Live-Blog Schweden: Finale Melodifestivalen 2020

London EP18 Behind The Scenes Felix Sandman Sweden overlooking Leicester Square

Anna Bergendahl oder Dotter? Oder schaffen es doch die Tel-Aviv-erfahrenen Mamas oder gar Geheimtipp Felix Sandman (Foto von LEP 2018)? Selten in den letzten Jahren war das Rennen offener, wer für Schweden zum ESC fahren darf. Hier unser Live-Blog zum Nachlesen.

Das Mello nochmal zu erklären, ist fast müßig. Über keinen internationalen Pre-Selection-Wettbewerb haben wir auf ESC kompakt intensiver berichten.

Melodifestivalen2020
Foto: Melfest Live

In vier Halbfinalshows und einer Hoffnungsrunde hat die schwedische Televoting-Öffentlichkeit das folgenden Starterfeld (aus)gewählt (Reihenfolge Sonnenkönig-Style von Mello-God Christer Björkman bestimmt):

1. Victor Crone – Troubled Waters

2. Paul Rey – Talking In My Sleep

3. The Mamas – Move

4. Mohombi – Winners

5. Hanna Ferm – Brave

6. Mendez feat. Alvaro Estrella – Vamos Amigos

7. Dotter – Bulletproof

8. Robin Bengtsson – Take A Chance

9. Mariette – Shout It Out

10. Felix Sandman – Boys With Emotions

11. Anna Bergendahl – Kingdom Come

12. Anis Don Demina – Vem e som oss

Nur einmal wird schwedisch gesungen – ganz am Ende der zwölf Mello-Finalhits 2020, die übrigen elf Starter singen alle in Englisch (Mendez auch in Spanisch). Alle Details zur Startreihenfolge und die zugehörigen Clips findet Ihr in dieser Übersicht von Douze Points.

Dort könnt Ihr auch weiter abstimmen, wer Euer Favorit ist. Mit solidem Abstand führt bei Euch derzeit Dotters „Bulletproof“ vor zwei Acts mit ESC-Erfahrung: Anna Bergendahl (im Lena-Jahr 2010 in Oslo nicht fürs Finale qualifiziert) und The Mamas, die im letzten Jahr gemeinsam mit John Lundvik in Israel einen exzellenten fünften Platz erreichten. Witzigerweise ist das Wort „Bulletproof“ auch ein Keyword im Songtext der Mamas. Die Welt der Wörter ist klein.

Euer Favoritentableau ist nicht weit weg von den Wettquoten. Dort führt ebenfalls Dotter mit großem Abstand (51% winning chance), mit größerem Abstand dahinter The Mamas und dann Anna nahezu gleichauf. Das bei Euch viertplatzierte, cool-kantige „Boys with Emotions“ von Cutie Felix Sandman (Aufmacherbild) rangiert bei den Buchermachern an fünfter Stelle.

Melodifestivalen 2020: Wer ist Dein Favorit im Finale?

  • Dotter – Bulletproof (34%, 247 Votes)
  • Anna Bergendahl – Kingdom Come (20%, 145 Votes)
  • The Mamas – Move (12%, 87 Votes)
  • FELIX SANDMAN – Boys With Emotions (10%, 72 Votes)
  • Robin Bengtsson – Take A Chance (8%, 58 Votes)
  • Hanna Ferm – Brave (5%, 35 Votes)
  • Anis Don Demina – Vem e som oss (3%, 24 Votes)
  • Victor Crone – Troubled Waters (3%, 23 Votes)
  • Paul Rey – Talking In My Sleep (3%, 19 Votes)
  • Mariette – Shout It Out (1%, 11 Votes)
  • Mohombi – Winners (1%, 8 Votes)
  • Mendez feat. Alvaro Estrella – Vamos Amigos (1%, 7 Votes)

Total Voters: 736

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Es bleibt spannend, denn während in den Vorrunden bislang ausschließlich die schwedischen Televoter entscheiden, kommen im Finale die Hälfte der Punkte von acht internationalen Jurys, die das Ergebnis repräsentativer und damit erfolgversprechender machen sollen.

Australien
Armenien
Frankreich
Island
Israel
Malta
Niederlande
Österreich

Jede „Auslandsjury“ hat fünf Mitglieder. Das Gastgeberland Niederlande stimmt mit ab, Deutschland wieder nicht, dafür Österreich. Am längsten nonstop im Juryportfolio ist Frankreich dabei (seit 2010 ununterbrochen).

Deutschland ist seit 2015 nicht mehr in die schwedische Jury berufen worden. Im Ann Sophie Jahr hatte Christer in einer Pre-Show im schwedischen Fernsehen, in der die Videoclips bewertet wurden, dass der ESC in Deutschland stattfinden würde, falls Australien sich in Wien durchsetzt (Guy Sebastian wurde zu dieser Zeit als Favorit gehandelt). Ob das tatsächlich schon ausgemachte Sache war, verliert sich in den Nebeln von Norwegen, aber Christer hat´s als abgemacht verkündet und daraufhin gab es eine formale Beschwerde der deutschen Delegation bei der EBU. Danach wurde Deutschland in keinem Jahr mehr in die schwedische Expertenjury berufen (zuvor regelmäßig). Ein Schelm, wer da einen Zusammenhang feststellt.

Mit der Tatsache, dass eine deutsche Jury heute in Finnland mitvotet, hat das Übergehen von Deutschland nichts zu tun. Mehrere Länder reden heute sowohl in Finnland als auch in Schweden mit.

Nicht nur (mehr oder weniger) bekannte internationalen Juroren, auch drei ESC-kompakt-Blogger sind (mit Entourage) in Stockholm vor Ort (Benny, Douze Points, Maxi) – und erstmals gibt es ein ESC-kompakt-Lesertreffen und zwar drei Stunden vor Mellostart in der Rooftopbar ganz oben im Hotel Scandic Continental in der Vasagatan 22, direkt gegenüber vom Hauptbahnhof. Alle Details findet Ihr hier. 

Stockholm ESC kompakt Lesertreffen 2020 Let your spirit fly

Eine ganze Reihe von ESC kompakt Leserinnen und Leser sind unserer Einladung gefolgt, hier einige Impressionen…

Douze Points Kommentar dazu: „Frauenquote (fast) erfüllt!“

Stockholm ESC kompakt Lesertreffen 2020 Let your spirit fly Rainer Rafa und eine FrauStockholm ESC kompakt Lesertreffen 2020 Rooftop Bar Scandic ContinentalStockholm ESC kompakt Lesertreffen 2020 mit Maxi Mitte und Benny rechts Rooftop Bar Scandic Continental

Folgendes Voting gab es beim Lesertreffen (gerade durchgegeben vom Chef):

Wunsch:

Anna 5x
Robin 3x (Robin???? Really????)
The Mamas, Anis und Dotter je 1x

Prognose:

Dotter 9x
Anna 1x
Robin 1x

Als Hinwendung an die (überraschende Anzahl) Robin Voter hier noch ein chices unveröffentliches Bild, das ich von ihm in London gemacht habe:

LEP 2017 London Eurovision Party 2017 Robin Bengtsson Leicester Square RubyBlue

Für seine Verhältnisse schaut er sogar ganz entspannt. He´s cute, I give you that!

Einmal habe ich Robin bei unseren zahlreichen Photo Ops sogar zum Lachen animiert, das war hier (bei EiC in Amsterdam):

BTS EiC 2017 Amsterdam Anja Nissen laughs with Robin Bengtsson

Um Robin locker zu machen, ist weibliche Unterstützung also ganz hilfreich…

Wir nehmen Robin hiermit in den Favoritenkreis auf – neben Dotter, Anna, Felix und The Mamas. Spannender und offener war ein Mello Ausgang selten in den Christer Jahren.

Ich freue mich wie verrückt auf diesen Liveblog-Abend mit Euch, erst Recht auch, weil sich die SVT-Verantwortlichen erfreulicherweise (anders als in Dänemark) entschieden haben, die Liveshow wie geplant mit Publikum stattfinden zu lassen.

Als weiteren Teaser, der Euch ein wenig „behind the scenes“ führt, hier noch eine Bildimpression, die Douze Points und Maxi bereits am Donnerstag aus Stockholm geschickt haben, als sie sich an unbekanntem schwedischen Ort zu sehr fortgeschrittener Zeit auf das Mello eingestimmt haben:

Stockholm Mello 2020 ESC kompakt Douze Points und Maxi

Ist das da im Background Kikki Danielsson? Das verliert sich in den Nebeln von Norwegen. Auf jeden Fall ist am oberen Bildrand eine der Dotter Discokugeln zu sehen.

Es kann losgehen, das Team ESC Kompakt goes Mello hat sich auf den Weg zur Friends Arena gemacht:

Stockholm ESC kompakt Lesertreffen 2020 Aufbruch zur Friends Arena 1Stockholm ESC kompakt Lesertreffen 2020 Aufbruch zur Friends Arena 2

Im fernen Hamburg stimmt sich derweil Blogger Peter in Harvestehude auf den Vorentscheid aller Vorentscheide ein:

Candystore White Wine Gerolsteiner Rainbow Love und Katjes Katjes Kafjes

Jungs, ich wäre gerne bei Euch in der Friends Arena, freue mich aber auch sehr auf den Live-Blog unter Freunden – dem festlichen Anlaß entsprechend mit dem passenden Getränk aus dem Hause Laurent-Perrier:

Mello Pre-Party 2020 Laurent-Perrier 1

Mello Pre-Party 2020 Laurent-Perrier 2

Derweil sind unsere „Listen to your heartbeat“ Freunde in Stockholm in der Friends Arena eingetroffen:

Mello 2020 Team ESC kompakt at Friends Arena

Maxi und Douze Points schicken erste Bilder aus der Friends Arena:

Mello 2020 Atmo Friends Arena

Gut, dass ist jetzt kein Vergleich mit der ganz speziellen und ganz besonderen Astor Film Lounge in Hamburg (incl. Stehpult), ist aber auch ganz nett in Stockholm…

Mello 2020 Atmo Greenroom

Douze Points informiert ergänzend über die Verpflegung im Green Room (Nr. 10 bedeutet wohl, dass wir hier den Obstkorb von Felix sehen).

Während die letzten Minuten bis zur Liveshow anbrechen, erfahren wir – breaking – aus dem benachbarten Finnland, dass Reinhard Ehret (OGAE) für die deutsche Jury beim finnischen VE UKM am Start ist:

UKM 2020 Jury mit Reihard Ehret und William Lee Adams

Auch neben Reinhard hinaus entdecken wir in der UKM Jury bekannte Gesichter. Sieht ganz danach aus, als hätten die Mädels und Jungs in Finnland auch schon das eine oder andere Glas Prickelgetränk getrunken…

Wir grüßen freundlich nach Helsinki und zählen die letzten Minuten bis zum Mello Festivalstart!

Den SVT-Livestream findet Ihr hier.

Hearbeat, you make feel so weak

Es geht los. Mello Vorjahressieger John Lundvik darf in das größte Live-Event des schwedischen Fernsehjahres einführen.

Das Intro ist schon mal SENSATIONELL. Die drei ModeratorInnen stellen alle zwölf Acts in einer Art Operetten-Inszenierung mit Sprechgesang vor. Top top top – stylish und funny und temporeich und sehr originell.

 

1. Victor Crone – Troubled Waters

Victor hat schon gewonnen. „Troubled Waters“ ist ein großer Radiohit in Schweden und nach seiner ESC Finalteilnahme für Estland eine logischer guter nächster Karriereschritt in seiner schwedischen Heimat.

Der hymnische Top-40-Popschlager sorgt von Anfang an für gute Stimmung, animiert zum Mittanzen und ist mit starkem blau/schwarz und weiß Kontrast schlicht aber sehr clever inszeniert. Victor tanzt so wie heterosexuelle Männer eben tanzen, wenn sie gut getrunken haben oder tanzen müssen, weil ihre Freundinnen darauf bestehen (z.B. auf Hochzeiten), sehr sexy.

Von mir gibts 8/10 Punkten. (Ihr Lieben, bitte gewöhnt Euch gleich von Anfang an dran, dass ich in Sverige mit Punkten sehr großzügig bin.)

 

2. Paul Rey – Talking In My Sleep

Hinsichtlich der dramaturgischen Inszenierung und der Farbgebung ist der Auftritt von Paul dem von Victor nicht unähnlch. Da sich die Songs aber stark voneinander unterscheiden, ist das von untergeordneter Bedeutung.

Der balladeske Midtempo Song ist catchy und powerful, Paul hampelt mir etwas zu übertrieben auf der Bühne herum, kommt aber sehr sympathisch rüber und sieht darüber hinaus noch cute aus.

Bei mir sinds 7/10 Punkten.

 

3. The Mamas – Move

The Mamas gehören bekanntlich zum relevant set der Favoriten, aber der Startplatz ist nicht sonderlich hilfreich.

Der Auftritt erinnert mich an wenig an den Musicalklassiker „Dreamgirls“, auch stimmlich liefern die Damen auf diesem Level ab, aber der Song ist logischerweise eher hymnisch-schlageresk als ein klassischer „Showtune“.

Tolle Bridge, tolles Finish, sehr emotional rübergebracht, wunderbar pathetische Lichtregie. Von mir gibts 10/10, logo.

 

4. Mohombi – Winners

Mohombi hat 100 Mio. spotify Streams erfahren wir in der Anmoderation. Das ist viel, oder?!?

Wow, und der Pulli in der MAZ ist klasse. Weiße Baumwolle mit ganz vielen Symbolen in schwarz drauf (Peace-Diamant-Trompete-Schneeflocke-usw.-usw.), echt super.

Wiewohl die vier TänzerInnen den gefälligen Midtempo-Song wirkungsvoll aufpeppen, ist der Song von dem, was wir heute angeboten bekommen, im letzten Drittel anzusiedeln, findet ich.

Mohombi präsentiert „Winners“ solide, aber es fehlen Ecken und Kanten, es fehlt das Besondere.

Alles in allem 5/10.

5. Hanna Ferm – Brave

Auch in Schweden gibt´s was von Laurell Barker zum Auswählen. Hanna sieht fantastisch aus, aber „Brave“ ist eher Hausmannskost. Ich hätte das nicht im Finale gesehen, da haben sich stärkere Songs nicht qualifiziert.

Der schwedische Akzent von Hanna ist süß und die Bildregie aber vor allem auch das grün-blaue megakurze Glitzerkleid geben gute mitreissende Euphorie-Signale, aber der Titel bleibt im Wettbewerbsumfeld durchschnittlich.

Aber wegen der guten optischen Umsetzung gibts von mir 7/10.

 

6. Mendez feat. Alvaro Estrella – Vamos Amigos

A little bit of salsa. Alvaro sieht außerdem toll aus. Sowas spielt für mich zwar keine Rolle, aber trotzdem…

Die Tätowierungen von Mendez hingegen mitten im Gesicht unter den Augen finde ich eher anstrengend. Mendez hat bereits einen Mello Klassiker abgeliefert und auch „Vamos Amigos“ wird in den nächsten Jahren eine steady rotation auf Mello-Partys erleben.

Mendez rappt zwischendurch spanisch, richtig? Die Halle geht gut mit, das ist ein Feelgood-Hit ohne Anspruch auf mehr. I like und Alvaro tanzt super, meine Herren.

Symphisch aber nicht so stark, als das man maximal geflasht wäre: 7/10.

 

7. Dotter – Bulletproof

Jetzt also die große Favorit, sowohl bei den ESC kompakt Siegern als auch bei den Wettbüros.

Dotters starke, ganz leicht rauchige Stimme reißt den Zuhörer von Anfang an mit. Der großartig eingängige Popsong kommt in 30 Sekunden auf den Punkt, der Chorus ist eindringlich, ganz groß.

Und die Inszenierung ist – wie schon vielfach geschrieben – gleichermaßen einfach wie effektiv. Großes Kino. Die roten Laser reflektieren grandios auf den aufgeklebten Minispiegel-Applikationen auf Dotters Oberteil und das Star-Wars-ähnliche „Lichtschwert“, was sehr überzeugend in die Präsentation eingebaut ist, ist breathtaking.

10/10.

 

8. Robin Bengtsson – Take A Chance

Direkt nach Dotter also der plötzliche Rocketman vom ESC kompakt Lesertreffen, der bereits bewiesen hat, dass er Schweden souverän im ESC vertreten kann/wird. Sein fünfter Platz 2017 in Kiew war wohlverdient.

Robin fliegen bereits die Herzen zu „just for being there“. Die Inszenierung focussiert auf ihn und das ist – wie schon bei Victor – wirkungsvoll und überzeugend. Zwei hellblaue Tanzsilhouetten rechts und links vom Robin werden auf einen schwarzen Background projeziert, dazwischen Robin in schwarzer Jeans, weißem T-Shirt, darüber ein weit geöffnetes weißes Hemd. Schlicht und superlässig.

Aber „Take a chance“ ist sein bislang schwächster Mello Song. Toll und einzigartig performt, lässig und gewinnend präsentiert, aber kein Erstliga-Titel.

8/10.

 

9. Mariette – Shout It Out

Wie Robin hat Mariette mehrere Mello-Erfahrungen, war aber anders als Robin noch nicht für Schweden beim internationalen Wettbewerb. Daran wird sich auch 2020 nichts ändern, ihr diesjähriger Song bleibt hinter dem grandiosen „A million years“ zurück.

Was nicht heißt, dass „Shout It Out“ ein schwacher Titel ist, ganz im Gegenteil, „Shout it out“ hat eine mitreissende treibende Kraft und Mariette präsentiert ihn dynamisch, abwechselungsreich und makellos. Text und Performance passen super zueinander und auch zu Mariette. Stark ist auch der Moment, wenn sie selbst zur Guitarre greift.

Hier hat die Inszenierung aus dem Song das maximale rausgeholt.

9/10.

 

10. Felix Sandman – Boys With Emotions

Felix Sandman ist im diesjährigen Portfolio derjenige, der am stärksten polarisiert – beim Autor dieser Zeilen ganz deutlich in die Plus-Richtung.

„Boys With Emotions“ ist der modernste Song im LineUp mit der stärksten Alleinstellung. Die Inszenierung passt brilliant zum Titel und auch zu Felix selbst, der zwar etwas unnahbar/cool aber keinesfalls distanziert rüberkommt.

Der Rhythmus ist magisch, die Stimmwechsel von Felix wirken eindrucksvoll. Und es ist eine Inszenierung auf Dotter-Level, die Lichtregie folgt den Tempowechseln des Songs packend. Der rote Lichtbalken im Background, quasi ein „roter Faden“, gibt der Performance etwas edles, elegantes, stimulierendes.

I like a lot. 10/10.

 

11. Anna Bergendahl – Kingdom Come

Der erste Ton erklingt und schon bin ich dabei. Anna hätte die zweite ESC Chance soooooo verdient und sie hat einen fantastischen Song am Start – eingängig, mitreissend, groovy, Instant Appeal bis zum Anschlag.

„This time I´ll be winning.“ Das wäre ihre zu wünschen, wiewohl der Wettbewerb stark ist.

Zu den Tänzern muß ich hier nichts schreiben, oder?

Die Lichtregie ist grandios, speziell die Totalen. Mein Eindruck: Dieser Auftritt ist nochmal deutlich stärker als im Semi.

11/10

Max whatsappt, dass die Arena „fast zusammengefallen“ ist bei Anna. Maxi, I keep my fingers crossed.

 

12. Anis Don Demina – Vem e som oss

Hier fehlt mir ein wenig der Zugang. Ich lese, was alles für diesen Song spricht und finde das dann nachvollziehbar, allein, wenn ich das Package live sehe, springt bei mir der Funke nicht so rüber. Obwohl ich supersympathisch finde, dass „Vem e som oss“ der einzige Titel im Angebot in Landessprache ist.

Die Aminmation mit Zeitschriftencovern ist sehr gut, aber Anis davor in seinem gewöhnungsbedürften goldenen Plüsch-Frottee-Jogging-Ensemble hat ein bissel was gestriges – trotzdem Rap ja in diesen Zeiten die kommerziell erfolgreichste Pop-Kategorie ist.

Was mir sehr gefällt: Anis geht richtig aus sich raus und tanzt, als gäbe es kein Morgen. So eine Hingabe steckt an.

7/10 (weil mir der Song nicht ganz so gut gefällt, Anis selbst hat was gewinnendes)

 

Der erste Schnelldurchlauf bestätigt meine hier spontan niedergeschriebenen Beobachtungen – allein, ich könnte überall NOCH POSITIVER sein, speziell Robin aber auch „Brave“ gefallen mir beim Schnelldurchlauf besser als in der „long version“. Aber Dotter und Anna ragen heraus, dabei bleibts.

Wow, der (erste) Pausenact des Moderationstrios ist einmal mehr awesome-amazing. Eine Art „Vogue“ mit Schlagerappeal in 70er Jahre Outfits. „Pose“ (Netflix) lässt grüßen. Strike a pose.

Die Blogger melden sich via WhatsApp aus der Halle. Team Anna – ganz klar.

Die Jurywertungen beginnen, Israel fängt an.

Israel: 10 Punkte an Dotter, 12 an Anna.

Cutie Marvin Dietmann verliest die Punkte aus Österreich: 10 Punkte an Shout It Out, 12 Punkte an Anis. Österreich hallo?

Armenien: 10 Punkte für Take a Chance, 12 Punkte für Move.

Alles bunt gemixt, spannend.

Australien (Paul Clarke): 10 Punkte für The Mamas, 12 Punkte an Dotter.

Malta: 10 Punkte für Bulletproof, 12 Punkte an The Mamas.

Move übernimmt die Spitzenposition.

Selma für Island: 10 Punkte für Anna, 12 Punkte für Dotter.

Die Jury aus Island ist Wettbüro-kompatibel.

Bruno Berberes für Frankreich, natürlich: 10 Punkte für Talking in my sleep, 12 Punkte für Mariette.

Getty Kaspers (Teach In) für die Niederlande: 10 Punkte an Anis, 12 Punkte an Felix.

Wow, ist das spannend.

Hier das Tableau nach dem Juryvoting:

Bulletproof 65
Move 65
Boys with Emotions 53
Kingdome come 46
Shout it out 42
Vem e som oss 40
Take a chance 35
Talking in my sleep 35
Brave 25
Winners 20
Vamos Amigos 19
Troubled Waters 19

War´s das für Anna? Bitte nicht, Schweden! Bitte bitte nicht.

Das Publikumsvoting wird jetzt übrigens „ESC-style“ vorgelesen, also orientiert am Juryranking von unten nach oben, d.h. die ersten Punkte für „Troubled Waters“, dann „Vamos Amigos“ usw.

In der Blogger WhatsApp-Gruppe ist die Hölle los, auch in Dänemark und Finnland läuft es nicht so wie erhofft/gewünscht. Die ersten nicht-zitierfähigen Kommentare fallen.

In der Friends Arena singt eine ältere Dame eine schwedischsprachige Adaption von „Too late for love“.  Sie heisst Babbe Larsson (Danke Douze Points) und ihr schwedischer Wikipedia-Eintrag ist sehr lang, sie ist vor allem als Schauspielerin und Comedian in Schweden eine große Nummer.

Schweden, wir haben ein Resultat! Brrrrrrrrrr.

Anna, Anna, Anna.

Melodifestivalen 2020 Tableau vor Bulletproof Points Televoting

Bulletproof 65 + 71
Move 65 + 72
Boys with Emotions 53 + 14
Kingdome come 46 + 61
Shout it out 42 + 9
Vem e som oss 40 + 42
Take a chance 35 + 28
Talking in my sleep 35 + 33
Brave 25 + 69
Winners 20 + 6
Vamos Amigos 19 + 21
Troubled Waters 19 + 38

Es reicht nicht. Anna ist Dritte.

Dotter muß bis zum Ende zittern. Die zuletzt für sie verlesenen Punkte reichen nicht für den Sieg. Ein Punkt hat gefehlt. The Mamas, Sieger beim Publikum und gemeinsam mit Dotter auf Augenhöhe bei den Jurys, setzen sich mit einem Punkt mehr vom Publikum.´auch kumuliert durch. The Mamas holen sich den Sieg und vertreten Scheden zum zweiten Mal in Folge beim internationalen ESC für Schweden. Congrats, Ladies!

Wow, war das spannend!

Ja, wir haben zugesehen, sie kamen, sie siegten.

 

Hier das Gesamtresultat:

1. The Mamas 137 P
2. Dotter 136 P
3. Anna Bergendahl 107 P
4. Hanna Ferm 94 P
5. Anis Don Demina 82 P
6. Paul Rey 68 P
7. Felix Sandman 67 P
8. Robin Bengtsson 63 P
9. Victor Crone 57 P
10. Mariette 51 P
11. Mendez ft. Alvaro Estrella 40 P
12. Mohombi 26 P

Hier könnt Ihr über „Move“ abstimmen. Es war mir eine Ehre, Euch bei diesem Live-Blog zu begleiten. May The Force Be With Us.



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415 Comments
Matty
Matty
6 Jahre zuvor

Das wird ein spannendes Finale und ich denke, es läuft auf den Dreikampf Anna, Dotter und The Mamas hinaus. Robin Bengtsson wäre auch akzeptabel, doch wen man das schwedische Publikum mit berücksichtigt, könnte Felix Sandman für eine Überraschung sorgen. Lch hoffe aber, daß ein Sieg für ihn nicht eintritt.

Deutschland stimmt deshalb nicht bei den Auslandsjuries nicht ab, weil es bereits in Finnland involviert ist (UMK). Außerdem denke ich auch, daß Schweden es uns übelnimmt, daß eir 2018 einmal besser beim ESC abgeschnitten haben.

Indigo
Indigo
6 Jahre zuvor

Ich finde, dass der Song von den Mamas eine gute Ergänzung zum bisherigen wäre. Das Rennen ist aber ziemlich offen. Gewinnen wird Schweden jedenfalls nicht.

Böörti01
Böörti01
6 Jahre zuvor

Ich bin mal mutig: Könnte mir tatsächlich sogar vorstellen, dass vielleicht Anis das Televoting gewinnt, die Jurys dann aber das Ding drehen und die – aus meiner Sicht richtige, weil erfolgsversprechendste – Entscheidung zugunsten von Dotter drehen. Die Magie, die von Anna Bergendahl ausgehen soll, kann ich leider nicht ganz nachvollziehen und schätze sie nicht so wahnsinnig hoch ein. Für mich spielt da viel zu viel mit rein, dass man ihr – jetzt auch noch mit dieser von vielen so glorifizierten Tänzertruppe – eine zweite Chance geben möchte. Aber wer weiß, vielleicht macht dieser emotionale Effekt ja sogar den Ausschlag aus.

Warum stimmt Deutschland „aus bekannten Gründen“ nicht in einer Jury mit ab? Wegen ihres in der Vergangenheit schlecht bewiesenen Geschmacks? Weil sie schon in Finnland mit in der Jury sind? Wegen Animositäten zwischen den Verantwortlichen?

Ich hoffe auch, dass Boris Milanov nicht nur „aus Termingründen“ abgesagt hat. Wenn man die Eisen woanders im Feuer hat, gehört sich das im Sinne eines fairen Wettbewerbs dann auch einfach nicht…

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

Definitiv: Wenn Anis, dann nur durch Televoting. Das wäre ein äußerst mutiger Beitrag für Schweden und da wäre ich wahnsinnig gespannt auf die Reaktionen in der Bubble und vor allem den Buchmachern.

Böörti01
Böörti01
6 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

wobei… mir fällt gerade auf: Im Sinne der „Votingdramaturgie“ wäre, was ich beschrieben habe, streng genommen kein „Drehen“, da ja zuerst die Juryergebnisse und dann die Televotingergebnisse in umgekehrter Reihenfolge des Juryrankings bekanntgegeben werden. Aber ihr wisst schon, wie ich das meine…

ESCRobert
ESCRobert
6 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

Ich hoffe auf The Mamas oder Paul Rey der ja auch in Schweden zurzeit gut in den Spotify Charts dasteht.
Ich kann mir irgendwie auch nicht vorstellen das Dotter gewinnt weil die Jurys wohl eher The Mamas, Felix Sandman oder vielleicht auch Paul Rey vorne haben werden.

manu
Editor
6 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

Bei den Jurys sehe ich gerade Dotter NICHT ganz vorn, da Dotter wohl eher durch ihren Auftritt als durch ihr Lied so viel Aufmerksamkeit erhält. Auch Anna und Anis nicht.

Bei den Jurys könnte ich mir tatsächlich vorstellen, dass „Boys with Emotions“ als am modernsten angesehen wird und punktet – und dann vielleicht sogar Glück hat insgesamt zu gewinnen (beim Publikum wird er ja auch nicht sehr weit hinten liegen). Oder die Mamas erhalten die meisten Jury-Punkte dank deren harmonischen Gesangs…

Es wird auf jeden Fall spannend und ich liege in Schweden oft mal daneben…

Böörti01
Böörti01
6 Jahre zuvor
Reply to  manu

ja, auch gut argumentiert… kann bezüglich der Jurys auch gut sein… mit „zugunsten von Dotter“ hatte ich mir auch das Türchen aufgehalten, dass sie es sogar am Ende auch als in diesem Teilbereich nachfolgend Platzierte (zweite? sogar dritte?) insgesamt werden könnte. Sowas kommt in der Gesamtrechnung ja auch gut mal vor..

Wie auch immer: Schön ist vor allem, dass es wahrscheinlich spannend wird…

Böörti01
Böörti01
6 Jahre zuvor
Reply to  manu

Ich find jetzt auch nicht, dass Bulletproof nur von der aufwendigeren Performance leben würde… Ich denke, das hören auch die Jurys… und nebenbei: so musikkulturbeflissen, wie man sich Juryexperten vorstellt, sind diese Leute der Musikindustrie ja häufig genug auch nicht

Matty
Matty
6 Jahre zuvor
Reply to  Böörti01

Es liegt daran, daß Deutschland mit seiner Jury beim finnischen Vorentscheid UMK eingebunden ist.

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor

Ich bevorzuge klar das dänische Finale und später FdC (wegen der Sprache und wegen Filomena). Mello ist mir leider ziemlich egal – solange nicht Sandman gewinnt. Aber dennoch allen Fans viel Spaß !

tante anni
tante anni
6 Jahre zuvor

Die „bekannten Gründe“ würden mich auch sehr interessieren… Peter?
Bin für Robin, aber Realist. Entsprechend drücke ich auch Dotter die Daumen – mit Blick auf Rotterdam wohl das beste Gesamtpaket. Wahnsinn wäre natürlich Anis, im positiven Sinne. Denke aber auch, dass die Jurys das verhindern werden. Nicht unterschätzen sollte man Felix, weil ultramodern und juryanbiedernd. Und: Paul Rey – weil einzige Ballade im Wettbewerb, aber durch Bässe und Inszenierung doch sehr zeitgemäß. Mir wäre nur wichtig, dass Hanna verhindert wird – gibt mir als einziger Beitrag rein gar nix…

Matty
Matty
6 Jahre zuvor
Reply to  Peter

Bedeutet das, Deutschland darf erst dann wieder seine Jurywertung abgeben, wenn Herr Björkman die Verantwortung für das Melodifestivalen 2021 abgibt? Schweden solle endlich mal aus seinem Schmollwinkel kommen und auf Deutschland zugehen, um das Ganze aus der Welt zu schaffen.

4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
6 Jahre zuvor

Robin hat den einzigen Song, den ich in diesem sehr schwachen MF-Jahrgang mag. Die Begeisterung für an zumindest in der Community liegt wohl hauptsächlich daran, dass viele prinzipiell nostalgisch sind. Es wird wohl Dotter oder Ingrosso 2/Felix.

4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
6 Jahre zuvor

„…Begeisterung für Anna…“ sollte da stehen.

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor

Dann von mir aus die singende Discokugel. Das ist zumindest gefälliger Schwedenpop, wenngleich nichts, was ich mir außerhalb des ESC anhören würde.

Sandman ist noch nerviger als der deutsche Beitrag und mag nunmal diese arrogante Art von ihm nicht. Ingrosso 2018 hat mir schon gereicht.

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor

Robin ist um Welten besser als 2017.

4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
6 Jahre zuvor
Reply to  Mariposa

Ich mochte auch 2017; er wirkte zwar sehr arrogant (wenngleich weniger als Ingrosso im nächsten Jahr) aber der Song war super produziert. Und der Look passte irgendwie dazu.

eccehomo42
6 Jahre zuvor

Wie hoch war die Siegquote bei den Buchmachern eigentlich letztes Jahr bei Lundvik? 51% für Dotter erscheinen mir doch sehr hoch, auch wenn ich noch nicht an ihren Sieg glaube. „Take a Chance“ hat den falschen Sänger, sonst wäre das ein Siegkandidat in Rotterdam und sonst sind das nahezu alles Songs, die irgendwo zwischen vier und fünfzehn in Rotterdam einlaufen werden. Alles ganz nett, aber meine Favoritin ist eh schon raus, werde das Mello Finale aber dennoch gucken.

Tobias E.
Tobias E.
6 Jahre zuvor
Reply to  eccehomo42

John hatte über 60%

eccehomo42
6 Jahre zuvor
Reply to  Tobias E.

Danke, Dotter ist jetzt unter 50%, ich glaube wir sehen heute Abend einen Mellosieger

Karin
Karin
6 Jahre zuvor

Ich hoffe auf Felix Sandmann, akzeptabel wäre auch noch Paul Rey oder Mariette
Bitte nicht Hanna oder Vamos

tomudu
tomudu
6 Jahre zuvor

Ich würde mal vermuten, dass Dotter das Juryvoting gewinnt und Anna im Televoting vorne liegen könnte. Felix Sandman dann vielleicht als lachender Dritter? Es wird spannend… 🙂

lasse braun
lasse braun
6 Jahre zuvor

ich glaube nicht,daß die für die zulassung der melosongs verantwortlichen im vorfeld macklemore&lewis kannten – ansonsten hätte es diese peinliche kopie nicht in die vorrunde geschafft.

nichts gegen anna aber das licht ist m.e. der einzige song im feld,der bei jury und televoting gut abschneiden kann.
die mamas dürften wahrscheinlich beim televoting durchfallen wie ihr vorsänger letztes jahr.
sollte der rapper mit seiner billignummer tatsächlich gewinnen,wäre das mal ein guter test gerade auch für uns,weil ja viele sagen wir sollen endlich mal einen rapper schicken.

Christian Harbich
Christian Harbich
6 Jahre zuvor

Also wenn das ein Frauen-Dreikampf Dotter, Anna und The Mamas wird dann hoffe ich wirklich INSTÄNDIG, dass die Schweden mal etwas vom erwartbaren abweichen und wirklich die Mamas schicken. Finde die Songs von Anna und Dotter schlicht langweilig – wobei Dotter von den weiblichen Acts im Finale echt die langweiligste ist. Und das ist Favorit – naja. Sandman und Anis am Ende der Auftritte geht hoffentlich nicht auf, auch wenn das mit Sicherheit kalkuliert ist von den Veranstaltern. Victor, Paul und Mohombi haben gottlob recht starke Titel im Rennen und haben vor allem auch super Stimmen, das dürfte den kleinen Nachteil schon zu Beginn ran zu müssen sicherlich wett machen.

Einen Tipp kann ich nicht abgeben – nur was ich mir wünschen würde; das wären bei den Frauen ganz klar die Mamas und bei den Kerls Paul, Victor oder Mohombi.

Freue mich tierisch auf heute abend und bin vor allem auch dankbar, dass SVT sich nicht von der Corona-Hysterie hat leiten lassen!!! Viel Spass euch allen – ist ja heute ein bisschen ESC-light :-))

ESCFan2009 - 🇨🇭🇮🇪
ESCFan2009 - 🇨🇭🇮🇪
6 Jahre zuvor

Ich finde auch nicht, dass Dotter nur von der Performance lebt – klar, absoluter Hingucker und enorm aufwertend, aber der Song gibt mir schon auch so was mit den Sia-Vibes und dem tollen Text. Meine Lieblingsstelle ist, wenn sie „little things“ singt, die Bewegung mache ich dann immer mit 😀 (Und die Hairflips könnte ich auch mit meiner Länge xD) Und ich bleibe mal dabei, dass Dotter gute Chancen hat, den ganzen ESC zu gewinnen. Was auch ein bisschen Wunschdenken von mir ist, denn wie gesagt: 2015 starker Popsong, 2016-2018 „Ära der Besonderen“, 2019 starke Ballade. Da brauche ich schon mal wieder einen tollen englischsprachigen Popsong als Gewinner. Zumal Dotter für mich deutlich mehr Attitude und damit likeability in der Performance hat als die schwedischen Beiträge 2017 und 2018 🙈 Auf gar keinen Fall einen Mann (zwecks Variation seit 2015) und um Himmels Willen nicht den Rap. Dann darf Schweden gerne wieder im Halbfinale rausfliegen, Entschuldigung 🙈

eccehomo42
6 Jahre zuvor

Toller englischsprachiger Popsong klingt für mich dieses Jahr eher nach Litauen oder Deutschland. Benjamin Ingrosso war doch super, modern catchy, einer der besten schwedischen ESC Songs ever. Wenn Dotter nen guten Song hätte, hätte ich weniger Bauchschmerzen. Ich hoffe tatsächlich auf Robin Bengtsson (!), das sagt alles über das Mello 2020

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor
Reply to  eccehomo42

Für mich war Ingrosso einer der sch´lechteste schwedische Beitrag überhaupt. Ich mag dieses gekünselte Gesinge nicht.

ESCFan2009 - 🇨🇭🇮🇪
ESCFan2009 - 🇨🇭🇮🇪
6 Jahre zuvor
Reply to  eccehomo42

Deutschland wäre auch was, ja. Das Ding des Jahres, wenn das passiert. Litauen ist mir persönlich viel zu cringy, aber ich bereite mich auf mein persönliches Verona vor 😂 Mein Horrorszenario schlechthin, wenn „On Fire“ den ESC gewinnt, nochmal Sorry an alle 😂

eccehomo42
6 Jahre zuvor

Es ist möglich, dass dir etwas zu cringy ist? Und „On Fire“ mit der Titanic der Euroclubneunzigerretroschlager zu vergleichen ist gewagt.

Jorge
Jorge
6 Jahre zuvor

Der Beitrag, der was wagt und bei dem ich mitgehe, wäre Boys with Emotions. Lebt zur Abwechslung mal von Auslassung und ist einfach vom Level her über den anderen mit ihren Tonspurenexzessen und Tonleitersurfen. Die Inszenierung mit dem marionettenhaften Support ist für mich aber ein Fail.

usain1
usain1
6 Jahre zuvor
Reply to  Jorge

Sehe ich genauso… das Ding hat wirklich was. Die allgemeine Begeisterung für die Eigelb-Dame ist mir vollkommen rätselhaft

lasse braun
lasse braun
6 Jahre zuvor
Reply to  usain1

licht blendet mitunter – haste das noch nicht gewußt?

Jorge
Jorge
6 Jahre zuvor
Reply to  usain1

usain1?? Bist du das wirklich? Wir mit demselben Fave? Darauf müssen wir einen heben! 🙂

Ausserdem sind doch die 2 Brustdiscokugeln total sexistisch, oder? 😉

usain1
usain1
6 Jahre zuvor
Reply to  usain1

Sexismus richtig dosiert kann durchaus reizvoll sein, komischerweise ich denke da eher an Frankreich, Zypern und Tschechien…

Jorge
Jorge
6 Jahre zuvor
Reply to  usain1

Ja, die Richtung stimmt optisch. Man muss bei den männlichen Kandidaten dieses Jahr scharf überlegen, Komischerweise ist die Auslage etwas ausgedünnt. Tschechien mag ich against all odds auch musikalisch.

Und zum topic: Annas tanzende Rockkerle haben mich nicht getriggert. Da sie den Chorus in Rotterdam bräuchte, kämen ja auch nur 2-3 mit.

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor

Ich mag Tschechien musikalisch auch !

Jorge
Jorge
6 Jahre zuvor
Reply to  Mariposa

Wäre ja auch langweilig, nur chancenreiche Songs zu unterstützen.

mellofanberlin
6 Jahre zuvor

Bei den letzten Umfragen in Schweden geht jedenfalls Anis Don Demina durch die Decke. Da ist zu befürchten, dass dieser komische Rap zumindest das Televoting für sich entscheiden könnte. Ein Sieg wäre für mich der Supergau.

Jorge
Jorge
6 Jahre zuvor
Reply to  mellofanberlin

Ich glaub nicht daran, aber dann bekäme Schweden eine unangenehme Diskussion an den Hals, die man zum ESC nicht mehr loswird.

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor
Reply to  Jorge

Welche Diskussion denn ?

Gaby
Gaby
6 Jahre zuvor

Meine Favoriten sind Anna Bergendahl, The Mamas und „Take an Chance“.
Der Supergau wäre für mich Felix Sandman (grusel).

Alle anderen sind für mich okay, kann ich mir vielleicht noch schönhören.

Mariposa
Mariposa
6 Jahre zuvor
Reply to  Gaby

Beim Supe-GAU stimme ich Dir zu. Steril, unmelodisch, unsympathisch – schlicht nichts, was ich auf der ESC-Bühne sehen möchte.

4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
6 Jahre zuvor
Reply to  Mariposa

Ingrosso 2.0.

Matty
Matty
6 Jahre zuvor

Das Melodifestivalen 2021 wirft bereits seine Schatten voraus, denn P4 hat heute bereits den Startschuß für den Nachwuchswettbewerb Nästa gegeben:

https://eurovoix.com/2020/03/07/sweden-sveriges-radio-opens-p4-nasta-2020-submissions/

Bewerbungsschluß ist der 1. April (kein Scherz). Im Zeitraum vom 1. Mai bis 26 Juli finden 25 regionale Vorauswahlen statt. Von den Gewinnern qualifizieren sich acht für das Finale.

escfan05
escfan05
6 Jahre zuvor

Meine Favoriten sind The Mamas und Felix Sandman. Anna Bergendahl finde ich nicht so dolle.

escfan05
escfan05
6 Jahre zuvor
Reply to  escfan05

Am Schlimmsten wäre für mich wenn Robin Bengtson mit Take A Chance gewinnen sollte. Das ist so ein nichtssagender Song.

escfan05
escfan05
6 Jahre zuvor

Ist eigentlich nicht ausgeschlossen das der Sandman gewinnt, dadurch das er durch die Andra Chansen musste?

jojonochmal
6 Jahre zuvor

Ich feiere keinen Beitrag extrem, aber ich bin für Felix Sandmann 🙉

Manboy
Manboy
6 Jahre zuvor

Na Dotter sollte es heute eigentl. zum Sieg schaffen. Wobei The Mamas und Anna die stärksten Verfolger sind. Felix traue ich auch eine gute Platzierung zu. Und bei dem schwachen ESC-Jahrgang sehe ich Schweden wieder in der Top 5 in Rotterdam. Robin, Menderz und Viktor Crone sowie Hanna find ich am schwächsten. Anis Chancen sehe ich sehr begrenzt. Seit Einführung der App verteilen sich die Stimmen so annähernd gleichmäßig, sodass eigentlich nur die Jury der Taktgeber ist. Und da fallen Spassbeiträge eher durch.

Mark Specht
Mark Specht
6 Jahre zuvor

Ich gehöre definitiv zum Team Anna. Dieser Song gefällt mir von allen am besten. Gefolgt von Dotter, Felix Sandmann und Mariette.
Ich bin auch der Überzeugung das Anna und Felix die besten Chancen auf den Sieg haben. Wer weiß was heute Abend in Schweden so passiert lassen wir uns einfach überraschen.

Matty
Matty
6 Jahre zuvor

Wenn Deutschland beim ESC gut abschneiden will, dann wäre Felix Sandman definitiv die falsche Wahl!

eccehomo42
6 Jahre zuvor
Reply to  Matty

Deutschland hat seinen Interpreten doch schon

4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
4porcelli - Isch will ne schtarrke mittelschtarrke Bank
6 Jahre zuvor
Reply to  eccehomo42

Er hat mal wieder eine faszinierende „Logik“.

Matty
Matty
6 Jahre zuvor
Reply to  eccehomo42

Ich weiß, der Satz sollte heißen: Wenn Deutschland mit Ben Dolic beim ESC gut abschneiden will, dann wäre Felix Sandman die falsche Wahl!

escfan05
escfan05
6 Jahre zuvor

@Matty: Ich weiß zwar nicht, warum es zwischen Deutschland und Björkman Beef gibt, aber ehrlich gesagt, Deutschland kann es verkraften wenn man nicht als teil der internationalen Jury beim Mello mitvoten darf. Davon geht die Welt nicht unter.

Jorge
Jorge
6 Jahre zuvor

@Peter: Offensichtlich ist auch Dadi Freyr im grünen Sweater zu eurem Fantreffen gekommen. 😉

MarkusK
Mitglied
MarkusK
6 Jahre zuvor

Hey, das Bild zur späten Stunde in Stockholm auf dem Schiff habe ich gemacht. @Peter es ist nicht kikki

escfan05
escfan05
6 Jahre zuvor
Reply to  MarkusK

Ich denke ich schaue mir später das Mellofinale an. Ich will doch wissen welches die ESC-Jury besonders bevorteilt, so wie die letzten Jahre. Die Schweden haben ja die Jury in der Tasche. Björkmann sei dank.

MarkusK
Mitglied
MarkusK
6 Jahre zuvor

Die ersten Reihen haben übrigens keinen Luftballon, sondern ein rotes Tuch. Da spare ich mir schon die Blamage, dass ich den nicht aufpusten kann…

ESCFan2009 - 🇨🇭🇮🇪
ESCFan2009 - 🇨🇭🇮🇪
6 Jahre zuvor

Euch allen viel Spaß in der Halle und am TV!
Let’s make Dotterdam happen und nebenbei Daumen drücken für die finnische Queen Erika I. 😁

stefanohh
stefanohh
6 Jahre zuvor

Team Anna 🙂

Anmey
Anmey
6 Jahre zuvor

Guten Abend schon mal. Dotter ist zwar meine Nummer eins, aber weiß eigentlich irgendwer, warum sie bei den Buchmachern derart gut wegkommt? Ich finde das ganze heute ziemlich unberechenbar, zumal mit diesem dämlichen Altersgruppenvoting.

SvenEsc
SvenEsc
6 Jahre zuvor

Viel Spaß heute Abend 🇸🇪😍

Manboy
Manboy
6 Jahre zuvor

Allen viel Spaß. Das Mello ist dieses Jahr von der Musik wesentlich interessanter als das bisherige Aufgebot beim ESC

Florian
Editor
6 Jahre zuvor

Liebe Grüße nebenan vom dänischem DMGP (schaut gerne vorbei!) und viel Erfolg Anna!

Matty
Matty
6 Jahre zuvor

God Afton! Finale! Es geht los!

JustMe
JustMe
6 Jahre zuvor

Also das Ding geht entweder an Dotter oder The Mamas, obwohl mein Dark Horse ja Anis Don Denima ist…

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
6 Jahre zuvor

Ich muss gestehen, dass ich mir lediglich ein paar „My Top 12“- Schnelldurchläufe auf Youtube angeschaut habe, und da ging mir der Refrain von Robin Bengtsson sofort ins Ohr. Ansonsten scheinen noch die Beiträge von Mariette, Anna Bergendahl, The Mamas und Hanna Ferm ganz nett zu sein. Jetzt schau ich aber erst mal Dänemark und Finnland.

uppläsare
uppläsare
6 Jahre zuvor

Gerade mal wieder rechtzeitig. Schönen Abend Euch!
Go ANNA Go!

Yasi
Yasi
6 Jahre zuvor

Milanov agiert ja auch bei Finnland in der Jury, deshalb kann er hier nicht dabei sein.

lasse braun
lasse braun
6 Jahre zuvor

in der halle des bergkönigs. 🙂

chris
chris
6 Jahre zuvor

Ich schaue es an, aber weigere mich zu behaupten, es wäre für mich so wichtig wie der ESC selbst

Manboy
Manboy
6 Jahre zuvor

Bin im Team Dotter aber liebäugle auch mit Team Anna. international hat aber Dotter die besseren Karten.

uppläsare
uppläsare
6 Jahre zuvor

Endlich geht es los! Bin ja gespannt, ob Dotter ihrem haushohem Favoritenstatus gerecht werden kann und vor allem wie die Juries abstimmen werden. Mich wundert ja, dass keiner mehr über Hanna Ferm spricht. Wird sie evtl. die Überraschung? Hoffe dass eine Überraschung was die Jungs angeht, an uns vorbei geht.
Go ANNA GO! Für mich ist Anna der absolute Favorit. Hier stimmt einfach alles. Hoffe auf einen Sieg, auch wenn es schwierig werden wird. Nach zehn Jahren die Revange wäre einfach zu schön…

Matty
Matty
6 Jahre zuvor

Ob mir David seinen Rock mal ausleiht?

Anmey
Anmey
6 Jahre zuvor

Barbara Schöneberger würde sagen „kein weißes Kleid“. Ein super Opening!

eccehomo42
6 Jahre zuvor

So das Opening war schon mal bockstark

Kerstin
Kerstin
6 Jahre zuvor

Ich drücke Anna die Daumen! Bei Kingdom Come stimmt einfach alles!

uppläsare
uppläsare
6 Jahre zuvor

Ohhhhh, er singt besser. Und das Haar ist wilder. 😉

tomudu
tomudu
6 Jahre zuvor

„Troubled Waters“ gefällt mir inzwischen eigentlich richtig gut, aber Victor kann leider halt wirklich nicht singen… Auch wenn das hier durch die Stimmen vom Band etwas aufgefangen wird.

Anmey
Anmey
6 Jahre zuvor

Bei Victor frage ich mich immer, warum er Lieder singt, bei denen er die Höhen gar nicht treffen kann.

Matty
Matty
6 Jahre zuvor

Victor mit Hilfe der Playbackhintergrundstimmen in Hüpflaune.

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