Live-Blog: Pressekonferenz „Germany 12 Points“ – Präsentation der Künstler und Songs

Bilder: NDR/Christian Spielmann, NDR/Hendrik Lüders, Instagram @alinagraphie

Das Warten hat ein Ende endlich – am morgigen Donnerstag ab 11:00 Uhr präsentiert der NDR, der den ESC federführend für die ARD verantwortet, die sechs Künstler und ihre Songs, die sich am 4. März 2022 bei „Germany 12 Points“ für das deutsche Ticket nach Turin bewerben.

Moderiert wird die Pressekonferenz von Alina Stiegler (oben rechts), Heldin der Fan-Community und mitreißende Songcheck-Moderatorin und Allzweck-ESC-Botschafterin von Eurovision.de. Anwesend sein werden Alexandra Wolfslast (oben links), Head of Delegation Germany seit 2020 (hier im aktuellen ESC-kompakt-Portrait), sowie (in neuer Funktion als) „Chef des ARD Teams für den ESC beim NDR“ Andreas Gerling (unten rechts) und der neue ARD-Unterhaltungskoordinator (in der Nachfolge von Thomas Schreiber) und NDR-Programmdirektor Frank Beckmann (unten links), dessen letztes Statement zum ESC darin bestand, vollmundig zu sagen, dass die ARD den ESC auf keinen Fall gewinnen will. Originalton bei dwdl: „Hauptsache nicht Erster.“

Ob dieses „Risiko“, dass Deutschland beim ESC seit dem grandiosen Erfolg von Lena in 2010 mal wieder „Erster“ wird, besteht, dafür werden wir morgen erste Impulse bekommen.

Alle Details zum Ablauf morgen und bis zum deutschen Finale am 4. März 2022 findet Ihr hier. Und wen wir möglicherweise morgen präsentiert bekommen, darüber haben wir hier auf Basis vieler Branchenimpulse Auskunft geben.

In der PK werden auch die Künstlerinnen und Künstler anwesend sein, ihre Songs werden per Video eingespielt.

ESC kompakt bloggt die Pressekonferenz, die für Euch alle via Eurovision.de gestreamt wird, live. Nur eine Nacht müssen wir noch schlafen, bis die Bubble bebt!

Und damit einen schönen guten Morgen aus Hamburg Harvestehude von Peter, der sich für den ersten richtig wichtigen Tag des ESC Jahres 2022 extra einen Tag Urlaub genommen hat – wie viele andere Fans auch, wie ich mehrfach gehört habe.

Eine Viertelstunde bleibt, bis es losgeht, daher noch eine erläutende Eingangsbemerkung:

Selbstverständlich hat Frank Beckmann in seinem dwdl-Interview das Statement „Hauptsache nicht Erster!“ ironisch gemeint. Darüber gibt es keine Zweifel.

Ich fand es aber dennoch erwähnenswert und bemerkenswert, dass der neue ARD Unterhaltungskoordinator der ARD in seiner allerersten Wortmeldung zum ESC vor dem Hintergrund glaubt, damit kokettieren zu müssen, dass Deutschland einen weiteren ESC Sieg nicht bezahlen kann oder will.

Das empfinde ich ganz persönlich vor dem Hintergrund der frustierenden jüngeren deutschen ESC Performance irgendwie unpassend als das allerbeste, was der oberste ESC Verantwortliche der ARD sagen könnte.

Das Zitat ist mindestens abgeklärt und kann auch als distanziert interpretiert werden. Darauf haben mich zuallererst Freunde aus anderen europäischen (ESC) Ländern aufmerksam gemacht: „Eure geringste Sorge dürfte ja wohl sein, beim ESC Erster zu werden.“

Der ESC ist eine sehr internationale Veranstaltung und Kommunikationsplattform, was man sagt, wird nicht nur in der hiesigen Branchenpresse wahrgenommen.

Es geht los – und – breaking – es gibt ein Logo für „Germany 12 Points“!

Das Artwork ist angelehnt an die Beauty-Optik der EBU für Turin.

Alina Stiegler begrüßt die Zuschauer aus Hamburg Altona (Location kannte ich nicht, verstand ich jedenfalls nicht) und stellt die oben angekündigten Teilnehmer Frank Beckmann und Andreas Gerling vor – und (in der Presse-Vorabinfo nicht erwähnt) Torsten Engel von NDR2 (also der Programmchef da).

Noch nicht zu sehen ist Alex Wolfslast. Vielleicht ist die irgendwo mit den Künstlern versammelt?

Frank Beckmann versucht es zum Start wieder mit Humor: „Wir haben es hingekriegt, dass die Italiener irgendwie in Turin ausgetragen.“ Autsch.

Frank Beckmann und Andreas Gerling erläutern die allseits bekannten Fakten.

Torsten Engel ist Jurysprecher, ohne Mitglied der Jury zu sein. Er hat die Jury „koordiniert“ – whatever that means Er betont, dass die Radios gleichberechtigt mit dem TV-Kollegen am deutschen VE mitwirken. „Die Songs werden bei uns laufen.“

„Der ESC wird sehr sehr fett bei den Radios vorkommen.“ Wie noch nie, sagt Torsten E.

Jetzt kommt Alex dran. In der Jury sei „heftig diskutiert“ worden, sie ist bekanntlich auch in der Radiojury. Sie erläutert, es wurden 30 Einladungen nach Berlin ausgesprochen für die „Pre-Selection-Show“ und tatsächlich 26 sind dann angetreten.

Eros Atomus – alive

Der erste Act ist dran und es ist Eros Atomus aus Flensburg. Sein Songtitel heißt „alive“. Keine Überraschung also.

Eros erzählt, dass sein Vater ihn nach Eros Ramazzotti benannt hat. Er hat elf Geschwister, da gehen vielleicht schon mal die Namen aus…

Eros präsentiert sich im Interview mega-sympathisch. Er hat seinen Song selbstkomponiert, in dem Text verarbeitet er eine traurige persönliche Erfahrung.

Liebe Leute, über die Songs wird noch so viel geredet, dass ich mich entschieden habe, heute im Liveblog keine Werturteile zu posten. So habe ich auch bei der Premiere der neuen ABBA Songs gehalten und da hat mir das gutgetan, die Titel erstmal reflektiert zu verarbeiten. Deshalb halte ich das heute hier auch so, bin also eher dekriptiv bei der Songkommentierung.

Bei „alive“ ist der maßgebende Erfolgsfaktor, dass die guitarrendominierte Song eine Entwicklung hat. Er geht beschauerlicher los und wird im letzten Drittel sehr dynamisch.

Eros hat das, was die amerikanischen Medien gerne „killer smile“ nennen. Oder „cute“ (im TikTok-Sprech).

Eros sprüht vor Energie. Auch das ist überzeugend.

Felicia Lu – Anxiety

Felicia Lu ist die Nächste, mit „Anxiety“, auch das hat Benny richtig getippt.

Felicia Lu war 2017 im Vorentscheid Levina unterlegen. Sie hat seitdem aber sogar die größere Karriere gemacht, ist in Österreich eine echte Hausnummer.

Alina betont, dass es „uns“ (also die ESC Community) aufwertet, dass Felicia sich wieder beworben hat – und das finde ich auch. „Alina ist einfach die Beste.“ whatsappt mir ein guter Freund (mit Herzchen) – und das finde ich auch.

Kennt Ihr das, das man sich jeden ESC Song schön hören kann, egal, wie spröde er beim ersten Hören wirkt?!? So geht es mir gerade, irgendwie finde ich „Anxiety“ beim Wiederhören auch viel cooler als beim ersten akustischen Anpirschen in den letzten Tagen. Liegt wahrscheinlich am Adrenalin.

Das Musikvideo ist in Quarantäne entstanden, ein „one woman ding“ sagt Felicia. Es wird auch ein Making Of dazu geben.

Felicia berichtet von ihrer „social anxiety“ – wie bei Eros hat also auch ihr selbstgeschriebener Song sehr persönliche Bezüge.

Als persönliche Lieblings-ESC-Songs nennt sie „Soldi“ und Lake Malawi.

Maël & Jonas – I Swear To God

Der zweite Act mit „The Voice“ Vergangenheit. Keine Überraschung, zeichnet die verantwortliche Produktionsfirma Bildergarten doch auch für „The Voice“ verantwortlich.

Die Jungs sind 26 und 20 Jahre alt (Jonas ist der Jüngere) und kommen also Koblenz. Sie sind inspiriert von Elaizas „Is It Right“?

Auch ihren Bewerbungssong haben die besten selbstgeschrieben. Bisher sind also nur Acts mit eigenen Songs vorgestellt worden, das finde ich sehr erfrischend.

„I Swear To God“ hat einen treibenden Beat, etwas stärker als die ersten beiden Titel. Die Ähnlichkeit der drei ersten Beiträge ist aber schon hervorhebenswert – in der Produktion, im Groove, im Vibe, im Gesamteindruck. Bisher Three-Shades-Of-Radiopop, was ich ganz sachlich und keinesfalls abwertend meine.

Die Jungs wollen „Feuer“ auf der Bühne, wenn es um die Inszenierung geht. Sie werden mit ihrer Band auf der Bühne stehen („unsere Jungs von zuhause“).

Emily Roberts – Soaps

Emily Roberts aus Hamburg, die in Berlin lebt, wird vorgestellt.

Sie hat schon mal einen „Dschungelcamp“ Soundtrack-Song gemacht: „Tn This Together“.

Alle Bio-Facts zu den Acts gibt es übrigens ab 12:00 Uhr hier auf ESC kompakt zu lesen.

Bilanz zwischendurch: Bisher hat ESC kompakt 4/4 Acts richtig prognostiziert. Emily Roberts war die erste, deren Name durchgesickert war.

Emily ist bislang die bekannteste der vorgestellten Acts, Ihr in USA (L.A.?) produziertes Video ist auch das aufwendigste.

Soap dreht sich um Liebenskummer. „Ich dachte, ich nehme mal etwas zeitloses.“ Emily hat den Song mit einem Songwriter-Team geschrieben.

Emily war schon mit James Blunt als Support on tour – „das Highlight meines Lebens“. Sie bewertet das als gute Vorbereitung auf ihren Live-Auftritt beim deutschen Finale.

Nico Suave & Team Liebe – Hallo Welt

Hier ist die erste Überraschung – und der erste deutschsprachige Titel.

Aufmerksame Leser haben den Songs gestern auf itunes Neuseeland (zwölf Stunden vor Germany) entdeckt, aber wir haben das nicht mehr aufgegriffen, um einen Rest Spannung zu bewahren.

Nico scheint älter zu sein als das „Team Liebe“. Ansonsten kommen alle Acts heute anscheinend ungefähr aus der gleichen Generation, Nico dürfte der älteste Teilnehmer sein.

Ja, die Presseinfo bestätigt es, Nico ist 43, EMY aus seinem Team 19. Zwei Generationen einer Band, I like that.

Der Song ist auch wieder sehr zugänglich, am Ende wird es Englisch. „Don´t you worry about the things you can´t control“. Naja. Kommentar aus unserer WhatsApp-Gruppe: Die englischen Textbausteine könnten auch aus einem Ralph Siegel Song sein.

Ich hab´auch oben schon angesagt, dass ich heute nicht wertend über die Songs schreibe, aber call me old fashioned, aber ich finde nicht unbedingt, dass wir einen Song in Turin brauchen, in dem die Kardashians vorkommen.

Bei dem supersympathischen Mann im gelben Hemd bin ich mir jetzt nicht sicher, ob das „Buket“ oder „NKSN“ ist. Aber er sagt schlaue Dinge.

Malik Harris – Rockstars

Jetzt ist es raus – Eskimo Callboy haben vor der Radiojury nicht bestanden, am deutschen TV-Finale teilzunehmen.

Malik aus Landsberg am Lech ist der Sohn von Ricky, den ältere Leser wie ich noch aus seiner gleichnamigen Talkshow kennen, die Ende der 90er Jahre auf Sat1 lief.

Social Media ist schneller – und WhatsApp noch schneller: Maliks Song „Rockstars“ wird jetzt schon als der Favorit für Turin gehandelt – bekomme diesbezüglich auch Nachrichten von Menschen mit viel ESC-KnowHow.

Speziell die Rap-Parts (toll gesungen/gesprochen) geben „Rockstars“ Eigenständigkeit.

Malik spielt live „ganz alleine“ (mit Loop-Station) und will das so auch auf der Bühne umsetzen (am Klavier beginnen, dann zur Guitarre…)

 

Der LineUp für das deutsche Finale am 4. März 2022 steht, ausführliche Infos zu allen Teilnehmern und Songs findet Ihr hier.

 

Es beginnt die Fragerunde!

Als Eisbrecherfrage hat die Redaktion die Frage ausgewählt, welche Pläne die Acts für die zweite Jahreshälfte haben.

Das ist ok und geschickt, jeder kann sich lockermachen und von sich erzählen. Die Interpreten erzählen von Tourplänen, neuen Songs usw. Das werden wir alles in den Einzelinterviews, die ESC kompakt geplant hat, vertiefen.

Felicia möchte lieber für Deutschland als für Österreich antreten, wiewohl sie in Wien wohnt.

Eros will seinen Song in Berlin im Stehen zeigen, aber am „Lapstyle“ mit der Guitarre festhalten.

Maël erzählt von seiner vierjährigen Tochter.

Malik erzählt, dass sein Vater Ricky sich mit Karrieretipps zurückhält und „superstolz“ auf Malik ist.

 

Die Fragen gehen nun an die Programmverantwortlichen.

Imre Grimm fragt, ob die Ausstrahlung des deutschen Finales im Dritten nicht „halbherzig“ ist.

Andreas Gerling hat diese Bedenken nicht. „Ist ein interessantes Experiment.“

Siegessäule fragt nach der Inszenierung als Auswahlkriterium. Alex vereint das für die Auswahl der letzten 26, aber man habe auf dieses Kriterium bei der Vorstellung der Songs vor der Jury geachtet.

Die Frankfurter Neue Presse fragt zur Online-Abstimmung. Das ist in der Tat spannend, dazu wird es einen eigenen Beitrag von Flo geben.

Irving Wolter fragt nach der Zusammenarbeit von TV und Radio: „Wir vertrauen gemeinsam.“ sagt Torsten Engel und betont die Gemeinsamkeiten. Die Popwellen seien Partner und nicht Promotion-Tools.

Frank Beckmann ergänzt, die Vorgehensweise 2022 sei der „größtmögliche Aufschlag“.

Bennys Frage, ob die Künstler unterstützt werden bei der Inszenierung für Berlin, beantwortet Alex mit „ja“.

Andreas Gerling verspricht für Berlin (den VE) „San Remo Flair“.

AG redet ein bissel um den heißen Brei herum, warum die ARD zu einem Vorentscheid zurückkehrt.

Ob es Tickets für die Liveshow gibt, wird in zwei Wochen entscheiden.

Torsten Engel: „Wir werden alle Songs zur gleichen Anzahl spielen. Die Rotation ist so gebaut, dass alle Songs in der gleichen Anzahl laufen. Es wird keiner bevorzugt oder benachteiligt. Alle sechs Songs sollen bis zur TV Show bekanntgespielt werden.“

Frank Beckmann: „Es sind dann Gewinner, wenn das Radio sie jeden Tag spielt.“

Moi: Alle Songs jeden Tag in gleicher Zahl. Really? Wie oft denn?

Im Falle eines positiven Coronafalls – wie in Spanien z.B. – wird am 4. März 22 das Video eingespielt.

Alex: Deutschland soll sich hinter dem Winner-Song versammeln.

AG: Darauf ist das gesamte Verfahren ausgelegt. Deutschland soll dem deutschen Act die Daumen drücken.

Zur Bekanntmachung der Songs gibt es nicht nur Airplay, sondern auch „Flächen im Fernsehen“.

Das neue Konzept ist auf Serie angelegt.

Torsten Engel: „Am Ende des Tages ist Song Song. Die deutschen Titel, die auf vorderen Plätzen gelandet sind beim ESC, sind auch Radiohits geworden.“

 

Die Acts werden nun gefragt nach einem Ritual kurz vor dem Auftritt.

Das scheint mir ein PhaseOut zu sein, d.h. die Verantwortlichen haben anscheinend entschieden, den Elephant im Raum nicht anzusprechen, nämlich das Ignorieren von Eskimo Callboy. Die Frage nach EC wurde definitiv gestellt.

Es geht wieder an die „Expertenrunde“:

Eine Superfinale ist nicht geplant.

Die Festlegung der Startreihenfolge „wird rechtzeitig bekanntgegeben“.

Jetzt kommt doch noch die Eskimo Callboy Frage von Benny

Alex antwortet (leider nicht Torsten Engel):

EC seien sehr sehr weit gekommen.

Sie persönlich habe den Auftritt sehr genossen.

Es gab viel Für und Wider.

Sie haben es halt nicht ganz geschafft, sind aber sehr weit gekommen.

Die Statements von Alex sind Stanze an Stanze. Antworten, ohne eine Antwort zu geben. Das war defintiv vorbereitet. Am Ende ermuntert Alex die Jungs von EC, sich im nächsten Jahr wieder zu bewerben. Hä?

Alina moderiert elegant ab:  Felicia Lu sie das beste Beispiel, dass sich ein zweiter Versuch lohnt.

Nur: Felicia durfte vom Publikum gewählt werden, in diesem Jahr wurden Eskimo Callboy von Radio-Entscheidern vom Publikumsvoting ausgesperrt.

Es gibt eine letzte Frage von Frank Albers: Wie geht Ihr mit Social Media Kommentaren um?

Gute Frage, sehr qualifizierte Antworten von dem Mann im gelben Hemd vom Team Liebe und von Felicia Lu. Umgehen damit, aber eine gesunde Distanz bewahren.

Emily Roberts lobt ESC kompakt, wiewohl ihr dort auch nicht alle Kommentare gefallen. „Die recherchieren besser als manche Profis.“

Maël sagt auf die wirklich exzellente Frage von Frank noch, dass „man 50 positive Kommentare braucht, um einen negativen zu verarbeiten.“ Sehr reflektiert und offen, sehr sympathisch.

Damit schließt Alina die PK, die Sie gleichermaßen locker wie souverän wie fachkundig geleitet hat. Chapeau, einmal mehr.

Was ist mein Schluß-Statement?

Gaaaanz schwierig!

Erstens: Ich bin aufgewühlt und verstimmt, dass Eskimo Callboy nicht dabei sein. Beide Songs („Pump It“, „We Got The Moves“) wären eine wahrhaftige Bereicherung des deutsches Finales gewesen.

Es ist sicher souverän, dass in der PK die EC Frage zugelassen wurde, andererseits aus Public-Relations-Perspektive wäre das Weglassen auch nicht empfehlenswert gewesen.

Die Frage wird nicht wirklich beantwortet. Alex hat von ihrem Gefühlen erzählt, Torsten Engel hätte die Radioperspektive erläutern müssen. Naja, das können wir ihn ja noch fragen.

Die Worte von Alex waren wohlüberlegt (Script?) aber am Ende nicht greifbar. Wie ein Flummi, den man nicht fangen kann.

Das Thema „Eskimo Callboy“ wird erstmal bleiben.

Zweitens: Alle sechs Künstler waren mir überaus sympathisch. Jeder Acts kann Deutschland gut in Turin verdreht, was die Personality und die Ausstrahlung und die Spontanität und die Unverstelltheit betrifft.

Mir hat besonders der Mann in dem gelben Hemd gefallen, der sympathisch und schlau gesprochen hat, but that´s just me.

Auch die Begeisterung von Felicia und Eros war ansteckend.

Drittens: Ich habe ja schon gesagt, dass ich zu den Songs noch nichts sagen kann und will, aber in der oberflächlichen Draufsicht sind es sind Six-Shades-Of-Easy-Listening-Adult-Contemporary, vielleicht mit Ausnahme von „Rockstars“. Die Vielfalt, die Alex bei Beschreibung der Bewerbung angedeutet hatte, die fehlt. Kein Schlager, aber auch kein Hardrock, kein Elektro, kein HipHop, keine Experimente.

Soweit mein erstes Fazit. Ich mache jetzt im Laufe des Nachmittags noch die notwendigen Orthographie-Korrekturen und das alles und baue die Videos ein und gleiche die wörtlichen Zitate noch mit dem Stream ab, wenn Eurovision.de ihn online hat.

Und dann habe ich auch Zeit Eure Kommentare zu studieren und zu beantworten.

Ich melde mich also wieder nach dem Lunchbreak. Bis dahin stimmt unbedingt über die Songs ab, wir wollen gerne ein erstes Stimmungsbild einsammeln. Die Umfrage hat DouzePoints hier online gestellt, abstimmen kann man bis 20:00 Uhr.

Und heute Abend sehen wir ja uns schon wieder. Wir werden wir um 21 Uhr den Tag in einen exklusiven ESC kompakt LIVE Revue passieren lassen.

P.S.: Alle Details zu den Künstlern und ihren Songs findet Ihr hier.


514 Kommentare

  1. Emily ließt gerne ESC Kompakt. Hallo 🙂
    Tja…wir sind nicht gerade dafür bekannt positiv mit dem deutschen Act umzugehen.

  2. Unglaublich einfach, wie man sich fast 2h selbst gefeiert hat mit dieser Auswahl. Eine Delegationsleitung und Verantowrtliche, die bei simplen Fragen schwimmen und keine ordentlichen Antworten haben. Die austauschbare , langweilige Songs auswählen. Teilnehmende, die nicht wirken als ob Sie Plan vom ESC haben (und auf das, was sie sich da einlassen).

  3. Nichts für ungut, Emily. Ich mag dich, aber „Soap“ war glaube ich für den ESC nicht die beste Wahl.
    Trotzdem Alles Gute und viel Glück 🙂

  4. Ich lese gerade Kommentare im Internet, da scheinen die EC-Fans richtig böse zu sein, und die Teilnehmer nun recht derbe anzugehen. Tja, Kommunikation 2022.

    • das ist aber ein hausgemachtes problem – hätte man salomonisch vermeiden können ggf. mit aufstockung,also die entscheider,wollte man aber offensichtlich nicht.
      die teilnehmer müssen das nun ausbaden – kennen wir ja bereits aus spanien.
      die entscheider haben auch nicht geschnallt,welcher hype da mit EC über längeren zeitraum eigentlich abgegangen ist – oder haben es bewußt ignoriert?

  5. Emily, ich hoffe du weißt dass der Hate bei den meisten überhaupt nichts mit den Act sondern eher mit den planlosen Verantwortlichen zu tun hat. Ich freue mich für euch alle, dass ihr die Chance kriegt, Leute für euch zu gewinnen… würde mich halt aber auch über ein gutes ESC Ergebnis freuen.

    • Naja planlos war das noch nie, nur ging der Plan eben nicht immer auf. Dieses Jahr wird eben versucht endlich die Radiosender ins Boot zu holen, und das haben die ja hier ganz deutlich gesagt, dafür haben die sich das Mitspracherecht gesichert.
      Das bedeutet eben kurzfristig, dass sowas wie EC eher weniger Chancen hat, dafür wird aber den Teilnehmern eine Woche lang bundesweite Unterstützung gegeben, was – so wohl auch die Überlegung – dann auch bekannteren Künstlern ein Anreiz wäre, nächstes Jahr sich zu beteiligen.
      UNd wie jedes jahr können wir nur schauen, ob das Konzept einigermaßen erfolgreich ist, glücklicherweise sind die Ansprüche für Erfolg nicht ganz so hoch.

      • Vor ein paar Jahren wurde seitens der Fans lautstark gefordert, doch mal was Radiotaugliches zu nominieren. Nun wird genau dies hart kritisiert. Aber der Deutsche braucht das Meckern, Motzen, Stänkern und Besserwissen.

  6. Ich muss zugeben ,ich bin total enttäuscht über die ganze Bekanntgabe und Teilnehmer , und mir fallen spontan gerade um die 100 Künstler ein ,die ich lieber für Deutschland beim ESC gesehen hätte …:(

    ( Ella Endlich , Claudia Brücken ,Juli, IRYS, , Blitzkids, Die Sterne ,Zoe Wees, ,Aly Ryan, Lily amongst clouds, , Glasperlenspiel, etc etc etc

    alles wär mir Lieber

  7. Emily oder Malik, das sind die einzigen, denen ich das Projekt ESC zutraue. Die haben Ausstrahlung und deren Songs sind, wenn gut präsentiert auf der Bühne, geeignet für ein Votingergebnis, das mal nicht mit O Punkten für D ausgeht.

  8. Habe meinen Frust auf Twitter auch mal abgelassen und den EurovisionDE Account getaggt, sollen Sie ruhig lesen was ich von dem Ganzen halte. (Aber wahrscheinlich ist deren Social Media Mensch damit beschäftigt, nicht von „ESKIMO CALLBOY ????“ Kommentaren auf Instagram überflutet zu werden.)

  9. Ich habe die Songs live mitbekommen, da ich aber arbeiten muss und die Kommentare noch nachgelesen hab schreibe ich erst jetzt. Ich bin zufrieden mit der Auswahl. Es sind doch alles relativ gute Songs die man sich anhören kann. Bei Eros hatte ich gute Laune. Felicia ist nicht ganz so meins. Jonas und Mael haben mich am wenigsten erreicht. Emily Roberts ist sehr sympathisch und Soap ist ein eingängiger Uptempo Song. Bei Niko Suave und Team Liebe war ich überrascht und begeistert. Endlich mal was deutsches und ein toller Mix. Aber der Burner für mich war Malik Harris. Das ist genau meins. Großartig. Ich freue mich auf den VE und bin gespannt wie die Bühnenshows und Livedarbietungen werden.

  10. So abwegig finde ich die Idee nicht, dass mal 10-20 esc(kompakt) fans als Team dem NDR schreiben und gerne die Vorauswahl von 944 Teilnehmern übernehmen.
    Wir haben doch gestern erst in der Politik gesehen, dass collaboration sehr wichtig sind( ist kein direkter Vergleich ich weiß)also lieber NDR, 2023 bitte Weiterentwicklung.
    Man kann es jetzt leider nicht mehr ändern, die Jungs und Mädels sind auch sympathisch(zum Teil), aber die Songs sind schwach.
    Wir haben doch vorher auch schon einige andere bessere Songs gehört (Felicia “in your hands” oder Emily”Boys that look like you”), daher ebenso ein Vorschlag, lasst Leute mit 2-3 Songs antreten.
    Dann die Mehrheit entscheiden lassen, welcher Song der beste ist und dann die besten Songs/Artists gegeneinander antreten.
    Das hat damals bei Lena schon funktioniert, setzt aber auch 1-2 Shows voraus.

    • Diese geballte Inkompetenz seitens des NDR in Bezug auf den ESC im Allgemeinen und die arrogante Ignoranz gegenüber Eskimo Callboy im Speziellen macht mich einfach nur fassungslos.

      Schade, dass man das nach gerade mal zwei Jahren schon so klar sagen muss, aber: Die Frau Wolfslast muss aus dieser Position entfernt werden. Erst die spektakuläre Jendrik-Blamage, nun mit Ansage zum nächsten Bottom-Five-Finish.
      Theoretisch war sie doch letztes Jahr in Rotterdam vor Ort und sollte mitbekommen haben, was heutzutage beim ESC zieht (Kantiges, Mutiges) und was nicht (Pop-Meterware). Oder war sie etwa genauso besoffen wie ihr geliebter Jendrik?

      • Malik könnte wenigstens auf 12-15 landen. Das war es aber schon.

  11. Anxiety geht. Der Rest ist für mich ganz böse und ich möchte es bitte nie wieder hören.

    Hoch die Hände, Wochenende!
    Viel Spaß noch damit. Bei ’ner Petition wäre ich eventudel dabei.

  12. Ich habe bis jetzt fast jedes Jahr hinter den Künstler*innen und Beiträgen gestanden…aber was der NDR sich hier erlaubt hat ist eine absolute Frechheit! Wie kann es sein, dass Eskimo Callboy es nicht in den Vorentscheidungen geschafft haben? Leider hören sich die Titel die zur Auswahl stehen alle gleich und austauschbar an! Wirklich sehr schade…für mich hat sich der Vorentscheid damit erledigt!

  13. es wird ‚San Remo Flair‘ versprochen…nicht zu glauben… und was werden wir bekommen? Anstatt ‚italienischem Luxusrestaurant an der Riviera‘ nen miefigen deutschen Imbiss (war mal weiss gekachelt aber über die Jahre nun mit bräunlichem Fettüberzug) wo ins ranzige Fett abgelaufene Tiefkühl-Pommes gekippt werden und ‚das Team‘ das als absolute Luxusware verkaufen will.

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