibiza … 😉

  7. Sicher, dass Izza nicht der Name des Produzenten/Composers/Beatmakers des Songs ist??? Ist zumindest sein Youtube-Channel, oder irre ich mich?

  8. Ach trostlos dieses Jahr alles. Wir müssen auf kein Motto warten, wir müssen auf kein Logo warten, wir können keine heiße Diskussion um den Austragungsort starten.

    • Ich vermisse solche Spekulationsdiskussionen nicht besonders, da interessiert mich die überhaupt nicht trostlose Meldung, dass sich jemand von wenigen Punkten beim ESC nicht unterkriegen lässt und weitermacht, mehr. Unschlagbar sind für mich übrigens gerade die beiden Lesergames, und wenn die vorbei sind, werde ich mich auf die ersten Vorentscheidungen der neuen Saison freuen.

  9. Tja Trakol…wahre Worte 🙄 Erst neulich hatte ich die gleichen Gedanken. Aber eins ist gewiss, im nächsten Jahr geht es wieder los.

  10. Heute Nacht soll von Laura Kästel a.k.a. Laurita Spinelli (S!sters 2019) ein neuer Song erscheinen, ihr erster eigener, so schreibt sie es auf Facebook. Er soll „Stumm“ heißen – auf Deutsch also. Und bei Carlotta Truman soll auch schon etwas Neues in Arbeit sein. Auch von denen wird man also bald wieder etwas zu hören bekommen…

  11. Es gibt auch einen neuen Song des spanischen ESC-Teilnehmers von 2019, Miki Núñez! Dafür hat er sich musikalische Unterstützung der Jungs der Gruppe Despistaos geholt und dabei herausgekommen ist die Nummer „Viento y vida“ (Wind und Leben):

    https://escxtra.com/2020/10/24/miki-nunez-viento-y-vida/

    Der Song schlägt erst leise Töne an, nimmt dann aber richtig Fahrt auf und meiner Meinung nach gefällt er mir besser als „La Venda“.

  12. Tja, zu den deutschen Vertretern der letzten Jahre haben wohl so einige hier ambivalente Gefühle, da bin ich auch nicht frei von, aber jetzt mit völlig unpünklichen Jubliäen oder anderen Veröffentlichungen abzulenken, finde ich schon extrem biestig.

    Ich gebe allerdings zu, dass mich Lows auch nicht allzu sehr begeistert (da sagt mir „Stumm“ von Laurita tatsächlich mehr zu). Die Produktion gefällt mir allerdings schon, so dass ich auf weitere Singles von Izza durchaus neugierig bin.

    • Ich freue mich sehr, dass sowohl Levina als auch Laurita neue Singles veröffentlicht haben und wünsche Ihnen viel Erfolg (genauso wie auch Carlotta, von der SanomiKedvesem schreibt, dass etwas Neues in Arbeit ist). Beide Songs entsprechen nicht so ganz 100% meinem Geschmack, aber das macht ja nichts. Laurita hat mir ehrlich gesagt auf Englisch besser gefallen, allerdings muss ich zugeben, dass diese Art von Deutsch-Gesang gerade ziemlich modern ist. Wenn ich nicht gewusst hätte, von wem das ist, hätte ich wohl nach den ersten Zeilen der Strophe weggeklickt, dabei sind die Nicht-Strophen-Passagen dann doch ganz nett.

      • „ihnen“, nicht „Ihnen“ (keine Angst, Frédéric, ich werde Dich auf weiterhin Duzen 🙂 )

      • „Stumm“ hat jetzt einen eigenen Blog-Artikel bekommen (https://esc-kompakt.de/ex-sster-laurita-spinelli-startet-mit-stumm-ihre-solo-karriere).Erst dort habe ich gemerkt, worum es in dem Lied eigentlich geht. Was ich hier heute morgen geschrieben habe, klingt in diesem Kontext natürlich sehr empathielos, daher bedauere ich diese Worte. Allerdings habe ich wirklich nicht auf den Text geachtet, mir ging es mehr um die Art und Weise, WIE sie auf Deutsch singt, das hat mich einfach an eine große Reihe von aktuellen deutschsprachigen Songs erinnert, die mir nicht so besonders gefallen.

  13. Izza’s Song ist noch nicht mal schlecht,Noch nicht mal das.Und das ist das eingentliche Problem.Plätschert so vorbei,wie Alsterwasser in ein Glas.

  14. Levina hatte schon immer eine schöne Stimme, tief, rau, atmosphärisch. Auch schön von ihr selbst in „Stop Right There“ aufgegriffen („talk too low / unlike anyone around here“). Ich liebe ihr Cover von „When We Were Young“, das schöne „Wildfire“ und als Popsong, der nach vorne geht, auch „Perfect Life“ (aus meiner Sicht immer noch ein reines Staging-Problem, wenn auch die Anfangssequenz, liegend mit der Projektion, sehr schön aussah). Auch „Echo“ aus „Unexpected“ höre ich noch gerne <3

    Izza legt mit "Lows" einen schön reduzierten Refrain bzw. eine tolle Bridge mit dem Beat vor. Das "Ooohhhh" ganz am Anfang wirkt auch gut. Insgesamt könnte der Song für mich noch mehr aufgehen und sich steigern, aber ich mag ja nun mal auch "klassische" Steigerungen, Rückung und so weiter, also wundert das nicht 😀 Was ich noch toll finde, ist, dass jemand aus Team "In The Shadow" dabei ist 😀 Bin gespannt, was da noch kommt!

  15. Heute hat Levina, aka Izza, übrigens noch eine Akkustikversion mit Streichern und Backgroundchor nachgelegt: https://youtu.be/jmZcxcIdriE

    Gefällt mir ganz gut in der Version – aber ich mochte Sie als Person auch sehr und würde mal behaupten, dass wir selten eine so sympathische Vertreterin hatten. Mit „Perfect Life“ war von Anfang an nichts zu holen und das hatte nichts mit ihr oder ihrer Stimme zu tun. Aber Sie hat es zumindest versucht und alles gegeben.

    Ich bin jedenfalls gespannt was da noch kommt. Die Richtung passt schonmal – auch wenn „Lows“ noch nicht der ganz große Wurf ist.

    • Da muss ich Dir recht geben. Sympathisch war sie auf jeden Fall. Musikalisch war das auch nicht so ganz daneben (tolles Kompliment, ich weiß). Aber da hätte man halt noch irgendwie was rausholen können, oder? Also ich fand es schade für sie.

      • Na ja… Ein Lied das sehr stark an ‚Titanium‘ angelehnt war, dabei aber viel zu langweilig, unkreativ, glatt, lieblos und ohne den nötigen wumms produziert wurde… Und da die Verantwortlichen damals auf die durchaus vorhandene konstruktive Kritik nicht regierten, konnte Levina wohl auch nicht mehr viel retten … Umso mehr gönne und wünsche ich ihr jetzt Erfolg und Zufriedenheit mit ihrer Musik und bin gespannt was da noch kommt.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.