Live-Blog Schweden: 1. Halbfinale Melodifestivalen 2021

Nu kör vi! Heute beginnt das schwedische Melodifestivalen 2021 mit dem ersten Halbfinale und als allererste Künstlerin des aktuellen Jahrgangs wird Kadiatou (Aufmacherfoto) auf der Bühne stehen. Die heutige Sendung ist der Auftakt zu einer wie immer sechsteiligen Showreihe, in der der schwedische Beitrag für den Eurovision Song Contest gesucht wird: Insgesamt wird es vier Halbfinals geben, eine Andra-Chansen-Runde und ein großes Finale. In jedem Halbfinale treten sieben Acts gegeneinander an – zwei kommen direkt ins Finale, zwei dürfen darauf hoffen, in der „Andra Chansen“ doch noch eines der begehrten Tickets für das Finale zu lösen. Alles, was es zum diesjährigen Melodifestivalen zu wissen gibt, haben wir bereits hier übersichtlich zusammengestellt.


Corona-bedingt kommen in diesem Jahr alle Shows nicht aus großen und gut gefüllten Hallen im ganzen Land, sondern aus dem Stockholmer Annexet. Das erste Halbfinale wird von Christer Björkman und Lena Philipsson moderiert. Alle Macht geht vom Volke aus und so entscheiden allein die per App vergebenen Herzen sowie das Televoting über das heutige Ergebnis.

Diese Beiträge und Acts treten im heutigen Halbfinale an:

  1. Kadiatou – One Touch
    (Joy Deb, Linnea Deb, Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Anderz Wrethov)
  2. Lillasyster – Pretender
    (Isak Hallén, Jakob Redtzer, Martin Westerstrand, Ian Paolo Lira, Palle Hammarlund)
  3. Jessica Andersson – Horizon
    (David Kreuger, Fredrik Kempe, Markus Lidén, Christian Holmström, Jesper Jakobsen)
  4. Paul Rey – The Missing Piece
    (Fredrik Sonefors, Laurell Barker, Paul Rey)
  5. Arvingarna – Tänker inte alls gå hem
    (Stefan Brunzell, Nanne Grönvall, Thomas G:son, Bobby Ljunggren)
  6. Nathalie Brydolf – Fingerprints
    (Andreas Stone Johansson, Etta Zelmani, Laurell Barker, Anna-Klara Folin)
  7. Danny Saucedo – Dandi dansa
    (Danny Saucedo, Karl-Johan Råsmark)

Alle Lieder haben wir bereits in einem Quickcheck genauer unter die Lupe genommen. Einminütige Audio-Schnipsel der Lieder gibt es hier zu hören; 30-sekündige Eindrücke aus den Proben gibt es hier zu sehen. Über den Start des Melodifestivalen haben wir außerdem in unserem aktuellen ESC kompakt LIVE gesprochen.

Das erste Halbfinale des Melodifestivalen 2021 beginnt heute Abend um 20:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und wird hier im Livestream zu sehen sein. Wir bloggen die Show an dieser Stelle live und Ihr habt die Möglichkeit, die Geschehnisse vor, während und nach der Sendung unter diesem Beitrag zu kommentieren.

Welche zwei Beiträge qualifizieren sich aus dem 1. Semi für das Finale des Melodifestivalen 2021? (die Umfrage ist bis 20 Uhr geöffnet)

  • Kadiatou - One Touch (27%, 45 Votes)
  • Danny Saucedo - Dandi dansa (20%, 34 Votes)
  • Arvingarna - Tänker inte alls gå hem (14%, 24 Votes)
  • Jessica Andersson - Horizon (14%, 23 Votes)
  • Paul Rey - The Missing Piece (12%, 21 Votes)
  • Nathalie Brydolf - Fingerprints (11%, 18 Votes)
  • Lillasyster - Pretender (2%, 4 Votes)

Total Voters: 98

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Welche zwei Beiträge qualifizieren sich aus dem 1. Semi für die Andra Chansen des Melodifestivalen 2021? (die Umfrage ist bis 20 Uhr geöffnet)

  • Paul Rey - The Missing Piece (22%, 27 Votes)
  • Jessica Andersson - Horizon (20%, 24 Votes)
  • Danny Saucedo - Dandi dansa (20%, 24 Votes)
  • Kadiatou - One Touch (14%, 17 Votes)
  • Arvingarna - Tänker inte alls gå hem (14%, 17 Votes)
  • Nathalie Brydolf - Fingerprints (8%, 10 Votes)
  • Lillasyster - Pretender (2%, 3 Votes)

Total Voters: 66

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Hallo und guten Abend alle zusammen. Es sind nur noch zwei Minuten bis zum Start. Ich hoffe, Ihr habt Euch alle Knabbereien und einen guten Tropfen bereitgestellt, dann kann es ja gleich losgehen.

Sehr interessant finde ich übrigens die Umfrage-Ergebnisse. Ihr sehr Kadiatou und Danny direkt im Finale, Paul Rey und Jessica Andersson in der Andra Chansen. Ich glaube ja, das Arvingarna auf jeden Fall auch weiterkommt, aber wir werden sehen…

Die Sendung startet. Viel Spaß alle zusammen. Ich freue mich auf Eure Kommentare. Wir geben als zweiköpfige Frankfurter Jury für jeden Beitrag bis zu 10 Punkte pro Person, also maximal 20 Punkte pro Beitrag. Ihr könnt Euch in den Kommentaren gerne anschließen.

Es geht los mit einem sehr schönen Einspieler, der unterschiedliche Menschen zeigt und eine klare Botschaft hat: Nichts stoppt das Mello! Wahre Worte…

Danach geht es gleich ganz Mello-typisch mit einem Auftritt von Moderatorin Lena Philipsson los. Ihr „Det göt ont / It hurts“ fand ich damals beim ESC ja klasse, da habe ich das Melodifestivalen noch nicht so intensiv verfolgt.

Christer und Lena grooven sich erstmal ein bisschen ein, sie erklären uns das Voting. Die Bühne sieht wirklich toll aus! Klar, die Atmosphäre ist natürlich eine andere ohne Publikum und ohne Luftballons – aber trotzdem sieht das alles ganz großartig aus. Es folgt ein weiterer Einspieler, der zeigt, wie Lena zum Melodifestivalen gerufen wurde und sich ganz schnell in Schale schmeißen musste – hat geklappt, sie sieht toll aus!

…und dann geht es auch schon los mit der ersten Künstlerin (und meiner Favoritin nach den Schnipseln):

1. Kadiatou – One Touch

Kadiatou tritt ganz in weiß auf und hat vier Tänzerinnen dabei. Leider ist sie stimmlich nicht 100% auf der Höhe. Der Song ist aber extrem modern und die Performance gut. Dieser elektronische, eher kühle Auftritt passt perfekt in diese sterile Bühnenumgebung, die fast ein bisschen was von einer Benjamin-Ingrosso-Video-Optik hat. „One Touch“ könnte ein Hit werden, live ist es aber ausbaufähig.

Punkte: 12/20.

Sehr schön finde ich die Idee, die Songwriter, die ja leider nicht live vor Ort sein dürfen, sich selbst vorstellen zu lassen. Das ist sehr wertschätzend.

Wertgeschätzt wird übrigens auch die schwedische Hauptstadt Stockholm, die wir hier jeweils in den kurzen Postkarten zu sehen bekommen – neben den jeweiligen Interpreten natürlich.

2. Lillasyster – Pretender

Die Rockband beginnt ihren Auftritt relativ ruhig, fast schon zahm, aber Feuer gibt es immerhin schon. Nach dem ersten Refrain geht es dann aber so richtig los. Laut, lauter und dann wieder der melodische Refrain. Hier vermisst man natürlich das abrockende Publikum. „Pretender“ schreit nach einem großen Stadion und dürfte genau die richtige Mischung haben, um sowohl Freunde der härteren Musik anzusprechen als auch Leute, die auf Schlager-Refrains stehen. Vielleicht geht’s für Lillysyster ja doch weiter?

Punkte: 8/20.

3. Jessica Andersson – Horizon

Jessicas Outfit trägt etwas auf, Guido Maria Kretschmer würde sagen: „Das tut nichts für dich“. Jetzt sehen wir aber auch, warum es so üppig aussehen muss – die Tänzer entrollen Stoffbahnen, mit denen sie in bester Sertab-Erinnerung um Jessica herumtanzen. Leider ist „Horizon“ wirklich nicht stark: Ein ganz nettes Liedchen und die Keychanges funktionieren, aber erst kurz vor Schluss packt einen der Song so richtig. Stimmlich aber natürlich top.

Punkte: 14/20.

4. Paul Rey – The Missing Piece

Paul Rey nutz die Bühne jetzt mal anders. Er steht an einem Mikrofon, das von der Decke hängt und das Bühnenbild kommt ohne viel Schnickschnack aus – zumindest in der ersten Strophe. Einfache orangefarbene Formen, später kommen auch noch orangene Lichtkegel dazu. Zwischendurch wirkt es so, als würde das Fernsehbild wie ein Puzzle auseinanderfallen. Dieser Song gewinnt wirklich sehr durch das gute Staging. Pauls Gesang wirkt sehr ehrlich und es tut der Nummer sehr gut, dass sie nicht überfrachtet wurde.

Punkte: 15/20.

5. Arvingarna – Tänker inte alls gå hem

Douze Points hatte schon angekündigt, dass sich Arvingarna in Sachen Inszenierung bei Guy Sebastians ESC-Auftritt bedient haben. Er hatte Recht, das wirkt fast 1:1 identisch. Nur dass der Song heute nicht ganz so gut ist. „Hausmannskost“, könnte man wohl sagen, aber so ein klassischer Dansbandschlager kommt in Schweden ja dann doch gerne mal ganz gut an. Dürfte sicher auch der Song mit dem größten Ohrwurmpotenzial bislang sein.

Punkte: 9/20.

6. Nathalie Brydolf – Fingerprints

Die Inszenierung ist sehr schön, zurückgenommen, und es sieht durch die gut durchdachte Beleuchtung fast so aus, als würde Nathalie auf einer riesigen Bühne stehen. Sie singt im weißen Kleid, sieht toll aus und singt sehr schön. Jetzt kommt das große Aber: Leider ist „Fingerprints“ ein Hauch von nichts, tut nicht weh, aber ist auch sofort wieder vergessen.

Punkte: 10/20.

7. Danny Saucedo – Dandi dansa

Danny hat sein Outfit offenbar selbst gebatikt – kann man machen, muss man aber nicht. Wenn man der Postkarte glauben kann, scheint er nun aber sowieso etwas hipster-alternativ unterwegs zu sein und insofern ist das Outfit dann doch wieder authentisch. Das Staging ist jedenfalls sehr kreativ und etwas ganz Besonderes: Wir bekommen lange Zeit nur eine einzige Kameraeinstellung zu sehen, Danny und zwei Tänzer bewegen sich in einer Art Quader aus Kartons. Der Bühnenboden bewegt sich und fast hat man den Eindruck, als würde man einer optischen Täuschung aufs den Leim gehen. Das ist schon toll gemacht, man achtet aber eigentlich mehr darauf, was passiert als auf den Song. Vermutlich aus gutem Grund.

Punkte: 11/20.

Wir sehen den ersten Schnelldurchlauf. Wenn es nach uns ginge, würde es also so ausgehen: Paul & Jessica ins Finale; Kadiatou & Danny in die Andra Chansen. Wird wohl nicht so kommen, aber schauen wir mal.

Das Voting für die erste Runde ist schon abgeschlossen. Zur Erinnerung: Fünf Songs kommen jetzt in die zweite Runde, dann wird nochmal abgestimmt. Während die Herzen und Stimmen ausgezählt werden, sehen wir Lena als Bühnenarbeiterin, Schneiderin und Reinigungskraft bei den Vorbereitungen für die heutige Show.

In der nächsten Runde sind:

  • Arvingarna
  • Jessica Andersson
  • Paul Rey
  • Danny Saucedo
  • Lillasyster

Nathalie und Kadiatou sind damit also leider raus. Jetzt geht’s in die nächste Abstimmungsrunde und den zweiten Schnelldurchlauf.

Als Pausenact sehen wir nun einen Einspieler aus dem Melodifestivalen-Archiv mit schönen Rückblicken in die Geschichte und Christer als lebensechter Statue von ihm selbst. Lena und Christer sitzen jetzt in schicken alten Sesseln und unterhalten sich. Dann darf Lena nochmal singen.

Jetzt wird es schon ernst. Der erste Beitrag für das Finale ist…. DANNY SAUCEDO – DANDI DANSA! Herzlichen Glückwunsch! Er darf jetzt auch gleich nochmal ran und seinen Song nochmal singen.

Der erste Beitrag für die Andra Chansen ist…Paul Rey – The Missing Piece. Ebenfalls in die Andra Chansen kommen Lillasyster – Pretender.

Arvingarna – Tänker inte alls gå hem kommen auch direkt ins Finale und damit ist Jessica Andersson ausgeschieden.

Jetzt am Ende ging alles super schnell. Herzlichen Glückwunsch an alle Qualifikanten! Arvingarna dürfen jetzt natürlich auch nochmal ran und wir verabschieden uns damit für heute Abend.

Schön, dass Ihr alle dabei wart! Wir sehen uns nächsten Samstag wieder, wenn ihr mögt und jetzt läuft noch der Live-Blog Litauen. Kommt gerne noch mit rüber. Schönen Abend Euch allen noch!


268 Kommentare

  1. Ehm interessant. Hatte überlegt, ob von Avir und Jessica nur einer weiterkommt, aber die anderen empfand ich als noch unwahrscheinlicher.

  2. ich finde die art wie die schweden das ausselektieren ziemlich ungeil – da stehen am ende zwei acts – der eine kriegt das finale – der fährt nach hause.

  3. Sehr gute Entscheidung heute Abend! Rocker im AC und Arvingarna direkt im Finale. Und somit die beiden schwedischsprachigen Lieder im Finale dabei.

  4. Schade um Jessica, das hat sie nicht verdient! Lillasyster in der Ehrenrunde ist die größte Überraschung! Leider haben irgendwelche Banausen die Jungs auf den letzten Platz in den beiden Umfragen gewählt!

  5. Jessica Andersson nur Platz 5? Hätte ich nicht gedacht …

    Dafür Arvingarna im Finale – super 😀

    Interessant ist, dass die beiden schwedischsprachigen Lieder direkt ins Finale eingezogen sind.

  6. warum machen die schweden immer so ein geheimnis um die songs?
    wollte eben bei youtube „Nathalie Brydolf – Fingerprints“ mir noch mal in ruheanhören,tja muß ich wohl noch warten.
    deutschland macht das auch so in letzter zeit – da kommt man echt ins grübeln weil das kontraproduktiv ist.

      • Mal davon abgesehen, finde ich seinen Song und auch seine Performance wirklich gut. Witzige Performance.

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